Pandemie Coronavirus-Ticker: Kontaktverbot bleibt bis 3. Mai bestehen

Bund und Länder haben erste Lockerungen der Corona-Einschränkungen beschlossen. Kleinere Geschäfte dürfen am Montag wieder öffnen, der Schulbetrieb soll schrittweise starten. Die Sachsen dürfen das Haus wieder ohne triftigen Grund verlassen. Das allgemeine Kontaktverbot bleibt aber bestehen. Weitere Informationen im Corona-Ticker:

Markus Söder (l-r, CSU), Ministerpräsident von Bayern, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, und Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister, äuߟern sich bei einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt nach der Schaltkonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise.
Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Abend vor der Presse, welche Einschränkungen gelockert werden. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Donnerstag.

22:40 Uhr | Italienische Region kauft Zoo-Tickets im Wert von 12.000 Euro

Die italienische Region Abruzzen will zur Unterstützung eines von der Corona-Krise gebeutelten Zoos Eintrittskarten im Wert von insgesamt 12.000 Euro kaufen. Die Tickets sollen dann kostenlos an Schulen verteilt werden. Der Regionalrat habe die Freigabe der Mittel beschlossen, teilten die Behörden mit. Der Ratspräsident, Lorenzo Sospiri, werde am Donnerstag den "Zoo d'Abruzzo" im Ort Rocca San Giovanni besuchen, um den Kauf offiziell zu machen. "Das ist eine kleine Geste, die dazu dient, eine erste Antwort auf die Krise zu geben, in der sich der Zoo der Abruzzen befindet", erklärte Sospiri. Die Eintrittskarten sollen von den Schülern genutzt werden, wenn der Zoo wieder öffnet.

22:25 Uhr| Reiner Haseloff im Interview

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff erklärt im Interview mit MDR AKTUELL, welche Signale von der Bund-Länder-Einigung ausgehen.

22:18 Uhr | Corona-Infektionen im Gefängnis Untermaßfeld in Thüringen

In der thüringischen Justizvollzugsanstalt Untermaßfeld haben sich vier Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Laut Justizministerium wurden bisher drei Häftlinge positiv getestet und auf einer Isolierstation untergebracht. Auch ein Mitarbeiter der JVA sowie ein externer Anstaltsarzt seien infiziert. Wegen der Corona-Fälle gilt dem Ministerium zufolge für die Beschäftigten nun eine Mundschutzpflicht. Gefangene dürften sich nicht mehr im Freien aufhalten und Arbeits- und Berufsbildungsmaßnahmen seien ausgesetzt worden.

21:45 Uhr | Sachsen dürfen wieder ohne triftigen Grund nach draußen

Michael Kretschmer sitzt in einem Büro vor einem Computerbildschirm und spricht während einer Schaltkonferenz per Video mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer während der Schalte mit Kanzlerin Merkel und den anderen Länderchefs. Bildrechte: dpa

In Sachsen wird die strenge Ausgangsbeschränkung ab Montag aufgehoben. Das erklärte die Landesregierung am Abend. "Menschen benötigen keinen triftigen Grund mehr, um das Haus zu verlassen", heißt es in einer Mitteilung. Das Kontaktverbot bleibe aber bestehen.

Damit können die sächsischen Bürger ab Montag wieder eine Person außerhalb des eigenen Haushalts treffen. Die Beschränkungen sehen jedoch weiterhin einen Mindesabstand von 1,5 Metern vor.

Laut der Mitteilung könnten auch Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive und Botanische Gärten wieder öffnen. Dabei müssten von den Besuchern stets die Abstandsregeln eingehalten werden.

21:20 Uhr | So wird über die Einschränkungen entschieden

Wer entscheidet mit wem darüber, ob und wie die Eindämmungsmaßnahmen gelockert oder verschärft werden? Reporter des MDR-Magazins Exakt haben den Thüringer Krisenstab begleitet.

21:08 Uhr | Sachsen will Schulen für Abschlussklassen ab Montag öffnen

Sachsen wird wie geplant ab kommenden Montag seine Schulen für Schüler der Abschlussklassen wieder öffnen. Das entschied das Kabinett am Mittwoch nach den Entscheidungen auf Bundesebene. "Wir wollen damit den Schülern, die kurz vor ihren Prüfungen stehen, die Chance geben, sich auf ihren Abschluss gezielt vorzubereiten", erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Die Regelung gilt für Gymnasien, Berufliche Schulzentren, Oberschulen und Förderschulen gleichermaßen. Zunächst sollen ab Montag lediglich die Lehrerinnen und Lehrer an die Schulen zurückkehren, die zur Vorbereitung auf die Prüfungen gebraucht werden. Ab dem 22. April beginne die eigentliche Prüfungsvorbereitung.

