Coronavirus-Pandemie Ticker: Bund will möglicherweise Familienfeiern begrenzen

Die Bundesregierung will Medienberichten zufolge strengere Regeln für private Feiern durchsetzen. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg klagt gegen die Lufthansa und wirft ihr vor, Ticket-Erstattungen zu verschleppen. Regelmäßiges Händewaschen, ausreichende Abstandsregeln – immer weniger Bürger achten darauf. Das ergab eine Umfrage. Die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie hier im Ticker.

Ein Mann steckt eine Wurst in ein Brötchen
Symbolbild für eine Familienfeier. Bildrechte: imago images/Westend61

Unser Ticker am Montag, den 28. September 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zur Pandemie und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:04 Uhr | Medien berichten von Obergrenze für Feiern

Die Bundesregierung will einem Medienbericht zufolge strengere Regeln für private Feiern durchsetzen. Wie die "Bild"-Zeitung am Montagabend unter Berufung auf eine Telefonschalte zwischen dem Bundeskanzleramt und den Chefs der Staatskanzleien der Länder berichtete, sollen private Feiern nach dem Willen der Bundesregierung nur noch mit maximal 25 Personen stattfinden dürfen. Ähnliches meldet auch die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf einen Entwurf. Offen ist, ob die Maximalzahlen für Feiern nur bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte bei den Neuinfektionen gelten sollen. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich am Dienstag über das weitere Vorgehen abstimmen. Familienfeiern gelten als eine der Hauptursachen für die steigenden Infektionszahlen.

21:22 Uhr | Klage gegen Lufthansa eingereicht

Im seit Monaten andauernden Streit um nicht erstattete Flugtickets hat die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg jetzt die Lufthansa verklagt. Die Verbraucherschützer warfen Deutschlands größter Airline am Montag vor, dass sie Rückzahlungen "verschleiert und verschleppt". Lufthansa wollte sich nicht dazu äußern. Der Konzern verwies auf Erstattungen an 6,6 Millionen Kunden. Bis Mitte September seien rund 2,8 Milliarden Euro ausgezahlt worden. Die Zahl der noch offenen Ticketerstattungen sank laut Lufthanse auf 900.000 Vorgänge. Von der Verbraucherzentrale hieß es, gerade ein Unternehmen, das durch staatliche Mittel massiv unterstützt wird, dürfe sich nicht so vor seiner Verantwortung drücken. Ein Retttungspaket der Bundesregierung umfasst neun Milliarden Euro.

20:18 Uhr | EU-Tourismusminister wollen Grenzschließungen vermeiden

Die EU will Grenzschließungen in der Coronavirus-Krise künftig vermeiden. Das sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, in Berlin nach Beratungen mit seinen Ministerkollegen der EU-Staaten. Vielmehr sollten regionale Maßnahmen ergriffen werden. Auch solle es eine engere Abstimmung bei Reisewarnungen, Corona-Tests und Quarantänevorschriften geben. Konkrete Beschlüsse wurden bei den informellen Beratungen der Regierungsvertreter aber nicht gefällt. Für die derzeitigen Reisewarnungen in zahlreiche Länder und Regionen Europas ist das Auswärtige Amt zuständig. Der Posten des Tourismusbeauftragten ist dagegen im Wirtschaftsministerium angesiedelt.

Zwei Männer stehen mit ihren Hunden auf der Karlsbrücke.
Nicht nur für Prag, sondern für ganz Tschechien hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausgesprochen. Bildrechte: dpa

18:53 Uhr | Umfrage: Sorgloser mit Hygieneregeln

Trotz steigender Corona-Zahlen nimmt offenbar der sorglose Umgang mit den Hygiene-Regeln zu. Bei einer Umfrage des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) der Universität Hamburg gaben nur noch 45 Prozent der Befragten an, dass sie die Abstandsregeln beachteten. Nur noch 39 Prozent hielten sich an die empfohlene Handhygiene. Auch gaben die Befragten an, wieder mehr Umarmungen, Küsse und Händeschütteln bei der Begrüßung zu wählen. Nur noch 58 Prozent der Befragten erklärten, das zu vermeiden. Im April seien es noch 77 Prozent gewesen. Auch seien inzwischen weniger Menschen bereit, sich gegen Sars-CoV-2 impfen lassen zu wollen. Im April seien es noch 70 Prozent gewesen, aktuell seien es etwas mehr als die Hälfte.

