Covid-19 Coronavirus-Ticker: Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz

US-Präsident Trump zwingt den Autobauer General Motors mit Hilfe eines Kriegswirtschaftsgesetz zur Produktion von Beatmungsgeräten. In Italien ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen so drastisch angestiegen wie noch nie an einem Tag. Fast 1.000 Tote wurden gemeldet. In Deutschland wird offenbar die Einführung flächendeckender Tests vorbereitet.

Donald Trump spricht auf einer Pressekonfernz im Weißen Haus.
US-Präsident Trump zwingt den Autobauer General Motors mit Hilfe eines Kriegswirtschaftsgesetzes dazu, Beatmungsgeräte zu produzieren. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Samstag.

23:03 Uhr | Thüringens Innenminister fordert Exit-Szenario

Georg Maier, SPD, Innenminister Thüringen
Georg Maier (SPD) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Georg Maier, Innenminister von Thüringen, hat ein Exit-Szenario aus den Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung gefordert. "Wir müssen die Kontaktbeschränkungen und Schulschließungen konsequent durchhalten, bis wir in ein bis zwei Wochen erkennen, wie wirksam die Maßnahmen sind", sagte Georg Maier (SPD) der Zeitung "Welt". Zugleich müsse man sich aber "schon jetzt" Gedanken machen, wie eine Exit-Strategie aussehen könne. "Wenn die Kontaktbeschränkungen länger als vier Wochen aufrechterhalten bleiben, kommen wir an ein Limit." Die psychologische Belastung für die Bevölkerung sei dann zu groß und die Akzeptanz schwinde. Bei der Lockerung von Maßnahmen könne ein Strategiewechsel sinnvoll sein, so Maier, der auch Vorsitzender der Innenministerkonferenz ist.

22:51 Uhr | Mehr als 100.000 bestätigte Corona-Infektionen in den USA

In den Vereinigten Staaten gibt es nach Angaben von US-Experten inzwischen mehr als 100 000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. In den USA gibt es damit weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt. Bis Freitagnachmittag gab es in den USA 100.717 Infektionen mit Sars-CoV-2, wie aus einer Übersicht der Universität Johns Hopkins hervorging. Damit hat sich die Zahl bekannter Infektionen in den USA innerhalb einer Woche vervielfacht.

22:31 Uhr | Bundesregierung erleichtert Beschaffung von Schutzausrüstung

Die Bundesregierung will die Anschaffung dringend benötigter medizinischer Schutzausrüstung erleichtern. Gesundheits- und Arbeitsministerium erklärten, man habe den Ländern bereits Mitte des Monats empfohlen, auch Ausrüstung ohne die europäische Sicherheitskennzeichnung "CE" zu beschaffen und zu verwenden. Voraussetzung sei, dass das Schutzmaterial in anderen Ländern wie den USA, Kanada, Australien oder Japan verkehrsfähig sei.

Mit der "CE"-Kennzeichnung versichern Hersteller, dass sie europäische Schutz- und Qualitätsstandards einhalten. Aus der Gesundheits- und Pflegebranche war die Bundesregierung wiederholt dringend um Hilfe bei der Versorgung mit Schutzausrüstung gebeten worden.

22:19 Uhr | Mehr als 42.000 Infizierte in Deutschland

21:54 Uhr | Trump zwingt Autobauer zur Produktion von Beatmungsgeräten

US-Präsident Donald Trump hat dem Autokonzern General Motors mit Hilfe des Kriegswirtschaftsgesetzes die Fertigung von Beatmungsgeräten befohlen. Das Weiße Haus erklärte, das Gesundheitsministerium könne damit von General Motors verlangen, Regierungsaufträge für Beatmungsgeräte anzunehmen, auszuführen und ihnen Vorrang einzuräumen. Der "Defence Production Act" wurde 1950 während des Koreakriegs beschlossen. Mit ihm kann die US-Regierung in Krisenzeiten Unternehmen verpflichten, bestimmte Aufträge anzunehmen.

Wenige Stunden zuvor hatte Trump General Motors scharf attackiert. Auf Twitter behauptete er, der Autobauer halte sein Versprechen nicht ein, sehr schnell 40.000 Beatmungsgeräte zu liefern. Jetzt sage GM, "es werden nur 6.000 sein, Ende April, und sie wollen viel Geld."

Trump steht wegen seines Krisenmanagements und relativierenden Äußerungen zur Corona-Pandemie in der Kritik. Noch am Donnerstag hatte er im Sender Fox News Zweifel an einem von US-Bundesstaaten beklagten Versorgungsmangel angebracht. Er sagte, er glaube nicht, dass man 40.000 oder 30.000 Beatmungsgeräte brauche.

Trump unterzeichnete zudem das 2,2 Billionen Dollar schwere Hilfspaket gegen die wirtschaftlichen Folgen Corona-Pandemie. Zuvor hatte das Repräsentantenhaus die Hilfen gebilligt.

21:16 Uhr | Wo der Aufenthalt im Freien erlaubt ist

Die Frühlingssonne draußen genießen - das geht auch trotz Corona-Krise. Allerdings sollte jeder in seiner näheren Umgebung bleiben und Kontakte meiden. In Sachsen wurden an vielen Ausflugszielen vorsorglich Parkplätze gesperrt.

21:16 Uhr | Belgien verlängert Ausgangssperre

In Belgien geht die wegen der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre mindestens bis nach den Osterferien. Regierungschefin Sophie Wilmès sagte, die Maßnahmen würden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert. Zudem sollen die Regeln strenger durchgesetzt und Verstöße stärker geahndet werden. Die Polizei kann jetzt bei Verstößen auf der Stelle Bußgelder zu verhängen. Seit vergangenem Mittwoch dürfen die Menschen in Belgien nur in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen und müssen dabei Mindestabstand halten.

20:57 Uhr | Kosaken gehen in Russland auf "Corona-Patrouille"

Die Kosaken im Ural sehen sich als "Verteidiger Russlands". Aktuell zieht der militärisch-nationalistische Gesinnungsverband gegen das neue Coronavirus zu Felde. Aber das kommt nicht überall gut an.