Auch Thüringen kündigte prüfungsvorbereitenden Unterricht ab Montag an. Sachsen-Anhalt erwägt ein solches Vorgehen.

20:54 Uhr | Verbesserte Lage in Italien und Frankreich, Hoher Anstieg in den USA

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen in Italien fällt weiter. Das Katastrophenschutzamt meldete am Mittwoch 2.667 Infektionen. Das ist der niedrigste Wert seit dem 13. März. In Frankreich ist die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten den siebten Tag in Folge gesunken.

In den USA nahm die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Personen binnen 24 Stunden um 26.385 auf 605.390 zu. Die Zahl der Toten habe sich um 2.330 auf 24.582 erhöht, teilten die US-Zentren für Seuchenkontrolle (CDC) mit.

Die weltweite Zahl der bekannten Covid-19-Fälle überschritt im Tagesverlauf nach Berechnungen der Johns-Hopkins-Universität die Marke von zwei Millionen Menschen. Nachdem es 83 Tage dauerte, um die erste Million zu erreichen, verdoppelte sich die Infiziertenzahl nun in 14 Tagen. Die Zahl der Toten liegt weltweit demnach bei 131.101.

20:40 Uhr | Wirtschaftsverbände kritisieren Beschlüsse zu Lockerungen

Mehreren Wirtschaftsverbänden gehen die angekündigten Lockerungen der Eindämmungsmaßnamen gegen das Coronavirus nicht weit genug. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisierte, für viele Betriebe fehle weiterhin eine klare Perspektive.

Weitere wirtschaftliche Einbußen für die gesamte Gesellschaft zeichnen sich ab.

Eric Schweitzer DIHK-Präsident

Der Handelsverband HDE kritisierte die Begrenzung auf kleinere Geschäfte als "Wettbewerbsverzerrung". Es gebe kein Sachargument für eine stufenweise Öffnung der Läden, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Abstands- und Hygieneregeln könnten in kleinen und auch in großen Geschäften eingehalten werden.

Angesichts der bleibenden Beschränkungen des Reisverkehrs befürchtet der Deutsche Tourismusverband (DTV) existenzielle Folgen für die Branche. "Es ist jetzt mit einer weiteren großen Stornierungswelle zu rechnen, die die Liquidität vieler Betriebe übersteigen wird", warnte DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz. Er forderte nicht zurückzahlbare Zuschüsse für alle existenzbedrohten touristischen Anbieter in Deutschland. Auch der Gaststättenverband Dehoga mahnte ein Rettungspaket für die eigene Branche an.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier kündigte Gespräche mit denVerbänden am Freitag an.

20:34 Uhr | VW will Produktion wieder hochfahren

Volkswagen fährt die Auto-Produktion europaweit wieder an. Wie der Konzern mitteilte, machen die VW-Werke in Zwickau und Bratislava am kommenden Montag den Auftakt. Eine Woche später sollten die übrigen deutschen Standorte sowie die Fertigung in Portugal, Spanien, Russland und den USA folgen. Das "Handelsblatt" hatte zum Start in den deutschen Werken geschrieben, dass dort zunächst mit einer Produktionsschicht mit deutlich weniger Mitarbeitern begonnen wird. Damit sollten Erfahrungen gesammelt werden, wie sich Autos unter verschärften Corona-Bedingungen produzieren ließen. In den deutschen VW-Werken ruhen die Bänder seit dem 19. März.

20:23 Uhr | Bund und Länder wollen Infektionsketten komplett verfolgen

Die Bundesregierung setzt zur Eindämmung des Coronavirus auf eine komplette Verfolgung der Infektionsketten. Kanzlerin Merkel sagte nach dem Gespräch mit den Ministerpräsidenten, das sei sehr wichtig, wenn man jetzt mehr öffentliches Leben zulasse. Könne man Infektionsketten verfolgen, dann gelinge es auch, Infektionsherde einzugrenzen. Die Bundesregerierung plane dafür eine Smartphone-App. Die Nutzung solle freiwillig sein. Merkel betonte, vor allem seien aber die Gesundheitsbehörden gefordert. Laut der Bund-Länder-Vereinbarung sollen öffentliche Gesundheitsdienste deutlich mehr Personal bekommen.

20:10 Uhr | Abi-Vorbereitung in Sachsen-Anhalt ebenfalls ab kommender Woche möglich

Auch Sachsen-Anhalt erwägt den Schulbetrieb für Abiturienten bereits ab kommender Woche zu starten. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte in einer bei Twitter verbreiteten Videobotschaft: "Ab nächster Woche kann der Schulunterricht sukzessive wieder beginnen, also für die Abiturienten beziehungsweise diejenigen, die in der 10. Klasse ihren Abschluss machen."

Bildungsminster Marco Tullner erklärte ebenfalls, Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen könnten die Schulen schon vor dem 4. Mai in Angriff nehmen. "Wir werden die Rahmenbedingungen im Land schaffen und Schulen und Schulträger bei der Organisation des anlaufenden Schulbetriebes unterstützen."

