Coronavirus 19. August: Corona führt zu Krankenkassen-Überschuss

Die Krankenkassen haben in der Corona-Zeit einen Überschuss verzeichnet. Der AfD-Politiker Brandner sorgt mit Maskenverweigerung für einen Polizeieinsatz. Der Chef der Dresdner Uni-Kinderklinik rät von einem Kita-Verbot bei Schnupfen ab. Bundestagspräsident Schäuble rät dringend zum Masketragen im Bundestagsgebäude. Einer Studie Frankfurter Virologen zufolge ist das Corona-Infektionsrisiko in Flugzeugen gering. Die aktuellen Entwicklungen im Ticker.

Unser Ticker am Mittwoch, 18. August 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

20:35 Uhr | Frankreich und Spanien mit hohen Infektionszahlen

Frankreich und Spanien haben einen deutlichen Anstieg an nachgewiesenen Corona-Infektionen verzeichnet. Das französische Gesundheitsministerium vermeldete 3.776 Neuansteckungen binnen 24 Stunden. Der Sieben-Tage-Schnitt steige damit erstmals seit dem 18. April über die Marke von 2.500 Fällen. Für Spanien vermeldete das Gesundheitsministerium am Mittwoch 3.715 bestätigte Neuinfektionen.

18:54 Uhr | Karnevalisten halten an Faschingsplanung fest

Die Narren in Sachsens Faschingshochburg Radeburg halten trotz der skeptischen Äußerungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an den Karnevals-Planungen für die kommende Faschingssaison fest. Der Vorsitzende des Radeburger Carnevals-Clubs, Olaf Häßlich, sagte, das habe vor allem organisatorische Gründe. Der große Karnevalsumzug habe einen erheblichen Vorlauf und lasse sich nicht in drei Wochen organisieren. Wenn der Karneval offiziell abgepfiffen werde, " machen wir es auch". Es dürfe nur nicht passieren, dass der Karneval verboten werde, aber am gleichen Wochenende die Fußballstadien voll seien.

Der Präsident des sachsen-anhaltischen Karneval-Landesverbandes, Dirk Vater, erklärte, Karneval werde definitiv stattfinden. In welcher Form sei aber noch fraglich. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, er könne sich Karneval mitten in der Pandemie schlichtweg nicht vorstellen.

18:35 Uhr | Krankenkassen-Überschuss während Corona-Pandemie

Die gesetzlichen Krankenversicherungen haben im ersten Halbjahr einen Überschuss von 1,3 Milliarden Euro verzeichnet. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Ressortchef Jens Spahn erklärte, in den ersten Monaten der Corona-Pandemie seien weit weniger Menschen als sonst zum Arzt oder ins Krankenhaus gegangen. Dadurch hätten die Krankenkassen weniger Kosten gehabt.

Anders sieht es beim Gesundheitsfonds aus, der aus Krankenkassenbeiträgen und Bundeszuschüssen befüllt wird. Dort hat es laut Ministerium ein Defizit von 7,2 Milliarden Euro gegeben, unter anderem wegen des Ausbaus von Intensivbetten und Ausgleichszahlungen für freigehaltene Krankenhausbetten.

18:20 Uhr | AfD-Politiker löst mit Maskenverweigerung Polizeieinsatz aus

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner ist ohne Maske im ICE gefahren und hat damit einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, die Bahn habe um Hilfe gebeten, weil sich zwei Fahrgäste in dem Zug von Berlin nach Binz geweigert hätten, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Die Bundespolizisten seien in Pasewalk zugestiegen. Während eine Frau ein Attest habe vorweisen können, sei Brandner erst auf einer Zugtoilette aufgespürt worden. Nach mehrmaliger Aufforderung habe dieser dann die Tür geöffnet, die Maske angelegt und habe so weiterreisen können.

Stephan Brandner von der AfD
Stephan Brandner (Archivbild) Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

Brandner erklärte zu dem Vorfall, der sich bereits am 12. August ereignet hatte, er habe gerade eine Nußschnecke geknabbert, als er vom Schaffner aufgefordert worden sei,  einen Mund-Nase-Schutz aufzusetzen. Er habe dann geantwortet: "Esse gerade, geht nicht, danach überleg ich's mir." Dann habe der Schaffner die Polizei gerufen.

