Coronavirus-Pandemie Ticker: Straßenkarneval in Nordrhein-Westfalen abgesagt

In den Karnevals-Hochburgen in Nordrhein-Westfalen wird es in dieser Saison kein närrisches Treiben geben. Nach einem positiven Corona-Test von Landrat Ulrich steht das Landratsamt vom Burgenlandkreis teilweise unter Quarantäne. In Deutschland und anderen Ländern steigen die Zahlen der neuen Infektionen weiter und stärker. In Düsseldorf darf eine am Sonntag geplante Demonstration gegen die Corona-Auflagen mit bis zu 10.000 Menschen ohne Masken stattfinden.

Der Veilchensdienstagzug am 17.2.2105 im Kölner Stadtteil Nippes. Der Karnevalsumzug wird traditionell von der Karnevalsgesellschaft Nippeser Bürgerwehr veranstaltet.
In den Karnevalshochburgen in Nordrhein-Westfalen fallen in diesem Jahr die traditionellen Karnevalsumzüge aus. Bildrechte: IMAGO

22:25 Uhr | Striktere Corona-Maßnahmen in Dänemark

In Dänemark werden die geltenden Corona-Beschränkungen für den Raum Kopenhagen auf das ganze Land ausgeweitet und ergänzt. Wie Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mitteilte, müssen ab Sonnabend landesweit Restaurants, Cafés und Kneipen bereits um 22.00 Uhr schließen. Zudem muss ab dann in allen Lokalen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden bis man am Platz sitzt. Die maximale Teilnehmerzahl bei Versammlungen wird auf 50 herabgesetzt. Frederiksen forderte ihre Landsleute auf, wenn möglich im Homeoffice zu arbeiten und soziale Kontakt zu begrenzen. In Dänemark steigen seit einigen Wochen die Infektionszahlen wieder an. Das liegt vor allem an einer Reihe lokaler Ausbrüche in verschiedenen Städten und Gemeinden, zuletzt immer stärker im Raum Kopenhagen.

21:45 Uhr | Asylbewerberheim bei Leipzig unter Quarantäne

Bei einem Mitarbeiter eines Asylbewerberheims in Dölzig im Landkreis Nordsachsen ist eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die gesamte Unterkunft wurde unter Quarantäne gestellt. Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte, werden nun alle 230 Bewohner sowie die Mitarbeiter der Einrichtung getestet. Mit Ergebnissen werde ab Dienstag gerechnet. Bis dahin sei die Quarantäne angeordnet worden.

21:40 Uhr | Keine Zuschauer bei Köln gegen Hoffenheim

Der 1. FC Köln muss sein Bundesliga-Auftaktspiel am Sonnabend gegen die TSG 1899 Hoffenheim nun doch ohne Fans bestreiten. Die Stadt Köln verfügte am Abend, dass die Partie im Rhein-Energie-Stadion ohne Zuschauer ausgetragen werden muss. Grund sind die über einen kritische Wert gestiegenen Neuinfektionen in der Stadt. Ursprünglich waren 9.200 Zuschauer zugelassen worden. Bereits das Saison-Eröffnungsspiel des FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 war am Abend wegen der zu hohen Infektionszahlen in der bayerischen Landeshauptstadt ohne Zuschauer angepfiffen worden.

20:47 Uhr | Niederlande verschärfen Vorkehrungen in Großstädten

In den niederländischen Großstädten wie Amsterdam und Rotterdam werden die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus verschärft. Wie die Regierung mitteilte, sind in insgesamt sechs besonders betroffenen Regionen ab Sonntag Feiern mit mehr als 50 Personen verboten. Das gilt auch für Feste im Freien. Gaststätten dürfen dann ab Mitternacht keine Gäste mehr einlassen und müssen um 1.00 Uhr schließen. Die Behörden in Amsterdam verfügten zusätzlich, dass die Parks nachts geschlossen werden, um illegale Partys zu verhindern.

