Coronavirus 14. August: 7-Tage-Schnitt erstmals wieder über 1.000 Neuinfektionen

Der Durchschnittswert der täglichen Neuinfektionen in einer Woche ist erstmals seit Anfang Mai wieder auf über 1.000 gestiegen. Das RKI warnte angesichts der Entwicklung vor Kontrollverlust. Für Reisende aus Deutschland gilt inzwischen fast ganz Spanien als Risikogebiet. Die Telekom hat Pläne für eine Bildungs-Flatrate konkretisiert. Alle Entwicklungen im Ticker.

Corona Teststation Heideholz an der A17 - Frau beim Test
Bildrechte: MDR/Tino Plunert

Unser Ticker am Freitag, 14. August 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:32 Uhr | Deutschland will überschüssige Schutzmasken abgeben

Die Bundesregierung will überschüssige Corona-Schutzmasken an andere Staaten abgeben. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, das sei auch ein Akt der Solidarität. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" handelt es sich um 250 Millionen Schutzmasken, die Deutschland zu Beginn der Pandemie gekauft hatte, als die Vorräte als knapp eingestuft worden waren. Abgegeben werden sollen nun vornehmlich Masken, deren Haltbarkeit bald abläuft. Der größere Teil der nicht benötigten Masken geht in eine nationale Reserve.

22:15 Uhr | Telekom plant Bildungs-Flatrate

Die Deutsche Telekom will eine Bildungs-Flatrate für das digitale Lernen einführen. Wie ein Konzernsprecher mitteilte, können Schülerinnen und Schüler für zehn Euro monatlich einen Mobilfunk-Tarif buchen, der die Datennutzung mit unbegrenztem Volumen erlaubt. Das Angebot gelte nur für Bildungsinhalte. Dienste wie Netflix könnten damit nicht genutzt werden. Dem Sprecher zufolge soll die Flatrate möglichst zum Ende der Sommerferien in ganz Deutschland bereitstehen. Die Telekom reagiert damit als erster Anbieter auf einen Vorstoß von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Sie hatte die Unternehmen um preiswerte Angebote für Schüler aus finanziell schlechter gestellten Familien gebeten.

21:21 Uhr | Corona bremst Tourismus aus

Das Robert Koch-Institut sieht vor allem die Urlaubsreisen als Grund für den Corona-Anstieg in Europa. Das sehen wohl auch Behörden anderer Länder so. Frankreich etwa verschärft mitten in der Saison die Regeln. Das ist hart für die Tourismusindustrie.

20:53 Uhr | Österreich warnt vor Reisen nach Kroatien

Österreich warnt wegen gestiegener Corona-Infektionszahlen in Kroatien vor Reisen in das Land. Nach Angaben der Regierung tritt die Reisewarnung am Montag in Kraft. Österreicher, die sich in Kroatien befinden, wurden zur Heimreise aufgefordert. Deutsche Urlauber müssten Österreich bei der Rückfahrt dann ohne Zwischenstopp durchqueren.

Kroatien meldete in den verganenen Tagen immer wieder Rekordwerte an Neuansteckungen mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie. Zuletzt wurde auch in Deutschland bei vielen Reisenden nach Rückkehr aus Kroatien eine Coronavirus-Infektion festgestellt. Das RKI hat das Land bislang noch nicht als Risikogebiet eingestuft.

18:56 Uhr | Bayern: 262 Anzeigen wegen Masken-Verstößen

Bei einer bayernweiten Kontrollaktion der Polizei zur Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sind 262 Anzeigen erstattet worden. Nach Angaben des Innenministeriums hatten am Donnerstag etwa 1.500 Beamte im öffentlichen Nahverkehr überprüft, ob Passagiere die vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung trugen. Innenminister Joachim Herrmann sagte, die meisten Menschen hätten sich an die Vorgabe gehalten. Rund 3.000 Fahrgäste seien wegen geringfügiger Verstöße ermahnt worden. Man dürfe nicht nachlässig werden, solange die Infektionsgefahr nicht gebannt sei.

18:27 Uhr | EU-Kommission kauft 300 Millionen Impfstoffdosen

Die EU hat sich Hunderte Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffes gegen das Coronavirus gesichert. Dazu wurde nach Angaben aus Brüssel ein Rahmenvertrag mit dem Pharmaunternehmen AstraZeneca geschlossen. Konkret geht es um den Kauf von 300 Millionen Dosen, mit der Option auf weitere 100 Million. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem ersten Grundpfeiler für eine europäische Impfstrategie. Ähnliche Absprachen sollen auch mit anderen Pharmaunternehmen getroffen werden. Da es noch keinen Impfstoff für den EU-Markt gibt, geht es zunächst um Vorverträge und Abnahmegarantien.

