Coronavirus 5. August: Reisewarnung für Antwerpen

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die belgische Provinz Antwerpen. Auf dem Gemüsehof in Mamming sind weitere 17 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das Bundesinnenministerium hat sich für Fußballpartien vor Publikum ausgesprochen, sofern die Corona-Hygiene-Auflagen eingehalten würden. Nordrhein-Westfalen will keine Diskussion mehr mit Masken-Muffeln und kassiert ab.

 22.07.2020, Belgien, Antwerpen: Illustration - Menschen tragen Masken
Antwerpen in Belgien Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch, 5. August 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

20:55 Uhr | Zwei Wohnheime im Landkreis Görlitz unter Quarantäne

Im Landkreis Görlitz gibt es neun bestätigte Corona-Neuinfektionen. Damit sind nach Angaben des Landratsamtes aktuell zehn Personen infiziert. Bei den Neuinfektionen handelt es sich um sieben Bewohner und eine Mitarbeiterin eines Wohnheims für Menschen mit Behinderung in Kemnitz bei Bernstadt sowie einen Bewohner eines Wohnheims für Menschen mit Behinderung in Sohland am Rotstein. Für das gesamte Wohnheim in Kemnitz und den betroffenen Wohnbereich in Sohland wurde Quarantäne angeordnet. Außerdem werden alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet. In beiden Einrichtungen laufen die Ermittlungen zu den Kontaktpersonen.

20:18 Uhr | Warnung vor Reisen in belgische Provinz Antwerpen

Wegen des Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen werde aufgrund erneut hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt, hieß es auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes.

20:05 Uhr | Checkpoints in New York

New York will mit Kontrollpunkten an wichtigen Zugangsstraßen der Corona-Quarantänepflicht für Besucher aus anderen Bundesstaaten Nachdruck verleihen.

Menschen tragen Schutzmasken, während sie vor einem Kaufhaus im New Yorker Stadtteil Brooklyn warten.
Straßenszene im New Yorker Stadtteil Brooklyn Bildrechte: dpa

Bürgermeister Bill de Blasio kündigte an, die Checkpoints würden an Brücken und Tunneln eingerichtet, die nach New York führen. Besucher aus derzeit 35 Bundesstaaten, die sich nach einer Ankunft in der Stadt zwei Wochen lang in Quarantäne begeben sollen, müssen dann einen Fragebogen mit ihren Daten ausfüllen. An New Yorks Flughäfen müssen die Fragebögen bereits ausgefüllt werden, ansonsten droht eine Geldstrafe von 2.000 Dollar.

19:54 Uhr | Kanaren wollen Kosten ersetzen

Die Kanarischen Inseln wollen allen ausländischen Touristen und den Urlaubern vom spanischen Festland alle Kosten im Zusammenhang mit der Pandemie ersetzen. Das kündigte die Regionalregierung an, um die laufende Touristensaison zu retten, nachdem in Katalonien und Madrid sowie anderen Gegenden auf dem Festland die Neuinfektionen wieder ansteigen. Erstattet werden medizinische Behandlung sowie Verlängerung des Urlaubs wegen Quarantäne.

19:13 Uhr | Weitere Infektionen auf bayerischem Gemüsehof

Auf dem von einem Corona-Ausbruch betroffenen Gemüsehof im niederbayerischen Mamming sind 17 weitere Saisonarbeiter positiv getestet worden. Wie das Landratsamt Dingolfing-Landau mitteilte, waren 231 Männer und Frauen, die bislang als gesund galten, ein drittes Mal untersucht worden. 17 von ihnen würden nun nachweislich das Coronavirus in sich tragen. Zuvor waren auf dem Gemüsehof bereits rund 230 Erntehelfer positiv getestet worden, als erkrankt gelten derzeit noch 80 Arbeiter.

16:17 Uhr | Fast ein Drittel der Afghanen infiziert

Kabul: Ein Patient ist an einen Sauerstofftank auf der Intensivstation für Covid-19-Patienten im afghanisch-japanischen Krankenhaus für übertragbare Krankheiten in Kabul angeschlossen
Intensivstation in Kabul Bildrechte: dpa

In Afghanistan hat sich einer wissenschaftlichen Studie zufolge fast ein Drittel der Bevölkerung mit dem Coronavirus angesteckt. Gesundheitsminister Ahmed Dschawad Osmani teilte mit, das habe eine von der WHO geförderte Antikörper-Untersuchung mit rund 9.500 Teilnehmern im ganzen Land ergeben.

Demnach haben sich bislang rund 31,5 Prozent der Afghanen mit dem Virus infiziert, das entspricht etwa zehn Millionen Menschen. Da die Test-Kapazitäten gering sind, wurden bisher nur rund 36.000 Infektionen nachgewiesen und rund 1.200 Todesfälle gemeldet.

13:56 Uhr | Bundesinnenministerium unterstützt DFL-Konzept

Das Bundesinnenministerium hat sich hinter die Pläne der Deutschen Fußball-Liga für Spiele mit Zuschauern gestellt. Ein Sprecher des Ministeriums, das auch für Sport zuständig ist, sagte, Partien mit Fans seien grundsätzlich möglich, vorausgesetzt, die Corona-Hygiene-Auflagen würden eingehalten. Innenminister Horst Seehofer sei der Meinung, Spiele mit Publikum könnten im Herbst schrittweise wieder anlaufen. Volle Stadien werde es aber sicher noch nicht geben. Ob und wie viele Zuschauer möglich seien, müssten die lokalen Behörden entscheiden. Das Konzept der DFL umfasst ein Alkoholverbot in Stadien, außerdem dürften keine Gästefans anreisen und Stehplätze vergeben werden.