Laut Bundespolizei hatte es nicht, wie von Brandner behauptet, einen Zwangsstopp gegeben. Der Halt in der nächsten Station Anklam habe aber etwas länger gedauert als üblich. Man habe Brandner noch einmal belehrt, dass das Tragen der Maske im Zug eine zwingende Beförderungsvoraussetzung sei.

17:05 Uhr | Schäuble rät dringend zu Maske im Bundestag

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die Abgeordneten zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Gebäuden des Parlaments aufgefordert. Der Bundestag bestätigte, dass sich Schäuble mit einer dringenden Empfehlung an die Fraktionen gewandt habe.

Der "Spiegel" berichtet unter Berufung auf das Schreiben, Schäuble könne "weitergehende Maßnahmen" für die Zukunft nicht ausschließen. Vorerst wolle er aber auf diesen Schritt noch verzichten. Zudem könne in Büros, im Plenarsaal und in anderen Sitzungsräumen vom Maskentragen Abstand genommen werden, sobald "man seinen Platz mit dem erforderlichen Hygieneabstand eingenommen hat beziehungsweise das Wort ergreift".

16:35 Uhr | Schleswig-Holstein führt Maskenpflicht an Schulen ein

Schleswig-Holstein führt eine Maskenpflicht an den Schulen ein. Das verkündete Bildungsministerin Karin Prien. Bisher galt nur eine dringende Empfehlung. In Kiel hatte ein Schüler deshalb erfolgreich gegen die Maskenpflicht an seiner Schule geklagt. Prien hatte nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Schleswig umgehende Beratungen zu einer Änderung der Rechtsgrundlage angekündigt. Die Maskenpflicht gilt nun ab Montag auf dem Schulgelände, aber nicht im Unterricht.

15:56 Uhr | Kroatien meldet Höchstwert an Neuansteckungen

Kroatien hat so viele Corona-Neuinfektionen registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Wie der nationale Krisenstab in Zagreb mitteilte, wurden innerhalb von 24 Stunden 219 Infektionen erfasst. In dem Vier-Millionen-Einwohnerland wurden bislang 7.000 Infektionen nachgewiesen, derzeit gibt es 1.500 aktive Fälle. In den letzten zwei Monaten hatte die Zahl der täglichen Neuansteckungen zwischen etwa 30 und 100 geschwankt. Seit vergangener Woche verzeichnen die örtlichen Behörden einen Anstieg.

Kroatien ist für viele Reisende in Europa ein beliebtes Urlaubsziel. Österreich hat bereits mit einer Reisewarnung reagiert. Zuletzt kehrten auch vermehrt deutsche Touristen aus Kroatien zurück, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten.

15:07 Uhr | Kinderklinik-Chef gegen Kita-Verbot für "Schnupfnasen"

Der Chef der Dresdner Uni-Kinderklinik, Reinhard Berner, rät den Bundesländern, Kindern mit Schnupfen den Kita-Besuch nicht zu untersagen. Berner sagte MDR AKTUELL, Schnupfen könne zwar ein Symptom einer Corona-Infektion sein. Es bestehe aber nur ein geringes Risiko. Generell spielten Kinder keine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung des Virus. Eltern sollten ihre Kinder dann testen lassen, wenn die Krankheitssymptome über einen normalen Schnupfen hinausgingen. Das Robert Koch-Institut hatte zuvor darauf hingewiesen, dass eines der häufigsten Symptome für eine Covid-19-Erkrankung bei Kindern Schnupfen ist. Über die Regeln für den Kita-Besuch müssten aber die Länder entscheiden. In Sachsen ist Schnupfen kein Grund für ein Kita-Verbot.

14:51 Uhr | Lufthansa und Piloten einigen sich auf erstes Sparpaket

Die Lufthansa hat sich mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit auf ein erstes Sparpaket in der Corona-Krise geeinigt. Nach Angaben des Konzerns beinhaltet die Vereinbarung eine Senkung der Personalkosten bis Jahresende. Betriebsbedingte Kündigungen seien für das Cockpit-Personal der Lufthansa in Deutschland bis Ende März 2021 ausgeschlossen. Da es bei Piloten aber eine deutliche Überkapazität gebe, könnten Kündigungen nur durch Abschluss einer langfristigen Krisenvereinbarung begrenzt werden.

Die Lufthansa musste nach drastischem Einbruch der Fluggastzahlen mit einem milliardenschweren staatlichen Rettungspaket vor der Pleite gerettet werden. Um Kosten zu senken, will das Unternehmen die Personalkosten drücken. Einen Krisenpakt gibt es bereits mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO. Die Verhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für das Bodenpersonal brach Lufthansa vergangene Woche ab.

