Coronavirus 20. August: Länder prüfen einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer

Maskenverweigerern droht demnächst ein bundesweit ein einheitliches Bußgeld. Russland will seinen neu zugelassenen Impfstoff einer Massenstudie unterziehen und diese international überwachen lassen. Die Küstenregionen Kroatiens sind ab sofort Corona-Risikogebiete – Urlaubsrückkehrer müssen sich testen lassen. Die aktuellen Entwicklungen im Ticker.

Ein Automat für Corona-Schutzmasken steht auf einem Bahnsteig an der U-Bahn-Station Turmstraße im Stadtteil Moabit
In Bussen und Bahnen gilt bundesweit eine einheitliche Maskenpflicht. Jetzt wird auch ein bundesweit einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer geprüft. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Donnerstag, 20. August 2020 endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:40 Uhr | Großbritannien: Quarantäne für Rückkehrer aus Österreich und Kroatien

In Großbritannien müssen Reiserückkehrer aus Österreich und Kroatien wegen steigender Corona-Zahlen in diesen Ländern für zwei Wochen in Quarantäne gehen. Wie Verkehrsminister Grant Shapps mitteilte, gilt die Anordnung ab Samstagmorgen. Für Rückkehrer aus Portugal wurde die Quarantäne-Regel dagegen aufgehoben.

22:02 Uhr | Köpping: Schärfere Corona-Auflagen nicht nötig

Petra Köpping während Pressekonferenz.
Petra Köpping. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping sieht derzeit keinen Grund, die Schutzmaßnahmen wieder zu verschärfen. Die SPD-Politikerin sagte MDR AKTUELL, die hohen Zahlen wie in den anderen Bundesländern seien in Sachsen nicht zu verzeichnen. Die Testzentren an der Grenze oder an Flughäfen hätten bisher 54 positive Fälle gemeldet. Das seien 0,4 Prozent aller Getesteten. Zuletzt hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Aus für den Karneval 2021 angedeutet und damit den Narren die Stimmung vermiest. Droht tatsächlich ein Feierverbot für Faschingsvereine, würde das auch in Mitteldeutschland viele Clubs hart treffen.

21:43 Uhr | Belgien hält an Kontaktbeschränkungen fest

Belgien verlängert seine strikten Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise um einen weiteren Monat. Premierministerin Sophie Wilmès sagte, zunächst bis Ende September dürften Belgier nur zu fünf Personen außerhalb des eigenen Haushalts engeren Kontakt haben. Zugleich lockerte der Nationale Sicherheitsrat einige Einschränkungen. So soll das Einkaufen ab Montag wieder grundsätzlich zu zweit und ohne Zeitbeschränkung erlaubt sein. Bei Veranstaltungen werden mehr Zuschauer zugelassen. Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen hatte Belgien die Corona-Regeln Ende Juli wieder stark verschärft. Wilmès sagte, dies habe sich als wirksam erwiesen.

21:15 Uhr | Nächste Grüne Woche ohne Publikum

Die Agrar- und Verbrauchermesse Grüne Woche findet im kommenden Jahr wegen der Corona-Pandemie als reiner Branchentreff statt. Grüne-Woche-Chef Lars Jaeger sagte, man werde das Angebot auf das Fachpublikum konzentrieren. Die diesjährige Grüne Woche hatten im Januar 400.000 Menschen besucht, darunter 90.000 Fachbesucher aus 75 Ländern. Die Besucher gaben insgesamt 52 Millionen Euro für Waren und Konsum vor Ort aus.

20:40 Uhr | Länder prüfen einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer

Ein deutschlandweit einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen wird wahrscheinlicher. Bund und Länder wollen eine Arbeitsgruppe einsetzen, um ein einheitliches Bußgeld zu prüfen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge vereinbarten sie das bei einer Schaltkonferenz. Eine Entscheidung bezüglich des Bußgeldes könnte in der kommenden Woche bei Beratungen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel fallen.

Derzeit klaffen die Regeln in den Ländern weit auseinander. In Berlin drohen Strafen bis zu 500 Euro. In Thüringen sind es 60 Euro. Das plant auch Sachsen ab 1. September. Sachsen-Anhalt will gar kein Bußgeld fordern und will den Berichten zufolge auch einem einheitlichen Bußgeld nicht zustimmen.

