Coronavirus-Pandemie Ticker: Kritik aus Thüringen an 15-km-Empfehlung

Die Einschränkung auf einen 15-Kilometer-Bewegungsradius für Menschen in Corona-Hotspots stößt weiter auf Kritik. Unter anderem Jena stellt sich dagegen. Mit dem Moderna-Impfstoff ist nun ein weiteres Vakzin in der EU zugelassen. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie in unserem Coronavirus-Ticker.

Unser Ticker am Mittwoch, 6. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

19:57 Uhr | Mehr als 1.000 Corona-Tote in Großbritannien

Großbritannien hat erstmals seit April binnen 24 Stunden mehr als 1.000 Corona-Tote verzeichnet. Das britische Gesundheitsministerium teilte mit, seit gestern seien 1.041 Covid-19-Patienten gestorben. Seit Beginn der Pandemie habe es damit über 77.000 Todesfälle gegeben. Zudem gab das Ministerium mit 62.000 einen neuen Tages-Höchststand an Neuinfektionen bekannt.

Großbritannien gehört weltweit zu den am schwersten von der Pandemie betroffenen Ländern. Im Königreich grassiert derzeit eine Mutation des Coronavirus, die als deutlich ansteckender gilt als die bisherige Form.

18:19 Uhr | Millionenmetropole in China abgeriegelt

In der chinesischen Millionenmetropole Shijiazhuang sind mehr als hundert Infektionen mit der neuen Coronavirus-Variante aus Südafrika nachgewiesen worden. Die Provinzhauptstadt von Hebei wurde deshalb am Mittwoch abgeriegelt. Neben zehn Autobahnen war auch ein Busbahnhof von den Maßnahmen betroffen. Alle Schulen der Stadt wurden geschlossen.

Shijiazhuang liegt 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Peking. Im Großraum der Stadt leben etwa elf Millionen Menschen.

17:40 Uhr | Sachsens Wirtschaft gegen Testpflicht für Grenzpendler

Die sächsische Wirtschaft lehnt die angekündigte Testpflicht für Grenzpendler ab. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Chemnitz, Christoph Neuberg, sagte MDR AKTUELL, es gebe zu viele Unklarheiten. So sei nicht geregelt, wer für die Tests verantwortlich sei und wer sie bezahle. Zudem wisse man nicht, ob ein preiswerter Schnelltest ausreiche.

Nach den Worten Neubergs sollte die Landesregierung deshalb auf die Regelung verzichten oder sie grundlegend überarbeiten. Dazu gehöre auch eine Kostenübernahme durch den Freistaat. Bisher ist geplant, dass die 38.000 Pendler aus Polen und Tschechien ab Montag bei der Einreise nach Sachsen regelmäßig einen Test vorlegen.

17:25 Uhr | Ab Freitag verschärfte Kontrollen in Oberhof

Während der Biathlon- und Rodelweltcups in Oberhof in Thüringen wird es Kontrollen an den Zufahrten zur Stadt geben. Das Landratsamt des Landkreises Schmalkalden-Meiningen teilte mit, ab Freitag werde kontrolliert. Besucher müssten damit rechnen, abgewiesen zu werden. Tagestouristen sollten Ausflüge dringend meiden.

Wegen der Pandemie sind Zuschauer bei den Wettkämpfen nicht erlaubt. Das Skistadion ist bereits jetzt abgeriegelt. An den vergangenen Wochenenden waren wegen der Wintersportbedingungen tausende Menschen nach Oberhof gekommen. Das hatte zu teils chaotischen Zuständen geführt.

16:59 Uhr | EU lässt Moderna-Impfstoff zu

Als zweiter Corona-Impfstoff ist ab sofort auch das Mittel des US-Herstellers Moderna in der Europäischen Union zugelassen. Dies entschied die EU-Kommission am Mittwoch auf Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA. Damit kommen bald zusätzliche Impfstoffmengen in Europa auf den Markt.

