Coronavirus-Ticker 22. April: Ende von Reisebeschränkungen nicht absehbar

Außenminister Maas sieht "keinen einzigen Hinweis", dass die weltweite Reisewarnung aufgehoben werden könnte. Nach Einschätzung der WHO schwächt sich die Ausbreitung des Virus in Westeuropa ab. Das Hamburger Verwaltungsgericht hat die Quadratmeter-Grenze bei der Öffnung von Geschäften für unzulässig erklärt. Alle aktuellen Nachrichten hier im Ticker:

Die Strandkörbe eines Restaurants sind aufgrund der Corona-Krise mit Absperrband geschlossen
Urlaubsreisen sind bis auf Weiteres wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Bildrechte: imago images/Karina Hessland

Unser Ticker am Mittwoch endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse.

22:15 Uhr | Virus bei Hauskatzen in den USA nachgewiesen

Eine Katze vor einem Mann in Schutzanzug
Auch Katzen können sich offenbar mit dem Coronavirus infizieren. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / ITAR-TASS

In den USA ist erstmals das neuartige Coronavirus in Haustieren nachgewiesen worden. Zwei Hauskatzen im Bundesstaat New York seien positiv getestet worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit. Beide Tiere, die an verschiedenen Orten lebten, hätten Atemwegsbeschwerden aufgewiesen. In einem Fall sei der Besitzer der Katze zuvor positiv auf das Virus getestet worden. Im anderen Fall sei keine Infektion im Haushalt bekannt.

Nach Einschätzung der US-Behörden, aber auch laut deutscher Wissenschaftler, gibt es derzeit allerdings keine Beweise dafür, dass Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielen. Es gebe daher keinen Grund für Maßnahmen gegen Haustiere. Erkrankte Personen sollten sich aber von ihren Haustieren und von anderen Tieren fernhalten.

21:30 Uhr | Lockerung von Reisebeschränkungen nicht in Sicht

Heiko Maas (SPD), Bundesaußenminister.
Bundesaußenminister Heiko Maas Bildrechte: dpa

Bundesaußenminister Heiko Maas sieht derzeit "keinen einzigen Hinweis", dass die geltende weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes in absehbarer Zeit wieder aufgehoben werden kann. Der Flugverkehr liege am Boden, die Grenzen seien dicht, in vielen Ländern würden Ausgangssperren gelten, begründete der SPD-Politiker in der ARD diese Einschätzung. "Solange das so bleibt, muss man davon ausgehen, dass die Reisewarnung aufrecht erhalten werden muss."

Die Bundesregierung habe gerade erst Tausende Deutsche aus Urlaubsgebieten zurückgeholt. Eine solche Rückholaktion werde es nicht mehr geben. Die Leute müssten sicher aus dem Urlaub zurückkommen können und dafür brauche es den internationalen Flugverkehr. Der sei derzeit nicht gewährleistet.

Das Auswärtige Amt will Ende des Monats entscheiden, ob die bis zum 3. Mai ausgesprochene Reisewarnung verlängert wird.

21:00 Uhr | Sachsen-Anhalt lockert Öffnungszeiten

In Sachsen-Anhalt dürfen bestimmte Geschäfte während der Corona-Pandemie auch sonntags öffnen. Wie das Landesverwaltungsamt mitteilte, soll so Gedränge von Kunden vermieden werden. Die Regelung gilt bis Mitte Juni und zwar für Supermärkte, Apotheken, Banken, Postfilialen, Reinigungen und Drogerien.

20:46 Uhr | Oberstes Gericht in Bosnien untersagt Ausgangsverbote für einzelne Bevölkerungsgruppen

In Bosnien hat das Oberste Gericht Ausgangsverbote für einzelne Bevölkerungsgruppen für verfassungswidrig erklärt. Die Regierung hatte die Verbote im März für Menschen verhängt, die älter als 65 und jünger als 18 Jahre sind. Das Gericht verwies in seinem Urteil unter anderem auf die Europäische Menschenrechtskonvention.

20:37 Uhr | Erste Todesfälle in Ost-Ukraine

In der von prorussischen Separatisten kontrollierten Ost-Ukraine gibt es die ersten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Ein 60 Jahre alter Mann sei am Mittwoch in Donezk gestorben, teilten örtliche Behörden mit. Er sei bereits in kritischem Zustand in eine Klinik eingeliefert worden. In der benachbarten Luhansker Region starb ein 74-Jähriger mit einer Sars-CoV-2-Infektion. Insgesamt sind in beiden Gebieten mehr als 100 Corona-Fälle registriert worden.

20:34 Uhr | 544 Tote in Frankreich

Frankreich hat am Mittwochabend 544 neue Corona-Todesopfer binnen 24 Stunden gemeldet. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorbenen Patienten liege nun bei 21.340, teilten die französischen Gesundheitsbehörden in Paris mit.