19:00 Uhr | Russland will Massenstudie mit Impfstoff überwachen lassen

Zwei Fläschchen mit medizinischem Inhalt.
Russland will seinen Impfstoff einem Massentest unterziehen. Bildrechte: dpa

Russland will eine Massenstudie mit seinem bereits zugelassen Corona-Impfstoff von einer ausländischen Forschungseinrichtung überwachen lassen. Das kündigte das Moskauer Gamaleja-Institut an, das den Impfstoff entwickelt hat. Es sicherte auch zu, die Daten aus der Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Verfügung zustellen.

Die Massenstudie soll den Angaben nach in der kommenden Woche starten. An der klinischen Studie sollen mehr als 40.000 Menschen teilnehmen. 45 medizinische Zentren im ganzen Land seien beteiligt.

Präsident Wladimir Putin hatte in der vergangenen Woche erklärt, Russland habe als erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen. Kritiker bemängelten, dass eine große klinische Wirksamkeitsstudie fehle. Eine solche erfolgreiche Phase-3-Studie wird normalerweise als wesentliche Voraussetzung für eine behördliche Zulassung angesehen.

18:06 Uhr | Tschechien kassiert erneute Maskenpflicht teilweise

Restaurant/Bierstube in Prag
In den Prager Bierstuben muss auch ab September keine Maske getragen werden. Bildrechte: imago images/CTK Photo

Tschechien macht bei der Wiedereinführung einer landesweiten Maskenpflicht ab 1. September einen teilweisen Rückzieher. Gesundheitsminister Adam Vojtech teilte mit, in Geschäften, Gaststätten, Kneipen und beim Friseur müsse nun doch keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Verpflichtend werde die Maske dagegen wie geplant in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Behörden sowie in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen. In manchen Regionen gilt das schon jetzt. Die landesweite Maskenpflicht auch in Geschäften und Kneipen war erst am Montag beschlossen wurden. In den sozialen Netzwerken waren die Maßnahmen heftig kritisiert worden.

17:45 Uhr | Airbnb verbietet Partys in vermieteten Räumen

Der Online-Wohnungsvermittler Airbnb verschärft wegen der Corona-Pandemie die Vorschriften. Das Unternehmen erklärte, in allen vermieteten Räumen seien künftig keine Partys gestattet. Zudem dürften sich in einer Unterkunft maximal 16 Menschen aufhalten. Wer sich nicht daran halte, werde gesperrt oder angezeigt. Airbnb erklärte, einige Nutzer hätten ihre Party-Aktivitäten aus Bars und Diskotheken in Airbnb-Unterkünfte verlegt. Ein solches Benehmen sei unglaublich unverantwortlich.

17:23 Uhr | Reisewarnungen für rumänische Regionen geändert

Vama Veche
Die rumänische Schwarzmeerstrände sind kein Risikogebiet. Bildrechte: imago images / Danita Delimont

Das Auswärtige Amt hat seine Corona-Reisewarnung für Rumänien zum Teil gelockert. Die Region Timis nahe der westrumänischen Stadt Timisoara wurde von der Warn-Liste gestrichen, ebenso der südwestliche Kreis Mehedinti und die südliche Region Ialomita. Dagegen wird jetzt vor Reisen in die bisher als unbedenklich geltende zentralrumänische Touristenregion Valcea gewarnt. Weiterhin auf der Warn-Liste stehen die Hauptstadt Bukarest, der Touristenmagnet Brasov sowie 13 weitere von insgesamt 41 Verwaltungsbezirken des Landes. Nicht als Risikozone gelten nach wie vor die Schwarzmeerstrände.