12:41 Uhr | Auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen planen Bußgeld für Maskenverweigerer

Nach Nordrhein-Westfalen wollen auch Schleswig-Holstein und Niedersachsen Sofort-Bußgelder für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen einführen. Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Garg erklärte, eine solche Regelung werde schnell kommen. Das sei eine Frage von Tagen, nicht von Wochen. Auf eine Höhe des Bußgeldes habe sich die Landesregierung noch nicht verständigt. Garg betonte, die von NRW geplanten 150 Euro seien eher die Obergrenze. Eine Sprecherin des niedersächsischen Sozialministeriums kündigte an, ein neuer Bußgeldkatalog werde in Kürze vorgelegt. Er sehe für Maskenverstöße deutlich höhere Sanktionen vor. Bislang sind es 20 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer.

11:43 Uhr | Carl Zeiss Meditec mit schlechten Bilanzzahlen

Die Jenaer Carl Zeiss Meditec muss deutliche Einbußen wegen der Corona-Pandemie hinnehmen. Wie der Medizintechnik-Hersteller mitteilte, belief sich der Umsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf rund 968 Millionen Euro. Das sind knapp 60 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Zuletzt sei in Europa und Nordamerika der Absatz von Geräten für die Augenheilkunde und von Operationsmikroskopen stark zurückgegangen. In Teilen Asiens habe sich das Geschäft wieder erholt.

11:17 Uhr | Leopoldina empfiehlt Maskenpflicht auch im Unterricht

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle empfiehlt eine Maskenpflicht auch im Schulunterricht ab der fünften Klasse. Ältere Schülerinnen und Schüler sollten einen Mund-Nase-Schutz aufsetzen, wenn nicht ausreichend Abstand möglich sei, hieß es in einer Stellungnahme. Darüber hinaus sprachen sich die Wissenschaftler dafür aus, kleine feste Kontaktgruppen einzurichten - überall, wo dies umsetzbar sei. Mehrere Bundesländer haben angesichts des bevorstehenden Schulstarts bereits eine Maskenpflicht beschlossen. Diese gilt aber nicht immer im Unterricht.

10:13 Uhr | Deutsche Post mit Gewinn in Corona-Zeiten

Die Deutsche Post hat während der Corona-Pandemie gute Geschäfte gemacht. Nach eigenen Angaben konnte der Logistikkonzern im zweiten Quartal den Umsatz um drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn lag bei 525 Millionen Euro. In beiden Fällen hatten Analysten weniger erwartet. Nach Angaben der Post hat sich zwischen April und Ende Juni vor allem der Bereich E-Commerce stark entwickelt.

10:03 Uhr | Bundespolizei darf Bahnreisende des Zugs verweisen

Reisende, die trotz Ermahnung durch das Zugpersonal keinen Mundschutz tragen wollen, können beim nächsten Halt mithilfe der Bundespolizei des Zugs verwiesen werden. das gilt nicht nur für ICEs und ICs, sondern in allen Zügen der Deutschen Bahn. dazu gibt es laut Bundesverkehrsministerium und Bundespolizei eine entsprechende Vereinbarung. Als rechtliche Grundlage dient die Eisenbahn-Verkehrsverordnung. Darin heißt es, dass Personen, die eine Gefahr für die Sicherheit und Ordnung des Betriebs oder für die Sicherheit der Mitreisenden darstellen, von der Beförderung ausgeschlossen werden dürfen.

09:56 Uhr | Maskenpflicht an Schulen - Was gilt wo?

Ob und wo eine Maske in Schulen getragen werden muss, regeln die Bundesländer unterschiedlich. In Sachsen und Thüringen gibt es keine generelle Maskenpflicht. Sachsen-Anhalt wartet noch ab. Die schärfsten Regeln hat Nordrhein-Westfalen. Hier muss auch im Unterricht eine Maske getragen werden. Einen Überblickt über alle Bundesländer finden Sie im Artikel:

08:32 Uhr | Infektionszahlen in Sachsen wieder zweistellig

Die Zahl nachgewiesener Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Sachsen ist erstmals seit Mitte Juli wieder zweistellig: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kamen innerhalb eines Tages 13 neue Fälle dazu. Sie wurden aus Leipzig und Chemnitz sowie aus den Landkreisen Nordsachsen, Zwickau, Erzgebirge und Vogtland gemeldet. Die Zahl der Corona-Infektionen im Freistaat liegt damit insgesamt bei 5.556. Bisher sind 224 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren, gestorben.

07:00 Uhr | NRW: Sofort-Bußgeld bei Verstoß gegen Maskenpflicht

Nordrhein-Westfalen will bei Verstößen gegen die Masken-Pflicht in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen künftig sofort ein Bußgeld kassieren. Verkehrsminister Hendrik Wüst sagte, wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt werde, müsse an der nächsten Haltestelle raus und zahlen. Schon beim ersten Verstoß würden 150 Euro fällig. Man wolle keine Diskussion mehr mit Masken-Muffeln. Bisher wurden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, eine Maske aufzusetzen.

06:30 Uhr | Kliniken sehen sich für zweite Corona-Welle gerüstet

Die deutschen Kliniken sehen sich für eine mögliche zweite Corona-Welle gerüstet. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft werden noch immer zahlreiche Intensivplätze und Intensivzimmer freigehalten. Hauptgeschäftsführer Georg Baum sagte der "Rheinischen Post", die Krankenhäuser verfügten jetzt über mehr Schutzausrüstung als zu Beginn der Pandemie. Hinzu kämen die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten. Aus Sicht von Ärztepräsident Klaus Reinhardt ist das Gesundheitswesen weit von einer Überlastung entfernt, sollte sich eine zweite Welle nicht vollkommen anders entwickeln als die erste.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. August 2020 | 06:00 Uhr