Coronavirus-Pandemie Ticker: Kostenlose FFP2-Masken für Risikopatienten

Ältere und Kranke sollen noch vor Weihnachten kostenlose FFP2-Masken erhalten. Die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen hat trotz des Teil-Lockdowns einen neuen Höchststand erreicht. Pro Tag wurden in den vergangenen sieben Tagen durchschnittlich 19.002 neue Corona-Fälle registriert. Kanzlerin Merkel fordert weitreichende Schließungen nach Weihnachten. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Maske
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Bildrechte: imago images/photothek

Unser Ticker am Mittwoch, 9. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:42 Uhr | Erkrankte spanische Löwen genesen

Vier Löwen im Zoo von Barcelona haben sich nach einer Corona-Infektion im vergangenen Monat wieder erholt. Der Zoo teilte mit, die Löwen hätten zu keiner Zeit Atemprobleme gehabt, alle Symptome außer Husten und Niesen seien innerhalb von zwei Wochen wieder verschwunden gewesen. Die Raubkatzen waren erkrankt, nachdem zwei Zoo-Pfleger positiv auf das Virus getestet worden waren. Die drei 16-jährigen Weibchen und ein vierjähriges Männchen seien mit entzündungshemmenden Mitteln behandelt worden.

20:27 Uhr | Cyberattacke auf Europäische Arzneimittelagentur

Der Sitz des Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) in London.
Der Sitz der EMA in London. Bildrechte: dpa

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA ist Ziel einer Cyberattacke geworden. Die Arzneimittelbehörde steht in der Corona-Krise derzeit besonders im Licht der Öffentlichkeit. Sie ist in der EU für die Zulassungsverfahren von Medikamenten zuständig, darunter auch den Corona-Impfstoffen. Dazu zählen auch die Corona-Impfstoffe von Biontech und anderen Firmen. Das Unternehmen Pfitzer teilte am Abend mit, es habe bei der Attacke einen "unrechtmäßigen Zugriff" auf Biontech-Dokumente bei der EMA gegeben. Es gebe aber keine Hinweise, dass Patientendaten gestohlen worden seien.

20:03 Uhr | Schleswig-Holstein peilt harten Lockdown an

Angesichts steigender Infektionszahlen will Schleswig-Holsteins Landesregierung ihren Kurs deutlich verschärfen. Ministerpräsident Daniel Günther sagte, es sei notwendig, "dass wir spätestens ab Weihnachten in einen harten Lockdown gehen - um die Zeit über den Jahreswechsel zu nutzen, diese gefährliche Entwicklung in Deutschland zu stoppen".

In Schleswig-Holstein wurden nach Angaben der Landesregierung zuletzt innerhalb eines Tages 314 neue Corona-Fälle gemeldet. Seit Sonntag gilt das Land als Risikogebiet, weil der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen auf über 50 gestiegen war.

19:50 Uhr | Slowakei mit stufenweisem Lockdown

Eine Person macht Corona-Test, während im Hintergrund noch viele weitere in einer Schlange warten.
Corona-Massentest in der Slowakei Bildrechte: dpa

Die Slowakei hat einen stufenweisen Lockdown beschlossen. Ministerpräsident Igor Matovic stellte einen Plan vor, der je nach Branche unterschiedliche Termine für den Beginn von Einschränkungen vorsieht. Dazu gehört, dass drei Tage vor Weihnachten für mindestens drei Wochen die meisten Geschäfte geschlossen werden. Ausnahmen gibt es für den Verkauf von Lebensmitteln und anderen Produkten, die Grundbedürfnisse abdecken. Die Maßnahmen sind umstritten, weil die Slowakei fast die gesamte Bevölkerung Corona-Schnelltests unterzogen hatte.

19:04 Uhr | Kinderärzte gegen verlängerte Schulferien

Glück-Auf-Gymnasium Altenberg - Direktor, Klassenzimmer, Hausflur
Kinderärzte gegen Schulschließungen und längere Ferien Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In den Diskussionen um das weitere Vorgehen zur Eindämmung des Coronavirus haben sich Kinderärzte gegen eine Verlängerung der Weihnachtsferien ausgesprochen. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie teilten mit, geschlossene Schulen, Kindergärten und Kitas sollten nur als allerletzte Maßnahme im Rahmen eines allgemeinen Lockdowns erwogen werden. Bisherige Daten aus Deutschland gäben keinen Anlass, generelle Schulschließungen als taugliches und angemessenes Mittel zur Pandemiebekämpfung anzusehen.

