Coronavirus-Pandemie Ticker: Spahn positiv auf Coronavirus getestet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist mit dem Coronavirus infiziert. Dresden verschärft seine Corona-Regeln und führt unter anderem eine Sperrstunde ein. In Halle gilt in der Innenstadt ab Donnerstag eine Maskenpflicht. Bundesweit gibt es mehr als 7.000 Neuinfektionen. Mehr im Ticker. Die Zahl der Risikogebiete wächst, es werden weitere lokale Lockdowns erwartet. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.

Unser Ticker am Dienstag, 21. Oktober 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:26 Uhr | Spahn bedankt sich für Genesungswünsche

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich am Mittwochabend bei Twitter selbst zu seiner Corona-Infektion geäußert:

22:12 Uhr | EU-Regierungen wollen enger zusammenarbeiten

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden am Donnerstag kommender Woche in einer Videokonferenz über eine noch engere Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie beraten. "Wir müssen unsere gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung von Covid-19 verstärken", erklärte EU-Ratspräsident Charles Michel am Mittwochabend zur Bekanntgabe des Termins mit.

22:06 Uhr | Weil befürchtet höhere Krankenkassenbeiträge

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat angesichts wachsender Ausgaben für Corona-Tests vor Beitragssteigerungen der gesetzlichen Krankenversicherung gewarnt. Zu erwarten seien "knackige Beitragserhöhungen" im kommenden Jahr, sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel".

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident in Niedersachsen, spricht auf einer Pressekonferenz im Landtag.
Stephan Weil Bildrechte: dpa

Jetzt kommt ein richtiger Griff in die Kassen, das hält das System nicht aus.

Stephan Weil, SPD Ministerpräsident Niedersachsen

Weil lehnte zugleich Pläne der Bundesregierung ab, die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen von acht Milliarden Euro für die Bewältigung der Corona-Kosten heranzuziehen.

21:42 Uhr | 27.000 Neuinfektionen in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb von 24 Stunden fast 27.000 Neuinfektionen registriert worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 789.000, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. Den Angaben zufolge starben auf der Insel über 44.000 Menschen an oder mit dem Virus.

21:18 Uhr | Toter bei Impfstoff-Studie

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Das bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa. Zuvor hatten brasilianische Medien darüber berichtet.

Der Impfstoff entstammt einer Zusammenarbeit des britisch-schwedischen Konzerns mit der Universität Oxford. Anvisa erklärte, bereits am Montag über den Tod informiert worden zu sein. Die Empfehlung laute, die Tests fortzusetzen.

Laut brasilianischen Medien handelt es sich bei dem Toten um einen Mann. Es ist allerdings bislang unklar, ob der Proband den Impfstoff oder einen Placebo erhalten hat. Sollte sich ein Zusammenhang des Todes des Freiwilligen mit dem Impfstoff herausstellen, wäre das ein schwerer Schlag für das Projekt. Bislang galt der Impfstoff als sehr aussichtsreich.

19:20 Uhr | Eine Million Infizierte in Spanien

Spanien hat am Mittwoch die Marke von einer Million Corona-Infektionen durchbrochen. Seit dem Beginn der Pandemie seien genau 1.005.295 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Das sind fast 17.000 mehr als am Vortag, ein neuer Tagesrekord. Die Zahl der mit Corona gestorbenen Menschen sei um 156 auf nun 34.366 gestiegen. Spanien hat rund 47 Millionen Einwohner.

Die Zahl von mehr als einer Million Infektionen ist der höchste Wert aller westeuropäischen Länder und beduetet weltweit Platz sechs. Nur die USA, Indien, Brasilien, Russland und Argentinien haben noch mehr Infizierte gemeldet.

18:49 Uhr | Corona-Nachrichten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

Nachrichten zur Entwicklung der Pandemie erreichen uns inzwischen wieder im Minutentakt. Über die aktuellsten Entwicklungen in den drei mitteldeutschen Bundesländern informieren Sie auch die Kollegen in den Landesfunkhäusern mit Extra-Angeboten:

18:31 Uhr | Willem-Alexander entschuldigt sich für Urlaub

Der niederländische König Willem-Alexander hat für einen Griechenland-Urlaub während eines weitgehenden Lockdowns in seinem Land um Entschuldigung gebeten. "Es schmerzt, dass wir euer Vertrauen in uns missbraucht haben", sagte der Monarch am Mittwoch in einer Videobotschaft an die Bevölkerung.

