Corona-Pandemie Coronavirus-Ticker: Merkel warnt vor falschen Hoffnungen

Bundeskanzlerin Merkel hat trotz einer positiven Entwicklung bei der Zahl der Neuinfektionen davor gewarnt, zu früh über einen Ausstieg aus den Schutzmaßnahmen zu reden. Nach Angaben des RKI zeigen die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Deutschland messbar Wirkung. Wissenschaftler und Ärzten haben derweil Pläne für einen Ausstieg aus den Kontaktbeschränkungen vorgelegt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel
Kanzlerin Angela Merkel hat ihre häusliche Quarantäne beendet. In einem Videopodcast warnte sie vor falschen Hoffnungen über ein Ende der Ausgangsbeschränkungen. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag endet hiermit. Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Samstag.

23:42 Uhr | USA: Trump rät zum Tragen von Gesichtsmasken

Frau mit Mundschutz-Maske
Bildrechte: IMAGO image/ Richard Hancox/Cover Images

Die US-Regierung rät entgegen einer bisher geltenden Richtlinie nun auch zum Tragen von Gesichtsmasken als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus. "Das ist freiwillig", sagte Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Er fügte hinzu: "Ich habe mich entschieden, es nicht zu tun." Die Empfehlung beziehe sich auf Masken aus Stoff, die man zum Beispiel zu Hause machen könne, nicht aber auf medizinische Schutzmasken. Diese müssten dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben. Trump betonte, die neue Maßnahme ersetze nicht die bisher empfohlenen Schutzmaßnahmen, sondern ergänze sie.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC riet gesunden Menschen ohne Symptome bislang explizit nicht zum Tragen von Masken. Trump hatte bereits am Donnerstag gesagt, US-Bürger könnten selbst gemachte Masken oder einen Schal benutzen, um Mund und Nase abzudecken. Experten befürchten, dass eine Empfehlung zum Tragen von Schutzmasken eine verstärkte Nachfrage auslösen und damit den Mangel an Masken für Personal im Gesundheitswesen verschärfen könnte.

22:48 Uhr | Polizei: 300 Menschen versammeln sich vor Moschee in Berlin

Trotz Kontaktverbot haben sich vor einer Moschee in Berlin nach Polizeiangaben rund 300 Menschen versammelt. Dem Imam, dem Ordnungsamt und den Polizisten sei es nur zum Teil gelungen, die Menschen dazu zu bewegen, den vorgeschriebenen Abstand zu halten, teilte die Polizei mit. "Das Gebet wurde im Einvernehmen mit dem Imam vorzeitig beendet", hieß es. Die Verantwortlichen der Moschee sicherten der Polizei überdies zu, über die sozialen Medien nochmals darauf hinzuweisen, dass Gebetsrufen nicht durch persönliches Erscheinen gefolgt werden müsse und dass die Rufe bei erneuten Menschenansammlungen sofort beendet werden.

22:25 Uhr | Jeder in Trumps Nähe wird getestet

In den USA werden die Maßnahmen verschärft, um Präsident Donald Trump und Vize-Präsident Mike Pence vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Das Weiße Haus teilte mit, jeder in unmittelbarer Nähe von Trump oder Pence werde getestet. Die Maßnahme gelte ab sofort. Trump war am Donnerstag ein zweites Mal negativ auf das Coronavirus getestet worden. Bereits Mitte März hatte sich Trump testen lassen, damals unter öffentlichem Druck. Trump hatte zuvor bei einem Besuch des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro mit mindestens zwei Personen Kontakt, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

21:26 Uhr | Altmaier will Schutzmasken für jeden Arbeitnehmer

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will alle Arbeitnehmer mit Atemschutzmasken ausstatten. Der CDU-Politiker sagte der "Bild", jeder Arbeitnehmer der wolle, sollte die Chance haben, eine solche Maske zu tragen. Deutschland müsse sich auf einen sehr viel größeren Bedarf an Masken einstellen. Altmaier verwies auf Südkorea. Das Land habe sehr früh auf das Tragen von Masken gesetzt und dies habe offenbar funktioniert.

21:12 Uhr | Fast 200.000 Deutsche zurückgeholt

Die Bundesregierung hat nach Angaben des Auswärtigen Amtes bislang 194.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt. Hinzu kämen 3.600 Personen aus anderen EU-Ländern. Es gebe aber noch einige Länder, aus denen noch Tausende Deutsche ausgeflogen werden müssten. So warten rund 12.000 Deutsche in Neuseeland auf ihre Ausreise. Am Freitag startete von dort das erste Flugzeug mit Bundesbürgern.

21:02 Uhr | Türkei riegelt Städte ab

Die Türkei ergreift weitere Maßnahmen gegen die Epidemie. Präsident Recep Tayyip Erdogan teilte mit, ab Mitternacht dürften Fahrzeuge in 31 Städte - darunter Istanbul und Ankara - nicht mehr rein- oder rausfahren. An öffentlichen Orten und in Supermärkten wird das Tragen einer Schutzmaske Pflicht. Für Menschen unter 20 Jahren gilt eine teilweise Ausgangssperre. Für über 65-Jährige und chronisch Kranke war bereits zuvor eine Ausgangssperre angeordnet worden.

20:35 Uhr | Handball-Bundesliga wird nicht über Juni hinaus verlängert

Die Handball-Bundesliga der Männer muss spätestens am 16. Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen, wenn die Saison regulär beendet werden soll. Das hat das Präsidium der HBL festgelegt. Ob der Spielbetrieb wieder startet, wird von den nächsten Maßnahmen der Bundesregierung ab dem 20. April abhängig gemacht. Die Saison wurde bereits bis zum 30. Juni verlängert. Eine weitere Verlängerung darüber hinaus soll es nicht geben. Im Falle eines Abbruchs der Saison soll es keine Absteiger geben. Die Handball Bundesliga der Frauen hatte ihre Saison bereits am 18. März für beendet erklärt.

20:23 Uhr | Peru: Männer und Frauen dürfen nicht mehr gemeinsam raus

In Peru dürfen Männer und Frauen nicht mehr am selben Tag ihre Häuser verlassen. Das Gesundheitsministerium ordnete an, dass sich ab sofort Männer am Montag, Mittwoch und Freitag draußen bewegen dürfen, Frauen am Dienstag, Donnerstag und Sonnabend. Sonntags gilt eine generelle Ausgangssperre. Panama hatte bereits eine ähnliche Regelung eingeführt.

Peru hat schon recht strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt, um die weitere Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. So gilt im größten Teil des südamerikanischen Landes eine nächtliche Ausgangssperre. Zudem dürfen die Peruaner nur das Haus verlassen, um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen.

20:12 Uhr | Kino trotz Corona in Düsseldorf

In Düsseldorf darf ein Autokino öffnen. Ab Mittwoch sollen täglich Filme auf einem Messeparkplatz gezeigt werden. Oberbürgermeister Thomas Geisel sagte, das Autokino werde unter Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorgaben und der derzeitigen Verhaltensregeln im öffentlichen Raum umgesetzt. Angebote, die eine Form des sozialen Miteinanders ermöglichten, seien momentan wichtiger denn je. Am Montag öffnet bereits in Marl im Ruhrgebiet ein Autokino.

