Coronavirus-Ticker 13. März: Spahn ruft zu freiwilliger Quarantäne auf

Bundesgesundheitsminister Spahn ruft Bürger nach Reisen in die Länder Italien, Österreich und Schweiz zu freiwilliger Quarantäne auf. Fast alle Bundesländer schließen ab kommender Woche Schulen und Kitas, auch Thüringen und Sachsen-Anhalt. Sachsen setzt zunächst die Schulpflicht aus. Die Bundesregierung stützt die Wirtschaft mit unbegrenzten Krediten. Dänemark, Polen und Tschechien riegeln ihre Grenzen ab.

Blick auf das Kolosseum, davor Touristen mit Atemschutzmasken.
Das Bundesgesundheitsmnisterium ruft nach einem kürzlichen Besuch in Italien, Österreich und der Schweiz zu 14 Tagen häuslicher Isolation auf. Bildrechte: dpa

Der Ticker vom Freitag, 13. März

Redaktionsschluss 22:45 Uhr

22:32 Uhr | Ungarn schließt Schulen

Auch Ungarn schließt im Kampf gegen das Coronavirus sämtliche Schulen im Land. Ministerpräsident Viktor Orban sagte, ab Montag werde der Unterricht über digitale Kanäle stattfinden.

22:10 Uhr | Katalonien will sich abschotten

Die Regionalregierung von Katalonien will die gesamt Region im Nordosten Spaniens wegen der Coronavirus-Pandemie abriegeln. Regionalpräsident Quim Torres sagte in Barcelona, so wolle man einen Kollaps des katalanischen Gesundheitssystems verhindern. Er forderte von der Zentralregierung in Madrid Unterstützung, um Ankünfte in Häfen, Flughäfen und im Bahnverkehr zu stoppen.

21:34 Uhr | EM-Test gegen Italien abgesagt - erste Infektion in Bundesliga

Das Länderspiel der DFB-Elf am 31. März in Nürnberg gegen Italien fällt aus. Gastgeber Nürnberg untersagte die Partie. In der Fußball-Bundesliga gibt es die erste Sars-CoV-2-Ansteckung. Der SC Paderborn informierte über ein positives Testergebnis bei U21-Nationalspieler Luca Kilian. Die Bundesliga und 2. Bundesliga haben den nächsten Spieltag abgesagt.

20:55 Uhr | Spahn ruft Rückkehrer aus Italien, Österreich und Schweiz zu Quarantäne auf

Das Bundesgesundheitsministerium hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle kürzlich aus Italien, Österreich oder der Schweiz Zurückgekehrten aufgefordert, sich selbst in Quarantäne zu begeben. Minister Jens Spahn twitterte am Abend: "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause, ( ... ) ob Sie Symptome haben oder nicht."

20:45 Uhr | Trump ruft nationalen Notstand aus

US-Präsident Donald Trump hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA den nationalen Notstand ausgerufen. Trump zufolge werden damit weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Seuche freigesetzt.

20:35 Uhr | Kuba will mit Medikament gegen Covid-19 helfen

Kuba hat nach eigenen Angaben ein Medikament, dass gegen Covid-19 hilft. Der Hersteller BioCubaFarma teilte mit, bei dem Mittel Interferon Alfa 2 handle sich um ein Therapeutikum und nicht um einen Impfstoff. Das Medikament werde in Kuba und China von einem Partnerunternehmen produziert. Es soll demnach die vom neuartigen Coronavirus beeinträchtigte Immunabwehr stärken. Den Angaben zufolge setzt der chinesische Pharmaverband Interferon im Kampf gegen das Virus ein. Es gebe Anfragen von vielen Ländern, Kuba könne das Medikament liefern. In Kuba selbst gibt es offiziell erst vier Infektionen, darunter drei Ausländer.