Wegen steigender Corona-Zahlen hatte die niederländische Regierung jüngst zum Verzicht auf Reisen aufgerufen – der Urlaub der Königsfamilie löste deshalb eine Welle der Empörung aus, zumal Urlaubsbilder auftauchten, die das Königspaar ohne Maske und ohne Mindestabstand mit Einheimischen zeigten.

König Willem-Alexander, Königin Maxima und Prinsessen Amalia, Alexia und Ariane
Die niederländische Königsfamilie. Bildrechte: imago images / Hollandse Hoogte

18:23 Uhr | Weitere Schutzmaßnahmen auch im Saale-Holzland-Kreis

Auf steigende Infektionszahlen reagiert auch der Saale-Holzland-Kreis mit weiteren Schutzmaßnahmen. Der Thüringer Landkreis erließ am Mittwoch eine neue Allgemeinverordnung. Demnach sind ab sofort bei privaten Feiern und Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur noch 15 Personen erlaubt – im Freien 25. Öffentliche Veranstaltungen werden auf 50 Personen in geschlossenen Räumen und auf 250 unter freiem Himmel beschränkt.

18:17 Uhr | Burgenlandkreis an der Schwelle zum Risiko-Gebiet

Der Burgenlandkreis steht kurz davor, neben dem Jerichower Land zum zweiten Risikogebiet in Sachsen-Anhalt zu werden. Die Fälle pro Woche und pro 100.000 Einwohner stiegen am Mittwoch auf 47. Ab einem Wert von 50 gilt ein Landkreis als Risikogebiet.

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, erließ der Burgenlandkreis am Mittwoch eine neue Allgemeinverfügung. Demnach sind dort private Feiern in geschlossenen Räumen nur noch mit 15 Personen möglich statt zuvor mit 25. Bei fachkundig organisierten Feiern sind bis zu 75 Personen erlaubt.

17:32 Uhr | Risikogebiet oder nicht – Zahlenkorrekturen oft verwirrend

Immer mehr Städte und Landkreise in Deutschland sind Corona-Risikogebiet. Entscheidendes Kriterium: die Zahl der Neuinfektionen. Schon häufig wurden die Statistiken aber auch korrigiert, wie zuletzt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Wir haben recherchiert, was die Gründe dafür sind.

17:28 Uhr | Jerichower Land jetzt Risikogebiet

Das Jerichower Land gilt als erste Region in Sachsen-Anhalt als Corona-Risikogebiet. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sei auf 68,89 gestiegen, teilte der Landkreis heute mit. Ab einem Wert von 50 gelten schärfere Regeln.

17:01 Uhr | Spahn positiv getestet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Der CDU-Politiker habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, bislang hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt.

Das Kabinett, das am Mittwoch in Spahns Beisein getagt hatte, muss allerdings nicht in Quarantäne. Ein Regierungssprecher sagte, die Sitzungen fänden unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln statt. Diese zielten darauf ab, dass im Falle, dass einer der Teilnehmer später positiv getestet werde, nicht alle in Quarantäne müssten.

 Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD)
Gesundheitsminister Jens Spahn heute während der Kabinettssitzung in Berlin im Gespräch mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Bildrechte: dpa

Bei Familienministerin Franziska Giffey wurde am Mittwoch allerdings ein Schnelltest gemacht, der negativ ausfiel. Grund für den Test sei gewesen, dass die SPD-Politikerin am vergangenen Freitag eine gemeinsame Pressekonferenz mit Spahn absolviert habe, erklärte ein Sprecher der Ministerin. Fotos vom Mittwoch zeigten allerdings auch, dass Giffey am Rande der Kabinettssitzung ihrem Kollegen Spahn recht nahe kam.

16:57 Uhr | NRW führt wieder Maskenpflicht im Unterricht ein

In Nordrhein-Westfalen müssen Schülerinnen und Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe nach den Ferien während des Unterrichts einen Mund- und Nasenschutz tragen. Diese Maßnahme habe sich in den zwei Wochen nach den Sommerferien bewährt, sagt NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Die Regelung sei bei den Schülern und Lehrkräften akzeptiert und biete einen wirksamen Schutz.

16:21 Uhr | Dresden verschärft Eindämmungsmaßnahmen

Dresden ergreift ebenfalls weitere Maßnahmen zur Eindämmung. Unter anderem werde die Maskenpflicht auf alle für die Öffentlichkeit zugänglichen Räume und Einrichtungen wie etwa Einkaufszentren, Hotels, Museen sowie in der öffentlichen Verwaltung ausgeweitet, teilte die Stadtverwaltung mit. An privaten Feiern dürften nur noch 25 Personen teilnehmen, Groß- und Sportveranstaltungen würden auf maximal 500 Personen begrenzt, Veranstalter und Gastronomen müssten Kontaktdaten erheben, heißt es in der Allgemeinverfügung. Zudem darf vorerst zwischen 23 und fünf Uhr kein Alkohol mehr verkauft oder ausgeschenkt werden. Das gilt den Angaben zufolge sowohl für die Gastronomie als auch etwa für den Einzelhandel. Die neuen Regeln gelten demnach bereits ab Mitternacht.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sagte: "Auch wenn die Sommermonate ein unbeschwertes Zusammensein ermöglicht haben, müssen wir uns jetzt wieder ein Stück zurücknehmen. Die Pandemie muss beherrschbar bleiben."

