Coronavirus-Ticker 5. Juni: Thüringer Landtag beschließt Milliardenhilfe

Der Thüringer Landtag hat ein Milliardenpaket beschlossen. Die EU will bis 1. Juli alle Reisebeschränkungen aufheben. Tschechien hat seine Grenze zu Deutschland geöffnet. In der Regionalliga Nordost wurde die Saison endgültig beendet und Lok Leipzig zum Meister ernannt. In Mecklenburg-Vorpommern hat ein Priester offenbar mehrere Gottesdienstbesucher angesteckt. Alle Entwicklungen im Live-Ticker.

Die Abgeordneten sitzen während einer Landtagssitzung im Parksaal des Steigerwaldstadion.
Der Thüringer Landtag einigte sich in seinem Ausweichquartier auf ein Milliarden-Hilfspaket Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie ab dem Morgen in unserem Ticker vom Sonnabend.

22:22 Uhr | Zusammenfassung - Konjunkturpaket für Thüringen

Der Thüringer Landtag hat am Freitag ein Konjunkturpaket in Höhe von 1,26 Milliarden Euro geschnürt. Die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

21:38 Uhr | Erzieherin in Thüringen positiv getestet

In Bad Tennstedt im Unstrut-Hainich-Kreis ist eine Erzieherin einer Kita positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das teilte das Landratsamt in Mühlhausen am Abend mit. Die Einrichtung werde bis zunächst Dienstag geschlossen bleiben. Für die Erzieher wie Kinder und Familien wurde häusliche Quarantäne angeordnet. Noch am Freitag sollte vom gesamten Kita-Personal und der betroffenen Kindergruppe Abstriche genommen werden. Am Montag werde ein zweiter Test erfolgen, fügte das Landratsamt hinzu. Es werde aber als relativ wahrscheinlich eingeschätzt, dass die meisten Erzieherinnen negativ getestet werden.

21:09 Uhr: | Giffey - mehr Geld für Kita-Sanierung im Osten

Ostdeutsche Kommunen können nach Angaben von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey auf deutlich höhere finanzielle Hilfen bei der Modernisierung von Kitas hoffen. Die Ministerin erklärte, das sei eines der Ziele, die mit der zusätzlichen Milliarde Euro im Konjunkturpaket des Bundes angepeilt werde. Zudem sollen bundesweit 90.000 Kita-Plätze geschaffen werden, die laut Giffey aber vor allem im Westen. Giffey bekräftigte zudem, dass in den Schulen und Kitas bundesweit nach den Sommerferien wieder der reguläre Betrieb starten solle, wenn es die Infektionslage hergebe: "Wir müssen den Eltern eine Perspektive geben."

20:25 Uhr | Update: Priester steckt weitere Menschen an

Der mit dem Coronavirus infizierte katholischer Priester in Mecklenburg-Vorpommern hat mehrere weitere Menschen angesteckt. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Abend mitteilte, ist der Erreger bislang bei sechs Kontaktpersonen nachgewiesen worden. 120 Abstriche seien bisher untersucht worden. Der Priester hatte am Pfingstwochenende Gottesdienste in Demmin, Grimmen und Stralsund geleitet. Die Gesundheitsämter sind noch dabei, alle Kontaktpersonen zu ermitteln.

20:18 Uhr | Überblick - Tschechien öffnet Grenze

Tschechien hat heute überraschend seine Grenze für deutsche Touristen geöffnet. Ursprünglich war das für den 15. Juni geplant. In einem von der Prager Regierung aufgestellten Ampelsystem gehört Deutschland jedoch zu den "grünen" Ländern.

20:06 Uhr | Spanien meldet Corona-Ausbruch unter Kontrolle

Die spanischen Behörden haben das Corona-Geschehen im Land nach eigenen Angaben weitgehend unter Kontrolle. Der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simon, erklärte, die Zahl der Neuinfektionen sei niedrig, die Zahl der Patienten auf Intensivstationen sinke. Inzwischen stellten eher importierte Infektionsfälle ein Risiko dar.

Spanien gehört mit 240.000 nachgewiesenen Infektionen und 27.000 Toten zu den in Europa am schwersten betroffenen Ländern. Anfang April wurden mehr als 900 Tote pro Tag registriert. Seit Ende Mai meldet Spanien täglich niedrige einstellige Zahlen.

