Coronavirus-Ticker 18. März: Erste Ausgangssperre in deutscher Gemeinde

Die bayerische Gemeinde Mitterteich verhängt als erste deutsche Gemeinde eine Ausgangssperre. In Deutschland sind mehr als 10.000 Menschen erkrankt. Kanzlerin appelliert an die Disziplin der Bevölkerung. In München ist die erste Maschine mit Urlaubsrückkehrern gelandet.

22:45 | Ticker am Mittwoch endet

Wir schließen hiermit für Mittwoch den Ticker zum Coronavirus und informieren Sie wieder ab Donnerstag, 7 Uhr, zu den neuesten Entwicklungen. Wir danken für Ihr Interesse.

22:35 Uhr | Tirol wird komplett unter Quarantäne gestellt

Das gesamte österreichische Bundesland Tirol wird ab Mitternacht unter Quarantäne gestellt. Die Quarantäneverordnungen gelten für alle 279 Tiroler Gemeinden. "Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen - und dann nur zum nächstgelegenen Ort", teilte Tirols Landeschef Günther Platter am Mittwochabend via Facebook mit.

Zudem dürften nur noch Menschen nach Tirol einreisen, die dort zu Hause sind, in der kritischen Infrastruktur oder Versorgung arbeiten.

22:02 Uhr | Portugal billigt Ausnahmezustand

Das Parlament in Portugal hat die Ausrufung des Ausnahmezustandes gebilligt. Bei der Abstimmung über die umstrittene Maßnahme, die am Mittwochabend per Videokonferenz stattfand, enthielten sich zwar viele Abgeordnete, aber es gab keine Gegenstimme. Damit wurde der Antrag der Regierung mit deutlicher Mehrheit angenommen. Staatspräsident Antonio Rebelo de Sousa will den Ausnahmezustand noch am Abend verhängen.

21:58 Uhr | Briten verlassen Kreuzfahrtschiff in Kuba

Ein britisches Kreuzfahrtschiff mit mindestens sechs Coronavirus-Infizierten an Bord hat in einem kubanischen Hafen angelegt. Die insgesamt 682 Passagiere würden zum Flughafen der Hauptstadt Havanna und von dort in drei Flugzeugen nach Großbritannien gebracht, teilte der Reiseanbieter am Mittwoch mit.

21:30 Uhr | US-Kongress beschließt 100-Milliarden-Hilfspaket

Der US-Kongress hat ein 100 Milliarden Dollar schweres Hilfspaket verabschiedet. Damit sollen unter anderem kostenlose Virustests und eine bis zu zweiwöchige Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sichergestellt werden. Auch die Arbeitslosenversicherung soll gestärkt werden. Das von den oppositionellen Demokraten kontrollierte Repräsentantenhaus hatte das Gesetz nach Verhandlungen mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump vergangene Woche beschlossen. Im von Trumps Republikanern dominierten Senat gab es aber Kritik am Umfang der Hilfen, weswegen mehrere Änderungen am Text vorgenommen wurden.

Die Trump-Regierung berät mit dem Kongress bereits über ein gigantisches neues Hilfspaket. Darin vorgesehen sind unter anderem direkte Zahlungen an die Bevölkerung in Form von Schecks sowie Milliardenhilfen für die Luftfahrtbranche.

21:20 Uhr | Israel schließt Grenzen

Israel hat mit sofortiger Wirkung seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Das teilte die Migrationsbehörde am Mittwochabend mit. Schon in den vergangenen zwei Wochen durften Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen konnten, dass sie sich in den ersten 14 Tagen privat in Quarantäne begeben konnten. Hotels waren dafür nicht zugelassen. Nun dürfen nur noch Israelis und Ausländer mit ständigem Wohnsitz nach Israel einreisen.

21:00 Uhr | EU bangt vor verstopftem Internet

Aus Sorge, die verstärkte Nutzung von Video-Streamingdiensten könnten in der Coronavirus-Krise das Internet verstopfen, hat sich die EU-Kommission an Netflix gewandt. EU-Kommissar Thierry Breton sprach mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege, die Belastung zu senken – so etwa die Idee, die Bildqualität bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung herunterzuschrauben.