15:08 Uhr | Bayern: Testpflicht für Pendler aus Hotspots im Ausland

In Bayern soll es künftig eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots geben. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder im Landtag an. Wer sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten habe, müsse einmal pro Woche einen negativen Test vorweisen. Ziel sei es, die Grenzen offen zu halten und zugleich für mehr Sicherheit zu sorgen. Davon betroffen sein dürften vor allem Österreicher und Tschechen. Außerdem soll es Söder zufolge neue regionale Beschränkungen geben, wenn der Sieben-Tage-Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten wird. Dann gelte eine Sperrstunde ab 21 Uhr. An Veranstaltungen dürften nur noch maximal 50 Personen teilnehmen.

14:56 Uhr | Update: CL-Partie Bayern gegen Madrid findet statt

Das Champions-League-Spiel des FC Bayern München gegen Atlético Madrid heute Abend kann wie geplant angepfiffen werden. Das teilte die UEFA am Nachmittag mit. Auch die Stadt München erhob keine Einwände. Gestern war bekannt geworden, dass sich Bayern-Profi Serge Gnabry mit Corona infiziert hat. Daraufhin wurde getestet, ob er relevanten Kontakt zu anderen Personen im Team hatte. Dabei ging es nach den RKI-Kriterien um Begegnungen von mindestens 15 Minuten bei weniger als 1,5 Meter Abstand und ohne Mundschutz. Der FC Bayern ließ zudem die gesamte Mannschaft testen - alle Tests fielen offenbar negativ aus. Gnabry hatte gestern mit 24 anderen Spielern am Abschlusstraining für die Partie heute gegen Atletico Madrid teilgenommen. Sein positiver Test war erst kurz danach bekannt geworden.

14:08 Uhr | Halle führt Maskenpflicht in der Innenstadt ein

Die Stadt Halle führt wegen des Infektionsgeschehens die Maskenpflicht in der Innenstadt ein. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte, die Pflicht gelte ab Donnerstag in allen öffentlichen Bereichen innerhalb des Innenstadtrings sowie der Leipziger Straße – eine beliebte Einkaufsmeile – und für den Vorplatz zum Hauptbahnhof. Die Menschen müssten dort dann auch unter freiem Himmel eine Alltagsmaske tragen. In Halle wurden heute 25 Corona-Neuinfektionen nachgewiesen. Das ist Wiegand zufolge der höchste Wert an einem Tag. In den vergangenen sieben Tagen seien damit insgesamt 38,25 Menschen je 100.000 Einwohner positiv getestet und der Grenzwert von 35 überschritten worden. Das mache zusätzliche Maßnahmen notwendig.

13:45 Uhr | Tschechien verhängt neuen Lockdown

Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen verhängt die Regierung in Tschechien erneut einen Lockdown. Das Gesundheitssystem sei an den Grenzen seiner Kapazität, sagte Gesundheitsminister Roman Prymula. Die meisten Geschäfte und Dienstleistungen werden demnach geschlossen. Die Bürger sind dazu angehalten, lediglich für den Weg zur Arbeit, Einkäufe und den Besuch beim Arzt vor die Tür zu gehen und nur notwendige Reisen zu unternehmen.

13:20 Uhr | Dramatische Lage in der Schweiz

In der Schweiz ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen erneut sprunghaft gestiegen. Die Gesundheitsbehörde meldete am Mittwoch einen neuen Höchststand von 5.596 Neuansteckungen, nach etwa 3.000 am Vortag. 115 Covid-19-Patienten mussten ins Krankenhaus, elf starben in Zusammenhang mit Covid-19.

12:40 Uhr | Studie: Deutlich mehr Corona-Tote in den USA

Durch die Corona-Pandemie sind in den USA nach offiziellen Angaben bislang rund 220.000 Menschen ums Leben gekommen, doch eine Studie geht von deutlich mehr Todesopfern aus. Seit Ende Januar seien in den Vereinigten Staaten beinahe 399.028 mehr Menschen gestorben als üblich, heißt es in der Untersuchung der Gesundheitsbehörde CDC. Davon seien etwa die Hälfte direkt auf Covid-19 zurückzuführen. Die Zahl der Todesfälle durch Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen sowie Demenzerkrankungen nahm laut CDC im gleichen Zeitraum jedoch ebenfalls zu. Viele dieser Fälle könnten der Studie zufolge falsch klassifiziert worden sein und müssten wohl ebenfalls auf die Pandemie zurückgeführt werden.