19:57 Uhr | Polen und Dänemark schließen Grenzen

Polen schließt ab Sonntag seine Grenzen für Deutsche und alle anderen Ausländer. Nach Angaben von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki werden Polen bei der Rückkehr ins Land für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Restaurants und Bars würden vorübergehend geschlossen. Auch Dänemark macht ab Samstag seine Grenzen dicht. Bis 13. April kontrollieren Polizei und Militär alle Einreisenden. Touristen und Ausländer ohne konkreten Grund dürfen nicht mehr ins Land. Der Warenverkehr ist davon nicht betroffen. Zuvor hatte bereits Tschechien angekündigt, seine Grenzen in der Nacht zu Samstag für den Personenverkehr zu schließen. Die Türkei stellte Flüge von und nach Deutschland sowie Verbindungen in weitere von der Pandemie betroffene Länder ein.

19:25 Uhr | Schließung von Kitas in Sachsen noch unklar

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat dem MDR erläutert, dass die Schulen und Kitas im Freistaat in der kommenden Woche vorerst geöffnet bleiben.

Die Kinder und Jugendlichen sollten jedoch ab Montag möglichst zu Hause bleiben, die Schulpflicht werde ausgesetzt. Sachsen wolle die Einrichtungen nicht abrupt schließen, damit dann nicht etwa Krankenschwestern in den Kliniken fehlten, weil sie ihre Kinder betreuen müssten. Man brauche Zeit, um eine Betreuung zu organisieren, vor allem für gesellschaftlich relevante Berufe. Über Details berät das Kabinett am Abend. Piwarz zufolge wird das Sozialministerium in der kommenden Woche über Einschränkungen in den Kindertagesstätten entscheiden. Bis auf Mecklenburg-Vorpommern wollen alle Bundesländer den Unterricht stoppen.

So lange schließen die Schulen und Kitas in Mitteldeutschland:

18:55 Uhr | Ausweitung des Kurzarbeitergeldes kann in Kraft treten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Gesetz zur Ausweitung des Kurzarbeitergeldes unterschrieben. Damit kann es in Kraft treten. Zuvor hatten Bundestag und Bundesrat im Eilverfahren die Neuregelung beschlossen, um die Folgen der Coronavirus-Pandemie für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt abzufedern. Kurzarbeit wird damit möglich, wenn zehn Prozent der Belegschaft betroffen sind statt bisher ein Drittel. Zudem werden Unternehmen die Sozialversicherungsbeiträge voll erstattet. Zudem wird das Kurzarbeitergeld auf Leiharbeit ausgeweitet.

18:15 Uhr | Mehr als 1.000 Neuinfektionen in Deutschland

Seit Donnerstag hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland von etwa 2.400 auf knapp 3.500 erhöht, acht Infizierte starben. Das Robert-Koch-Institut geht nach Modellrechnungen davon aus, dass sich in den nächsten ein bis zwei Jahren etwa zwei Drittel der Bevölkerung mit dem neuen Coronavirus infizieren. Das wären bei gut 83 Millionen Einwohnern etwa 50 bis 58 Millionen Menschen.

17:51 Uhr | Kliniken verbieten Patientenbesuche

Das Universitätsklinikum Leipzig hat wegen des Coronavirus Patientenbesuche untersagt. So sollen Mitarbeiter und Kranke geschützt werden. Ausnahmen würden im Einzelfall für Eltern stationär betreuter Kinder sowie Angehörige Schwerstkranker erlaubt. Eine ähnliche Regelung gibt es an der Dresdner Uniklinik. Auch in den Krankenhäusern in Halle gilt ab sofort ein Besuchsverbot.

17:45 Uhr | Coronavirus in Afrika auf dem Vormarsch

Auf dem afrikanischen Kontinent ist das Coronavirus inzwischen in 18 Ländern nachgewiesen. Am Freitag kamen Kenia, Äthiopien, der Sudan und Guinea hinzu. Bei den meisten Fällen handelt es sich entweder um Ausländer oder Reisende, die aus dem Ausland zurückkehrten. In den meisten Ländern liegt die Zahl der Fälle im einstelligen Bereich. Jedoch wird in vielen afrikanischen Ländern eine hohe Dunkelziffer vermutet.