Der weltgrößte Internet-Knoten DE-CIX mit Sitz in Frankfurt hatte zuvor mitgeteilt, der durchschnittliche Datenverkehr habe zuletzt um zehn Prozent zugelegt. Man sei aber für den Anstieg gerüstet. Der Datenverkehr durch Videokonferenzen sei binnen sieben Tagen um 50 Prozent gestiegen.

20:45 Uhr | Sachsen-Anhalt verschiebt Realschul-Prüfungen

In Sachsen-Anhalt werden die Prüfungen für den Realschul-Abschluss um drei Wochen verschoben. Wie das Bildungsministerium mitteilte, sollen die Prüfungen nun Mitte Mai stattfinden. Bei den Abiturprüfungen gibt es zunächst keine Veränderungen. Sie sollen nach derzeitigem Stand Ende April beginnen.

Sachsen hält an den Terminen für alle Prüfungen fest. Kultusminister Christian Piwarz sagte, der benötigte Unterrichtsstoff sei weitgehend behandelt worden.

Bayern hat hingegen entschieden, die Abitur-Prüfungen wegen der Corona-Krise zu verschieben.

20:20 Uhr | Auch Porsche stoppt Produktion

Auch der Sportwagenbauer Porsche setzt seine Produktion ab kommender Woche für zunächst 14 Tage aus. Das teilte der Autobauer am Mittwoch mit.Das Stammwerk Zuffenhausen und der Produktionsstandort Leipzig bleiben demnach ab kommenden Samstag geschlossen. Neben dem Schutz der Belegschaft ließen zudem auch Engpässe bei globalen Lieferketten eine geordnete Produktion derzeit nicht mehr zu.

19:59 Uhr | Mitteldeutsche Städte verschärfen Maßnahmen

Zur Eindämmung des Coronavirus haben die kreisfreien Städte in Thüringen strengere Regeln als Bund und Länder erlassen. Ab Freitag sollen alle Restaurants und Gaststätten in Erfurt, Jena, Gera, Weimar und Suhl geschlossen bleiben. Das hatte zuvor auch Halle angeordnet. In der Saalestadt sind alle Veranstaltungen, öffentlich wie auch privat, verboten.

19:55 Uhr | China liefert Schutzausrüstung in EU

China liefert große Mengen Schutzmasken und Coronavirus-Testgeräte in die Europäische Union. Das teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen nach einem Telefonat mit dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang mit. Es gehe um mehr als zwei Millionen Mundschutzmasken und etwa 50.000 Virustests.

19:35 Uhr | Merkel: "Alle zählen, es braucht unser aller Anstrengung."

Bundeskanzlerin Merkel hat in einer Fernsehansprache an die Disziplin und das Durchhaltevermögen der Bevölkerung appelliert. Es komme in der Corona-Krise auf jeden Einzelnen an, sagte sie und nannte die Bekämpfung des Virus die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie versicherte großen und kleinen Betrieben, alles zu tun, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern und Arbeitsplätze zu bewahren.

19:28 Uhr | Großbritannien schließt alle Schulen

Bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie setzt Großbritannien nun doch auf Schulschließungen. Die Regelung trete landesweit am Freitagnachmittag in Kraft und gelte für unbestimmte Zeit, teilte der britische Bildungsminister Gavin Williamson am Mittwoch im Unterhaus in London mit.

19:10 Uhr | Deutschland weitet Einreisebeschränkungen aus

Deutschland weitet die bereits geltenden Einreisebeschränkungen nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr aus. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch mitteilte, dürfen auch EU-Bürger künftig nicht mehr per Flugzeug oder Schiff aus Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark nach Deutschland reisen. Wer aus einem EU-Staat kommt, darf nur noch auf einem deutschen Flughafen landen, wenn er von dort aus weiter in sein Heimatland reist.

18:30 Uhr | WHO leitet Studie mit fünf Medikamenten gegen Coronavirus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) leitet eine großangelegte Studie zur Wirksamkeit von fünf Medikamenten gegen das Coronavirus. Krankenhäuser in neun Ländern beteiligten sich bereits daran, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Darunter sind Frankreich, der Iran, Norwegen und Spanien. Deutschland erwähnte er nicht.

18:28 Uhr | Fast 36.000 Infizierte in Italien

In Italien gibt es inzwischen mehr als 35.700 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Menschen. Das gab der Zivilschutz in Rom bekannt. Die Zahl der Toten im Zuge der Pandemie stieg um mehr als 470 auf rund 3.000.

