Coronavirus-Ticker 6. Mai: Fußball-Bundesliga startet am 15. Mai

Die Fußball-Bundesliga startet am 15. Mai. Ab diesem Tag wollen Sachsen und Thüringen auch Gaststätten und Hotels öffnen. Bund und Länder vereinbarten, die Kontaktbeschränkung prinzipiell beizubehalten. Zudem wurde eine Obergrenze vereinbart, ab der es eine Notbremse geben soll.

Unser Ticker am Mittwoch endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Donnerstag.

23:24 Uhr | Polen verschiebt Präsidentenwahl

In Polen wird die für den kommenden Sonntag geplante Präsidentenwahl verschoben. Das kündigte der Vorsitzende der nationalkonservativen Regierungspartei PiS, Jarosław Kaczyński, in Warschau an. Kaczynski sagte der Nachrichtenagentur PAP, einen neuen Termin werde man später festlegen. Die PiS-Partei hatte zuvor an dem Wahltermin 10. Mai trotz der Corona-Pandemie bestanden. Die Abstimmung sollte ausschließlich per Brief erfolgen. Die Opposition kritisierte, dass ein Wahlkampf unter den verhängten Einschränkungen nicht möglich sei.

22:28 Uhr | Dresdner Institut forscht zu Fake-News in der Corona-Krise

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind auch jede Menge Falschmeldungen dazu im Umlauf. Am Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden ist man ihnen auf der Spur.

22:00 Uhr | EU sagt Westbalkan weitere Hilfe zu

Die EU hat den Westbalkan-Staaten umfassende Hilfe bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Krise zugesagt. Bei einer Videokonferenz sagten Staats- und Regierungschefs ihren Kollegen aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien zu, über das bisherige Hilfspaket von 3,3 Milliarden Euro hinaus weitere Gelder zu geben. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte über ihren Sprecher, der Gipfel habe "ein starkes Zeichen der Solidarität gesetzt". In der Gipfelerklärung heißt es, die Hilfe der EU gehe weit über das hinaus, was andere Partner in der Region geleistet hätten.

Damit reagierte die EU auf Kritik etwa des serbischen Ministerpräsidenten Alexander Vucic. Dieser hatte im März mit Blick auf die Corona-Krise erklärt, es gebe keine europäische Solidarität, und zugleich immer wieder das Engagement Chinas und Russlands gelobt. Vor allem China hatte mehrfach Hilfslieferungen in Länder der Region geschickt.

21:45 Uhr | ARD-Team auf Demo attackiert

Bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Corona-Beschränkungen ist in Berlin ein ARD-Team angegriffen worden. Wie das ARD-Hauptstadtstudio mitteilte, löste sich aus der Demo ein Teilnehmer und attackierte einen Tonassistenten und einen Kameramann. Die Polizei habe sofort reagiert und den Angreifer festgenommen. Kameramann und Tonassistenten gehe es gut. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatten sich 350 bis 400 Menschen vor dem Reichstagsgebäude versammelt. In Berlin sind wegen der Corona-Pandemie derzeit Demos mit bis zu 50 Teilnehmern erlaubt.

Die ARD-Redaktion teilte mit, zu Beginn habe es vereinzelt "Lügenpresse"-Rufe gegeben. Allerdings habe nach dem Angriff ein Demonstrant wegen des Vorfalls auch um Entschuldigung gebeten.

21:08 Uhr | Fußball-Bundesliga startet am 15. Mai

Die Fußball-Bundesliga und die 2. Liga sollen die Saison am 15. Mai fortsetzen. Das beschloss die Deutsche Fußball Liga und informierte die 36 Clubs der beiden Ligen. Details sollen gemeinsam mit den Vereinen am Donnerstag beraten werden.

Zuvor hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder den Weg dafür frei gemacht. Einstimmig beschlossen sie, dass die Ligen den Spielbetrieb wiederaufnehmen können – ohne Zuschauer und unter Einhaltung des von der DFL vorgelegten Hygiene- und Sicherheitskonzepts.

Die Profifußballer hatten die Spielzeit Mitte März unterbrechen müssen-. Nun sollen die noch ausstehenden neun Spieltage bis zum 30. Juni absolviert werden.

21:01 Uhr | Thüringen öffnet Gaststätten und Hotels am 15. Mai

Nach Sachsen will auch Thüringen Gaststätten und Hotels bereits am 15. Mai öffnen. Die Staatskanzlei in Erfurt teilte mit, das habe die Landesregierung am Mittwochabend entschieden. Die Regelung gelte auch für Campingplätze, Ferienwohnungen und -häuser sowie vergleichbare Angebote. Voraussetzung sei, dass die Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten würden.

20:53 Uhr | Anti-Corona-Demo in Pirna

In Pirna haben am Abend rund 150 Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Ein Polizeisprecher sagte, die Versammlung auf dem Marktplatz habe etwa 15 Minuten gedauert. Danach hätten die Teilnehmer den Platz verlassen. Zwischenfälle habe es nicht gegeben. Am vergangenen Sonntag waren Polizeibeamte bei einer ähnlichen Veranstaltung in Pirna von geschubst, bedrängt und beleidigt worden. Drei Polizisten seien leicht verletzt worden, hatte die Polizei danach mitgeteilt.