20:05 Uhr | Sachsen erwartet über vier Millarden Euro Steuerausfall

Sachsen rechnet infolge der Corona-Krise mit Steuerausfällen von rund 4,5 Milliarden Euro. Finanzminister Hartmut Vorjohann sagte dem MDR, über die geplante Kreditaufnahme von rund sechs Milliarden Euro müsste nicht nur die Wirtschaft gestützt, sondern auch der Haushalt stabilisiert werden. Vorjohann erklärte, dann seien auch Pläne wie der Breitbandausbau, Investitionen in die Schulen und mehr Polizisten zu verwirklichen. Dass darüber hinaus die Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden könnten, sei fraglich. Das sächsische Kabinett hatte am Freitag einen Nachtragshaushalt mit rund sechs Milliarden Euro neuer Schulden auf den Weg gebracht.

19:54 Uhr | Verbraucherschützer mahnen Tickethändler Eventim ab

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat den Online-Tickethändler Eventim aufgefordert, Ticketpreise für corona-bedingt ausgefallene Veranstaltungen zu erstatten. Vorstand Wolfgang Schuldzinski sagte, Verbraucher hätten das Recht, bei verschobenen Konzerten und anderen Events das bereits bezahlte Geld für die Eintrittskarten zurückzuverlangen. Eine Weigerung mit der Begründung, die Tickets seien weiterhin gültig, verstoße gegen geltendes Recht. Die Verbraucherschützer hätten Eventim deshalb per Abmahnung aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben.

Der Ticketvermittler wies die Vorwürfe zurück. Eventim sei nicht der Veranstalter. Deshalb schulde nicht Eventim den Kunden die Ticketkosten, sondern der jeweilige Veranstalter. Eventim beruft sich zudem auf einen Vorschlag der Bundesregierung, Verbrauchern bei abgesagten Reisen und Veranstaltungen Gutscheine zu geben, statt ihnen das Geld zurückzugeben. Die Gutscheine sollen demnach bis Ende 2021 befristet sein und für alle Tickets gelten, die vor dem 8. März gekauft wurden. Hat der Kunde seinen Gutschein bis Ende 2021 nicht eingelöst, muss der Veranstalter ihm den Wert erstatten.

19:47 Uhr | Russland legt Foto-Datenbank von Corona-Infizierten an

In Russland soll zur besseren Überwachung von Corona-Infizierten eine Foto-Datenbank der Patienten angelegt werden. Der Vorsitzende des Moskauer Stadtparlaments, Alexej Schaposchnikow, sagte, sollte ein Test positiv sein, werde direkt danach ein Foto des Infizierten gemacht. Die Fotos seien nur für die Behörden zugänglich, die Personalien besonders geschützt. So könnten infizierte Menschen in Quarantäne überwacht werden, falls sie sich nicht an die strengen Auflagen halten. Die Regelung soll zunächst in Moskau und im Umland gelten. Sie könnte aber auch landesweit eingesetzt werden. Zur Kontrolle der Ausgangsbeschränkungen nutzen die russischen Behörden bereits Überwachungskameras mit Gesichtserkennungsfunktion.

19:31 Uhr | Corona-Infizierte in 16 sächsischen Pflegeheimen

In Sachsen haben sich mittlerweile in 16 Pflegeheimen Bewohner oder Betreuer mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte Gesundheitsministerin Köpping mit. Als angespannt bezeichnete sie die Situation in einem Heim in Zwönitz. Dort seien 51 Bewohner und 33 Mitarbeiter positiv getestet worden. In den vergangenen Tagen habe es in dem Pflegeheim zudem zwei weitere Todesfälle gegeben. Auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt sind weitere Heime von Corona-Pandemie betroffen. So haben sich in einer Einrichtung in Ettersburg im Weimarer Land zwei Pflegerinnen und ein Bewohner infiziert. Im Jerichower Land wurde in einem Heim in Biederitz ein Bewohner positiv getestet.

19:18 Uhr | Sachsen hebt Lkw-Fahrverbot bis Ende Mai auf

Sachsen hebt das Fahrverbot für Lastwagen an Sonn- und Feiertagen bis Ende Mai auf. Verkehrsminister Martin Dulig sagte, in der Corona-Pandemie sei es wichtig, dass der Waren- und Güterverkehr reibungslos funktioniere. Um der Logistikbranche in dieser Krisensituation zu helfen, habe er die Aufhebung des Sonntagsfahrverbots angeordnet. Damit werde ein zuverlässiger Transport auf den Transitautobahnen A4 nach Polen und A17 nach Tschechien gesichert.

19:06 Uhr | Bußgeldkatalog in Thüringen sofort in Kraft

Wer in Thüringen den Sicherheitsabstand von 1,50 Meter nicht einhält, muss ab sofort mit 100 Euro Bußgeld rechnen. Nach MDR-Informationen hat das Sozialministerium einen Bußgeldkatalog veröffentlicht, der sofort in Kraft tritt. Zuvor hatte es geheißen, dass der Katalog erst nächste Woche vorliegen soll. Die Teilnahme an Veranstaltungen mit mehr als zwei Personen kostet demnach 200 Euro, die Veranstalter selbst 1.000 Euro. Wer einen Betrieb für Publikum öffnet, muss mit bis zu 5.000 Euro rechnen. Verstöße etwa gegen Versammlungsverbote mit mehr als sieben Personen werden als Straftat gesondert verfolgt. Der neue Bußgeldkatalog soll laut Ministerium nur vorübergehend gelten und zum 8. April überarbeitet werden.

18:10 Uhr | Merkel warnt vor falschen Hoffungen

Kanzlerin Angela Merkel hat vor falschen Hoffnungen angesichts der Entwicklung bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus gewarnt. Merkel sagte in einem Videopodcast, die jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts, machten vorsichtig ein wenig Hoffnung. Es sei aber viel zu früh, um darin einen sicheren Trend zu erkennen und deswegen die strengen Regeln schon wieder zu lockern.

Merkel erklärte, die Experten würden darauf hinweisen, dass man noch nicht sagen könne, wie die Ausgangsbeschränkungen wirklich auf die Entwicklung der Neuinfektionen durchschlagen würden. Das sei aber wichtig, damit das Gesundheitssystem mit der gewaltigen Belastung durch die Corona-Epidemie zurechtkomme.

Merkel sagte weiter, sie sei sich mit den Ministerpräsidenten deshalb einig, dass alle Einschränkungen zunächst bis einschließlich des 19. April bleiben müssten. Erst danach könne man sagen, in welche Richtung die Entwicklung gehe. Die Bürger rief sie auf, den Regeln auch am Osterwochenende zu folgen.