20:30 Uhr | Französische Städte verschärfen Maßnahmen wieder

Mehrere französische Metropolen verschärfen wegen stark steigender Infektionszahlen ihre Corona-Maßnahmen wieder. In Paris riefen die Gesundheitsbehörden dazu auf, auf private Treffen mit mehr als zehn Menschen zu verzichten. Die Pariser Universität Sciences Po schloss eine Woche nach Semesterbeginn wieder ihren Campus. Ab Montag gibt es wieder Online-Lehrveranstaltungen. In Nizza und Toulouse schränkten die Behörden das Nachtleben ein.

In Frankreich steigen seit Wochen die Infektionszahlen rasch an. Heute meldete das Gesundheitsministerium mit mehr als 13.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Rekord. Auch die Zahl der Todesfälle nimmt wieder zu. In dieser Woche starben den Angaben zufolge 265 Menschen an Covid-19. Das waren mehr als doppelt so viele wie in der Vorwoche.

19:25 Uhr | Kein Straßenkarneval in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen müssen Karnevalisten in dieser Saison auf den traditionellen Straßen- und Kneipenkarneval verzichten. Der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelhorn, sagte nach Beratungen mit der Landesregierung, nach derzeitigem Stand müssten alle geselligen Veranstaltungen wie Sitzungen, Bälle, Partys und Umzüge abgesagt werden. Staatskanzleichef Nathanael Liminski appellierte an die Jecken, an den tollen Tagen nicht in die Karnevalshochburgen zu fahren. Es müsse verhindert werden, dass der Karneval zu einem Infektionsherd werde.

Auch in der Thüringer Hochburg Wasungen fällt in diesem Jahr der Karneval aus. Der Präsident des Carneval Clubs, Martin Krieg, sagte, es gebe zu viel Unsicherheit. Die Teilnehmer steckten viel Geld in ihre Kostüme. Man könne es nicht verantworten, wenn man den Umzug zwei Tage vorher absagen müsste. Der Verein habe nicht nur die Aufgabe, gute Laune zu verbreiten. Er sei auch dem Gesundheitsschutz verpflichtet.

19:00 Uhr | Russland erlaubt Antivirus-Mittel Coronavir auf Rezept

Russland erlaubt die ambulante Behandlung von Corona-Patienten mit dem Antivirus-Mittel Coronavir auf Rezept. Das Medikament ist für Patienten mit mild bis moderat verlaufenden Covid-19-Infektionen gedacht. Das Medikament des Herstellers R-Pharm aus Jaroslawl soll kommende Woche in die Apotheken kommen. Vor der Zulassung von Coronavir als verschreibungspflichtiges Medikament hatten die Behörden bereits ein weiteres russisches Covid-19-Medikament, Avifavir, zugelassen. Beide basieren auf einem in Japan entwickelten Medikament, das häufig als Grundlage für Behandlungen von Virusinfektionen verwendet wird.

18:25 Uhr | Semperoper sagt Vorstellung ab

Die Semperoper in Dresden hat wegen eines Corona-Falls in der Ballettcompany vorerst zwei Vorstellungen abgesagt. Eine Sprecherin sagte, 66 Tänzerinnen und Tänzer müssten für zunächst fünf Tage in Quarantäne und sich testen lassen. Abgesagt wurden die Vorstellungen von "Semper Essenz: We will dance!" heute und am Sonntag. Bereits gekaufte Karten werden nach Angaben des Hauses erstattet. Ein Rückgabeformular gibt es an der Abendkasse oder im Internet unter www.semperoper.de/ticketrueckgabe.

18:10 Uhr | München überschreitet kritischen Grenzwert

München überschreitet als erste Millionenstadt in Deutschland den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Das geht aus der Statistik des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hervor.

Bei einem Oktoberfest prosten sich Besucher mit Bierkrügen zu.
Das Münchner Oktoberfest fällt dieses Jahr. Bildrechte: IMAGO

Wenn der Wert überschritten wird, sind eigentlich verstärkte Infektionsschutzmaßnahmen vorgesehen. Die Stadt will allerdings die Entwicklung am Wochenende abwarten, bevor sie darüber entscheidet.