18:14 Uhr | Österreich kontrolliert ab Mitternacht Grenze zu Deutschland

Im Hinblick auf die Ausbreitung des Coronavirus kontrolliert Österreich ab Donnerstag, 0 Uhr, die Grenze zu Deutschland. Das bestätigte das österreichische Innenministerium am Mittwoch in Wien.

17:35 Uhr | Kekulé fordert Mundschutz für Supermarkt-Mitarbeiter

Der hallesche Virologe Kekulé hat für Mitarbeiter in Supermärkten und andere Dienstleister OP-Mundschutz gefordert. Kekulé sagte MDR AKTUELL, Kassierer, Friseure oder Taxifahrer kämen automatisch mit anderen Menschen in Kontakt. Sie sollten auch darauf hingewiesen werden, wie sie sich schützen könnten. Kekulé appellierte außerdem an Länder und Kommunen, dringend spezielle Corona-Kliniken einzurichten. Dafür könnten Schönheitskliniken, aber auch das eine oder andere Kreiskrankenhaus genutzt werden. Dagegen sollten zum Beispiel Universitätskliniken von Corona-Patienten freigehalten werden.

17:30 Uhr | Justiz sieht Haftanstalten auf Corona vorbereitet

Die mitteldeutsche Justiz sieht die Haftanstalten für die Corona-Pandemie gerüstet. Das ergaben Recherchen von MDR AKTUELL bei den zuständigen Ministerien in Dresden, Magdeburg und Erfurt. Demnach gibt es bislang noch keinen positiv getesteten Häftling. Sachsens Justizminister Meier verwies auf verschärfte Besuchsregeln. Auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen seien Besuche von Gefangenen auf ein Minimum beschränkt. Zudem würden derzeit keine Ersatzfreiheitsstrafen vollstreckt, um Platz für etwaige Quarantänefälle zu schaffen. Dabei handelt es sich um Verurteilte, die eine Geldstrafe nicht begleichen könnten oder wollten. In Sachsen-Anhalt werden zudem ab Montag länderübergreifende Gefangenentransporte ausgesetzt.

17:08 Uhr | Erste Ausgangssperre in deutscher Gemeinde verhängt

Der bayerische Landkreis Tirschenreuth hat für die 6.500-Einwohner-Stadt Mitterteich in der Oberpfalz die erste Ausgangssperre in Bayern verhängt. Das Verbot sei ab sofort gültig und gelte bis einschließlich 2. April, teilte das zuständige Landratsamt mit.

16:56 Uhr | Glastonbury-Festival in Großbritannien abgesagt

Die 50. Ausgabe des Glastonbury-Festivals in Großbritannien ist wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. In der derzeitigen Lage könnten der Aufbau und andere Vorbereitungen mit tausenden Mitarbeitern nicht fortgesetzt werden, teilten die Veranstalter mit Blick auf die Ausbreitung des Virus mit. Die 135.000 verkauften Eintrittskarten sollen für das Festival im kommenden Jahr gelten.

16:45 Uhr | Update: RKI-Chef Wieler mahnt, Kontakte zu meiden

Der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) findet harte Worte: "Wenn wir es nicht schaffen, (...) die Kontakte unter den Menschen wirksam und über einige Wochen nachhaltig zu reduzieren, dann ist es möglich, dass wir in zwei bis drei Monaten bis zu zehn Millionen Infizierte in Deutschland haben." Das ganze Statement sehen Sie hier:

16:28 Uhr | Türkei schließt Grenzen zu Griechenland und Bulgarien

Zur Eindämmung der Corona-Epidemie schließt die Türkei einem Medienbericht zufolge ab Mitternacht ihre Grenzen zu Griechenland und Bulgarien. Ankara hatte seine Grenzen zur EU trotz des Flüchtlingspakts mit Brüssel erst kürzlich wieder geöffnet.

16:25 Uhr | Heil will Lohnfortzahlungen an Eltern absichern

Arbeitsminister Hubertus Heil will Eltern helfen, die angesichts der Schulschließungen keine Betreuungslösungen für ihre Kinder finden. Die Lohnfortzahlung durch Arbeitgeber solle in solchen Fällen gesetzlich abgesichert werden.

