Coronavirus Ticker: Massentest in Geflügelbetrieb - 25 Infektionen

Bei einem Corona-Massentest in einem Geflügelbetrieb in Nordsachsen ist bei 25 Mitarbeitern eine Infektion nachgewiesen worden. Kanzlerin Merkel hatte am Freitag zu Wachsamkeit aufgerufen. Die Lage sei weiter ernst. Gegner der Corona-Politik wollen am Sonnabend in Berlin protestieren. Das Berliner Verwaltungsgericht gestattete am Freitag die Demonstration. Das Land Berlin will gegen die Entscheidung in die nächsthöhere Instanz gehen. Alle Entwicklungen im Ticker:

Eine Ärztin hält das Wattestäbchen eines Coronavirus-Tests in der Hand
Eine Ärztin hält das Wattestäbchen eines Coronavirus-Tests in der Hand. Bildrechte: imago images/Frank Sorge

Unser Ticker am Freitag, 28. August 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:15 Uhr | Corona-Demonstration am Brandenburger Tor

In Berlin haben am Abend nach Polizeiangaben gut 1.500 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Die angemeldete Kundgebung am Brandenburger Tor verlief friedlich. Die Beamten mussten die Teilnehmer aber mehrfach auf das Abstandsgebot hinweisen. Die Polizei hatte zunächst von 120 Teilnehmern gesprochen, die Zahl dann aber nach oben korrigiert. Das Berliner Oberverwaltungsgericht will noch am Abend entscheiden, ob die Großdemonstration morgen stattfinden kann. Dazu werden rund 20.000 Teilnehmer erwartet. Das Verwaltungsgericht hatte ein von den Behörden verhängtes Verbot rückgängig gemacht. Dagegen hat die Berliner Polizei Widerspruch eingelegt. Die Entscheidung des OVG ist letztlich bindend.

19:53 Uhr | Mehr als 7.000 neue Corona-Fälle in Frankreich

In Frankreich sind innerhalb eines Tages rund 7.400 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Wie das Gesundheitsbehörden mitteilte, steigt die Zahl der Fälle exponentiell an. Am Vortag seien 6.000 Infektionen registriert worden, am Tag davon 5.000. Vor allem in den Risikogebieten gebe es zunehmend Krankenhaus-Einweisungen. Die Regierung sieht in 21 Regionen eine erhöhte Ansteckungsgefahr. In zahlreichen Städten gilt eine Maskenpflicht unter freiem Himmel, darunter in Paris. Die Bundesregierung hat für den Großraum Paris und weite Teile der Mittelmeerküste eine Reisewarnung herausgegeben.

18:11 Uhr | Berliner Polizei legt Beschwerde bei Gericht gegen Corona-Demo ein

Das Land Berlin will die Genehmigung der für Samstag geplanten Demonstration von Gegnern der Corona-Auflagen nicht hinnehmen. Die Polizeibehörde hat das Oberverwaltungsgericht Berlin angerufen. Ein Gerichtssprecher sagte, die Beschwerde sei am Freitagnachmittag eingegangen. Im Laufe des späten Abends solle darüber entschieden werden. Das Berliner Verwaltungsgericht hatte zuvor ein Verbot der Demo gekippt und erklärt, es gebe jedoch strenge Auflagen zur Einhaltung des Mindestabstands. Eine Maskenpflicht soll nach einem Bericht des RBB nicht dazugehören. Die Berliner Versammlungsbehörde hatte die Großdemonstration in dieser Woche wegen des Infektionsschutzes verboten. Erwartet werden bis zu 20.000 Teilnehmer.

17:38 Uhr | 25 Corona-Infizierte in Geflügelbetrieb in Sachsen

Bei einem Corona-Massentest in einem Geflügelbetrieb in Nordsachsen ist bei 25 Mitarbeitern eine Infektion nachgewiesen worden. Das zuständige Landratsamt teilte mit, alle Betroffenen zeigten keine Symptome. Die Beschäftigten und sämtliche Kontaktpersonen müssten sich jetzt in Quarantäne begeben. In dem Betrieb für Geflügel- und Tiefkühlkost in Mockrehna waren zunächst sechs Infektionen ohne Symptome bekannt geworden. Die Firma ließ daher alle Beschäftigten testen. Zuerst war das Coronavirus bei einem Mitarbeiter nachgewiesen worden, der aus dem Urlaub zurückgekehrt war. Insgesamt wurden 596 Menschen getestet.