20:10 Uhr | Sachsen-Anhalt will Hotelöffnung vorziehen

Sachsen-Anhalter sollen mit Beginn der Pfingstferien am 18. Mai Gaststätten besuchen und in Hotels ihrem Bundesland übernachten dürfen. Das sieht ein Konzept von Wirtschaftsminister Armin Willingmann vor, das dieser am kommenden Dienstag mit der schwarz-rot-grünen Landesregierung beraten will. Bisher hatte die Regierung lediglich zugesagt dass Restaurants und Cafés am 22. Mai wieder öffnen dürfen. "Damit waren wir am Samstag noch Vorreiter", sagte Willingmann. Inzwischen kündigten zahlreiche Bundesländer frühere Lockerungen an.

Willingmann erklärte, er sei "ein entschiedener Gegner davon, jetzt in einen Überbietungswettbewerb einzusteigen". Es gehe darum, den Gastronomen eine sichere Perspektive zu geben, aber es gelte weiterhin, dass in zweiwöchigen Abständen geprüft werde, ob einzelne Lockerungen zu einem Anstieg der Corona-Infektionen führten.

19:17 Uhr | Sachsen öffnet Lokale und Hotels ab 15. Mai

Der Freistaat Sachsen will am 15. Mai wieder Gaststätten und Hotels öffnen. Das teilten Wirtschaftsminister Martin Dulig und Tourismusministerin Barbara Klepsch mit. Dulig sagte, bei Gatstätten werde es keine Trennung zwischen Innen- und Außen geben. Voraussetzung dafür seien Hygiene-Konzepte. Klepsch ergänzte, auch die Hotels würden am 15. Mai geöffnet. In den nächsten Tagen sollen Absprachen getroffen werden, welche Angebote bei Musik, Theater, Oper und Kinos möglich sind.

Umweltminister Wolfram Günther teilte mit, ab dem 18. Mai würden Kundgebungen bei Einhaltung von Hygienevorschriften und Mindestabstand nicht mehr auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern begrenzt sein.

Zugleich sollen aber die Kontaktbeschränkungen aufrechterhalten werden. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte, das sei noch für Wochen und Monate nötig. Kretschmer erklärte, künftig dürften sich zwei unterschiedliche Hausstände treffen, unabhängig von der Größe. Weiterhin nicht erlaubt seien Picknicks oder Grillpartys.

18:53 Uhr | US-Außenminister rudert bei Vorwürfen gegen China zurück

US-Außenminister Mike Pompeo hat eingeräumt, dass der Ursprung der Corona-Pandemie nicht geklärt ist. Pompeo erklärte am Mittwoch: "Wir haben keine Gewissheit, ob [das Virus] in dem Labor oder anderswo begann." Pompeo hatte am Wochenende dem US-Sender ABC gesagt, es gebe signifikante Belege, dass die Krise in einem Labor in Wuhan ihren Anfang genommen habe. Pompeo erklärte nun, beide Aussagen seien zutreffend, es gebe keinerlei Widerspruch. Vielmehr warf er Journalisten vor, einen solchen konstruieren zu wollen.

18:30 Uhr | Tim Herden: Merkel gehen Lockerungen zu schnell

Bund und Länder haben heute länger über weitere Lockerungen debattiert als erwartet. Hauptstadtkorrespondent Tim Herden hat die Diskussion verfolgt und ist sich sicher, die Bundeskanzlerin wäre gern noch vorsichtiger vorgegangen.

18:15 Uhr | Kritik aus der Opposition an Bund-Länder-Beschlüssen

Vertreter der Oppositionsparteien haben Kritik am Kurs von Bund und Ländern in der Corona-Krise geübt. Dabei fiel die Kritik sehr unterschiedlich aus. Während Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte, er habe Sorge, dass die Situation entgleite, sind die beschlossenen Lockerungen aus Sicht von FDP-Chef Christian Lindner zu spät erfolgt. Außerdem fehle ein "Fahrplan, um die Wirtschaft wieder anzufahren".

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte, er hätte sich nach dem Autogipfel auch einen Kindergipfel gewünscht. So seien die Vereinbarungen zur Wiederaufnahme des Kita-Betriebs "zu dürftig". Bartsch forderte Merkel zudem auf, ihre Schritte in der Corona-Krise nicht nur mit den Ministerpräsidenten, sondern auch mit den Abgeordneten zubesprechen.

17:32 Uhr | Sachsen-Anhalt will streng auf Anstieg von Infektionszahlen reagieren

Sachsen-Anhalt will auf einen möglichen neuen Anstieg der Coronavirus-Infektionszahlen "sehr konsequent" reagieren. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte: "Wenn es notwendig wird, werden wir Lockerungen früher zurücknehmen als im vereinbarten Maßstab von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen." Zuvor hatten sich bereits die Oberbürgermeister von Magdeburg und Halle ähnlich geäußert.