Die Stadt erließ aber ein Alkoholverbot für die Theresienwiese und für bekannte Party-Plätze. Sie befürchtet, dass sich viele Münchner zu "Wiesn-Ersatzpartys" treffen könnten. Am Sonnabend hätte eigentlich der Anstich für das diesjährige Oktoberfest erfolgen sollen.

17:48 Uhr | Negatives Testergebnis bei Dulig

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat kein Corona und kann nach einem Tag im Homeoffice seine Termine wieder persönlich wahrnehmen. Bei der gesamten Reisegruppe, die Donnerstagabend aus Österreich zurückgekehrt sei, seien die Tests negativ ausgefallen, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Das Gesundheitsamt habe die Quarantäne daraufhin aufgehoben. Dulig und die Wirtschaftsdelegation hatten sich nach der Rückkehr von einer Wien-Reise am Dresdner Flughafen testen lassen und in häusliche Quarantäne begeben. Das Robert Koch-Institut hatte die österreichische Hauptstadt am Mittwoch zum Corona-Risikogebiet erklärt.

17:35 Uhr | Quarantäne im Landratsamt vom Burgenlandkreis

Nach der Coronavirus-Erkrankung des Landrats im Burgenlandkreis, Götz Ulrich, stehen mehrere Bereiche des Landratsamts unter Quarantäne. Dazu gehören unter anderem das Beteiligungsmanagement und die Pressestelle. Wie viele Mitarbeiter genau betroffen sind, ist nicht bekannt. Ulrich hatte gestern bekannt gegeben, dass er positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden sei.

16:50 Uhr | Mehr Zeit für insolvente Firmen

Unternehmen, die wegen der Corona-Krise finanziell in Bedrängnis geraten sind, erhalten mehr Zeit, bevor sie Insolvenz beantragen müssen. Der Bundestag hat zugestimmt, die Antragspflicht im Fall der Überschuldung bis Jahresende auszusetzen. Firmen sollen so mehr Zeit erhalten, um staatliche Hilfen zu beantragen und Sanierungsbemühungen voranzutreiben. Normalerweise muss ein Insolvenzantrag spätestens drei Wochen nach Eintritt eines Insolvenzgrunds gestellt werden.

15:58 Uhr | Fixkosten-Zuschüsse für Firmen und Freiberufler verlängert

Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler, die durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind, sollen künftig leichter an staatliche Zuschüsse für ihre Fixkosten kommen. Wie die Bundesregierung mitteilte, werden die sogenannten Überbrückungshilfen ausgeweitet und verlängert. Von September bis einschließlich Dezember können Unternehmen künftig insgesamt bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden. Die Hilfen können Unternehmen und Organisationen aller Branchen mit einem Umsatz unter 750 Millionen Euro beantragen. Auch Soloselbständige oder gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen können einen Antrag stellen.

15:30 Uhr | EU-Kommission schließt weiteren Impfstoff-Vertrag

Die EU-Kommission hat einen zweiten Vertrag über den Kauf eines Corona-Impfstoffs abgeschlossen. Die Hersteller Sanofi und GSK sollen bis zu 300 Millionen Einheiten liefern. Ihr Impfstoff wird seit September getestet. Die entscheidende Studie soll bis Ende des Jahres folgen. Gibt es keine Hindernisse, soll der Impfstoff im zweiten Halbjahr 2021 verfügbar sein. Die EU hatte bereits einen Vertrag mit dem Hersteller AstraZeneca geschlossen. Weitere sollen folgen.

14:20 Uhr | Doku soll Rumänen wachrütteln

Auch In Rumänien breitet sich das Coronavirus rasant aus. Dennoch hält ein Großteil der Menschen Covid-19 für eine Erfindung. Sie tragen kaum Mundschutz und ignorieren Hygieneregeln. Eine Journalistin will sie nun wachrütteln – mit einer Art "Reality-TV" direkt von der Intensivstation.