17:05 Uhr | Ungarn will wieder Grenzen schließen

Ungarn will angesichts steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus im Ausland vom 1. September an seine Grenzen wieder für ausländische Reisende schließen. Das gab die Regierung in Budapest am Freitag bekannt. Einreisen dürfen dann nur noch ungarische Staatsbürger, Ausländer müssen dazu einen triftigen Grund angeben. Die meisten neuen Infektionen in Ungarn seien aufgrund von Ansteckungen im Ausland festgestellt worden, sagte Regierungssprecher Gergely Gulyas. In Ungarn mit einer Bevölkerung von rund zehn Millionen Menschen lag die Zahl der Neuinfektionen am Donnerstag bei 132 binnen 24 Stunden.

16:50 Uhr | Ramelow für Weihnachtsmärkte

In Thüringen soll es trotz der Corona-Beschränkungen Weihnachtsmärkte und Volksfeste geben. Das sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow im Sommerinterview von MDR THÜRINGEN. Die Organisation müsse allerdings so erfolgen, dass es keine alkoholisierten Zusammenkünfte gebe und die Zahl der Besucher reguliert werde. Was man nicht wolle, sei "Ballermann auf dem Weihnachtsmarkt". Am Donnerstag hatten sich Bund und Länder auf neue Corona-Regeln verständigt. Dazu gehört auch ein Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Dezember. Regionale Ausnahmen sind möglich, wenn es vor Ort geringe Infektionszahlen gibt. Der Linken-Regierungschef kann sich auch mehr verkaufsoffene Sonntage in Thüringen vorstellen.

16:25 Uhr | Deutsche Reisende müssen in Estland in Quarantäne

Deutsche Reisende müssen sich von diesem Montag an bei Ankunft in Estland in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Dies geht aus einer vom Außenministerium in Tallinn am Freitag veröffentlichten Liste von Ländern mit hohen Corona-Ansteckungsraten hervor. Grund dafür ist demnach die steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Wegen der Quarantänepflicht rät das Auswärtige Amt von nicht notwendigen touristischen Reisen in den baltischen Ostseestaat ab. Die Daten für die Länderliste werden wöchentlich aktualisiert.

16:10 Uhr | LVB-Kontrolleure und Ordnungsamt gemeinsam auf Streife

In Leipzig wollen Ordnungsamt und Verkehrsbetriebe gemeinsam die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen kontrollieren. Ab Dienstag werden Streifen aus Kontrolleuren der LVB und Mitarbeitern des Ordnungsamtes unterwegs sein. Sie sollen von Maskenverweigerern das Bußgeld von 60 Euro kassieren, das zum 1. September in Sachsen eingeführt wird. Die Polizei soll nur hinzugerufen werden, wenn die Situation zu eskalieren droht. Nach Angaben von LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg halten sich derzeit 95 Prozent der Fahrgäste an die Masken-Vorschrift.

Mundschutzpflicht LVB
Ab 1. September droht in Sachsen bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 60 Euro. Bildrechte: MDR/Alexander Grunow

15:04 Uhr | Lufthansa muss noch über eine Million Anträge bearbeiten

Über eine Million Kunden warten noch auf die Erstattung ihrer Tickets von Lufthansa. Das gab der Konzern bekannt. Vor kurzem hatte das Unternehmen noch erklärt, alle berechtigten Ansprüche aus dem ersten Halbjahr bis Ende August zu begleichen. Nach EU-Recht sind Fluggesellschaften bei von ihnen veranlassten Stornierungen innerhalb von sieben Tagen zur Rückzahlung des Ticketpreises verpflichtet. Nach dem Zusammenbruch des Luftverkehrs im März hatte Lufthansa automatische Erstattungsprozesse abgestellt und auf Einzelfallprüfungen bestanden. Bislang sind nach Konzern-Angaben 5,6 Millionen Kunden bedient worden.

Ein Flugzeug der Lufthansa steht kurz vor dem Start in Richtung Frankfurt auf dem Flughafen in Dresden.
Noch warten Lufthansa-Kunden auf die Rückzahlungen stornierter Buchungen. Bildrechte: Mitteldeutsche Flughafen AG

13:57 Uhr | Demonstrationsverbot in Berlin gekippt

Das Berliner Verwaltungsgericht hat das Verbot der Demonstration gegen die Corona-Politik wieder aufgehoben. Ein Gerichtssprecher sagte, es gebe jedoch strenge Auflagen zur Einhaltung des Mindestabstands. Die Versammlungsbehörde hatte die Großdemonstration am Samstag mit bis 20.000 erwarteten Teilnehmern wegen des Infektionsschutzes verboten. Der heutige Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Das Land Berlin will nun das Oberverwaltungsgericht anrufen, wie Polizeipräsidentin Barbara Slowik mitteilte. Das Verbot hatte für große Diskussionen gesorgt. Inzwischen gingen bei der Berliner Polizei über 5.000 neue Anmeldungen für Demonstrationen ein. Auch linke Gruppen wollen morgen auf die Straße gehen, um gegen die Beteiligung von Rechtsextremen an Anti-Corona-Kundgebungen zu protestieren.