19:43 Uhr | NOFV ernennt Lok Leipzig zum Regionalliga-Meister

Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes hat für einen Abbruch der Regionalliga-Saison gestimmt und Lok Leipzig zum Meister ernannt. Auf einer Videokonferenz entschied sich die Verbandsspitze einstimmig, die sogenannten Quotientenregel anzuwenden. Da das zweitplatzierte Leipzig bis zur Corona-Unterbrechung ein Spiel weniger als der punktgleiche Spitzenreiter Altglienicke absolviert hatte, wurde es zum Saisonbesten erklärt. Anträge von Altglienicke und Energie Cottbus, den Meister in einem Finale oder einem Viererturnier aller Drittliga-Interessenten auszuspielen, wurden abgelehnt.

"Es tut mir leid für die Mannschaften, die hinten dran sind", sagte Lok-Trainer  Wolfgang Wolf bei "Sport im Osten", aber "es musste eine Entscheidung getroffen werden. Wir sind glücklich, dass man uns zum Meister ernannt hat." Leipzig wird gegen den Vertreter der Regionalliga West, voraussichtlich der SC Verl, in Hin- und Rückspiel den Aufsteiger in die 3. Liga ermitteln.

18:39 Uhr | Drei weitere Todesfälle in Thüringen

In Thüringen hat sich die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus Gestorbenen um drei auf 175 erhöht. Von den Gesundheitsämtern der Kreise und kreisfreien Städte wurden bis Freitagabend zudem 16 neue Infektionen gemeldet. Damit sind bisher 3.095 Thüringer positiv auf das Virus getestet worden. 2.531 von ihnen gelten als genesen. 389 Infizierte sind aktuell erkrankt.

18:23 Uhr | 43 Corona-Fälle in Paketzentrum

In einem Sortierzentrum des Paketzustellers DPD in Duisburg ist bei 43 Mitarbeitern eine Corona-Infektion festgestellt worden. Wie ein DPD-Sprecher mitteilte, waren 400 der rund 1.000 Mitarbeiter vorsorglich getestet worden. Alle Infizierten seien in häusliche Quarantäne geschickt worden. Mit weiteren Tests solle die Entwicklung am Standort Duisburg beobachtet werden.

18:06 Uhr | Erneuter Rückschlag für Hydroxychloroquin

Das Malaria-Medikament Hydroxychloroquin ist bei britischen Wissenschaftlern als Mittel gegen Covid-19 durchgefallen. Nach einer Studie an der Oxford-Universität sagte der mitwirkende Mediziner Martin Landry: "Es funktioniert nicht." Es habe die Todesrate bei Infizierten nicht senken können: "Wir können nun aufhören, ein Medikament zu benutzen, das untauglich ist." 

Das Mittel galt anfangs vor allem in den USA als hoffnungsvolles Instrument gegen das Coronavirus. Dort hat Hydroxychloroquin eine Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA. Erst vor wenigen Tagen ließ die WHO wieder klinisches Tests zu, nachdem die Fachzeitschrift "The Lancet" eine Studie zurückgezogen hatte, nach der Hydroxychloroquin nicht nur wirkungslos bei Covid-19 ist, sondern auch das Sterberisiko erhöht.

17:34 Uhr | Trump sieht Krise weitgehend überstanden

US-Präsident Donald Trump sieht die Corona-Krise in seinem Land als "weitgehend" überstanden an. Trump sagte, die USA hätten vor der Krise die "großartigste Wirtschaft der Weltgeschichte" gehabt: "Und diese Stärke hat uns erlaubt, diese furchtbare Pandemie zu überstehen."

US-Präsident Donald Trump
Ist überzeugt, ohne ihn wäre alles viel schlimmer gekommen: US-Präsident Donald Trump Bildrechte: dpa

Trump bezog sich auf eine Meldung des Arbeitsministeriums, wonach die Erwerbslosenquote im Mai von 14,7 auf 13,3 Prozent gesunken sei. Zuvor war ein Anstieg auf 20 Prozent befürchtet worden.

Trump sprach vom "größten Comeback in der amerikanischen Geschichte". Mit Blick auf die mehr als 100.000 Coronavirus-Toten in den USA sagte Trump, ohne die Arbeit seiner Regierung wären noch viel mehr Menschen ums Leben gekommen. "Wir haben jede Entscheidung richtig getroffen."

17:19 Uhr | Priester in Mecklenburg-Vorpommern nach Gottesdiensten infiziert

In Mecklenburg-Vorpommern ist ein Priester zwei Tage nach seinen Pfingstgottesdiensten mit mehr als 100 Gläubigen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. An den katholischen  Gottesdiensten am Sonntag in Demmin und Grimmen hätten jeweils 30 Menschen teilgenommen. Ein Gottesdienst am Sonnabend in Stralsund habe etwa 50 Besucher gehabt. Bei einem weiteren am Montag sei der Priester nicht mehr dabei gewesen. Neben dem Priester sei auch ein ehrenamtlicher Kirchenmitarbeiter aus Stralsund infiziert, der bei der Vorbereitung eines Gottesdienstes geholfen habe. Die Gesundheitsämter der betroffenen Landkreise ermitteln derzeit Kontaktpersonen. 130 Menschen wurden laut Landesamt für Gesundheit und Soziales bereits getestet. Die Ergebnisse sollen bis Sonnabend vorliegen.