16:41 Uhr | Kritik aus Thüringen an 15-km-Regel

Der Landrat des Wartburgkreises Reinhard Krebs hat die neue Corona-Beschränkung auf einen 15-Kilometer-Umkreis als unpraktikabel kritisiert. Krebs sprach im MDR von einer Zumutung. Auf dem Land könnten Menschen innerhalb eines solchen Radius nicht alles erledigen. Außerdem sei das Einhalten nicht zu kontrollieren. Auch die Stadt Jena kündigte an, die Empfehlung des Landes vorerst nicht umzusetzen, obwohl der Corona-Inzidenzwert inzwischen wieder über der 200er-Grenze liege. Oberbürgermeister Thomas Nitzsche äußerte zugleich Zweifel, ob eine solche Einschränkung vor Gericht Bestand haben würde.

15:10 Uhr | NRW und Berlin setzen Corona-Maßnahmen um

Der Berliner Senat hat sich auf eine Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen geeinigt. Der Lockdown zur Eindämmung wird entsprechend der Bund-Länder-Einigung bis zum 31. Januar verlängert. Darauf verständigte sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die Infektionsschutzverordnung des Landes wird entsprechend aktualisiert und angepasst und soll voraussichtlich ab Sonntag gelten. Dann greift auch die Verschärfung der Kontaktbeschränkungen mit der neuen Obergrenze für private Zusammenkünfte. Diese sind künftig nur noch im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Ist diese Person alleinerziehend, werden deren Kinder nicht mitgezählt, dürfen also noch dazukommen.

In Nordrhein-Westfalen wird ab kommendem Montag der Präsenzunterricht eingestellt, Kitas betreuen nur noch in eingeschränktem Umfang. Die Kitas waren in NRW vor Weihnachten noch regulär geöffnet. Nur ältere Schüler wechselten komplett in den Distanzunterricht. Die Weihnachtsferien enden in NRW am Montag.

13:35 Uhr | Moderna-Impfstoff vor Zulassung in EU

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs der US-Firma Moderna gegeben. Jetzt fehlt nur noch das Ja der Europäischen Kommission, ihre Zustimmung gilt als sicher. Es wäre die zweite Zulassung für einen Covid-19-Impfstoff in der Europäischen Union.

Eine Dosis des Moderna Impfstoffes
Moderna-Impfstoff Bildrechte: dpa

Kurz vor Weihnachten hatte die EMA mit dem Mittel von Biontech/Pfizer erstmals einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2 genehmigt. Das Serum von Moderna könnte nun die Impfungen weltweit beschleunigen. Es hat eine ähnliche Wirksamkeit wie der Biontech-Impfstoff von über 90 Prozent, muss aber nur bei Temperaturen von minus 20 Grad gekühlt werden, statt der minus 70 Grad beim Biontech-Präparat. In den USA, Kanada und anderen Ländern wird das Moderna-Mittel bereits verabreicht.

Moderna gehört zu den sechs Herstellern, mit denen die EU-Kommission bereits im Herbst Lieferverträge abgeschlossen hatte. Zunächst wurden 80 Millionen Impfstoffdosen für die 27 EU-Staaten bestellt, eine Option sichert weitere 80 Millionen. Wie auch beim Biontech-Mittel sind zwei Dosen für einen umfassenden Schutz vorgesehen.

12:30 Uhr | Spahn: Haben genug Impfstoffe bestellt

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Impfstrategie der Bundesregierung und EU verteidigt. Er zog anderthalb Wochen nach Beginn des Impfprogramms eine erste positive Zwischenbilanz. Es seien bereits 400.000 Menschen in Deutschland geimpft worden, vor allem in Alten- und Pflegeheimen sowie medizinisches und Pflegepersonal. 1,34 Millionen Impfdosen seien bislang an die Bundesländer ausgeliefert worden. Die Länder gingen davon aus, dass bis Ende Januar fast alle Senioren über 80 und Pflegebedürftige in Heimen geimpft werden können.

Spahn sagte zum Problem knapper Impfstoffe, schon im Februar könnte in Marburg eine neue Produktionsstätte für den Biontech-Impfstoff in Betrieb gehen, dann werde es deutlich mehr Kapazitäten geben. Der CDU-Politiker verteidigte die langwierigen Zulassungsverfahren. Er erwarte heute das Ja durch die EU-Behörde für einen Impfstoff des US-Herstellers Moderna. Spahn betonte, Impfen brauche Vertrauen. Zugleich bekräftigte er sein Versprechen, dass bis zum Sommer jedem Menschen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden könne.

Wir haben genug, mehr als genug Impfstoffe bestellt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Die in Großbritannien grassierende mutierte Sars-CoV-2-Version ist nach Worten von Spahn in Deutschland bislang nicht weit verbreitet.