17:03 Uhr | Verfassungsgericht bestätigt Maskenpflicht in Sachsen-Anhalt

Die Maskenpflicht in Sachsen-Anhalt ist zulässig. Das Landesverfassungsgericht in Dessau-Roßlau entschied, dass die möglichen Nachteile für den Infektionsschutz schwerer zu gewichten seien als mögliche Nachteile für die Antragsteller, wenn die Maßnahmen außer Kraft gesetzt würden. Dies gelte auch, wenn sich die Regelung im Nachhinein als verfassungswidrig erweisen sollte. Das Gericht lehnte damit einen Antrag von sechs Menschen aus Halle und dem Saalekreis auf einstweiligen Rechtsschutz gegen die Maskenpflicht ab. Damit muss im öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften und in Gaststätten weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

16:10 Uhr | Überbrückungshilfe für Studierende auch im September

Die Überbrückungshilfe für Studierende wird verlängert. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagte, betroffene Studierende könnten sie in Form eines nicht-rückzahlbaren Zuschusses auch im September bei ihrem Studentenwerk beantragen. Die Überbrückungshilfe wird seit Juni gezahlt. Sie richtet sich nach Höhe des Kontostandes und beträgt pro Antrag mindestens 100 und höchstens 500 Euro. Wer beispielsweise noch 200 Euro auf dem Konto hat, kann für den Monat der Antragsstellung 300 Euro Überbrückungshilfe erhalten. Ab 500 Euro auf dem Konto gibt es keine Finanzhilfe mehr.

15:52 Uhr | Reisewarnung für Luxemburg aufgehoben

Die Bundesregierung warnt nicht mehr vor Reisen nach Luxemburg. Wegen gesunkener Infektionszahlen im Nachbarland hob sie die Reisewarnung auf. In den Reisehinweisen wird aber darauf hingewiesen, das Luxemburg weiter stark vom Coronavirus betroffen ist.

Luxemburger Nationalflagge im Park am Place de la Constitution, Luxemburg Stadt
Luxemburg ist kein Risikogebiet mehr. Bildrechte: imago/Rupert Oberhäuser

Zuvor hatte das Robert Koch-Institut Luxemburg von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Das Großherzogtum hatte dort seit Mitte Juli gestanden, nachdem dort die Schwelle von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen deutlich überschritten worden war. Luxemburg hatte sich dagegen gewehrt. Die Regierung erklärte, die hohen Zahlen hingen unter anderem damit zusammen, dass Luxemburg flächendeckend und mehr als andere Länder teste – und dabei auch Grenzgänger miteinbeziehe.

15:43 Uhr | WHO: Europa kann Coronavirus ohne Lockdown bekämpfen

Europa kann nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation das Coronavirus mittlerweile ohne massive Einschnitte für Wirtschaft und Gesellschaft bekämpfen. Der WHO-Direktor für Europa, Hans Kluge, sagte, durch die Erfahrungen der vergangenen Monate seien die europäischen Länder viel besser vorbereitet als zu Beginn der Pandemie.

Er warnte aber, im Kampf gegen das Coronavirus nachzulassen. In Europa würden die Infektionszahlen nach einer ersten Welle im Frühjahr inzwischen wieder stark ansteigen. In der ersten Augustwoche gab es laut WHO 40.000 Fälle mehr als in der ersten Juni-Woche, als die Fallzahlen am niedrigsten waren. Inzwischen wird im Vergleich zum Frühjahr aber auch mehr getestet.

15:14 Uhr | EU sichert sich erneut Zugriff auf Impfstoff

Die EU hat sich den Zugriff auch auf einen potenziellen Impfstoff des Tübinger Biotech-Unternehmens Curevac gesichert. Nach Angaben der EU-Kommission schloss sie mit Curevac einen Vorvertrag über 225 Millionen Dosen und sicherte sich die Option auf weitere 180 Millionen Dosen. Der Impfstoff werde bereitgestellt, sobald er sich als wirksam und sicher erwiesen habe.

Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac eine blaue Flüssigkeit.
Das Tübinger Unternehmen Curevac will einen Corona-Impfstoff entwickeln. Bildrechte: dpa

Ähnliche Vereinbarungen hatte die EU bereits mit den Unternehmen Janssen Pharmaceutica NV, Sanofi-GSK und AstraZeneca geschlossen. Die Impfstoffdosen sind für die EU-Staaten gedacht, können aber auch an andere, weniger wohlhabende Länder sowie andere europäische Länder gespendet werden. Die EU sichert sich mit Vorverträgen und Abnahmegarantien den Zugriff auf ausreichende Mengen von Impfstoffen, die noch in der Entwicklung sind. Die Firmen sollen so Produktionskapazitäten aufbauen, auch wenn sie noch nicht sicher sind, dass ihre Mittel wirklich funktionieren werden.