20:44 Uhr | Lkw-Fahrer sollen besser versorgt werden

Die Länder wollen dafür sorgen, dass Lkw-Fahrer auf Rastanlagen und Tankstellen entlang der Bundesautobahnen künftig jeden Tag und rund um die Uhr versorgt werden. Darauf haben sich die Verkehrsminister der Länder in einer Telefonschalte mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer geeinigt.

Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Anke Rehlinger, sagte, auf den Schultern der Fahrer laste derzeit sehr viel. Man wolle sicherstellen, dass ihre Verpflegung und Versorgung an den Autobahnen auch außerhalb der in den Allgemeinverfügungen der Länder vorgesehenen Schließzeiten bestehen bleibe. Es sei eine Selbstverständlichkeit, diejenigen zu unterstützen, die die Grundversorgung der Bevölkerung mit gewährleisteten, sagte Rehlinger.

Zuletzt hatten viele Lkw-Fahrer über die schlechte Versorgung entlang der Autobahnen geklagt. Toiletten und Duschen an Raststätten sind zumeist dicht, auch schließen um 18 Uhr Restaurants.

20:35 Uhr | Finnland riegelt Hauptstadt ab

In Finnland haben Polizei und Armee damit begonnen, die Straßen nach Helsinki zu sperren. Die Hauptstadt und die sie umgebende Region Uusimaa, das Epizentrum der Coronavirus-Epidemie im Land, sollen von Mitternacht an abgeriegelt werden. Die Regierung hat bereits beschlossen, Uusimaa bis 19. April zu blockieren. Menschen sollen so am Reisen gehindert und eine Verbreitung des Coronavirus vermieden werden. Reisen von und nach Uusimaa sollen verboten werden. Den Plänen muss allerdings das Parlament zustimmen, das noch berät.

20:27 Uhr | Diskussion um Exit-Strategie

Noch ist die Lage in Deutschland zu angespannt, um die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus aufzuheben. Aber wann soll es soweit sein und wie soll es ablaufen? Die Wirtschaft drängt.

20:20 Uhr | Die Corona-Krise in Mitteldeutschland - um 21:45 Uhr im MDR Fernsehen

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in Mitteldeutschland informieren wir Sie auch ausführlich im MDR Fernsehen um 21:45 Uhr sowie in unseren Podcasts.

20:12 Uhr | Sportler behalten Olympia-Startplätze

Die Sportler, die bereits für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert waren, behalten ihre Startplätze für 2021. Das gab das Internationale Olympische Komitee bekannt. Bislang hatten sich 57 Prozent der Athleten für die Sommerspiele in Tokio qualifiziert. Die Wettkämpfe sollen wegen der Corona-Krise im kommenden Jahr stattfinden. Ein Termin steht noch nicht fest.

19:56 Uhr | Papst spendet Sondersegen und ruft zu Zusammenhalt auf

Papst Franziskus hat wegen der Coronavirus-Pandemie den Segen "Urbi et Orbi" ("der Stadt und dem Erdkreis") gespendet. Es war eine Premiere im Vatikan: Normalerweise wird der wichtigstes Segen der katholischen Kirchen nur Weihnachten und Ostern erteilt oder bei der Wahl eines neuen Papstes. Damit ist eine Generalabsolution, also der Straferlass bei Sünden, verbunden.

Vor dem menschenleeren Petersplatz in Rom rief Franziskus die Menschen zu mehr Zusammenhalt auf.

Uns wurde klar, dass wir alle im selben Boot sitzen, alle schwach und orientierungslos sind, aber zugleich wichtig und notwendig, denn alle sind wir dazu aufgerufen, gemeinsam zu rudern.

Papst Franziskus

Der Segen und die Rede wurden im Internet live in acht Sprachen, darunter auch Chinesisch und Arabisch, übertragen.

Papst Franziskus erteilt auf dem wegen der Coronavirus-Pandemie leeren Petersplatz den Sondersegen Urbi et Orbi
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19:41 Uhr | TÜV-Fristen werden wegen Corona verlängert

Wegen der Corona-Krise bekommen Autofahrer mit ablaufenden TÜV-Plaketten Aufschub. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte der "Bild"-Zeitung, zur Erneuerung der Plakette würden Autobesitzer während der Pandemie zwei Monate mehr Zeit erhalten. Scheuer betonte, keiner brauche sich Sorgen zu machen, dass sein Auto keinen gültigen TÜV habe. Polizei und Ordnungsämter seien entsprechend informiert.

19:31 Uhr | Milliarden-Kredit des Bundes für TUI

Der Reisekonzern erhält nach eigenen Angaben einen Milliarden-Kredit vom Bund, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Wie der Konzern mitteilte, genehmigte die Bundesregierung einen Überbrückungskredit der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von 1,8 Milliarden Euro. Damit soll eine bereits bestehende Kreditlinie anderer Banken aufgestockt werden. Die Banken müssten dem Bundes-Kredit noch zustimmen.

Der deutsche Touristikkonzern hat wegen der Corona-Pandemie sein gesamtes Reiseprogramm bis zum 23. April ausgesetzt. Eine weitere Belastung stellt die Rückholung deutscher Urlauber aus dem Ausland dar.

19:14 Uhr | Appell an Sachsens Mittelständler

In Sachsen haben Landesregierung, Gewerkschaften und Arbeitgeber zur Nutzung der Milliardenhilfen gegen die Coronakrise aufgefordert. In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, auch kleine und mittelständische Betriebe sollten Kurzarbeit in Anspruch nehmen. Zwar seien Kurzarbeitergeld und staatliche Liquiditätshilfen für viele Neuland, aber sie würden helfen, Arbeitsplätze zu erhalten. Die Unternehmen sollten Kündigungen vermeiden. Der Bundesrat hat heute die milliardenschweren Hilfsmaßnahmen gegen die Coronakrise gebilligt. Bundespräsident Steinmeier hat das Gesetzespaket bereits unterzeichnet.

