Pandemie Coronavirus-Ticker: Weltweit mehr als 100.000 Tote

Infolge einer Infektion mit dem Coronavirus sind weltweit mehr als 100.000 Menschen gestorben. Großbritannien meldet eine Rekordzahl von Todesfällen. Karlsruhe hat das Verbot von Gottesdiensten bestätigt. Mehr Nachrichten zur Pandemie im Ticker.

 Ein medizinischer Mitarbeiter in Schutzkleidung rollt eine Leiche zu einem Kühlanhänger, der als behelfsmäßige Leichenhalle im Wyckoff Heights Medical Center dient.
In New York rollt ein Mann in Schutzkleidung eine Leiche zu einem Kühlanhänger. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Am Samstag startet ein neuer Corona-Ticker.

22:35 Uhr | Apple und Google kooperieren

Apple und Google wollen bei der Entwicklung von Technologien zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zusammenarbeiten. Beide Unternehmen kündigten am Freitag an, gemeinsam eine Technologie zu entwickeln, mit der Handy-Nutzer ein Signal bekommen, wenn sie sich in der Nähe eines Corona-Infizierten aufgehalten haben. Die Konzerne kontrollieren gemeinsam 99 Prozent des Marktes für Smartphone-Betriebssystem.

22:05 Uhr | Studienergebnisse zu Medikamenten bis Spätsommer

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rechnet bis zum Spätsommer mit ersten belastbaren Ergebnissen aus derzeit laufenden Studien zu Medikamenten gegen Covid-19. "Wenn die Daten es hergeben, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr eine Zulassung erteilen können", sagte Institutschef Karl Broich dem Bonner "General-Anzeiger" laut Vorabbericht. "Klar ist aber auch: Bisher haben wir für kein Arzneimittel ausreichende Wirksamkeitsbelege."

21:51 Uhr | Über 5.000 Infektionen bei medizinischem Personal

Trotz aller Schutzmaßnahmen infiziert sich auch immer wieder medizinisches Personal mit dem Coronavirus. Laut Robert Koch-Institut waren unter den bislang deutschlandweit gemeldeten Infektionsfällen mindestens 5.100 Mitaarbeiter aus dem medizinischen Bereich. Diese und viele weitere aktuelle Zahlen hat MDR SACHSEN-ANHALT in einem Daten-Update zusammengestellt:

21:08 Uhr | 987 Todesfälle in Frankreich in 24 Stunden

Mehr als 13.000 Menschen sind in Frankreich inzwischen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. In den vergangenen 24 Stunden seien 987 Todesfälle gemeldet worden, sagte am Freitag der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon.

20:49 Uhr | Italien verlängert Ausgangsverbote bis zum 3. Mai

Die italienische Regierung verlängert die Ausgangsverbote wegen der Corona-Pandemie bis zum 3. Mai. Das gab Regierungschef Giuseppe Conte am Abend bekannt. Die Beschränkungen gelten seit reichlich vier Wochen und sollten eigentlich Ostermontag enden. Die rund 60 Millionen Italiener dürfen nur ausnahmsweise das Haus verlassen, etwa wenn sie zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen müssen. Auch die meisten Betriebe sind geschlossen. Zwar hat sich die Ansteckung in Italien zuletzt verlangsamt. Trotzdem meldete der Zivilschutz am Freitag 570 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden.

19:52 Uhr | Weltweit 100.000 Tote

Weltweit sind nach Angaben von US-Experten bereits mehr als 100.000 Menschen infolge einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das geht aus Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität von Freitag hervor. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionsfälle lag demnach bei mehr als 1,6 Millionen. In den USA wurden in absoluten Zahlen bislang die meisten Infektionen gemeldet, gefolgt von Spanien und Italien.

18:55 Uhr | Karlsruhe bestätigt Verbot von Gottesdiensten

Das Bundesverfassungsgericht hat das Gottesdienstverbot wegen der Corona-Krise als rechtmäßig eingestuft. Die Karlsruher Richter erklärten, zwar handle es sich um einen überaus schwerwiegenden Eingriff in die Glaubensfreiheit. Der Schutz vor Gefahren für Leib und Leben habe aber Vorrang. Sie wiesen damit die Klage eines Katholiken aus Hessen ab. Die Richter betonten aber, ihre Entscheidung beziehe sich auf die befristete Corona-Verordnung bis 19. April. Sollten die Beschränkungen verlängert werden, müsse die Verhältnismäßigkeit erneut geprüft werden. Denkbar sei dann, das Verbot religiöser Veranstaltungen zu lockern - womöglich aber nur regional begrenzt.

18:49 Uhr | 980 Todesfälle an einem Tag in Großbritannien

Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Die Zahl der Toten stieg bis Donnerstagabend um 980, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Freitag mitteilte. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Tote erfasst.

17:58 Uhr | Polizei kontrolliert mit Blick aus Zeppelin

In der baden-württembergischen Region Bodensee-Oberschwaben kontrolliert die Polzei die Einhaltung der Abstandsregeln über Ostern mit einem Zeppelin. Nach Angaben des Ravensburger Polizeipräsidiums könnten die Beamten aus der Höhe Menschengruppen im öffentlichen Raum besser erkennen als vom Streifenwagen aus.