18:58 Uhr | Thüringer Abiturienten fangen eher wieder an

Thüringens Abiturienten sollen als erste wieder zurück in die Schulen. Ab 27. April würde der Abiturjahrgang in die Schulen geholt, kündigte Ministerpräsident Bodo Ramelow nach der Video-Schalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise an. Am 4. Mai würden die anderen Jahrgänge folgen, die in diesem Jahr Prüfungen ablegen müssten.

18:17 Uhr | Kontaktverbot bleibt, Geschäfte und Schulen öffnen schrittweise

Das Kontaktverbot zur Eindämmung des Coronavirus bleibt zunächst bestehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel teilte nach einer Schalte mit den Ministerpräsidenten der Länder mit, dass die geltenden Ausgangsbeschränkungen und Abstandsregeln zunächst bis zum 3. Mai beibehalten werden. Ab dem 4. Mai sollen schrittweise die Schulen wieder öffnen. Geschäfte mit einer Fläche bis zu 800 Quadratmetern sollen bereits vorher wieder öffnen dürfen – sofern sie Konzepte zur Wahrung von Hygiene- und Abstandsregeln vorweisen können.

Alle 14 Tage wollen sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten zum weiteren Vorgehen beraten. Der Kanzlerin zufolge einigte man sich zudem darauf, den Menschen im öffentlichen Personennahverkehr und im Einzelhandel den Einsatz von Mund-Nasen-Schutzmasken dringend zu empfehlen.

17:46 Uhr | Mehr als eine Million Hilfsanträge von Kleinunternehmern bewilligt

In der Corona-Krise sind bisher direkte Zuschüsse von rund acht Milliarden Euro an kleine Firmen und Soloselbstständige bewilligt worden. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Die bewilligten Anträge hätten die Marke von einer Million überschritten. Der Bund stellt für die Hilfen bis zu 50 Milliarden Euro bereit. Die Gelder werden über die Länder ausgezahlt. Das Paket ist eine maßgebliche Säule der Hilfsmaßnahmen der Politik, um Jobs und Firmen zu erhalten. Daneben ist am Mittwoch ein neues Programm der staatlichen Förderbank KfW gestartet, bei dem es um Schnellkredite geht. Das Programm richtet sich vor allem an den Mittelstand. Für die Kredite haftet der Bund.

17:40 Uhr | Schulden für ärmste Länder werden gestundet

Die führenden Wirtschaftsnationen gewähren den ärmsten Ländern der Welt angesichts der Corona-Krise einen Zahlungsaufschub bei ihren Schulden. Bundesfinanzminister Olaf Scholz lobte den Schritt am Mittwoch nach einer Konferenz der G20-Finanzminister als einen "Akt internationaler Solidarität von historischer Dimension". Die G20-Mitglieder hätten sich verständigt, alle Zins- und Tilgungszahlungen der 77 ärmsten Länder in diesem Jahr zu stunden, sagte der Vizekanzler der Deutschen Presse-Agentur. Das Moratorium soll vom 1. Mai zunächst bis zum Jahresende gelten. Gestundet werden alle Zinsen und Tilgungsraten für Verträge, die vor dem 24. März 2020 abgeschlossen wurden. Nach dem tilgungsfreien Jahr sollen die Staaten drei Jahre Zeit haben, das Geld zu zahlen.

16:58 Uhr | Thüringer können Online-Bibliothek kostenlos nutzen

Die Thüringer können ab sofort einen Monat lang kostenlos online auf Bücher zugreifen. Wie der Landesverband der Bibliotheken mitteilte, hat die Landesregierung in Erfurt den Zugang ermöglicht. Das Angebot sei im Internet unter thuebibnet.de zu finden. Damit könnten in der aktuellen Krise auch Leser digitale Medien nutzen, deren angestammte Bibliothek keine Online-Ausleihe habe.

16:40 Uhr | IWF warnt vor Unruhen

14.04.2020, Südafrika, Cape Town: Bewohner von Mitchell's Plain stoߟen mit der Polizei zusammen, um gegen die Verteilung von Lebensmittelpaketen an Arme und Arbeitslose während der dritten Woche einer Abriegelung zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus zu protestieren.
In der südafrikanischen Metropole Kapstadt ging die Polizei in den vergangenen Tagen mit Gummigeschossen und Tränengas gegen Menschen vor, die gegen schlechten Zugang zu Lebensmittelhilfen protestierten. Bildrechte: dpa

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat vor sozialen Unruhen wegen der Pandemie gewarnt. In einigen Ländern könnte es Proteste geben, wenn die Hilfen als unzureichend oder unfair empfunden würden, schreibt der IWF in einem neuen Bericht. Besonders groß sei das Risiko dort, wo es schon zuvor viel Korruption gegeben habe.