11:50 Uhr | Österreich meldet Rekord bei Neuansteckungen

Österreich hat einen neuen Tageshöchstwert für Corona-Neuinfektionen erreicht. Die Behörden meldeten seit gestern 1.958 neue Fälle. Damit wurde der bisherige Höchststand vom Samstag noch einmal um mehr als 200 übertroffen. Verglichen mit Deutschland zählt das Neun-Millionen-Einwohner-Land pro Kopf mehr als doppelt so viele Neuinfektionen mit Sars-CoV-2. Die EU-Ampel-Karte informiert über die Lage in Europa.

11:25 Uhr | Bundeswehr steht für mögliche Covid-19-Auslandseinsätze bereit

Deutsche Soldaten könnten zu Hilfseinsätzen wegen der Corona-Pandemie in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums unterstützt die Bundesregierung den Nato-Notfallplan "Allied Hand". Dafür stehen etwa 160 Experten und medizinisches Personal bereit. Ferner könnten noch Helfer in Deutschland mögliche Auslandsmissionen unterstützen. Aktiviert werden soll der Notfallplan zum Beispiel dann, wenn in Bündnisländern ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems droht. In Deutschland hilft die Bundeswehr bereits im Kampf gegen Covid-19, sie verstärkt etwa die Gesundheitsämter.

11:00 Uhr | Ab heute neue Überbrückungshilfe

Die überarbeitete Überbrückungshilfe für Selbstständige und mittelständische Unternehmen kann ab sofort beantragt werden. Das teilte das Wirtschaftsministerium mit. Es geht dabei um Zuschüsse zu den Fixkosten für die Monate September bis Dezember für Unternehmen, die durch behördliche Anordnungen oder Hygiene- und Abstandsregeln weiter geschlossen sind oder nur eingeschränkt arbeiten können. Bundesminister Peter Altmaier verwies auf Verbesserungen im Vergleich zur alten Regelung. So sei die Begrenzung der Förderung bei bis zu zehn Beschäftigten auf maximal 15.000 Euro gestrichen worden.

10:35 Uhr | UN-Generalsekretär: Fakenews können tödlich sein

Die Vereinten Nationen wollen stärker gegen die Verbreitung von Falschinformationen über die Corona-Pandemie vorgehen. UN-Generalsekretär António Guterres rief zum Start einer Informationskampagne die Nutzer sozialer Medien auf, innezuhalten, bevor sie Informationen zu Covid-19 teilten. In der Pandemie könnten falsche Informationen tödlich sein.

10:10 Uhr | Entwarnung für von der Leyen

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen ist nach eigenen Angaben erneut negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte sie auf Twitter mit. Die CDU-Politikerin hatte vergangene Woche den EU-Gipfel in Brüssel vorzeitig verlassen und sich vorsorglich in Quarantäne begeben, nachdem ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

09:40 Uhr | Pandemie verschärft Überalterung Japans

In Japan sind in den vergangenen Monaten viel weniger Frauen schwanger geworden als im Vorjahreszeitraum. Laut Gesundheitsministerium sank die Zahl der Schwangerschaften zwischen Mai und Juli um 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit droht sich die rapide Überalterung des Landes durch die Corona-Pandemie weiter zu verschärfen. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung ist älter als 65 Jahre. Im vergangenen Jahr lag die Geburtenrate bei nur 1,36.

09:00 Uhr | Söder fordert "nationalen Pandemieplan"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich für einen nationalen Pandemieplan im Kampf gegen die Corona-Krise ausgesprochen. Der CSU-Vorsitzende sagte im ZDF, es sei ein flächendeckendes Problem, da brauche es jetzt eine nationale Kraftanstrengung. Ansonsten drohe wieder ein flächendeckender Lockdown wie in anderen europäischen Ländern. Söder schlägt vor, das deutsche Infektionsschutzgesetz noch einmal zu schärfen und an die aktuelle Lage anzupassen.

Söder beklagte ein "politisch-mentales" Problem in Deutschland im Umgang mit der Pandemie. Seit Monaten werde das Thema ""zerredet, kleingeredet und schöngeredet". Daher sehe jetzt "die Mehrzahl der Menschen überhaupt kein Problem", obwohl die Zahl schwerer Erkrankungen und der Todesfälle steige.