11:35 Uhr | Ferienregelung in Sachsen-Anhalt noch unklar

Sachsen-Anhalt hat noch nicht entschieden, ob die Winterferien vorgezogen werden. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte MDR AKTUELL, darüber werde man in den nächsten Tagen reden. Die Landesregierung wolle die neue Verordnung bis Ende der Woche fertigstellen. Klar sei, dass es in diesem Monat keinen normalen Schul- und Kitabetrieb geben werde. Es sei aber eine Notbetreuung geplant. Thüringen und Sachsen haben bereits entschieden, die Winterferien vorzuziehen. Sachsen kündigte zudem an, eine Ferienwoche auf die Zeit vor Ostern zu verschieben.

11:23 Uhr | FDP will 15-km-Bewegungsradius prüfen lassen

FDP-Generalsekretär Volker Wissing bezweifelt, ob im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort rechtskonform ist. Er sagte im RBB-Inforadio, die Bewegungsfreiheit sei ein hohes Gut. Es gebe keine gesetzliche Grundlage für eine derartige Beschränkung. Zudem wirke sich die Regel sehr unterschiedlich aus. Für Stadtbewohner seien die Folgen gering. Doch für viele Dorfbewohner bedeute der 15-km-Radius, dass sie nicht mehr aus ihrem kleinen Ort herauskommen.

11:04 Uhr | BBC sendet Schulfernsehen

Da in Großbritannien viele Schulen im Lockdown geschlossen sind, hilft die BBC mit Schulfernsehen. Dem Sender zufolge werden jeden Tag drei Stunden Grundschulunterricht gesendet, sowie mindestens zwei Stunden für Schüler weiterführender Schulen. Regierungschef Boris Johnson dankte dem Sender. Das Bildungsministerium kündigte zudem an, eine Million Laptops und Tablets an Schüler zu verteilen, deren Familien sich keine Geräte leisten können.

10:10 Uhr | China hält WHO-Team hin

Die Mission der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in China zur Erforschung des neuartigen Coronavirus verzögert sich offenbar weiter. Das chinesische Außenamt teilte mit, es gebe "nicht nur Visa-Probleme". Die Gespräche über das Datum und die genaue Gestaltung des Besuchs der Experten dauerten an. Von chinesischer Seite heißt es, die Pandemie in der Welt sei noch sehr schlimm. China tue sein Möglichstes, "um ihr vorzubeugen und sie in den Griff zu bekommen". WHO-Chef Tedros Ghebreyesus hatte sich zuvor "sehr enttäuscht" gezeigt, dass Peking noch nicht alle erforderlichen Genehmigungen ausgestellt habe. Die WHO-Experten sollen den Ursprung von Sars-CoV-2 untersuchen, das Ende 2019 erstmals in China aufgetaucht war und sich weltweit verbreitet hatte.

09:45 Uhr | Scholz: Können Lockdown lange durchhalten

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht Deutschland gut gerüstet für die Verlängerung des Lockdowns. Der SPD-Kanzlerkandidat sagte im ARD-Morgenmagazin: "Wir können das lange durchhalten, wir haben Vorsorge getroffen." Deutschland habe in der Vergangenheit gut gewirtschaftet. Zur Verlängerung und Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmen durch Bund und Länder sagte Scholz, es gebe keinen kompletten Stillstand. In Fabriken und vielen Büros werde weiter gearbeitet. Scholz sieht eine bessere finanzielle Lage als nach der großen Finanzkrise 2008. Selbst wenn es sehr schlimm komme, werde die Staatsverschuldung unter den 80 Prozent von damals bleiben.

Dagegen warnte der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla bei MDR AKTUELL vor riesigen wirtschaftlichen Schäden für Deutschland. Diese Folgen durch die falsche Corona-Politik der Bundesregierung seien größer als der Schaden durch Corona selbst.