Der IWF rechnet zugleich mit einer massiv steigenden Verschuldung rund um den Globus. Aktuell schätzt die Organisation die direkten finanziellen Auswirkungen auf 3,3 Billionen Dollar pro Jahr - für höhere Ausgaben im Gesundheitssystem sowie Hilfen für Unternehmen und private Haushalte. Weitere Billionen kämen für Kredite und Bürgschaften hinzu.

16:20 Uhr | Französische Patienten aus Magdeburger Klinik entlassen

Mehrere französische Covid-19-Patienten sind am Mittwoch aus der Uniklinik Magdeburg entlassen worden. Am Nachmittag wurden die ersten zwei von insgesamt sechs Patienten in Kliniken nach Frankreich zurückverlegt. Zwei weitere Patienten sollen am Donnerstag zurückgebracht werden. Der behandelnde Arzt, Prof. Thomas Hachenberg, erklärte, dass die Betroffenen schwere Lungenerkrankungen gehabt hätten und beatmet werden mussten. Sie hätten sich nun so gut erholt, dass die Verlegung möglich sei.

Die Uniklinik hatte Anfang April insgesamt sechs Patienten in einem kritischen Zustand aus Elsaß-Lothringen aufgenommen.

15:45 Uhr | Jobcenter muss Corona-Test nicht bezahlen

Ein Arzt hält Corona-Tester in der Hand
Bildrechte: imago images/CTK Photo

Das Jobcenter muss einem Hartz-IV-Bezieher die Kosten eines Corona-Tests in Höhe von 200 Euro nicht erstatten. Zuständig sei vielmehr die gesetzliche Krankenversicherung, entschied das Sozialgericht Frankfurt am Main am Mittwoch. Im Übrigen habe der 45-jährige Antragsteller selbst mitgeteilt, dass er nach den Angaben des Gesundheitsamtes nicht zu einer Risikogruppe gehöre. Daher sei der Test für ihn nicht notwendig. Er habe keinen Anspruch darauf, bessergestellt zu werden als gesetzlich Krankenversicherte.

Darüber hinaus lehnte das Gericht den Antrag des Mannes ab, einen Mehrbedarf in Höhe von 100 Euro für Ernährungskosten zu gewähren. Der Antragsteller könne die Ausgaben für Lebensmittel auch in der derzeitigen Krisensituation mit dem Regelsatz bestreiten. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

15:34 Uhr | Frankreich zahlt Bonus für medizinisches Personal

Eine junge Frau bindet sich einen Mundschutz um
In Klinken und Arztpraxen sowie in der Pflege wird das Personal momentan besonders stark belastet. Bildrechte: imago images/Independent Photo Agency Int.

Frankreich will dem Personal im Gesundheitswesen eine Sonderprämie zahlen. In besonders betroffenen Gebieten soll es jeweils 1.500 Euro geben, kündigte Premierminister Édouard Philippe am Mittwoch an. Das Personal in weniger betroffenen Départements, die aber Patienten aus anderen Regionen aufgenommen haben, soll den Bonus ebenfalls erhalten. Das übrige Personal bekommt 500 Euro. Auch Mitarbeiter in Altersheimen und von Betreuungsdiensten sollen eine finanzielle Belohnung bekommen. Einige Angestellte im öffentlichen Dienst, die trotz Krise ihren Dienst verrichteten, erhalten bis zu 1.000 Euro. Die Prämien sind steuerfrei.

In Deutschland haben einige Unternehmen im Einzelhandel ihren Mitarbeitern Boni versprochen. In Bayern will die Regierung besonders belasteten Pflegekräften eine Sonderzahlung von 500 Euro zukommen lassen. Die Grünen forderten Anfang April eine bundesweite Lösung.

15:11 Uhr | Tour de France ab Ende August

Die 107. Tour de France startet wegen der Coronavirus-Pandemie erst Ende August. Der Veranstalter ASO verschob das berühmte Radrennen am Mittwoch um knapp zwei Monate. Die Frankreich-Rundfahrt soll nun vom 29. August bis 20. September stattfinden.

15:00 Uhr | Viele Unsicherheiten bei Genesenen

Weltweit haben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 460.000 Menschen eine Infektion mit Sars-CoV-2 überstanden. Dabei handelt es sich jedoch um eine Schätzung. Experten gehen von einer viel höheren Dunkelziffer aus. Ob genesene Menschen nun auf Dauer immun sind, ist unklar. Die aktuellen Erkenntnisse zu diesem Thema finden Sie hier im Überblick:

14:50 Uhr | Geberkonferenz für Corona-Impfstoff im Mai

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat eine internationale Geberkonferenz für einen Impfstoff gegen das neue Coronavirus einberufen. Von der Leyen sagte in Brüssel, die Forschungen dazu seien die beste Chance, das Virus weltweit zu besiegen. Dafür solle am 4. Mai bei einer Online-Zusammenkunft Geld mobilisiert werden. Sie hoffe, dass Länder und Organisationen auf der ganzen Welt sich daran beteiligten. Bisher gibt es weder einen Impfstoff noch spezielle Medikamente gegen die Lungenkrankheit Covid-19. Experten schätzen, dass die Entwicklung eines Impfstoffs etwa 18 Monate dauert.