17:01 Uhr | Kultusminister wollen schnell Regelbetrieb an Schulen

Die Kultusminister der Länder wollen eine schnelle Rückkehr zum Regelbetrieb in den Schulen. Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die rheinland-pfälzische Ressortchefin Stefanie Hubig, sagte, die Minister seien sich einig: "Unsere Schülerinnen und Schüler haben ein Recht auf Bildung." Die Corona-Krise habe noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass Schule viel mehr sei als Unterricht: "Es ist ein sozialer Raum, den Kinder und Jugendliche dringend brauchen." Die Länderminister wollen zu ihrer nächsten Sitzung am 18. Juni Bildungswissenschaftler einladen, um deren Expertise zur Planung und Gestaltung des kommenden Schuljahres einzuholen.

16:44 Uhr | Russland riegelt U-Boot-Stadt ab

Wegen stark steigender Corona-Zahlen riegelt Russland die Hafenstadt Sewerodwinsk am Weißen Meer vollständig ab. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der bestätigten Infektionen in der 180.000-Einwohner-Stadt auf mehr als 1.000. Örtliche Medien schrieben, die Stadt sei "wie vor 29 Jahren verschlossen". Zu Sowjetzeiten war Sewerodwinsk als Produktionsstandort atomar betriebener U-Boote von der Außenwelt abgeschnitten. Auch heute ist fast die Hälfte der Erwerbstätigen in Sewerodwinsk bei staatlichen Werften beschäftigt.

16:25 Uhr | Wenige Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin kaum zu. Am Freitag wies die vom Gesundheitsministerium täglich veröffentlichte Statistik mit 5.319 Fällen nur zwölf mehr auf als am Donnerstag. Die Anzahl der Todesopfer liegt unverändert bei 211. Geschätzt 4.960 positiv Gestestete gelten inzwischen als genesen. Damit sind aktuell weniger als 150 Menschen in Sachsen an Covid-19 erkrankt.

16:17 Uhr | Ostfriesische Inseln wollen keine Tagestouristen

Die Ostfriesischen Inseln wollen am Zugangsverbot für Tagestouristen festhalten. Der Landkreis Wittmund veröffentlichte am Freitag eine Allgemeinverfügung, wonach auf Langeoog und Spiekeroog bis 22. Juni der Aufenthalt von Touristen für nur einen Tag ohne Übernachtung untersagt bleibt. Borkums Bürgermeister Jürgen Akkermann ergänzte, die Inseln seien sich da einig. Der Bürgermeister von Norderney fügte hinzu: "Das Problem beim Tagestourismus ist, dass Infektionsketten nicht nachvollziehbar sind."

15:23 Uhr | Thüringer Landtag beschließt Milliarden-Hilfe

Der Thüringer Landtag hat ein 1,26 Milliarden Euro schweres Gesetzespaket gegen wirtschaftliche und soziale Folgen der Pandemie verabschiedet. Neben den Abgeordneten der rot-rot-grünen Minderheitsregierung stimmten auch die Parlamentarier der CDU dafür.

Mit rund 185 Millionen Euro soll den Kommunen unter die Arme gegriffen werden. Weitere 15 Millionen Euro sollen an Kur- und Erholungsorte gehen. Eltern sollen für die Monate April bis Juni keine Kindergarten- oder Hortbeiträge zahlen müssen. Soloselbstständige können unter bestimmten Voraussetzungen für zwei Monate jeweils 1.200 Euro erhalten. Hilfen gibt es auch für mittelständische Unternehmen, Landwirtschaftsbetriebe und den ÖPNV. Firmen, die Auszubildende aus Corona-Insolvenzen übernehmen, bekommen eine einmalige Prämie von bis zu 2500 Euro. Außerdem sind für Corona-Schnelltests 25 Millionen Euro eingeplant.

Finanziert werden soll das Paket aus 700 Millionen Euro Rücklagen des Landes. Der Rest soll vom Bund kommen.

15:06 Uhr | Leipziger Virologe hält Lockerungen für zu früh

Der Virologe Prof. Uwe Liebert hält die angekündigten Lockerungsmaßnahmen für Thüringen und Sachsen für zu früh. Der Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Leipzig sagte dem MDR-Magazin "Hauptsache Gesund", die veränderte Dynamik auf lokaler Ebene spreche dagegen: "Wenn wir hier nicht genau hinschauen, dann können sich Infektionen über längere Zeit unbeobachtet ausbreiten." Das käme der Situation in der Anfangsphase der Covid-19-Erkrankungen in Norditalien nahe." Hier blieb das Virus wahrscheinlich lange Zeit unentdeckt, bevor die Fallzahlen in die Höhe schnellten."