09:41 Uhr | 150 Milliarden Euro fehlen in der Staatskasse

Die Corona-Krise hat ein großes Loch in die deutsche Staatskasse gerissen. Das Statistische Bundesamt errechnete für die ersten drei Quartale 2020 ein Defizit von 157 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor wurde noch ein Überschuss von 18,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Ausgaben schnellten demnach bis Ende September um knapp zwölf Prozent auf 1,23 Billionen Euro hoch – "hauptsächlich durch die höheren Zuweisungen und Zuschüsse infolge der Corona-Pandemie". Das umfasste vor allem Wirtschafts- und Schuldendiensthilfen, aber auch Zahlungen an Krankenhäuser. Zugleich sanken die Einnahmen um 4,3 Prozent auf 1,07 Billionen Euro, vor allem das Steueraufkommen schrumpfte.

09:15 Uhr | Baden-Württemberg will Kitas und Schulen Mitte Januar öffnen

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann will Kitas und Grundschulen in ihrem Bundesland möglichst ab dem 18. Januar wieder öffnen. Die CDU-Politikerin sagte der Funke Mediengruppe, alle Schulen über weitere Wochen komplett geschlossen zu halten, werde dem Bildungsanspruch nicht gerecht. Auch würden soziale und psychische Folgen durch eine Isolation der Kinder ausgeblendet.

09:01 Uhr | Niederlande starten Impfprogramm

Als letztes Land der EU haben die Niederlande mit Corona-Schutzimpfungen begonnen. Eine Mitarbeiterin eines Pflegeheimes wurde am Mittwochmorgen in Veghel im Südosten des Landes gegen Covid-19 geimpft. Weitere Pfleger und Ärzte sowie Senioren sollen in der ersten Runde folgen. Nach heftiger Kritik hatte die Regierung Fehler bei der Organisation des Impfprogramms eingeräumt. Rund 280.000 Dosen Impfstoff von Biontech-Pfizer lagerten tagelang ungenutzt in einem Zentraldepot. Deutschland und andere EU-Länder hatte schon vor zehn Tagen die Impfungen gestartet.

08:45 Uhr | Kitas erwarten mehr Notbetreuung

Kindertagesstätten rechnen mit einer steigenden Nachfrage nach Notbetreuung. Das ergab eine Recherche von MDR AKTUELL in Leipzig, Dresden und Chemnitz. Dort sind nach Auskunft der Kommunen derzeit zwischen zehn und zwölf Prozent der Kita-Kinder in der Notbetreuung. Die Stadt Leipzig erwartet nach dem Urlaub vieler Familien zum Jahresbeginn spätestens in der kommenden Woche wieder mehr Kinder in den Kitas. Auch die 14 Kitas der Volkssolidarität in Leipzig sehen einen höheren Betreuungsbedarf. Zu Beginn des Lockdowns im Dezember habe die Auslastung bei 15 Prozent gelegen, jetzt seien es schon knapp 20 Prozent.

08:24 Uhr | Grüne fordern mehr mobile Impfteams

Die Grünen fordern eine Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland. Der Arzt und Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen sagte im ARD-Morgenmagazin, er verstehe nicht, warum von den 1,3 Millionen Impfdosen, die seit Dezember im Land seien, bislang erst knapp 25 Prozent verimpft worden seien. Er sprach von einem Wettlauf gegen die Zeit, auch angesichts der Mutation aus England. Dahmen forderte einen Ausbau der mobilen Impfteams, um insbesondere bei der Impfung der Älteren schneller zu werden.

08:00 Uhr | Kretschmer: Bewegungseinschränkung notwendig

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Bewegungseinschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie als notwendig bezeichnet. Kretschmer sagte MDR AKTUELL, um die Mobilität und Kontakte zu reduzieren, brauche man eine solche Regelung. Damit könne man dem Phänomen begegnen, dass alle zur gleichen Zeit in die Sächsische Schweiz oder auf den Fichtelberg Ausflüge machten. Kretschmer sprach von bitteren Nachschärfungen, doch die Infektionszahlen ließen keine Wahl.

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern werden die Kontakte eines Haushalts auf nur noch eine Person eines anderen Haushalts beschränkt und bundesweit gilt ab einer Inzidenz von 200 Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner ein 15-km-Bewegungsradius um die Wohnung. Ausnahmen sind etwa für den Arbeitsweg erlaubt, jedoch nicht für den Einkauf oder Ausflüge.