Ein Polizist verfolgt vom Zaun aus den Start eines Zeppelin NT
Ein Polizist verfolgt den Start des Zeppelins am Freitag. Bildrechte: dpa

17:30 Uhr | Tirol verlängert Quarantäne

Das österreichische Bundesland Tirol verlängert die Quarantäne für das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür sowie für St. Anton am Arlberg um zwei Wochen bis zum 26. April. Das sei die alternativlose Konsequenz aus jüngsten Tests, sagte Landeschef Günther Platter. Bei fast 3.000 Tests binnen eines Tages habe sich herausgestellt, dass bei bis zu 19 Prozent der untersuchten Menschen das Coronavirus nachweisbar sei. Die Entscheidung sei "sehr dramatisch" für die Betroffenen, die bereits rund vier Wochen von der Außenwelt isoliert lebten, meinte Platter. Es gelte jetzt aber, eine Verbreitung unbedingt zu vermeiden. Insgesamt geht die Zahl der Neuinfektionen in Tirol wie auch im restlichen Österreich zurück.

17:15 Uhr | Corona-Krise verschärft Ungerechtigkeiten im Bildungssystem

Durch die Schulschließungen drohen leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler weiter abgehängt zu werden. Das ist die zentrale Aussage des aktuellen "Schul-Barometers", das am Freitag vom Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie der Pädagogischen Hochschule Zug in der Schweiz veröffentlicht wurde. Die Wissenschaftler beschäftigten sich mit der Lage an den Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Bereits vorhandene Unterschiede vergrößern sich. Bessere Schulen kommen mit der Krise besser zurecht", sagte Instituts- und Studienleiter Prof. Stephan Huber.

17:00 Uhr | UN in Sorge nach erstem Coronafall im Jemen

Das Bürgerkriegsland Jemen hat eine erste Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Der Ansteckungsfall trat in der von den Regierungsgruppen kontrollierten Provinz Hadramut im Süden des Landes auf, wie der Notstandsausschuss der Regierung am Freitag mitteilte.

Die UN zeigten sich höchst alarmiert. Im Jemen herrscht seit mehr als fünf Jahren ein Bürgerkrieg. Die UN sprechen von der schlimmsten humanitären Krise der Neuzeit. Die medizinische Versorgung ist extrem schlecht. Hilfsorganisationen befürchten viele Opfer, sollte sich Covid-19 dort ausbreiten. Immerhin hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition, die im Jemen gegen die Huthi-Rebellen kämpft, am Donnerstagabend wegen der Pandemie einseitig eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet.

Medizinisches Personal bereitet eine Coronavirus-Quarantänestation in einem Krankenhaus vor.
In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wurden im März einige Coronavirus-Quarantänestationen errichtet. Bildrechte: dpa

16:33 Uhr | Wien schafft Platz für Spaziergänger

Wien wird ab dem Osterwochenende zunächst vier Straßen für Autos quasi sperren und den Menschen so mehr Platz für Spaziergänge geben. In den kommenden Wochen sollen fünf weitere Straßen folgen. Die Zonen entstehen vor allem in Bezirken der österreichischen Hauptstadt, in denen es wenige Parks oder Freiflächen gibt. Autos dürfen diese Straßen dann mit maximal 20 Stundenkilometern durchfahren, auch das Parken von Fahrzeugen bleibt erlaubt. Die Stadt Wien hatte zuletzt scharf kritisiert, dass der Bund im Kampf gegen das Coronavirus große Parkanlagen geschlossen hält. Österreich will nach Ostern einige Einschränkungen lockern.

16:15 Uhr | Kaum noch Intensivbetten in Istanbul

In der türkischen Millionenmetropole Istanbul werden die Betten auf Intensivstationen knapp. "In Istanbul gibt es 4.600 Intensivbetten und in nur zwei bis drei Tagen waren bereits 80 Prozent davon belegt", sagte der Chef der Türkischen Ärztevereinigung TTB, Sinan Adiyaman, der Deutschen Presse-Agentur. "Das wurde uns mitgeteilt. Und das wird zunehmen." In der vergangenen Woche waren 60 Prozent aller Infektionen der Türkei in Istanbul gemeldet worden. Die Türkei hat bisher rund 42.200 Infektionsfälle und 908 Tote registriert.

16:05 Uhr | Südkorea meldet Rückfälle bei genesenen Covid-19-Patienten

In Südkorea ist bei über 90 genesenen Patienten die Krankheit Covid-19 erneut ausgebrochen. Der Direktor des Zentrums für Krankheitsbekämpfung, Joeng Eun-kyeong, erklärte, vermutlich sei bei den Betroffenen das Coronavirus reaktiviert worden. Dies sei wahrscheinlicher, als dass sie sich erneut angsteckt hätten. Die Frage, ob es sich um Rückfälle oder Neuinfektionen handelt, ist auch von internationaler Bedeutung. Viele Länder setzen darauf, dass Corona-Infizierte nach einer Erkrankung längere Zeit immun sind. Damit bliebe mehr Zeit, einen Impfstoff zu entwickeln.