14:04 Uhr | Anklage wegen Betrugs bei Corona-Hilfen

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Anklage gegen einen 35-Jährigen wegen des Vorwurfs des Betrugs mit Corona-Soforthilfen erhoben. Die Behörde wirft ihm Subventionsbetrug im Umfang von 27.000 Euro vor, wie sie am Freitag mitteilte. Der Mann soll im April Soforthilfen für Soloselbstständige in drei Bundesländern in Höhe von jeweils 9.000 Euro beantragt und ausgezahlt bekommen haben. Anträge stellte der Mann demnach in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Berlin.

14:00 Uhr | Holter kritisiert Datenschutzbeauftragten

Helmut Holter
Thüringens Kultusminister Helmut Holter Bildrechte: Pöcking/TSK

Thüringens Kultusminister Helmut Holter hat die vom Datenschutzbeauftragten angedrohten Bußgelder gegen Lehrer als inakzeptabel bezeichnet. Holter sagte MDR AKTUELL, der Datenschutzbeauftragte Lutz Hasse habe einen klaren Auftrag, dem er nachgehen müsse. Deswegen aber gleich die große Keule herauszuholen und Bußgelder anzudrohen, gehe zu weit. Lehrer hätten in der Coronakrise mit viel Engagement digitale Unterrichtsmethoden praktiziert.

Hintergrund des Streits sind mögliche Datenschutzverstöße von Lehrern beim digitalen Lernen, zum Beispiel durch die Nutzung nicht zugelassener Kommunikationsplattformen. Am Montag soll es ein Treffen zwischen Vertretern des Ministeriums und dem Datenschutzbeauftragten geben.

13:46 Uhr | Keine Grenzkontollen mehr ab 1. Juli

Die EU-Staaten wollen alle Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise bis Ende Juni aufheben. Wie Bundesinnenminister Horst Seehofer am Freitag nach einer Video-Konferenz mit seinen EU-Kollegen sagte, werde dann die "volle Freizügigkeit" im Schengenraum wieder hergestellt sein.

Bereits zum 15. Juni sollen die Grenzkontrollen innerhalb der EU weitgehend wegfallen. Das weitgehende Einreiseverbot für Menschen aus Drittstaaten werde aber voraussichtlich bis zum 1. Juli verlängert werden. Hierzu werde die EU-Kommission kommende Woche einen Vorschlag machen. Danach werde es "eine differenzierte Lösung" je nach Epidemie-Lage in den Ländern außerhalb Europas geben, sagte Seehofer. Er nannte dabei als Beispiele Brasilien, USA und Russland, wo noch viele Corona-Fälle verzeichnet werden.

13:31 Uhr | Störche nach Virologen benannt

Zwei kleine Störche in Thüringen sind nach den bekannten Virologen Christian Drosten und Alexander Kekulé benannt worden. Auf die Idee kam der Kirchenrat der Gemeinde Walldorf im Kreis Schmalkalden-Meiningen. Ein Ratsmitglied sagte dem MDR, mit der Namensgebung soll an das Corona-Ausnahmejahr 2020 erinnert werden.

Zwei junge Störche liegen in einem Nest in Walldorf. Sie wurden nach den Virologen Christian Drosten und Alexander Kekulé benannt.
Christian Drosten und Alexander Kekulé. Der Redaktion ist nicht bekannt, welcher Storch wer ist. Bildrechte: MDR/privat

Falls sich noch herausstellt, dass die zwei Jungstörche doch weiblich sein sollten, würden sie auf Christiane und Alexandra umgetauft. Auf dem Dach der Kirchenburg in Walldorf an der Werra brütet das Storchen-Elternpaar bereits seit 2016.

13:15 Uhr | Sachsen: Pflegeheime müssen Besuche zulassen

In Sachsen sind Alten- und Pflegeheime von Samstag an verpflichtet, Besuche von Angehörigen trotz Coronavirus-Pandemie zuzulassen. Im Rahmen eines Hygieneplans oder eines eigenständigen Konzepts seien dafür Regelungen zu erstellen, teilte das Sozialministerium am Freitag in Dresden mit. Ausnahmen vom generellen Betretungs- und Besuchsverbot konnten bereits seit dem 12. Mai praktiziert werden.

13:08 Uhr | Fünf Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt

Erstmals seit mehr als einem Monat sind in Magdeburg wieder Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Von Donnerstag auf Freitag kamen zwei neue Fälle hinzu, insgesamt gibt es in der Landeshauptstadt bislang 108 Infektionen, wie das Sozialministerium am Freitag in Magdeburg mitteilte.