14:00 Uhr | Nachdenken über Lockdown in Großbritannien

Während in Israel heute ein zweiwöchiger Lockdown gegen die Coronavirus-Pandemie begonnen hat, wird darüber auch in der britischen Regierung nachgedacht. Wie die "Financial Times" berichtet, soll das wissenschaftliche Beratergremium der Regierung ähnliche Maßnahmen wie in Israel empfohlen haben, um die schnell steigenden Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. Im Gespräch sind demnach auch Ausgangssperren während der Schulferien im Oktober.

13:47 Uhr | Kritik an der Linde GmbH

Ein Bündnis kirchlicher Hilfsorganisationen hat Herstellern von medizinischem Sauerstoff vorgeworfen, unlautere Profite aus der Pandemie zu ziehen. Konkret wandte sich das Bündnis, zu dem auch Caritas international, Misereor, Pax Christi und die Informationsstelle Peru gehören, in einem offenen Brief an die deutsch-amerikanische Linde GmbH. Ihr werfen sie vor, in Peru medizinischen Sauerstoff zu teuer zu verkaufen und zu wenig zu produzieren. So müssten Kliniken dort auch Patienten abweisen. Peru ist eines der am schwersten von Covid-19 betroffenen Länder und seine Sterblichkeitsrate mit 97 Todesfällen pro 100.000 Einwohner die höchste weltweit.

13:20 Uhr | Landratsamt bittet Bundeswehr um Hilfe

Das Weimarer Land hat die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Grund sind die aktuell vielen Coronavirus-Infektionen in dem Thüringer Kreis. Wie das Landratsamt mitteilte, sollen die Soldaten nun das Gesundheitsamt unterstützen, um bei der Suche nach Kontaktpersonen zu helfen.

13:00 Uhr | Hessen gibt Besuche in Pflegeheimen frei

Hessen hebt die allgemeinen Besuchsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime auf. Es werde keine verbindlichen Vorgaben des Landes zur Dauer und Anzahl der Besuche mehr geben, teilten Staatskanzlei und Sozialministerium heute mit. Maßgeblich seien nun die jeweiligen Coronavirus-Schutzkonzepte und Hygienepläne der Einrichtungen.

12:43 Uhr | Bundesverdienstkreuz für Landrat Pusch

Der CDU-Landrat des Kreises Heinsberg in Nordrhein-Westfalen, Stephan Pusch, soll am 1. Oktober mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden.

Heinsberg: Blick auf das Ortschild.
Der Kreis Heinsberg war im Frühjahr einer ersten Coronavirus-Hotspots in Deutschland. Bildrechte: dpa

Nach Angaben des Kreises wird Pusch vom Bundespräsidenten als Krisenmanager geehrt.

Nach einer Karnevalssitzung war der Kreis im Februar zu einem ersten deutschen Corona-Hotspot geworden. Pusch hatte Schulen und Kitas schließen lassen und die Bürger täglich unter anderem per Videobotschaft auf dem Laufenden gehalten.

12:32 Uhr | Italien erlaubt erste Zuschauer beim Sport

Italiens Regierung will nun doch schon ab diesem Wochenende wieder Zuschauer bei Sportveranstaltungen zulassen. Sportminister Vincenzo Spadafora sagte heute, bis zu 1.000 Menschen könnten bei Spielen und Turnieren im Freien dabei sein, wenn Schutzregeln eingehalten werden. Das gelte bereits am Sonntag und Montag für das Tennisturnier in Rom. Was es für den italienischen Fußball bedeutet, blieb noch offen. Die Serie A startet am Wochenende in die Saison. Die Vereine fordern Zuschauer. Die Politik hatte das aber für frühestens Oktober in Aussicht gestellt.

