Coronavirus-Ticker 12. März: Zahl der Neuinfektionen in Deutschland schnellt hoch

Das Coronavirus breitet sich rasant aus, bundesweit gibt es Hunderte Neuinfektionen und weitere Todesfälle. Schulschließungen bleiben Sache der Kommunen. Halle schließt Schulen und Kitas, Leipzig nicht. Kliniken sollen alle nicht dringenden Operationen verschieben. Im Sport wankt der Ligabetrieb: Fußball-Zweitligist Hannover stellte sein Team unter Quarantäne. Die Basketball- und Volleyball-Bundesligen wurden ausgesetzt. In Italien stieg die Zahl der Todesopfer über 1.000.

Mundabstrich bei einer Patientin
Das neuartige Sars-CoV-2-Virus breitet sich rasant aus. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hier geht es zum Ticker von Freitag:

22:56 Uhr | Belgien schließt Schulen, Cafés und Restaurants

Belgien schließt wegen des Coronavirus alle Cafés, Restaurants und Diskotheken. Alle Schulen stellen den Unterricht ein, alle Sport- und Kulturveranstaltungen werden abgesagt, teilte Ministerpräsidentin Sophie Wilmès mit. Eltern, die arbeiten müssen, könnten ihre Kinder jedoch weiterhin zur Betreuung in die Schulen schicken. Großeltern sollten die Enkelkinder nicht hüten, weil sie zu einer besonderen Risikogruppe gehören. Die Maßnahmen treten am Freitag um Mitternacht in Kraft. Apotheken, Lebensmittel- und Tierfutterläden bleiben der Entscheidung zufolge normal geöffnet. Alle anderen Geschäfte müssten am Wochenende geschlossen bleiben.

22:50 Uhr | Thüringen will Kitas und Schulen offen halten

Schulen und Kindergärten in Thüringen sollen nach Angaben des Bildungsministeriums trotz der Coronavirus-Krise geöffnet bleiben. Bildungsminister Helmut Holter sagte am Donnerstagabend: "Alle Abschlussprüfungen werden wie geplant vorbereitet und zu den vorgesehenen Terminen durchgeführt."

22:20 Uhr | Handball-Länderspiel in Magdeburg fällt aus

Das für diesen Freitag geplante Testspiel der deutschen Handballer gegen die Niederlande fällt infolge der Coronavirus-Pandemie aus. Das niederländische Team sagte die in Magdeburg geplante Begegnung ab. Die Regierung im Nachbarland hatte Sportveranstaltungen und damit auch Aktivitäten der Nationalmannschaft untersagt.

21:45 Uhr | Kliniken sollen alle planbaren Operationen verschieben

Um die Krankenhäuser für Covid-19-Patienten freizuhalten, sollen nach dem Willen von Bund und Ländern alle nicht dringenden Operationen, Aufnahmen und Eingriffe verschoben werden. Das haben die Bundesregierung und Ministerpräsidenten der Länder vereinbart. Die Regelung soll, soweit medizinisch vertretbar, ab Montag für unbestimmte Zeit gelten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte, im Kampf gegen die Pandemie seien die nächsten vier bis fünf Wochen entscheidend. Nach dem 20. April werde man eine Bestandsaufnahme machen und dann gegebenenfalls nachsteuern.

21:15 Uhr | Schwarzer Donnerstag an den Börsen

Der US-Aktienindex Dow Jones ist um etwa zehn Prozent eingebrochen, das war der schwerste Verlust seit 33 Jahren. Der Dow gab um 2.350 Zähler auf etwa 21.200 Punkte nach. Der deutsche Leitindex Dax schloss mit einem Minus von 12,2 Prozent, das ist der größte Tagesverlust seit 1989.

21:00 Uhr | Sondersendung von "Hauptsache gesund"

Das MDR-Magazin "Hauptsache gesund" informiert mit einer Sondersendung im MDR FERNSEHEN über das Coronavirus. Im Chat beantworteten Friedemann Schmidt, Präsident des Apotheker-Verbandes, und der Leipziger Hausarzt Thomas Lipp ihre Fragen.