15:58 Uhr | Überblick über Hilfsangebote

Viele Menschen haben in der Corona-Krise große Sorgen. Familien stellen die Ausgangseinschränkungen und die Schulschließungen vor Probleme. Andere leiden unter Einsamkeit und Depression. Hier gibt es einen Überblick zu verschiedenen Hilfsangeboten:

15:48 Uhr | Chaos in Cluj

Im rumänischen Cluj hat es Chaos um Flüge mit Ernthelfern für Deutschland gegeben. Nach Angeben der rumänischen Nachrichtenagentur Mediafax war der Flughafen erst mit der Abfertigung überfordert, dann wurden Flüge annulliert. Letztendlich wurde die Annulierung wieder aufgehoben. Die Flüge aus Rumänien landeten später in Berlin-Schönefeld und Düsseldorf.

15:25 Uhr | Sachsen appelliert mit #Bleibtdaheeme

Mit der Kampagne #Bleibtdaheeme ruft der Freistaat die Sachsen dazu auf, die Osterfeiertage zu Hause zu verbringen. Es gehe darum, in diesem Jahr auf Traditionen zu verzichten und das Osterfest im engsten Familienkreis zu verbringen, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Trotz des schönen Wetters gelte es, auch während der Feiertage Vernunft zu wahren. Im Internet soll es dazu laut Regierung auf den Kanälen von "So geht sächsisch" unter dem Schlagwort #Bleibtdaheeme mehrere Aktionen geben. Unter anderem arbeitet die Musikschule Dreiländereck an einer neuen Version des Oberlausitzliedes - die Premiere ist für Samstag geplant.

15:10 Uhr | Post plädiert für Sonntagszustellung

Die Deutsche Post hat vorgeschlagen, vorübergehend auch sonntags Pakete zuzustellen. Post-Vorstand Tobias Meyer sagte der "Rheinischen Post", wegen der Corona-Krise werde besonders viel im Internet bestellt. Dadurch habe man ein Paketaufkommen wie in der Vorweihnachtszeit. Die Post habe aber keine Zeit gehabt, sich auf die ungewöhnliche Paketflut einzustellen. Deshalb sollte nun punktuell die Sonntagszustellung erlaubt werden.

15:05 Uhr | Mittelstand fordert Nachbesserungen an Hilfsprogrammen

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat Nachbesserungen an den Hilfsprogrammen zur Corona-Krise gefordert. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Olaf Scholz heißt es, es sei zwar ein beispielloses Maßnahmenpaket beschlossen worden. Es gebe aber Zweifel an der Zielgenauigkeit und Wirksamkeit der Milliardenprogramme. Der Verband schlägt vor, die Stromsteuer und die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms vorübergehend auszusetzen. Der Solidaritätszuschlag müsse zudem für alle rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres abgeschafft werden. Außerdem fordert der Verband, die Wirtschaft so schnell wie möglich nach Ostern schrittweise wieder hochzufahren.

14:39 Uhr | Polizei plädiert für Einsatz von Drohnen

Ein Offizier der Carabinieri (italienische paramilitärische Polizei) manövriert eine Drohne, um die Bewegungen der Menschen im Park von Caffarella zu kontrollieren.
Italiens Polizei setzt Drohnen ein, um Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen zu entdecken. Bildrechte: dpa

Polizeigewerkschaften sind dafür, Ausgangsbeschränkungen auch mit Drohnen zu überwachen. Der Chef der Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, sagte, der Einsatz wäre wünschenswert. Der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, sagte, eine Drohne könne ein sinnvolles Mittel sein, um sich einen Überblick über eine Grünfläche zu verschaffen. Zudem könnten Drohnen zur gezielten Ansprache von Gruppen genutzt werden. Bisher werden Drohnen in der Corona-Krise nur vereinzelt eingesetzt. Für Ostern hat die Polizei verstärkte Kontrollen angekündigt.

14:05 Uhr | Viele Verstöße gegen Kontaktsperre

Die Polizei hat in Sachsen-Anhalt binnen einer Woche 194 Verstöße gegen die Corona-Beschränkungen festgestellt. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um Verstöße gegen die Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. In vier von zehn Fällen hielten die Menschen die Ausgehbeschränkungen nicht ein, waren also in unerlaubten Gruppen unterwegs oder picknickten und grillten auf öffentlichen Plätzen.

13:40 Uhr | Kinderhilfswerk: Kitas, Spielplätze und Schulen möglichst schnell öffnen

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat Bund, Länder und Kommunen aufgerufen, bei der Diskussion über eine Exit-Strategie aus der Corona-Krise die Interessen von Kindern und Jugendlichen besonders in den Blick zu nehmen. Schulen, Kitas und öffentliche Spielplätze sollten baldmöglichst schrittweise geöffnet werden. Das Kinderhilfswerk schlägt vor, etwa in Schulen und Kitas mit geteilten kleinen Gruppen zu beginnen und auf Spielplätze je nach Größe nur eine bestimmte Anzahl von Kindern zu lassen. Zudem müsse man prüfen, wo Sportplätze geöffnet werden können, um zunächst Einzelsport wie Leichtathletik wieder zu ermöglichen.