Auch in der Börde kamen seit dem Vortag zwei neue Fälle hinzu, im Landkreis Mansfeld-Südharz einer. So stieg die Gesamtzahl in Sachsen-Anhalt bis Freitagvormittag um fünf auf 1.717 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

13:02 Uhr | "Spiegel": Bund macht dieses Jahr 180 Milliarden Euro Schulden

Der Bund wird wegen der Corona-Krise in diesem Jahr 180 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Das berichtet der "Spiegel". Nachdem bereits in einem ersten Nachtragshaushalt im März neue Kredite im Volumen von 156 Milliarden Euro beschlossen worden waren, dürften in einem zweiten Nachtragshaushalt noch einmal rund 30 Milliarden Euro hinzukommen, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe.

12:58 Uhr | Deutschland schafft weitere Voraussetzungen für Maskenproduktion

Deutschland fördert finanziell die heimische Produktion von Vlies. Unterstützt wird die Anschaffung von zwei Anlagen der nordrhein-westfälischen Firma Innovatec. Mit den Maschinen sollen nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums zusätzlich 1.500 Tonnen Vlies hergestellt werden. Das ermögliche eine Produktion von über 1,5 Milliarden Schutzmasken. Damit soll die Abhängigkeit von ausländischen Herstellern verringert werden. Langfristig solle die gesamte Wertschöpfungskette in Deutschland abgedeckt werden, erklärte Wirtschaftsminister Peter Altmaier.

12:45 Uhr | 2020 keine Aida-Kreuzfahrten mehr nach Nordamerika

Das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen Aida hat seine für dieses Jahr geplanten Reisen mit Zielen in den USA und Kanada ausgesetzt. "Als Folge der anhaltenden Auswirkungen des Coronavirus sind derzeit die Bedingungen für internationale Reisen mit Ziel USA und Kanada noch nicht gegeben. In Kanada sind Kreuzfahrtanläufe bis Ende Oktober 2020 nicht möglich, in den USA gilt bis auf weiteres ein Einreisestopp für Europäer", teilte das Unternehmen am Freitag mit.

12:35 Uhr | Protest in Dresden

Mit einer Aktion vor der Semperoper in Dresden hat Sachsens Veranstaltungsbranche am Freitag auf ihre schwierige Lage aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Ohne uns ist Stille" wurden 1.000 leere Stühle auf dem Theaterplatz aufgestellt. Hunderte Vertreter der Branche, viele von ihnen in schwarzer Kleidung, komplettierten das Bild. Etwa 30 Lastwagen bildeten einen Korso und fuhren durch Dresden. An der Demonstration nahmen unter anderem Veranstalter, Künstler, Techniker und Caterer teil - Berufsgruppen, die durch die Krise unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind. "Die Situation hat sich extrem verschärft. Alle in unserer Branche verbindet, dass wir als Erstes geschlossen wurden und wohl auch die Letzten sein werden, die wieder Gehör finden", erklärte Konzertveranstalter Rodney Aust. Die Branche hält die bisherigen staatlichen Hilfen für unzureichend.

Stühle, von denen einige als Symbol für verkaufbare Sitzplätze bei Veranstaltungen mit roten Decken behängt sind, stehen während einer gemeinsamen Demonstration von Künstlern, Veranstaltern und Unternehmen der Veranstaltungsbranche unter dem Motto «Ohne uns ist Stille» auf dem Theaterplatz vor der Semperoper, während an der Bühne und auf Bildschirmen der Slogan der Aktion angezeigt wird.
Leere Stühle und Demonstranten auf dem Theaterplatz in Dresden. Bildrechte: dpa

12:33 Uhr | Etwas bessere Lage im Thüringer Handwerk

Nach rund drei Monaten der Corona-Krise gibt es erste Anzeichen einer Erholung im Handwerk in Nord- und Mittelthüringen. Die Handwerkskammer Erfurt teilte unter Verweis auf eine aktuelle Befragung am Freitag mit, dass zwar noch immer 63 Prozent der Betriebe in der Region von Umsatzeinbußen betroffen seien. Im Vergleich zur vorhergehenden Umfrage Anfang Mai sei dies jedoch ein Rückgang um fünf Prozentpunkte. Auch die Höhe des Umsatzausfalls habe sich in den vergangenen Wochen von 53 Prozent auf 46 Prozent verringert.