12:33 Uhr | Merkel: Pandemie ist "tiefer Einschnitt"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Deutschen darauf eingestimmt, dass sich die Corona-Pandemie im Herbst und Winter wieder stärker auf das alltägliche Leben auswirken könnte. Man müsse damit rechnen, dass manches in den nächsten Monaten noch schwieriger werde als jetzt im Sommer, sagte Merkel bei ihrer Sommer-Pressekonferenz in Berlin. Die Lage sei unverändert ernst, die Deutschen sollten die Situation auch weiter ernst nehmen.

Zugleich resümierte sie, dass die Pandemie in den vergangenen Monaten ein "tiefer Einschnitt" gewesen sei. Sie habe das Leben dramatisch verändert.

Das Virus ist eine demokratische Zumutung.

Kanzlerin Angela Merkel

In den nächsten Monaten komme es darauf an, die Infektionszahlen niedrig zu halten, wenn man sich in Räumen aufhalte, etwa am Arbeitsplatz, in Schulen und in Wohnungen. Ihr gehe es in naher Zukunft um drei Ziele, sagte Merkel: So dürften die Kinder nicht die Verlierer der Pandemie sein. Die Wirtschaft müsse am Laufen gehalten und wieder zum Laufen gebracht werden. Auch sei es wichtig, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu bewahren.

12:17 Uhr | Aida verschiebt Saisonstart auf November

Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat den Beginn der Saison 2020/2021 wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben. Wie das Unternehmen mitteilte, soll das Programm nun am 1. November starten. Zunächst sei eine siebentägige Reise rund um die Kanarischen Inseln geplant. Sechs Tage später folge die "Aidaperla" ebenfalls auf den Kanaren. Für Mitte Dezember sei dann der Neustart im westlichen Mittelmeer vorgesehen. Eigentlich wollte das Unernehmen Ende September seine Kreuzfahrten wieder starten.

11:57 Uhr | Maskenpflicht nun in ganz Paris

In Paris gilt die Maskenpflicht seit heute im gesamten Stadtgebiet: Fußgänger müssen in der französischen Hauptstadt sowie den drei umliegenden Verwaltungsbezirken einen Mund-Nasen-Schutz im Freien tragen. Radfahrer und Jogger sind nach jüngsten Angaben der Polizei dagegen von der Pflicht ausgenommen. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 135 Euro.

11:33 Uhr | Blutverdünner erhöhen Überlebenschancen

Blutverdünner können bei Covid-19-Patienten das Sterberisiko deutlich senken. Das berichten US-Mediziner in New York nach einer Studie mit rund 4.400 Teilnehmern im "Journal of the American College of Cardiology". Demnach ging die Behandlung mit Blutverdünnern mit einer etwa halbierten Todesrate einher. Zudem war das Risiko für eine künstliche Beatmung um etwa 30 Prozent reduziert.

Für Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin ( DIVI ) in Berlin, ist das Ergebnis keine Überraschung. In den Kliniken sei schon lange bekannt, dass Thrombosen eine häufige Komplikation bei Covid-19 seien. Seitdem gebe es bereits Behandlungsempfehlungen dazu.

11:22 Uhr | Kauflaune wieder gesunken

Reisewarungen und die steigenden Infektionszahlen haben die Kauflaune der Verbraucher etwas gedämpft. Wie das Konsumforschungsunternehmen GfK mitteilte, sind die Verbraucher dadurch verunsichert. Das drücke im August auf die Stimmung. Besonders deutlich zeige sich das bei der Einkommenserwartung. Diese habe im August bei den rund 2.000 Befragten nach drei Anstiegen in Folge wieder nachgelassen. Im Mai war das Konsumklima auf einen historischen Tiefpunkt gefallen.

09:13 Uhr | Ärztepräsident: Polizei muss Quarantäne überwachen

Nach den Bund-Länder-Beratungen zu verschärften Anti-Corona-Regeln wird der Ruf nach strengeren Kontrollen lauter. So fordert Ärztepräsident Klaus Reinhardt, Reiserückkehrer aus Risikogebieten bei ihrer häuslichen Quarantäne durch Polizei oder Ordnungsämter zu überwachen.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Länder dazu aufgerufen, die Einhaltung der Corona-Regeln strenger zu kontrollieren. "Beim Vollzug ist sicher mehr möglich", sagte Spahn der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". NRW-Ministerpräsident Armin Laschet erklärte, er wünsche sich eine "Vollzugsoffensive" gegen Corona-Sünder für ganz Deutschland.