20:59 Uhr | Merkel: Sozialkontakte minimieren - keine generellen Schulschließungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bevölkerung wegen der Coronavirus-Pandemie aufgefordert, Sozialkontakte weitgehend einzuschränken. Nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin rief Merkel zugleich dazu auf, auf alle "nicht notwendigen Veranstaltungen" zu verzichten, auch unterhalb 1.000 Teilnehmern.

Bundesweite Schulschließungen sind nach Merkels Worten vorerst weiterhin nicht geplant. Bund und Länder hätten vereinbart, regional je nach Ausbruchsgeschehen mit Schließungen von Kitas, Schulen oder Hochschulen zu reagieren. Die Situation in Deutschland sei unterschiedlich. Bayern will nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder am Freitag über die Schließung von Schulen und Kitas entscheiden.

20:23 Uhr | Sechstes Todesopfer in Deutschland

Im Kreis Heinsberg ist eine weitere mit dem Coronavirus infizierte Patientin gestorben. Wie der Kreis mitteilte, starb die 78-Jährige am Nachmittag. Es ist der vierte bekannte Todesfall in Nordrhein-Westfalen und der sechste in Deutschland. Das Robert-Koch-Institut meldet einen Anstieg der Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus in Deutschland um mehr als 50 Prozent. Demnach sind 2.369 Infektionen bestätigt, am Vortag waren es noch 1.567.

20:15 Uhr | Frankreich schließt Schulen und ruft zu Homeoffice auf

Frankreich schließt ab Montag alle Schulen, Hochschulen und Kindertageseinrichtungen. Nach Angaben von Präsident Emmanuel Macron wurden zugleich die Unternehmen im Land aufgerufen, Beschäftigte von Zuhause aus arbeiten zu lassen. Der öffentliche Verkehr soll jedoch in Betrieb bleiben. Macron sprach von der gravierendsten Gesundheitskrise seit einem Jahrhundert.

20:10 Uhr | AfD verschiebt Bundesparteitag

Die AfD hat ihren für den 25. April geplanten Bundesparteitag im baden-württembergischen Offenburg abgesagt. Das teilte der Bundesvorstand mit. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

19:35 Uhr | Hessen schickt Abiturienten heim

Hessen stellt seine Abiturienten wegen der Coronapandemie ab Montag vom Unterricht frei. Das Kultusministerium spricht von einer Vorsichtsmaßnahme, damit ab 19. März die schriftlichen Prüfungen stattfinden können. Die Abiturienten sollen nur zu ihren Prüfungen die Schule betreten.

19:10 Uhr | Halle schließt Bäder

In der Stadt Halle werden ab Freitag die vier städtischen Schwimmhallen zunächst bis 27. März geschlossen. Nach Angaben der Stadtwerke ist auch das Freizeitbad Maya mare mit dem Fitnesszentrum Viva mare betroffen.

18:55 Uhr | Berlin schließt Museen

In Berlin werden ab Sonnabend die staatlichen Museen geschlossen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz erklärte, der Publikumsverkehr werde bis auf Weiteres eingestellt. Auch die Staatsbibliothek macht dicht.

18:45 Uhr | Entwicklungen zum Nachhören im Podcast

Die neuesten Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie gibt es auch zum Nachhören. MDR AKTUELL Radio bietet täglich am Vormittag und am Nachmittag einen Podcast, der das Wichtigste der vergangenen Stunden zusammenfasst:

18:33 Uhr | Mehr als 1.000 Tote in Italien

In Italien ist die Zahl der Todesopfer nach Coronavirus-Infektionen auf 1.016 gestiegen. Das teilte der Zivilschutz mit. Am Vortag waren es noch 827 Tote. Die Zahl der bestätigten Infektionen stieg auf mehr als 15.000.