20:22 Uhr | DER Touristik storniert Reisen bis 15. Mai

Der Reiseveranstalter DER Touristik Deutschland hat alle Reisen bis Mitte Mai abgesagt. Das Unternehmen nannte als Grund die aktuellen Informationen der Bundesregierung zur Urlaubsplanung und die weltweit geltende Reisewarnung. Kunden, die für den Zeitraum Mitte Mai bis Ende Juni Reisen gebucht hätten, könnten zudem kostenlos stornieren. Sie bekämen einen Gutschein. Zu DER gehören die Marken Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen.

19:47 Uhr | Französischer Patient verlässt Uniklinik in Dresden

In Dresden ist am Mittwoch ein Covid-19-Patient aus dem Elsass aus dem Uniklinikum entlassen worden. Der 52-Jährige war so schwer erkrankt, dass er zeitweise sogar im künstlichen Koma lag:

19:42 Uhr | Ausbreitung in West-Europa schwächt sich ab

Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind die meisten Ausbrüche in Westeuropa inzwischen stabil oder schwächen sich ab. In Mittel- und Osteuropa, Afrika sowie Mittel- und Südamerika gebe es jedoch besorgniserregende Anstiege, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch. Er stellte außerdem klar: "Dieses Virus wird uns eine lange Zeit beschäftigen."

19:24 Uhr | Sachsen macht Druck bei Kurzarbeitergeld und Mehrwertsteuersenkung

Die sächsische Landesregierung macht sich dafür stark, das Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise anzuheben. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) erklärte auf Twitter, es gebe Bedarf zum Nachsteuern vor allem bei sehr geringen Einkommen. Deshalb unterstütze Sachsen die Bemühungen zu einem Wert von 80 bis 85 Prozent des letzen Nettolohns zu kommen. Zuvor hatte auch Wirtschaftminister Martin Dulig (SPD) bei MDR AKTUELL diese Forderung bekräftigt.

In Berlin spricht am Abend der Koalitionsausschuss über zusätzliche Corona-Hilfen. Aus der Union gibt es Widerstand gegen eine pauschale Anhebung. Derzeit werden 60 Prozent vom Nettolohn gezahlt, Arbeitnehmer mit Kindern bekommen 67 Prozent.

Ministerpräsident Kretschmer sprach sich darüber hinaus für eine Senkung des Mehrwehrtsteuersatzes in der Gastronomie aus:

19:15 Uhr | Isrealisches Parlament stoppt App

In Israel darf die Regierung nicht mehr die Handy-Daten der Bürger nutzen, um Quarantäne-Bestimmungen zu überwachen. Ein Parlamentsausschuss stoppte die Maßnahme. Ein Ausschuss-Mitglied erklärte, man sei zu dem Schluss gekommen, dass der große Schaden für die Privatsphäre schwerer wiege als der Nutzen. Die Regierung hatte die Maßnahme zunächst für einen Monat eingeführt. Für eine Verlängerung sollte die Zustimmung des Parlaments eingeholt werden.

19:11 Uhr | Bundeswehr auch in sächsischem Pflegeheim im Einsatz

Auch in Sachsen wird die Bundeswehr in einem Pflegeheim eingesetzt. Wie der Bürgermeister von Radeberg, Gerhard Lemm, mitteilte, helfen sechs Soldaten in einem Heim der Stadt beim Reinigen, Desinfizieren und Wäsche verteilen. Er selbst habe um die Amtshilfe gebeten. In dem Heim hätten sich 40 Bewohner mit Corona infiziert. Acht Patienten seien bereits verstorben. Mittlerweile gebe es auch elf infizierte Mitarbeiter. Zuvor war bekannt geworden, dass die Truppe in Pflegeheimen in Hamburg hilft.

19:06 Uhr | Fragen und Antworten zu Sozialleistungen

Beim MDR AKTUELL-Hörerforum haben Fachleute Fragen zum Arbeitslosen- und Kurzarbeitergeld beantwortet. Die Antworten zum Nachlesen:

19:00 Uhr | Debatte im Bundestag

Im Bundestag haben die Abgeordneten am Mittwoch die Maßnahmen in der Corona-Krise debattiert. Die Parlamentarier stellten der Bundesregierung dabei auch kritische Fragen:

18:50 Uhr | Italien zählt 25.000 Todesfälle

In Italien hat die Zahl der registrierten Toten die Schwelle von 25.000 überschritten. Der Zivilschutz in Rom berichtete am Mittwoch, dass innerhalb von 24 Stunden 437 neue Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit verzeichnet worden seien. Damit stieg die offizielle Opferzahl auf 25.085. Insgesamt zählten die Behörden seit Februar gut 187.000 Menschen, die positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden waren.

17:50 Uhr | Hamburger Gericht kippt 800-Quadratmeter-Grenze

Das Hamburger Verwaltungsgericht hat in einer Eilentscheidung die Öffnung von Geschäften bis zu einer maximalen Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern für unrechtmäßig erklärt. Es liege "keine gesicherte Tatsachenbasis" für die Argumentation des Hamburger Senats vor, dass von größeren Verkaufsflächen allein eine höhere "Anziehungskraft" ausgehe, erklärte das Gericht am Mittwoch. Diese folge vielmehr "aus der Attraktivität des Warenangebots".