14:40 Uhr | Internationale Kritik an USA

Der US-Zahlungsstopp für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stößt international auf Kritik. Bundesaußenminister Heiko Maas twitterte, Schuldzuweisungen hälfen nicht. Im Kampf gegen das Corona-Virus müsse die unterfinanzierte WHO gestärkt werden. Russlands Vize-Außenminister Sergei Rjabkow nannte die US-Entscheidung Ausdruck eines äußerst egoistischen Herangehens. China erklärte, die Streichung der US-Mittel wirke sich auf alle Länder der Welt aus. US-Präsident Donald Trump hatte der WHO Missmanagement vorgeworfen und seine Regierung angewiesen, die Beitragszahlungen auszusetzen. Die USA sind der größte Zahler der WHO.

14:14 Uhr | Betrag für kontaktloses Zahlen verdoppelt

An ersten Supermarkt-Kassen können Kunden seit Mittwoch Einkäufe bis zu 50 Euro ohne PIN-Eingabe bezahlen. Die Deutsche Kreditwirtschaft verdoppelte das Limit für das konkontaktlose Bezahlen. Bisher war es möglich, Beträge bis 25 Euro mit der Girocard zu bezahlen, ohne eine PIN einzugeben. Der Dachverband der Banken teilte mit, flächendeckende Umstellungen würden im Anschluss folgen. Gerade in der aktuellen Situation werde man den Einsatz der hygienischen Bezahlmethode unterstützen. In Deutschland sind gut 100 Millionen Girokarten im Umlauf. Bei 75 Millionen ist kontaktloses Bezahlen möglich.

13:55 Uhr | Offener Brief von Krankenhausangestellten

Das "Netzwerk aktiver Krankenhausbeschäftigter" der Gewerkschaft Verdi richtet sich mit einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Gesundheitsminister der Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. In dem Brief kritisiert das Netzwerk die Ökonomisierung und Privatisierung der Krankenhäuser der vergangenen Jahre. Dies räche sich nun in der Corona-Krise.

Die Unterzeichner fordern von der Politik Sofortmaßnahmen zum Schutz von Patienten und Beschäftigten in den Krankenhäusern. So soll zum Beispiel ausreichend Schutzmaterial für Bedienstete im Gesundheitswesen bereitgestellt werden.

Außerdem fordern sie langfristig unter anderem die Rekommunalisierung des Gesundheitssystems und eine deutliche Anhebung der Löhne. Für die Zeit der Krise verlangen sie für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen eine steuerfreie Zulage von 500 Euro im Monat.

Unterzeichnet haben den brief Kliniken aus Jena, Dresden, Halle, Leipzig, Erfurt, Mühlhausen, dem Muldental, Weimar, Bad Berka, Schmalkhalden, Waltershause-Friedrichsroda, Delitzsch, Suhl und dem Altenburger Land.

12:40 Uhr | Grenzkontrollen werden verlängert

Die verstärkten Kontrollen an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark werden um 20 Tage verlängert. Diese verlängerten Kontrollen bis Anfang Mai seien am Mittwoch im Corona-Kabinett entschieden worden, sagt ein Sprecher des Bundesinnenministerium.

Die Kontrollen waren vor einem Monat eingeführt worden. An den Übergängen nach Belgien und in die Niederlande wird hingegen nicht kontrolliert. Allerdings wurde auch in diesen Abschnitten die Überwachung im 30-Kilometer-Grenzraum intensiviert.

Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen wegen der Corona-Pandemie seit Mitte März nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Das betrifft etwa EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen oder Lastwagenfahrer, die wichtige Güter liefern. Die Einreise ist zudem nur über bestimmte Grenzübergänge möglich.

12:05 Uhr | Bund will Schulöffnung erst ab 4. Mai

Die Bundesregierung will die Maßnahmen gegen das Coronavirus offenbar bis zum 3. Mai beibehalten und das den Ländern in der Konferenz am heutigen Mittwoch vorschlagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach einer Schaltkonferenz von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzleichefs der Länder vom Dienstag. Außerdem sei aus Sicht des Bundes ein abgestimmtes Vorgehen bei möglichen schrittweisen Öffnungen im Schulbereich wichtig.