07:05 Uhr | Sachsen mit eigener Regelung für Winterferien

Nach Thüringen will auch Sachsen wegen der Corona-Pandemie die Winterferien vorziehen. Das teilte Kultusminister Christian Piwarz mit. Die Winterferien würden bereits in der ersten Februarwoche beginnen und zudem auf eine Woche gekürzt. Die zweite Woche solle in der Karwoche vor Ostern nachgeholt werden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte MDR AKTUELL, es müsse verhindert werden, dass sich in Schulen und Kitas eine große Zahl von Menschen treffe. Mehr dazu im regionalen Corona-Ticker von MDR SACHSEN.

Zuvor hatte bereits Thüringen entschieden, die Winterferien zwei Wochen eher beginnen zu lassen. Sachsen-Anhalt hat sich zur Ferienplanung noch nicht geäußert.

06:45 Uhr | Ärzte loben Bund-Länder-Beschlüsse

Deutsche Ärzteverbände unterstützen die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern. Der Präsident der Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, sagte, er sei sehr froh über diese Verschärfung des Infektionsschutzes. Durch die kontinuierlich hohe Anzahl von rund 6.000 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen seien Ärzte und Pfleger am Anschlag. Wichtigstes Ziel sei jetzt, die Fallzahlen zu senken. So gewinne man Zeit und könne währenddessen möglichst viele Menschen impfen. Auch die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hält die Verschärfungen für notwendig.

06:30 Uhr | Kommunen bezweifeln Umsetzbarkeit der 15-km-Regel

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund bezweifelt, dass die strengen Regeln bei der Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots sich umsetzen lassen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Rheinischen Post", es sei fraglich, wie die Begrenzung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer vom Wohnort praktisch überprüft werden könne. Das sei kaum kontrollierbar. Auch sei angesichts der vielen Ausnahmen etwa für Berufspendler der Effekt unklar. Der Deutsche Landkreistag nannte die Einschränkung vor allem für die Menschen im ländlichen Raum sehr belastend und forderte eine Langfriststrategie.

Ähnlich äußerte sich der Landkreistag. Präsident Reinhard Sager nannte einige der neuen Maßnahmen für die Bevölkerung sehr belastend. Dabei treffe die Bewegungseinschränkung vor allem Menschen im ländlichen Raum.

06:20 Uhr | Ethikrat: Impfstart nicht vermasselt

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, wünscht sich bei den Corona-Schutzimpfungen in Deutschland mehr Zuversicht. Der Impfstart sei nicht vermasselt worden, sagte die Münchner Medizinethikerin der "Saarbrücker Zeitung". Es gebe zwar Engpässe, doch das sei zu erwarten gewesen. Mit dem Wissen von heute, die Entscheidungen von gestern zu bewerten, "ist immer schwierig". Nach Auffassung von Buyx ist der Ton in der Debatte "etwas zu negativ".  Kritische Fragen seien in Ordnung. Jetzt müsse aber auch vermittelt werden, "dass wir endlich einen Weg aus der Pandemie vor uns haben".

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, nahm Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegen Kritik in Schutz. Er sagte der "Passauer Neuen Presse", Spahn habe im Sommer sehr wohl auf mehrere Impfstoffkandidaten gesetzt . Doch man habe nicht wissen können, welcher Impfstoff das Rennen machen werde. Vergleiche mit einigen anderen Ländern mit mehr Impfstoff seien nicht hilfreich, sagte der CDU-Politiker. Bund und Länder müssten jetzt an einem Strang ziehen.

06:10 Uhr | DRK verweist auf Hürden beim Impfen

In Sachsen stößt das Rote Kreuz bei der Verteilung des Corona-Impfstoffs an Pflegeheime noch auf Hürden. DRK-Sprecher Kai Kranich sagte MDR AKTUELL, derzeit starteten die mobilen Teams von einem zentralen Lager aus. Das bedeute oft lange Wege in die Landkreise. Dies werde sich aber mit der Eröffnung  regionaler Impfzentren in der kommenden Woche ändern. Das Rote Kreuz müsse sich auch mit dem Pflegeheimen abstimmen, wie dort die Impfbereitschaft sei. Zudem könne ein Impfteam nur dann in ein Heim kommen, wenn es dort in den vergangenen Tagen keinen größeren Corona-Ausbruch gegeben habe. Sachsen hat bislang rund 70.000 Impfdosen erhalten. Davon wurden laut Robert Koch-Institut bislang rund 5.000 in Pflegeheimen und für Klinikpersonal verimpft.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 6. Januar 2021

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. Januar 2021 | 06:00 Uhr