Coronavirus-Pandemie Ticker: Beherbergungsverbot in Brandenburg gestoppt

Ein Gericht hat das Brandenburger Beherbergungsverbot vorläufig außer Vollzug gesetzt. Im Erzgebirgskreis steigen die Zahlen deutlich an. Belgien schließt für vier Wochen Cafés und Restaurants. Die Zahl der Neuinfektionen ist auf einen neuen Höchststand gestiegen und die WHO zweifelt an der Wirksamkeit von Remdesivir. RKI-Präsident Lothar Wieler hält einen zweiten Lockdown für vermeidbar.

Eine Hausdame, legt einen in Folie verpackten Bademantel auf ein Bett
Gericht stoppt Beherbergungsverbot in Brandenburg Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag, den 16. Oktober 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zur Pandemie und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:23 Uhr | Beherbergungsverbot in Brandenburg gestoppt

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das Beherbergungsverbot in Brandenburg für Gäste aus Corona-Hotspots vorläufig gestoppt. Das Gericht habe zwei Eilanträgen stattgegeben, hieß es es am Abend. Die Antragsteller, ein Hotelbetrieb im Landkreis Dahme-Spree und eine Vermieterin von Ferienwohnungen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, hätten unter anderem geltend gemacht, dass die genannte Regelung für sie zu erheblichen Einnahmeverlusten führe und ihre verfassungsrechtlich geschützte Berufsfreiheit verletze.

Das Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Hotspots gilt nun noch in Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

20:28 Uhr | Belgien schließt Cafés und Restaurants

Ein halb geleertes Bier und andere benutzte Gläser stehen auf einem Tresen
Belgien macht Cafés und Rastaurants dicht Bildrechte: dpa

Angesichts steigender Corona-Zahlen werden in Belgien ab Montag Cafés und Restaurants für vier Wochen geschlossen. Das kündigte der stellvertretende Regierungschef Georges Gilkinet nach einem Treffen des Krisenstabs der belgischen Regierung an. Belgien kämpft seit Mitte September gegen einen massiven Wiederanstieg der Corona-Neuinfektionen. Bist zum Freitag wurden 191.959 Infektions- und 10.327 Todesfälle gemeldet.

19:21 Uhr | Senatoren in Frankreich positiv getestet

Im französischen Oberhaus sind acht Senatoren positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie der Senat mitteilte, waren 125 Senatoren getestet worden. Aus übereinstimmenden Quellen hieß es, ein Abgeordneter sei im Krankenhaus. Frankreich ist eines der am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder Europas. Mit 30.621 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages wurde erneut eine Höchstzahl gemeldet.

18:25 Uhr | Härtere Regeln in Chemnitz und im Landkreis Bautzen

Chemnitz hat die Schwelle von 35 Infizierten auf 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage überschritten. Wie die Stadt mitteilte, wurde eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Private Feiern sollen sich auf maximal 25 Personen beschränken. Kontakte im öffentlich Raum werden auf einen weiteren Hausstand oder fünf weitere Personen beschränkt. Familienfeiern können im Gaststätten mit bis zu 50 Personen aus dem Familien-, Freundes-, und Bekanntenkreis stattfinden. In Krankenhäusern und Pflegeheimen gelten Besuchsverbote mit Ausnahmen für Besuche naher Angehöriger auf Geburts-, Kinder-, Palliativstationen sowie in Hospizen.

Auch der Landkreis Bautzen reagiert auf die sich weiter verschärfende Corona-Pandemie mit einer neuen Allgemeinverfügung, die am Sonnabend in Kraft tritt. Demnach werden private Zusammenkünfte im eigenen Haus auf 50 Personen beschränkt, bei Familienfeiern in Gaststätten auf 75. Unter freiem Himmel gilt eine Grenze von 200 Personen.

17:28 Uhr | Erzgebirge meldet 131 neue Corona-Fälle

Der Erzgebirgskreis hat am Freitag 131 neue Corona-Fälle gemeldet. Das ist der größte Zuwachs an Neuinfizierten an einem Tag seit Beginn der Pandemie in Sachsen. Damit stieg die Zahl der nachweislich im Erzgebigskreis Infizierten auf 1.418 Personen. Der Erzgebirgskreis gilt offiziell als Corona-Risikogebiet.

15:24 Uhr | Sperrstunde für Corona-Hotspots in NRW

In Nordrhein-Westfalen wird für die Gastronomie in allen Kommunen mit hohen Corona-Neuinfektionszahlen eine verpflichtende Sperrstunde zwischen 23 Uhr und 6 Uhr eingeführt. Das hat das Landeskabinett nach Aussage von Ministerpräsident Armin Laschet beschlossen. Die Sperrstunde gelte in Kommunen mit 50 oder mehr Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

14:28 Uhr | EU sagt November-Gipfel in Berlin ab

Die Europäische Union hat ihren für November geplanten Gipfel in Berlin zur China-Politik wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen abgesagt. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte: "Im Sinne der Kontakte ist das, glaube ich, eine notwendige Botschaft."