18:38 Uhr | Hellseher hatten Corona 2020 nicht im Blick

Hellseher, Wahrsager und Astrologen haben die weltweite Corona-Pandemie und ihre Folgen in ihren Zukunftsprognosen nicht vorhergesagt. Das teilte die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) mit. Der Mainzer Mathematiker Michael hatte nach Angaben der GWUP weit über 100 prognostische Texte aus Büchern, astrologischen Almanachen, Websites, YouTube-Videos, Blogs oder Presseartikeln ausgewertet. Erst im Nachhinein habe es verschiedene astrologische Erklärungen der Pandemie gegeben, aber keinem Sterndeuter seien diese "Hinweise" vorher aufgefallen.

17:49 Uhr | Kanada lässt Impfstoff von Biontech und Pfizer zu

Ein Mitarbeiter des Biotechnologie-Unternehmens Biontech arbeitet in einem Labor.
Labor des Biotechnologie-Unternehmens Biontech Bildrechte: Biontech/dpa

Auch Kanada hat dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Das teilten die kanadische Gesundheitsbehörde und beide Unternehmen mit. Damit bekommen die Kanadier früher grünes Licht als die EU und die USA, wo entsprechende Anträge derzeit noch geprüft werden. In Großbritannien ist der Impfstoff bereits seit Dienstag im Einsatz, auch im arabischen Golfstaat Bahrain ist er bereits zugelassen.

17:10 Uhr | Kostenlose FFP2-Masken für Ältere und Kranke

Noch vor Weihnachten sollen Menschen über 60 Jahre und Risikopatienten kostenlose FFP2-Schutzmasken erhalten. Das sieht eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor. Danach bekommen ab kommender Woche rund 27 Millionen Menschen zunächst jeweils drei Masken in Apotheken, wenn sie ihren Personalausweis vorlegen.

Spahn sagte, man habe sich für diese pragmatische Lösung entschieden, um den Schutz noch vor Weihnachten zu ermöglichen. Er hoffe, dass Missbrauch dadurch minimiert werde, dass die Apotheker ihre Kundschaft kennen würden. Im kommenden Jahr sollten dann weitere Masken verteilt werden. Dafür seien fälschungssichere Coupons vorzulegen, die die Krankenkassen verschickten.

15:34 Uhr | Rentnerin beruft sich bei fehlender Maske auf Gott

Ein Kruzifix auf einer aufgeschlagenen Bibel
Berufung auf die Bibel Bildrechte: IMAGO

In München hat die Polizei eine Frau wegen ihres fehlenden Mund-Nase-Schutzes angehalten. Als Begründung erklärte die 74-Jährige nach Angaben der Beamten, sie habe eine Befreiung "direkt von Gott, dem Allmächtigen". Zur Begründung habe sie einen Zettel mit Psalm 91 vorgezeigt. Dort stand: "Selbst wenn die Pest im Dunkeln zuschlägt und am hellen Tag das Fieber wütet, musst du dich doch nicht fürchten. Wenn tausend neben dir tot umfallen, ja, wenn zehntausend um dich herum sterben, dich selbst trifft es nicht!" Da die Seniorin sich nicht überzeugen ließ, eine Maske zu tragen, erwartet sie nun eine irdische Zahlungsaufforderung über 150 Euro.

15:13 Uhr | Experten warnen vor Datenlücken bei Massenimpfungen

Medizinische Fachgesellschaften warnen in einem offenen Brief an das Bundesgesundheitsministerium, die Ständige Impfkommission und das Robert Koch-Institut vor folgenreichen Datenlücken in der ersten Phase der Impfung gegen das Coronavirus. In dieser seien für die Impfungen nicht die üblichen Versorgungsstrukturen wie niedergelassene Ärzte zuständig, sondern Impfzentren. Diese nutzten jedoch nicht die üblichen Abrechnungswege, sondern hätten eigene Logistik, eigene Datenflüsse und Dokumentationen. Damit wäre es nicht möglich, aussagekräftige Studien zur Sicherheit durchzuführen, obwohl dies gerade in der ersten Phase besonders wichtig sei, hieß es.

Unterzeichner sind die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie, die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie und die Impfstoffinitiative Vac4EU.