In Sachsen-Anhalt gilt bereits eine geringere Kontaktbeschränkung als nun von Bund und Ländern vereinbart. Haseloff sieht  sich in seinem Vorpreschen aber bestätigt: Es bestehe "großer Konsens zwischen Bund und Ländern", dass das regionale Infektgeschehen berücksichtigt werden müsse und "daher die für Sachsen-Anhalt getroffenen Maßnahmen bestätigt wurden".

17:19 Uhr | Thüringen lockert Beschränkungen und beginnt mit Gastro-Öffnung

Thüringen lässt wieder Treffen von Menschen aus zwei verschiedenen Haushalten zu. Das teilte Ministerpräsident Bodo Ramelow nach einer Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel mit.

Ramelow kündigte zudem an, dass Thüringen ab dem 13. Mai gewisse Bereiche der Gastronomie wieder öffnet. Das gelte zunächst für Campingplätze und die Außengastronomie. Schritt für Schritt würden dann weitere Öffnungen vollzogen. Er sei überzeugt, dass es möglich sei, Menschen einzuladen, ihren Sommerurlaub in Thüringen zu verbringen.

Ramelow teilte mit, der Landkreis Greiz sei das erste Thema in der Schalte mit Merkel gewesen. Der Kreis hat derzeit das aktivste Pandemie-Geschehen. Durch die allgemein deutlich entspannte Lage seien die Behörden aber nun in der Lage, auf die Dynamik dort zu reagieren und den Landkreis bei seinen Maßnahmen vor Ort zu unterstützen.

17:01 Uhr | Virologe Kekulé zur geplanten Infektions-Obergrenze

Der Virologe Alexander Kekulé warnt davor, nach Verdopplungszahl und R-Faktor nun die geplante Obergrenze als alleinigen Parameter für Corona-Beschränkungen zu sehen. Er mahnt, wichtiger als die Einzelfälle sei es, Initialfälle zu zählen.

16:50 Uhr | Bundesregierung will Anfang Juni Konjunkturpaket vorlegen

 Die Bundesregierung will Anfang Juni ein Konjunkturprogramm vorlegen. Das kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder an. Merkel sagte, das sei "vom Zeitablauf her sehr ehrgeizig". Man müsse sich anschauen, welche Bereiche wegen großen Publikumsverkehrs keine Chance hätten, auf längere Strecke wieder in Gang zu kommen.

Zuvor hatte bereits Bundesfinanzminister Olaf Scholz ein Konjunkturpaket angekündigt. Infolge der Corona-Krise stürzt die deutsche Wirtschaft laut Prognosen aus Politik und Ökonomie in eine schwere Rezession. Die EU-Kommission geht für Deutschland von einem Minus von 6,5 Prozent aus.

16:15 Uhr | Halle und Magdeburg wollen mögliche Notbremse früher ziehen

Magdeburg und Halle wollen im Fall eines neuen Corona-Ausbruchs eher mit Beschränkungen reagieren als von Bund und Ländern verabredet. Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte, seine Stadt würde bereits eingreifen, wenn es in einer Woche 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gäbe. Das wäre bei etwa 85 neuen Fällen pro Woche erreicht. Magdeburgs Rathauschef Lutz Trümper nannte keine konkrete Zahl, will aber auch frühzeitig eingreifen. Man wolle dann aber nicht die ganze Stadt lahmlegen, sondern lokal entscheiden, wie die Situation eingedämmt werden könne.

16:04 Uhr | Merkel kündigt Lockerungen der Beschränkungen an

Die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bleiben trotz einiger Lockerungen vorerst bis zum 5. Juni bestehen. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. "Wir können uns ein Stück Mut leisten, aber wir müssen vorsichtig bleiben." Künftig dürften sich Menschen aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Menschen in Pflegeheimen oder ähnlichen Einrichtungen dürfen wieder regelmäßigen Besuch von "einer festen Kontaktperson" erhalten.

Zudem wird die Größenbeschränkung beim Einzelhandel aufgehoben. Über eine schrittweise Öffnung der Gastronomie sollen die Bundesländer selbst entscheiden. Generell bleiben laut Merkel länderspezifische Regelungen von der getroffenen Einigung unberührt.

Merkel kündigte an, dass in einzelnen Landkreisen bei einem Überschreiten von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche dort wieder schärfere Beschränkungen in Kraft treten.

15:52 Uhr | Politik erlaubt Bundesliga-Fortsetzung ab Mitte Mai

Die Fußball-Bundesliga darf die derzeit wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison mit Geisterspielen fortsetzen. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Videokonferenz mit den  Ministerpräsidenten der Länder mit. Ab wann genau es losgeht, soll nach Aussage mehrerer Nachrichtenagenturen der Deutschen Fußball Liga überlassen werden. Die DFL visierte zuletzt den 15. Mai an. Noch wären neun Spieltage zu absolvieren.