Die Verwaltungsrichter folgten damit dem Antrag der Betreiberin eines Sportartikelgeschäfts, die sich gegen die Begrenzung der zulässigen Verkaufsfläche in der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wehrte.

17:20 Uhr | Gericht: Abstandsregeln gelten auch in Einrichtungen für Asylbewerber

Abstandsregeln zum Schutz vor dem Virus müssen auch in Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber eingehalten werden. Das hat das Verwaltungsgericht Leipzig am Mittwoch entschieden. Konkret ging es um den Fall eines Asylbewerbers, der sich mit einem anderen Mann ein vier Quadratmeter kleines Zimmer in einer Einrichtung im Landkreis Nordsachsen teilen muss. Das Gericht hob die Pflicht des Mannes auf, dort zu wohnen.

Gerade in Asylbewerberunterkünften sei die Verhinderung der Ausbreitung der Krankheit Covid-19 zwingend notwendig, hieß es in der Begründung. Daher müsse für die Bewohner die Möglichkeit bestehen, den Mindestabstand der geltenden sächsischen Corona-Schutz-Verordnung einzuhalten. Die zuständige Landesdirektion Sachsen teilte auf Anfrage mit, dass sie den Beschluss prüfen und dann weitere Schritte einleiten werde.

16:53 Uhr | Bundeswehreinsatz in Pflegeheimen

Die Bundeswehr unterstützt in Hamburg ab sofort das Personal in Pflegeheimen. Wie Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks am Mittwoch mitteilte, stehen dafür bis zu 52 Soldatinnen und Soldaten bereit. Sie seien im Rahmen der Amtshilfe angefordert worden. Zehn Soldaten hätten eine spezielle Sanitätsausbildung, die anderen würden als "Helfer in Uniform" nicht-pflegerische Aufgaben übernehmen und auf diese Weise das Pflegepersonal spürbar entlasten, hieß es.

16:34 Uhr | Steinmeier: "Bleiben starke Volkswirtschaft"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürger auf wirtschaftlich schwierige Zeiten angesichts der Corona-Krise vorbereitet. "Die Zeit wird nicht spurlos an uns vorbeigehen", sagte Steinmeier in einer neuen Videobotschaft.

Wir werden einiges von dem gemeinsam erarbeiteten Wohlstand preisgeben.

Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während eines Statements zur Coronavirus-Pandemie.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Bildrechte: Guido Bergmann/Bundesregierung /dpa

Zugleich zeigte sich der Bundespräsident zuversichtlich, dass sich Deutschland schnell erholen könne. "Wir sind und wir bleiben eine starke Volkswirtschaft - mit Millionen Menschen, die weiter anpacken oder wieder loslegen wollen. So wie wir das Virus gemeinsam besiegen werden, so werden wir uns mit Fleiß und Klugheit auch aus dem wirtschaftlichen Tal gemeinsam wieder herausarbeiten."

16:17 Uhr | Bundesregierung lockert Eltergeld-Regeln

Die Bundesregierung hat am Mittwoch Lockerungen beim Elterngeld beschlossen, damit Bezieher der Leistung wegen der Corona-Pandemie keine Nachteile erleiden. Der beschlossenen Vorlage zufolge sollen Eltern unter anderem ihren Anspruch auf Elterngeld aufschieben können, wenn sie wegen der Corona-Krise beruflich unabkömmlich sind - etwa weil sie im Pflegebereich arbeiten. Eine weitere Neuerung: Wer wegen der Pandemie Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I bezieht, muss nicht mit niedrigeren Elterngeld-Zahlungen rechnen. Bei der Berechnung der Leistungshöhe werden die Monate mit den niedrigeren Bezügen ausgeklammert. Außerdem sollen Eltern den Partnerschaftsbonus nicht verlieren, wenn sie aufgrund der Corona-Krise aktuell mehr oder weniger arbeiten als geplant.

Die Vorschläge sollen noch am Mittwoch in den Bundestag eingebracht werden. Auch der Bundesrat muss noch zustimmen. Die Regelungen sollen dann rückwirkend zum 1. März in Kraft treten.

16:00 Uhr | Spahn weist Grippe-Vergleiche zurück

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Vergleiche der Coronavirus-Pandemie mit einer Grippe-Welle mit drastischen Worten zurückgewiesen. Er sagte am Mittwoch im Bundestag:

Ich habe noch keine Grippe gesehen, die zu Massengräbern in New York geführt hat.

Jens Spahn, CDU Bundesgesundheitsminister
Spahn im Bundestag
Jens Spahn bei seiner Rede im Bundestag. Bildrechte: dpa

Spahn warb außerdem um Verständnis für schwierige politische Entscheidungen in der Corona-Krise. Der CDU-Politiker sagte, "dass wir einander wahrscheinlich viel werden verzeihen müssen in ein paar Monaten". Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik hätten in so kurzer Zeit unter solchen Umständen und Unwägbarkeiten so tiefgreifende Entscheidungen getroffen werden müssen. Neben der Politik werde auch für die Gesellschaft und die Wissenschaft eine Phase kommen, in der man feststelle, dass man vielleicht an der einen oder anderen Stelle falsch gelegen habe oder etwas korrigieren müsse.