18:10 Uhr | Bundespolizei verstärkt Grenzkontrollen

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen werden ausgeweitet. Bundesinnenminister Horst Seehofer wies die Bundespolizei an, die Kontrollen an allen Binnengrenzen deutlich zu intensivieren. Der Krisenstab der Bundesregierung hatte am Dienstag bereits eine Verschärfung angekündigt, vor allem an den Südgrenzen.

17:35 Uhr | TU Dresden verschiebt Semesterstart

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschiebt nun auch die Technische Universität (TU) Dresden den Beginn des Sommersemesters. Statt Anfang April starten die Vorlesungen und Seminare erst am 27. April. Auch die Universität Leipzig will den Semesterstart voraussichtlich auf den 4. Mai verschieben, endgültig entschieden werden soll darüber am Montag. Sachsens Wissenschaftsministerium hatte den Hochschulen und Unis eine Verlängerung der Ferien empfohlen.

17:20 Uhr | Kultusminister erwägen bundesweite Schulschließungen

Die Kultusminister der Bundesländer haben über flächendeckende Schulschließungen diskutiert. Die baden-württembergische Ressortchefin Susanne Eisenmann sagte nach einer Sitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin, bundesweite Schul- und auch Kitaschließungen seien nicht ausgeschlossen. Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe sagte: "Wir müssen uns darauf einstellen." Falls es dazu komme, müssten etwa zehn bis zwanzig Prozent der Schulen zur Betreuung geöffnet bleiben.

17:05 Uhr | Bundesminister Heil macht Homeoffice

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verlagert seine Arbeit nach Hause, da er Kontakt mit einem bestätigten Coranavirus-Infizierten hatte. Sein Ministerium informierte über die Vorsichtsmaßnahme.

16:47 Uhr | BBL und NBA stoppen Spielbetrieb

Die Basketball Bundesliga setzt vorübergehend den Spielbetrieb aus. Im Gegensatz zur Eishockey Liga (DEL), die ihre Saison vorzeitig beendet hat, hofft die BBL jedoch, die Serie später im Jahr fortsetzen zu können. Auch die Volleyballer brachen die Saison ab.

Der US-Basketball-Liga NBL droht ebenfalls zumindest eine Auszeit. Auslöser ist das Team der Utah Jazz mit ihrem Center Rudy Gobert. Der hatte sich kürzlich noch über das Coronavirus lustig gemacht und bei einem Pressetermin demonstrativ alle vor ihm stehenden Mikrofone berührt. Inzwischen wurden Gobert und ein Teamkollege positiv getestet, der Ligabetrieb ruht. Auch die Eishockey-Liga NHL pausiert.

16:33 Uhr | Sommerspiele in Tokio fraglich

16:25 Uhr | Bei Kinderbetreuung Arbeitgeber informieren

Der Arbeitsrechtler Hermann Gloistein hat darauf hingewiesen, dass berufstätige Eltern bei Schulschließungen wegen der Corona-Krise nicht einfach zu Hause bleiben können. Gloistein sagte MDR AKTUELL, man müsse dem Arbeitgeber mitteilen, dass man zuhause bleibe. Ansonsten drohe eine Abmahnung oder schlimmstenfalls die Kündigung. Ansprüche bei Lohnausfall gibt es laut Gloistein nur bei einer behördlich angeordneten Quarantäne.

16:05 Uhr | Erster Coronavirus-Toter in Bayern

In Bayern ist erstmals ein Patient mit Coronavirus-Infektion gestorben. Laut Gesundheitsministerium hatte der über 80-Jährige Vorerkrankungen. Am Morgen hatte Baden-Württemberg den ersten Todesfall nach einer Sars-Cov-2-Infektion gemeldet. Damit steigt die Zahl der Toten in Deutschland auf fünf, ein sechster infizierter Bundesbürger starb in Ägypten.

15:55 Uhr | Kurt Weill Fest abgebrochen

Das 28. Dessauer Kurt Weill Fest ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorzeitig beendet worden. Das Gesundheitsamt untersagte alle Veranstaltungen, auch beim Musikfest. Das Festival hatte am 28. Februar begonnen und war bis 15. März geplant. Für einige ausgefallene Veranstaltungen werden Ersatztermine geprüft.