15:45 Uhr | Greiz und Rosenheim über Neuinfektions-Grenze

Der Landkreis Greiz und die Stadt Rosenheim liegen derzeit über der geplanten Grenze von 50 Sars-CoV-2-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Institutes hervor. Bund und Länder planen, ab dieser Obergrenze in Landkreisen oder kreisfreien Städten umgehend ein konsequentes Beschränkungskonzept umzusetzen.

Der Landkreis Greiz hatte in den vergangenen sieben Tagen 85 nachgewiesene Corona-Infizierte pro 100.000 Einwohner gemeldet. In der kreisfreien Stadt Rosenheim wurden im gleichen Zeitraum 52 Fälle pro 100.000 Einwohner registriert.

15:10 Uhr | Naumburger Dom erlaubt Zutritt nur mit Kontaktdaten

Besucherinnen und Besucher dürfen den Naumburger Dom künftig nur noch mit Mundschutz und unter Angabe ihrer Kontaktdaten betreten. Das teilten die Vereinigten Domstifter auf ihrer Internetseite mit. Besucher müssten dazu beim Ticketerwerb einen Fragebogen ausfüllen. Menschen mit Symptomen einer Covid-19-Erkrankung sind vom Besuch ausgeschlossen, ebenso solche, die innerhalb von 14 Tagen vor ihrem Besuch im Ausland waren. Nach einer knapp achtwöchigen Schließung wird der Dom Freitag, Samstag und Sonntag wieder geöffnet sein. Ab kommender Woche Freitag soll er dann dauerhaft zugänglich sein.

15:00 Uhr | Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld von Steuer befreit

Zuschüsse der Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld sollen bis Jahresende von der Lohnsteuer befreit werden. Das Bundeskabinett beschloss einen entsprechenden Gesetzentwurf. Die Regelung muss am Donnerstag noch durch den Bundestag. Ebenfalls am Donnerstag soll beschlossen werden dass Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, ihre Elternzeit verschieben können. Zudem sollen Eltern, die den Partnerschaftsbonus nutzen, ihren Anspruch nicht verlieren, wenn sie mehr oder weniger arbeiten als geplant.

14:50 Uhr | Hoppegarten darf zwei Renntage abhalten

Die Galopprennbahn Hoppegarten in Berlin darf zwei Rennen austragen. Ein Sprecher teilte mit, man habe vom zuständigen Gesundheitsamt die Genehmigung erhalten, am 10. und 31. Mai Renntage durchführen zu können. Zuschauer sind nicht zugelassen.

14:00 Uhr | Kontaktbeschränkungen bis 5. Juni

Bund und Länder haben die Kontaktbeschränkungen in Deutschland grundsätzlich bis 5. Juni verlängert. Dabei haben sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder heute jedoch auch auf eine Lockerung dieser Beschränkung geeinigt. So sollen sich künftig auch Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen.

Weiter wurde bekannt, dass alle Geschäfte in Deutschland unter Auflagen wieder öffnen dürfen sollen. Die bisherige Begrenzung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wird aufgehoben. Zudem soll der Trainingsbetrieb im Freizeit- und Breitensport im Freien unter Auflagen wieder erlaubt werden.

13:36 Uhr | Brandenburg will Gaststätten ab 15. Mai öffnen

Brandenburg plant eine Öffnung der Gaststätten ab 15. Mai - für innen und außen und mit Auflagen. Das ist nach dpa-Informationen ein Vorschlag für die nächste Kabinettssitzung in Potsdam.

13:25 Uhr | Champions-League im August

Das Finale der Fußball-Champions-League soll auf August verschoben werden. Das teilte der türkische Fußballverband mit, der das Endspiel ausrichten soll. Es war ursprünglich für den 30. Mai in Istanbul angesetzt.

13:30 Uhr | Sars-CoV-2 womöglich schon länger unterwegs

Derzeit verdichten Hinweise, dass das neuartige Coronavirus nicht erst seit Anfang 2020 weltweit im Umlauf ist. Wissenschaftler der Universität von London veröffentlichten heute eine Studie, wonach es Ende 2019 auftauchte und sich da schon in hohem Tempo rund um die Erde ausbreitete. Bei Analysen von Genproben, die von mehr als 7500 Covid-19-Patienten stammten, seien zudem Mutationen des Virus entdeckt worden.

12:59 Uhr | Kekulé fordert mehr Schutz für Ältere

Der Virologe Alexander Kekulé fordert mehr Schutz vor allem für ältere Menschen, sollten noch weitreichendere Lockerungen beim Infektionsschutz kommen. Sonst komme "es zu einem Anstieg der Neuinfektionen und Todesfälle", schrieb Kekulé in einem Gastbeitrag auf "Zeit Online", der dort heute erschien.

Corona verstehen mit Kekulé
Kekulé gibt auch im MDR regelmäßig Antworten auf Fragen zum Thema. Bildrechte: MDR/dpa

Besonders die Öffnung von Kindertagesstätten und Grundschulen sei "zwangsläufig mit einer Zunahme der epidemischen Aktivität verbunden". Vor allem alte Menschen würden gefährdet. Sie nicht zu schützen, sei "ethisch unvertretbar".

