Coronavirus 21. August: Nur selten Befreiung von Maskenpflicht möglich

Nur wenige Erkrankungen rechtfertigen nach Ansicht der Bundesärztekammer eine Befreiung von der Maskenpflicht. Offenbach führt wieder Kontaktbeschränkungen ein. Der traditionsreiche Dresden-Marathon ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Die vielen Corona-Tests in Deutschland führen zu Kapazitätsproblemen in den Laboren. Alle Entwicklungen im Ticker.

Das Präventionsteam der Deutschen Bahn kontrolliert in einem Regionalzug zwischen Leipzig und Halle das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen bei den Fahrgästen.
Nur wenige Menschen können sich wegen einer Erkrankung eine Befreiung von der Maskenpflicht ärztlich attestieren lassen. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag, 21. August 2020 endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:30 Uhr | Bahn setzt Präventionsteams bei Masken-Kontrollen ein

Die Bahn will die Einhaltung der Maskenpflicht in ihren Zügen verstärkt kontrollieren. Weil aber Maskenverweigerer immer wieder das Zugpersonal angreifen, setzt sie dabei auf eine altbewährtes Mittel der Konfliktbewältigung: Präventionsteams. Mehr dazu im Video:

21:06 Uhr | Gedenk-Demo in Hanau wegen Corona abgesagt

Die Stadt Hanau hat wegen einer stark gestiegenen Zahl an Corona-Infektionen eine für Sonnabend geplante Demonstration zum Gedenken an die Opfer des rassistischen Anschlags abgesagt.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky sagte, der Main-Kinzig-Kreis habe am Freitagabend mitgeteilt, dass die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auf 49 hochgeschnellt sei. Damit sei die Schwelle für konsequente Beschränkungen erreicht. Kaminsky versprach, sobald die Infektionsfälle wieder deutlich zurückgegangen seien, werde die Trauerbekundung nachgeholt.

Claus Kaminsky
Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky Bildrechte: dpa

Vor einem halben Jahr hatte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen, bevor er vermutlich seine Mutter und sich selbst tötete. Zum Gedenken an die Opfer des Anschlags waren am Sonnabend 3.000 bis 5.000 Menschen erwartet worden.

20:20 Uhr | Reisewarnung für Brüssel

Das Auswärtige Amt hat seine bestehende Reisewarnung für Teile von Belgien auf die Hauptstadt Brüssel ausgeweitet. Bislang wurde vor Reisen in die Region Antwerpen gewarnt. Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes wird zur Begründung auf die erneut steigenden Corona-Infektionszahlen verwiesen. In Brüssel und der Provinz Antwerpen sei die Zahl der Neuinfektionen über die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gestiegen. Aufgrund der Reisewarnung sind Rückkehrer aus diesen Regionen zu einem Corona-Test verpflichtet. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses müssen sie in Quarantäne.

20:05 Uhr | Ischgl schränkt Après-Ski-Partys im Winter ein

Im österreichischen Wintersportort Ischgl soll es in diesem Winter keine wilden Après-Ski-Partys geben. Das kündigte der Tourismusverband Paznaun-Ischgl an. Welche Vorgaben es für den Après-Ski geben soll, darüber werde noch beraten.

Ortsschild steht am Ausgang der Ortschaft Ischgl
Bildrechte: dpa

Der Tourismusverband kündigte zudem weitere Schutzmaßnahmen für die kommende Wintersaison an. So soll es in Seilbahnen eine Maskenpflicht geben. Für Gäste und Mitarbeiter der Tourismusbetriebe soll es Testmöglichkeiten geben. Über ein sogenanntes Abwasser-Monitoring sollen neue Corona-Fälle aufgespürt werden.

Der Tiroler Skiort Ischgl war im März ein Hotspot für Corona-Infektionen in ganz Europa gewesen. Tausende Urlauber hatten sich in Ischgl mit dem Coronavirus angesteckt, auch viele Touristen aus Deutschland.