17:40 Uhr | Louisiana verschiebt Vorwahl

Der US-Bundesstaat Louisiana verschiebt wegen der Coronavirus-Pandemie als erster Bundesstaat die Vorwahl zur US-Präsidentschaft.

17:35 Uhr | Die News zum Nachhören im Podcast

Die neuesten Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie gibt es auch zum Nachhören. MDR AKTUELL Radio bietet täglich am Vormittag und am Nachmittag einen Podcast, der das Wichtigste der vergangenen Stunden zusammenfasst:

17:21 Uhr | Achtes Todesopfer in Deutschland

In Baden-Württemberg gibt es ein drittes Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wie der Landkreis Göppingen mitteilte starb ein 85-jähriger Mann, der infiziert war. In Nordrhein-Westfalen gibt es bislang vier Tote, in Bayern einen. Alle Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

17:15 Uhr | WHO: Europa ist jetzt Schwerpunkt

Europa ist nach Worten von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie geworden. Jedes Land, das glaube, von einem großen Ausbruch verschont zu bleiben, mache einen tödlichen Fehler. Die WHO Bislang haben sich weltweit mehr als 130.000 Menschen mit dem Virus angesteckt, mehr als 5000 Menschen starben. Laut WHO ist bislang noch nicht absehbar, wann die Pandemie ihren Höhepunkt erreicht und wann mit einer Umkehr zu rechnen ist.

17:13 Uhr | Virologe Drosten: "Müssen uns nicht einschließen"

Aus Sicht des Virologen Christian Drosten müssen sich die Menschen in Deutschland wegen der Coronavirus-Ausbreitung nicht zu Hause einschließen. Die Infektionsdichte sei nicht so hoch, dass man überall hinter jeder Ecke den nächsten Infizierten vermuten müsse. Der Forscher der Charité sagte dem NDR, bei vielen Menschen, die momentan Symptome hätten, sei es wahrscheinlicher, dass eine Grippe oder eine normale Erkältung dahinterstecke.

17:10 Uhr | AWO-Tafeln im Harz geschlossen

Einige Tafeln im Sachsen-Anhalt geben wegen der Coronavirus-Pandemie keine Lebensmittel mehr an Bedürftige aus. Wie der Landesverband mitteilte, gilt das vorläufig für vier Wochen in den von der Arbeiterwohlfahrt betriebenen Tafeln in Quedlinburg, Halberstadt und Wernigerode. Die Ausgabe der Caritas in Halberstadt bleibe offen. Grund für die Schließung sei der Schutz von Mitarbeitern sowie älteren Tafelkunden, die als Risikogruppe gelten.

17:05 Uhr | Merkel: Staat tut alles Nötige

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat umfassende staatliche Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zugesichert. Sie sagte in Berlin: "Wir sind gewillt, ( ... ) alles zu tun, was notwendig ist, was Deutschland braucht, damit wir durch diese Krise möglichst gut hindurchkommen."

16:30 Uhr | Brandenburg schließt Schulen

Auch Brandenburg schließt ab Mittwoch alle Schulen und Kitas. Nach Angaben der Landesregierung gibt es bis zum Ende der Osterferien keine reguläre Betreuung und keinen Unterricht. In den Kommunen solle jedoch eine Notbetreuung organisiert werden. In Einzelfällen gibt es demnach bereits vor Mittwoch Schließungen. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern das letzte Bundesland ohne landesweite Regelung für Schulen und Kitas.

16:20 Uhr | Alle Bundesligaspiele abgesagt

Die Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga am Wochenende werden nun doch verschoben. Die Deutsche Fußball-Liga sagte alle Partien ab. Bei zwei Zweitligisten hatten sich Spieler mit dem Coronavirus angesteckt.