15:35 Uhr | Zweitligist Hannover 96 unter Quarantäne

Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat seine komplette Mannschaft unter Quarantäne gestellt. Nach Timo Hübers am Mittwoch ist nun auch Teamkollege Jannes Horn positiv auf das Coronavirus getestet worden. Hannover 96 beantragte bei der Deutschen Fußball Liga die Absetzung der Zweitligaspiele gegen Dynamo Dresden am Sonntag und in Osnabrück.

15:30 Uhr | US-Studie: Virus überlebt drei Tage auf Kunststoffen

Laut ersten Vorabergebnissen einer US-Studie kann das neue Coronavirus bis zu drei Tage auf Kunststoffen oder Edelstahl überleben. Auf Papier kann das Virus bis zu 24 Stunden aktiv bleiben. Das zeigen erste Experimente der US-Seuchenschutzbehörde. Die Studie wird noch von anderen Wissenschaftlern geprüft.

15:15 Uhr | Polizei warnt vor Trickbetrügern

Die Berliner Polizei warnt Senioren vor einer neuen Enkeltrick-Masche. Betrüger geben sich derzeit vermehrt als Verwandte aus, die an Covid-19 erkrankt seien. Sie kontaktierten Senioren und fragten nach Geld für teure Medikamente.

15:10 Uhr | Stadt Leipzig untersagt Großveranstaltungen

Die Stadt Leipzig informierte auf einer Pressekonferenz über Schritte im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie:

  • Die Schulen und Hochschulen in Leipzig bleiben vorerst offen.
  • Aktuell gibt es sechs bestätigte Infektionen im Stadtgebiet, Kontaktpersonen sind bekannt.
  • OB Jung: Oberstes Ziel ist Zeit gewinnen, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Das öffentliche Leben in den kommenden Wochen wird sich ändern. Die Task Force der Stadt hat erste Schritte beschlossen, wie die Absage der Buchmesse. Jung verkündet eine Allgemeinverfügung:
  • Absage aller Veranstaltungen in der Stadt über 1.000 Teilnehmer.
  • Einführung einer Meldepflicht ans Ordnungsamt für Events ab 200 Besucher von Kulturveranstaltungen über Gottesdienst bis zu privaten Veranstaltungen. Die Stadt entscheidet dann gemäß RKI-Vorgaben über eine Erlaubnis.
  • Das gilt zunächst bis Karfreitag, 10. April.

  • Der Infektiologe Christoph Lübbert vom St.-Georg-Klinikum warnt ausdrücklich vor Panik. Das neue Coronavirus sei vergleichbar mit den jährlichen Grippewellen, auch wenn die Todesrate etwa zehn Mal höher sei. Sie liege bei Covid-19 in Ländern mit gutem Gesundheitssystem wie Deutschland unter 1 Prozent, bei jungen Leuten nahezu bei Null, steige aber bei über 80-Jährigen auf 12 bis 17 Prozent.
  • Bei den drei Erkrankten im Klinikum handle es sich um einen 19-Jährigen, der Praktikant in der Lombardei war, sowie zwei über 50-Jährige, einen Südtirol-Urlauber und einen Lkw-Fahrer. Allen drei gehe es gut, sie könnten bald entlassen werden.

15:00 Uhr | Fast alle Flughafenterminals in Rom geschlossen

Wie der Betreiber Aeroporti di Roma mitteilte, wird am Flughafen Fiumicino in Rom der größere der beiden Terminals am 17. März geschlossen. Der Flughafen Ciampino, der vor allem von Billigfluglinien genutzt wird, werde am 14. März für Passagiere dichtgemacht.