14:12 Uhr | Nächtliche Ausgangssperre für München verhängt

Ein Vollmond bei Nacht davor ein Gebäude
Ausgangssperre ab 21 Uhr Bildrechte: dpa

In München gilt ab sofort eine nächtliche Ausgangssperre. Die bayerische Landeshauptstadt hat nach Angaben der Stadtverwaltung eine Sieben-Tages-Inzidenz von 200 überschritten. Nach den verschärften Corona-Bestimmungen im Freistaat führe das zu einem Ausgangsverbot zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte, die Corona-Fallzahlen seien vor allem für die Krankenhäuser zu hoch. Immer mehr reguläre Leistungen müssten dort zurückgefahren werden, "um die wachsende Zahl an Covid-19-Patienten versorgen zu können".

13:58 Uhr | Sachsen-Anhalt befürchtet Einkaufstourismus aus Sachsen

Sachsen-Anhalt befürchtet wegen dem ab Montag in Sachsen geltenden harten Lockdown einen Einkaufstourismus. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte, sie fürchte, dass sich viele Weihnachtseinkäufe in den Süden des Landes verlagern könnten.

Petra Grimm-Benne (SPD), Sachsen-Anhalts Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration
Grimm-Benne: Große Sorge, dass viele Sachsen im Süden Sachsen-Anhalts Weihnachtseinkäufe machen. Bildrechte: dpa

Mit gemeinsamen Regeln könne man das verhindern. Sonst müsse man schauen, ob man etwa im Burgenlandkreis ähnliche Regelungen wie in Sachsen treffe, drohte die SPD-Politikerin. Sachsen-Anhalt plant aktuell keine generelle Verschärfung seiner Corona-Maßnahmen, stellt aber die von Bund und Ländern versprochenen Lockerungen über die Weihnachtsfeiertage ebenfalls in Frage.

13:28 Uhr | Saarländischer Pharmazie-Professor fordert Lockdown für Sachsen bis Ende Januar

Der harte Lockdown in Sachsen ist nach Ansicht des Professors für klinische Pharmazie an der Universität des Saarlands, Thorsten Lehr, bis Ende Januar nötig. Der Pharmazeut sagte MDR AKTUELL, Sachsen habe momentan eine sehr hohe 7-Tage-Inzidenz von über 360. Die Infektionszahlen würden nur bei einem längerem Lockdown sinken. Man müsse die Zeit durchstehen, bis ein Impfstoff in größeren Mengen verfügbar sei. Das werde wahrscheinlich erst im dritten Quartal des kommenden Jahres der Fall sein. Lehr hat mit Forscherkollegen einen Corona-Simulator entwickelt, mit dem sich das regionale Infektionsgeschehen vorhersagen lässt.

13:11 Uhr | Appell an Bevölkerung: Dresdner Kliniken warnen vor Kollaps des Gesundheitssystems

Die Dresdner Krankenhäuser haben an die Bevölkerung appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten, um die Infektionszahlen zu senken. Die Situation in den Kliniken sei sehr ernst, teilten das Universitätsklinikum, das Städtische Klinikum, das Krankenhaus St. Joseph und das Diakonissenhaus mit. Die Belastung für das Personal wegen der hohen Anzahl schwer kranker Covid-Patienten sei enorm. Unter diesen Bedingungen lasse sich nicht mehr ausschließen, dass das Gesundheitssystem kollabiere.

12:15 Uhr | Münchner Sicherheitskonferenz wird wegen Pandemie verschoben

Die für Februar geplante Münchner Sicherheitskonferenz wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Konferenzchef Wolfgang Ischinger sagte, die weltweit wichtigste sicherheitspolitische Konferenz werde nun abhängig von der Infektionslage frühestens Ende April stattfinden. Er hoffe darauf, dass dann auch der neue US-Präsident Joe Biden dabei sein könne, der am 20. Januar vereidigt werden soll. Die 57. Münchner Sicherheitskonferenz sollte ursprünglich vom 19. bis 21. Februar in München stattfinden.

12:05 Uhr | Corona-Fall auf Kreuzfahrtschiff

Das Kreuzfahrtschiff Quantum of the Seas, liegt im Marina Bay Cruise Center von Singapur
Das US-Kreuzfahrtschiff "Quantum of the Seas" hängt im Marina Bay Cruise Center von Singapur fest. Bildrechte: dpa

Ein Kreuzfahrtschiff einer US-Reederei mit fast 1.700 Passagieren an Bord ist nach einem Corona-Fall vorzeitig von einer viertägigen Reise nach Singapur zurückgekehrt. Bei dem infizierten Passagier handele es sich um einen 83-jährigen Mann aus Singapur, teilte der Tourismusverband des Landes mit. Beim Einchecken an Bord sei ein Corona-Test bei ihm negativ ausgefallen. Später habe er Symptome gezeigt und sei inzwischen in ein Krankenhaus gebracht worden. Alle anderen Reisenden sowie die knapp 1.150 Crewmitglieder müssten nun so lange an Bord bleiben, bis die Kontaktverfolgung abgeschlossen sei. Bei dem Kreuzfahrtschiff handelt es sich um die "Quantum of the Seas".