18:50 Uhr | Isländische Regierung muss zum Corona-Test

Nahezu die gesamte isländische Regierung muss sich auf Corona testen lassen. Grund ist ein Abendessen, zu dem sich neun der elf Regierungsmitglieder um Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir in einem Hotel getroffen hatten. Dort wurden inzwischen mehrere Corona-Fälle bestätigt. Jakobsdóttir und ihre Minister sollen nun zweimal auf Corona getestet werden. Bis zum zweiten Test am Montag sollen sie Kontakte vermeiden und zu Hause bleiben.

Seit einigen Wochen steigen die Infektionszahlen auf Island wieder an. Jeder Reisende muss sich daher bei der Ankunft auf der Nordatlantik-Insel sowie innerhalb von sechs Tagen ein zweites Mal auf Corona testen lassen. In der Zwischenzeit muss er sich in Quarantäne begeben. Wer dieses Prozedere nicht mitmachen will, der muss für 14 Tage in Quarantäne.

18:00 Uhr | Tour-Ausschluss bei zwei positiven Corona-Tests

Gibt es bei einem Team zwei oder mehr Coronafälle binnen sieben Tagen wird es bei der Tour de France aus dem Rennen genommen. Das geht aus dem medizinischen Regelwerk hervor, dass der Veranstalter ASA den 22 teilnehmenden Mannschaften übermittelt hat. Im Extremfall muss der Gesamtführende nach der vorletzten Etappe mitsamt seinem Team die Tour verlassen, wenn ein Masseur und ein Mechaniker positiv getestet werden würden. Die diesjährige Tour de France startet am 29. August und endet am 20. September. Die Teams sollen während der Tour unter strengen Sicherheitsvorkehrungen abgeschirmt werden. Frankreich meldete am Donnerstag mit 4.700 Neuinfektionen den höchsten Wert seit Mitte April.

17:45 Uhr | Corona-Test reicht für Reise-Rückkehrer in Sachsen

Ein Rettungsassistent der Berufsfeuerwehr Halle wartet in einer Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer am Flughafen Leipzig-Halle.
Corona-Teststation am Flughafen Leipzig-Halle Bildrechte: dpa

In Sachsen benötigen Reiserückkehrer aus Risikogebieten nur einen negativen Corona-Test, um nicht in Quarantäne zu müssen. Das hat das Verwaltungsgericht Leipzig festgestellt. Das Gericht verwies dabei auf die sächsische Quarantäne-Verordnung. Die Richter entschieden, dass ein zusätzliches Gesundheitszeugnis vom Hausarzt über Symptomfreiheit nicht erforderlich ist. Die Stadt Leipzig hatte ein solches Attest von einem Mallorca-Touristen gefordert, obwohl er bereits einen negativen Corona-Test an das Gesundheitsamt geschickt hatte. Dem Gericht zufolge entspricht das aber nicht der Sächsischen Corona-Quarantäne-Verordnung.

17:12 Uhr | 1,4 Millionen Lufthansa-Kunden warten auf Erstattung

Rund 1,4 Millionen Lufthansa-Kunden warten noch immer auf die Rückerstattung für Flüge, die in der Corona-Krise storniert worden sind. Wie das teilverstaatlichte Unternehmen mitteilte, sind aus der ersten Jahreshälfte noch rund acht Prozent der Fälle nicht erledigt. Sie sollen bis Ende August abgearbeitet sein. Die Masse der offenen Verfahren beziehe sich auf jüngere Stornierungen. Bislang seien in diesem Jahr 2,3 Milliarden Euro an 5,4 Millionen Kunden ausgezahlt worden.