18:14 Uhr | Russland will Impfstoff auch in Belarus testen

Russland hat eine erste Charge seines Corona-Impfstoffs Sputnik V für klinische Tests nach Belarus geschickt. Ab dem 1. Oktober würden Freiwillige in Belarus geimpft, teilt der russische Staatsfonds RDIF mit. Es ist das erste Mal, dass der in Russland entwickelte Impfstoff im Ausland zum Einsatz kommt.


18:11 Uhr | Berlins Regierender Bürgermeister fordert weitere Hilfen für Studierende

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller prangert an, dass Studierende nur noch bis Ende des Monats Corona-Finanzhilfen vom Bund beantragen können. Die Entscheidung des Bundesbildungsministeriums mache ihn fassungslos, sagte der SPD-Politiker am Montag. Ein Blick auf die steigenden Corona-Fälle reiche, um zu wissen, dass die Pandemie nicht vorbei sei. Bundesweit würden noch immer noch zigtausende Studierende unter ihren Auswirkungen leiden und seien auf finanzielle Unterstützung angewiesen, so Müller. Der Bund zahlte in den vergangenen Monaten rund 60 Millionen Euro sogenannter Überbrückungshilfen an Studenten, die wegen Corona in eine finanzielle Notlage geraten sind. Die Hilfe war auf Juni bis September beschränkt.

Ein Professor hält in einem leerem Hörsaal eine Online-Video-Physik-Vorlesung
Online-Vorlesung in einem leerem Hörsaal. Bildrechte: dpa

17:05 Uhr | Über ein Viertel der Bürger erwartet Zahlungsprobleme

Mehr als ein Viertel der Deutschen fürchtet Zahlungsschwierigkeiten durch die Corona-Krise. Bei einer Umfrage der Unternehmensgruppe Creditreform gaben 28 Prozent der Befragten an, sie seien unsicher, ob sie in den kommenden zwölf Monaten alle finanziellen Verpflichtungen wie Miete, Kredite und Versicherungsbeiträge zahlen könnten. Demnach hatten Ende August hochgerechnet rund 15,5 Millionen Haushalte wegen der Krise weniger Einkommen zur Verfügung. Infolge der angespannten finanziellen Lage änderten viele dieser Verbraucher ihr Konsumverhalten: 55 Prozent der Befragten gaben an, in der Krise auf geringere Lebenshaltungskosten zu achten. Gespart wird vor allem bei Urlaub, Kleidung und Schmuck.

15:05 Uhr | Infizierte Crew auf Kreuzfahrtschiff

Auf einem Schiff der deutschen Kreuzfahrtgesellschaft Tui Cruises sind zwölf Crew-Mitglieder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Unternehmen teilte mit, man habe die Ergebnisse von einem externen Labor erhalten. Keiner der Betroffenen hätte aber Symptome aufgewiesen. Der Teil der Besatzung würde nun an Bord isoliert und noch einmal getestet. Erste Befunde seien negativ ausgefallen. An Bord sind laut Küstenwache über 900 Passagiere und fast 700 Crew-Mitglieder. Griechische Medien berichteten, das Schiff sei am Sonntagabend von der kretischen Hafenstadt Heraklion ausgelaufen. Nach Bekanntwerden der Testergebnisse habe der Kapitän die Reise unterbrochen und vor der kleinen griechischen Insel Milos auf weitere Instruktionen gewartet. Das Schiff soll nun in den Hafen von Piräus fahren.