RKI-Chef Lothar Wieler hatte erklärt, die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Deutschland zeigten messbar Wirkung. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen in Deutschland im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an. Ein Grund zur Entwarnung sei das aber noch nicht.

17:37 Uhr | USA beschlagnahmen Schutzmasken für Berlin

Die USA haben in Thailand eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken abgefangen, welche die Berliner Polizei bestellt und bezahlt hatte. Berlins Innensenator Andreas Geisel sagte, die medizinischen Masken der Kategorie FFP-2 eines US-Herstellers seien in Bangkok konfisziert worden. Sie hätten deshalb ihr Ziel nicht erreicht. Er sprach von einem "Akt moderner Piraterie". Er forderte die Bundesregierung auf, bei den USA auf die Einhaltung internationaler Regeln zu drängen. Geisel sagte, über die genauen Hintergründe könne noch nichts gesagt werden. Die Konfiszierung der Masken stehe aber offenbar im Zusammenhang mit dem Ausfuhrverbot für Masken der US-Regierung.

17:31 Uhr | Gericht bestätigt Maskenpflicht in Jena

Jena darf ab Montag eine Maskenpflicht einführen. Das Verwaltungsgericht Gera lehnte einen Eilantrag dagegen ab. Ein Sprecher sagte, die Allgemeinverfügung der Stadt sei nach einer ersten Prüfung des Gerichts nicht offensichtlich rechtswidrig. Dabei sei die aktuelle Stellungnahme des Robert Koch-Instituts besonders berücksichtigt worden, wonach die Maskenpflicht die Ansteckungsgefahr für andere Personen weiter verringern könne.

Zudem sei die Maskenpflicht noch verhältnismäßig, da kein zertifizierter Mund-Nasen-Schutz gefordert werde. Den Anforderungen der Stadt genügten auch selbst gefertigte Masken, Schals oder Tücher. Das befristete Tragen eines Schutzes wiege daher nicht so schwer wie die möglichen Gefahren, die von dem hoch ansteckenden Coronavirus für das Gesundheitssystem und die Gesundheit der Bevölkerung ausgingen.

Ab Montag müssen in allen Verkaufsstellen, im öffentlichen Nahverkehr und in Gebäuden mit Publikumsverkehr Mund-Nase-Masken getragen werden. Die Stadt verspricht sich von der Maßnahme mehr Sicherheit für die Mitarbeiter des öffentlichen Lebens. Unter freiem Himmel - etwa bei Spaziergängen oder beim Joggen - besteht keine Maskenpflicht.

17:16 Uhr | Kaum Versöße gegen Kontaktverbot

In Mitteldeutschland halten sich die Einwohner überwiegend an die Aufenthaltsbeschränkungen. Das ergab eine Umfrage des MDR bei den zuständigen Behörden.

Das Innenministerium in Sachsen-Anhalt teilte mit, derzeit liefen 158 Ermittlungsverfahren. Zwei Drittel davon entfielen auf die letzte Märzwoche. In dieser Woche habe die Zahl der Fälle weiter abgenommen. In Thüringen gibt es pro Tag rund 130 Polizeieinsätze wegen Corona. Das sei im Moment alles beherrschbar, hieß es.

Noch bis zum 19. bzw. 20. April ist es in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wie im übrigen Bundesgebiet verboten, das Haus ohne triftigen Grund zu verlassen.

17:07 Uhr | Spahn: Beteiligung an Register für Intensivbetten wird Pflicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Krankenhäuser verpflichten, sich am Internetregister für freie Intensivbetten zu beteiligen. Spahn sagte, er plane, die bislang freiwilligen Eingaben gesetzlich vorzuschreiben. Damit soll es bundesweit eine Übersicht geben, welche Krankenhäuser noch freie Kapazitäten haben. Derzeit beteiligen sich am Register etwa zwei Drittel der Kliniken.

16:59 Uhr | Wissenschaftler stellen Ausstiegszenario vor

Renommierte Wissenschaftler haben einen Plan für den Ausstieg aus den Corona-Einschränkungen vorgelegt. Die Wirtschaftswissenschaftler und Ärzte sprechen sich dafür aus, die Beschränkungen Schritt für Schritt zu lockern.

Sektoren mit geringer Ansteckungsgefahr sollten zuerst wieder hochgefahren werden. Dazu gehörten hochautomatisierte Fabriken, Schulen und Hochschulen. Sonst solle man bei der Lockerung priorisieren, welche Beschränkungen hohe Kosten verursachten oder zu starken sozialen und gesundheitlichen Belastungen führten.

Beim Neubeginn könnten Regionen mit geringen Infektionsraten und freien Kapazitäten im Gesundheitssystem vorangehen. Zu den Autoren des Papiers gehören unter anderem der Präsident des ifo-Instituts, Clemens Fuest, und der Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, Martin Lohse.

16:43 Uhr | DFB: Fußball-Amateure dürfen Saison verlängern

Die unterbrochene Fußball-Saison kann notfalls über den 30. Juni hinaus verlängert werden. Der Deutsche Fußball-Bund hat seine Spielordnung an die Auswirkungen der Corona-Krise angepasst. So wurden Spielberechtigungen, Wechselfristen und Verträge mit Spielerinnen und Spielern zeitlich angepasst. Im Falle eines Saisonabbruchs wären Sonderregelungen zu Auf- und Abstieg möglich. Die beschlossenen Änderungen sind bis zum 30. Juni 2021 für alle Altersklassen und Amateurligen gültig. Mit Beginn der Saison 2021/2022 sollen wieder die vorherigen Bestimmungen wieder in Kraft treten.

16:12 Uhr | Bund will heimische Produktion von Schutzausrüstung wieder aufbauen

Mitarbeiterin des Automobilzulieferers Zettl produzieren Mundschutzmasken.
Der Bund will heimische Firmen dazu bewegen, Schutzmasken und andere medizinische Schutzausrüstung wieder in Deutschland zu produzieren, um eine weitere Abhängigkeit vom Weltmarkt zu verhindern. Bildrechte: dpa

Die Bundesregierung will angesichts fehlender Schutzmasken und Schutzanzüge die Produktion von medizinischer Schutzausrüstung in Deutschland wieder aufbauen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, man habe deshalb ein Angebot an die heimische Wirtschaft gemacht und wolle diese dabei unterstützen. Es gehe dabei um Sicherheit bei Abnahme und Preis. Spahn sagte, Deutschland solle nicht abhängig vom ausländischen Markt bleiben. Die Lage auf dem Weltmarkt für Schutzkleidung sei sehr schwierig.

Spahn hatte das zentrale Umschlaglager im thüringischen Apfelstädt für die vom Bund beschaffte medizinische Schutzausrüstung besucht. Über das Lager wurden nach Ministeriumsangaben von Mitte März bis Ende dieser Woche knapp 37 Millionen FFP-Mundschutze und OP-Masken an die Bundesländer verteilt. Spahn sagte, das sei eine Entlastung, aber reiche abschließend noch nicht aus.