18:32 Uhr | Halbfinalspiele im DFB-Pokal verschoben

Der Deutsche Fußball-Bund hat die Pokal-Halbfinalspiele auf unbestimmte Zeit verlegt. Der DFB erklärte, wegen der Pandemie sei eine angemessene sportliche Vorbereitung derzeit nicht möglich. Die Spiele waren ursprünglich am 21. und 22. April geplant. Dann sollten Bayern München und Eintracht Frankfurt sowie Saarbrücken und Leverkusen aufeinander treffen.

17:59 Uhr | Fast 1.000 Tote an einem Tag in Italien

In Italien ist die Zahl der am Coronavirus gestorbenen Menschen so drastisch angestiegen wie noch nie an einem Tag seit Ausbruch der Epidemie. Der Zivilschutz teilte mit, 919 weitere Todesfälle seien gemeldet worden. Gesamtzahl im Land steigt damit auf 9.134.

Die Zahl der bekannten Infektionsfälle stieg von 80.539 auf 86.498. Von den Menschen, die sich angesteckt haben, seien inzwischen fast 11.000 wieder vollständig genesen, hieß es.

Auch in den USA werden immer mehr Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus und deutlich mehr Infektionen verzeichnet.Die Gesundheitsbehörde CDC teilte mit, binnen 24 Stunden sei die Zahl der Toten von 994 auf 1.246 gestiegen. Bis zum Donnerstagnachmittag seien 85.356 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Zur selben Zeit am Tag zuvor seien es noch 68.440 Fälle gewesen.

Weltweit sind inzwischen mehr als eine halbe Million Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation mit. Mehr als 20.000 Menschen seien an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann, gestorben.

17:52 | Frankreich verlängert Ausgangssperre

Frankreichs Regierung hat die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um gut zwei Wochen verlängert. Premierminister Édouard Philippe sagte, die Franzosen müssten mindestens bis zum 15. April zu Hause bleiben. Der Zeitraum werde verlängert, wenn die Situation es verlange.

Seit anderthalb Wochen gelten in Frankreich strenge Regeln. Die Menschen dürfen das Haus nur verlassen, wenn es notwendig ist. Täglich ist außerdem eine Stunde Sport oder Gassigehen im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt. Frankreich ist schwer getroffen von der Covid-19-Pandemie. Bis Donnerstagabend wurden rund 1.700 Todesfälle registriert.

17:43 Uhr | Auch Aldi zahlt Mitarbeitern Prämie

Auch die Mitarbeiter von Aldi erhalten einen Bonus für ihren Einsatz in der Corona-Krise. Aldi Nord und Aldi Süd kündigten an, dafür insgesamt 20 Millionen Euro auszugeben. Die Prämien sollen aus steuerlichen Gründen in Form von Warengutscheinen ausgeschüttet werden. Die Höhe variiert je nach Tätigkeit zwischen 100 und 250 Euro pro Mitarbeiter. Zuvor hatten bereits Rewe, Lidl, Kaufland und Real Bonuszahlungen für ihre Mitarbeiter angekündigt.

17:30 Uhr | Bratwurstverkauf bleibt in Thüringen erlaubt

Der Verkauf von Bratwürsten bleibt in Thüringen unter strengen Hygienevorschriften auch in der Corona-Krise erlaubt. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, darf auch Eis an Verkaufsständen verkauf werden. Die geschlossenen Eiscafés dagegen dürfen dagegen kein Eis außer Haus verkaufen. Bratwürste und Eis dürfen aber nicht vor Ort gegessen werden.

17:10 Uhr | Kekulé für selektive Quarantäne durch Selbsttests als Exit-Strategie

Der Virologe Alexander Kekulé unterstützt die derzeit im Bundesinnenministerium diskutierte Strategie. Im Podcast von MDR AKTUELL bezog er sich auf die Berichte, dass im Kampf gegen das Corona-Virus auf Massentests gesetzt werden solle.

Es sei sehr gut, wenn nun auf diese Linie eingeschwenkt werde. Kekulé plädiert hier für ein zweistufiges Vorgehen. Zuerst müssten die Kapazitäten zur Auswertung der Tests erhöht werden. Im zweiten Schritt müssten Selbsttests folgen, die ähnlich wie Schwangerschaftstest funktionierten. "Dann hätten wir die Möglichkeit, sozusagen eine selektive Quarantäne zu machen", sagte der Virologe.

Jeder wisse dann selbst, ob er ansteckend sei und könne das Risiko mit abwägen. Das sei der wertvolle Gehalt an diesen Selbsttests. So gebe es Studien aus Südkorea, die relativ deutlich zeigten, dass diese Strategie zusammen mit dem Tragen der Masken funktioniere.

17:04 Uhr | Abstrichzentrum in Jessen eingerichtet

In dem abgeriegelten Bereich der Stadt Jessen im Landkreis Wittenberg ist ein Abstrichzentrum eingerichtet worden. Wie ein Sprecher mitteilte, ist die Einrichtung ausschließlich den 8.000 Einwohnern der Ortsteile Jessen und Schweinitz vorbehalten. Getestet würden aber nur Verdachtsfälle. Die beiden Orte stehen seit gestern unter Quarantäne. Die Zufahrten sind abgeriegelt. Zuvor waren in kurzer Zeit mehr als 40 Menschen an Covid-19 erkrankt.

16:50 Uhr | Thüringen zahlt Soforthilfe aus

Die Thüringer Aufbaubank hat mit der Auszahlung der Soforthilfen für Unternehmen in der Corona-Krise begonnen. Eine Sprecherin sagte dem MDR, am Freitag seien an die ersten Betriebe Gelder überwiesen worden. Damit sei es gelungen, vier Tage nach Freischaltung der Formulare die Anträge zu bearbeiten und zu bewilligen. Im Vergleich der Bundesländer habe Thüringen bei der Corona-Soforthilfe besonders schnell gearbeitet. Bisher haben mehrere Tausend Unternehmen Antrag auf Soforthilfe gestellt. Allein bei der Industrie- und Handelskammer Erfurt gingen über 3.000 Anträge ein. Das Soforthilfeprogramm des Landes sieht vor, dass kleine Unternehmen und Solo-Selbstständige zwischen 5.000 und 30.000 Euro Unterstützung erhalten.