16:05 Uhr | Sachsen: Unterrichtsfrei bis Mitte April

Das sächsische Kultusministerium hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Schulpflicht ausgesetzt. Das gilt für öffentliche Schulen zunächst ab Montag, dem 16. März. Die Einrichtungen bleiben geöffnet und auch die Lehrer sind anwesend, um die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. Die Schüler können aber auch daheim bleiben. In der kommenden Woche soll entschieden werden, ab wann Schulen und Kitas offiziell schließen, voraussichtlich bis 17. April. Die Landesregierung will am Abend über Details informieren.

15:50 Uhr | Auch Sachsen-Anhalt schließt Schulen und Kitas

Auch in Sachsen-Anhalt werden ab Montag landesweit alle Schulen und Kindertagesstätten geschlossen. Das gab Ministerpräsident Reiner Haseloff nach einer Sitzung des Sonderkabinetts zur Krise bekannt. Die Maßnahme gilt demnach zunächst bis Ostermontag, den 13. April 2020.

15:40 Uhr | NRW-Kreis Heinsberg bittet Bundeswehr um Hilfe

Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat die Bundeswehr um Notfallhilfe gebeten. Der Kreis bat um Unterstützung bei Laborkapazitäten für Sars-Cov-2-Tests.

15:35 Uhr | Scheuer rät vom Bahnfahren ab

15:25 Uhr | Viele Museen und Zoos in Mitteldeutschland dicht

Wegen der Coronavirus-Epidemie werden in Mitteldeutschland weitere kulturelle Einrichtungen geschlossen. In Sachsen-Anhalt machen der Bergzoo in Halle und das Bauhaus Museum in Dessau ab Samstag dicht. Das Theater der Altmark Stendal hat den Betrieb bereits gestoppt. Im thüringischen Weimar schließt die Klassik Stiftung ab Montag ihre Museen, dazu zählen das Bauhaus-Museum, das Goethe- und Schiller-Archiv, das Goethe-Nationalmuseum und die Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

15:10 Uhr | NRW: Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus dürfen Alten- und Pflegeheime in Nordrhein-Westfalen ab sofort nicht mehr besucht werden. Ministerpräsident Armin Laschet zufolge sind Ausnahmen nur in dringenden Fällen möglich. Der CDU-Politiker trat Gerüchten über Versorgungsengpässe entgegen. Die Supermärkte würden weiter beliefert, "die Lieferketten sind da".

14:41 Uhr | Mehrzahl der Länder schließt Schulen - Übergangsfrist in Sachsen

In den meisten Bundesländern wird ab nächster Woche der Schulbetrieb eingestellt. Im Tagesverlauf zogen Thüringen, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg nach. Dabei gibt es unterschiedliche Regelungen teils mit einer Übergangsfrist, damit Eltern die Betreuung organisieren können. Zumeist stellen parallel die Kitas den Betrieb ein.

In Sachsen setzte das Kultusministerium ab Montag die Schulpflicht aus. Die Kinder können demnach zu Hause bleiben, aber es soll auch eine Betreuung an Schulen gewährleistet werden. Lehrer, Schüler und Eltern sollen damit Zeit bekommen, sich auf Schulschließungen vorzubereiten. Der genaue Zeitpunkt von Schließungen soll kommende Woche festgelegt werden. Auch die Kinderbetreuung an Kitas wird ab nächster Woche ausgesetzt bis zum Ende der Osterschulferien am 19. April. Damit gibt es nur in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommernn noch keinen flächendeckenden Betriebsstopp für Schulen und Kitas. (Sachsen-Anhalt zog inzwischen nach).

14:23 Uhr | Österreich stellt Gebiete unter Quarantäne

Österreich stellt das Paznauntal sowie die Gemeinde St. Anton am Arlberg unter Quarantäne. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien mit.

14:04 Uhr | Schulen in Thüringen schließen ab Dienstag

Auch in Thüringen schließen ab Dienstag alle Schulen und Kindertagesstätten. Das sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow MDR AKTUELL Hauptstadtkorrespondent Tim Herden.