13:07 Uhr | Zehntausende Kinder ohne Untersuchung eingeschult

Zehntausende Erstklässler haben in diesem Jahr keine obligatorische Schuleingangsuntersuchung gehabt. Grund ist die nach Angaben der Vorsitzenden des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst, Ute Teichert, die Auslastung der Gesundheitsämter durch die Corona-Pandemie. Teichert sagte den Fernsehsendern RTL und ntv, die meisten Gesundheitsämter hätten es nicht geschafft, die Schuleingangsuntersuchungen durchzuführen. Nur in wenigen Bundesländern sei versucht worden, die Untersuchungen in der Lockerungsphase nachzuholen. Aktuell seien die Gesundheitsämter aber mit den Reiserückkehrern beschäftigt.

11:55 Uhr | Studie: Corona-Infektionsrisiko im Flugzeug gering

Voll besetzte Flugzeuge sind mitten in der Corona-Pandemie für viele ein Horrorszenario – doch eine Studie von Frankfurter Virologen hat ergeben, dass das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Flieger wahrscheinlich gering ist.

Die Forscher der Uniklinik Frankfurt am Main hatten für die Studie alle Passagiere eines Flugs kontaktiert, in dem eine Gruppe infizierter Touristen saß. Das Ergebnis: Die mindestens sieben vorab Infizierten steckten nur zwei weitere Passagiere nachweisbar an. In dem vier Stunden und 40 Minuten dauernden Flug vom israelischen Tel Aviv nach Frankfurt saßen am 9. März insgesamt 102 Passagiere, wie die Forscher in der US-Fachzeitschrift "Jama Network Open" darlegten. Mit dabei war eine Gruppe von 24 deutschen Touristen. Wie die Forscher betonten, trug niemand auf dem Flug eine Maske.

Die deutschen Gesundheitsbehörden waren alarmiert worden, weil die Gruppe mit einem israelischen Hotelmanager in Kontakt gekommen war, der mit dem neuartigen Coronavirus infiziert war. Die gesamte Gruppe wurde bei der Ankunft am Frankfurter Flughafen getestet – sieben Passagiere waren infiziert. Später stellte sich bei zwei weiteren eine Infektion heraus, die Ansteckung erfolgte vermutlich im Flugzeug. Die beiden Passagiere saßen am Gang gegenüber von den ursprünglichen sieben Infizierten.

11:28 Uhr | Zwei positive Corona-Tests am Flughafen Erfurt/Weimar

An der neuen Corona-Teststelle am Erfurter Flughafen sind zwei Infektionen nachgewiesen worden. Wie die Kassenärztliche Vereinigung mitteilte, wurden seit der Einführung der Tests am Samstag knapp 140 Rückkehrer getestet. Aus welchen Ländern die positiv Getesteten kamen, wurde nicht bekannt. Am Sonntag waren auch Flieger aus Varna in Bulgarien und Mallorca gelandet. Beide Regionen sind als Risikogebiete eingestuft. Reisende aus Risikogebieten müssen in Quarantäne, wenn sie kein gültiges negatives Testergebnis vorweisen können. Für Rückkehrer aus Nicht-Risikogebieten ist der Test freiwillig.

09:32 Uhr | Finnland kontrolliert Reisende aus Deutschland

Finnland führt wieder Beschränkungen für Reisende aus Deutschland und anderen europäischen Ländern ein. Wie die finnische Regierung in Helsinki mitteilte, treten die Reisebeschränkungen am kommenden Montag in Kraft. Grund seien die steigenden Corona-Zahlen in Deutschland sowie in Griechenland, Malta, Norwegen, Dänemark und Island. Reisende aus diesen Ländern werden aufgerufen, für 14 Tage in Quarantäne zu gehen und Kontakte mit anderen Menschen zu vermeiden.

08:55 Uhr | Umsatz im Gastgewerbe zieht wieder an

Die Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat dem Umsatz im Gastgewerbe im Juni wieder deutlich steigen lassen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug das Plus mehr als 60 Prozent im Vergleich zum Mai. Im Vergleich zum Februar waren die Einnahmen aber rund 42 Prozent niedriger. Um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, hatte die Politik Mitte März Übernachtungen von Touristen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben untersagt. Kurze Zeit später wurden dann Restaurants, Bars und andere gastronomische Einrichtungen geschlossen. Seit Mitte Mai wurden die Einschränkungen dann nach und nach wieder gelockert.