15: 57 Uhr | Sachsen-Anhalt vergibt auch Kredite an kleinere Firmen

Kleinere Betriebe in Sachsen-Anhalt können neben Zuschüssen auch kurzfristige Kredite beim Land beantragen, um die negativen Folgen der Corona-Krise abzufedern. Wirtschaftsminister Armin Willingmann teilte mit, Unternehmer und Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten könnten Darlehen von bis zu 150.000 Euro bekommen. Für diese würden zwei Jahre lang weder Zinsen noch Tilgungsraten anfallen. Die Laufzeit solle bis zu zehn Jahre betragen. Die landeseigene Investitionsbank vergebe die Kredite anders als sonst auch ohne Beteiligung der Hausbanken. Für das Programm stünden zunächst 50 Millionen Euro bereit.

Mit dem Kreditprogramm erweitert Sachsen-Anhalt seine Corona-Soforthilfen. Bereits seit 30. März können Solo-Selbstständige, Freiberufler, Künstler, Land- und Forstwirte sowie Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten Zuschüsse beim Land beantragen, wenn sie ihre laufenden Kosten aufgrund der Corona-Krise nicht anders decken können.

#MDRklärt So hilft Sachsen-Anhalt kleineren Unternehmen in der Corona-Krise

Die Corona-Krise trifft kleine und mittlere Unternehmen hart. Diesen Unternehmen will das Land mit einer Finanzspritze helfen. Die Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden und soll einfach zu beantragen sein.

So hilft Sachsen-Anhalt kleinen Unternehmen
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
So hilft Sachsen-Anhalt kleinen Unternehmen
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Kleinere und mittlere Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche sollen "Corona-Soforthilfe bekommen. Vorraussetzung: Die Krise bedroht die Existenz des Unternehmens.
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Die Staffelung der Hilfe nach Anzahl der Mitarbeiter.
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Die Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden und soll möglichst einfach zu beantragen sein.
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Ablauf der Beantragung von Hilfsmitteln.
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 30. März 2020 | 08:00 Uhr

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15:46 Uhr | Klage gegen Corona-Maßnahmen abgewiesen

Das Verwaltungsgericht in Berlin hat die Klage eines Rechtsanwalts gegen die Berliner Verordnung zur Coronavirus-Eindämmung zurückgewiesen. Das Gericht erklärte, damit sei der Versuch gescheitert, die Regelungen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus für rechtswidrig erklären zu lassen. Es erklärte, eine geringfügige Beeinträchtigung der Berufsfreiheit - ohnehin zeitlich befristet - sei mit Blick auf den Schutz von Gesundheit und Leben vieler Menschen gerechtfertigt und nicht unverhältnismäßig. Der Kläger hatte gemeint, die Regelungen griffen unverhältnismäßig in seine Freiheit zur Berufsausübung ein. Zudem werde es den Rechtssuchenden erheblich erschwert, bei ihm Rat zu bekommen. (Aktenzeichen: Verwaltungsgericht Berlin - VG 14 L 31.20)

15:40 Uhr | Polizeieinsatz in Leipziger Klinik wegen Corona-Verdachts

In der Leipziger Uniklinik hat ein mutmaßlicher Coronavirus-Fall für einen Polizeieinsatz gesorgt. Wie die Polizei mitteilte, hatte die Notaufnahme die Beamten alarmiert. Ein Patient habe trotz einer möglichen Infektion die Weiterbehandlung verweigert und die Klinik verlassen wollen. Während die Polizisten noch Schutzkleidung anlegten, habe ein Arzt den Patienten schließlich überzeugen können. Ein weiteres Eingreifen der Polizei sei nicht mehr nötig gewesen.

15:31 Uhr | Bundeswehr fliegt erkrankte Soldaten aus Litauen aus

Die Bundeswehr hat sechs an Covid-19 erkrankte deutsche Soldaten von Litauen nach Köln ausgeflogen. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte, die Soldaten zeigten keine schweren Symptome. Sie gingen in Deutschland in Quarantäne. Die Bundeswehr hat in Litauen rund 550 Soldaten als Teil eines multinationalen Bataillons stationiert, das der Abschreckung Russlands dienen soll.

15:07 Uhr | Urlauber in Neuseeland können heim

Die in Neuseeland tagelang festsitzenden deutschen Urlauber können heim. Das zwischenzeitlich von der neuseeländischen Regierung gestoppte Rückholprogramm wurde wieder aufgenommen. Das erste Flugzeug mit 342 Passagieren an Bord verließ am Freitag Neuseeland. Nach einem Zwischenstopp in Kanada soll es am frühen Sonnabendmorgen in Frankfurt/Main landen. Weitere Flüge soll es in den kommenden Tagen aus Auckland auf der neuseeländischen Nordinsel sowie von Christchurch auf der Südinsel geben. In Neuseeland sind wegen der Corona-Krise derzeit die meisten Deutschen gestrandet. Nach Angaben der deutschen Botschaft in Neuseeland haben sich rund 12.000 Deutsche für das Rückholprogramm registriert.

Auch in Südafrika begann am Freitag die Rückholaktion von Tausenden dort festsitzenden deutschen und anderen europäischen Touristen. Nach Botschaftsangaben sollte zwei Flugzeuge Richtung Deutschland abheben. Weitere sollen danach folgen. Deutsche Urlauber werden derzeit auch aus Thailand mit Sondermaschinen ausgeflogen.

14:57 Uhr | Profis von RB Leipzig trainieren wieder

Die Profis von Fußball-Bundesligist RB Leipzig dürfen mit einer Sondergenehmigung wieder auf dem Vereinsgelände trainieren. Wie der Verein mitteilte, bekam man vom sächsischen Innenministerium grünes Licht. Das Training erfolge wegen der Corona-Ausbreitung nur in Kleinstgruppen. Die Situation werde wöchentlich neu bewertet. Die Bundesliga hat den Spielbetrieb vorerst bis Ende April ausgesetzt.

Das Bundesland Bremen dagegen lehnte einen Antrag von Werder Bremen auf einen eingeschränkten Trainingsbetrieb vorerst ab. Innensenator Ulrich Mäurer sagte, der Senat warte auf eine Abstimmung der Länder in dieser Frage.

14:48 Uhr | Bonus-Zahlungen bis 1.500 Euro ab sofort steuerfrei

Bonus-Zahlungen für Arbeitnehmer wegen ihres Einsatzes in der Corona-Krise sind ab sofort steuer- und sozialversicherungsfrei. Wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz mitteilte, gilt das für Beihilfen oder Sachleistungen bis zu einer Höhe von einmalig 1.500 Euro in diesem Jahr. Die Beschäftigten müssten sie zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn bekommen. Die steuerfreien Leistungen seien im Lohnkonto aufzuzeichnen.