Kekulé plädiert deshalb dafür, Menschen in Altenheimen und ihr Pflegepersonal regelmäßig zu testen und ältere Menschen für ihren Alltag mit professionellen Schutzmasken (FFP2) auszustatten.

12:30 Uhr | Gesundheitsämter unzureichend vorbereitet

Die Gesundheitsämter in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind derzeit nur eingeschränkt in der Lage, künftige Coronavirus-Infektionsketten schnell zu erkennen und zu stoppen. Recherchen der MDR-Wirtschaftsredaktion haben ergeben, dass nur gut ein Drittel der Ämter in Sachsen schon Kontakt-Nachverfolgungsteams in geplanter Personalstärke haben. In Thüringen hat nur knapp die Hälfte der Ämter die Sollstärke in etwa erreicht. Sachsen-Anhalt gab nur Zahlen zum Landesdurchschnitt heraus. Demnach fehlt hier noch gut ein Drittel des vorgesehenen Personals.

Nach einem Bund/Länder-Beschluss vom 25. März 2020 sollen örtliche Gesundheitsdienste pro 20.000 Einwohner mindestens ein Kontakt-Nachverfolgungsteam mit fünf Mitarbeitern haben, um bei einer sprunghaft Zunahme die Infektionsketten zu erkennen und unterbrechen zu können.

12:06 Uhr | Rheinland-Pfalz erlaubt Pflegeheim-Besuche

Nach wochenlangem Besuchsverbot dürfen die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen in Rheinland-Pfalz wieder Angehörige und Freunde empfangen. Das teilte die Landesregierung in Mainz mit. Demnach ist ab morgen für jeweils eine Stunde am Tag der Besuch einer einzelnen Person wieder gestattet, unter Einhaltung von Schutz- und Hygiene-Auflagen. Die Regelung gelte für zunächst für 14 Tage. Verboten bleiben aber Besuche bei Menschen mit Atemwegserkrankungen oder in Heimen, in denen es Covid-19-Fälle gibt.

11:45 Uhr | Auto-Zulassungen im April eingebrochen

Die Zahl der Auto-Neuzulassungen ist im April wegen der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Nach den Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes sank sie im Vergleich zum April 2019 um 61,1 Prozent. Einen Zuwachs von rund zehn Prozent habe es lediglich bei den Elektroauto-Modellen des US-Herstellers Tesla ergeben.

11:32 Uhr | Baltische Länder öffnen ihre Grenzen

Die drei baltischen Staaten öffnen ihre Grenzen zueinander. Lettlands Ministerpräsident Krisjanis Karins gab auf Twitter eine entsprechende Vereinbarung mit Litauen und Estland bekannt, die ab 15. Mai gilt.

11:17 Uhr | EU-Prognose: Rezession ohne Beispiel

Die Wirtschaft der Eurozone könnte wegen der Corona-Krise dieses Jahr um 7,7 Prozent schrumpfen und sich auch im nächsten Jahr nicht vollständig erholen. Diese Prognose legte die EU-Kommission heute in Brüssel vor. Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni sprach von einer beispiellosen Rezession "historischen Ausmaßes". Deutschland könnte dabei mit einem Minus von 6,5 Prozent noch weniger hart getroffen werden als etwa Frankreich und Italien. Im Jahr 2021 soll es dann insgesamt zu einem Wachstum von 6,3 Prozent kommen.

11:04 Uhr | Sportmediziner warnt Sportler

Eine Infektion mit dem Coronavirus beim Sport könnte gefährliche Folgen haben. Davor hat der Sportmediziner Wilhelm Bloch von der Deutschen Sporthochschule Köln im Interview der ARD-"Sportschau" gewarnt - mit Blick auf einen möglichen Neustart des Spielbetriebs und der Trainings in der Fußball-Bundesliga. Auch bei noch jungen Menschen ohne Vorerkrankungen könne Covid-19 einen schweren Verlauf nehmen. Das aber ist noch nicht alles...

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin
Sportmediziner meint: Drosten könnte Recht haben. Bildrechte: dpa

Laut Bloch hat der Virologe Christian Drosten schon im März auf eine weitere Gefahr hingewiesen: Normalerweise vermehre sich das Virus im Rachen und erst später in der Lunge. So habe das Immunsystem etwas Zeit für eine Reaktion, was die Chance auf einen milden Verlauf der Krankheit erhöhe. Deshalb könne eine schnell hohe Virus-Dosis in der Lunge für Sportler gefährlich werden. Bloch: "Wenn man richtig am Schnaufen ist, erhöht sich der Gasaustausch um den Faktor 40", bei Profis noch mehr. Man atme "richtig tief in die Lunge".