14:54 Uhr | Börsenhandel an der Wall Street ausgesetzt

Nach massiven Kursverlusten wegen der Coronakrise ist der Börsenhandel an der New Yorker Wall Street vorübergehend ausgesetzt worden. Der Aktienindex S&P 500 rutschte direkt nach Handelsbeginn um sieben Prozent ab. Daraufhin wurde der Handel automatisch für 15 Minuten ausgesetzt.

14:39 Uhr | Tschechien und Slowakei riegeln Grenze ab

Die Tschechische Republik schließt ihre Grenze für Reisende aus 15 Ländern, darunter Deutschland. Am Freitagabend soll dann auch der Zugverkehr eingestellt werden. Auch die Slowakei macht ihre Grenzen dicht.

13:51 Uhr | EZB kündigt Krisenmaßnahmen an

Die Europäische Zentralbank hat ein Maßnahmenpaket gegen die wirtschaftliche Folgen der Coronavirus-Krise angekündigt. Es soll neue Notkredite für Banken geben und wieder verstärkte Anleihekäufe. Ihren Leitzins, mit dem über Kreditvergaben an die großen Geschäftsbanken die Geldschöpfung stattfindet, hält die Zentralbank bei null Prozent.

Christine Lagarde
EZB-Chefn Christine Lagarde Bildrechte: dpa

Wie EZB-Chefin Christine Lagarde nach der Ratssitzung der Währungshüter in Frankfurt/Main weiter mitteilte, belässt die EZB – anders als erwartet – auch den für Banken wichtigen Einlagensatz bei minus 0,50 Prozent. Banken müssen also weiter sogenannte Strafzinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Notenbank horten. Es gibt aber inzwischen Freibeträge. Kredite an Unternehmen sollen so erleichtert werden. Der Banken-Stresstest wird verschoben.

Das Volumen der bis zum Jahresende geplanten zusätzlichen Anleihekäufe bezifferte Lagarde auf 120 Milliarden Euro. Diese von Kritikern als unzulässige Staatsfinanzierung abgelehnten Ankäufe von Staats- und Unternehmensanleihen am Finanzmarkt waren in den vergangenen Jahren die stärkste Waffe der EZB gegen eine schwache Konjunktur.

13:31 Uhr | Mehr Tote in Spanien

In Spanien ist die Zahl der Todesfälle, die auf das Coronavirus zurückgeführt werden, auf 84 gestiegen. Laut Gesundheitsministerium waren es am Mittwoch noch 47 Todesfälle.

13:25 Uhr | Kein Basketball mehr

Nach den USA ist auch in Europa der Spielbetrieb im Spitzen-Basketball eingestellt worden. Euroleague und Eurocup seien ausgesetzt, teilte der zuständige Dachverband FIBA mit.

13:22 Uhr | Halle: Wiegand erklärt seine Entscheidung

13:13 Uhr | Kroos unter Quarantäne

Die Coronavirus-Pandemie hat nun auch den spanischen Champions-League-Rekordsieger Real Madrid mit dem deutschen Nationalspieler Toni Kroos erwischt. Der Club setzte die Spieler seiner Fußball- und Basketball-Profiteams in Quarantäne.

12:20 Uhr | Bericht über Todesfall in Polen

In Polen ist laut einem Bericht des Senders TVN24 ein Mensch nach einer Erkrankung durch das Coronavirus gestorben. Der Sender beruft sich auf lokale Behörden in der Stadt Posen.

12:15 Uhr | Infizierte bei Sachsenderby

Das Gesundheitsamt im Erzgebirgskreis empfiehlt, das nächste Heimspiel des FC Erzgebirge Aue abzusagen. Als Grund wurde genannt, dass zwei mit dem Coronavirus infizierte Zuschauer am vergangenen Wochenende beim Sachsenderby in Dresden gewesen seien.

12:10 Uhr | CDU sagt ihren Sonderparteitag ab

Die CDU verschiebt wegen der Coronavirus-Risiken ihren für 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer auf unbestimmte Zeit. Wie sie selbst am Donnerstag sagte, will sie dem Vorstand empfehlen, den Parteitag erst abzuhalten, wenn "die epidemische Lage dies gestattet".