11:33 Uhr | Burgenlandkreis schränkt Besuche in Alten- und Pflegeheimen ein

In Sachsen-Anhalt hat der Burgenlandkreis angesichts hoher Corona-Infektionszahlen die Besuchsmöglichkeiten in Pflegeheimen eingeschränkt. Wie der Landkreis bekannt gab, dürfen Pflegebedürftige künftig nur noch einen Besucher pro Tag empfangen. Dieser muss bei einem Antigen-Schnelltest ein negatives Ergebnis vorweisen. Mitarbeiter der Pflegeeinrichtungen müssen sich mindestens zwei Mal pro Woche testen lassen. Auch für Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen gelten neue Regeln.

10:05 Uhr | Merkel fordert weitreichende Schließungen nach Weihnachten

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat weitreichende Schließungen nach Weihnachten gefordert. In einer Phase bis zum 10. Januar sollten Geschäfte geschlossen werden, sagte die CDU-Politikerin bei der Generaldebatte zum Haushalt im Bundestag. Es sollten auch die Ferien verlängert oder auf Digitalunterricht umgestellt werden.

09:35 Uhr | Neuer Höchststand bei wöchentlichen Neuinfektionen

Die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 hat trotz des seit Anfang November geltenden Teil-Lockdowns einen neuen Höchststand erreicht. Pro Tag wurden in den letzten sieben Tagen im Schnitt 19.002 Neuinfektionen registriert. Das geht aus der Datenbank des am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Projekts Risklayer hervor. Demnach wurden am gestrigen Dienstag 18.419 neue Fälle gemeldet – so viele wie nie zuvor an einem Dienstag.

In Sachsen wurden laut Risklayer 2042 neue Fälle gemeldet, in Sachsen-Anhalt 477 und in Thüringen 473.

09:30 Uhr | Politiker-Rufe nach hartem, scharfem Lockdown

Die Rufe aus der Politik nach einem bundesweiten harten Lockdown werden immer lauter. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet plädiert für einen scharfen Lockdown nach den Weihnachtstagen und setzt dabei auf einen Konsens aller Bundesländer. Der CDU-Politiker sagte im ARD-Morgenmagazin, die Länder sollten sich darauf vorbereiten, nach Weihnachten bis zum 10. Januar alles herunterzufahren, "damit wir dann mit niedrigeren Werten schnell wieder auch ins normale Leben zurück können".

Der Co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Anton Hofreiter, forderte bei RTL/ntv sogar: "Spätestens nach Weihnachten muss es in meinen Augen fast überall einen sehr harten Lockdown geben." Aber auch vor Weihnachten brauche es zusätzliche Maßnahmen. Überhaupt müsse das Zeitfenster für Weihnachtslockerungen "so kurz wie möglich" gehalten werden, oder man sollte die Lockerungen je nach Region am besten gleich ganz sein lassen.

09:05 Uhr | Thüringer Lehrer besorgt um Abschlussprüfungen

Thüringer Lehrkräfte schlagen wegen der Abschlussprüfungen im kommenden Jahr Alarm. Das ergab eine Umfrage von MDR THÜRINGEN unter Schulleitungen in Thüringen. Unterrichtsausfälle wegen Lockdown und Quarantäne machten es unmöglich, die Schüler angemessen und fair auf die Prüfungen vorzubereiten, erklärten die Pädagogen. Homeschooling und Wechselunterricht seien kein vollwertiger Ersatz.

Die Pädagogen fordern stattdessen weniger feste Prüfungsaufgaben und mehr Auswahl für Schüler oder Lehrkräfte. Denn um zentral ein bestimmtes Themengebiet streichen zu können, müssten die Klassen auf dem gleichen Stand sein. Das sei aber oft nicht der Fall, weil es keinen chronologischen Lehrplan gibt.