08:21 Uhr | 7-Tage-Schnitt so hoch wie seit 2. Mai nicht mehr

In Deutschland sind am Dienstag 1.483 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 registriert worden. Das geht aus den Daten des am Karlsruhe Institut für Technologie angesiedelten Projekts Risklayer hervor. Demnach haben 87 Prozent der Landkreise und kreisfreien Städte ihre Zahlen gemeldet.

Damit steigt der Wert der durchschnittlichen Neuinfektionen innerhalb eines Tages weiter an. Der sogenannte 7-Tage-Schnitt liegt seit etwa einer Woche über dem Wert von 1.000 Neuinfektionen pro Tag, am Dienstag kletterte er auf 1.158 – der höchste Wert seit dem 2. Mai.

In Sachsen-Anhalt registrierten die Wissenschaftler von Risklayer am 18. August zehn neue Fälle, in Thüringen sieben und in Sachsen elf. Damit bleibt der Anstieg der Infektionen in Mitteldeutschland weiterhin überschaubar. Die meisten Neuninfektionen wurden am Dienstag in Bayern mit 343 registriert, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 301 und Baden-Württemberg mit 230.

06:52 Uhr | Grimm-Benne sieht private Feiern nicht in Gefahr

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sieht derzeit keinen Grund, private Feiern zu verbieten. Die SPD-Politikerin sagte dem MDR, wenn man die Corona-Infektionszahlen bundesweit betrachte, könne man zwar zu dem Schluss kommen, dass man private Veranstaltungen reduzieren müsse. In Sachsen-Anhalt sei das aber nicht festzustellen. So gingen die meisten Corona-Fälle auf Reiserückkehrer zurück. Sachsen-Anhalt sei im Plan und könne die nächste Lockerungsstufe eingehen. Die anstehenden Einschulungsfeiern seien nicht gefährdet.

06:45 Uhr | Köpping: Unterschiedliche Regeln in Ländern wichtig

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping sieht keinen Grund für bundeseinheitliche Regelungen bei allen Maßnahmen zur Corona-Eindämmung. Köpping sagte MDR AKTUELL, es sei gut, dass die Gesundheitsministerkonferenz einheitliche Regelungen fürs Testen, die Reiserückkehrer und die Fußballspiele gefunden habe. Bei anderen Regelungen müsse man durchaus auf das Infektionsgeschehen in den einzelnen Bundesländern schauen. Es gehe schließlich auch um die Akzeptanz der Maßnahmen. Wenn man in Sachsen Dinge durchsetzen würde, die hierzulande gar nicht notwendig seien, verstehe das die Bevölkerung nicht.

Der Ärzteverband Marburger Bund hatte bundesweit einheitliche Regeln auch für Feste und Partys gefordert, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

06:34 Uhr | Österreich gibt Reisewarnung für Balearen heraus

Auch Österreich hat wegen des Coronavirus eine Reisewarnung für die Balearen verhängt. Wie das Außenministerium in Wien mitteilte, gilt die Warnung ab Montag für die Urlaubsinseln Mallorca, Menorca und Ibiza. Wer von dort einreist, muss sich auf das Coronavirus testen lassen. Der Test ist kostenlos. Für das spanischen Festland gelten bereits strenge Einreiseregeln. Deutschland hatte am vergangenen Freitag für das gesamte spanische Festland und die Balearen eine Reisewarnung herausgegeben.

06:29 Uhr | Irland verschärft Auflagen

Die irische Regierung hat die Corona-Auflagen verschärft. Grund sind gestiegene Infektionszahlen in einigen Regionen. Regierungschef Micheál Martin sagte, Irland habe durch seine anfänglichen Maßnahmen das Virus unter Kontrolle gebracht. Die Lockerungen hätten die Infektionszahlen aber wieder steigen lassen. Deshalb würden die Maßnahmen jetzt wieder verschärft. Künftig sollen sich nur noch sechs statt 50 Menschen treffen können. Ausgenommen sind Hochzeiten. Für Sportveranstaltungen wurde die maximale Zuschauerzahl auf 15 gesenkt. Die neuen Regeln gelten mindestens bis Mitte September.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. August 2020 | 06:00 Uhr