Demnach wolle der Bund vorschlagen, die Schulen in Deutschland erst wieder ab dem 4. Mai schrittweise zu öffnen. Die Kultusministerkonferenz könnte demnach damit beauftragt werden, bis zum 27. April ein Konzept für die Wiederöffnung der Schulen ab Mai vorzulegen. Dabei solle es unter anderem um den Schulverkehr, das Pausengeschehen und die Lerngruppengröße an den Schulen gehen. Möglich bleiben soll den Eckpunkten zufolge aber auch eine unterschiedliche Herangehensweise der Länder beim Zeitplan. Unter anderem hat Sachsen bereits angekündigt, dass es schon in der kommenden Woche wieder in den Schulbetrieb einsteigen will.

11:22 Uhr | Mundschutzpflicht auf Halles Wochenmarkt

Auf dem Wochenmarkt in Halle gilt Mundschutzpflicht. Kunden und Händler müssen Mund und Nase bedecken. Andernfalls droht ein Bußgeld. Wie kommt diese Pflicht bei Händlern und Kunden an?

11:05 Uhr | Psychisch Kranke durch Isolation schwer getroffen

Menschen mit psychischen Krankheiten trifft die Isolation durch die Kontaktsperre besonders schwer. Davor warnt der Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig (UKL), Georg Schomerus. Für viele Menschen mit schweren psychischen Krankheiten seien die Veränderungen besonders schwerwiegend: Statt persönlicher Gespräche seien nur Telefonsprechstunden möglich, Beratungsstellen in der Stadt seien geschlossen worden, soziale Kontakte fielen weg, die bisherige Struktur des Alltags und vor allem der Austausch mit anderen sei gestört. "Das ist eine Herausforderung – für die Patienten, aber auch für uns."

Die Leipziger Uniklinik bietet deswegen nun verschiedene digitale Möglichkeiten der Therapie an, unter anderem einen Gruppenchat mit einem Therapeuten und Mitpatienten. Der Austausch über den Chat habe zudem gezeigt, dass manche Patienten sich so leichter öffnen könnten als im persönlichen Gespräch, hieß es von der Uniklinik. Dazu soll eine Studie entstehen.

10:23 Uhr | DGB warnt vor Einbruch bei der Berufsausbildung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund warnt wegen der Corona-Krise vor einem Einbruch bei der Berufsausbildung im nächsten Ausbildungsjahr. Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Hannack sagte, in Deutschland gebe es knapp 430.000 Ausbildungsbetriebe. 650.000 Betriebe insgesamt hätten Kurzarbeit angemeldet. Das zeige, wie groß die Herausforderungen seien. Noch lasse sich nicht seriös beurteilen, wie viele Azubis im kommenden Lehrjahr anfangen könnten. Hannack geht davon aus, dass auch verstärkt außerbetriebliche Angebote nötig sein werden. Nur so hätten auch die Schwächsten eine Zukunftschance.

10:01 Uhr | Erste Grundschulen in Dänemark wieder offen

Als erstes Land Europas hat Dänemark damit begonnen, seine Schulen und Kitas wieder zu öffnen. Dazu gehören die Grundschulen des Landes und etwa jede dritte Einrichtung in der Hauptstadt Kopenhagen. Die anderen Schulen hatten um mehr Zeit gebeten, sich auf die neuen Hygiene-Regeln einzustellen. Vorgeschrieben ist ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Schulbänken. In die Pause dürfen die Schüler nur in kleinen Gruppen. Gegen die Öffnungen gibt aber auch Widerstand. Eine Eltern-Petition sammelte 18.000 Unterschriften.

09:42 Uhr | Die Entwicklungen in Mitteldeutschland

Unsere Kollegen aus den Landesfunkhäusern tickern auch heute wieder, was in ihren Ländern in der Corona-Krise passiert. Alle Ticker finden Sie hier:

08:39 Uhr | Sachsen will Schulen ab Montag wieder schrittweise öffnen

Sachsen will ab Montag die Schüler schrittweise wieder an die Schulen zurückrufen. Ministerpräsident Kretschmer sagte im Interview mit MDR AKUTELL, Prüfungen sollten stattfinden können.

Wir wollen, dass diese Prüfungen in der Mittelschule, in der Hauptschule, die Gesellenprüfung und natürlich die Abiturprüfung stattfinden können. Wir werden ab Montag dann die Schüler auch wieder zurück an die Schulen rufen – Schritt für Schritt – erst einmal diese Klassenstufe und dann werden wir in 2 bis 3 Wochen über weitere entscheiden können.

Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen

Sachsens Landesregierung hat sich auf einen eigenen vier-Stufen-Plan geeinigt, um die bestehenden Maßnahmen zu lockern. Dabei werde man im Abstand von zwei bis drei Wochen die Lockerungen beurteilen, sagte Kretschmer: "Jetzt werden wir die ersten Maßnahme ab kommenden Montag einleiten, dann werden wir in zwei Wochen darüber bewerten: Wie hat sich die Infektionszahl verändert? Wie viele Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden?" Wenn sich die Zahlen positiv entwickeln würden, könnten weitere Klassenstufen zurück in die Schule gehen.