14:17 Uhr | Mehr als 1.000 Bundespolizisten in Quarantäne

Bei der Bundespolizei befinden sich aktuell 1.127 Beamte in Quarantäne. Wie eine Sprecherin mitteilte, sind 94 mit dem Coronavirus infiziert. Zu Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Bundespolizei wollte sie keine Auskunft geben. Die Bundespolizei hat rund 51.000 Mitarbeiter und ist unter anderem für die Sicherheit an Flughäfen und Bahnhöfen zuständig. Aktuell helfen Bundespolizisten dabei, die Maskenpflicht in Zügen der Deutschen Bahn durchzusetzen.

14:12 Uhr | Hamburg verhängt Sperrstunde

Wegen der steigenden Corona-Zahlen müssen in Hamburg von Morgen an alle Gaststätten um 23.00 Uhr schließen. Die Sperrstunde gelte bis 5.00 Uhr morgens, teilte der Senat am Freitag mit. In diesem Zeitraum gelte zugleich ein allgemeines Verbot des Verkaufs und der Abgabe von alkoholischen Getränken.

13:29 Uhr | Studie: Kindergärten keine Infektionsherde

Zwei Kinder spielen in einem Kindergarten auf dem Fußboden
Diskussionen um Regelbetrieb inKitas Bildrechte: dpa

Kindertagesstätten sind keine Infektionsherde und Kinder keine Infektionstreiber. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin vorstellten. An der Untersuchung  hatten sich 12.000 Kitas beteiligt. Laut Giffey hatte es seit Mitte März in rund zehn Prozent der beteiligten Kitas mindestens einen Verdachtsfall für Corona gegeben. Tatsächlich habe es aber nur in höchstens einem Prozent tatsächlich einen Fall gegeben.

Giffey plädierte dafür, den Regelbetrieb weiter aufrecht zu erhalten. Die Kita-Betreuung sei systemrelevant, nicht nur für die betroffenen Kinder und deren Eltern, sondern auch für die Wirtschaft. Die Kitas hätten sich auch gut an die Corona-Regeln angepasst.

12:48 Uhr | Patientenschützer werfen Spahn Chaos bei Grippeschutzimfung vor

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn "Chaos" bei der Grippeschutzimpfung vorgeworfen. Vorstand Eugen Brysch sagte, es sei seit Jahrzehnten geübte Praxis gewesen, dass sich zunächst nur die Menschen der Risikogruppe oder mit speziellen Berufen impfen lassen sollten. Spahn und andere Gesundheitsminister in den Ländern hätten jedoch wochenlang "die Grippeimpfung für jedermann" propagiert. Das sei ein Fehler gewesen. Von vielen Seiten sei nun von knappen Impfressourcen zu hören. Das solle sich zwar bis Dezember wieder entspannen. "Das Chaos ist jedoch angerichtet."

Zu den Risikogruppen, denen eine Grippeschutzimpfung empfohlen wird, zählen Patienten ab 60 Jahre, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Schwangere, medizinisches Personal und Pflegekräfte. Insgesamt werden in diesem Jahr 26 Millionen Dosen zur Verfügung gestellt, das sind laut Spahn fast doppelt so viele wie in der vergangenen Grippesaison verbraucht wurden.

12:06 Uhr | Maskenpflicht in Baden-Württemberg auch im Unterricht

In Baden-Württemberg wird die Maskenpflicht an allen weiterführenden Schulen ausgeweitet. Das Kultusministerium teilte mit, in Gebieten mit mehr als 35 Neuansteckungen pro Woche und 100.000 Einwohner gilt ab Klasse 5 die Maskenpflicht auch im Unterricht. Die neue Regel soll ab Montag gelten.

11:53 Uhr | Tschechien ruft Ärzte aus Ausland zurück

Wegen der Corona-Pandemie hat Tschechien seine im Ausland arbeitenden Ärzte aufgerufen, vorübergehend nach Hause zurückzukehren. Ärztekammer-Präsident Milan Kubek sagte in einem entsprechenden Schreiben, am dringendsten sei der Bedarf an Anästhesisten und Intensivmedizinern. Auch qualifiziertes Pflegepersonal werde gebraucht. Seit langem wandern jährlich Hunderte tschechischer Medizinabsolventen und Ärzte auf der Suche nach besseren Gehältern und Arbeitsbedingungen in andere EU-Länder wie Deutschland aus.