10:28 Uhr | Maskenpflicht in Hessen vorerst rechtmäßig

Die sogenannte Maskenpflicht in Hessen ist rechtmäßig. Das hat der Verwaltungsgerichtshof in Kassel in einem heute bekanntgegebenen Eilbeschluss gestern entschieden. Ein Mund-Nase-Schutz könne ein "Baustein" zur Bekämpfung der Pandemie sein (Az.: 8 B 1153/20.N). Wie in den meisten Bundesländern müssen in Hessen die Bürger beim Einkaufen, in Banken und bei der Post sowie im öffentlichen Nahverkehr eine Bedeckung von Mund und Nase tragen. Der Kläge sieht dadurch sein Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit verletzt. Ein Urteil im eigentlichen Verfahren ist noch nicht ergangen. Auch das Oberverwaltungsgericht in Niedersachsen hatte einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht abgewiesen (Az.: 13 MN 119/20).

10:26 Uhr | Mehrwertsteuersenkung für die Gastronomie

Die Bundesregierung hat eine befristete Steuersenkung für Essen in Restaurants und anderen Gaststätten auf den Weg gebracht, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise zu mildern. Das Kabinett billigte am Mittwoch einen Gesetzentwurf, der eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent bis Ende Juni 2021 vorsieht. Dies soll aber nur für Speisen, nicht für Getränke gelten. Der Bundestag muss noch zustimmen.

10:03 Uhr | Wieder viele neue Fälle aus Russland gemeldet

Russland meldet den vierten Tag in Folge mehr als 10.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus. In den vergangenen 24 Stunden sei die Zahl der Fälle um 10.559 auf jetzt 165.929 gestiegen, teilte das Krisenreaktionszentrum des Landes heute Vormittag mit. Damit hat Russland nun die Größenordnung erreicht, in der sich in Deutschland die Fallzahl bewegt. Die Zahl der bekannten Todesfälle durch Covid-19 stieg demnach in Russland nach den offiziellen Angaben um 86 auf 1.537 insgesamt.

09:50 Uhr | Wieder mehr Neuinfektionen an einem Tag

Die Zahl der täglich neu registrierten Coronavirus-Infektionen ist zuletzt wieder etwas höher gewesen als an den Tagen zuvor. Nach unter 700 am Sonntag und Montag lag sie am Dienstag zunächst bei mehr als 855 Fällen. Die unten stehende Grafik zeigt den Verlauf:

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

09:20 Uhr | Viele Infizierte im Gesundheitswesen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter im Gesundheitswesen ist einem Zeitungsbericht zufolge innerhalb von zwei Wochen deutlich gestiegen. Die Zahl der registrierten Fälle habe um mehr als ein Drittel auf 10.101 zugenommen, berichtet die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf Daten des Robert Koch-Instituts. Die Zahl der im Zusammenhang damit verstorbenen Beschäftigten im medizinischen Bereich habe sich seit Mitte April auf 16 verdoppelt. Die tatsächlichen Zahlen könnten demnach aber noch höher liegen, da nur für zwei Drittel aller Coronavirus-Infektionen entsprechend aufgeschlüsselte Daten vorlägen.

09:13 Uhr | Auch Breitensport bald wieder möglich

Neben einem Spielbetrieb mit Auflagen und ohne Zuschauer in den Stadien der 1. und 2. Fußball-Bundesliga will die Politik jetzt auch Breitensport wieder erlauben. Das geht aus der Beschlussvorlage hervor, über die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten in einer Videokonferenz heute ab 11:00 Uhr entscheiden. Bedingung für Breitensport ist demnach unter anderem ein Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern zu gewährleisten.

09:03 Uhr | Debatte um regionale Maßnahmen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält "regional angepasste Maßnahmen" bei der Lockerung der Infektionsschutz-Maßnahmen für verständlich, will aber auch ein weiter gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern. Im ZDF sagte der CDU-Politiker heute Morgen: "Ein zusammenhangloser Flickenteppich schafft Verwirrung." Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält ein individuelles Vorgehen der Länder für gerechtfertigt. Ebenfalls im ZDF sagte er, es gebe eine neue Situation. Die Ansteckungsgefahr sei geringer. Die Verantwortung des Einzelnen müsse wieder gestärkt werden, regionale Aspekte seien stärker zu berücksichtigen.

08:38 Uhr | Mobilfunkbetreiber legt zu

Der Mobilfunkbetreiber Telefonica Deutschland (O2) hat im ersten Quartal dieses Jahres von der höheren Datennutzung in der Corona-Krise profitiert. Bis Ende März sei die mobile Datennutzung im Vergleich zum Vorjahresquartal um 63 Prozent auf 314.000 Terabyte gestiegen. Wie das MDax-Unternehmen am Mittwoch mitteilte, gab es bei den Kunden die Tendenz, in Tarife mit höherem Datenvolumen zu wechseln, wodurch der Umsatz mit Mobilfunk im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent zugelegt habe. Zudem seien von Januar bis März 227.000 neue Vertragskunden hinzugekommen.