13:15 Uhr | Einzelhandel beklagt schlechtes Ostergeschäft 

Der Einzelhandel erlebt das schlechteste Ostergeschäft seit Jahren. Der Geschäftsführer des Handelsverbandes Sachsen-Anhalt, Knut Bernsen, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Corona-Krise sei inzwischen bei den Verbrauchern angekommen. Sie befänden sich im Krisenmodus. Die Neigung steige, jetzt lieber zu sparen. Bernsen zufolge spiegelt sich das auch im bundesweiten Konsum-Barometer wider. Demnach wird auch in den kommenden drei Monaten eine deutliche Kaufzurückhaltung erwartet.

12:50 Uhr | Kommunen für "Corona-Soli"

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich für eine Pandemie-Sondersteuer ausgesprochen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", wiedervereinigungsbedingt habe es den Solidaritätszuschlag gegeben. Der könnte für die Corona-Krise zum Modell werden. Die Kommunen fordern, die Einführung eines "Corona-Solis" zu prüfen. Landsberg verwies auf die Finanzkrise 2008/2009, bei der allein die Gewerbesteuereinnahmen um rund 20 Prozent eingebrochen seien. Zusammen mit höherer Arbeitslosigkeit und Mehrkosten im Sozialbereich drohe den Kommunen ein Defizit im deutlich zweistelligen Milliardenbereich. Dieses könnte mit längere Dauer des Shutdowns noch steigen.

12:25 Uhr | Quarantäne-Pflicht für tausende Einreisende in Frankfurt

Menschen, die aus dem Ausland einreisen, müssen in Deutschland jetzt für zwei Wochen in Quarantäne. Nach Angaben der Bundespolizei sind allein an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Freitag mehrere tausend Menschen betroffen. Die meisten sind demnach deutsche Touristen, die vom Auswärtigen Amt aus dem Ausland zurückgeholt wurden. Ausgenommen von der Einreise-Quarantäne sind nur Personen, die weniger als 24 Stunden im Ausland waren, bestimmte Saisonarbeiter, medizinisches Personal, LKW-Fahrer und Piloten.

12:10 Uhr | Viele Neuinfektionen in Russland

Russland meldet 1.786 neue Infektionen, den bislang größten Anstieg an einem Tag. Landesweit gibt es damit offiziell nun knapp 12.000 bestätigte Ansteckungen. Die Zahl der Todesfälle nach einer Sars-CoV-2-Infektion stieg laut Behörden um 18 auf 94.

11:45 Uhr | Haseloff verteidigt Beschränkungen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat mit Blick auf das Osterfest die Notwendigkeit der Kontaktbeschränkungen bekräftigt. In einer Videobotschaft bat er, sich auch zu den Feiertagen an die Abstandsregeln zu halten, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Haseloff dankte den Kirchen für das Verständnis, dass das höchste christliche Fest nicht mit den Gemeinden gefeiert werden kann. Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus hätten nur Sinn, wenn sie überall und von jedem befolgt würden. In Sachsen-Anhalt sind bislang mehr als 1.100 Coronavirus-Ansteckungen bestätigt. 18 Menschen starben nach einer Infektion.

11:10 Uhr | Geschäft im Harz darf wieder öffnen

In Gernrode im Landkreis Harz hat sich ein Einzelhandelsgeschäft erfolgreich gegen die Schließung in der Corona-Krise gewehrt. Das Verwaltungsgericht in Magdeburg gab einem Eilantrag des Ladens jetzt statt. Das Unternehmen verkauft Artikel des täglichen Bedarfs. Nach eigenen Angaben sind mehr als ein Viertel des Sortiments Waren, die laut Corona-Verordnung zulässig sind. Zuvor hatte der Landkreis den Anteil der zulässigen Waren mit unter 25 Prozent bewertet und das Geschäft geschlossen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

11:05 Uhr | Städtetagspräsident Jung für Lockerung der Kontaktbeschränkungen

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung hat sich für eine Öffnung von Grundschulen und Kitas nach den Osterferien ausgesprochen. Jung, der auch Präsident des Deutschen Städtetags ist, sagte der "Leipziger Volkszeitung" (Online), "die Infektiologen raten uns, in diese Richtung zu denken". Auch die Öffnung kleinerer Geschäfte hält Jung ab diesem Zeitpunkt für denkbar. Bei Schutzvorkehrungen wie einem Mundschutz sollten Jung zufolge dann auch wieder Baumärkte öffnen sowie Restaurants. Bundesweit gelten noch bis zum Ende der Osterferien am 19. April strikte Kontaktbeschränkungen. Schulen und Kitas sind wegen der Pandemie seit Wochen geschlossen. Insgesamt plädiert Jung für deutschlandweit einheitliche Lösungen mit der Option regionaler Maßnahmen.

10:25 Uhr | Wahltermine für Abi-Prüfungen in Sachsen

Sachsen will trotz Coronavirus-Pandemie die Abiturprüfungen regulär durchführen. Dabei gibt es nach Angaben von Kultusminister Christian Piwarz die Möglichkeit, die schriftlichen Prüfungen planmäßig in der Woche ab dem 20. April oder zum Nachholtermin am 13. Mai abzulegen. Grundsätzlich werde allen Prüflingen die Teilnahme am ersten Termin ermöglicht. Der spätere Termin müsse schriftlich beantragt werden, ein ärztliches Attest sei nicht nötig. Wer auch am zweiten Termin nicht teilnehmen kann, soll noch in diesem Schuljahr einen dritten Termin bekommen.

