Coronavirus-Pandemie Ticker: Teil-Lockdown wird verlängert

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns geeinigt. Das hat Kanzlerin Merkel nach der Bund-Länder-Schalte mitgeteilt. Private Zusammenkünfte werden auf maximal fünf Personen begrenzt. Selbstständige und Firmen können ab sofort Anträge für die November-Hilfen stellen. Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Ticker.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), zu Beginn der Videokonferenz.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, zu Beginn der Videokonferenz. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am MIttwoch, 25. November 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:30 Uhr | Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern im Überblick

Der geltende Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie mit der Schließung von Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen wird verlängert. Eine Übersicht über die neusten Beschlüsse der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin:

22:20 Uhr | Lockerung der Kontaktbeschränkungen über Weihnachten

Die strengen Kontaktbeschränkungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie werden über Weihnachten gelockert. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar dürfen sich maximal zehn Personen treffen, Kinder bis 14 Jahre fallen auch hier nicht unter die Regelung. So steht es im Beschlusspapier von Bund und Ländern nach den Beratungen am Mittwoch.

22:16 Uhr | Ferienbeginn überall vorgezogen – Thüringen noch unklar

Bis auf Bremen und Thüringen sollen die Ferien nun überall am 19. Dezember beginnen. Die beiden Länder behalten sich laut Beschluss vom Mittwoch "eine länderindividuelle Regelung hinsichtlich des Ferienbeginns" vor.

22:10 Uhr | Kein Strategiewechsel bei Schulen

Ein großflächiges Umschwenken auf sogenannten Wechselunterricht ist in Deutschland trotz anhaltend hoher Corona-Zahlen nicht geplant. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder vereinbarten am Mittwoch bei ihrer Videokonferenz, dass über abwechselnden Unterricht in geteilten Gruppen zu Hause und in der Schule weiterhin vor Ort entschieden wird, abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. Im Beschlusspapier von Bund und Ländern heißt es, "weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung" sollten "schulspezifisch" umgesetzt werden, bei einem Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz oberhalb von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche.

Vereinbart wurde auch eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse, ebenfalls abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. Als unscharfe Grenze werden hier im Beschluss "deutlich mehr" als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner genannt. Keine flächendeckende Maskenpflicht im Unterricht gab es zuletzt nur noch in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

21:45 Uhr | Private Zusammenkünfte werden auf fünf Personen begrenzt

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten mit.

21:35 Uhr | Teil-Lockdown wird verlängert

Die Einschränkungen des Teil-Lockdowns sollen nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel bis Anfang Januar verlängert werden. Im Beschluss des Corona-Gipfels der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin wurde eine Verlängerung bis zum 20. Dezember festgelegt, doch die Maßnahmen sollen danach nochmals bis Anfang Januar verlängert werden.

21:00 Uhr | Bartsch kritisiert Vorgehen der Regierung

Der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat das Vorgehen der Bundesregierung in der Corona-Pandemie heftig kritisiert. Der Linke-Politiker sagte in einem Video auf Twitter, erst vor wenigen Wochen habe Bundeskanzlerin Merkel gesagt, dass es ein mittelfristiges Konzept brauche. Dieses sei nicht vorgelegt worden. Stattdessen werde wieder nur bis Weihnachten geplant. Das gehe so nicht, so verliere man das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Nach vielen Monaten der Pandemie seien die Handlungen der Bundesregierung nicht professioneller, nachvollziehbarer oder vorausschauender geworden.

19:45 Uhr | Demonstration gegen Corona-Verordnung in Hildburghausen

Im thüringischen Hildburghausen protestieren Gegner der neuen Corona-Verordnung des Landkreises. MDR THÜRINGEN berichtet von rund 500 Demonstranten, darunter viele Kinder. In Sprechchören wurde "Friede, Freiheit, keine Diktatur" skandiert. Auf Plakaten steht unter anderem: "Hände weg von unseren Kindern". Rund 40 Polizisten sind im Einsatz, um die nicht angemeldete Demonstration möglichst gewaltlos aufzulösen. Im Landkreis Hildburghausen gilt wegen drastisch gestiegener Corona-Infektionszahlen seit Mittwoch eine verschärfte Allgemeinverordnung. Unter anderem sind alle Schulen und Kitas bis auf weiteres geschlossen