12:18 Uhr | Kretschmer mahnt zur Demut

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, kommt  in das ICC (Internationales Congress Center) und trägt dabei einen Mundschutz.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer Bildrechte: dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat mit Blick auf das Konjunkturpaket davor gewarnt, die Kosten weiter steigen zu lassen. Das Paket sei notwendig gewesen, auch in großem Umfang - es gelte aber, Maß zu halten. Der Senderfamilie RTL/n-tv sagte Kretschmer am Freitag: "Wir können uns das als Deutschland leisten, aber wir dürfen es auch nicht übertreiben."

Jetzt müssen wir auch den Ball wieder flach halten.

Michael Kretschmer, CDU Ministerpräsident Sachsen

12:13 Uhr | Massentest in Göttingen

Im niedersächsischen Göttingen hat ein Corona-Massentest begonnen. Nach Angaben der Stadt sollen mehrere hundert Bewohner eines Hochhauskomplexes auf eine mögliche Infektion untersucht werden. Der Massentest wurde nach Regel-Verstößen bei Privatfeiern zum muslimischen Zuckerfest in dem Komplex angeordnet. Dabei hatten sich mindestens 120 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In Göttingen wurden deshalb alle Schulen und mehrere Kitas geschlossen. Außerdem wurde Sportvereinen der Trainings- und Wettkampfbetrieb vorerst untersagt.

11:20 Uhr | Bundesrat fordert mehr Unterstützung für Kunst und Kultur

Selbstständige Kultur- und Medienschaffende sowie Künstlerinnen und Künstler sollten nach Ansicht des Bundesrates in der Corona-Krise mehr unterstützt werden. Die Länderkammer forderte die Bundesregierung am Freitag auf, bestehende Hilfsmaßnahmen fortzuschreiben und Regelungen zum Ausgleich der erheblichen Umsatzeinbrüche zu entwickeln. Unter anderem sollten pauschale monatliche Zuschüsse gezahlt werden, um Einnahmeverluste abzufedern.

Außerdem appellierten die Länder an die Bundesregierung, gemeinsam mit ihnen Förder-, Stipendien- und Darlehensprogramme zu entwickeln. Für Veranstalter oder Kinos fordert der Bundesrat eine gezielte Unterstützung.

10:58 Uhr | Knapp 500 gemeldete Neuinfektionen gestern

Am gestrigen Donnerstag haben die Kreise und Städte in Deutschland 498 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet. Das geht aus der Datenbank des am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Projekts "Risklayer" hervor. 89 Prozent der Landkreise haben demnach aktuelle Fallzahlen gemeldet. Es ist die höchste Zahl gemeldeter Neuinfektionen in dieser Woche. Im Vergleich zum Donnerstag in der Vorwoche ist die Zahl aber weiter gesunken.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts zuletzt bei 0,57 (berücksichtigt wurde dabei der Datenstand vom 4. Juni, 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel nur in etwa jedem zweiten Fall einen anderen Menschen ansteckt. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,80. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, muss der Wert langfristig unter 1,0 gehalten werden.

Auch im Fall des Thüringer Kreises Sonneberg hat sich das Infektionsgeschehen entspannt. Die sogenannte Wochen-Inzidienz sank laut Risklayer gestern auf unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen – konkret auf 49,8.

10:10 Uhr | NRW öffnet Grundschulen

Alle Kinder im Grundschulalter sollen in Nordrhein-Westfalen ab dem 15. Juni wieder täglich zur Schule gehen. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer am Freitag in Düsseldorf an. Bis zu den Sommerferien sollen die rund 600.000 Grundschüler an allen Wochentagen die Schule besuchen. "Wenn es um die Bildung geht, zählt jeder Tag", sagte Gebauer.

09:58 Uhr | Bundesrat billigt längere Lohnfortzahlung für Eltern

Die längere Lohnfortzahlung für Eltern in der Corona-Krise ist beschlossene Sache. Nach dem Bundestag stimmte am Freitag auch der Bundesrat zu. Eltern, die wegen der Pandemie ihre Kinder betreuen und nicht arbeiten können, können ihre damit verbundenen Verdienstausfälle künftig zehn statt sechs Wochen lang geltend machen. Für Alleinerziehende verlängert sich der Zeitraum auf 20 Wochen. Gezahlt werden 67 Prozent des Nettoeinkommens, allerdings höchstens 2.016 Euro pro Monat.

09:40 Uhr | Altmaier will Bürokratie abbauen

Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister, kommt zum Weltraumkongress des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).
Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Bildrechte: dpa

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wünscht sich noch Änderungen am Konjunkturpakt der großen Koalition. "Es gibt einen klaren Punkt, wo wir nachlegen müssen: beim Bürokratieabbau", sagte der CDU-Politiker "Focus Online". Es wäre hier "ein Leichtes gewesen, sich zu mehr zu bekennen", erklärte er. "Denn Bürokratieabbau wirkt wie ein zusätzliches Konjunkturpaket - es kostet nix und bringt viel. Hier müssen wir nachlegen!"