Eine Abflugtafel zeigt einige annullierte Flüge
Stornieren Fluggesellschaften Flüge müssen sie innerhalb von sieben Tagen den Ticketpreis erstatten. Bildrechte: imago/Sven Simon

Nach EU-Recht sind Fluggesellschaften bei von ihnen veranlassten Stornierungen zur Rückzahlung des Ticketpreises innerhalb von sieben Tagen verpflichtet. Als im März der Luftverkehr zusammenbrach hatte die Lufthansa automatische Erstattungsprozesse abgestellt. Sie bestand auf Einzelfallprüfung. Wie andere Gesellschaften auch versuchte sie zudem, die Kunden mit Gutscheinen zu befriedigen. Das Vorgehen löste scharfe Kritik und Anzeigen bei den Luftaufsichtsbehörden aus.

16:40 Uhr | Bundeshilfen für Verlage und kleine Buchhandlungen

Der Bund unterstützt Verlage und Buchhandlungen mit 20 Millionen Euro. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilte, können Verlage Druck- und Produktionskostenzuschüsse für Neuerscheinungen in Höhe von bis zu 10.000 Euro beantragen. Kleine Buchhandlungen können Fördermittel von bis zu 7.500 Euro erhalten, um ihre Vertriebswege zu digitalisieren. Anträge für die beide Programme könnten ab 1. September beim Börsenverein gestellt werden. Die Fördergelder stammen aus dem Konjunkturprogramm "Neustart Kultur".

16:31 Uhr | Offenbach schränkt Kontakte wieder ein

Offenbach führt wieder striktere Kontaktbeschränkungen ein. Wie die hessische Stadt mitteilte, ist ab Sonnabend der Aufenthalt im Freien nur noch mit maximal fünf Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes möglich. Restaurants und Bars müssen dann um Mitternacht schließen. Bei privaten Feiern und anderen Veranstaltungen in geschlossen Räumen dürfen nur noch 50 Menschen zusammenkommen. Die Kontaktbeschränkungen gelten zunächst für zwei Wochen. Grund für die Einschränkungen ist ein deutlicher Anstieg der Corona-Infektionen. Innerhalb von sieben Tagen stieg die Zahl der Neuinfektionen über den kritischen Wert von 50 pro 100.000 Einwohner.

16:13 Uhr | Maskenverweigerer schlägt Zugbegleiterin in Leipzig

In einer Leipziger S-Bahn hat ein Mann einer Zugbegleiterin mit der Faust ins Gesicht geschlagen, weil sie ihn mehrfach zum Tragen einer Maske aufgefordert hatte. Nach Angaben der Bundespolizei stieg der Mann nach der Tat aus. Nun sollen Videoaufnahmen aus der S-Bahn ausgewertet werden.

16:05 Uhr | HSB-Tickets für Fahrten auf den Brocken beschränkt

Ein Zug der Harzer Schmalspurbahn fährt auf der Bahnstrecke von Wernigerode zum Brocken.
Für Fahrten zum Brocken gibt es ab Montag eingeschränkt Tickets. Bildrechte: dpa

Die Harzer Schmalspurbahnen schränken den Ticketverkauf für alle Fahrten zum Brocken ein. Wie das Unternehmen mitteilte, gibt es ab Montag nur noch so viele Fahrkarten wie Sitz- und Stehplätze vorhanden sind. Das diene dem Infektionsschutz. Die Tickets könnten nur noch für den Reisetag selbst und für eine festgelegte Fahrt gekauft werden. Online-Verkäufe seien vorerst nicht mehr möglich.

15:58 Uhr | Weitere Hilfe für kleine Kinos in Sachsen

Sachsen will kleine Kinos mit einem weiteren Förderprogramm unterstützen. Wie die Staatskanzlei in Dresden mitteilte, sollen davon Kinos mit weniger als 275 Vorstellungen im Jahr profitieren. Dadurch könne etwa ein Kino mit nur einer Leinwand, das nur am Wochenende öffne, bis zu 50.000 Euro erhalten. Anträge könnten ab sofort bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden. In den Förderprogrammen von Bund und Freistaat fanden kleinere Lichtspielhäuser bisher keine Berücksichtigung.