16:30 Uhr | Polizei kontrolliert in Görlitz

Das öffentliche Leben in Deutschland sollte stillstehen. Viele halten sich an die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, aber eben nicht alle. Deshalb sind verstärkt Streifen unterwegs. Ein Bericht aus Görlitz.

16:24 Uhr | Diskussion über Behandlung von Patienten im Extremfall

Angesichts steigender Covid-19-Fallzahlen auch in Deutschland diskutieren Mediziner und Ethiker mögliche Triage-Situationen in Kliniken. Im Kern geht es dabei um die Frage, nach welchen Kriterien Mediziner mögliche Entscheidungen über die Versorgung von Patienten treffen könnten, sollte es auch in Deutschland mehr schwer an Covid-19 Erkrankte geben als intensivmedizinische Betreuungsplätze.

16:04 Uhr | Rentner können mehr hinzuverdienen

Zu Bewältigung der Corona-Krise ist die Hinzuverdienstgrenze für Rentner deutlich angehoben worden. Wie die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland mitteilte, steigt sie für das Jahr 2020 von 6.300 Euro auf 44.590 Euro. Bei Jahreseinkünften bis zu dieser Höhe wird damit die vorgezogene Altersrente nicht gekürzt. Ab dem Jahr 2021 gelte dann wieder die bisherige Grenze von 6.300 Euro, hieß es.  

Außerdem habe die Bundesregierung die Zeitgrenze für eine kurzzeitige Beschäftigung für die Zeit von März bis Ende Oktober 2020 auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Diese Beschäftigungsverhältnisse sind sozialversicherungsfrei. Die befristete Ausweitung erfolgt insbesondere mit Blick auf Saisonkräfte in der Landwirtschaft. Normalerweise liegt die Grenze bei drei Monaten oder 70 Arbeitstagen.

15:49 Uhr | Strafverfahren wegen Anhusten

Weil er einen jungen Mann angehustet und dabei "Ich habe Corona" gerufen hat, muss sich ein 38-Jähriger in Nordrhein-Westfalen wegen Körperverletzung verantworten. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Wie die Polizei in Brilon mitteilte, hatte sich der Mann in einem Supermarktaggressiv verhalten und über eine kurzzeitig unbesetzte Kasse aufgeregt. Ein 24-Jähriger habe versucht, ihn zu beruhigen. Dabei sei er dann angehustet worden. Ob der 38-Jährige tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert ist, müsse nun das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises prüfen.

15:32 Uhr | Keine Lockerung der Corona-Maßnahmen in Halle in Sicht

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand sieht noch keine Möglichkeit, die Einschränkungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie zu lockern. Für eine Entwarnung gebe es keinen Grund, sagte er. Erst nach Ostern könne eine erste Bilanz gezogen werden. Derzeit sind laut Wiegand in Halle 113 Infektionsfälle gemeldet, neun mehr als am Vortag. 22 Menschen befänden sich in stationärer Behandlung.

15:05 Uhr | Thüringer Ärzte helfen in Norditalien

Thüringer Ärzte sollen Kollegen in Norditalien im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützen. Wie das Gesundheitsministerium in Erfurt mitteilte, wird ein Team aus Ärzten und Pflegekräften des Universitätsklinikums Jena in die Lombardei entsandt. Auch sollen vier Beatmungsgeräte in Italien eingesetzt werden. Ministerin Heike Werner sagte, sie sei stolz, dass man einen Beitrag zur Linderung der großen Not leisten könne. Zugleich biete der Einsatz den Medizinern eine Möglichkeit, mehr über Covid-19 zu lernen. Anders als etwa Sachsen hat sich Thüringen dagegen entschieden, Corona-Patienten aus Italien aufzunehmen. Als Grund wurde die hohe Belastung für die Patienten bei einem Transport nach Deutschland genannt.

14:50 Uhr | Ärztevertreter: Flächendeckende Tests nicht möglich

Ärztevertreter in Deutschland halten flächendeckende Corona-Tests wie in Südkorea für nicht möglich. Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes erklärte, dafür gebe es in Deutschland zu wenig Personal und zu wenig Labor-Kapazität.

WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" berichten indes, in einem Strategiepapier des Bundesinnenministeriums forderten Experten eine schnelle Erhöhung der Testkapazitäten. Diese sei überfällig, um schlimmere Folgen abzuwenden. Der "Bild"-Zeitung zufolge sollen Tests unter anderem auch in Laboren der Pharma-Forschung und der Tiermedizin erfolgen.

Den Behörden in Südkorea war es mit Massentests und der Isolierung von Erkrankten gelungen, die Ausbreitung des Erregers zu verlangsamen, ohne das öffentliche Leben zum Stillstand zu bringen.

14:43 | Mieter müssen keine Kündigung fürchten

Wer aufgrund von Kurzarbeitergeld oder fehlenden Umsätzen seine Miete nicht bezahlen kann, braucht nicht zu fürchten, seine Wohnung zu verlieren. Die von Bundestag und Bundesrat beschlossenen Hilfen in der Corona-Krise sehen auch einen Mieterschutz vor.  

14:09 Uhr | 127 Patienten aus Frankreich und Italien

Deutschland will insgesamt 127 Patienten aus Frankreich und Italien intensivmedizinisch versorgen. Das erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Die Angebote der Bundesländer addierten sich mittlerweile auf 73 Plätze für Schwerkranke aus Italien und 50 aus Frankreich. In beiden Ländern sind die Kliniken überfüllt. Deutschland hat derzeit eine relativ geringe Zahl an Toten zu beklagen und verfügt noch über freie Intensivbetten.

14:03 Uhr | Flüchtlinge verlassen türkisch-griechische Grenze

Die an der türkisch-griechischen Grenze verbliebenen Flüchtlinge und Migranten sind einem Medienbericht zufolge abgezogen. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am Freitag, dass die Menschen "ihre Bitte, das Areal zu verlassen, den Migrationsbehörden der Provinz Edirne übermittelt" hätten.