15:30 Uhr | NRW erlaubt Öffnung größerer Geschäfte unter Auflagen

Nordrhein-Westfalen erlaubt auch großen Kaufhäusern ab Montag die Öffnung. Die Verkaufsfläche müsse jedoch auf 800 Quadratmeter begrenzt werden, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Unter diesen Bedingungen könnten beispielsweise die angeschlagenen Einkaufscenter von Galeria Karstadt Kaufhof wieder den Betrieb aufnehmen.

15:25 Uhr | TU Dresden erforscht Auswirkungen auf Solo-Selbstständige

An der TU Dresden läuft in Kooperation mit dem King's College London eine Studie zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf Solo-Selbstständige und Unternehmer. Dazu werden online Betroffene in Deutschland, Polen, Spanien und Großbritannien nach den Herausforderungen befragt, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. Aktuell werden Freiwillige gesucht, die Teilnahme ist anonym. Je mehr Teilnehmer es seien, desto aussagekräftiger seien die Ergebnisse, sagte Studienleiterin Dominika Wach, Wissenschaftliche Mitabeiterin der Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie.

15:08 Uhr | Erste Todesfälle in den USA bereits im Februar

In den USA hat es viel früher Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19-Infektionen gegeben als bislang bekannt. Bei der Autopsie von zwei am 6. und am 17. Februar verstorbenen Menschen seien durch das neuartige Coronavirus hervorgerufene Erkrankungen nachgewiesen worden, teilte die Rechtsmedizin des kalifornischen Bezirks Santa Clara mit. Die US-Gesundheitsbehörde CDC bestätigte die Angaben. Die US-Behörden hatten am 29. Februar im Bundesstaat Washington den ersten Toten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet.

14:50 Uhr | Frisieren mit Mund-Nasen-Schutz

Friseure und ihre Kunden müssen nach der Wiedereröffnung der Salons ab 4. Mai einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das zählt zu den Corona-Auflagen für die Branche, die von der zuständigen Berufsgenossenschaft veröffentlicht wurden. Nicht erlaubt sind außerdem bestimmte Dienstleistungen wie Wimpernfärben oder Rasuren. Um die Abstandsregel einhalten zu können, müsse zudem unter Umständen die Zahl der Arbeitsplätze begrenzt werden. Wartebereiche und Spielecken seien zu schließen. Im Kassenbereich müsse ein Schutzschild aufgestellt werden.

14:34 Uhr | Tschechien beendet Ausnamezustand

Tschechien will den wegen der Coronavirus-Pandemie verhängten Ausnahmezustand nicht verlängern. Er sehe dafür keine Gründe, sagte Ministerpräsident Andrej Babiš. Der Notstand war Mitte März verhängt worden und läuft Ende April aus. Auf Ausgangsbeschränkungen dürfte die Entscheidung keine Auswirkungen haben, da diese nicht als Teil der Notstandsgesetze beschlossen worden waren.

14:28 Uhr | "Wirtschaftsweise" immer pessimistischer

Die sogenannten Wirtschaftsweisen blicken jetzt noch skeptischer auf die deutsche Wirtschaft. Der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Lars Feld, sagte dem Wochenblatt "Die Zeit", er rechne für 2020 mit einem Rückgang des Brutto-Inlandprodukts (BIP) von 5,5 Prozent, "und selbst das ist noch optimistisch". Die Bundesregierung geht wegen der Neuverschuldung für dieses Jahr von einem gesamtstaatlichen Defizit von 7,25 Prozent des BIP aus. Im Bericht an die EU hieß es dazu aber auch: "Die Projektion ist aktuell mit sehr hohen Unsicherheiten behaftet."

14:20 Uhr | Maskenpflicht bald in allen Bundesländern

In ganz Deutschland wird spätestens ab Montag eine Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus gelten. Als letztes Bundesland kündigte nun auch Bremen einen entsprechenden Beschluss an.

14:17 Uhr | Diakonie Sachsen fordert Zusagen

Sachsens Diakonie-Chef Dietrich Bauer ist besorgt über steigende Kosten sozialer Träger. Wegen des Coronavirus erhöhte Personal- sowie Reinigungs- und Desinfektionskosten seien bisher durch Spenden aufgefangen oder durch Vorleistung der Träger gedeckt worden. Es fehle aber noch immer an finanziellen staatlichen Zusagen. Kinder- und Jugendhilfe, wie auch die Wohnungsnotfallhilfe zählten zur "kritischen Infrastruktur". Sie müssten arbeitsfähig bleiben.

14.06 Uhr | Zehn Millionen Kurzarbeiter in Frankreich

In Frankreich haben mehr als zehn Millionen Angestellte und Arbeiter der privaten Wirtschaft Kurzarbeit angemeldet. Laut Arbeitsministerium sind die Hälfte der Angestellten betroffen und zwei von sechs Firmen.