13:59 Uhr | Schulen und Kitas in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg ab nächster Woche geschlossen

Auch in Rheinland-Pfalz bleiben die Schulen und Kindergärten ab Montag geschlossen. Dies soll zunächst bis zum Ende der Osterferien am 17. April gelten, teilte das rheinland-pfälzische Bildungsministerium am Freitag mit. Eine Notbetreuung werde vor Ort ermöglicht. Die ab Montag geplanten Prüfungen für das mündliche Abitur würden erst ab dem 23. März stattfinden. In Baden-Württemberg werden alle Schulen und Kindertagesstätten von Dienstag an bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Zuvor hatten bereits mehrere andere Bundesländer angekündigt, ab Montag ihre Schulen und Kitas zu schließen.

13:53 Uhr | Weitere Formel-1-Rennen abgesagt

Nach der Absage des Saisonstarts in Australien und des Rennens in China wird die Formel 1 auch in Bahrain und Vietnam nicht fahren. Das teilte der Automobil-Weltverband FIA am Freitag mit. "Die weltweite Situation rund um Covid-19 ist schwer einzuschätzen", sagte FIA-Chef Chase Carey: "Wir haben deshalb unsere Entscheidung gemeinsam mit den Veranstaltern getroffen, um die Sicherheit aller Beteiligten in der Formel 1 nicht zu gefährden."

13:48 Uhr | Sieben Corona-Tote in Deutschland

Mit einem zweiten gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang sieben Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt. Der 80-Jährige aus dem Kreis Esslingen sei in einer Klinik behandelt worden. Neben den beiden Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Ein 60-jähriger Deutscher starb in Ägypten.

13:47 Uhr | Stadt Bremen sagt Bundesliga-Partie ab

Die Stadt Bremen hat das Fußballspiel zwischen den Bundesligisten Werder Bremen und Bayer Leverkusen abgesagt. Das teilte die Stadt mit. Zur Begründung hieß es, trotz des geplanten Spiels ohne Zuschauer rechne man mit bis zu 3.000 Fans rund um das Weserstadion. Um diese Ansammlung zu vermeiden, habe man sich entschieden, die für Montag geplante Partie abzusetzen.

13:40 Uhr | EU kündigt Investitionspaket an

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verspricht, dass die EU je nach Entwicklung der Lage bereit sei, alles Notwendige zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie zu unternehmen. Sie kündigte Hilfen in Höhe von 37 Milliarden Euro an. Es sei möglich, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sagte von der Leyen – doch sei sie überzeugt, dass die "die Europäische Union diesem Schock widerstehen" könne.

13:15 Uhr | Leipziger Schule wegen Corona-Falls geschlossen

Erstmals ist in Leipzig eine Schule wegen einer Corona-Infektion geschlossen worden. Eine Lehrerin am Leibniz-Gymnasium im Leipziger Norden sei positiv auf das Virus getestet worden. Das bestätigte Roman Schulz vom Landesamt für Schule und Bildung auf Anfrage von MDR SACHSEN. 

13:10 Uhr | Chemnitz schließt öffentliche Einrichtungen

Wegen der Gefahr einer weiteren Verbreitung von Covid-19 schließt Chemnitz alle öffentlichen Einrichtungen, teilte die Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig am Freitag mit.

12:45 Uhr | Regierung sagt Kredite ohne Begrenzung zu

In der Coronavirus-Krise will die Bundesregierung den Unternehmen mit unbegrenzten Kreditprogrammen helfen. Das sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Freitag.

12:40 Uhr | Bahn weitet Kulanzregeln aus

Die Deutsche Bahn will ihren Betrieb wegen der Coronavirus-Epidemie nicht einschränken, weitet jedoch ihre Kulanzregeln aus. Ab kommender Woche soll es für Fahrgäste unabhängig von Krisengebieten oder der Absage von Großveranstaltungen in Deutschland die Möglichkeit geben, Flexpreistickets kostenlos zu stornieren und Sparpreis- sowie Supersparpreistickets in Gutscheine umzutauschen, teilte Bahnchef Richard Lutz am Freitag mit.