09:01 Uhr | Mitteldeutsche Labore nicht überlastet

In Mitteldeutschland sind die Labore durch Corona-Tests noch nicht an ihre Grenzen gekommen. Der Verband "Akkreditierte Labore in der Medizin" teilte MDR AKTUELL mit, in allen drei Ländern liege die Auslastung der Labore bei unter 65 Prozent. Der Berufsverband Deutscher Laborärzte sieht als Grund unter anderem weniger Reiserückkehrer. Zudem dauerten die Schulferien zum Teil noch an.

08:58 Uhr | Umfrage: Corona verunsichert Jugend

Viele junge Menschen sehen durch die Corona-Krise ihre Ausbildungschancen schwinden. Das ergab eine repräsentative Erhebung unter 14- bis 20-Jährigen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Demnach meinen 61 Prozent der Befragten, dass sich ihre Chancen auf eine Ausbildung verschlechtert hätten. Bezogen auf ein Studium äußerten nur 23 Prozent diese Befürchtung. Ein Drittel der Befragten hat den Eindruck, es gebe zu wenig Ausbildungsplätze.

Die Stiftung forderte eine Ausbildungsgarantie. Das sei auch eine Frage der Gerechtigkeit, denn wer das Abitur mache, habe eine weitgehende Studiengarantie.

Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte am Donnerstag eine gesetzliche Ausbildungsgarantie verlangt. Der DBG rechnet 2020 mit nur 456.000 Ausbildungsverträgen, was laut Gewerkschaft der niedrigste Stand seit Gründung der Bundesrepublik wäre.

07:12 Uhr | Nur wenige Corona-Erkrankte in Kliniken

Trotz steigender Corona-Fallzahlen befinden sich derzeit verhältnismäßig wenige Corona-Patienten in Krankenhäusern. Der Leipziger Infektiologe Christoph Lübbert sagte MDR AKTUELL, im St.-Georg-Klinikum gebe es stabil zwischen zwei und fünf Patienten. Das habe man gut im Griff. Dass die Zahl der Infizierten und die Zahl der Patienten in Kliniken auseinander gehe, liege an den vermehrten Tests. Es würden sich auch viele testen lassen, die nicht schwer krank seien. Außerdem seien zur Zeit höher betagte Patienten so gut wie nicht betroffen.

06:54 Uhr | Sachsen: Hausärzte gerüstet für Tests

In Sachsen sollen künftig vor allem die Hausarztpraxen Corona-Tests übernehmen. Das sieht die neue Strategie der Kassenärztlichen Vereinigung vor. Landesärztekammer-Präsident Erik Bodendieck sagte MDR AKTUELL, er sehe die meisten Praxen in der Lage, die Tests durchzuführen. Weder Personal noch andere Patienten seien gefährdet. Zugleich kritisierte er, dass Praxen zu wenig Geld für Corona-Tests bekämen. Für die Tests müsse der Praxis-Ablauf umsortiert werden. Bodendieck forderte außerdem, die Praxis-Mitarbeiter kostenlos zu testen.

06:51 Uhr | Haseloff verteidigt Sonderrolle bei Auflagen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat die Sonderrolle seines Landes bei den Corona-Schutzmaßnahmen mit den Infektionszahlen begründet. Er sagte in der ARD, in Sachsen-Anhalt seien die Infektionszahlen niedrig. Eine Verschärfung könne er kaum vor den Bürgern oder Gerichten begründen. Wenn immer mehr Menschen die Maßnahmen nicht mehr annähmen, gehe die politische Akzeptanz verloren. Bund und Länder hatten sich gestern darauf verständigt, dass bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ein Mindest-Bußgeld von 50 Euro gelten soll. Sachsen-Anhalt macht dabei allerdings nicht mit.

06:47 Uhr | Berlins Innensenator: Erhebliche Androhung von Gewalt

Nach dem Verbot einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Berlin warnt Innensenator Andreas Geisel (SPD) vor einem konfliktreichen Wochenende. Geisel sagte der "Süddeutschen Zeitung", es gebe eine erhebliche Androhung von Gewalt. Die Polizei sei aber auf alle Szenarien vorbereitet. Tausende Beamte seien zusammengezogen worden – auch vom Bund und aus anderen Bundesländern. Berlins Regierender Bürgermeister Micheal Müller (SPD) verteidigte das Verbot. Wenn schon im Vorfeld angekündigt werde, sich bei einer Versammlung nicht an die Corona-Regeln zu halten, sei das eine Gefährdung vieler Menschen. Die Demonstration sollte eigentlich am morgigen Samstag stattfinden. Sie wurde aber von der Berliner Polizei untersagt. Die Veranstalter gehen rechtlich dagegen vor.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. August 2020 | 18:00 Uhr