16:03 Uhr | Hotline für einsame Senioren bundesweit erreichbar

Weil vom Besuch bei den Großeltern derzeit abgeraten wird, hat der Berliner Verein "Silbernetz" eine Hotline für einsame Senioren initiiert. Das "Silbertelefon" sei bundesweit erreichbar, sagte die Gründerin Elke Schilling. "Wir rechnen damit, dass die Corona-Isolation viel Gesprächsbedarf bedeutet." Die Hotline sei kostenfrei und anonym unter 0800-4708090 erreichbar.

16:00 Uhr | Altmaier fordert Konsens von Arbeitgebern und Gewerkschaften

Die Krise ist laut Arbeitsminister Hubertus Heil schwerwiegender als die Finanzkrise von 2008/09. Wirtschaftsminister Peter Altmaier ergänzt: "Es ist nicht die Zeit endloser Diskussionen." Weitreichende Entscheidungen müssten nun getroffen werden. Dafür brauche es einen Konsens von Arbeitgebern und Gewerkschaften.

15:53 Uhr | Erste Maschine mit Urlaubsrückkehrern in München gelandet

Im Rahmen der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik ist am Mittwochnachmittag die erste Maschine aus dem Ausland gelandet. Der Flug aus Tunis ist um 14:20 Uhr gelandet. Am frühen Abend sollten nach Angaben des Auswärtigen Amts noch zwei Maschinen aus Ägypten in München ankommen. Drei aus Marokko hatten das Ziel Frankfurt am Main.

15:45 Uhr | RKI will mit Handydaten Mobilität der Bevölkerung messen

Anonymisierte Handydaten sollen dem Robert-Koch-Institut (RKI) helfen, zu messen, wie erfolgreich die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sind. Die Daten zeigten, ob die Mobilität der Bevölkerung nachgelassen habe, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Es lasse sich feststellen, ob die geforderten Maßnahmen, weitestgehend zu Hause zu bleiben und Sozialkontakte einzuschränken, auch eingehalten würden. Die Deutsche Telekom stellt dem RKI dafür kostenlos Massendaten zur Verfügung.

15:25 Uhr | Hilfen für Unternehmen und Selbstständige

Vor allem Unternehmen und Selbstständige leiden finanziell unter den Auswirkungen der Corona-Krise und bangen um ihre Existenz. MDR JUMP hat bei Handwerkskammern, Handelsverbänden und Industrie- und Handelskammern Tipps und Ratschläge gesammelt.

15:05 Uhr | Ryanair streicht fast alle Flüge

Die Airline Ryanair streicht ab 24. März fast alle Flüge. Ab kommendem Dienstag werde es nur noch eine sehr kleine Zahl von Verbindungen zwischen Großbritannien und Irland geben, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

15:00 Uhr | Tschechen dürfen nur noch mit Mundschutz ins Freie

In Tschechien dürfen die Menschen ab Donnerstag nur noch mit Mundschutz ins Freie. Das gab die Regierung am Mittwoch bekannt. Eine weitere Maßnahme soll Menschen, die zur Risikogruppe gehören, schützen: Zwischen 10:00 und 12:00 Uhr dürfen außerdem nur noch Menschen über 65 Jahren einkaufen gehen. Die Regierung kaufte von China zudem 150.000 Corona-Schnelltests, teilte der tschechische Gesundheitsminister Adam Vojtech mit.

14:45 Uhr | Eurovision Song Contest abgesagt

Der diesjährige Eurovision Song Contest (ESC) in den Niederlanden findet nicht statt. Grund sei die Unsicherheit für die Planungen durch das neuartige Coronavirus, teilte die Europäische Rundfunkunion in Genf am Mittwoch mit.

14:08 Uhr | 103-Jährige überlebt Corona-Infektion

Im besonders stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Iran hat eine 103-Jährige die Virusinfektion überstanden. Die Patientin sei in der Stadt Semnan rund 180 Kilometer östlich der Hauptstadt Teheran im Krankenhaus behandelt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Nachdem sich die Frau "vollständig erholt" habe, habe sie das Krankenhaus inzwischen verlassen können, zitierte die Agentur den Krankenhausdirektor Nawid Danaji.

Dem Bericht zufolge handelt es sich bereits um den zweiten Menschen sehr hohen Alters im Iran, der eine Covid-19-Erkrankung überstanden hat. Demnach überlebte auch ein 91-jähriger Mann in der Stadt Kerman die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit, obwohl er neben seinem hohen Alter auch noch an Bluthochdruck und Asthma litt.