13:57 Uhr | Thüringen erlaubt Gottesdienste ab morgen

In Thüringen sind schneller als geplant wieder Versammlungen und Gottesdienste möglich. Bereits ab Donnerstag dürfen sie mit begrenzter Teilnehmerzahl abgehalten werden. Das teilte die Staatskanzlei mit. Demnach sind in geschlossenen Räumen maximal 30 Teilnehmer zugelassen, im Freien bis zu 50. Verpflichtend seien Schutzvorkehrungen wie die Einhaltung des Mindestabstands.

13:47 Uhr | Sachsen-Anhalt: Viertklässler sollen in die Schule

Bei der schrittweisen Aufhebung der Schulschließungen in Sachsen-Anhalt sollen die 4. Klassen ab 4. Mai wieder in den Schulen unterrichtet werden. Das hat Bildungsminister Marco Tullner (CDU) bei einer Online-Fragestunde der "Mitteldeutschen Zeitung" angekündigt. Als Grund nannte er, dass für Viertklässler ein Wechsel auf eine andere Schule anstehe. Sollten die Infektionszahlen nicht wieder steigen, werde es im Mai wohl weitere Schritte geben, um mehr Schüler zurückzuholen.

13:02 Uhr | Kein Kompromiss beim Kurzarbeitergeld

Vor dem Treffen des Koalitionsausschusses heute Abend hat sich im Streit um das Kurzarbeitergeld noch kein Kompromiss abgezeichnet. Eine befristete Erhöhung nur für Geringverdiener, wie von der CDU vorschlagen, lehnte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ab. Er warb im Interview der "Zeit" für die Erhöhung.

Wir müssen an die Arbeitnehmer denken, die Leasingraten, hohe Mieten oder auch Hauskredite zu bezahlen haben.

Bundesarbeitsminister Heil ZEIT ONLINE

Damit könnten "Kaufkraftverluste der Arbeitnehmer reduziert werden, die ja auch der Wirtschaft insgesamt schaden", sagte Heil. Eine Einigung heute wurde nicht mehr erwartet, eher ein weiterer Arbeitsauftrag. Laut "Handelsblatt" wären bei einer Kurzarbeiter-Zahl von im Jahresschnitt 2,6 Millionen die Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit erschöpft.

12:30 Uhr | Lehrer: Heim-Unterricht hängt Schüler ab

In Thüringen befürchten viele Lehrer eine Benachteiligung von leistungsschwachen Schülern beim Unterricht zu Hause. Das ergab eine Umfrage der Universitäten Erfurt und Jena unter rund 1.200 Lehrkräften. Deutliche Probleme erwarten sie demnach vor allem bei Kindern aus Elternhäusern ohne deutsche Muttersprache sowie bei Kindern mit Förderbedarf und schon zuvor geringeren Leistungen. Für den Neustart an den Schulen wünschen sich die Lehrer der Studie zufolge einen raschen Ausbau der Digitalisierung und dazu Fortbildungen.

12:11 Uhr | Weitere Debatten um die Kinderbetreuung

Die Kommunen wollen die Notbetreuung in Kindertagesstätten ausbauen. Der Chef des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte der "Passauer Neuen Presse", der Anspruch solle auch für Kinder gelten, deren Eltern nicht zu Hause arbeiten können und für Alleinerziehende. Wegen des Infektionsschutzes solle es aber nur Gruppen von nicht mehr als fünf Kindern pro Raum geben.

Auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plädiert dafür. Nach ihrem Willen sollte es Notbetreuungen auch für Kinder geben, die von Gewalt oder Vernachlässigung bedroht sind. Für Eltern ohne Anspruch will sie "Lohnausgleichs- und Lohnausfallzahlungen", was auch die Grünen vorschlagen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnte unterdessen vor einer baldigen Wiederaufnahme des normalen Betriebs in den Kitas. Das "würde uns bei der Bekämpfung der Epidemie weit zurückwerfen", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

12:05 Uhr | Neue Infektionen nach Heilung in China

Im chinesischen Wuhan häufen sich die Fälle von erneuten Infektionen nach einer überstandenen Erkrankung. Ärzte in der Millionenstadt, von der aus sich die Pandemie ausgebreitet haben soll, erklärten heute, dass diese Menschen keine Krankheitssymptome zeigten. Sie gelten aber als mögliche Überträger des Virus. Alle waren diesen Angaben zufolge nach ihrer Therapie negativ getestet worden, später jedoch wieder positiv.

12:00 Uhr | Maskenpflicht auch in Nordrhein-Westfalen

Auch Nordrhein-Westfalen führt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus ein. Vom kommenden Montag an sei das Tragen einer Maske beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr verpflichtend, teilte die Landesregierung am Mittwoch mit.

11:37 Uhr | Erntehelfer dürfen jetzt arbeiten

Asylbewerber und Bürger aus Nicht-EU-Ländern dürfen wegen der Personalengpässe in der Corona-Krise ab sofort als Erntehelfer in der Landwirtschaft arbeiten. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilte, hat die Bundesagentur für Arbeit eine "Globalzustimmung" dafür erteilt, die rückwirkend vom 1. April bis Ende Oktober gelte.