Gleichzeitig hätten türkische Beamte die Menschen vor einer Infizierung mit dem Coronavirus gewarnt. Die Menschen seien mit Bussen in Gästehäuser für eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden, hieß es weiter. Danach würden sie zu "angemessenen" Orten gebracht. Wie viele Menschen sich auf der zuletzt abgesperrten türkischen Seite des Grenzgebiets noch befänden, blieb unklar. Schätzungen griechischer Sicherheitskräfte zufolge waren es nur noch wenige Hundert Menschen.

Deutschland nimmt derweil aktuell keine Menschen in Not mehr auf, schiebt aber weiterhin in andere Länder ab. Menschenrechtsorganisatioen und einige Politiker kritisierten das genauso wie die Bedingungen in den Ankerzentren.

13:50 Uhr | Gutscheine für Pauschalreisen?

Der sächsische Bundestagsabgeordnete Andrea Lämmel hält wenig von Gutscheinen als Ersatz für abgesagte Pauschalreisen. Lämmel sagte MDR AKTUELL, Kunden müssten Gewissheit haben, dass sich ein Gutschein auch in eine Leistung umwandeln lasse. Er nütze nichts, wenn das Unternehmen pleite gehe. Durch die Corona-Krise sind viele Reiseanbieter in finanzielle Not geraten. Die deutsche Reise- und Luftverkehrsbranche fordert deshalb, die Erstattung von stornierten Pauschalreisen und Flügen vorübergehend auszusetzen. Die Bundesregierung prüft die Gutschein-Variante.

13:35 Uhr | Gericht: Vorerst keine Zwangsräumungen

Das Landgericht Berlin hat die Rechte von Mietern gestärkt, denen während der Corona-Krise eine Zwangsräumung droht. Das Gericht entschied, dass gerichtliche Räumungsfristen mindestens bis zum 30. Juni verlängert werden müssen. Zur Begründung hieß es, wegen der Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus sei es derzeit unwahrscheinlich, eine neue Wohnung zu finden. Die Verlängerung hatte ein Berliner Mieter beantragt. Er war im Dezember vom Amtsgericht Mitte dazu verurteilt worden, seine Wohnung bis Ende März zu räumen.

13.24 Uhr | Neuer "Drive-In" in Halle

In Halle hat eine neue Corona-Teststation geöffnet. Grundsätzlich kann sich dort jeder testen lassen. Wer aber ohne Symptome und nur zur inneren Beruhigung kommt, muss den Test selbst bezahlen.

13:18 Uhr | Thüringer Blumenläden dürfen wieder öffnen

In Thüringen dürfen nach einer neuen Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus seit Freitag Floristikgeschäfte wieder öffnen. Allerdings gelten laut Gesundheitsministerium in Erfurt strenge Hygiene- und Abstandsregeln.

13:15 Uhr | Bundeswehr setzt 15.000 Soldaten ein

Die Bundeswehr setzt zur Unterstützung von Bundesländern und Kommunen in der Corona-Krise 15.000 Soldaten ein. Diese Männer und Frauen stünden "in abgestufter Verfügungsbereitschaft", sagte Generalleutnant Martin Schelleis, der den militärischen Unterstützungseinsatz anführt, am Freitag in einer telefonischen Pressekonferenz. Volle Einsatzbereitschaft sei in der kommenden Woche geplant. Die Bundeswehr sei auf eventuelle Lageverschärfungen vorbereitet. Bis Freitagmorgen seien 200 Anträge auf Amtshilfe eingegangen, ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vortag. In Mitteldeutschland hilft die Truppe aktuell etwa an einer Teststation in Gera.

13:01 Uhr | Experte: Osten könnte glimpflicher davonkommen

Die Coronavirus-Epidemie könnte in Mitteldeutschland einen milderen Verlauf nehmen als in Westdeutschland. Prof. Mathias Pletz, Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Jena, äußerte im MDR-Magazin "Hauptsache Gesund" die Hoffnung, dass das Kontaktverbot für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen noch rechtzeitig gekommen ist. Er begründet das damit, dass die ersten Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt etwa sechs Wochen später aufgetreten seien als in Nordrhein-Westfalen. Kurz danach wurden die ersten Einschränkungen erlassen. Die beschlossenen Maßnahmen könnten so besser greifen und hohe Fallzahlen verhindern.

12.45 Uhr | Experten raten zu Schutzmasken

Virologen, Mediziner und andere Fachleute empfehlen einen flächendeckenden Einsatz von Schutzmasken in Deutschland, um das Coronavirus in den kommenden Wochen einzudämmen. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung":

Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum.

Klaus Reinhardt Präsident der Bundesärztekammer

Bereits am Mittwoch hatte der Virologe Alexander Kekulé im MDR-Podcast Kekulés Corona-Kompass gesagt: "OP-Masken müssen zum Standard werden." Ein großes Problem ist allerdings, dass Schutzmasken derzeit kaum verfügbar sind:

12:27 Uhr | Boris Johnson positiv getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit:

12:20 Uhr | 17 Infizierte in Pflegeheim in Triptis

In einem Pflegeheim in Triptis in Thüringen gibt es 17 bestätigte Corona-Fälle: sieben bei Mitarbeitern, zehn bei Senioren. Das teilte das Landratsamt Schleiz am Freitag mit. In dem Heim leben 66 Senioren. Lediglich eine Frau musste in ein Krankenhaus nach Greiz gebracht werden. Die betroffenen Senioren werden nun beobachtet. Laut Pandemie-Stab werden bei den Senioren stündlich Fieber und regelmäßig Puls und Blutdruck gemessen werden. Eine Quarantäne für die Stadt Triptis hält Landrat Thomas Fügmann nicht für nötig. Wegen des seit Monatsmitte geltenden Besuchsverbots hätten die Heimbewohner nur noch mit den Mitarbeitern direkt Kontakt gehabt.