Nach Angaben der Behörden wurden im Iran bis Mittwoch 1.192 Neuinfektionen registriert. Damit liegt die Gesamtzahl der Infektionen bei 17.361.

13:55 Uhr | Mehr als 10.000 Fälle in Deutschland

Laut Zahlen der US-amerikanischen Johns Hopkins Universität liegt die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Deutschen mittlerweile über 10.000. Demnach waren um 13:55 Uhr in ganz Deutschland 10.069 Menschen nachweislich infiziert. 26 sind an der Krankheit gestorben, 73 sind bereits wieder gesund.

13:17 Uhr | Milliardenpaket für österreichische Wirtschaft

Die österreichische Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro angekündigt, um der Wirtschaft durch die Coronakrise zu helfen. Teile des Pakets sind der Erlass von Steuerschulden, Haftungen für Kredite und Notfallhilfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Mittwoch in Wien. Als Motto gab der 33-Jährige "Koste es, was es wolle" aus.

13:06 Uhr | Promis fordern Schutz von Flüchtlingen

Mehrere Prominente fordern in der Coronakrise, Flüchtlinge aus überfüllten Lagern auf den griechischen Inseln zu holen. "Alleine im Camp Moria auf Lesbos leben derzeit über 20.000 Menschen, obwohl nur Platz für 3.000 ist", heißt es in der Petition auf der Plattform Change.org, die etwa Schauspieler Lars Eidinger, Moderator Joko Winterscheidt, Regisseur Volker Schlöndorff und Autorin Sibylle Berg unterstützen. "Quarantäne, Hände-Waschen oder Social-Distancing sind wichtig, aber nicht möglich, wenn man in Moria leben muss." Breche die Epidemie in so einem Lager aus, sei es fast unmöglich, Ansteckungsketten zu unterbrechen.

Die Petition wird von vielen Politikern der Grünen mitgetragen, darunter Bundestagsfraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. Auch der frühere CDU-Politiker Ruprecht Polenz und der EU-Abgeordnete Nico Semsrott von der Satirepartei Die Partei sind dabei.

12:55 Uhr | Jeder zweite Berufstätige macht Homeoffice

Wegen der massiven Einschränkungen in der Coronakrise hat sich der Anteil der im Homeoffice arbeitenden Berufstätigen innerhalb kurzer Zeit deutlich erhöht. Bei einer repräsentativen Umfrage habe knapp jeder Zweite (49 Prozent) angegeben, mittlerweile von zu Hause aus zu arbeiten, teilte der Digitalverband Bitkom mit. Von ihnen durften 18 Prozent nach eigenen Angaben zuvor gar nicht im Homeoffice arbeiten, 31 Prozent konnten das schon vorher und weiteten die Arbeit von zu Hause nun aus.

12:47 Uhr | Mehr als 2.500 neue Corona-Fälle in Spanien

In Spanien steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiter stark an: Binnen eines Tages wurden mehr als 2.500 neue Infektionen registriert, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Mittwoch mitteilte. Die Zahl aller Infektionsfälle lag demnach bei 13.716 und damit um 2.538 höher als noch am Dienstag. 598 Menschen starben in Spanien bereits an der Lungenkrankheit Covid-19, die durch das neuartige Coronavirus ausgelöst wird.

12:38 Uhr | Sachsen hält an Prüfungsterminen fest

Sachsen hält trotz der Coronakrise zunächst an den Prüfungsterminen an den Schulen fest. Das Kultusministerium erklärte, die Abschluss- und Abiturprüfungen seien nach derzeitigem Stand sicher. Die ersten Prüfungen starteten am 22. April. Der benötigte Unterrichtsstoff sei weitgehend behandelt worden. Kutlusminister Christian Piwarz kündigte allerdings an, die Situation Ende März neu zu bewerten. Zuvor hatte Bayern bekannt gegeben, dass die Abi-Prüfungen auf Ende Mai verschoben werden.