12:08 Uhr | Universitäten in Sachsen verschieben Semester

Die Technische Universität Chemnitz verschiebt den Beginn ihres Vorlesungsbetriebs. Er werde nach aktueller Einschätzung nicht am 6. April beginnen, erklärte Rektor Gerd Strohmeier. Zuvor hatte dies auch die Leipziger Universität angekündigt. Die private Handelshochschule Leipzig (HHL) setzte am Donnerstag ihren Regelbetrieb aus.

12:07 Uhr | Älterer Mann in Österreich gestorben

Auch in Österreich gibt es einen ersten Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wie der medizinische Krisenstab der Hauptstadt Wien mitteilte, ist ein 69 Jahre alter Mann in der Nacht zum Donnerstag im Kaiser-Franz-Josef-Spital gestorben. Er soll aus Italien zurückgekehrt sein und habe Vorerkrankungen gehabt.

12:00 Uhr | Brüssel kritisiert US-Einreiseverbot

Die EU-Kommission missbilligt das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für EU-Bürger. Dies sei einseitig und ohne Abstimmung entschieden worden, erklärten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Charles Michel: "Das Coronavirus ist eine globale Krise, die nicht auf einen Kontinent begrenzt ist und Zusammenarbeit statt einseitiger Aktionen nötig macht." Die EU handele entschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen.

11:39 Uhr | Erster Todesfall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es den ersten bestätigten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Am Leichnam eines vor wenigen Tagen verstorbenen 67 Jahre alten Mannes aus dem Rems-Murr-Kreis wurde Sars-CoV-2 nachgewiesen, wie das Sozialministerium mitteilte. Damit stieg die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf vier.

11:21 Uhr | Halle schließt Schulen und Kitas

Die Stadt Halle schließt von Freitag an alle Kindertagesstätten und Schulen. Das gilt laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand vorerst bis zum 27. März. Auch alle öffentlichen Veranstaltungen seien abgesagt und die Gebäude der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle geschlossen.

In der Stadt Halle haben wir aktuell sieben Infektionsfälle. Da die Ermittlung der Kontaktwege nicht mehr sicher und vollumfänglich gewährleistet werden kann, sieht der Stab folgende Maßnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr (...) als verhältnismäßig an.

Bernd Wiegand, Oberbürgermeister in Halle, am Donnerstag

Auch der Lehrbetrieb der Universität, der zum Teil auch in den Semesterferien stattfindet, wird demnach an Freitag eingestellt. Die Maßnahmen seien mit Sachsen-Anhalts Bildungsministerium und der Universitätsleitung abgestimmt, hieß es von der Stadt. Die Maßnahmen seien zwar weitreichend, dienten aber der Prävention.

10:22 Uhr | RKI sieht schnelle Ausbreitung

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts breitet sich Sars-CoV-2 in Deutschland jetzt rasch aus. "Insgesamt ist der Anstieg recht schnell", sagte Vizepräsident Schaade. Das sei auch in vielen anderen Ländern beobachtet und so erwartet worden. Die nächsten Tage und Wochen müssten nun zeigen, ob es gelinge, den Anstieg der Fälle zu begrenzen. Daran werde dann erkennbar, wie gut die eingeleiteten Maßnahmen greif oder ob nachgesteuert werden müsse.

10:03 Uhr | RKI: Schwere Erkrankungen auch bei Jüngeren

Der Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, Lars Schaade, hat die aktuelle Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland am Donnerstag mit 1.967 angegeben. Mit 484 Fällen liegt der regionale Schwerpunkt demnach weiterhin in Nordrhein-Westfalen, wo es auch drei Todesfälle gab. Diese Zahl hat sich bis Donnerstagvormittag also nicht verändert.

Auch wenn es selten vorkommt: Auch bei jüngeren
und gesunden Menschen kann es schwere Verläufe geben, darunter sogar Todesfälle.