15:37 Uhr | Millionen-Hilfe für Clubbetreiber

Menschen stehen dichtgeträngt auf der Tanzfläche
Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel

Der Bund will den Betreibern von Musikclubs und Livemusik-Spielstätten in der Corona-Krise mit rund 27 Millionen Euro helfen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte, Ziel sei, die Clublandschaft in ihrer Vielfalt zu erhalten. Eine einzelne Spielstätte könne Fördermittel von bis zu 150.000 Euro erhalten. Das Geld sei Teil des mit einer Milliarde Euro ausgestatteten Corona-Konjunkturprogramms "Neustart Kultur". Rund ein Viertel des Programms sei für coronabedingte Umbauten wie Schutzvorrichtungen oder Belüftungssysteme vorgesehen.

15:05 Uhr | Ärztekammer: Nur selten Befreiung von Maskenpflicht möglich

Nach Einschätzung der Bundesärztekammer gibt es nur sehr wenige Erkrankungen, die eine Befreiung von der Maskenpflicht rechtfertigen. Vizepräsidentin Ellen Lundershausen sagte MDR AKTUELL, es gebe nur wenige Fälle, in denen man ein entsprechendes Attest bekommen könne. Betroffen seien vor allem Menschen mit Erkrankung des oberen Atemtraktes und der Lunge. Die Einschränkungen seien auch von Witterungsverhältnissen und Jahreszeiten abhängig. Lundershausen sagte weiter, die Bundesärztekammer könne auch gegen Ärzte vorgehen, die Blanko-Atteste zum Selbstausdrucken anböten. In der Berufsordnung sei geregelt, dass man so etwas nur sorgfältig und nach besten medizinischen Kenntnissen ausstellen dürfe. Die Bundespolizei hatte berichtet, dass immer wieder Menschen bei Kontrollen Online-Atteste vorlegten, die sie angeblich von der Maskenpflicht befreiten.

13:43 Uhr | Labore mit vielen Corona-Tests überlastet

Die vielen Corona-Tests in Deutschland führen zu Kapazitätsproblemen. Das geht aus einem Bulletin des Robert-Koch-Instituts hervor. Danach hatten die Labore vergangene Woche einen Rückstau von mehr als 17.000 Proben angegeben. Zudem wurden Lieferschwierigekeiten für Reagenzgläser gemeldet. Die Probleme könnten zu Verzögerungen bei der Abklärung möglicher Infektionen führen. Für Rückkehrer aus Risikogebieten ist ein Corona-Test verpflichtend. In der vergangenen Woche wurden laut RKI mehr als 875.000 Proben genommen. Ende April waren es nicht einmal halb so viele.

12:55 | Coronavirus: Ansteckung, Genesung, Sterberate

In Deutschland haben sich überwiegend Menschen der Altersgruppe 30 bis 59 Jahre mit dem Coronavirus infiziert, bei der Gruppe über 60 waren es deutlich weniger. Die Todesrate bei Letzteren ist aber deutlich höher.

12:38 Uhr | Weniger Verkehrstote wegen Corona

Durch die Corona-Pandemie ist der Straßenverkehr in den ersten Monaten dieses Jahres deutlich zurückgegangen und das macht sich auch in der Zahl der Verkehrstoten bemerkbar: Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, kamen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 1.281 Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Das seien 195 bzw. 13,2 Prozent weniger gewesen als im ersten Halbjahr 2019. Die Zahl der Verletzten ging demnach um 18,7 Prozent auf gut 148.000 zurück. Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 seien von Januar bis Juni weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen oder verletzt worden, erklärte die Behörde.

10:54 Uhr | Dresden-Marathon abgesagt

Der Dresden-Marathon 2020 ist wegen der anhaltenden Corona-Pandemie abgesagt worden. Die 22. Auflage des traditionsreichen Laufes sollte am 18. Oktober stattfinden.