12:10 Uhr | Polen öffnet wegen Staus weitere Grenzübergänge

Polen öffnet weitere Grenzübergänge für Lkw und Pkw, um die Staus an der deutsch-polnischen Grenze zu entschärfen. Der Grenzschutz teilte mit, sowohl Pkw- als auch Lastwagenfahrer könnten ab sofort die bislang nur für Fußgänger gedachten Grenzübergänge in Frankfurt/Oder-Slubice, in Kietz-Kostrzyn nad Odra und in Zgorzelec nutzen. Der Übergang in Guben sei dagegen nur für Pkw möglich. Im polnischen Jedrzychowice an der Autobahn 4 bei Görlitz betrug die Wartezeit am Mittwochvormittag für Lkw 30 Stunden, für Pkw 16 Stunden, wie eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes sagte.

11:59 Uhr | Kurzarbeitergeld rückwirkend

11:50 Uhr | RKI warnt: Sind erst am Beginn der Pandemie

In ganz Deutschland gelten inzwischen umfassende Vorsorgemaßnahmen, die helfen sollen, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen. Das Robert-Koch-Institut weist nun darauf hin, dass man erst am Anfang der Pandemie stehe. Sollten Schutzmaßnahmen ignoriert werden, könnten sich bis zu zehn Millionen Deutsche infizieren.

11:48 Uhr | Mindestabstände in Supermärkten einhalten

Zum Schutz vor möglicher Ansteckung mit dem Coronavirus in Supermärkten fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Sicherstellung von Mindestabständen zwischen den Kunden. Er verwies auf Dänemark, wo Klebeetiketten auf dem Boden dabei helfen sollen, dass Kunden an den Kassen ausreichend Abstand zueinander halten. Eine derartige Lösung sei wichtig, sagte Söder bei einem Besuch eines Supermarkt-Logistikzentrums bei München.

11:30 Uhr | Telekom stellt RKI Handydaten zur Verfügung

Die Telekom unterstützt das Robert-Koch-Institut bei der Eindämmung der Corona-Pandemie. Eine Telekom-Sprecherin sagte, dem RKI seien anonymisierte Handydaten zur Verfügung gestellt worden. Wissenschaftler würden mit den Informationen Bewegungsströme abbilden. Diese dienten dazu, Prognosen über die Ausbreitung von Covid-19 in Deutschland zu treffen. Die Informationen ließen sich auf Bundesländer und auf noch kleinere Einheiten herunterbrechen. Ein Tracking einzelner Bürger oder infizierter Menschen, wie es derzeit in asiatischen Ländern und in Israel gemacht wird, soll dadurch aber nicht möglich sein.

11:23 Uhr | KfW-Notfallkredite ab Montag

Die staatliche Förderbank KfW und die Banken wollen den deutschen Unternehmen so schnell wie möglich notwendige Kredite zur Verfügung stellen. Ab Montag könnten Firmen, die durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten seien, die neuen Sonderkredite der KfW in Anspruch nehmen, teilte die KfW am Mittwoch mit. Anträge könnten ab sofort über die Hausbank eingereicht werden.

11:15 Uhr | Mieter und Vermieter fordern staatliche Hilfe

Der Deutsche Mieterbund und die Wohnungswirtschaft fordern gemeinsam einen "Sicher-Wohnen-Fonds", um Mietverhältnisse abzusichern. Drohende Mietrückstände durch Einnahmeausfälle wegen der Corona-Krise würden Vermieter und Mieter gleichermaßen treffen, erklärten der Mieterbund und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) in Berlin. Mietern drohe die Zahlungsverzugskündigung, aber auch Vermieter könnten wegen finanzieller Einbußen in Schieflage geraten. Deswegen brauche man einen Solidaritätsfonds, damit niemand seine Wohnung verliere.

11:00 Uhr | Was tun mit der Corona-Freizeit?

"Bleiben Sie zu Hause!" mahnen Bundesregierung, Virologen und Wissenschaftler. Nur: Was soll man die ganze Zeit zu Hause anstellen? Vor allem Kinder langweilen sich. Wir haben ein paar Ideen gesammelt:

10:45 Uhr | Video: Rekordstau auf A4

Eindrücke aus dem Rekordstau auf der A4 vor der deutsch-polnischen Grenze im Video:

10:38 Uhr | RKI ruft zum Einhalten der Schutzmaßnahmen auf

Das Robert-Koch-Institut hat bei seinem täglichen Briefing erklärt, dass die Wirkung der von der Regierung beschlossenen Einschränkungen erst nach etwa zwei Wochen eingeschätzt werden könne. Eine Überprüfung der Schutzmaßnahmen müsse fortlaufend geschehen, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Er stellt aber auch klar: "Es ist offensichtlich, dass der jetzige Zustand nicht auf Dauer aufrecht erhalten werden kann."