14:27 Uhr | RKI: Abstand im Nahverkehr einhalten

Das Robert-Koch-Institut hat angemahnt, das Abstandsgebot auch im öffentlichen Nahverkehr umzusetzen. RKI-Chef Lothar Wieler sagte, die Menschen sollten auch in Bussen und Bahnen auf genügend Abstand achten. Notfalls sollten die Taktung erhöht oder mehr Waggons eingesetzt werden. Nach Angaben des RKI-Chefs beginnen die Bewegungseinschränkungen zu wirken. Es sei gelungen, die Reproduktionsrate bei den Infektionen auf eins zu drücken. Das heißt, dass ein Infizierter nur jeweils eine Person wieder ansteckt. Wieler sagte, er hoffe, dass die Zahl in den nächsten Tagen unter eins sinke.

14:05 Uhr | Sommersemester beginnt am 20. April

Das Sommersemester an den Hochschulen soll trotz Coronavirus-Krise in ganz Deutschland stattfinden. Wie die Hamburger Bildungsverwaltung mitteilte, haben sich darauf die Wissenschaftsministerien der Bundesländer geeinigt. Semesterbeginn werde der 20. April sein.

Der Lehr- und Forschungsbetrieb soll den Angaben zufolge soweit möglich stattfinden, damit den Studierenden kein Nachteil entstehe. Zudem würden Bewerbungs- und Zulassungsfristen für das Wintersemester angepasst. Damit solle den veränderten Abiturprüfungszeiten Rechnung getragen werden.

An einigen Universitäten hat das Semester bereits begonnen oder beginnt früher. An der privaten Handelshochschule Leipzig etwa finden seit Mitte März Vorlesungen online statt. Die Technische Universität Dresden und die Universität Leipzig wollen wie geplant am 6. April digital in die Vorlesungszeit starten. An der Bergakademie Freiberg sollen ab kommendem Montag Vorlesungen und Kurse ebenfalls online stattfinden.

13:52 Uhr | Spahn sieht Hoffnungsschimmer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie in Deutschland einen Hoffnungsschimmer. "Wir sehen einen ersten Trend, dass die Steigerungen der Neuinfektionen abflachen", sagte Spahn beim Besuch eines Logistikzentrums für medizinische Schutzausrüstung in Apfelstädt. Dies müsse sich in den nächsten Tagen bis Ostern allerdings noch bestätigen. Wichtig sei, dass die vorgeschriebenen Maßnahmen zu Ausgangsbeschränkungen eingehalten würden. Er sei dankbar dafür, dass die allermeisten Bundesbürger die Auflagen für richtig hielten. "Die Krise ist kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf."

13:40 Uhr | Autozulassungen brechen ein

Der Verkauf von Autos ist im März wegen der Corona-Krise eingebrochen. Neu zugelassen wurden knapp 215.120 Pkw, das waren 37,7 Prozent weniger als im März 2019, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mitteilte. Die Anzahl der gewerblichen Neuzulassungen ging dabei um knapp 40 Prozent zurück, private Neuzulassungen brachen um rund 34 Prozent ein.

13:23 Uhr | Deutsche kaufen mehr Süßigkeiten

Die Corona-Krise hat die Verkaufszahlen der deutschen Süßwarenbranche in die Höhe getrieben. "Die Verkäufe von Süßwaren verzeichneten in den vergangenen vier Wochen sogar ein außergewöhnliches zweistelliges Plus", teilte der Internationale Süßwarenhandelsverband mit. Das liege nicht an den bevorstehenden Ostertagen. "Das Thema Ostern scheint bisher im Kopf der Verbraucher noch keine große Rolle zu spielen", sagte der Verbandschef Hans Strohmaier. "So läuft der Abverkauf der süßen Ostersortimente schleppend."

13:15 Uhr | Leopoldina spricht sich für Masken aus

Die Nationale Akademie der Wissenschaften in Deutschland hat sich für den möglichst flächendeckenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz ausgesprochen. "Mund-Nasen-Schutz reduziert die Übertragung von Viren, vor allem durch eine Reduktion der Tröpfcheninfektion", heißt in der zweiten Ad-Hoc-Stellungnahme der Leopoldina zur Corona-Krise.

Wegen der Knappheit echter Schutzmasken solle dieser Schutz vorerst durch improvisierte, selbstgemachte Masken oder durch Schals oder Tücher angestrebt werden. "Da sich eine große Zahl unerkannt Erkrankter ohne Symptome im öffentlichen Raum bewegt, schützt ein Mund-Nasen-Schutz andere Menschen, verringert damit die Ausbreitung der Infektion und senkt somit mittelbar das Risiko, sich selbst anzustecken", heißt es in der interdisziplinären wissenschaftlichen Stellungnahme. Zudem dienten solche Schutzmittel "eingeschränkt auch unmittelbar dem Eigenschutz".

Zuvor hatte sich bereits RKI-Präsident Lothar Wieler zum Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken geäußert. Wieler betonte, dass medizinische Masken, vor allem die FFP2- und FFP3-Masken, weiter dem medizinischen Personal vorbehalten sein müssten. Stoffmasken für den privaten Gebrauch könnten aber auch helfen, andere zu schützen. Viele Menschen, die das Virus unwissentlich in sich tragen würden, könnten es dennoch übertragen. Das einzudämmen könnte eine Stoffmaske leisten. Vor einer Ansteckung schütze sie aber nicht.

12:25 Uhr | Spanien: Erneut mehr als 900 Tote an einem Tag

Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 932 neue Todesfälle in Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion registriert worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.935, wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte. Es war der zweite Tag in Folge mit mehr als 900 und bereits der siebte in Serie mit mehr als 800 Toten in Spanien. Die Zahl nachgewiesener Neuinfektionen stieg um knapp 7.500 auf fast 118.000.

Gleichzeitig wurden den amtlichen Angaben zufolge fast 4.000 Patienten, die wegen einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 an Covid-19 erkrankt waren, innerhalb eines Tages als geheilt entlassen. Von den bisher mehr als 56.000 Infizierten, die in Spanien in Krankenhäusern behandelt werden mussten, sind damit bereits mehr als 30.000 Menschen wieder gesund.

12:09 Uhr | Sachsen vereinbart Nachtragshaushalt

In Sachsen hat sich die Landesregierung wegen der Corona-Krise auf einen Nachtragshaushalt und ein Sondervermögen verständigt. Finanzminister Hartmut Vorjohann sagte, die Vorhaben würden nun in den Landtag eingebracht. Bis 2022 werde mit einem zusätzlichen Finanzierungbedarf von sechs bis sieben Milliarden Euro gerechnet. Dafür sei bis spätestens 2022 eine Neuverschuldung von bis zu sechs Milliarden Euro erforderlich.

12:02 Uhr | Merkel beendet Homeoffice

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist seit diesem Freitag wieder im Kanzleramt tätig. Das sagt ihr Regierungssprecher Steffen Seibert. Ihre 14-tägige häusliche Quarantäne wegen eines Corona-Verdachts sei damit beendet.