RKI-Vize Lars Schaade

Schaade warnte in dem Zusammenhang aber davor, dass schwere Verläufe der Lungenkrankheit in Einzelfällen auch schon bei jüngeren Menschen möglich seien – auch wenn generell das Risiko für ältere Menschen mit Vorerkrankungen deutlich höher sei.

09:52 Uhr | Ärzte in Rostock infiziert

Im Universitätsklinikum Rostock sind zwei Ärzte positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das sagte der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie, Emil Reisinger. Details wollte er zunächst aber nicht nennen. Die Arbeit an der Klinik sei nicht beeinträchtigt, hieß es.

09:43 Uhr | Deutlich weniger Passagiere im Bahn-Fernverkehr

Die Deutsche Bahn spürt die Coronavirus-Krise jetzt nicht mehr nur in der internationalen Logistik. Auch im Fernverkehr sind nach Angaben des zuständigen Vorstands Michael Peterson in der ersten Märzwoche ein Viertel weniger Passagiere gezählt worden. Für die laufende Woche erwarte man nun einen weiteren Rückgang um rund 40 Prozent.

09:12 Uhr | Erster Todesfall in Algerien

Algerien hat einen ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Epidemie gemeldet. Insgesamt sind nach offiziellen Angaben bisher 20 Infektionen in dem nordafrikanischen Land erfasst gewesen.

09:10 Uhr | Dax stürzt erneut ab

Der deutsche Aktienindex Dax ist erneut eingebrochen. Zu Beginn des Handels am Donnerstag fiel das Börsenbarometer um 5,5 Prozent auf 9.864 Punkte und damit erstmals seit dem Sommer 2016 wieder unter 10.000 Punkte. Analysten sprachen von einem "Panikmodus".

09:02 Uhr | Sachsen: Infektionsmeldungen im Internet

Das sächsische Gesundheitsministerium gibt ab sofort keine Pressemitteilungen mehr für jeden neuen Coronavirus-Fall im Land heraus. Sie werden den Angaben zufolge nun auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite bekanntgegeben.

08:38 Uhr | Erster Covid-19-Todesfall in Griechenland

In Griechenland ist erstmals ein Patient an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut Gesundheitsministerium handelt es sich um einen 66 Jahre alten Mann mit diversen Vorerkrankungen, der im Februar in Israel und Ägypten gewesen sei.

08:24 Uhr | EU warnt vor "wirtschaftlicher Störung"

EU-Ratspräsident Charles Michel hat vor negativen wirtschaftlichen Folgen des von den USA verhängten Einreiseverbots gegen Reisende aus Europa gewarnt. "Wirtschaftliche Störung muss vermieden werden", äußerte er am Donnerstag. Die EU werde die Maßnahme prüfen.

07:44 Uhr | Sportveranstaltungen vor leeren Rängen

Auch die Fußballspiele der englischen Premier League sollen nach Medienberichten an diesem Wochenende ohne Zuschauer stattfinden. In Deutschland steht schon fest, dass dies für den nächsten Spieltag der Bundesliga so sein wird. Auch in Frankreich und Spanien wird vor leeren Rängen gespielt. In Italien ist der Ligabetrieb sogar ganz eingestellt.

Aus den USA wird gemeldet, dass sämtliche Spiele in der Basketball-Profiliga NBA bis auf weiteres ausgesetzt sind. Die Eishockey-Liga NHL berät derzeit noch, ob sie sich anschließt.

07:29 Uhr | Verschärfte Einreisekontrollen erwartet

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) geht davon aus, dass Kontrollen vor allem an Flughäfen noch weiter verschärft werden müssen. Im Deutschlandfunk sagte er, es müsse alles getan werden, um aus Asien, aus China und besonders auch aus dem Iran "auf keinen Fall zusätzliche Ansteckungsgefahren hier importiert werden".

07:18 Uhr | Beratungen der Länder - Ramelow sagt Hilfe zu

Die Ministerpräsidenten der Länder beraten ab Mittag über die Auswirkungen der Pandemie. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte MDR AKTUELL im Vorfeld, die Unternehmen würden nicht allein gelassen. Auch unkonventionelle Hilfen soll es geben.