11:18 Uhr | Neue Bundeshilfen für Krankenhäuser

Der Bundestag hat am Freitag eine Milliarden-Finanzspritze für Krankenhäuser und eine Corona-Prämie für Mitarbeiter beschlossen. So sollen drei Milliarden Euro für Investitionen in Notfallkapazitäten und die IT-Ausstattung von Krankenhäusern fließen, finanziert aus Reserven des Gesundheitsfonds der gesetzlichen Krankenkassen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht nach seinem Besuch im Krankenhaus Bethanien zur Presse.
Bundesgesundheitsminister Spahn: Viel Geld für Krankenhäuser Bildrechte: dpa

Mit weiteren Mitteln der für Krankenhäuser zuständigen Länder fließen nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn mehr als vier Milliarden Euro. Dabvei gehe es auch um die Klinik-Digitalisierung und die vom Bundesrat heute gebilligte elektronische Patientenakte.

Die rund 100 Millionen Euro für die jetzt auch in der Krankenpflege geplante Corona-Prämie sollen ebenfalls aus dem Gesundheitsfonds kommen, Krankenhausträger und Arbeitnehmervertreter über ihre Verteilung entscheiden. Vorgesehen sind steuerfreie Prämien von bis zu 1.000 Euro, die Arbeitgeber oder Länder auf bis zu 1.500 aufstocken können. Im Mai wurde eine Prämie in der Altenpflege beschlossen, nicht aber für die Krankenpflege. Sie soll neben diesen Kräften nun auch an weitere besonders belastete Beschäftigte gehen, wie Reinigungs- oder Laborkräfte.

10:27 Uhr | Masken-Kontrollen in Erfurt

Bei Kontrollen in Erfurter Straßenbahnen sind an einem Tag 43 Fahrgäste ohne Mund-Nase-Schutz festgestellt worden. Sie müssten jeweils ein Bußgeld von 50 Euro zahlen, teilten die Stadtwerke mit. Demnach waren Polizei, Ordnungsamt und ein Sicherheitsdienst am Mittwoch ganztägig in den Straßenbahnen der Landeshauptstadt von Thüringen unterwegs. Weitere Kontrollen sollten folgen, hieß es.

10:00 Uhr | Wieder mehr als 2.000 neue Fälle in Deutschland

Auch in Deutschland steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter. Nach Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie kamen in 24 Stunden bis zum Donnerstag bundesweit 2.170 neue Fälle hinzu – nach den Meldungen aus 91 Prozent aller Kreise und Städte. Der Sieben-Tage-Schnitt (R-Wert) stieg demnach über 1:56 bundesweit. Aus Sachsen wuren demnach 49, aus Sachsen-Anhalt 28 und aus Thüringen 24 neue Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

09:45 Uhr | Mehr als 3.000 neue Fälle in Tschechien

Tschechien hat innerhalb eines Tages mehr neue Coronavirus-Neuinfektionen verzeichnet als das viel größere Deutschland. Wie das Gesundheitsministerium in Prag mitteilte, wurde am Donnerstag mit 3.130 neuen Fällen erstmals die 3.000er-Marke überschritten. Die Zahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf knapp 44.200, während 489 Todesfälle damit in Verbindung gebracht werden.

Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner, weniger als ein Siebtel der Bundesrepublik. Das im Frühjahr von der Pandemie deutlich weniger betroffene Nachbarland verschärft nun laufen seine Schutzmaßnahmen. Seit heute müssen unter anderem Schüler im Unterricht eine Maske tragen. Ausgenommen sind nur die ersten Klassen. Deutschland hatte Prag und Umgebung zum Risikogebiet für Reisende erklärt.

09:00 Uhr | "Querdenker" dürfen ohne Masken demonstrieren

Gegner der Corona-Politik dürfen am Sonntag in Düsseldorf ohne Masken demonstrieren. "Es gibt keine Maskenpflicht", sagte ein Polizeisprecher zu der geplanten Kundgebung. Sie solle am Rheinufer beginnen, durch die Innenstadt und zurück führen. Die Polizei stelle sich dabei auf bis zu 10.000 Teilnehmer ein. Laut Aufrufen im Internet wird die Veranstaltung von regionalen Gruppen der Initiative Querdenken getragen. Zeitgleich dazu hat eine Initiative "Düsseldorf stellt sich quer" zu einer Gegenveranstaltung in der Innenstadt aufgerufen.