Piwarz zufolge wird der Infektionsschutz gewährleistet. Die Prüflinge würden auf mehrere Räume verteilt. Er empfehle allen Abiturienten, die Haupttermine zu nutzen. Die Abitur-Zweitkorrekturen werden laut Piwarz in diesem Jahr ausnahmsweise an derselben Schule erfolgen wie die Erstkorrekturen. Im Unterricht nicht vermitteltes Wissen werde bei der Bewertung berücksichtigt.

10:05 Uhr | Mehr Zeit für Volksbegehren gegen Lehrermangel

Das Volksbegehren gegen den Lehrermangel in Sachsen-Anhalt bekommt wegen der Corona-Pandemie mehr Zeit zum Sammeln von Unterschriften. Das Innenministerium teilte mit, die Landesregierung werde eine neue Frist festlegen. Zuvor hatten die Organisatoren des Volksbegehrens einen entsprechenden Antrag gestellt. Das Bündnis aus Lehrern, Eltern, Schülern sowie der Linkspartei will durchsetzen, dass Sachsen-Anhalt den Personalschlüssel für Lehrer an den Schulen gesetzlich festschreibt. Für einen Erfolg müssen sie 163.000 Unterschriften sammeln.

09:40 Uhr | Papst-Messe im Petersdom ohne Besucher

Im Vatikan haben die Osterfeierlichkeiten begonnen. Wegen der Corona-Pandemie zelebrierte Papst Franziskus die traditionelle Gründonnerstagsmesse am Abend im praktisch menschenleeren Petersdom. Gläubige in aller Welt verfolgten die Zeremonie am Fernseher oder per Livestream im Internet. Die Kreuzwegprozession am Kolosseum mit normalerweise Tausenden Pilgern findet am Abend auf den Stufen des Petersdoms statt. In Deutschland gibt es in den Kirchen zu Ostern keine öffentlichen Veranstaltungen. Gottesdienste werden im Radio, Fernsehen und Internet übertragen.

09:15 Uhr | Ungarn – Anstieg der Infektionen um 20 Prozent

Ungarn meldet einen Anstieg der Infektionsfälle binnen 24 Stunden um 210 auf 1.190. Das ist der bislang stärkste Zuwachs im Land an einem Tag.

08:55 Uhr | Umfrage: Mehrheit würde Corona-App verwenden

Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge bereit, eine datenschutzkonforme App zur Nachverfolgung von Coronavirus-Infektionen auf ihrem Smartphone zu installieren. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar für den "Focus" würden 53 Prozent der Befragten eine sogenannte Tracking-App verwenden. 44 Prozent wären dagegen. Dabei ist die Akzeptanz in Westdeutschland mit 55 Prozent höher als im Osten (43 Prozent). Hohe Zustimmungswerte gab es unter FDP- und Grünen-Wählern, die größte Ablehnung bei AfD-Anhängern.

 

08:25 Uhr | Sachsen-Anhalt: Mehr Kontrollen aus der Luft

Die Landespolizei wird die Einhaltung der Corona-Beschränkungen an den Osterfeiertagen zusätzlich mit Hubschraubern überwachen. Nach Angaben des Innenministeriums soll vor allem in den Abendstunden kontrolliert werden, ob Osterfeuer abgebrannt werden. Es gelte weiter ein strenges Kontaktverbot in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Menschen, abgesehen von Mitgliedern eines Hausstandes.

08:20 Uhr | Bestattern fehlt Schutzausrüstung

Sachsens Bestattern fehlt es an Schutzausrüstung gegen das Coronavirus. Innungsobermeister Tobias Wenzel spricht von einer kritischen Lage, da viele Einrichtungen nur noch mit Komplettschutz arbeiten dürften. Es fehlten Schutzmasken und -anzüge, um die Arbeit als Bestatter sicher ausführen zu können. Die Bestatter wollen daher als systemrelevant eingestuft werden, um bevorzugt mit Schutzartikeln beliefert zu werden.

08:05 Uhr | ADFC warnt vor Gruppen-Radtouren

Der Fahrradclub ADFC warnt für die Ostertage vor Radtouren in großer Runde. Der Thüringer Landeschef Karl-Heinz Gröpler sagte, Familien dürften zusammen einen Ausflug machen. Doch Radtouren in Gruppen größer als die Kernfamilie verstießen gegen das wegen der Corona-Pandemie verhängte Kontaktverbot.

07:40 Uhr | Kretschmer wirbt um Geduld

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Bürger im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter um Geduld, Verständnis und Engagement gebeten. Er sagte in einer in der Dresdner Kreuzkirche aufgenommenen Osterbotschaft zum Karfreitag, das Leben stehe überall auf der Welt still, um "diesen schwierigen Virus" besiegen zu können. Kretschmer lobte die Disziplin, die überall spürbar sei, wünschte gesegnete Ostern und bat, auch an den Feiertagen Abstand zu halten. Zugleich dankte er allen, die in der Krise zupackten.