Unterdessen meldeten die tschechischen Behörden erneut einen Tageshöchststand  bei den Corona-Neuinfektionen. Am Donnerstag kamen 9.721 Fälle hinzu. Gemessen an der Einwohnerzahl ist Tschechien im EU-weiten Vergleich am meisten betroffen.

11:33 Uhr | Berliner Gericht kippt Sperrstunde

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die vom Senat beschlossene Sperrstunde in der Hauptstadt gekippt. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Die Sperrstunde verfolge zwar das legitime Ziel, die Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verringern. Eine Prüfung habe aber ergeben, dass sie "für eine nennenswerte Bekämpfung des Infektionsgeschehens" nicht erforderlich sei. Mehrere Gastronomen hatten Eilanträge gegen die Verordnung eingereicht. Die Entscheidung gilt vorerst nur für die elf Antragsteller. Das verhängte Alkoholausschankverbot gilt aber weiter. Das war von den Gastronomen auch nicht angefochten worden.

Der Senat hatte am Dienstag vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Infektionszahlen beschlossen, dass Restaurants, Bars, Kneipen und die meisten Geschäfte künftig zwischen 23 und 6 Uhr geschlossen sein müssen. Die Regelung war rückwirkend ab vergangenem Wochenende in Kraft getreten.

11:19 Uhr | Bayern lässt Beherbergungsverbot auslaufen

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann der Deutschen Presse-Agentur in München: "Wir belassen es dabei."

Am Donnerstagabend erst hatte das Oberverwaltungsgericht in Schleswig-Holstein das Beherbergungsverbot bestätigt. Gerichte in Niedersachsen und Baden-Württemberg entschieden entgegengesetzt.

11:09 Uhr | Zahl der Neuinfektionen klettert auch in den USA

Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in den USA hat einen Höchststand seit Mitte August erreicht. Am Donnerstag verzeichnete die Johns Hopkins Universität in Baltimore binnen 24 Stunden rund 63.600 Neuinfektionen, rund 4.000 mehr als am Vortag. Ähnlich hoch waren die Zahlen zuletzt am 14. August gewesen, als rund 64.600 neue Fälle gemeldet wurden. Besonders stark war der Anstieg in einigen Bundesstaaten des Mittleren Westens wie North Dakota, South Dakota und Missouri.

Die Zahl der neuen Todesfälle blieb relativ stabil bei 904. Die bislang höchste Anzahl der Coronavirus-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichneten die USA am 16. Juli mit mehr als 77.300 neuen Fällen. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie in den USA mehr als 7,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, rund 217.700 starben.

10:15 Uhr | WHO: Wirkung von Remdesivir nicht "substanziell"

Das Medikament Remdesivir hat nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation keinen substanziellen Einfluss auf die Heilung von Covid-19-Patienten. Wie die WHO auf ihrer Internetseite schreibt, geht das aus Zwischenergebnissen hervor.

Die WHO-Studie steht damit im Widerspruch zu einer US-Studie, wonach Remdesivir die Genesungszeit von Covid-19-Patienten um fünf Tage verkürzt.

09:40 Uhr | EU will Corona-Regeln weiter angleichen

Die Staats- und Regierungschefs der EU wollen weiter an einer Harmonisierung der Corona-Regeln in Europa arbeiten. In einer in der Nacht zum Freitag veröffentlichten Erklärung werden u.a. Quarantänevorschriften, die grenzüberschreitende Ermittlung von Kontaktpersonen und Teststrategien genannt. Zudem sicherten die Staats- und Regierungschefs zu, weiter bei der Entwicklung und Verteilung eines künftigen Impfstoffes zusammenzuarbeiten.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte, überall in Europa sei die zweite Welle der Pandemie angekommen. Allen sei klar, dass alles getan werden müsse, um eine exponentielle Zunahme der Ansteckungen zu verhindern. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte: "Die Frage, wie wir aus dieser Pandemie jetzt herauskommen", entscheide darüber, wie viele Menschen sterben müssten - "und sie entscheidet auch über unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit".

08:12 Uhr | Österreich schaltet erstmals Corona-Ampeln auf Rot

Österreich hat erstmals seine regionale Corona-Ampel auf Rot gestellt. Wie die Nachrichtenagentur APA mitteilte, gilt die höchste Alarmstufe für die Stadt Wels in Oberösterreich, den Bezirk Hallein in Salzburg sowie Innsbruck-Stadt und -Land in Tirol. Für die in absoluten Zahlen am meisten betroffene Hauptstadt Wien bleibt die Ampel weiter auf Orange.

Die Corona-Ampel ist in Österreich seit Anfang September in Betrieb. Jede Woche wird die Infektionslage neu bewertet. Die Farben reichen von Grün (Risiko: niedrig) über Gelb (mittel) und Orange (hoch) bis Rot (sehr hoch). Landesweit wurden gestern 1.552 Neuinfektionen registriert. Gemessen an der Bevölkerungszahl sind das doppelt so viele wie in Deutschland.