08:22 Uhr | Verfassungsschutz Baden-Württemberg beobachtet "Querdenken"-Bewegung

Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet als erste Verfassungsschutzbehörde in Deutschland die "Querdenken"-Bewegung. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, hat das Landesamt "Querdenken 711" als Beobachtungsobjekt eingestuft. Die Gruppe, die seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Einschränkungen auf die Straße geht, radikalisiere sich und sei durch Extremisten unterwandert, hieß es aus Sicherheitskreisen.

07:22 Uhr | Dulig kritisiert schleppende Auszahlung von Novemberhilfen

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat die schleppende Auszahlung der Novemberhilfen an Unternehmen und Solo-Selbstständige kritisiert. Der SPD-Politiker sagte MDR AKTUELL, es sei höchst ärgerlich, dass die technischen Voraussetzungen bisher nicht geschaffen worden seien. Dadurch könnten die Anträge erst Mitte Dezember bearbeitet und das Geld im Januar ausgezahlt werden.

Kritik kommt auch von der Industrie- und Handelskammer Leipzig. Präsident Kristian Kirpal sprach von einem Armutszeugnis. Fast die Hälfte der Unternehmen habe bereits Liquiditätsschwierigkeiten. Abschlagszahlungen würden Branchen wie dem Gastgewerbe nur teilweise helfen. Die Bundesregierung räumte gestern Probleme ein und kündigte an, höhere Abschlagszahlungen zu gewähren.

07:05 Uhr | Stimmung in Corona-Krise so schlecht wie nie

Die Stimmung unter den MDRfragt-Teilnehmern ist so schlecht wie noch nie in der Corona-Krise. Mehr als die Hälfte der fast 20.000 Menschen aus Mitteldeutschland, die sich an der Befragung beteiligt haben, sorgt sich vor einer Infektion.

06:30 Uhr | Einzelhandelsverband kritisiert Schließung ab Montag

Der sächsische Einzelhandelsverband kritisiert die ab Montag vorgesehene Schließung eines Großteils der Geschäfte im Freistaat. Hauptgeschäftsführer René Glaser sagte MDR AKTUELL, die Entscheidung führe zu Frust und Verzweiflung. Im Weihnachtsgeschäft müsse eigentlich das Geld für die schwierigen Monate ab Januar verdient werden. Nun müsse sich der Einzelhandel erneut in den Lockdown begeben. Glaser verlangte, die Dezember-Hilfe, so wie man sie aus der Gastronomie kenne, auf den Einzelhandel zu erweitern.

06:27 Uhr | Landeselternrat Sachsen fordert Lohnersatz

Der sächsische Landeselternrat fordert Lohnersatz für Eltern, die von der Kita- und Schulschließung betroffen sind. Vize-Vorsitzende Nadine Eichhorn sagte, am Ende des Jahres hätten die Leute nicht mehr viel Urlaub und müssten nun Kinderbetreuung und Job unter einen Hut bringen.

06:25 Uhr | "Querdenken" Fall für Innenministerkonferenz

Die Innenminister der Länder beraten heute darüber, ob die sogenannte Querdenken-Bewegung ein Fall für den Verfassungsschutz ist. Thüringens Innenminister Georg Maier sagte MDR AKTUELL, zurzeit würden öffentlich zugängliche Informationen über die Szene gesammelt und ausgewertet. Der SPD-Politiker schloss nicht aus, dass die Bewegung zum Verdachtsfall werden könnte. Dann könnten nachrichtendienstliche Mittel eingesetzt werden. Die Thüringer AfD-Fraktion erklärte, jeder Versuch, politische Meinungen durch den Einsatz des Verfassungsschutzes zu unterdrücken, sei ein Angriff auf die Demokratie.

06:20 Uhr | Impfstoffe werden zum Teil in Bundeswehr-Kasernen gelagert

Die Corona-Impfstoffe sollen zum Teil in Kasernen der Bundeswehr gelagert werden. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte den Funke-Medien, es liege ein Amtshilfeantrag des Gesundheitsministeriums vor. Kasernen sollen demnach genutzt werden, wenn das sinnvoll erscheine. Darüber hinaus habe das Militär den Ländern weitere Unterstützung bei den Impfungen angeboten. Die Bundeswehr könne auf Antrag mit bis zu 26 Impfzentren sowie bis zu 26 mobilen Impfteams helfen, erklärte die CDU-Politikerin. Der Impfstart wird in den nächsten Wochen erwartet.

6:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 9. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt unterhalb.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. Dezember 2020 | 06:00 Uhr