11:08 Uhr | Erste Klinik-Studie zu Impfstoff in Deutschland

Das Paul-Ehrlich-Institut hat die erste klinische Untersuchung eines Coronavirus-Impfstoffs in Deutschland zugelassen. Das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel teilte mit, BioNTech aus Mainz könne jetzt seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen testen. Laut Institut ist diese die weltweit vierte genehmigte klinische Studie, die einen möglichen Coronavirus-Impfstoff an Menschen testet.

11:00 Uhr | Maskenpflicht nun doch auch in Niedersachsen

Auch in Niedersachsen wird eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt. Ab kommenden Montag muss im Nahverkehr und in Läden ein Mund-Nase-Schutz getragen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Hannover heute mit. Noch gestern hieß es, man wolle es bei der dringenden Empfehlung belassen.

Älteres Ehepaar mit Mundschutzmasken in einer Straßenbahn.
Immer mehr Länder ordnen Schutz im Nahverkehr und beim Einkaufen an. Bildrechte: MDR/Olga Patlan

10:41 Uhr | Maskenpflicht auch in Brandenburg

Wegen des gemeinsamen Verkehrsverbunds mit Berlin will auch Brandenburg nun eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen einführen. Innenminister Michael Stübgen (CDU) kündigte im Landtag einen Kabinettsbeschluss dazu am Donnerstag an. Anders als viele andere Bundesländer wollte Brandenburg einen Mund-Nase-Schutz beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr zunächst nicht vorschreiben. Nun soll er aber auch im Einzelhandel getragen werden.

10:23 Uhr | Mehr Anrufe bei Frauen-Hilfstelefon

Beim Hilfstelefon "Gewalt gegen Frauen" steigt die Zahl der Anrufe. Das Bundesfamilienministerium erklärte, in der vergangenen Woche seien im Vergleich zu den zwei Wochen davor gut 17 Prozent mehr eingegangen. Expertinnen hatten vor einer Zunahme häuslicher Gewalt gewarnt, wenn durch die Kontaktverbote soziale Kontrolle entfalle.

10:16 Uhr | Zeitung: Viel mehr Tote in Großbritannien

In Großbritannien sind nach einer Analyse der "Financial Times" im Zusammenhang mit dem Coronavirus schon bis zu 41.000 Menschen gestorben. Die Zeitung stützt sich dabei auf Daten der nationalen Statistikbehörde ONS und berücksichtigt auch Todesfälle außerhalb von Krankenhäusern. Die offizielle Zahl hatte gestern bei 17.337 gelegen. Schon am 14. April hatte das ONS aber mitgeteilt, dass der National Health Service (NHS) nur die in Krankenhäusern gemeldeten Todesfälle addiere, die in Alten- und Pflegeheimen der Gemeinden aber nicht.

10:02 Uhr | Polen und Spanien planen Lockerungen

Polen plant weitere Lockerung und erwägt, auch Hotels im Mai wieder öffnen zu lassen. Entschieden werden solle jedoch nicht mehr im April, sagte Regierungssprecher Piotr Muller. Auch Spaniens Regierung will im Mai die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus lockern. Dabei solle aber langsam und schrittweise vorgegangen werden, versicherte Regierungschef Pedro Sanchez. Der Ausnahmezustand solle zunächst noch einmal bis 9. Mai verlängert werden.

09:53 Uhr | UN warnt vor Hungersnöten

Afrikanerinnen
Vor allem in Afrika könnte die Coronavirus laut WFP zu einer "Hunger-Pandemie" führen. Bildrechte: MDR/Beno Bilk

Das Ernährungsprogramm der UNO hat im Weltsicherheitsrat vor Hungersnöten "biblischen Ausmaßes" als eine Folge der Coronavirus-Pandemie gewarnt. Der Direktor des World Food Programs, David Beasley, sagte, die Zahl der Hungernden könne sich jetzt auf gut 270 Millionen Menschen verdoppeln.

Es gebe große Einkommensausfälle in armen Ländern. So sei etwa Äthiopien stark vom Tourismus abhängig, der zusammengebrochen sei. In anderen Ländern in Ostafrika drohen Ernteausfälle, da Heuschrecken wegen fehlender Insektizide nicht bekämpft werden können.

09:38 Uhr | Karliczek: Längere Zeit keinen normale Schule

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) erwartet wegen der Coronavirus-Pandemie längerfristig keinen normalen Schulunterricht in Deutschland. Im Deutschlandfunk sagte sie, notwendig sei deshalb eine Kombination aus Präsenzunterricht und digitalen Lernmethoden. Dabei müsse aber dafür gesorgt werden, dass Schüler vor Ort lernen könnten, für die es schwierig sei, mit digitalen Medien umzugehen.