11:46 Uhr | Zwei Drittel aller Todesfälle in Europa

Etwa jede zweite bestätigte Infektion mit dem Coronavirus sowie zwei Drittel aller damit verbundenen Todesfälle gehen bislang auf Europa zurück. Das teilte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Freitag mit. Das ECDC bezog sich dabei auf Zahlen vom Donnerstagvormittag, die nun bereits wieder deutlich gestiegen sind.

11:25 Uhr | Bundesrat beschließt Hilfspaket

Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat das umfassende deutsche Hilfspaket gegen die Corona-Krise gebilligt.

11:21 Uhr | Prüfungen von Azubis verschoben

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) verschieben wegen der Corona-Krise die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Hiervon seien rund 210.000 Auszubildende betroffen, teilten die Kammern am Freitag mit. Bis einschließlich Mai finden demnach auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Die Azubi-Prüfungen sollen im Juni nachgeholt werden.

11:13 Uhr | Asylbewerber in Sachsen-Anhalt unter Quarantäne

Sachsen-Anhalts Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber in Halberstadt ist unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte das Landesverwaltungsamt in Halle mit. In der Einrichtung gebe es einen Corona-Fall. Das Haus mit knapp 900 Bewohnern werde nun für zwei Wochen isoliert. Verpflegung und Versorgung seien gesichert. Auch 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden laut Landesverwaltungsamt unter Quarantäne gestellt.

11:10 Uhr | Weitere Infizierte bei Leipzig gegen Tottenham

Beim Champions-League-Spiel von RB Leipzig gegen Tottenham am 10. März waren nach Recherchen von "Sport im Osten" mehrere weitere mit dem Coronavirus infizierte Zuschauer. Eine Gruppe von drei Männern, gerade aus dem Skiurlaub in Ischgl zurückgekehrt, besuchte demnach das Spiel und meldete sich wenig später mit Symptomen beim Arzt.

10:45 Uhr | Weitere Naherholungsgebiete in Sachsen gesperrt

In Sachsen werden für das Wochenende weitere Sperrungen in Naherholungsgebieten vorbereitet. Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kündigte an, Wanderparkplätze in der Sächsischen Schweiz, dem Tharandter Wald und der Dippoldiswalder Heide zuzumachen. Der erwartete Ausflugsverkehr solle dort am Wochenende mit Kontrollen an Zu- und Abfahrten unterbunden werden.

Gestern hatte bereits die Stadt Leipzig angekündigt, Parkplätze zu sperren, etwa am Cospudener See oder am Wildpark. In der Regelung zur Ausgangs-Beschränkung in Sachsen wird Sport und Spazierengehen im Umfeld des Wohnbereichs erlaubt, ohne aber einen konkreten Radius zu nennen.

10:41 Uhr | Kriminelle nutzen Krise aus

Die europäische Polizeibehörde Europol hat eine schnelle Zunahme von Verbrechen im Zusammenhang mit der Corona-Krise registriert. Die Behörde erklärte, kriminelle Banden hätten ihre Methoden sehr schnell angepasst. So sei der Verkauf von gefälschten Schutzmasken, Desinfektionsgels oder Medikamenten um ein Vielfaches gestiegen. Europol warnte zugleich vor Cyber-Kriminellen. Diese nutzten aus, dass viele Menschen von zu Hause arbeiteten und sich über weniger gut gesicherte Heimcomputer in die Netzwerke von Firmen oder Organisationen einwählten.

Ein anderes aktuelles Beispiel: Aus dem Lager des Carl-von-Basedow-Klinikums in Merseburg sind in großen Mengen Desinfektionsmittel, Schutzmasken und Schutzanzüge gestohlen worden, berichtet MDR SACHSEN-ANHALT.

10:35 Uhr | Wendt verteidigt Aufnahme italienischer Patienten

Der Bundestagsabgeordnete Marian Wendt hat die Verlegung italienischer Covid-19-Patienten an sächsische Kliniken verteidigt. Der CDU-Abgeordnete aus Nordsachsen sagte MDR AKTUELL, es sei "menschlich und moralisch schwer vertretbar", wenn Deutschland trotz vorhandener Kapazitäten keine Hilfe leiste. Kein sächsischer Patient müsse Nachteile fürchten.

10:20 Uhr | NRW verschiebt Abiturprüfungen

Nordrhein-Westfalen verschiebt die Abiturprüfungen um drei Wochen. Die Hauptprüfungen sollen erst ab 12. Mai beginnen, teilte das Bildungsministerium mit.

In Mitteldeutschland sind die Schülerinnen und Schüler verunsichert. Genaue Termine gibt es hier noch nicht:

10:16 Uhr | Mitteldeutsche Länder wollen mehr Beatmungsplätze schaffen

Fast 2.200 Krankenhausplätze mit der Möglichkeit zur maschinellen Beatmung gibt es derzeit in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Rund 1.000 Betten könnten sofort belegt werden. Alle drei Bundesländer wollen die Zahl der Betten aufstocken. Sachsen-Anhalt und Thüringen wollen ihre Kapazitäten sogar verdoppeln.

09:45 Uhr | Die Lage in Mitteldeutschland

Die Kollegen in den Landesfunkhäusern berichten wie gewohnt in eigenen Tickern und Newsblogs über die Entwicklungen:

09:37 Uhr | Rund 5.800 Neu-Infizierte in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der bekannten Infektionen in Deutschland aktuell mit 42.288 an. Das sind 5.780 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg demnach auf 253.

Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in den USA meldete für Deutschland bereits 43.938 Infizierte. Das JHU gibt die Zahl der Toten in Deutschland mit 267 Tote an.

09:21 Uhr | Strenge Ausgangsbeschränkungen in Ungarn

Ungarns Regierung verhängt ab Samstag eine zweiwöchige, weitgehende Ausgangssperre. Einkäufe und körperliche Betätigung im Freien in begrenztem Rahmen seien weiterhin erlaubt, allerdings gelte ein Kontaktverbot, erklärte Ministerpräsident Viktor Orban. Der Höhepunkt der Krankheitswelle sei in Ungarn im Juni oder Juli zu erwarten. Aktuell sind in dem Land 300 Infektionen und zehn Todesfälle bestätigt.