07:05 Uhr | Hunderte Häftlinge in US-Gefängnis infiziert

Im größten Gefängnis der US-Metropole Chicago sind rund 450 Häftlinge und Wärter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es ist einer der größten Pandemie-Ausbrüche an einem einzelnen Ort innerhalb der USA. US-Präsident Donald Trump sieht sein Land derweil auf dem Höhepunkt der Pandemie. Er sagte im Weißen Haus, jetzt gehe es wieder runter. Nach Daten der Johns-Hopkins-Universität sind in den USA etwa 465.000 Infektionen und mehr als 16.000 Todesfälle bestätigt.

06:31 Uhr | Drastische Senkung der Ölförderung vereinbart

Die im Verbund "Opec+" vereinigten Ölförderländer haben sich nach zähem Ringen auf eine Rohöl-Förderbremse verständigt. Damit soll der Verfall des Ölpreises gestoppt werden. Die Produktion soll im Mai und Juni um zehn Millionen Barrel pro Tag zurückgefahren werden. Durch die Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie war der weltweite Rohölbedarf binnen weniger Wochen um etwa ein Drittel oder 30 Millionen Barrel pro Tag (1 Barrel = 159 Liter) zurückgegangen.

06:12 Uhr | Bundesbank: Zahlungsverhalten kaum verändert

Ein Kunde zahlt an der Kasse eines Supremarkes mit Bargeld
Bargeld bleibt auch in Pandemie-Zeiten beliebtes Zahlungsmittel. Bildrechte: dpa

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland hat Umfragen der Bundesbank zufolge ihr Zahlungsverhalten in der Corona-Krise nicht geändert. Lediglich ein Viertel von rund 1.000 Befragten verhalte sich anders. Bargeld sei immer noch ein sehr beliebtes Zahlungsmittel des täglichen Gebrauchs, sagte Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt seien auch im bargeldlosen Bereich, zum Beispiel bei Kreditkarten, die Zahlungsvolumina deutlich gesunken, da viele Geschäfte geschlossen seien.

06:05 Uhr | Spargelbauern warten auf Helfer aus Rumänien

Trotz Coronakrise ist die Spargelernte in Sachsen gut angelaufen. Vom Spargelhof Kyhna hieß es, was morgens geerntet werde, sei am nächsten Tag verkauft. Betriebsleiter Kopf sagte MDR AKTUELL, auch der Preis orientiere sich mit maximal 14 Euro pro Kilo an dem des Vorjahres. Spannend werde es aber in zwei bis drei Wochen, wenn die richtige Spargelernte losgehe. Seine rumänischen Erntehelfer seien noch nicht in Deutschland angekommen. Kopf bemüht sich nach eigenen Angaben, Plätze in Sonderflügen von Germanwings zu buchen. Für viele seiner Erntehelfer sei es aber derzeit schwierig, in Rumänien zu den weit entfernten Flughäfen zu kommen.

05:47 Uhr | Neue Flüchtlingsdramen im Mittelmeer

Die Corona-Krise führt im Mittelmeer zu neuen Flüchtlingsdramen. Wie die Internationale Organisation für Migration mitteilte, sitzen auf einem Schiff der libyschen Küstenwache seit Tagen rund 280 Menschen fest. Sie sollten eigentlich zurück nach Tripolis gebracht werden. Wegen heftiger Kämpfe dort dürften sie aber nicht an Land. Italien und Malta haben ihre Häfen wegen der Corona-Krise für Flüchtlinge gesperrt. Davon betroffen sind auch 150 Menschen auf dem deutschen Schiff "Alan Kurdi", das seit Tagen nahe der Insel Lampedusa liegt. Die Hilfsorganisation Sea-Eye bat die italienischen Behörden um Nahrungsmittel, Medikamente und Treibstoff.

05:10 Uhr | Sachsen sperrt Quarantäne-Verweigerer zur Not weg

Bei Verstößen gegen Quarantäneauflagen droht Sachsen ab sofort mit drastischen Maßnahmen. Wie das Sozialministerium in Dresden auf Anfrage von MDR AKTUELL mitteilte, können Quarantäneverweigerer auf richterliche Anordnung hin in einem psychiatrischen Krankenhaus des Landes untergebracht werden. In vier Einrichtungen stünden insgesamt 22 Betten zur Verfügung. Die Bewachung übernehme die Polizei.

04:52 Uhr | Spendenbereitschaft der Deutschen gestiegen

Trotz Kurzarbeit und des massiven Wirtschaftsabsturzes ist die Spendenbereitschaft der Deutschen im Internet deutlich gestiegen. "Das Spendenaufkommen im März hat sich im Vorjahresvergleich etwa verdoppelt", sagte Björn Lampe, Vorstand der gemeinnützigen Online-Spendenplattform betterplace.org, der Nachrichtenagentur AFP. Allein für Projekte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie seien bislang fast drei Millionen Euro zusammengekommen. "Es ist vergleichbar mit anderen großen Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Tsunamis."