09:15 Uhr | Sonderprämie für Pflegekräfte fraglich

Es gibt Widerstand gegen eine Finanzierung der geplanten Sonderprämie von 1.500 Euro für Pflegekräfte durch die gesetzliche Pflegeversicherung. Die Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassen-Verbands VDEK, Ulrike Elsner, und der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, sehen nicht die Sozialversicherung in der Pflicht. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" heute berichtet, werden die Kosten von ihnen auf rund eine Milliarde Euro geschätzt. Diese müssten demnach von den Beitragszahlern und Pflegebedürftigen getragen werden.

Eine Pflegekraft kümmert sich in einem Pflegeheim um eine ältere Dame und kontrolliert den Blutdruck.
Die Politik hat den Pflegekräften wegen ihrer besonderen Belastung in der Coronavirus-Pandemie eine Sonderprämie versprochen. Wer sie bezahlt, ist aber unklar. Bildrechte: MDR/dpa

08:54 Uhr | Studien zu Impfstoff in der Schweiz

In der Schweiz ist angeblich ein Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt worden, der möglicherweise noch dieses Jahr eingesetzt werden soll. Der Immunologe Martin Bachmann vom Universitätsspital in Bern will die nötigen Studien und Genehmigungsverfahren schnell durchlaufen, so dass es schon im Oktober Massenimpfungen in der Schweiz geben könne. Die Aufsichtsbehörde Swissmedic bestätigte Gespräche mit Bachmann und anderen Forschern. "Der Zeitplan ist äußerst optimistisch, aber er ist nicht komplett an den Haaren herbeigezogen", sagte Swissmedic-Sprecher Lukas Jaggi.

08:16 Uhr | Forderung nach Öffnung von Spielplätzen

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat die Länder und die Kommunen aufgefordert, Spielplätze schrittweise wieder zu öffnen. Dabei solle in enger Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut vorgegangen werden. Der Bundesgeschäftsführer des Kinderhilfswerks, Holger Hofmann, sagte: "Man sollte gerade die großen, weitläufigen Spielplätze zuerst wieder öffnen." Es mangele vielen Kindern inzwischen an Bewegung und Begegnung mit anderen Kindern.

Abgesperrter Spielplatz in Heimburg bei Blankenburg
Gesperrter Spielplatz in Heimburg in Sachsen-Anhalt Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

08:00 Uhr | Mietwagen für medizinisches Personal

Die Bundesregierung will medizinischem Personal jetzt Mietwagen für den Arbeitsweg finanzieren. Das kündigte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in den Zeitungen der Funke Mediengruppe an. Dem Bericht zufolge werden dafür ab dem kommenden Montag zunächst zwei Monate lang zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Der Leihwagen dürfe bis zu 400 Euro im Monat kosten. Scheuer erklärte, damit helfe man auch Mietwagenfirmen, die derzeit einen massiven Einbruch erlebten.

07:48 Uhr | Mehr als 5.000 Todesopfer in Deutschland

Der Anstieg der Zahl neuer Infektionen in Deutschland hat sich im Vergleich zu den Vortagen wieder etwas beschleunigt, die Zahl der Todesopfer in Deutschland ist über die Marke von 5.000 gestiegen. Das geht aus der Datenbank des "Risklayer"-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Die Daten werden ständig aktualisiert:

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

07:25 Uhr | Die Entwicklungen in Mitteldeutschland

Unsere Kollegen in den Landesfunkhäusern tickern auch heute, was in ihren Ländern in der Coronavirus-Krise passiert. In Sachsen gehen jetzt Abschlussklassen wieder in die Schule. In Sachsen-Anhalt sagen aus Angst vor Infektionen viele Patienten ihre Krankenhaus-Termine ab. In Thüringen sind mit einer Sondergenehmigung rumänische Erntehelfer eingetroffen. Alle Informationen finden Sie hier:

06:42 Uhr | Streit um das Kurzarbeitergeld

Vor der Sitzung des Koalitionsausschusses streiten Union und SPD um die von der SPD geforderte Erhöhung des Kurzarbeitergelds. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil bekräftigte die Forderung seiner Partei, statt 60 bis 67 Prozent des Netto-Verdienstausfalls künftig 80 bis 87 Prozent zu ersetzen. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak lehnte eine generelle Anhebung jedoch ab. Die Union will sie auf Bezieher kleinerer Einkommen beschränken. Die Koalition berät ab Nachmittag im Berliner Kanzleramt über die Lage in der Coronavirus-Pandemie sowie mögliche neue Maßnahmen gegen die Krise.

06:30 Uhr | Studierende in finanziellen Nöten

Die Corona-Beschränkungen bringen viele Studierende in finanzielle Nöte, weil ihre Jobs weggefallen sind. Eine Sprecherin des sächsischen Studentenwerks sagte MDR AKTUELL, beim Härtefall-Fonds gingen täglich mehr als 20 Anträge auf Hilfen ein. An einigen Standorten seien die Mittel aber schon aufgebraucht. Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU) sieht vor allem den Bund in der Pflicht, der überschüssige Bafög-Mittel schnell als Nothilfe einsetzen könne. Zugleich plädierte er dafür, dass die Empfänger einen Teil nur als Darlehen erhalten sollten.