07:14 Uhr | Sachsen-Anhalts Gesundheitsämter brauchen mehr Personal

Die Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt brauchen mehr Personal, um die Corona-Pandemie zu bewältigen. Das haben Nachfragen des MDR in den Ämtern und im Sozialministerium ergeben. Dabei hieß es, derzeit sei es zwar noch möglich, Infektionsketten nachzuverfolgen. Sollten die Zahlen aber weiter steigen, werde das schwieriger. Das Sozialministerium teilte mit, dass es gerade den Mehrbedarf der Gesundheitsämter erfrage. Um die Ämter zu unterstützen, setze man auf Kollegen aus anderen Verwaltungsbereichen und auf Hilfen der Bundeswehr.

06:52 Uhr | Wieler: Zweiter Lockdown noch vermeidbar

RKI-Chef Lothar Wieler
Lothar Wieler Bildrechte: dpa

Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts ist ein zweiter Lockdown noch vermeidbar. Präsident Lothar Wieler sagte, Voraussetzung sei, dass "jeder Verantwortung übernimmt". Man wisse inzwischen mehr über das Virus und besitze bessere Mittel dagegen, Krankenhäuser und Ärzte seien besser vorbereitet, Pflegeheime sensibler.

Wieler betonte, der derzeit rasante Anstieg sei nicht auf eine höhere Aggressivität des Virus zurückzuführen. Der Sars-CoV-2 werde in seiner Entwicklung weltweit mit aktuellen Daten überwacht: "Es gibt Hinweise für eine leichtere Übertragung, aber sonst werden - Stand heute - keine Änderungen der Biologie des Virus beobachtet."

06:30 Uhr | Erstmals über 7.000 Neuinfektionen

Die Zahl der Sars-Cov-2-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach den Daten des Risklayer-Projekts der Uni Karlsruhe wurden bis Freitagmorgen 7.058 neue Fälle gemeldet. Aktuell sind demnach mehr als 49.000 Menschen infiziert. In Sachsen wurden 249 neue Ansteckungen registriert, in Sachsen-Anhalt 44 und in Thüringen 76.

Das Robert Koch-Institut meldete am Morgen sogar 7.334 neue Fälle innerhalb eines Tages. Der Unterschied bei den Daten kommt zustande, weil beim RKI noch Nachmeldungen berücksichtigt wurden.

06:28 Uhr | Wenige Corona-Ausfälle an Schulen

Die Befürchtungen, dass die bundesweite Öffnung der Schulen zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Coronavirus führen könnte, haben sich nach Angaben der Landesregierungen nicht bestätigt. Das ergab eine Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter den Kultusministerien der Bundesländer. Danach konnten bis zum Start der Herbstferien durchschnittlich 98 Prozent aller Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen. Die höchsten Infektionsraten gab es in Berlin mit 0,07 Prozent der Schülerinnen und Schüler sowie 0,14 Prozent der Lehrkräfte.

06:21 Uhr | Wenig Akzeptanz für unterschiedliche Länder-Regeln

Die unterschiedlichen Corona-Regeln in den Bundesländern stoßen bei den Bundesbürgern auf wenig Akzeptanz. Das geht aus dem ARD-Deutschlandtrend hervor. Danach befürworten 68 Prozent eher einheitliche Regeln. 30 Prozent favorisieren regionale Unterschiede. Die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus ist laut der Umfrage wieder gestiegen. Aktuell fürchten 37 Prozent, dass sie selbst oder Familienmitglieder sich infizieren könnten. Bei den unter 40-Jährigen waren es sogar 45 Prozent. Für den Deutschlandtrend wurden 1.038 Wahlberechtigte befragt.

06:18 Uhr | Gericht bestätigt Beherbungsverbot in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein hat das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten Bestand. Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht lehnte am Abend einen Eilantrag gegen das Verbot ab.

Eine Hausdame, legt einen in Folie verpackten Bademantel auf ein Bett 1 min
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Verwaltungsgericht stimmt gegen Eilantrag zur Aufhebung

MDR AKTUELL Fr 16.10.2020 09:05Uhr 01:07 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1558786.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

Als Grund gab das Gericht die stark gestiegene Zahl von Neuinfektionen an. Würden Menschen aus Corona-Risikogebieten unkontrolliert einreisen, könnte das das öffentliche Gesundheitswesen gefährden. Damit weichen die Verwaltungsrichter von der Auffassung ihrer Kollegen in Niedersachsen und Baden-Württemberg ab. Dort hatten die Gerichte das Beherbergungsverbot für rechtswidrig erklärt.

06:00 Uhr | Der Ticker am 16. Oktober 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie über alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Oktober 2020 | 06:00 Uhr