11:42 Uhr | Forschergruppe plädiert für Lockerung der Beschränkungen

Eine Forschergruppe aus Wirtschaftswissenschaftlern und Ärzten hat sich für eine schrittweise Lockerung der Beschränkungen in der Corona-Krise ausgesprochen. Die Strategie, an der unter anderen der Präsident des Münchner Ifo-Instituts, Clemens Fuest, und Martin Lohse, Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, mitgearbeitet haben, sieht vor, derzeitige Einschränkungen "differenziert und unter kontinuierlicher Abwägung der Risiken nach und nach zu lockern".

Priorität hätten Beschränkungen, die hohe wirtschaftliche Kosten verursachen oder zu starken sozialen und gesundheitlichen Belastungen führten. Regionen mit niedrigen Infektionsraten und freien Kapazitäten im Gesundheitssystem könnten beim allmählichen Neubeginn vorangehen, so der Vorschlag der 14 Experten aus deutschen Universitäten und Forschungsinstituten.

11:25 | RKI: Mehr Menschen an Covid-19 gestorben als nachgewiesen

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, geht davon aus, dass in Deutschland mehr Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sind, als die Statistik ausweist. Das liege dran, dass so schnell nicht alle Menschen getestet werden können. Bei einer späteren Obduktion ist das Virus aber nicht mehr unbedingt nachweisbar. Wieler glaubt, dass die Sterberate in Deutschland weiter ansteigen wird. Bisher liege sie bei 1,2 Prozent.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in Deutschland zeigen nach Einschätzung von Wieler allerdings messbar Wirkung. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen in Deutschland im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an. Ein Grund zur Entwarnung sei das aber noch nicht.

11:08 Uhr | Weniger Staus seit Corona-Ausbruch

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen haben sich in Sachsen-Anhalt auch deutlich auf den Verkehr ausgewirkt. So gab es nach Angaben des ADAC vom Freitag in der letzten Märzwoche landesweit lediglich 29 Staus, die eine Gesamtlänge von 49 Kilometern erreichten. Zum Vergleich: In der Woche vor der Kontaktsperre waren es noch 64 Staus mit 91 Kilometern Gesamtlänge.

Schon in der vergangenen Woche hatte NRW-Innenminister Herbert Reul von einer Abnahme der Verkehrstoten seit Beginn der Corona-Pandemie berichtet. Reul schränkte aber ein, dass es noch keine belastbaren Zahlen gebe. Aber es zeigten sich "Tendenzen".

10:45 Uhr | Virologin: Ohne Maßnahmen bis zu eine Millionen Tote

Ohne geschlossene Schulen und Ausgangsbeschränkungen wären nach Angaben der Münchner Virologin Ulrike Protzer eine Million Corona-Tote in Deutschland zu befürchten gewesen. "Ohne etwas zu tun, hätte das in Deutschland eine Million Menschenleben gekostet", sagte die Wissenschaftlerin von der Technischen Universität München (TUM).

Mit den nun getroffenen Maßnahmen könne man davon ausgehen, dass "man diese Zahl auf deutlichst unter 100.000, hoffentlich unter 20.000 senken" könne. Sie warnte aber auch: "Wir haben immer noch ein exponentielles Wachstum."

10:35 Uhr | Große Konzerne sollen Schutzkleidung besorgen

Angesichts der massiven Engpässe bei medizinischer Schutzkleidung will die Bundesregierung nach AFP-Informationen deutsche Großkonzerne mit deren Beschaffung beauftragen. Die Unternehmen sollen demnach in Abstimmung mit der Bundesregierung die Schutzausrüstung kaufen und dafür ihre internationalen Kontakte insbesondere nach China nutzen. Mit der Weiterverteilung innerhalb Deutschlands wird das Logistikunternehmen Fiege beauftragt, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag besucht.

Nach "Tagesschau"-Angaben hat das sogenannte Corona-Kabinett kürzlich die Einbindung der Firmen in die Beschaffung des Materials beschlossen. Dabei geht es zum Beispiel um BASF, VW, Lufthansa und Otto. Mit ihnen habe das Bundesgesundheitsministerium bereits Rahmenverträge abgeschlossen.

10:30 Uhr | Auch Bestattern fehlt Schutzkleidung

Neben Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen beklagen auch Bestattungsunternehmen in der Corona-Krise einen massiven Mangel an Schutzmaterial. "Mittlerweile fehlt aufgrund der weltweiten Nachfrage teilweise schon das Material für die Versorgung unserer regulären Sterbefälle", sagte der Vorsitzende des Bestatterverbandes Bayern, Ralf Michal. Jedes Jahr sterben in Deutschland rund 925.000 Menschen.

"Für den Fall, dass es zu einem Anstieg der Sterbefälle aufgrund des Coronavirus käme, ist es bereits jetzt absehbar, dass dann nicht ausreichend Materialien zur Verfügung stehen", sagte Michal. Die Bestattungsunternehmen würden die hohen Preise für Atemschutzmasken, Handschuhe, Einwegschürzen und Desinfektionsmittel zahlen. Doch es sei teilweise gar keine Schutzkleidung mehr verfügbar.

09:55 Uhr | Google veröffentlicht Bewegungsdaten

Google will im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie Standortdaten seiner Nutzer veröffentlichen. Eine Auswertung der Daten aus 131 Ländern werde von Freitag an auf einer speziellen Website verfügbar sein, teilte der US-Konzern mit. Dies solle es Regierungen weltweit ermöglichen, die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Vermeidung sozialer Kontakte zu überprüfen.

Dazu werden laut Google "aggregierte und anonymisierte" Daten von Nutzern verwendet, die der Speicherung ihrer Standortinformationen zugestimmt haben. Die Statistiken zeigten, ob das Besuchsaufkommen in Parks, Geschäften, Häusern oder Arbeitsplätzen zu- oder abnehme. Dabei werde die prozentuale Veränderung angezeigt, nicht aber die Gesamtzahl der Besuche.

Die Telekom stellt in Deutschland schon seit Längerem anonymisierte Mobilfunkdaten zur Verfügung, auf deren Basis Bewegungsprofile erstellt werden können.

09:48 Uhr | Verschiebung der polnischen Präsidentenwahl im Gespräch

In Polen wird über einen Verschiebung der für den zehnten Mai geplanten Präsidentenwahl diskutiert. Die Gefahr einer Verbreitung des Virus bei der Wahl sei zu groß, erklärt der Chef der Partei Porozumienie, Jaroslaw Gowin, in einem Zeitungsinterview.

Der Vorsitzende der in dem Regierungsbündnis führenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, hält dagegen bisher an dem Termin fest, wie er im Rundfunk sagt. Noch am Freitag solle das polnische Unterhaus entscheiden, dass die Abstimmung per Briefwahl durchgeführt werden solle.