Wieler stellte klar, dass die derzeitigen Einschränkungen aus Sicht des RKI keinesfalls für die nächsten zwei Jahre gelten würden. Man müsse fortlaufend überprüfen, ob und welche Maßnahmen greifen. Anhand dieser Analyse würden Maßnahmen wie die Schließung von Geschäften und Schulen jeweils angepasst. In der jetzigen Lage seien die Maßnahmen zur Eindämmung extrem wichtig. Sollte das Virus nicht eingedämmt werden, könnten schon in wenigen Wochen bis zu zehn Millionen Menschen in Deutschland infiziert sein. Wieler rief erneut dazu auf, soziale Kontakte zu meiden und vor allem Ältere und chronisch Erkrankte zu schützen.

10:29 Uhr | Kanzlerin Merkel hält am Abend Fernsehansprache

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich am Abend mit einer Fernsehansprache an die Bevölkerung wenden. Das teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit. Er betonte, es gehe nicht um die Verkündung neuer Maßnahmen, sondern um einen Aufruf zur Beteiligung an den bestehenden Schutzmaßnahmen.

Die aufgezeichnete Ansprache soll im ZDF nach der "heute"-Sendung gegen 19:20 Uhr und in der ARD nach der "Tagesschau" gegen 20:15 Uhr ausgestrahlt werden.

10:01 Uhr | BMW unterbricht Produktion in Europa und Südafrika

BMW stoppt wegen wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa und im Werk in Rosslyn in Südafrika für vier Wochen. Das sagte Vorstandschef Oliver Zipse am Mittwoch in München. Die Produktionsunterbrechung sei voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant. Ein Unternehmenssprecher ergänzte, die Motorradproduktion in Berlin werde bis auf weiteres fortgesetzt.

10:00 Uhr | Die RKI-Pressekonferenz zum Coronavirus

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt in seiner Pressekonferenz aktuelle Informationen zum Coronavirus. Verfolgen Sie die Konferenz hier im Livestream:

9:40 Uhr | BMW plant Kurzarbeit

BMW plant eine Anpassung der Produktion inklusive Kurzarbeit. Die Ausbreitung des Coronavirus dürfte die Nachfrage nach Autos in allen wesentlichen Märkten erheblich beeinträchtigen, teilte das Unternehmen in München mit. Man rechne für das laufende Jahr mit einem deutlichen Gewinnrückgang.

9:28 Uhr | Bayern verschiebt Abitur-Prüfungen

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Das teilte das bayerische Kultusministerium in München mit.

9:17 Uhr | Was bedeutet Katastrophenfall?

Die Stadt Halle hat am gestrigen Dienstag den Katastrophenfall ausgerufen. Laut Oberbürgermeister Bernd Wiegand können damit wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie getroffen werden. Doch was bedeutet der Katastrophenfall für die Bevölkerung? Und was genau ist ein Notstand? Ein Blick in die Katastrophenschutzgesetze und das Grundgesetz:

9:00 Uhr | Keine Austrian-Flüge mehr nach Leipzig

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines stellt ihren Flugbetrieb ab Mitternacht vorerst komplett ein. Das betrifft auch alle Flüge von Wien nach Leipzig. Mehr dazu im Corona-Ticker aus Sachsen:

8:57 Uhr | Polizei holt Störer aus Suhler Flüchtlingsunterkunft

In Suhl hat die Polizei gestern mit einem Großaufgebot etwa 20 Männer aus der Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge geholt. Sie wurden in eine Unterkunft in Arnstadt gebracht. Der Suhler Polizeichef Nicolai sagte dem MDR, rund 200 Polizisten seien im Vollschutz im Einsatz gewesen. Man hoffe, dass in Suhl nun wieder mehr Ruhe einkehre. Zuvor hatten die Männer für Aufruhr gesorgt, nachdem ein Bewohner der Flüchtlingsunterkunft mit etwa 500 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

8:30 Uhr | Heil appelliert an die Wirtschaft

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Lohnausfälle durch Kurzarbeitergeld möglichst gering halten. Heil appellierte dabei auch an die Wirtschaft. "Es ist so, dass die Arbeitgeber durchaus auch mehr zahlen können", sagte Heil im ARD-"Morgenmagazin". Es werde daher in Gesprächen mit der Wirtschaft auch darum gehen, "wie wir Lohnlücken schließen, um Kaufkraft zu sichern, gerade auch für Einkommensschwache."