19:26 Uhr | Öffentliche Feuerwerke und Böllern an belebten Orten soll verboten werden

Bund und Länder wollen öffentlich veranstaltetes Feuerwerk und das Böllern auf belebten Straßen und Plätzen verbieten. Darauf haben sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten nach Informationen aus Teilnehmerkreisen geeinigt. Private Feuerwerke und Böllereien sollen demnach aber nicht verboten werden. Allerdings wird den Bürgern empfohlen, auf Silvesterfeuerwerk in diesem Jahr zu verzichten.

18:12 Uhr | Bund will Skiurlaub EU-weit bis 10. Januar verbieten lassen

Die Bundesregierung will sich in der EU dafür einsetzen, Skitourismus in Europa bis in den Januar zu verhindern. Kanzlerin und Ministerpräsidenten einigten sich nach Informationen aus Verhandlungskreisen auf die Festlegung: "Die Bundesregierung wird gebeten, auf europäischer Ebene zu abgestimmten Regelungen zu kommen, um bis zum 10. Januar Skitourismus nicht zuzulassen." Außerdem wurde der Appell an alle Bürger gerichtet, "alle nicht zwingend erforderlichen beruflichen und privaten Reisen, insbesondere touristische Reisen auch ins Ausland, u.a. in Hinblick auf die Skisaison" zu unterlassen.

18:00 Uhr | Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtungen bis 20. Dezember dicht

Gastronomie sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen sollen bis zum 20. Dezember geschlossen bleiben. Darauf haben sich Bund und Länder nach Informationen aus Verhandlungskreisen geeinigt. Der Bund entschädigt demnach die betroffenen Geschäfte und Einrichtungen wie bereits bei den sogenannten November-Hilfen.

17:55 Uhr | Bund und Länder beschließen Verschärfungen für "Hotspots"

Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel haben sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen in ihrer Runde darauf geeinigt, Verschärfungen für Gebiete mit besonders hohen Zahlen an Corona-Infektionen einzuführen. Ab einer sogenannten Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen soll es demnach im Rahmen einer sogenannten Hotspot-Strategie zusätzliche Einschränkungen geben. Dazu zählen zusätzliche Regelungen im Bereich der Schulen und des Einzelhandels sowie weitergehende Kontaktbeschränkungen.

17:34 Uhr | November-Hilfen können ab sofort beantragt werden

Selbstständige und Unternehmen können ab sofort Anträge für die November-Hilfen der Bundesregierung stellen. Das teilt das Bundesfinanzministerium auf Twitter mit.

17:20 Uhr | Bund und Länder offenbar einig über Corona-Auflagen für Einzelhandel

Um die Überfüllung von Geschäften in der Weihnachtszeit zu vermeiden, beschränken Bund und Länder ab dem 1. Dezember die Zahl von Kunden in Läden. Darauf haben sich die 16 Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel nach Informationen aus Verhandlungskreisen geeinigt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll sich demnach in Läden höchstens ein Kunde auf zehn Quadratmeter (qm) aufhalten dürfen, wenn der Laden bis zu 800 qm Verkaufsfläche hat. Bei größeren Geschäften ab 801 sich Quadratmeter sich nur noch eine Person auf 20 qm aufhalten dürfen. Dies ist ein Kompromiss: Der Bund hatte ursprünglich eine generelle Begrenzung von einer Person auf 25 qm gefordert. Die Länder hatten dagegen eine derartig drastische Beschränkung nur für Corona-Hotspots befürwortet.