Telnehmer des Dresden-Marathon au fder Strecke
Der traditionsreiche Dresden-Marathon (Bild von 2019) fällt in diesem Jahr wegen Corona aus. Bildrechte: MDR/Stephan Hönigschmid

Organisationschef Peter Eckstein begründete die Entscheidung mit der Festlegung von Bund und Ländern, wonach Großveranstaltungen noch bis mindestens Ende Oktober untersagt bleiben. Eine lückenlose Rückverfolgung der Zuschauer und Passanten sei nicht zu realisieren. Auch die Einhaltung aller Abstands- und Hygienerichtlinien von Teilnehmern und Zuschauern sei nicht zu kontrollieren, sagte Eckstein.

Im vergangenen Jahr waren knapp 8.000 Läufer in Dresden an den Start gegangen. Die nächste Auflage des Dresden-Marathons ist für den 17. Oktober 2021 geplant. Zuvor war bereits die 23. Auflage des Oberelbe-Marathons von Königstein nach Dresden, der Ende April stattfinden sollte, der Corona-Krise zum Opfer gefallen.

09:24 Uhr | Ungarn kündigt Einschränkung des Grenzverkehrs an

Grenzübergang Pamhagen Fertöd zwischen Österreich und Ungarn
Grenzübergang Pamhagen-Fertöd zwischen Österreich und Ungarn: Ab 1. September soll der Grenzverkehr wieder eingeschränkt werden. Bildrechte: imago images/Viennareport

Ungarn will seinen Grenzverkehr ab dem 1. September einschränken. Wie Ministerpräsident Viktor Orban im staatlichen Rundfunk sagte, soll damit die Virus-Ausbreitung verhindert werden.

Der Regierungschef verwies in dem Zusammenhang auf steigende Infektionszahlen in den Nachbarländern. Orban erklärte zudem, seine Regierung werde einen Zwei-Jahres-Plan zur Ankurbelung der Wirtschaft auf den Weg bringen.

07:29 Uhr | Aufregung vor Schulstart in Sachsen

In gut einer Woche beginnt in Sachsen wieder die Schule. Lehrer, Schüler und Eltern fragen sich: Wie wird das neue Schuljahr in der Pandemie aussehen? Ein Aufregerthema ist unter anderem die Maskenpflicht, über die im Freistaat die Schulen selbst entscheiden können.

07:11 Uhr | Mehrheit der Deutschen für Party-Einschränkungen

Eine Mehrheit der Deutschen ist dafür, zur Eindämmung des Coronavirus die Gästezahl bei privaten Feiern stärker einzuschränken. Das geht aus dem jüngsten ARD-Deutschlandtrend hervor. 60 Prozent der Befragten sprachen sich für stärkere Einschränkungen aus, 37 Prozent dagegen. Aus der Umfrage geht auch hervor, dass die Sorge vor einer Corona-Infektion steigt. 34 Prozent gaben an, große oder sehr große Sorgen zu haben. Vor zwei Wochen waren es noch 28 Prozent.

07:04 Uhr | Landespolitiker stellen kostenlose Tests infrage

Verschiedene Landespolitiker in Deutschland haben sich dafür ausgesprochen, Rückkehrer aus Risikogebieten Corona-Tests perspektivisch selbst zahlen zu lassen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte im ZDF, für die aktuell kostenlose Verfahrensweise habe sie großes Verständnis. Bis zu den nächsten Ferien im Herbst brauche man aber eine neue Strategie. Fahre jemand ins Risikogebiet Mallorca und lasse sich bei der Rückkehr auf Kosten der Allgemeinheit testen, koche die Volksseele zu Recht. Auch Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte, mittelfristig müssten Urlauber die Kosten tragen. Nicht alles im Zusammenhang mit Corona dürfe in der Solidargemeinschaft landen.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. August 2020 | 06:00 Uhr