Beim aktuellen Kurzarbeitergeld werden den Arbeitgebern die Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe erstattet. Arbeitnehmer bekommen 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent.

08:00 Uhr | Zweiter Corona-Fall in Gera

In Gera gibt es den zweiten bestätigten Corona-Fall. Das teilte die Stadtverwaltung am Dienstagabend mit. Insgesamt seien in den vergangenen Tagen 82 Proben von Verdachtsfällen getestet worden. 24 Testergebnisse stehen laut Stadtverwaltung noch aus.

07:50 Uhr | Haseloff fordert Zuschüsse

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff unterstützt Forderungen kleinerer Unternehmen nach Zuschüssen in der Corona-Krise. Der CDU-Politiker sagte MDR AKTUELL, Steuerstundungen oder Kredite reichten nicht. Das, was jetzt an Liquidität fehle, hole man in den seltensten Fällen wieder rein. Unternehmen brauchten unmittelbare Liquiditätshilfen, es müsse echt Geld gezahlt werden. Mehr dazu im Corona-Ticker aus Sachsen-Anhalt:

07:34 Uhr | Ausgangssperre in Belgien

Auch Belgien hat wegen der Coronavirus-Pandemie eine Ausgangssperre verhängt. Wie Regierungschefin Sophie Wilmès erklärte, gilt die Regelung ab heute Mittag mindestens bis zum 5. April. Demnach sind nur noch essenzielle Tätigkeiten wie Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe erlaubt. Auch sportliche Aktivitäten an der frischen Luft seien gestattet und würden sogar empfohlen.

07:32 Uhr | Karliczek warnt vor überzogenen Hoffnungen auf Impfstoff

Anja Karliczek
Anja Karliczek Bildrechte: imago images / Arnulf Hettrich

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat vor überzogenen Hoffnungen auf die rasche Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus gewarnt. Überall arbeiteten Forscher mit Hochdruck daran, "aber die Entwicklung braucht ihre Zeit", sagte Karliczek der "Passauer Neuen Presse".

Bei der Entwicklung von Medikamenten gälten hohe Sicherheitsstandards, die eingehalten werden müssten, um Nebenwirkungen auszuschließen. "Soweit wir es verantworten können, beschleunigen wir die Verfahren", sagte die Ministerin.

07:00 Uhr | Rekordstau auf A4

An der deutsch-polnischen Grenze hat der Stau wegen der polnischen Grenzkontrollen weiter zugenommen. Die Polizei meldete am Morgen auf der A4 in Richtung Grenzübergang Ludwigsdorf 60 Kilometer Stau. Das sind noch einmal 20 Kilometer mehr als am Abend. Das Deutsche Rote Kreuz ist im Einsatz, um die Menschen mit Nahrung und Medikamenten zu versorgen.

06:44 Uhr | Kassen übernehmen unbegrenzt Corona-Ausgaben

Die gesetzlichen Krankenkassen haben versichert, unbegrenzt alle Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu finanzieren. Die Chefin des Kassen-Spitzenverbandes, Pfeiffer, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Kliniken und Ärzte würden mit der erforderlichen Liquidität versorgt. Die Kassen würden auch die zusätzlichen Kosten übernehmen, wenn Ärzte oder Pfleger als Unterstützung aus dem Ruhestand zurückkehrten. Der Gesundheitsfonds habe Reserven, die nun eingesetzt würden.

06:20 Uhr | Handels- und Hotelverbände fordern finanzielle Hilfen

Der Handelsverband Sachsen fordert wegen der Corona-Krise Zuschüsse für kleinere Unternehmen. Geschäftsführer Glaser sagte MDR AKTUELL, es gehe an die Existenz vieler kleiner Händler. Zwar gebe es seitens der Regierung unter anderem Kurzarbeitergeld und auch andere Angebote der Banken oder Gewerbeämter.

Diese Einschränkungen sind in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant

Die Regierungen der drei Länder haben den von Bund und Ländern vereinbarten Maßnahmenkatalog gegen die Ausbreitung des Coronavirus umgesetzt. Hier die Regelungen für die drei Länder.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. März 2020 | 00:30 Uhr