11:45 Uhr | Positiver Befund beim 1. FC Nürnberg

Ein Spieler des Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verein am Freitag mitteilte, hatten sich Spieler, Trainer und Betreuer am Mittwoch einem Test unterzogen. Wer infiziert ist, wurde nicht präzisiert.

11:14 Uhr | Uniklinik Düsseldorf testet Corona-Medikament

Die Düsseldorfer Uni-Klinik (UKD) setzt zurzeit "in ausgewählten Einzelfällen" antivirale Medikamente ein, die für die Behandlung von Coronavirus-Patienten noch nicht zugelassen sind. Dazu gehöre das Medikament Remdesivir, das derzeit nur direkt über den Hersteller nach Einzelfallprüfung zur Verfügung gestellt werde, teilte die Uni-Klinik am Donnerstagabend mit. RKI-Chef Lothar Wieler sagte, er sei optimistisch, dass mit dem Mittel eine Verbesserung erzielt werden könne. Remdesivir sei eines von mehreren Medikamenten, dessen Wirksamkeit demnächst in drei deutschen Kliniken erprobt werde. Das Medikament war ursprünglich im Kampf gegen Ebola entwickelt worden.

10:48 Uhr | Deutsches Chorfest in Leipzig abgesagt

Das Deutsche Chorfest 2020 ist wegen des Coronavirus abgesagt worden. Es sollte vom 30. April bis 3. Mai in Leipzig stattfinden. Ein Ausweichtermin sei im Gespräch, teilte der Veranstalter mit. Zu dem Chor-Treffen in Leipzig wurden rund 15.000 Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland erwartet.

10:34 Uhr | DFL will Spielbetrieb unterbrechen

Die Deutsche Fussball-Liga (DFL) will den Spielbetrieb in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga von Dienstag an bis zum 2. April unterbrechen. Das erklärte die DFL am Freitag auf ihrer Homepage.

10:24 Uhr | Bundestag gibt grünes Licht für Kurzarbeitergeld

Der Bundestag hat am Freitag einstimmig die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes beschlossen. Damit sollen Arbeitnehmer und Unternehmen besser vor den wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus geschützt werden. Noch im Laufe des Tages soll auch der Bundesrat die Neuregelung billigen, die danach zeitnah in Kraft treten kann.

9:15 Uhr | In diesen europäischen Ländern bleiben Schulen und Kindergärten vorerst geschlossen

09:15 Uhr | Bayern erlässt Besuchsverbot für Alten- und Pflegeheime

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus untersagt der Freistaat Bayern Angehörigen weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in München mit.

08:30 Uhr | Merkel ruft Bürger zu Verzicht auf Sozialkontakte auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Deutschen dazu aufgerufen, ihre sozialen Kontakte so weit wie möglich einzuschränken. Es solle "wo immer es möglich ist, auf Sozialkontakte verzichtet werden", sagte Merkel am Donnerstagabend in Berlin. Schulschließungen in weiten Teilen Deutschlands werden unterdessen immer wahrscheinlicher. Belgien, Frankreich und Portugal beschlossen bereits generelle Schulschließungen.

08:20 Uhr | Erste Bundesländer schließen ab Montag Schulen und Kitas

Bis zum Beginn der Osterferien am 6. April werden in Bayern alle Kindergärten, Schulen und Kitas geschlossen. Auch die Bundesländer Berlin, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein schließen ab Montag ihre Schulen, Kindergärten und Kitas. Auch in weiteren Bundesländern soll am Freitag über landesweite Schulschließungen informiert werden.

06:57 Uhr | China: In kleinen Schritten zurück zur Normalität

Mit nur noch acht neu nachgewiesenen Virusfällen haben Chinas Behörden einen neuen Tiefstand der Infektionen seit sieben Wochen gemeldet. Auch die Autozulieferer in der Provinz Hubei - dem Epizentrum der Epidemie - würden in geordneter Weise die Produktion wieder aufnehmen, teilte der stellvertretende chinesische Industrieminister Xin Guobin mit.