09:35 Uhr | Viva Las Vegas

Nach fast dreimonatiger Schließung haben in Las Vegas die Casinos wieder geöffnet. Berühmte Etablissements wie das Bellagio öffneten am Donnerstag ihre Pforten für Gäste. Mit strikten Hygiene-Maßnahmen soll das Ansteckungsrisiko reduziert werden. Besucherkapazitäten wurden auf die Hälfte reduziert, Plexiglasscheiben trennen Spieler von Croupiers, die Jetons werden regelmäßig desinfiziert. Die Mitarbeiter der Casinos müssen Schutzmasken tragen, die Gäste aber nicht – auch wenn sie darum gebeten werden.

Eine Croupiere trägt einen Mundschutz, während sie vor der Wiedereröffnung des Hotels und Kasinos «D Las Vegas» auf Kunden wartet.
Das Glücksspiel in Las Vegas kann wieder beginnen. Bildrechte: dpa

09:24 Uhr | Tuifly will Flotte halbieren

Der Reisekonzern Tui will den deutschen Ferienflieger Tuifly wegen der Corona-Krise um rund die Hälfte verkleinern. Das Management habe die Pläne am Donnerstag den Mitarbeitern vorgestellt, sagte ein Tuifly-Sprecher am Freitag. Ziel sei, die eigentlich vorgesehene Flotte von 39 Jets vom Typ Boeing 737 zu halbieren und mehrere deutsche Standorte wie Köln, Bremen und Münster-Osnabrück zu schließen. Wie viele Jobs wegfallen, werde nun Teil der Gespräche zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmervertretern. Bei Tuifly gibt es dem Sprecher zufolge rund 2.000 Vollzeitstellen, davon 1.400 Piloten und Flugbegleiter.

09:15 Uhr | Giffey für normalen Schulbetrieb nach den Ferien

Franziska Giffey gibt eine Pressekonferenz
Familienministerin Franziska Giffey Bildrechte: dpa

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey befürwortet einen normalen Betrieb in Kitas und Schulen nach den Sommerferien. Im RBB-Inforadio sagte Giffey am Freitag, Voraussetzung dafür sei, dass das Infektionsgeschehen so bleibe wie es ist. Auch der Gesundheitsschutz des Lehrpersonals müsse noch einmal "in den Blick" genommen werden. Außerdem müssten in allen Schulen und Kitas die Hygienepläne auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Die SPD-Politikerin erklärte weiter, dass bei normalem Lehrbetrieb die 1,5-Meter-Abstandsregel nicht mehr zu halten sei. So ehrlich müsse man einfach sein. Weitere Öffnungen seien aber richtig.

Das ist natürlich im Interesse der Kinder. Kinder brauchen Kinder.

Franziska Giffey, SPD Bundesfamilienministerin

08:55 Uhr | Großbritannien führt Maskenpflicht in Bussen und Bahnen ein

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie müssen vom 15. Juni an in England Gesichtsmasken in Bussen, U-Bahnen und Zügen getragen werden. Der Schutz ist auch auf Fähren und im Luftverkehr Pflicht. Ausnahmen gelten nur für sehr junge Kinder, Menschen mit Behinderungen und Atemwegsproblemen, wie Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag in London mitteilte.

08:14 Uhr | Tschechien öffnet Grenze

Tschechien öffnet nach fast drei Monaten wieder seine Grenze für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn. Die Entscheidung tritt bereits ab Freitagmittag um 12 Uhr in Kraft, wie das Kabinett am Freitagmorgen auf einer Sondersitzung in Prag beschloss. Ein negativer Corona-Test muss nicht mehr vorgelegt werden. "Wir müssen zur Normalität zurückkehren", sagte Regierungschef Andrej Babis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

07:45 Uhr | Gastronomen und Veranstalter weiter unzufrieden

Der Initiative "Leere Stühle" gehen die Lockerungen für Gastronomen, Veranstalter und Hoteliers in Sachsen nicht weit genug. Sprecherin Kathleen Parma sagte MDR AKTUELL, die Branche werde noch bis Ende des Jahres kaum Umsätze generieren. Damit werde es für Unternehmen, Angestellte und Kunstschaffende auch kaum Einkünfte geben. Deshalb helfe die Absenkung der Mehrwertsteuer wenig. Großveranstaltungen wie Konzerte seien mit den Auflagen der Landesregierung nicht wirtschaftlich machbar. Die Initiative will am Vormittag in Dresden für mehr Hilfen von Bund und Land demonstrieren.