Teilnehmer demonstrieren gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor
"Querdenkerin" ohne Schutzmaske bei einer Kundgebung in Berlin Bildrechte: dpa

08:44 Uhr | Mehr Fälle in britischen Krankenhäusern

Die Zahl der Sars-CoV-2-Infizierten in Kliniken in Großbritannien verdoppelt sich nach Worten von Gesundheitsminister Matt Hancock derzeit alle acht Tage. Ob das bedeute, dass man auf einen zweiten Lockdown zusteuere, sei aber noch offen, sagte der konservative Politiker dem Sender Sky News. Sein Land hat bisher nach Daten der Johns-Hopkins-Universität hinter den USA, Brasilien, Indien und Mexiko die weltweit höchste Zahl an Todesopfern, die infiziert waren.

08:22 Uhr | Landrat Ulrich im Burgenland erkrankt

Im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt muss CDU-Landrat Götz Ulrich seine Amtsgeschäfte wegen einer Covid-19-Erkrankung ruhen lassen. "Leider bin ich an #Corona erkrankt und muss in den nächsten Tagen das Bett hüten", teilte er selbst mit: "Bis jetzt ist es wie eine Grippe mit etwas Fieber, Husten und Kopfschmerzen." Allen, die nun wegen seiner Erkrankung in Quarantäne müssten, sage Ulrich: "Es tut mir leid."

08:04 Uhr | Roche meldet Erfolg in klinischer Studie

Das Medikament Actemra des Schweizer Pharmakonzerns Roche hat in einer klinischen Studie mit Coronavirus-Patienten das Hauptziel erreicht: Wie Roche meldet, hilft das zur Behandlung von Arthritis zugelassene Präparat auch, dass weniger Patienten mit Lungenentzündungen an Beatmungsgeräte müssen. Die Zahl der Todesfälle habe es aber nicht verringert. Das besondere an dieser Studie: 85 Prozent der Teilnehmer hätten ethnischen Minoritäten angehört, eine in Studien oft weniger vertretene Gruppe, die aber überdurchschnittlich von Covid-19 betroffen sei. Roche plane, die Ergebnisse mit Gesundheitsbehörden zu teilen.

07:00 Uhr | Zweiter Corona-Lockdown in Israel

Die Menschen in Israel müssen sich ab heute wieder mit starken Einschränkungen abfinden. Ein von der Regierung verhängter Lockdown beginnt am frühen Nachmittag und für mindestens drei Wochen, um die Coronavirus-Infektionen in dem kleinen Land einzudämmen. Die täglich neuen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen.

06:30 Uhr | Bundestag entscheidet über Mittel für Kliniken

Der Bundestag will heute mehrere Milliarden Euro für die deutschen Krankenhäuser und eine Prämie für deren Pflegekräfte beschließen. Die Prämie sollen Mitarbeiter in der Krankenaus-Pflege erhalten, die in der Corona-Pandemie besonders belastet waren – sowie die Krankenhäuser selbst weitere drei Milliarden Euro unter anderem für Investitionen in Notfallkapazitäten und bessere IT-Ausstattung.

06:15 Uhr | Lauterbach hält Öffnung von Stadien für falsch

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält die am Dienstag vereinbarte teilweise Öffnung von Fußballstadien für "völlig falsch". Bundesliga-Spiele vor Zuschauern "werden nur ein kurzes Intermezzo sein", sagte Lauterbach dem Magazin "Business Insider". Er halte es für ausgeschlossen, dass es bei den täglich rund 2.000 neuen Coronavirus-Infektionen bleibe, und man werde wohl bald wieder deutlich weniger oder keine Zuschauer mehr in die Stadien lassen können.

06:00 Uhr | Der Ticker vom Freitag

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über alle aktuellen Entwicklungen zur Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. September 2020 | 06:00 Uhr