Das Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 6» hat im Hamburger Hafen festgemacht.
Das Tui-Kreuzfahrtschiff "Mein Schiff 6" - auf diesem Foto im Hamburger Hafen liegend. Bildrechte: dpa

14:30 Uhr | Frankreich plant keinen Lockdown

Die französische Regierung plant trotz hoher Infektions-Zahlen keinen landesweiten Lockdown. Das kündigte Finanzminister Bruno Le Maire nach einer Kabinettssitzung an. Am Sonntag wurden in Frankreich 11.123 neue Coronavirus-Fälle registriert. Der Höchstwert lag vergangene Woche bei über 16.000 Neuinfektionen.

12:40 Uhr | Hamm bleibt Corona-Hotspot

In Hamm in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Corona-Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf einen Wert von 112,2 gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Hamm bleibt damit bundesweit der Corona-Hotspot. Das Landeszentrum Gesundheit NRW schätzte die Zahl der akut Infizierten heute auf 230. Als Ursache für den Corona-Ausbruch gelten eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste. Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, müssen in der Stadt private Feiern mit mehr als 50 Gästen genehmigt werden.

12:25 Uhr | Sizilien kündigt Schnelltests für Einreisende an

Sizilien hat Corona-Schnelltests für alle Menschen angekündigt, die aus dem Ausland einreisen. Außerdem müssen sie sich auf einer Internetseite der Region anmelden – oder bei einem Arzt. Ab Mittwoch gilt im Freien eine Maskenpflicht für alle Personen über sechs Jahre, sobald ein fremder Mensch in der Nähe ist. Die neuen Regelungen gelten zunächst bis zum 30. Oktober.

11:38 Uhr | Melbourne lockert Corona-Auflagen

Nach fast zwei Monaten ist in Australiens zweitgrößter Stadt Melbourne die nächtliche Corona-Ausgangssperre aufgehoben worden. Für die fünf Millionen Einwohner der Hauptstadt des Bundesstaats Victoria gelten den Behörden zufolge aber weiter Einschränkungen. Sie dürfen sich nicht weiter als fünf Kilometer von ihrem Zuhause entfernen und ihr Haus auch nur für bestimmte Tätigkeiten verlassen. Nicht dringend benötigte Geschäfte bleiben weiter geschlossen, Restaurants dürfen ihr Essen nur zum Mitnehmen anbieten. Beschränkungen für andere Wirtschaftszweige wie die Baubranche und Fabriken wurden aufgehoben. Kitas dürfen wieder öffnen und auch religiöse Zeremonien sind in kleinem Rahmen wieder erlaubt.

Victoria ist der am schwersten von Corona betroffene Bundesstaat Australiens. Heute hatten die Behörden mit fünf Fällen die niedrigste Zahl an Corona-Neuansteckungen seit Mitte Juni gemeldet.

11:24 Uhr | "Alarmierende" Ansteckungsrate in New York

In New York wächst die Angst vor einer neuen Corona-Welle. Die Gesundheitsbehörde meldete eine "alarmierende" Ansteckungsrate in einigen Vierteln der US-Millionenmetropole. In sechs Vierteln im Stadtteil Brooklyn sowie in zwei weiteren in Queens sei die Rate zuletzt angestiegen. Besorgt ist die Behörde vor allem über die Ausbreitung des Virus in Vierteln mit jüdisch-orthodoxer Bevölkerung. Die Zunahme dort fiel mit den jüdischen Feiertagen zusammen, die heute mit Jom Kippur ihren Höhepunkt erreichen. Obwohl in den Vierteln orthodoxer Juden nur sieben Prozent der Stadtbevölkerung lebten, seien auf sie 23 Prozent der Corona-Neuinfektionen zurückzuführen, erklärte die Gesundheitsbehörde. In New York waren im Frühjahr mehr als 23.000 Menschen, die sich mit Sars-CoV-2 infiziert hatten, gestorben.