06:45 Uhr | Lateinamerika schottet sich zunehmend gegen Europa ab

Nach den USA schottet sich auch Lateinamerika wegen des Coronavirus zunehmend gegen Europa ab. Die Staaten Argentinien, Bolivien, Paraguay, Peru und Venezuela kündigten am Donnerstag vorübergehende Verbote von Flügen aus Europa an. In Lateinamerika gibt es insgesamt inzwischen mehr als 250 bestätigte Corona-Ansteckungsfälle. Mindestens drei Menschen starben bislang in dieser Weltregion an dem neuartigen Erreger.

06:07 Uhr | Fünf Menschen Saalfeld-Rudolstadt positiv getestet

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in Thüringen sind fünf Personen aus der Gemeinde Unterwellenborn positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Der Kindergarten, den ein betroffenes Kind besucht, soll für 14 Tage geschlossen bleiben. Das teilte der Landkreis auf seiner Facebook-Seite mit. Die fünf Infizierten hätten sich zuvor in Italien aufgehalten. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit Kontaktpersonen der Betroffenen. Geprüft wird, ob weitere Schulen und Kindergärten geschlossen werden müssen.

Aktuell sind im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt alle Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen untersagt. Laut Mitteilung lässt der Landrat nun aber eine weitere Allgemeinverfügung vorbereiten, um möglichst alle Veranstaltungen im Landkreis abzusagen

05:54 Uhr | Tschechien stellt Bahnverkehr nach Deutschland ein

Die tschechische Staatsbahn will in der Nacht zu Samstag den Verkehr von und nach Deutschland einstellen. Wie der Konzern mitteilte, reagiert er damit auf die Ausrufung des Notstands durch die Regierung in Prag. Betroffen sind laut der Deutschen Bahn die Züge über Hamburg und Berlin sowie IC-Busse von Nürnberg und Leipzig aus.

05:51 Uhr | Zypern verwehrt Kreuzfahrtschiff die Landung

Wegen mehrerer Corona-Verdachtsfälle dürfen die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs nicht in Zypern von Bord gehen. Das Verkehrsministerium erlaubte zwar, dass sich das Schiff in der Nähe der Küste der Mittelmeerinsel aufhalten darf. Die rund 800 Passagiere müssen aber bleiben, wo sie sind. Laut einem Medienbericht sind die meisten Passagiere Italiener.

04:31 Uhr | Frau des kanadischen Premiers infiziert

Die Ehefrau des kanadischen Premierminister Justin Trudeau hat sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Ein Sprecher des Premiers sagte in Montreal, Trudeau und seine Frau würden vorerst in Isolation bleiben. Sie fühle sich aber gut und habe nur leichte Symptome der neuen Lungenkrankheit.

Auch bei den Vereinten Nationen in New York gibt es einen ersten nachgewiesenen Corona-Fall. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, wurde ein philippinische Diplomatin positiv getestet.

04:26 Uhr | Neuinfektionen in China einstellig

In China werden für Donnerstag acht neue Infektionen gemeldet. Am Mittwoch waren es 15 Fälle. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen auf 80.813.

04:12 Uhr | Bundestag hält an nächster Sitzungswoche fest

Der Bundestag hält ungeachtet der Corona-Epidemie vorerst an seiner nächsten Sitzungswoche (25. bis 27. März) fest. In einem Schreiben von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) an alle 709 Abgeordneten heißt es, "neben den notwendigen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz ist oberstes Gebot, die Handlungsfähigkeit des Verfassungsorgans zu erhalten."