17:43 Uhr | Spanien außer Kanaren zum Corona-Risikogebiet erklärt

Das spanische Festland und die Inselgruppe der Balearen sind von deutscher Seite als Corona-Risikogebiet eingestuft. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, bestätigte das Bundesgesundheitsministerium entsprechende Medienberichte. Ausgenommen bleiben demnach die Kanarischen Inseln. In Spanien waren zuletzt die Infektionszahlen wieder deutlich gestiegen. Die Regierung in Madrid verhängte zur Eindämmung des Virus wieder drastischere Einschränkungen. So gilt ein weitgehendes Rauchverbot im Freien und das Nachtleben ist landesweit unterbunden.

16:57 Uhr | Visa für Studierende nur bei Präsenzpflicht

Studierende aus Nicht-EU-Ländern dürfen derzeit nur eingeschränkt nach Deutschland einreisen. Sie erhalten keine Visa, wenn ihre Hochschule ausschließlich Online-Kurse anbietet. Das geht aus einer Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Kai Gehring hervor. Demnach müssen Studierende, die ein Visum haben wollen, eine Präsenzpflicht an ihrer Uni nachweisen.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte, das entspreche EU-Recht, das in der Pandemie geschaffen worden sei. Der FDP-Bildungsexperte Jens Brandenburg warf der Bundesregierung bürokratische Engstirnigkeit vor. Ein pauschales Einreiseverbot unabhängig von Corona-Testergebnissen und Risikogebieten sei völlig überzogen.

16:35 Uhr | Karlsruhe lehnt Eilantrag auf Triage-Regeln ab

Das Bundesverfassungsgericht zwingt den Gesetzgeber vorerst nicht, verbindlich zu regeln, wen Ärzte in der Corona-Pandemie bei Engpässen retten sollen und wen nicht. Einen Eilantrag mehrerer Klägerinnen und Kläger mit Behinderungen und Vorerkrankungen wies das Gericht ab (Aktenzeichen: 1 BvR 1541/20). Die Verfassungsbeschwerde selbst bleibt weiter anhängig. Die Richterinnen und Richter erklärten, die Beschwerde werfe schwierige Fragen auf, die nicht auf die Schnelle beantwortet werden könnten. Dies erfordere eine eingehende Prüfung. Die Verbreitung der Krankheit und die Auslastung der Intensivstationen lasse es aber derzeit nicht wahrscheinlich erscheinen, dass eine sogenannte Triage-Situation in Deutschland eintrete.

16:10 Uhr | RKI warnt vor Kontrollverlust

Das Robert Koch-Institut hat angesichts des Trends zu steigenden Infektionszahlen in Deutschland vor einem Kontrollverlust gewarnt. RKI-Vize-Präsident Lars Schaade sagte, man dürfe diese Entwicklung nicht so weiterlaufen lassen. Masken tragen und Hygieneregeln einhalten sei entscheidend. Andernfalls drohe man, die Kontrolle zu verlieren. Sorge bereite insbesondere, dass sich das Virus wieder flächendeckend ausbreite und sich nicht auf einzelne Ausbruchsherde konzentriere.

Hoffnungen, dass unerkannt viele Menschen bereits Antikörper gegen das Virus gebildet hätten, machte eine Studie im einstigen Corona-Hotspot Kupferzell zunichte. In dem baden-württembergischen Ort hatte das RKI bei einer Antikörper-Studie eine hohe Dunkelziffer an Infektionen festgestellt. Demnach gab es in der 6.000-Einwohner-Gemeinde fast vier Mal so viele Infizierte wie bisher angenommen. Laut Schaade reichten aber auch die knapp acht Prozent Menschen mit Antikörpern nicht aus, um eine zweite Welle zu verhindern.

15:41 Uhr | 7-Tage-Schnitt an Neuinfektionen wieder über 1.000

In Deutschland hat der Durchschnitt an täglichen Neuinfektionen binnen 7 Tagen erstmals wieder die Marke von 1.000 überschritten. Das geht aus der Datenbank des am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Projekts "Risklayer" hervor. Seit Mitte Juli steigt der 7-Tage-Schnitt wieder kontinuierlich an und erreichte am Donnerstag einen Durchschnitt von 1.010 Neuinfektionen pro Tag in einer Woche. Zuletzt über 1.000 lag der Wert am 5. Mai.

Insgesamt wurden am Donnerstag 1.419 neue Infektionen innerhalb eines Tages nachgewiesen. 87 Prozent der Landkreise und kreisfreien Städte hatten dafür ihre Zahlen übermittelt. Damit lag die Zahl der täglichen Neuinfektionen bereits den siebten Werktag in Folge über 1.000. Zuletzt mehr als 1.400 Neuinfektionen binnen eines Tages wurden Ende April registriert.