08:42 Uhr | Trump mäßigt Rhetorik über China

Chinas Präsident Xi Jinping hat nach Angaben seiner Regierung in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump für eine Verbesserung der bilateralen Beziehungen geworben. Die einzig richtige Entscheidung sei es, dass beide Länder zusammenarbeiten, sagte Xi in dem Gespräch, wie das Außenministerium in Peking mitteilte.

China sei bereit, die USA im Umgang mit dem Coronavirus zu unterstützen. Trump schreibt auf Twitter, er habe mit Xi "detailliert" über den Virus-Ausbruch gesprochen: "China hat viel durchgemacht und ein starkes Wissen über das Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Viel Respekt!". Zuletzt hatten die USA China im Zusammenhang mit der Corona-Krise, die in der chinesischen Großstadt Wuhan ihren Ausgang nahm, wiederholt kritisiert. Statt vom Coronavirus sprach Trump häufig auch vom "chinesischen Virus".

08:03 Uhr | Deutschland will Test-Kapazitäten massiv ausbauen

Deutschland plant offenbar, die Kapazitäten zum Testen auf das Coronavirus massiv auszubauen. Das berichten "Süddeutsche Zeitung", WDR und NDR sowie die "Bild"-Zeitung. SZ, NDR und WDR berufen sich dabei auf ein vertrauliches Strategiepapier des Bundesinnenministeriums, die "Bild" auf das Ergebnis einer Telefonschalte zwischen Kanzleramtsminister Helge Braun mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder.

In dem Papier des Innenministeriums stehe demnach, dass die größtmögliche Erhöhung der Testkapazitäten in Deutschland "überfällig" sei. Vorbild sei dabei Südkorea, berichten SZ, NDR und WDR. Den Behörden in Südkorea war es mit Massentests und der Isolierung von Erkrankten gelungen, die Ausbreitung des Erregers zu verlangsamen, ohne das öffentliche Leben zum Stillstand zu bringen.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll die Ausweitung der Tests nach Plänen der Staatskanzleien und des Kanzleramts durch eine "Hochdurchsatz-Methode" aus der Pharmaforschung oder durch die Nutzung von Laboren aus der Tiermedizin erreicht werden. Zudem wurde dem "Bild"-Bericht zufolge beim Robert Koch-Institut eine neue Arbeitsgruppe zur Ausweitung der Testkapazitäten eingerichtet.

07:43 Uhr | Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt fürchtet häusliche Gewalt

Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt rechnet damit, dass Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen in der Coronavirus-Krise zu mehr häuslicher Gewalt führen. Die Vorsitzende Eva von Angern sagte MDR AKTUELL, das könne man am Beispiel China deutlich sehen. Alle 19 Frauenhäuser in Sachsen-Anhalt seien offen. Eine Beratung finde momentan aber nur per Telefon statt. Für Frauen, die sich überwiegend in Wohnungen aufhielten, sei das aber eine schwierige Situation. In einem unbeobachteten Moment in einer Beratungsstelle anrufen, sei fast unmöglich.

06:52 Uhr | Rückholaktion zieht sich hin

Die Rückholaktion der Bundesregierung für die gestrandeten Urlauber im Ausland wird mindestens noch zwei Wochen dauern. Das Auswärtige Amt sprach von einer gigantischen Aufgabe. Bisher seien Menschen aus Hauptferienzielen wie Ägypten, Marokko oder die Dominikanische Republik zurückgeholt worden. Nun gehe es um kleine Gruppen von Abenteuer-Urlaubern. Es sei nicht möglich, irgendwo nur zehn Leute abzuholen. Deshalb werde man versuchen, regional Gruppen zu bilden. Zum Beispiel werde man Touristen von den pazifischen Inseln in Neuseeland zusammenziehen und dann ausfliegen.

Neuseeländische Medien berichteten am Freitag allerdings, dass die Regierung des Landes die Rückholaktionen ausländischer Touristen vorerst gestoppt habe. Der Grund seien Sicherheitsbedenken, berichtet das Magazin "Stuff". Demnach solle zunächst bis zum 31. März ein System erarbeitet werden, mit dem sichergestellt werden könne, dass es zu keinen weiteren Ansteckungen kommt. Als Gefahr werden zum Beispiel zusätzliche Inlandsflüge genannt. Nach Angaben der deutschen Botschaft meldeten sich bis Mittwoch rund 12.000 deutsche Reisende in Neuseeland für das Rückholprogramm an.

06:38 Uhr | Vorsichtsmaßnahmen bei der Strom- und Gasversorgung

Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass in der Corona-Krise die Strom- und Gasversorgung stabil bleibt. Auf Anfrage von MDR AKTUELL hieß es, man nehme die Situation ernst. Die Bundesnetzagentur stehe in Kontakt zu den Netzbetreibern und lasse sich über die Lage und Vorsorgemaßnahmen informieren. Die Netzbetreiber seien bestmöglich vorbereitet, eine sichere Versorgung zu gewährleisten. Eine besondere Gefährdung der Strom- und Gasversorgung sei nicht erkennbar.

Die Leag erklärte, sie habe für Notunterkünfte und Notausrüstung gesorgt, falls Beschäftigte zur Vermeidung von Außenkontakten im Kraftwerk bleiben müssten. Die Stadtwerke Leipzig erklärten, man achte darauf, Teams nicht zu vermischen und desinfiziere auch Räume.

06:26 Uhr | Weiter Verwirrung um "Wohnumfeld" in Sachsen

Die sächsische Landesregierung hat die Definition des Wohnumfeldes in der Ausgangsbeschränkung wegen der Coronavirus-Pandemie bewusst unkonkret gelassen. Sozialministerin Petra Köpping sagte MDR AKTUELL, man habe im Freistaat die Möglichkeit geschaffen, sich durchaus an der frischen Luft zu bewegen.

Aber es gibt eben Leute, die haben eine grüne Fläche neben ihrem Wohnhaus und andere müssen ein Stück weiter fahren.