08:31 Uhr | Auftragseingang der Industrie fällt stark

Der deutschen Industrie sind in der Corona-Krise viele Aufträge weggebrochen. Der Auftragseingang fiel im März nach Angaben des Statistischen Bundesamts um 15,6 Prozent im Vergleich zum Februar. Das sei der stärkste Rückgang seit 1991, als diese Statistik begonnen worden sei. Im Vergleich zum März 2019 habe der Rückgang bei 16,0 Prozent gelegen. Ökonomen fürchten, dass es sogar noch schlimmer kommt. So sagte etwa DekaBank-Volkswirt Andreas Scheuerle zu den Zahlen: "Der März ist der Tragödie erster Teil."

07:45 Uhr | Die Entwicklungen in Mitteldeutschland

Die Kollegen in den MDR-Landesfunkhäusern tickern auch heute wieder, was in ihren Ländern in der Coronavirus-Krise passiert. Es geht unter anderem um Schulen und Kitas und die Kosten der Corona-Krise für die Kommunen:

07:04 Uhr | Forderungen der Kinderärzte

Kinderärzte-Präsident Thomas Fischbach drängt auf mehr Tempo und ein einheitliches Vorgehen bei der Öfnung von Schulen und Kitas. Sie sollten "bei klugen Maßnahmen zum Infektionsschutz - schneller wieder geöffnet werden", sagte Fischbach der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das werde Lehrern und Erziehern "einiges abverlangen", es sei aber "allemal besser, als die Kinder in ihren vier Wänden verkümmern zu lassen". Dass Länder und Kommunen jeweils eigene Regeln dazu machten, bezeichnete Fischbach als "behördliche Willkür". Es dürfe nicht so sein, dass jede Kita und jede Schule eigene Hygiene-Konzepte entwickeln müsse: "Es wäre Sache von Experten und Politik, gute Konzepte für alle Einrichtungen auf den Tisch zu legen, die dann vor Ort konkret umgesetzt werden können."

06:30 Uhr | Perspektive für Schulen und Kitas

Die Schulen in Deutschland sollen nach und nach wieder geöffnet werden. Das geht aus dem Nachrichtenagenturen vorliegenden Entwurf für die Schaltkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten hervor. Die Schulen sollen demnach bis zu den Sommerferien schrittweise eine Beschulung aller Schüler unter Durchführung entsprechender Hygienemaßnahmen und Einhaltung von Abstandsregeln ermöglichen. Weiter heißt es in dem zwischen Bund und Ländern ausgehandelten Papier, dass ab 11. Mai die Kitas bundesweit eine "erweitere Notbetreuung" anbieten sollen.

06:20 Uhr | Bund plant Rückfall-Klausel

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, ab wann in der Coronavirus-Pandemie wieder Verschärfungen beschlossen werden sollen. Die Auflagen sollen zudem regionalisiert und regionale Beschränkungen dann wieder eingeführt werden, wenn die Zahl der Neuinfektionen in einem Landkreis binnen sieben Tagen die Zahl von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner übersteigt. Das geht aus dem Entwurf für die heutigen Beratung von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten hervor, der mehreren Nachrichtenagenturen bereits vorliegt.

06:22 Uhr | Integrationsbeauftragte fordert Lösungen

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), hat vor der heutigen Konferenz von Bund und Ländern vor falschen Prioritäten gewarnt. "Es kann nicht sein, dass die Wiederöffnung der Bundesliga mehr öffentliche Aufmerksamkeit erhält als Eltern und Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf", sagte sie der "Rheinischen Post". Dauerhaftes "Homeschooling" sei vor allem für Kinder aus bildungsfernen Familien und mit geringen Deutschkenntnissen ein Problem. Es brauche "tragfähige Lösungen, wie Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf so bald wie möglich wieder in den Schulen unterrichtet werden können". Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät heute mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen.

06:08 Uhr | Nachschub von Schutzmasken läuft

Der Nachschub von Schutzausrüstung für medizinisches Personal kommt in Gang. Das geht aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden rund 121 Millionen Masken beschafft und an Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheime verteilt. Zusammen mit eingelagerten Masken hat der Bund nach diese Angaben inzwischen mehr als 306 Millionen Masken gesichert. Wegen der weltweit großen Nachfrage war er im März in die Beschaffung eingestiegen. Dazu wurden Luftfracht-Kapazitäten in das Herstellerland China reserviert. Zudem wurde die Inlandsproduktion durch Preis- und Abnahmegarantien angekurbelt. Der jährliche Maskenbedarf in Deutschland wird auf bis zu zwölf Milliarden Stück geschätzt.

05:09 Uhr | Unerlaubte Besucher im Magdeburger Zoo

Der wieder eröffnete Magdeburger Zoo hat am Wochenende in unerlaubter Weise dutzende Besucher aus anderen Bundesländern gehabt. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurden am Sonnabend und Sonntag vor dem Zoo mehr als 70 Verstöße gegen die Einreise-Beschränkungen festgestellt. Die meisten dieser Gäste seien aus Niedersachsen gekommen. Gegen sie werde nun Anzeige wegen Reisen zu Freizeit-Zwecken erstattet, was als Ordnungswidrigkeit gelte. Wegen der vor dem Zoo abgestellten Fahrzeuge geht die Stadt davon aus, dass tatsächlich noch mehr Leute aus anderen Ländern nach Magdeburg gereist waren.