07:32 Uhr | Zufriedenheit mit Krisenmanagement in Sachsen-Anhalt

Fast drei Viertel (72 Prozent) der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt sind mit dem Krisenmanagement der Landesregierung in der Corona-Krise zufrieden. Das ergab eine Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des MDR. Sogar unter den Anhängern der AfD überwiegen knapp diejenigen, die der Regierung ein gutes Zeugnis ausstellen. Diese Bewertung spigelt sich in der poltischen Stimmung insgesamt: Die drei Parteien der sogenannten Kenia-Koalition sind im Umfrage-Hoch.

07:00 Uhr | "Wirtschaftsweise" korrigieren Prognose

Die sogenannten "Wirtschaftsweisen" rechnen durch die Pandemie mit einem stärkeren wirtschaftlichen Einbruch als bislang angenommen. "Wir haben in diesem Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts zu erwarten, der voraussichtlich zwischen minus 6 Prozent und minus 7 Prozent liegen wird", sagte der der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Lars Feld, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Im März hatten die Regierungsberater drei Szenarien vorgelegt und im schlechtesten Fall mit einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 5,4 Prozent gerechnet.

Der Lockdown hat länger gedauert, und die Außenwirtschaft wird härter getroffen als erwartet. Vor allem im Hinblick auf die USA waren wir deutlich zu optimistisch.

Lars Feld Vorsitzender der "Wirtschaftsweisen"

04:40 Uhr | Deutsche haben in Corona-Krise Medikamentenvorräte angelegt

Die Deutschen haben zu Beginn der Corona-Krise nicht nur Vorräte an Nudeln und Toilettenpapier angelegt, sondern offensichtlich auch Medikamente gebunkert. Das zeigen Zahlen der Techniker Krankenkasse. Demnach gab es in der zweiten Märzhälfte einen Anstieg der Ausgaben für Arzneimittel um rund 18 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die Ausgaben hätten bei knapp 104 Millionen Euro gelegen, gut 30 Millionen Euro mehr als in der gleichen Kalenderwoche 2019.

03:35 Uhr | Studie: Mittel gegen Bluthochdruck könnten Sterberisiko bei Covid-19 senken

Gängige Medikamente gegen Bluthochdruck könnten vor schweren Covid-19-Erkrankungen schützen. Im Rahmen einer Studie sei bei denjenigen Patienten, die irgendeinen Blutdrucksenker nahmen, das Sterberisiko deutlich reduziert gewesen, berichten Forscher im "European Heart Journal". Dabei hätten Patienten mit hohem Blutdruck eigentlich ein zwei Mal so großes Risiko, an Covid-19 zu sterben. Sie müssten auch häufiger beatmet werden.

02:34 Uhr | Studie: Während der Ausgangssperre wurde weniger getrunken

Während der Ausgangssperren haben mehr Menschen ihren Alkoholkonsum eingeschränkt als erhöht. Das geht aus einer Studie von Bier- und Wein-Produzenten hervor. Demnach gaben rund 30 Prozent der Befragten an, weniger als vorher getrunken zu haben. Dagegen hätten elf Prozent von einem Anstieg ihres Alkoholkonsums berichtet, teilt die Internationale Allianz für verantwortungsbewusstes Trinken mit. Zu den Ländern, in denen weniger Alkohol getrunken worden sei, zählten Frankreich, Deutschland, Japan, Australien, Neuseeland und die USA.

01:30 Uhr | Coronavirus bedroht brasilianische Ureinwohner

Das Coronavirus breitet sich immer stärker unter brasilianischen Ureinwohnern aus. Die Todesfälle in diesem Teil der Bevölkerung verfünffachten sich im vergangenen Monat, teilte ein Verband mit. Viele Epidemiologen hatten vergebens gehofft, dass die Stämme durch ihre sehr abgelegenen Siedlungsgebiete geschützt würden.

00:04 Uhr | Unklare Datenlage: Forscher ziehen Studie zurück

Die medizinische Fachzeitschrift The Lancet hat eine Studie zum Einsatz des Malaria-Mittels Hydroxychloroquin gegen Covid-19 zurückgezogen. Laut dem Journal verwiesen drei der vier Autoren darauf, dass sich Zweifel an den von ihnen genutzten Daten nicht ausräumen ließen. Die am 22. Mai veröffentlichte Studie hatte ergeben, dass Hydroxychloroquin und der verwandte Wirkstoff Chloroquin sich nicht gegen Covid-19 eigneten, sondern womöglich sogar das Sterberisiko erhöhten. Daraufhin hatten mehrere Länder die Anwendung untersagt. Die Weltgesundheitsorganisation hatte klinische Tests damit vorübergehend ausgesetzt.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Juni 2020 | 01:00 Uhr