16:38 Uhr | Länderchefs würden gern Skiferien auf EU-Ebene verbieten

Die deutschen Ministerpräsidenten bitten den Bund, ein Verbot der Skiferien auf EU-Ebene zu prüfen. Das geht aus einem Papier der 16 Ministerpräsidenten für die Abschlussrunde mit Kanzlerin Angela Merkel hervor. "Die Bundesregierung wird gebeten, auf europäischer Ebene zu abgestimmten Regelungen zu kommen, um bis zum 10. Januar Skitourismus nicht zuzulassen", heißt es in dem Papier, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Überfuellte Skipiste
Skiferien sollten nach Ansicht der deutschen MInisterpräsidenten EU-weit verboten werden. Bildrechte: imago images / Sven Simon

Unterdessen hat Österreich einen Vorschlag von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zur Schließung seiner Skigebiete über Weihnachten zurückgewiesen. Sie könne dem nichts abgewinnen, sagte Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Winterurlaub in Österreich werde sicher sein. Après-Ski werde es in dieser Saison aber nicht geben.

15:34 Uhr | Länder wollen weniger harte Corona-Auflagen für Handel

Den Bundesländern gehen die vom Bund gewünschten Corona-Beschränkungen für den Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft zu weit. Bei einer Beratung der 16 Ministerpräsidenten vor der abschließenden Runde mit Kanzlerin Angela Merkel beschlossen die Länderchefs, die vom Bund geforderten zusätzlichen Auflagen für den Einzelhandel vor allem auf "Infektions-Hotspots" zu begrenzen. Der Bund möchte bundesweit generell nur noch einen Kunden auf 25 Quadratmeter Verkaufsfläche zulassen. Laut einem Beschluss der Länderchefs sollen in Läden bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche hingegen eine Person pro zehn Quadratmeter statthaft sein. Bei Läden ab 801 qm soll nur noch ein Kunde auf 20 Quadratmeter zulässig sein.

13:30 Uhr | Verband: Erste Kliniken in Sachsen überlastet

Die Sächsische Landesärztekammer sieht durch das Corona-Infektionsgeschehen die medizinische Versorgung in einigen Regionen Sachsens akut gefährdet. Nach den Worten von Präsident Erik Bodendieck ist Ostsachsen "schon an der Grenze der Belastbarkeit". In Görlitz müssten Patienten bereits woandershin verlegt werden, weil die Krankenhäuser dicht seien. Das sei bedrohlich.

Bodendieck zufolge werden in Sachsen aktuell 1.447 Corona-Patienten in Kliniken behandelt, 324 von ihnen auf Intensivstationen. Die Auslastung der geplanten Kapazitäten liege bei 80 bzw. 75 Prozent.

13:25 Uhr | Die Situation auf den Intensivstationen

Bringt Corona die Krankenhäuser ans Limit? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen Deutschlands? In der Übersicht der MDR WISSEN-Redaktion finden Sie täglich aktualisierte interaktive Diagramme aus den offiziell verfügbaren Zahlen, die die Situation veranschaulichen:

13:15 Uhr | FFP-2-Masken wohl für 27 Millionen Menschen

Die geplante Abgabe günstiger FFP-2-Schutzmasken an Menschen aus Corona-Risikogruppen in diesem Winter wird konkreter. Der Gemeinsame Bundesausschuss des Gesundheitswesens hat die Gruppen mit Risiken für schwere und tödliche Verläufe eingegrenzt. Der Ausschuss geht demnach von insgesamt 27,35 Millionen Menschen aus, die Anspruch auf die besseren Schutzmasken hätten.

Nach einem Beschluss von Bund und Ländern sollen pro Person insgesamt 15 FFP2-Masken – rechnerisch eine pro Winterwoche – gegen "eine geringe Eigenbeteiligung" zu bekommen sein. Die Stellungnahme des Ausschusses ist Grundlage für eine Verordnung des Bundes.

12:30 Uhr | Immer mehr Quarantäne-Fälle an Schulen in Mitteldeutschland

Immer mehr Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in Mitteldeutschland sind von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Das ergab eine Auswertung des MDR-Magazins "Umschau" anhand der von den Kultusministerien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen veröffentlichten Fallzahlen. Mehr dazu lesen Sie hier:

11:45 Uhr | Österreichs Skisprung-Asse positiv getestet

Das Weltcup-Skispringen am Wochenende im finnischen Ruka findet ohne das österreichische Spitzenteam statt. Wie Österreichs Verband mitteilte, sind Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, dessen Teamkollege Philipp Aschenwald sowie Cheftrainer Andreas Widhölzl positiv auf Covid-19 getestet worden. Daraufhin wurde das geplante Team zurückgezogen und mit dem B-Kader ersetzt. Die positiv Getesteten sowie der Rest des A-Kaders haben sich in Quarantäne begeben.