05:25 Uhr | Flüchtlingsunterkunft unter Quarantäne

In Gotha ist eine Flüchtlingsunterkunft unter Quarantäne gestellt worden. Grund ist die gestiegene Zahl an Corona-Fällen unter den Bewohnern. Wie das Landratsamt Gotha mitteilte, wurde bei zwölf Menschen das neue Coronavirus nachgewiesen. In der Unterkunft leben insgesamt 76 Menschen. Die Versorgung und Betreuung der Bewohner ist laut Landratsamt gesichert. Das Gesundheitsamt werde die Tests in der Flüchtlingsunterkunft fortsetzen.

04:28 Uhr | US-Senat stimmt für weiteren Corona-Rettungsschirm

Der US-Senat hat einstimmig für weitere Hilfen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie gestimmt. Der Rettungsschirm hat eine Summe von fast einer halben Billion Dollar. Das Geld soll vor allem kleineren und mittleren Unternehmen helfen, die Zeit der Corona-Pandemie zu überstehen. Auch Geld für Krankenhäuser ist eingeplant. Nun muss das Gesetz noch das Repräsentantenhaus passieren und abschließend von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet werden.

04:17 Uhr | China meldet 30 Neuinfektionen

Die Nationale Gesundheitskommission in China hat 30 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Wie die Behörde weiter mitteilte, sind 23 Infektionen bei Reisenden aus Übersee aufgetreten. Am Dienstag waren elf Infektionen gemeldet worden.

03:23 Uhr | Einwanderungsstopp in USA zunächst für 60 Tage

US-Präsident Donald Trump will die Einwanderung in die USA für zunächst 60 Tage aussetzen. "Diese Pause bei der neuen Einwanderung wird auch dazu beitragen, lebenswichtige medizinische Ressourcen für amerikanischen Bürger vorzuhalten", sagte Trump.

Donald Trump hält im US-Kongress die traditionelle Rede zur Nation
US-Präsident Donald Trump Bildrechte: dpa

Die Regierung werde weitere Maßnahmen prüfen, "um die amerikanischen Arbeiter zu schützen", sagte der Präsident. Das Einwanderungsverbot soll dem Vernehmen nach aber nicht für Menschen gelten, die bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie helfen. Die Verordnung soll vor Ablauf der Frist neu bewertet werden.

02:35 Uhr | Studie: Malariamittel wirkungslos

Forschungen in den USA haben die Wirksamkeit des Malariamittels Hydroxychloroquin bei Covid-19-Patienten untersucht. Die am Dienstag veröffentlichte Studie zeigte, dass das Medikament bei der Bekämpfung des neuen Coronavirus nicht hilft. Die Forscher fanden heraus, dass die Sterberate bei mit der Substanz behandelten Patienten deutlich höher war als bei einer Behandlung ohne dieses Medikament. Die Wissenschaftler hatten Krankenakten von 368 Patienten in US-Kliniken ausgewertet.

01:48 Uhr | Todesopfer in USA binnen einer Woche verdoppelt

In den USA hat sich die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen einer Woche verdoppelt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach gab es bis Dienstag in den Vereinigten Staaten über 45.000 Tote durch Covid-19. Damit haben die USA die meisten Todesopfer in der Coronavirus-Pandemie zu beklagen.

01:05 Uhr | Bundesregierung plant keinen Verzicht auf Ministergehälter

Die Bundesregierung plant wegen der Corona-Krise keine Spende von Ministergehältern. Ein Regierungssprecher sagte der "Bild"-Zeitung, derzeit gebe es kein solches Vorhaben. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte am Montag angekündigt, die Minister seiner Regierungskoalition würden jeweils einen Netto-Monatslohn für wohltätige Zwecke spenden, als Zeichen des Zusammenhalts . Österreich plant zudem weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen:

00:17 Uhr | US-Bundesstaat verklagt China

Der US-Bundesstaat Missouri hat die chinesische Regierung wegen der Coronavirus-Pandemie verklagt. Generalstaatsanwalt Eric Schmitt sagte, Peking habe die Welt über die Krankheit Covid-19 belogen. Außerdem habe das Land zu wenig zur Eindämmung des Virus unternommen. Dies habe zu Erkrankungen, Todesfällen und wirtschaftlichen Schäden weltweit und auch in Missouri geführt. Die Klage richtet sich unter anderem gegen die chinesische Regierung, die Kommunistische Partei Chinas, zahlreiche Ministerien, die Regionalregierung der Provinz Hubei sowie gegen die Stadtverwaltung von Wuhan. Dort war das Virus zuerst aufgetreten.

00:01 Uhr | Streaming-Dienst Netflix gewinnt viele Kunden

Der Streaming-Dienst Netflix hat während der Coronavirus-Pandemie zahlreiche neue Kunden hinzugewonnen. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg die Zahl der Abonnenten in den drei Monaten bis Ende März um 15,8 Millionen. Damit übertraf der Konzern die eigene Prognose und auch die der Analysten. Zum Quartalsende hatte Netflix knapp 183 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um rund 28 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn wurde mehr als verdoppelt.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Radio | 22. April 2020 | 00:00 Uhr