11:13 Uhr | Aufruf zum Wählen in Tschechien

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat die Bürger seines Landes aufgefordert, trotz der Corona-Pandemie wählen zu gehen. "Hebt verdammt nochmal euren Hintern", sagte der 76-Jährige in einem Radiointerview. Andernfalls könnten Politiker gewinnen, die man "im Leben nicht" haben wolle. In Tschechien finden am Freitag und Samstag Regionalwahlen sowie Ergänzungswahlen zum Senat – dem Oberhaus des Parlaments – statt. Die Corona-Zahlen im Land waren zuletzt stark angestiegen. Am Sonntag kamen laut Gesundheitsministerium 1.305 Fälle hinzu. Das war der höchste Zuwachs an einem Sonntag seit Beginn der Pandemie. Deutschland hatte vergangene Woche für ganz Tschechien eine Reisewarnung ausgesprochen.

10:03 Uhr | Virtueller G20-Gipfel im November

Der für Ende November geplante G20-Gipfel findet als Videokonferenz statt. Das teilte das Gastgeberland Saudi-Arabien heute mit. Den Vorsitz werde König Salman bin Abdulasis Al Saud haben, erklärte das Königshaus in Riad. Bei dem Gipfel sollten die "Schwachstellen" in der globalen Wirtschaft angesprochen werden, die die Corona-Pandemie aufgedeckt habe. Die G20 sind ein Zusammenschluss der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

09:30 Uhr | Tui bietet Pauschalreisen auf die Kanaren an

Trotz Reisewarnung der Bundesregierung will Tui ab 3. Oktober wieder Reisen auf die zu Spanien gehörenden kanarischen Inseln anbieten. Der Deutschland-Chef des Tourismus-Konzerns, Marek Andryszak, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, die Kunden sollten entscheiden können, ob sie ihren Urlaub trotz einer möglichen Quarantäne nach der Heimkehr antreten: "Wir gehen fest davon aus, dass viele Kunden das genau abwägen werden." Er glaube, dass durch die Möglichkeit, sich testen zu lassen, viele Kunden ihren Urlaub trotzdem antreten werden. Mit dem Angebot stelle man sich nicht gegen die Bundesregierung. Bei Reisewarnungen handele es sich schließlich nicht um ein Verbot, sondern um eine Empfehlung, vorsichtig zu sein.

09:10 Uhr | SC Magdeburg will wirtschaftlich überleben

Für den Handball-Bundesligisten SC Magdeburg geht es in der neuen Saison "darum, die Handball Magdeburg GmbH wirtschaftlich über die Pandemie zu retten". Das sagte Trainer Bennet Wiegert vor dem ersten Spiel am Donnerstag gegen den Bergischen HC. Die Behörden haben dafür 2.000 Zuschauer in der Magdeburger Getec-Arena genehmigt, weit unter der Kapazität von 6.600 Besuchern. Mannschaftskapitän Christian O'Sullivan sagte: "Wir hoffen sehr, dass zum Auftakt 2.000 Leute kommen und wir dann vor mehr und mehr Zuschauern spielen dürfen. Aber die Gesundheit ist wichtiger." Auch für SCM-Geschäftsführer Marc-Hendrik Schmedt sind Zuschauer für das finanzielle Überleben des Vereins ein entscheidender Faktor: Doch "wenn wir uns nicht an die Regeln halten, kann auch ganz schnell wieder Schluss sein".

08:11 Uhr | Grüne wollen kleineren Geschäften helfen

Kleinere Geschäfte sollen nach Ansicht der Grünen in der Corona-Krise ihre Mieten neu aushandeln dürfen. Bundestags-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte: "Viele kleine Läden oder Cafés stehen durch die heftigen Einbrüche, die ihnen die erste Corona-Welle beschert hat, immer noch am Rande ihrer wirtschaftlichen Existenz." Wenn in den Innenstädten nicht nur große Geschäfte überleben sollten, müsse jetzt gehandelt werden. Nach einem Antrag, den die Fraktion heute Abend beschließen will, sollen bei behördlichen Beschränkungen wegen der Pandemie gewerbliche Mieter ihre Pacht oder die Miete anpassen können und ein Sonderkündigungsrecht bekommen.