04:43 Uhr | Scholz nennt Bedingungen für Lufthansa-Hilfen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Bedingungen für eine Beteiligung des Bundes an der Rettung der Lufthansa formuliert. Er sagte am Abend in der ARD, es müsse gewährleistet werden, dass die Steuerzahler nicht nur für die Verluste zuständig seien. Sie müssten auch dabei sein können, wenn es wieder aufwärts gehe. Daneben müsse sichergestellt werden, dass das Unternehmen nicht leichte Beute für andere werde. Konkrete Maßnahmen nannte Scholz nicht. Lufthansa-Chef Spohr hatte zuvor erklärt, sein Unternehmen brauche staatliche Unterstützung, aber keine staatliche Geschäftsführung. Die wegen des Stopps einer Vielzahl von Flügen angeschlagene Lufthansa ist dringend auf Staatshilfen angewiesen. Im Gespräch sind bis zu zehn Milliarden Euro.

03:32 Uhr | Regierung rechnet mit mehr Hartz-IV-Bezug

Die Bundesregierung rechnet wegen der Corona-Krise mit einem starken Anstieg beim Bezug von Hartz-IV-Leistungen. Wie die Funke-Medien melden, geht das aus den Zahlen des Arbeitsministeriums hervor. Danach könnte es in den kommenden sechs Monaten bis zu 1,2 Millionen neue Haushalte mit Hartz-IV-Bezug geben, mit Mehrausgaben von bis zu 9,6 Milliarden Euro. Das Ministerium wies darauf hin, dass die Bewilligung jetzt erleichtert wurde. Bis einschließlich Juni gebe es keine Vermögensprüfungen mehr. Auch das Erscheinen im Jobcenter sei nicht mehr zwingend.

02:30 Uhr | Bund plant weitgehende Lockerungen

Die Bundesregierung will heute mit den Ländern offenbar umfangreiche Lockerungen der Infektionsschutz-Maßnahmen vereinbaren. Wie die Deutsche Presse-Agentur meldet, liegt ihr die Beschlussvorlage des Bundes vor. Demnach will der Bund den Ländern die Verantwortung für Öffnungen überlassen. Weiter heißt es laut dpa, dass alle Schüler schrittweise und unter Auflagen bis zu den Sommerferien wieder in die Schule gehen sollen. Kinder, die wegen ihrer häuslichen Situation oder der technischen Ausstattung zu Hause besonders unterstützt werden müssten, sollten möglichst schnell wieder in die Schulen. Der Vorlage zufolge sollen auch alle Läden wieder öffnen dürfen - ohne Quadratmeter-Begrenzung. Der Profi-Fußball solle den Betrieb ohne Zuschauer noch im Mai aufnehmen können.

01:40 Uhr | Bundestagswahl nur per Brief?

Die Bundesregierung will die nächste Bundestagswahl angeblich gegen mögliche Auswirkungen des Coronavirus absichern. Wie die "Rheinische Post" berichtet, soll die Möglichkeit geschaffen werden, über die Zusammensetzung des Bundestags allein per Briefwahl zu entscheiden. Eine Novelle des Wahlgesetzes solle dafür sorgen, dass die Wahl im Herbst 2021 auch bei einer neuen Pandemie-Welle stattfinden könne. Die Zeitung beruft sich auf Innen- und Rechtsexperten von Union und SPD. Demnach solle auch für die Aufstellung der Kandidaten eine Möglichkeit gefunden werden, die Infektionsschutz garantiere.

01:32 Uhr | Forscher melden Durchbruch

Auf der Suche nach Mitteln gegen das Coronavirus hat das Braunschweiger Helmholtz-Institut einen Durchbruch gemeldet. Dem Forscherteam ist es demnach gelungen, einen Antikörper nachzuweisen, der das Virus am Eindringen in Zellen hindert. Der Teamleiter sagte der "Braunschweiger Zeitung", die Ergebnisse zeigten, dass man auf dem richtigen Weg sei. Ziel der Wissenschaftler sei keine Impfung, sondern eine Arznei zur Behandlung schwer kranker Patienten. Die Suche danach soll noch bis Mitte Juni gehen. Ziel ist es nach Angaben der Forscher, die ersten Patienten im Herbst mit dem neuen Mittel zu behandeln.

00:53 Uhr | Experten zweifeln an Ausreisesperren

Experten des Bundestags zweifeln an der Rechtmäßigkeit der verhängten Ausreise-Beschränkungen. In einem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes heißt es, es gebe Bedenken, dass sich das Verbot von Auslandsreisen mit der Coronavirus-Pandemie begründen lasse. Ein kollabierendes Gesundheitssystem würde zwar dramatische Folgen haben. Von einer Ausreise aus Deutschland gehe aber keine unmittelbare Gefahr für das Gesundheitssystem aus. Das Bundesinnenministerium hatte besagte Anordnung unter anderem mit dem Schutz der Bevölkerung und des deutschen Gesundheitswesens begründet.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. Mai 2020 | 06:00 Uhr