Die deutschen Skispringer um Auftaktsieger Markus Eisenbichler, die beim Auftaktspringen im polnischen Wisla in direktem Kontakt mit den Österreichern waren, gaben indes Entwarnung.

11:22 Uhr | Erste Impfstoff-Zulassung in China beantragt

China steht offenbar vor der Zulassung eines ersten Impfstoffes von einem einheimischen Unternehmen. Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua Finance mitteilte, hat der Impfstoffentwickler China National Biotec Group (CNBG) die Zulassung seines Präparates bei den Behörden beantragt. Genauere Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffes wurden nicht veröffentlicht.

In China berichten Staatsmedien bereits seit Wochen über Impfungen bestimmter Bevölkerungsgruppen - etwa von Militärangehörigen und Klinikpersonal. Ihnen werden Impfstoffe verabreicht, für die die Prüfung in klinischen Studien nicht abgeschlossen ist.

10:40 Uhr | Opel bietet Werke als Impfzentren an

Der Autobauer Opel hat den Ländern Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz angeboten, in seinen Werken regionale Corona-Impfzentren aufzubauen. Konzern-Chef Michael Lohscheller sagte, Flächen und Gebäude stünden bereit. Die Standorte in Eisenach, Rüsselsheim und Kaiserslautern verfügten über große Werkshallen und Parkplätze. Außerdem bestehe eine gute Anbindung an das öffentliche Nahverkehrsnetz. Das seien hervorragende logistische Voraussetzungen, um den Impfprozess zu erleichtern.

10:29 Uhr | Von der Leyen fordert Staaten zu Impfvorbereitungen auf

Covid-19 ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit fast 3.000 Toten pro Tag in der vergangenen Woche Todesursache Nummer eins in der EU gewesen. Im Europaparlament äußerte von der Leyen zugleich die Hoffnung, dass die ersten europäischen Bürger schon vor Ende Dezember geimpft werden könnten.

Die EU-Kommission habe inzwischen Verträge mit sechs Impfstoff-Firmen gesichert. Wichtiger noch als Impfstoffe seien jedoch die Impfungen. Die Mitgliedsstaaten müssten sich jetzt bereit machen, forderte die Kommissionschefin.

Wir reden über Millionen von Spritzen und der Kühlkette, die Organisation der Impfzentren, die Schulung von Personal und vieles mehr.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

09:42 Uhr | Mediziner sieht Lage in Sachsen mit Sorge

Der Leiter der Intensivmedizin am Uniklinikum Leipzig, Sebastian Stehr, hält die Corona-Lage in Sachsen für besorgniserregend. Von den zehn Landkreisen mit der höchsten Inzidenz bundesweit lägen vier in Sachsen. Das sei aus intensivmedizinischer Sicht, als sähe man am Horizont einen Sturm aufziehen, sagte der Mediziner. Derzeit würden an der Uniklinik 20 Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut, deutlich mehr als in der ersten Welle im Frühjahr.

Der Freistaat hat nach einer Übersicht des Robert Koch-Instituts derzeit die höchste Inzidenz aller Flächenländer – also die meisten Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen unter 100.000 Einwohnern.

09:12 Uhr | So viele Tote wie noch nie an einem Tag

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 410 neue Corona-Todesfälle gemeldet. Das ist ein neuer Höchstwert. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen 24 Stunden erreicht worden. Insgesamt sind in Deutschland seit dem Ausbruch der Pandemie 14.771 Covid-19-Patienten gestorben.

08:53 Uhr | Macron kündigt Lockerungen an

In Frankreich hat sich die Corona-Lage etwas entspannt. Präsident Emmanuel Macron kündigte in einer Fernsehansprache an, ab dem Wochenende erste Beschränkungen zu lockern. So sollen zunächst Geschäfte wieder öffnen dürfen. Bis Weihnachten sollen auch Theater und Kinos wieder Besucher empfangen. Restaurants, Cafes und Bars sollen aber bis zum 20. Januar geschlossen blieben.