Die längste Zeit seit Beginn der Corona-Krise seien die Gelder vor allem in konkrete Vorhaben im regionalen oder nationalen Rahmen geflossen, sagte Lampe. Besonders wurden demnach Projekte für Obdachlose unterstützt. Auch werde überdurchschnittlich viel für Kultur gespendet. Zudem profitierten Nothilfe-Projekte, Krankenhäuser oder Organisationen wie das Deutsche Rote Kreuz. Hohe Spendenbereitschaft gebe es zudem für Flüchtlinge in den überfüllten Lagern in Griechenland, sagte Lampe. Gerade verschiebe sich der Blick der Spender allgemein wieder über den nationalen Horizont hinaus.

04:45 Uhr | NRW will Corona-Hilfen schnell wieder auszahlen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Auszahlung der Corona-Soforthilfen so schnell wie möglich wieder aufnehmen. Das kündigte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) an. Die wegen Betrugsverdachts gestoppten Hilfszahlungen müssten aber in die richtigen Hände gelangen. Das Wirtschaftsministerium hatte am Donnerstag vorübergehend die Auszahlung der Hilfsgelder für Selbstständige und kleine Unternehmen ausgesetzt.

03:45 Uhr | Telefonseelsorge in Sachsen wird ausgeweitet

Die Corona-Krise führt in Sachsen zu einem steigenden Bedarf bei der Telefonseelsorge. Seit den Ausgangsbeschränkungen wenden sich mehr Menschen an die telefonische Hilfseinrichtung, sagt Sven Pruß-Delitsch von der Diakonie Auerbach, verantwortlich für die Telefonseelsorge im Vogtland, der Deutschen Presse-Agentur. Für viele Menschen seien diese Tage eine Ausnahmesituation. "Der Andrang ist massiv gestiegen und unsere Leitungen sind ständig besetzt, weshalb in ganz Südwestsachsen die Kapazitäten erhöht wurden", sagt Pruß-Delitsch. Die Telefonseelsorge ist in Deutschland auch über die Kar- und Ostertage rund um die Uhr unter den kostenfreien Nummern 0800 1110111 und 0800 1110222 erreichbar.

03:30 Uhr | Polizei kündigt für Ostern verstärkte Kontrollen an

Polizeihelikopter am blauen Himmel.
Unter anderem mit Hubschraubern will die Polizei die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen kontrollieren. Bildrechte: IMAGO

Um die Einhaltung der strengen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen zu überprüfen, hat die Polizei in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen während der Feiertage verstärkte Kontrollen angekündigt. "Wir sind draußen mit erhöhter Sichtbarkeit unterwegs, damit man unsere Präsenz auch deutlich mitbekommt", sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Thüringen. In Sachsen ist neben der Bereitschaftspolizei auch die berittene Polizei im Einsatz, um mögliche Menschenansammlungen in Parks und an Ausflugszielen zu unterbinden. Nach Angaben des sächsischen Innenministeriums sollen allerdings anders als in anderen Bundesländern keine Drohnen zur Überwachung des Kontaktverbotes zum Einsatz kommen. Grund seien datenschutzrechtliche Bedenken. In Sachsen-Anhalt will die Polizei verstärkt Hubschrauber einsetzen, um die Einhaltung der Corona-Beschränkungen zusätzlich per Luft zu überwachen. Damit solle vor allem in den Abendstunden kontrolliert werden, ob Osterfeuer abgebrannt werden.

02:10 Uhr | Hunderte Europäer aus Südamerika ausgeflogen

Hunderte Europäer sind aus Ecuador und Peru ausgeflogen worden. In der ecuadorianischen Hafenstadt Guayaquil startete eine Maschine mit rund 300 Europäern an Bord, wie ein Flughafensprecher mitteilte. Aus Peru flog eine Maschine mit mehr als 400 Europäern ab. Bei der großen Mehrheit der ausgeflogenen Reisenden handelte es sich um Franzosen. An Bord der in Guayaquil gestarteten Maschine befanden sich rund 170 französische Staatsbürger sowie Deutsche, Spanier, Italiener und Bürger von rund einem Dutzend anderer Staaten. Die Reisenden hatten in Ecuador festgesessen, seitdem die Regierung vor fast einem Monat den Ausnahmezustand verhängt und alle Flüge mit Ausnahme humanitärer Hilfsflüge untersagt hatte. Aus Sicht von Virologen in Ecuador könnte sich das Land zum nächsten Corona-Epizentrum in Südamerika entwickeln.

02:00 Uhr | Venezolanische Flüchtlinge kehren zurück

Migranten aus Venezuela gehen zu Fuߟ in Richtung venezolanische Grenze, mit dem Ziel, Kolumbien nach der von der Regierung angeordneten Schlieߟung der Grenzen zu verlassen.
Migranten in Kolumbien auf dem Weg zurück nach Venezuela Bildrechte: dpa

Venezolaner, die vor der Wirtschaftskrise ihres Landes ins Ausland geflüchtet waren, kehren angesichts der Corona-Krise in die Heimat zurück. Dominika Arseniuk, Länder-Direktorin des Norwegian Refugee Council in Kolumbien, sagte der dpa, die Rückkehrer kämmen vor allem aus Kolumbien, aber auch aus Ecuador, Peru oder Panama. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Pandemie haben ihr Leben noch schwieriger gemacht. Viele besitzen demnach keine Papiere und haben ihre Jobs als Tagelöhner verloren und sind obdachlos. Das einst reiche Venezuela steckt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Das Gesundheitssystem liegt am Boden. Zudem tobt seit mehr als einem Jahr ein Machtkampf zwischen dem selbst ernannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó und dem autoritären sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro.