Auch in Mitteldeutschland stieg die Zahl der Neuinfektionen wieder stärker. Für Sachsen-Anhalt wurden 31 neue Fälle gemeldet, für Sachsen 19 und für Thüringen 10. Lange waren hier nur einstellige Werte gemeldet worden.

14:58 Uhr | Corona-Fall auch an Dessauer Schulhort

In Dessau ist ein Schulhort wegen eines Corona-Falls geschlossen worden. Nach Angaben des Gesundheitsamtes war ein Kind mit einer Coronavirus-Infektion aus dem Ostsee-Urlaub zurückgekehrt. In den vergangenen Tagen habe der Junge Kontakt zu zahlreichen Hortkindern gehabt. Alle Kinder, Erzieher und Angehörige würden nun getestet.

Zuvor war bereits ein Corona-Fall an einem Schulhort in Grimma bekannt geworden. Auch dieser wurde vorerst geschlossen.

14:46 Uhr | Immer mehr Infektionen auf Mallorca

Auf der Ferieninsel Mallorca werden immer mehr Corona-Fälle registriert. Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Neu-Infektionen während der vergangenen sieben Tage auf mehr als 50 je 100.000 Einwohner. In einem solchen Fall hatte das Robert Koch-Institut bisher Regionen zu Corona-Risikogebieten erklärt.

13:31 Uhr | Zehn-Euro-Flatrate für Schüler geplant

Für Schüler, deren Eltern zu Hause keinen Internetanschluss bezahlen können, planen Bund und Länder mit einer Zehn-Euro-Flatrate. Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte der dpa, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe bei den Beratungen über das Thema am Donnerstag im Kanzleramt mitgeteilt, ihr sei von Telekom-Chef Timotheus Höttges zugesagt worden, eine 10-Euro-Flatrate für Schüler zur Verfügung zu stellen. Bei dem Treffen in Berlin hatten Bund und Länder eine bessere finanzielle Unterstützung fürs das digitale Lernen vereinbart.

13:01 Uhr | Mit kranken Kindern unbedingt zum Arzt

Das Universitätsklinikum Leipzig appelliert an Eltern, ihre erkrankten Kinder auch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie zum Arzt zu bringen. Der Direktor der Kinderklinik, Wieland Kiess, sagte MDR AKTUELL, derzeit würden viele kranke Kinder sehr spät in die Klinik gebracht. Gerade bei schweren oder chronischen Erkrankungen sei das sehr gefährlich. Laut Kiess berichten Kinderkliniken weltweit von dieser Entwicklung. Viele Eltern würden einen Klinikbesuch ihrer Kinder aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Virus meiden.

12:43 Uhr | Bildungsstudie: Corona-Krise verschärft Probleme

Die Corona-Krise verschärft die Probleme im deutschen Bildungssystem. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse des Bildungsmonitors 2020, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Die Autoren sehen Handlungsbedarf etwa bei der Sicherstellung des Fernunterrichts. Besonders in ländlichen Regionen müsse der Zugang zum schnellen Internet ausgebaut werden. Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder forderte Bund und Länder auf, sich trotz der Krise für einen möglichst vollständigen Präsenzunterricht einzusetzen. Die Studie wurde von der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt.

12:17 Uhr | Schulhort in Grimma geschlossen

Im Hort "Pfiffikus" der Grundschule Grimma-Süd ist ein positiver Fall von Covid-19 festgestellt worden. Wie die Stadtverwaltung heute mitteilte, ist ein neun Jahre altes Kind betroffen, für das umgehend häusliche Quarantäne angeordnet worden sei.

Der Hort wurde bis Ende kommender Woche geschlossen. Betroffen sind 38 Kinder und sieben Betreuer. Alle werden jetzt getestet. Die Ergebnisse sollen morgen vorliegen.

10:46 Uhr | Piwarz: Unterrichtsstart ohne Maske

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) will den den Unterricht im neuen Schuljahr ohne Maskenpflicht beginnen. Das sagte der CDU-Politiker dem MDR. Sollten die Infektionszahlen deutlich steigen, müsse neu darüber nachgedacht werden.

Zugleich lehnte Piwarz erneute flächendeckende Schulschließungen ab, sollten die Infektionszahlen wieder steigen. Man müsse von dem Reflex wegkommen, zuallererst Schulen und Kitas dicht zu machen. Das könne nur die Ultima Ratio sein. Auch Kanzlerin Angela Merkel sowie andere Bundesländer hätten bei einem Treffen deutlich gemacht, dass Bildung Priorität haben müsse.

10:14 Uhr | Paris zum Hochrisikogebiet erklärt

Die französische Regierung hat Paris erneut zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt. Auch in der Region um Marseille bestehe ein hohes Infektionsrisiko. Lokale Behörden dürfen damit den Personen- und Fahrzeugverkehr einschränken. Öffentliche Gebäude können geschlossen werden.