Petra Köpping, SPD Sozialministerin Sachsen

Etwas konkreter äußerte sich Innenminister Roland Wöller (CDU). Er sagte, das private Wohnumfeld sei auf jeden Fall verlassen, wenn man als Dresdner in die Sächsische Schweiz Wandern oder Klettern gehe.

Die Leipziger Polizei hatte gestern eingeräumt, dass es eine Fünf-Kilometer-Beschränkung beim Spazierengehen und Sporttreiben nicht gibt. Lesen Sie den vollständigen Bericht von Lydia Jakobi:

05:20 Uhr | Südkorea meldet Rückgang und warnt vor Optimismus

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist in Südkorea wieder leicht zurückgegangen. Den Gesundheitsbehörden zufolge kamen am Donnerstag 91 Fälle hinzu. Damit liegt die Zahl der täglich erfassten Fälle seit einigen Tagen um die Schwelle von 100. Bisher wurden in dem Land 9.332 Menschen positiv auf Corona-Virus getestet. Es wurden 139 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus gebracht. Zwar gibt es in Südkorea seit dem Höhepunkt Ende Februar mit über 900 Infektionsfällen pro Tag einen deutlichen Abwärtstrend. Doch warnen die Behörden, dass sich die Zahl wegen einer Zunahme der "importierten" Fälle und durch lokale Häufungen wieder schnell erhöhen könne.

04:50 Uhr | Sonneberg ruft Einwohner zum Nähen von Schutzmasken auf

Die Stadt Sonneberg hat ihre Einwohner zum Nähen von Atemschutzmasken aufgerufen. "Bis Ostern soll jede und jeder Sonneberger zumindest einen Mund-Nase-Schutz sein Eigen nennen", sagte Bürgermeister Heiko Voigt. Aufgrund seiner Geschichte als Spielzeugstadt seien die Fertigkeiten und die nötigen Geräte in vielen Haushalten vorhanden. Auf der Homepage der Stadt gibt es dazu eine Anleitung und ein Schnittmuster zum Download. Das örtliche Jobcenter hat angekündigt, dass auch Flüchtlingsfrauen im Rahmen von 1,50-Euro-Jobs Masken nähen sollen.

03:40 Uhr | Deutsche Kreuzfahrt-Passagiere in Australien können Heimreise antreten

Die Heimreise der wegen mehrerer Corona-Fälle vor Australien gestrandeten rund 830 Passagiere eines deutschen Kreuzfahrtschiffs ist gesichert. "Bis Ende des Wochenendes werden fast alle von ihnen in drei Flugzeugen nach Deutschland gebracht", kündigte der australische Finanzminister Mathias Cormann an. Die erkrankten fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder an Bord der "MS Artania" würden in Australien behandelt.

03:10 Uhr | USA haben nun die meisten Corona-Infektionen

Die USA haben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. In dem Land gab es demnach bis Donnerstagabend 82.400 bekannte Infektionen, in China rund 81.800 (chinesischen Angaben zufolge 81.340) und etwa 80.600 in Italien. Weltweit seien nun mehr als eine halbe Million Fälle registriert.

02:15 Uhr | China meldet 55 Neuinfektionen

In Festland-China melden die Behörden 55 Neu-Infektionen. Unter diesen Fällen sei zum ersten Mal seit drei Tagen auch wieder eine sogenannte örtliche Infektion. Alle anderen Fälle stünden aber im Zusammenhang mit Reisenden aus dem Ausland. Insgesamt seien damit jetzt 81.340 Infektionen bekannt. Die Zahl der Todesopfer stieg um fünf auf 3.292.

01:30 Uhr | Studie schätzt bis zu 81.000 Virus-Tote für die USA

Die Universität Washington hält einer Studie zufolge in den kommenden vier Monaten mehr als 81.000 Virus-Tote in den USA für möglich. Manche Schätzungen gingen sogar von der doppelten Zahl aus, andere dagegen von 38.000 Todesopfern, sagte Studienleiter Christopher Murray. Die große Abweichung begründet er damit, dass die unterschiedlich schnelle Ausbreitung des Virus in verschiedenen Regionen den Forschern Rätsel aufgebe.

00:20 Uhr | Medienbericht: Bund und Länder wollen Testkapazitäten ausweiten

In der Coronavirus-Krise streben Bund und Länder einem Medienbericht zufolge eine Ausweitung der Testkapazitäten für Infektionen mit dem Virus an. Die "Bild"-Zeitung zitiert aus einem internen Beschlussprotokoll einer Telefonkonferenz zwischen Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien der Länder, die am Mittwoch stattgefunden habe. Darin heiße es: "Bund und Länder stimmen darüber ein, die Kapazitäten zur Testung auf das neue Corona-Virus deutlich zu erhöhen." Die jüngsten internationalen und heimischen Erfahrungen mit der Corona-Pandemie zeigten, dass die schnelle Verfügbarkeit von Testungen auf das Coronavirus wesentlich für die Eindämmung und schnelle Behandlung der Kranken sei. In dem Bericht heißt es weiter, die Ausweitung der Kapazitäten solle laut Beschluss durch eine "Hochdurchsatz-Methode" aus der Pharma-Forschung oder durch die Nutzung von Laboren aus der Tiermedizin erreicht werden.

00:05 Uhr | Merkel gegen Lockerung der Ausgehbeschränkungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte noch nicht über eine Lockerung der Ausgehbeschränkungen diskutieren. Es sei dafür noch nicht der Zeitpunkt gekommen, sagte Merkel nach dem Videogipfel der EU-Staats- und Regierungschefs. Sie müsse die Bevölkerung um Geduld bitten. Die Inkubationszeit dauere mindestens fünf Tage und könne bis 14 Tage dauern, sagte Merkel. Nachdem die am vergangenen Sonntag beschlossenen Maßnahmen erst am Montag in weiten Teilen Deutschlands in Kraft getreten seien, sei man noch nicht in dem Bereich, in dem man sehen könne, ob sie wirkten. Es gelte weiter, daran zu arbeiten, dass das Gesundheitssystem nicht durch eine zu hohe Zahl an Infizierten überfordert werde.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. März 2020 | 00:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. März 2020, 00:33 Uhr