01:30 Uhr | Neue Quarantäne-Regelung für Rückkehrer aus dem Ausland

In Deutschland sind in der Nacht neue Quarantäneregeln für Einreisende aus dem Ausland in Kraft getreten. Eine Musterverordnung, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben, sieht vor, dass sich Menschen, die aus dem Ausland einreisen, in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben müssen. So soll abgeklärt werden, ob sie mit dem Coronavirus infiziert sind. Dies gilt für jeden, der einen "mehrtägigen Auslandsaufenthalt" hinter sich hat. Ausgenommen von der Quarantäne-Pflicht sind Berufspendler, Geschäftsreisende, der Güterverkehr und Transitreisende. Bei Verstößen gegen die neuen Regeln drohen Bußgelder in Höhe von 150 bis 25.000 Euro.

00:42 Uhr | Trump: Mehr als zwei Millionen Coronavirus-Tests in den USA

Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits mehr als zwei Millionen Menschen auf das neuartige Coronavirus getestet. Das sei ein wichtiger Meilenstein. "Wir haben das beste Test-System in der ganzen Welt", sagte Trump. Bis Montag vergangener Woche hatten die USA bereits rund eine Million Menschen getestet. Gouverneure einiger Bundesstaaten beklagen jedoch, dass es immer noch nicht genug Tests gebe.

00:19 Uhr | Erleichterung im Europaparlament über Einigung auf Hilfspaket

Vertreter des Europaparlaments haben sich erleichtert darüber gezeigt, dass die EU-Finanzminister sich nach tagelangem Ringen auf ein Hilfspaket zur Unterstützung von Mitgliedstaaten in der Corona-Krise geeinigt haben. Die Vorschläge gingen "in die richtige Richtung", schrieb Parlamentspräsident David Sassoli auf Twitter. "Wir hatten recht dabei, Europa zu vertrauen." Die Fraktionschefin der Sozialdemokraten, die Spanierin Iratxe García Pérez, sprach von einem "guten Signal", dass die EU die Pandemie solidarisch bekämpfen wolle. Die Finanzminister hatten kurz zuvor ein Paket im Umfang von einer halben Billion Euro beschlossen.

00:08 Uhr | Guterres: Gefahr von Pandemien durch Terroristen

Antonio Guterres
Antonio Guterres, UN-Generalsekretär Bildrechte: dpa

UN-Generalsekretär António Guterres sieht eine steigende Gefahr künftiger Angriffe durch Bioterroristen mit dem Ziel einer Pandemie wie der gegenwärtigen. "Die Schwächen und mangelhafte Vorbereitung, die durch diese Pandemie offengelegt wurde, geben Einblicke darin, wie ein bioterroristischer Angriff aussehen könnte – und erhöhen möglicherweise das Risiko dafür", sagte Guterres bei einem virtuellen Treffen des UN-Sicherheitsrats. "Nichtstaatliche Gruppen könnten Zugang zu virulenten Stämmen erhalten, die für Gesellschaften auf der ganzen Welt eine ähnliche Verwüstung bedeuten könnten." Die Sorge vor Bioterroristen ist eine von acht Bedrohungen der internationalen Stabilität, die der Generalsekretär wegen der Corona-Krise aufzählte.

00:06 Uhr | "Focus": Hunderte Firmen wollen Staatsbeteiligung

Die Bundesregierung rechnet nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" damit, dass Hunderte bedrohte Unternehmen in Deutschland den Staat um eine zeitlich begrenzte Beteiligung bitten werden. Allein aufgrund der zahlreichen aktuellen Voranfragen lasse sich auf eine hohe Zahl schließen, zitiert das Magazin aus Kreisen der Bundesregierung. Möglicherweise werde der Staat sich sogar bei mehr als 1.000 Unternehmen beteiligen, wenn der Shutdown der Wirtschaft länger andauern sollte. Grundlage für die vorübergehenden Staatsbeteiligungen ist das Ende März verabschiedete Gesetz über den Wirtschaftsstabilitätsfond.

00:03 Uhr | Südafrika verlängert Ausgangssperre um zwei Wochen

Südafrika hat die Ausgangssperre um zwei Wochen verlängert. Für eine "endgültige Analyse" der Epidemie in Südafrika sei es noch zu früh, doch es gebe Hinweise darauf, dass die Maßnahmen wirksam seien, sagte Präsident Cyril Ramaphosa. Die strikten Einschränkungen sollten ursprünglich nur drei Wochen dauern und Mitte April enden. Insgesamt haben sich nach offiziellen Angaben bislang 1.934 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 18 Menschen starben. Südafrika ist das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Afrika, gefolgt von Algerien mit 1.666 Infektionsfällen.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 09. April 2020 | 19:30 Uhr