03:19 Uhr | Disney schließt Freizeitparks in den USA und Paris

Dornröschen-Schloss im Disneyland Paris
Disneyland Paris Bildrechte: IMAGO/ Eibner

Disneyland im kalifornischen Anaheim, Walt Disney World in Orlando in Florida und Disneyland Paris machen ab diesem Wochenende bis mindestens Ende März dicht. Das teilte der US-Konzern am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte. Mit der Maßnahme sollen Beschäftigte und Besucher geschützt werden. Disney sagte außerdem alle ab Samstag geplanten neuen Fahrten seiner Kreuzfahrtschiffe ab. Ferner verschob der Konzern den Kinostart seiner neuen Produktionen "Mulan", "X-Men: New Mutants" und "Antlers" für unbestimmte Zeit.

02:57 Uhr | Portugal schließt Schulen

Auch Portugal schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle seine Schulen. Ministerpräsident António Costa teilte mit, dass die Schulschließungen am Montag beginnen und bis zum Osterwochenende dauern. Der eigentlich für 30. März geplante Beginn der Osterferien wird damit um zwei Wochen vorgezogen. In Portugal gibt es bislang 78 bestätigte Fälle von Infektionen mit dem Virus.

Auch einige Städte in den USA haben Schulschließungen ab Montag angekündigt. Die Bundesstaaten Maryland, Ohio und New Mexico schließen alle Schulen. Zudem kündigte San Francisco (Kalifornien) an, den Schulbetrieb für drei Wochen einzustellen.

02:50 Uhr | Argentinien verschärft Einreisebestimmungen

Argentinien keine Reisenden aus den Corona-Risikogebieten mehr in das Land. Flüge aus Europa, USA, Südkorea, Japan, China und Iran würden für 30 Tage gestoppt, sagte Präsident Alberto Fernández. Passagiere, die in den vergangenen zwei Wochen aus den Risikogebieten nach Argentinien eingereist sind, müssen demnach für 14 Tage in Quarantäne.

02:47 Uhr | Südkorea meldet 110 neue Infektionen

Südkorea meldet 110 neue Infektionen. Damit steigt die Zahl der Erkrankungen auf 7979 Fälle. Nach China, Italien und Iran ist Südkorea am schwersten von der Pandemie betroffen.

02:00 Uhr | Saarland schließt ab Montag Schulen und Kitas

Ein leeres Klassenzimmer mit hochgestellten Stühlen.
Das Saarland kündigte die Schließung aller Schulen und Kitas für gut einen Monat an. Bildrechte: Colourbox.de

Das Saarland hat eine landesweite Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen angekündigt. Die Staatskanzlei in Saarbrücken teilte in der Nacht mit, die Einrichtungen würden ab kommenden Montag bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Eine Notbetreuung für Familien werde sichergestellt. Damit solle die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden. Die Entscheidung sei mit Blick auf das Risikogebiet Grand Est in Frankreich gefallen. In Haut-Rhin seien zuletzt 359 infizierte Personen gezählt worden. Im Saarland wurden 14 Corona-Fälle bestätigt.

01:46 Uhr | Bochum sagt alle städtischen Verantstaltungen ab

Die Stadt Bochum hat wegen des sich ausbreitenden Coronavirus alle städtischen Veranstaltungen bis zum Ende der Osterferien am 19. April abgesagt. Ziel sei es, Ansteckungsmöglichkeiten deutlich zu verringern und die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern, teilte die Stadt in der Nacht zu Freitag mit. Damit solle das Gesundheitssystem bestmöglich auf etwaige Patienten vorbereitet werden können. Ich Bochum sind aktuell 18 Covid-19-Fälle bekannt.

00:33 Uhr | Formel 1 sagt Saisonstart in Melbourne ab

Nach dem ersten Coronavirus-Fall in der Formel 1 werden Konsequenzen gezogen. Der für Sonntag geplante Saisonstart im australischen Melbourne ist abgesagt worden. Diese Entscheidung teilte die Formel 1 zusammen mit dem Motorsport-Weltverband FIA und dem lokalen Veranstalter mit. Es sei eine Reaktion auf den bestätigten Fall eines Mechanikers aus dem McLaren-Team.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. März 2020 | 10:30 Uhr