09:14 Uhr | Experten kritisieren Konjunkturpaket

Das in der Corona-Krise geschnürte Konjunkturpaket der Bundesregierung schadet teilweise der Wirtschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). Rund 4,4 Milliarden Euro oder 2,6 Prozent des Gesamtpakets seien sogar als gesamtwirtschaftlich schädlich einzustufen und sollten ersatzlos gestrichen werden. Dazu gehöre die Förderung der Elektromobilität.

IfW-Experte Claus-Friedrich Laaser sagte, mit der einseitigen und massiven Förderung der E-Mobilität benachteile der Staat alternative Antriebskonzepte, die sich möglicherweise später als vorteilhafter erwiesen. Zudem würden nur die Autoindustrie und ihre Zulieferer subventioniert, aber nicht andere wichtige Wirtschaftszweige.

Als ineffizient bezeichnet das Institut auch diverse Klimaschutzmaßnahmen wie die Senkung der EEG-Umlage und die Umstellung der Flugzeugflotten. Laaser zufolge wäre ein einheitlicher CO2-Preis für alle Sektoren zielführender und kostengünstiger.

08:49 Uhr | Rauchverbot und Maskenpflicht auf den Kanaren

Auf den Kanarischen Inseln gilt ein weitgehendes Rauchverbot in der Öffentlichkeit. Wie die Regionalregierung mitteilte, darf im Freien nur dann geraucht werden, wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern zu nicht im eigenen Haushalt lebenden Personen eingehalten werden kann. Auch müssen auf den Kanaren Clubs, Diskotheken und andere Nachtlokale wieder schließen. Als letzte spanische Region wurde zudem eine Maskenpflicht auch im Freien angeordnet, wie die Nachrichtenagentur Europa Press meldete.

Seit Donnerstag gilt auch in der ebenfalls beliebten spanischen Touristenregion Galicien ein Rauchverbot im Freien, wenn der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten wird.

In ganz Spanien sind die Infektionszahlen zuletzt wieder deutlich gestiegen. Zu den bekanntesten Zielen auf den Kanaren gehören Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa.

08:04 Uhr | Kaum Pannen bei Einreise-Tests in Sachsen

In Sachsen hat es bisher kaum Pannen bei den Corona-Testverfahren für Einreisende gegeben. Wie Klaus Heckemann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen MDR AKTUELL sagte, sind Probleme vergleichbar mit denen in Bayern in Sachsen bisher nicht aufgetreten. Unsere Reporterin Raja Kraus war im Flughafen Leipzig/Halle unterwegs und erklärt das Test-Verfahren für Reiserückkehrer in Sachsen.

06:31 Uhr | Kammer: Zahnarztbesuche nicht aufschieben

Die Bundeszahnärztekammer sieht in Deutschland keine Notwendigkeit, Zahnarztbesuche wegen einer möglichen Corona-Ansteckung zu verschieben. Eine entsprechende Empfehlung hatte vor wenigen Tage die Weltgesundheitsorganisation ausgesprochen.

Der Vize-Chef der Bundeszahnärztekammer, Dietmar Oesterreich, sagte MDR AKTUELL, die WHO habe eine globale Empfehlung abgegeben, die allerdings die besondere Situation in Deutschland nicht berücksichtige. Hier seien die strengen Hygienevorschriften mit Blick auf Corona sogar noch ausgeweitet worden. Ähnlich sieht das die sächsische Zahnärztekammer. Präsident Thomas Breyer erklärte, die Praxen seien gut aufgestellt. Es gebe Konzepte, damit Zahnmedizin flächendeckend stattfinden könne, nicht nur in Akutfällen.

06:20 Uhr | Lap-Tops für Lehrer und günstiges Internet für Schüler

Angesichts der Corona-Pandemie soll das digitale Lernen ausgebaut werden. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, SPD-Chefin Saskia Esken und die Bildungsminister mehrerer Bundesländer geeinigt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, alle Schulen sollten schnellstmöglich an das schnelle Internet angeschlossen werden. Zudem sollten Lehrer mit mobilen Endgeräten ausgestattet und Schülern zu Hause ein bezahlbarer Zugang zum Internet ermöglicht werden. Konkrete Beschlüsse wurden bei dem Treffen aber nicht gefasst.

00:53 Uhr | Großbritannien weitet Quarantäne-Pflicht aus

Großbritannien weitet seine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus. Ab Samstag müssen auch Menschen, die aus Frankreich, den Niederlanden, Malta, Monaco, Aruba sowie den Turks- und Caicosinseln ins Vereinigte Königreich einreisen, sich für 14 Tage in Selbstisolation begeben. Das teilte das britische Verkehrsministerium mit. Zur Begründung hieß es, dass in diesen Gebieten die Corona-Infektionsraten zu hoch seien. Spanien und Belgien stehen bereits auf der Quarantäne-Liste.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. August 2020 | 06:00 Uhr