08:45 Uhr | Schärfere Corona-Regeln in sächsischen Regionen

In Chemnitz gelten nach Überschreitung der Warnstufe von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche seit heute verschärfte Infektionsschutzregeln. Laut der Allgemeinverfügungen dürfen sich in Chemnitz nur noch zehn Menschen aus maximal zwei Hausständen treffen. Besuche in Alten- und Pflegeheimen sind untersagt. Im Vogtlandkreis wurde die Vorwarn-Inzidenz 35 überschritten. Dort können 25 Personen zusammenkommen. Auch dort gilt eine Sperrstunde für die Gastronomie von 22 bis 5 Uhr. Gaststätten und Hotels müssen Kontaktdaten ihrer Kunden erheben. Mehr regionale Corona-Meldungen im Sachsen-Ticker.

07:59 Uhr | Knapp 12.000 Neuinfektionen in Tschechien

Mit genau 11.984 Coronavirus-Neuinfektionen im Land haben die tschechischen Behörden so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 106 auf 1.619. Das Land mit gut zehn Millionen Einwohnern hat eine der höchsten Infektionsraten in Europa. Die Regierung will heute in einer Sondersitzung über die Krise beraten. Es werden weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie erwartet.

07:15 Uhr | RKI ruft zu verstärktem Infektionsschutz auf

Angesichts des beschleunigten Anstiegs der Infektionszahlen in Deutschland hat das Robert Koch-Institut in seinem neuen Lagebericht die gesamte Bevölkerung zum verstärkten Infektionsschutz aufgerufen. Dazu zählt das RKI unter anderem Abstands- und Hygieneregeln auch im Freien, Lüften von Innenräumen und die Mund-Nasen-Bedeckung. Die Inzidenz, die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, ist laut RKI im Bundesschnitt auf 48,6 gestiegen und liegt damit nur noch knapp unter dem Warnwert 50.

Nach Daten des Projekts "Risklayer" am Karlsruher Institut für Technologie sind im Laufe des gestrigen Tages bundesweit 7.061 neue Ansteckungen gemeldet worden, darunter knapp 500 in Mitteldeutschland. In Sachsen gab es 320 Neuinfektionen, die Zahl der aktiven Fälle kletterte auf mehr als 3.000. In Thüringen gab es 83 Neuansteckungen, in Sachsen-Anhalt 93. Beide Länder kommen damit nunmehr auf knapp 700 aktive Fälle.

06:50 Uhr | Lockerung der Maßnahmen für junge Leute?

Der Gesundheitsökonom Gerd Glaeske hat seine Kritik an den Anti-Corona-Maßnahmen der Politik verteidigt. Glaeske sagte MDR AKTUELL, man dürfe nicht nur die Verbote in den Vordergrund stellen. Stattdessen müsse man überlegen, wie man gerade jungen Menschen Angebote machen könne. Glaeske sprach sich zugleich dafür aus, die Risikogruppe der älteren Menschen stärker abzuschirmen – etwa durch extra Einkaufszeiten. Die Gesellschaft für Virologie hatte dagegen in einer Stellungnahme eindringlich davor gewarnt, nur auf eine stärkere Isolierung älterer Menschen zu setzen. Es gebe viele weitere Risikogruppen wie Diabetiker, Übergewichtige, Schwangere oder Krebs- und Lungenkranke. Sie alle abzuschirmen, sei weder möglich noch ethisch vertretbar.

06:35 Uhr | Weitere lokale Lockdowns erwartet

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) rechnen mit weiteren scharfen regionalen Beschränkungen wie in Berchtesgaden. Lauterbach sagte der "Funke Mediengruppe": "Wir können nur reagieren durch lokale Shutdowns, insofern sind die auch angemessen." Das werde man jetzt öfter sehen. Bouffier widersprach in dem Zusammenhang der Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), mehr Zuständigkeiten bei der Pandemiebekämpfung von der Landes- auf die Bundesebene zu verlagern. Gerade die föderale Struktur ermögliche zielgerichtete und wirksame Maßnahmen,

06:15 Uhr | Mehr als 60.000 Neuinfektionen in USA

In den USA haben sich binnen 24 Stunden mehr als 60.000 weitere Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt. Nach Daten der Johns Hopkins Universität Baltimore stieg die Zahl aller bislang erfassten Infektionen damit auf etwa 8,3 Millionen. Die Zahl der Todesfälle kletterte um knapp 900 auf etwa 221.000.

06:00 Uhr | Der Ticker am 21. Oktober 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Oktober 2020 | 06:00 Uhr