06:56 Uhr | Abiturprüfungen finden statt

Thüringens Kultusminister Helmut Holter geht davon aus, dass die Abiturprüfungen wie geplant stattfinden werden. Der Linke-Politiker sagte MDR AKTUELL, das gelte auch für die Abschlussprüfungen an Haupt- und Realschulen. Sollten Jugendliche erkrankt sein, könnten sie die Prüfungen nachholen. Auch in Sachsen sollen die Prüfungstermine eingehalten werden. Schulschließungen solle es nur bei bestätigten Infektionen und Verdachtsfällen geben, hieß es aus Dresden.

05:00 Uhr | KMK empfiehlt Absage von Schulfahrten

Die derzeitige Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig, empfiehlt die Absage von Schulfahrten in Risikogebiete, die das Robert-Koch-Institut als solche eingestuft hat. Sachsen-Anhalt hatte in dieser Woche bereits alle Schulfahrten untersagt. Die Kultusminister der Länder beraten ab dem Nachmittag bei ihrer zweitägigen Konferenz vor allem über den Umgang mit der Coronavirus-Krise. Diskutiert werden soll auch über generelle Schulschließungen, was allerdings umstritten ist.

04:20 Uhr | Steinmeier sagt Termine ab

Als Vorsichtsmaßnahme sagt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geplante Termine ab. Nach Angaben einer Sprecherin werden alle Termine überprüft, in bestimmten Fällen abgesagt oder verschoben. Ab Montag sollen demnach - wie im Bundestag - auch im Bundespräsidialamt keine Besuchergruppen mehr empfangen.

03:30 Uhr | Reaktion der EZB erwartet

Volkswirte erwarten, dass die Europäische Zentralbank auf die Krise reagieren wird. Die Entscheidungen sollen nach der EZB-Ratssitzung in Frankfurt/Main am frühen Nachmittag bekanntgegeben werden.

02:47 Uhr | Tom Hanks und seine Frau erkrankt

Auch Tom Hanks und seine Frau sind mit dem Coronavirus infiziert. Wie der 63 Jahre alte Schauspieler mitteilte, sind die beiden in einer Klinik in Quarantäne. Beide sind derzeit bei Dreharbeiten in Australien.

02:05 Uhr | USA schließen Grenzen für Reisende aus Europa

Die USA haben ein zunächst für 30 Tage geltendes allgemeines Einreiseverbot für Reisende aus Europa verhängt. Es soll am Freitag um Mitternacht (04:59 Uhr MEZ) in Kraft treten. Wie US-Präsident Trump sagte, gilt das Verbot nicht für US-Bürger, die negativ auf den Erreger getestet seien. Auch Großbritannien sei ausgenommen.

Das Einreiseverbot gilt für den gesamten europäischen Schengenraum, dem 22 der 27 EU-Staaten sowie Norwegen, Island, die Schweiz und Liechtenstein angehören. Der EU warf Trump vor, nicht ausreichend auf die Ausbreitung des Erregers reagiert zu haben. Sie habe es versäumt, ein allgemeines Einreiseverbot für Reisende aus China zu verhängen.

01:00 Uhr | Australien stützt seine Wirtschaft

Die australische Regierung kündigt Wirtschaftsförderungen im Umfang von 17,6 Milliarden australischen Dollar (10,2 Milliarden Euro) für den Kampf gegen die ökonomischen Auswirkungen der Pandemie an. Dazu zählen Lohnsubventionen und Zahlungen an kleine Unternehmen.

00:20 Uhr | CSU schränkt Kommunalwahlkampf in Bayern ein

Die CSU sagt wegen des Coronavirus ihre Veranstaltungen für die Kommunalwahl am Sonntag ab. Der Schutz aller Mitbürger müsse an erster Stelle stehen, hieß es.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. März 2020 | 07:30 Uhr