14:32 Uhr | Kekulé zweifelt an Corona-Warn-App

Der Virologe Alexander Kekulé bezweifelt, dass die Corona-Warn-App derzeit sinnvoll ist. Kekulé sagte MDR AKTUELL, grundsätzlich sei es eine tolle Idee, Kontakte zu registrieren und elektronisch zu melden, um Infektionsketten nachzuverfolgen. Mit den bisherigen Daten leiste die App aber noch keinen wirksamen Beitrag dazu. Zudem erbringe sie keine Intelligenzleistung. Beispielsweise könne sie nicht erkennen, wer eine besondere Risikoperson sei oder wo es ein Superspreader-Ereignis gebe.

Kekulé bekräftigte stattdessen seine Forderung nach Corona-Schnelltests. Bisher setze Deutschland auf teure Hightech-PCR-Tests im Labor. Wenn es um Leben und Tod und die Wirtschaft gehe, müsse es aber Tests in Apotheken und für Jedermann geben.

13:03 Uhr | Forscher: Coronavirus breitet sich in trockenen Räumen stärker aus

Forscher aus Sachsen und Indien gehen davon aus, dass die Ausbreitung des Coronavirus auch von der Luftfeuchtigkeit beeinflusst wird. Ein Wissenschaftler des Institut für Troposphärenforschung in Leipzig sagte, wenn die relative Luftfeuchtigkeit in Räumen unter 40 Prozent liege, dann sei die Gefahr einer Übertragung größer. Eine relative Feuchte von 40 bis 60 Prozent könne die Ausbreitung der Viren und deren Aufnahme über die Nasenschleimhaut reduzieren. Sei die Luftfeuchtigkeit in Räumen höher als 40 Prozent, wüchsen Tröpfchen aus der Atemluft schneller an, erklärten die Forscher. Dadurch fielen sie früher zu Boden und würden in der Folge seltener von anderen eingeatmet.

Forscher aus dem indischen Neu Delhi erklärten, eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 40 Prozent in öffentlichen Gebäuden und im Nahverkehr würde nicht nur die Auswirkungen von Covid-19 reduzieren, sondern auch die von anderen Viruserkrankungen wie der saisonalen Grippe. Die Wissenschaftler aus Leipzig und Neu Delhi hatten zehn internationale Studien aus den Jahren 2007 bis 2020 ausgewertet. Dabei ging es um den Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf Überleben, Ausbreitung und Infektion mit Erregern der Grippe und verschiedener Coronaviren.

12:12 Uhr | Küstenregionen Kroatiens sind Corona-Risikogebiete

Mehrere Küstenregionen Kroatiens gelten ab sofort als Corona-Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Betroffen sind die Regionen Sibenik-Knin und Split-Dalmatien und damit ein großer Teil der Urlaubsgebiete an der zentralen Adriaküste Kroatiens.

Das Auswärtige Amt sprach inzwischen eine Reisewarnung für die betroffenen Gebiete aus. Das bedeutet in der Regel, dass Urlaubsbuchungen kostenlos storniert werden können. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

11:42 Uhr | Studie: Homeoffice hilft beim Klimaschutz

Homeoffice nützt beim Klimaschutz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag von Greenpeace. Der Umweltorganisation zufolge kann der CO2-Ausstoß im Verkehrssek

tor um 5,4 Millionen Tonnen im Jahr gesenkt werden, wenn 40 Prozent der Arbeitnehmer dauerhaft an zwei Tagen pro Woche zu Hause arbeiten. Das entspreche 18 Prozent aller durch Pendeln entstehenden Emissionen. Greenpeace-Sprecher Benjamin Stephan sagte, die vergangenen Monate während der Corona-Pandemie hätten gezeigt, dass sich viele Arbeiten problemlos von zu Haus erledigen ließen. Homeoffice entlaste den Verkehr, schütze das Klima und schenke den Arbeitnehmern Zeit. Es müsse konsequent gefördert werden.