09:16 Uhr | Noch gut zehntausend freie Beatmungsplätze

Deutschland hat aus Sicht des Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, noch ausreichend Kapazitäten bei der Behandlung schwer erkrankter Covid-19-Patienten.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir die nächsten zehn, 14 Tage schaffen werden, dass es gelingen wird, jedem Patienten, der einen Beatmungsplatz braucht, einen solchen zu ermöglichen", sagte Gaß in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart". Derzeit würden in Deutschland 2.500 Patienten mit der Lungenerkrankung Covid-19 an Beatmungsgeräten behandelt. Es seien ab er auch noch gut zehntausend Beatmungsplätze frei, sagte Gaß.

09:02 Uhr | Viele Anrufe bei "Nummer gegen Kummer"

Das Hilfetelefon "Nummer gegen Kummer" verzeichnet nach Angaben von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey einen Anstieg der Anrufe um mehr als 20 Prozent. Viele Familien seien durch die Corona-Krise besonders belastet und suchen verstärkt Beratung, sagte Giffey "Zeit Online". Es riefen sowohl mehr Kinder als auch mehr Eltern an.

08:35 Uhr | Auch Novartis testet Medikament gegen Corona

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis testet den Einsatz eines eigentlich für eine andere Krankheit entwickelten Medikaments gegen eine Corona-Infektion. Zusammen mit der amerikanischen Firma Incyte plane Novartis eine Phase III-Studie mit Jakavi.

Jakavi wird eigentlich gegen eine Knochenmarkserkrankung eingesetzt, es gebe aber Hinweise, dass es auch gegen lebensbedrohliche Überreaktionen des Immunsystems bei Covid-19-Patienten wirksam sei, teilte das Basler Unternehmen mit. Die Arznei könnte zu einer schnelleren Genesung führen und einigen Patienten eine künstliche Beatmung auf der Intensivstation ersparen.

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08:15 Uhr | Reifenwechsel in Kfz-Werkstatt ist erlaubt

Der Besuch einer Auto-Werkstatt, etwa zum Reifenwechsel, ist trotz der Corona-Krise erlaubt. Darauf hat der Kfz-Verband hingewiesen. Vizepräsident Thomas Peckruhn sagte MDR AKTUELL, man sehe eine starke Verunsicherung der Kundschaft. Viele hätten Angst, dass sie ein Bußgeld zahlen müssten, wenn sie eine Werkstatt aufsuchten und kontrolliert würden. In der sächsischen Verordnung zu Corona stehe aber explizit drin, dass der Weg zu einer Werkstatt ein triftiger Grund sei. Die zuständigen Ministerien in Magdeburg und Erfurt bestätigten gegenüber MDR AKTUELL, dass das auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen so gilt.

08:06 Uhr | Regulärer Schulunterricht in Thüringen frühestens Ende April

An den Thüringer Schulen würde der reguläre Unterricht selbst bei einem Ende der Corona-Beschränkungen nicht sofort nach den Osterferien beginnen.

Bildungsminister Helmut Holter (Die Linke) sagte der "Thüringischen Landeszeitung", Bund und Länder würden erst kurz vor Ende der Thüringer Osterferien (6. April bis 18. April) entscheiden. Falls es bei dem Krisengipfel am 16. April "grünes Licht" gebe, brauche man noch mindestens eine Woche, bis der reguläre Schulbetrieb wieder beginnen könne.

07:55 Uhr | Heil will Gesundheitssystem besser finanzieren

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verlangt nach der Bewältigung der Corona-Krise eine Überprüfung des deutschen Gesundheitssystems mit seiner marktwirtschaftlichen Ausrichtung. "Wir müssen einfach darauf reagieren, dass Gesundheit kein rein marktwirtschaftliches Gut sein kann", sagte Heil der "Rheinischen Post".

"Einige Krankenhäuser sind kaputtgespart worden", so der Minister. Es müsse darüber gesprochen werden, "ob wir nicht dauerhaft mehr für Gesundheit und Pflege ausgeben müssen". Die Gesellschaft müsse auch begreifen, dass Pfleger und auch Verkäuferinnen - die "jetzigen Helden des Alltags" - bessere Bezahlung brauchten.

07:35 Uhr | RKI meldet mehr als 1.000 Tote und mehr als 6.000 Neu-Infektionen

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland bleibt hoch. Für den gestrigen Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 6.174 Neu-Infizierte. Insgesamt kommt das RKI damit bundesweit auf 79.696 mit Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der Toten habe sich gegenüber dem Vortag um 145 auf 1.017 erhöht.

Die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität zählt für Deutschland Stand 7:30 Uhr 84.794 Fälle, das sind erstmals mehr als in China, wo das das Virus erstmals aufgetreten ist.

Die Kolleginnen und Kollegen in den Landesfunkhäusern des MDR berichten in eigenen Tickern über regionale Entwicklungen:

07:10 Uhr | Labore arbeiten rund um die Uhr

Um möglichst viele Menschen auf das neue Coronavirus zu testen, arbeiten Labore in Deutschland rund um die Uhr. An sieben Tagen der Woche werden 24 Stunden am Tag Proben auf Sars-CoV-2 hin überprüft, heißt es etwa aus Laboren in Köln und im sächsischen Plauen. Nach Angaben der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) werden bundesweit in 97 Laboren etwa 300.000 Tests pro Woche durchgeführt. Das Robert Koch-Institut spricht sogar von 350.000 Tests und nennt die Zahl von 150 Laboren.

Ein Engpass an Arbeitsmaterialien bereitet den Laboren jedoch Schwierigkeiten. "Die Materialbeschaffung ist ein großes Problem", sagte Thomas Postina, Sprecher des Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL). Unter anderem würden die benötigten Chemikalien für die Tests sowie die Entnahmesets langsam knapp.

06:55 Uhr | Polizei fordert einheitliche Corona-Regelungen

Die Gewerkschaft der Polizei kritisiert die Kommunikation der Politik in der Corona-Krise. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek sagte MDR AKTUELL, die Landesregierungen müssten mehr erklären, warum sie welche Maßnahme wählten. Die Menschen fragten sich, warum ihnen etwas untersagt werde, was anderenorts noch erlaubt sei. Diese Unterschiede müssen bis ins Detail erklärbar sein. Es sei nicht Sache von Beamten, solche Defizite auszugleichen. Die Erfahrung der Polizei sei aber, dass die Corona-Schutzmaßnahmen überall vorwiegend positiv angenommen würden.

06:42 Uhr | Verfassungsrechtler warnen vor Eingriffen in Bürgerrechte

Verfassungsrechtler haben Bund und Länder vor unverhältnismäßigen Eingriffen in die Bürgerrechte gewarnt. Der Berliner Rechtsexperte Hartmut Aden sagte MDR AKTUELL, die Bundesländer hätten Regelungen auf Basis des Infektionsschutzgesetzes erlassen, die sehr weitreichende Eingriffe zuließen. Man müsste eigentlich täglich neu prüfen, ob sie für das Gesundheitsziel unbedingt erforderlich seien.

Zwei Bundesländer hätten vorgeschrieben, dass man immer einen Ausweis dabei haben müsse. Das sei vom Infektionsschutzgesetz gar nicht gedeckt.