Kretschmer sagte weiter, man müsse bei den Lockerungen Schritt für Schritt vorgehen. Alles auf einmal zu tun, würde den bisherigen Erfolg gefährden. So solle es wieder mehr Möglichkeiten geben, beruflich tätig zu sein und Geld zu verdienen.

08:13 Uhr | Verband warnt vor Notstand in der häuslichen Pflege

Der Verband für häusliche Betreuung und Pflege warnt infolge der Corona-Krise vor einem Notstand in der häuslichen Pflege. Viele osteuropäische Betreuungskräfte verlassen Deutschland derzeit aus Angst, zugleich finden Familien nach einem geplanten Wechsel kein neues Personal. Der Geschäftsführer des Verbandes, Frederic Seebohm, sagte, dass bis zu 200.000 alte Menschen schon bald nicht mehr durch osteuropäische Betreuungspersonen versorgt werden könnten.

Das größte Problem sei, dass 90 Prozent des Personals in der häuslichen Pflege schwarz arbeite. Es dürften aber nur legal beschäftigte Betreuungspersonen einreisen. Der Verband geht davon aus, dass bisher die Familien viele Aufälle der Betreuungspersonen abgefangen hätten. Das sei aber keine Dauerlösung. "Wir wissen nicht, wie lange die Corona-Maßnahmen andauern werden und auch nicht, ob es nicht wieder zu einem Aufflammen der Infektionen kommen wird. Nach Ostern wird sich die Lage zuspitzen."

07:43 Uhr | Tierpark erarbeitet Pläne für Notschlachtung

Der Tierpark Neumünster hat wegen der Corona-Zwangsschließung Pläne für Notschlachtungen erarbeitet. Darin steht, welche Tiere getötet werden, wenn Eintrittsgelder weiter ausbleiben. Ganz oben auf der Liste: der 3,60 Meter große Eisbär "Vitus". Zoodirektorin Verena Caspari sagte, der Zoo sei ein Verein und bekomme keine städtischen Gelder und sei deswegen auf Spenden angewiesen.

07:06 Uhr | Unmut über schleppende Auszahlung von Soforthilfen in Sachsen-Anhalt

Bei Unternehmen in Sachsen-Anhalt herrscht Unmut über eine schleppende Auszahlung der Corona-Soforthilfen. Der Geschäftsführer der Handwerkskammer Magdeburg, Burghard Grupe, sagte MDR AKTUELL, viele Betriebe fragten sich, ob ihr Antrag überhaupt eingegangen sei. Es gebe weder eine Rückmeldung noch eine Eingangsbestätigung. Das führe zu großer Unsicherheit. Laut Wirtschaftsministerium gingen bei der Investitionsbank innerhalb der ersten zehn Tage 34.000 Anträge ein. Obwohl das Personal für die Bearbeitung aufgestockt wurde, konnten nur 2.700 bewilligt werden. Mit den Soforthilfen beschäftigt sich heute der Finanzausschuss im Magdeburger Landtag.

06:56 Uhr | Weniger Zustimmung für Corona-Beschränkungen in Mitteldeutschland

Die Akzeptanz für die strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nimmt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen immer weiter ab. Das ergab die aktuelle Befragung des MDR-Meinungsbarometers "mdrFRAGT", an der mehr als 15.500 Bewohner in den drei mitteldeutschen Ländern teilgenommen haben. Zwar erkennt mit 86 Prozent eine große Mehrheit der Befragten die Wirksamkeit der teils drastischen Maßnahmen - wie etwa Schulschließungen oder Kontaktbeschränkungen - an. Dennoch ist mit 49 Prozent die Hälfte der mdrFRAGT-Teilnehmer dafür, dass sich die Politik für Lockerungen entscheidet. Weitere sechs Prozent der Befragten sprechen sich sogar für eine komplette Abschaffung der Coronaeinschränkungen aus.

Kanzlerin Angela Merkel spricht am heutigen Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Frage, wie es ab dem 20. April weitergeht.

06:53 Uhr | Thüringen will Sondervermögen statt Nachtragshaushalt

Thüringens Finanzministerin Heike Taubert hält es für wichtig, dass im Freistaat schnell Geld zur Bekämpfung der Corona-Krise zur Verfügung steht. Die SPD-Politikerin verteidigte bei MDR AKTUELL die Entscheidung der Landesregierung, ein Sondervermögen zu bilden. Taubert sage, das könnte schon im Mai vom Landtag beschlossen werden. Bei einem Nachtrags-Haushalt müsste dagegen jeder Haushaltsposten noch einmal angefasst werden. Das koste Zeit. Laut Taubert sind für das Sondervermögen fast eine Milliarde Euro vorgesehen. Das Geld solle aus Haushalts-Rücklagen und vom Bund kommen.