10:58 Uhr | Urlaubsrückkehrer sorgen für steigende Infektionszahlen

Fast 40 Prozent der zuletzt positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich außerhalb Deutschlands angesteckt und die Tendenz ist steigend. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Dem RKI zufolge lag der Anteil der Ansteckungen im Ausland bei den neu registrierten Fällen in der vergangenen Woche bei 39 Prozent. In der Woche zuvor seien es 34 Prozent gewesen und zwei Wochen zuvor 13 Prozent. Die meisten infizierten Reiserückkehrer hielten sich zuvor in den Ländern des Westbalkans auf.

10:46 Uhr | Vierte Testreihe beim 1. FCM negativ

Beim Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg hat es auch in der vierten und letzten Testreihe kein positives Corona-Ergebnis gegeben. Das gab der Club bekannt. Damit kann die Mannschaft von Trainer Thomas Hoßmang ohne weitere Einschränkungen trainieren. Die Einheiten finden dennoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Am Montag der vergangenen Woche war ein Spieler des FCM positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin musste das Team in häusliche Quarantäne. Nachdem anschließend drei Testreihen negativ ausfielen, begann das Team in dieser Woche wieder mit dem Mannschaftstraining.

10:34 Uhr | Umgangsregeln für Kinder gelten auch in der Corona-Pandemie

Ein Elternteil darf dem Ex-Partner nicht unter Berufung auf die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie den Umgang mit dem gemeinsamen Kind verweigern. Das geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main hervor. Im konkreten Fall hatte eine Frau ihrem Ex-Partner im März den direkten Kontakt zum gemeinsamen Kind untersagt und das damit begründet, dass in ihrem Haus auch die Großeltern leben, die zur Corona-Risikogruppe zählen. Der Vater konnte aus ihrer Sicht mit dem zehn Jahren alten Jungen telefonieren und ihn auf dem Balkon sehen. Der Vater ging dagegen vor.

Das zuständige Familiengericht verhängte ein Ordnungsgeld in Höhe von 300 Euro gegen die Mutter, weil diese sich damit über die gerichtlich festgelegte Umgangsregelung hinweggesetzt hatte. Die Frau legte daraufhin Beschwerde beim OLG ein. Die Richter erklärten nun, die Corona-Kontaktbeschränkungen führten nicht dazu, dass kein Kontakt von Eltern mit ihrem Kind möglich sei. Die Empfehlung, soziale Kontakte möglichst zu vermeiden, beziehe sich nicht auf die Kernfamilie. Dazu gehörten auch Eltern in verschiedenen Haushalten. (Az. 1 WF 102/20)

09:29 Uhr | Coronavirus-Zahlen steigen weiter

In Deutschland sind am Mittwoch 1.583 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 registriert worden. Das geht aus den Daten des am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Projekts Risklayer hervor. Danach haben 91 Prozent der Landkreise und kreisfreien Städte ihre Zahlen gemeldet. In Sachsen registrierten die Wissenschaftler von Risklayer 22 neue Fälle. In Thüringen waren es 17 und in Sachsen-Anhalt 15. Bei dem neuen Wert handelt es sich um den höchsten Anstieg seit dem 29. April.

06:20 Uhr | Söder verstärkt Gesundheitsministerium personell

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder verstärkt das Gesundheitsministerium personell, um das Corona-Krisenmanagement zu verbessern. Der bisherige Bau- und Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek wechselt heute unbefristet zu Gesundheitsministerin Melanie Huml. Huml war zuletzt in die Kritik geraten, nachdem es bei Corona-Tests von Reiserückkehrern eine Panne gegeben hatte. Etwa 44.000 Menschen hatten ihr Testergebnis erst mit großer Verzögerung erhalten, unter ihnen waren mehr als 900 Personen, die positiv getestet worden waren.

06:15 Uhr | Mexiko will russischen Impfstoff testen

Die mexikanische Regierung will die dritte und entscheidende Testphase des russischen Impfstoffkandidaten "Sputnik V" mit Tausenden Freiwilligen unterstützen. Außenminister Marcelo Ebrard schrieb auf Twitter, er habe bei Gesprächen mit dem russischen Botschafter Interesse daran bekundet, großangelegte Studien am Menschen durchzuführen, "um den Impfstoff so bald wie möglich in Mexiko zu haben". Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador erklärte sich bereit, den Impfstoff freiwillig als Erster zu testen, wenn er sich als wirksam erweisen würde.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. August 2020 | 06:00 Uhr