5:54 Uhr | Schwere Folgen für die mitteldeutsche Industrie

Die ostdeutschen Maschinenbauer rechnen aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus mit schweren Einbußen. Eine Zwischenauswertung einer Umfrage des Verbandes Maschinen- und Anlagenbau Ostdeutschland ergab, dass 69 Prozent der befragten Unternehmen ein schlechtes und 23 Prozent sogar ein sehr schlechtes Geschäftsjahr erwarten. Viele der Betriebe wünschten sich mehr staatliche Unterstützung, so der Verband.

05:01 Uhr | Pläne für alternative Berechnung des Elterngeldes

Werdende oder frischgebackene Eltern sollen wegen der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus keine finanziellen Einbußen beim Elterngeld hinnehmen müssen. Wie Bundesfamilienministerin Giffey der Deutschen Presseagentur sagte, sei sie mit den Ländern und Bundestagsfraktionen über eine Änderung des Berechnungsmodus im Gespräch.

Normalerweise bietet das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes die Grundlage zur Berechnung des Elterngeldes. Bei Müttern und Vätern, die das Elterngeld aber jetzt oder demnächst beantragen und wegen der Krise Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, sollen entsprechende Monate nicht mit in die Berechnung einfließen. Mütter und Väter in sogenannten systemrelevanten Berufen sollen ihre Elterngeldmonate zudem verschieben können, wenn sie diese aufgrund der aktuellen Lage nicht nehmen können.

03:59 Uhr | USA: Mehr als 1.100 Tote binnen eines Tages

Die USA haben binnen eines Tages 1.169 Todesfälle zu verzeichnen, die in Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen gebracht werden. Das geht aus den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Damit verzeichnet das Land einen neuen weltweiten Höchstwert von Todesopfern innerhalb von 24 Stunden. Insgesamt kamen in den USA bislang 5.926 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus ums Leben. Die US-Regierung rechnet im Verlauf der Pandemie mit bis zu 240.000 Todesopfern.

02:37 Uhr | UN-Vollversammlung fordert globale Solidarität

Die UN-Vollversammlung hat im Kampf gegen das Coronavirus globale Solidarität gefordert. Die Mitgliedsstaaten verabschiedeten ohne Gegenstimmen eine Resolution, in der für "internationale Kooperation" und "Multilateralismus" plädiert wird. Ein von Russland eingebrachter Resolutionstext scheiterte. Darin hatte es geheißen, internationale Sanktionen seien hinderlich im Kampf gegen die Krise. Russland ist derzeit selbst internationalen Strafen unterworfen. Im Gegensatz zu Resolutionen des UN-Sicherheitsrates haben die Resolutionen der Vollversammlung keinen völkerrechtlich verbindlichen Charakter.

02:02 Uhr | Lehrerverband: Längerer Ausnahmezustand an Schulen

Stühle stehen in einem Klassenzimmer in einer Grundschule auf den Tischen.
Wegen der Ausbreitung des Coronavirus bleiben Schulen vorerst geschlossen. Bildrechte: dpa

Der deutsche Lehrerverband rechnet für die Schulen in Deutschland mit einem länger andauernden Ausnahmezustand. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die Schulen würden "auf absehbare Zeit nicht mehr so sein wie vor Corona".

Sollten die Schulen nach Ostern wieder öffnen können, könnten Meidinger zufolge zunächst die Abschlussklassen zurückkehren. Die anderen Klassenstufen könnten dann nach und nach folgen. "Schulkonzerte, Ausflüge, Klassenfahrten - das alles wird es erstmal nicht mehr geben", sagte Meidinger weiter.

01:34 Uhr | Bundesgesundheitsminister Spahn hofft auf Malaria-Medikament

Jens Spahn
Bildrechte: dpa

Zur Bekämpfung schwerer Coronavirus-Erkrankungen hofft Bundesgesundheitsminister Spahn offenbar auf das Malaria-Medikament Resochin vom Pharmakonzern Bayer. Der CDU-Politiker sagte der "Bild"-Zeitung, es gebe erste Hinweise, dass "bestimmte Medikamente zu helfen scheinen". Allerdings seien weitergehende Studien nötig, da jedes Pharmazeutikum Nebenwirkungen habe. Er rechne damit, dass deutlich früher ein wirksames Medikament gegen Covid-19 auf den Markt komme als ein Impfstoff.

01:11 Uhr | New York: Feldlazarette für Covid-19-Patienten

Die vom US-Militär errichteten Feldlazarette in New York sollen entgegen der ursprünglichen Planung nun doch für Patienten zur Verfügung stehen, die an der Lungenkrankheit Covid-19 leiden. Die Regierung gehe damit einer Bitte des besonders vom Coronavirus betroffenen Bundestaates nach, erklärte US-Präsident Donald Trump. Demnach sollen die Feldlazarette in einem Messezentrum mindestens 2.500 Patienten aufnehmen können und komplett vom medizinischen Personal der Streitkräfte betrieben werden.

Zudem erwägt die US-Regierung, die Kosten für die Behandlung unversicherter Amerikaner bei einer Covid-19-Erkrankung über Direktzahlungen an die Krankenhäuser zu begleichen. In den USA sind nach Schätzungen rund 28 Millionen Menschen nicht versichert. Mehr als 240.000 Menschen sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bislang mit dem Coronavirus infiziert.

00:25 Uhr | UEFA rät von Saison-Abbrüchen ab

Ein Logo der UEFA
Die UEFA arbeitet an einer Lösung für das Saisonende. Bildrechte: dpa

Der europäische Fußballverband UEFA hat den Mitgliedsverbänden davon abgeraten, die nationalen Fußballligen zum jetzigen Zeitpunkt abzubrechen. In einem Brief heißt es, eine solche Entscheidung sei verfrüht und nicht gerechtfertigt. Man sei "zuversichtlich, dass Fußball in den kommenden Monaten zu den Bedingungen der Behörden wieder starten kann".

Die UEFA arbeitet derzeit daran, mit den europäischen Ligen eine Lösung für das Saisonende zu finden. Europa League und Champions League sollen möglicherweise im Juli oder August beendet werden. In Deutschland ruht der Profifußball zunächst bis Ende April. In Belgien hatte der Fußballverband am Donnerstagabend entschieden, die Saison abzubrechen. Der FC Brügge soll demnach zum belgischen Meister erklärt werden.

00:08 Uhr | Mark Rutte: Keine Oster-Reisen in die Niederlande

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat an Deutsche und Belgier appelliert, über die Osterfeiertage nicht in sein Land zu reisen. Rutte sagte nach einer Krisensitzung seiner Regierung: "Kom niet naar Nederland, Bleibt zu Hause, restez à la maison!" Auch die Niederländer rief der Regierungschef angesichts der Corona-Pandemie auf, keine Reisen zu unternehmen. Zuvor hatte bereits Bundeskanzlerin Merkel daran appelliert, auf Oster-Reisen zu verzichten. Die Pandemie kenne keine Feiertage.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 03. April 2020 | 19:30 Uhr