06:32 Uhr | Start für KfW-Schnellkredite

Mittelständische Unternehmen können ab heute bei der Förderbank KfW Schnellkredite beantragen. Wie Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier erklärten, übernimmt der Bund das komplette Risiko bei Darlehen bis 800.000 Euro. Als Voraussetzung müssen die Unternehmen in den vergangenen drei Jahren einen Gewinn erwirtschaftet haben. Mit der Auszahlung soll Ende des Monats begonnen werden. Es wird aber damit gerechnet, dass viele Banken und Sparkassen in Vorleistung gehen. Damit könnten erste Gelder noch in dieser Woche fließen.

06:05 Uhr | Medikamentenversorgung gesichert

In der Medikamentenversorgung drohen offenbar keine größeren Engpässe. "Es gibt keine Unterversorgung", sagte ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. "Kein Patient der Schmerzen hat, geht ohne Schmerzmittel aus der Apotheke heraus." Zwar gehe die Corona-Krise nicht spurlos an der Produktion von Arzneien vorbei, es gebe aber keinen Grund zu Panik, hieß es.

05:15 Uhr | 301 neue Todesfälle in Deutschland

In Deutschland ist dem Risklayer Projekt zufolge die Zahl der Corona-Infektionsfälle auf 132.175 gestiegen. Binnen 24 Stunden sind 301 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gemeldet worden, zeigen die "Risklayer"-Daten. Insgesamt beläuft sich demnach die Zahl der an dem Virus gestorbenen Menschen in Deutschland auf 3.495. Rund 66.100 Menschen seien genesen.

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

03:30 Uhr | Mehr als 2.200 neue Tote in den USA

In den USA sind der Johns-Hopkins-Universität zufolge 2.228 Menschen an der neuartigen Coronavirus-Infektion gestorben, so viel wie noch nie zuvor in einem Land an einem Tag. Der vorige Höchstwert war mit 2108 Toten am vergangenen Freitag erreicht worden. Seit Beginn der Epidemie waren der Universität zufolge in den USA fast 26.000 Menschen infolge einer Infektion ums Leben gekommen. Bei insgesamt 608.000 Menschen wurde demnach eine Corona-Infektion nachgewiesen, 24.000 mehr als am Vortag.

00:45 Uhr | USA stellen Zahlungen an WHO ein

Mitten in der Coronavirus-Pandemie legt US-Präsident Donald Trump die Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Eis. Er habe die Regierung angewiesen, die Beitragszahlungen zu stoppen, während überprüft werde, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe, sagte Trump auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Der US-Präsident wirft der WHO Versäumnisse im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie und eine zu China-freundliche Einstellung vor. Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf die Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und rund um die Welt verbreitet, sagte Trump.

Die UN verurteilte die Einstellung der Zahlungen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres sagte, jetzt sei nicht die Zeit für solche Kürzungen.

00:35 Uhr | Ramelow über künftigen Umgang mit der Pandemie

Der thüringische Regierungschef Bodo Ramelow hat sich im Interview mit MDR AKTUELL dafür ausgesprochen, dass man in Deutschland in eine Normalität zurückkehre, in der man aber lernen müsse, mit den Herausforderungen von Covid-19 zu leben. Das Wichtigste sei dabei, dass es keine vermehrten Neuansteckungen geben dürfe. Das gesamte Interview finden Sie hier.

00:15 Uhr | New York zählt nun auch Verdachtsfälle zu den Opfern

Die Stadt New York zählt offiziellen Angaben zufolge bei den Todesopfern jetzt auch Verdachtsfälle mit. Es handelt sich um 3.700 Personen, die nie auf Covid-19 getestet wurden, aber wahrscheinlich an der vom Coronavirus ausgelösten Krankheit gestorben sind, teilte die städtische Gesundheitsbehörde mit. Mit ihnen belaufe sich die Zahl der Todesopfer in New York City seit dem 11. März nun auf mehr als 10.000.

00:10 Uhr | Maas warnt vor Lockerung der Kontaktsperren

Bundesaußenminister Heiko Maas warnt vor einer verfrühten Lockerung von Kontaktsperren. "Der Blick über unsere Grenzen, wo es in einigen Ländern leider tagtägliche neue bittere Todeszahlen gibt, zeigt: Jeder Tag, den Kontaktsperren zu früh aufgehoben werden, kann für die Gesundheit vieler Menschen dramatische Folgen haben", sagte Maas der "Rheinischen Post". Sollte es zu einem erneuten starken Anstieg der Infektionen kommen, könnte Deutschland gezwungen sein, noch drastischere Maßnahmen als bisher zu ergreifen. "Wir müssen alles tun, um ein solches Szenario zu vermeiden."

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Radio | 15. April 2020 | 06:00 Uhr