07:54 Uhr | Falsche Maskenpflicht-Atteste von Ärzten

Die Ärztekammer Nordrhein hat sieben Ärzte im Visier, die falsche Atteste angeboten oder ausgestellt haben sollen, um Patienten von der Maskenpflicht zu befreien. Nach Angaben einer Sprecherin laufen berufsrechtliche Verfahren. Auch die zweite Ärztekammer in Nordrhein-Westfalen, die in Westfalen-Lippe, hat einige Ärzte ausgemacht, die entsprechende Offerten gemacht haben sollen. Hier sagte ein Sprecher, es sei bislang bei Hinweisen an die Mediziner geblieben.

07:38 Uhr | Kritik an überfüllten S-Bahnen

Die Deutsche Bahn hat an S-Bahn-Kunden in Mitteldeutschland appelliert, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Auf eine Anfrage von MDR AKTUELL wegen Kritk an vollen Zügen teilte die Bahn mit, die Abstandsregeln könnten nicht immer und überall eingehalten werden. Eigenverantwortung heiße auch, bei überfüllten Bahnen vielleicht auch einmal abzuwarten und später zu fahren. Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte unzureichenden Platz in den Zügen kritisiert. Der Pro-Bahn-Referent für den Raum Halle/Leipzig, Carsten Schulze-Griesbach, sagte MDR AKTUELL, das Zugangebot reiche ganz einfach nicht aus.

07:00 Uhr | Zeitung: Söder legt Leitfaden vor

Bayerns Regierungschef Markus Söder will nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" einen Leitfaden für den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie vorlegen. "Wir brauchen jetzt ein verbindliches, verhältnismäßiges und verlässliches Regelwerk für den Winter", sagte der CSU-Chef der Zeitung vor der am morgen geplanten Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Kern des Konzepts sind dem Bericht zufolge eine "Warnampel" für alle Länder mit Vorgaben, welche Maßnahmen die Kommunen ergreifen sollen, wenn die Ansteckungszahl bestimmte Grenzwerte überschreitet.

06:42 Uhr | Nasenspray hemmt Viren-Wachstum

Die australische Biotechfirma Ena Respiratory hat in Tierversuchen festgestellt, dass ein von ihr entwickeltes Nasenspray das Wachstum von Coronaviren hemmt. Wie das Unternehmen mitteilte, war das Spray eigentlich entwickelt worden, um das Immunsystem besser gegen Erkältungs- und Grippeviren zu wappnen. In einer Studie an Frettchen habe sich aber gezeigt, dass es auch die Menge der neuartigen Coronaviren um bis zu 96 Prozent senken könne. In einigen Monaten könnten Tests an Menschen beginnen und das Spray später etwa in Kombination mit einem Impfstoff eingesetzt werden.

06:10 Uhr | "Times": Schärfere Beschränkungen in London

Die britische Regierung plant angeblich schärfere Beschränkungen für das gesellschaftliche Leben. Nach einem Bericht der "Times" könnten ein Großteil des Nordens und möglicherweise London betroffen sein. So soll etwa die Gastronomie zunächst für zwei Wochen komplett schließen. Schulen und Geschäfte aber offen bleiben, ebenso Fabriken und Büros, in denen die Mitarbeiter nicht von zu Hause arbeiten könnten.

06:00 Uhr | Mehr als sechs Millionen Infektionen in Indien

In Indien ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen auf mehr als sechs Millionen gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete zuletzt 82.170 Neuinfektionen in 24 Stunden. Die Zahl der mit dem Virus im Zusammenhang stehende Todesfälle stieg demnach um 1.039 auf 95.542 innerhalb eines Tages. Indien ist nach den USA von der Pandemie weltweit am stärksten betroffen.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. September 2020 | 16:30 Uhr