Wir haben das Schlimmste überstanden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron

Bürger müssen weiterhin Bescheinigungen ausfüllen, wenn sie auf die Straße gehen. Seit Ende Oktober dürfen die Menschen nur mit triftigem Grund das Haus verlassen. Allerdings sind Spaziergänge und Sport eingeschränkt erlaubt.

07:32 Uhr | Kretschmer für mehr Disziplin

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie mehr Eigenverantwortung und Disziplin angemahnt. Der CDU-Politiker sagte MDR AKTUELL, es seien immer noch zu viele Infektionen. Grund seien Unachtsamkeit und Leichtsinn. Die neue Situation scheine in vielen Köpfen noch nicht angekommen zu sein. Bund und Länder wollen heute den Corona-Kurs bis Anfang Januar festlegen. Einigkeit herrscht darüber, den Teil-Lockdown zu verlängern und die Kontaktbeschränkungen ab Dezember zu verschärfen und zu Weihnachten wieder zu lockern.

07:10 | Sachsens Linke gegen Weihnachts-Lockerungen

Die Pläne zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise sind in Mitteldeutschland unterschiedlich aufgenommen worden. Der familienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Tobias Krull, begrüßt die Ausnahme. Er sagte MDR AKTUELL, die Feiertage seien für viele eine emotional herausfordernde Zeit. Familienkontakte sollten deswegen auf jeden Fall ermöglicht werden. Der sächsische Linken-Fraktionschef Rico Gebhardt warnt hingegen vor Lockerungen. Das lohne sich nicht für dieses einmal im Jahr stattfindende Fest, um dann im Januar in einen harten Lockdown gehen zu müssen.

06:40 Uhr | Schulen und Kitas in Hildburghausen geschlossen

Im Landkreis Hildburghausen gelten ab heute deutlich schärfere Corona-Regeln. Die neue Verordnung schreibt Einwohnern vor, jeden Kontakt zu haushaltsfremden Personen zu vermeiden. Die Wohnung oder das Grundstück dürfen nur zum Einkaufen, für Wege zur Arbeit oder zum Arzt verlassen werden. Alle Kindergärten und Schulen bleiben geschlossen. Hintergrund ist die stark gestiegene Zahl von Infizierten. Nach Daten des Risklayer-Projekts an der Universität Karlsruhe liegt der Sieben-Tage-Wert in dem Thüringer Landkreis pro 100.000 Einwohner bei 487.

06:34 Uhr | Bahn droht Rekordverlust

Die aktuelle Corona-Welle verschärft die wirtschaftlichen Probleme der Deutschen Bahn. Wie die "Frankfurter Allgemeine" berichtet, steuert der Konzern auf einen Rekordverlust von 5,6 Milliarden Euro zu. Das gehe aus den Unterlagen für die Aufsichtsratssitzung in zwei Wochen vor. Bereits die Halbjahresbilanz hatte ein Milliarden-Minus ausgewiesen. Um die Verluste auszugleichen, hatte die Bundesregierung der Bahn im Konjunkturpaket vom Juni eine Aufstockung des Eigenkapitals zugesagt.

06:15 Uhr | Drosten: Auch kränklich nicht zur Arbeit gehen

Zum Vermeiden weiterer Corona-Fälle sollten Menschen mit milden Erkältungssymptomen zu Hause bleiben, wenn der Hausarzt keinen Anlass für einen Test sieht. Dazu hat der Virologe Christian Drosten am Dienstag in seinem NDR-Podcast aufgerufen: "Man soll nicht krank und auch nicht kränklich zur Arbeit gehen, selbst wenn der Hausarzt gesagt hat, das testen wir jetzt mal nicht." Auch das Robert Koch-Institut empfiehlt Menschen, die nicht getestet werden können, sich mindestens fünf Tage zu Hause zu isolieren.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 25. November 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt unterhalb.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 25. November 2020 | 06:00 Uhr