Coronavirus-Pandemie Corona-Ticker: Kretschmer: Keine großen Verschärfungen - aber mehr Kontrollen

Sachsens Ministerpräsident will keine erheblichen Verschärfungen des Lockdowns. Die EU will auf ihrem Gipfel auch über einen Impfpass beraten. Der Virologe Drosten warnt bei einer neu entdeckten Virus-Mutation vor Panik. Die Verdoppelung der Kinderkrankengeld-Tage hat den Bundesrat passiert. In Deutschland soll systematisch nach hochansteckenden Virusmutationen gesucht werden.

Unser Ticker am Montag, 18. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:47 Uhr | Biontech konkretisiert Angaben zu gedrosselter Impfstoff-Lieferung

Das Mainzer Unternehmen Biontech hat genauere Angaben zu den vorübergehend geringeren Impfstoff-Lieferungen vorgelegt. Wie aus dem Lieferplan hervorgeht, der auf der Gesundheitsministerkonferenz vorgestellt wurde, werden in dieser Woche 842.400 Dosen geliefert. Das sind 40.000 mehr als geplant. In der Woche vom 25. Januar soll Deutschland dann nur 485.550 Dosen bekommen, etwas mehr als die Hälfte der geplanten Menge. Alle Angaben beziehen sich inzwischen auf die Entnahme von sechs statt der ursprünglich geplanten fünf Dosen aus einer Ampulle.

In den ersten drei Februarwochen will Biontech mit 684.450 bzw. zwei Mal 742.950 Dosen immer noch weniger als die vereinbarten rund 800.000 Einheiten liefern. Hintergrund sind Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs, die höhere Produktionskapazitäten schaffen sollen. Ab dem 22. Februar stellt Biontech dann mehr Impfstoff in Aussicht, zunächst 906.750 Dosen pro Woche.

22:01 Uhr | Wissenschaftler fordern härteren Lockdown

Mehrere Wissenschaftler haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten eindringlich vor der Gefahr der Coronavirus-Mutationen gewarnt und harte Maßnahmen gefordert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Teilnehmerkreise einer Videokonferenz von Politikern und Experten.

So hätten die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann und der Helmholtz-Infektionsforscher Michael Meyer-Hermann gefordert, die Infektionszahlen schnell nach unten zu drücken. Der Direktor des European Bioinformatics Institute Cambridge, Rolf Apweiler, warnte, dass die in Großbritannien festgestellte Virus-Variante für sechs bis achtmal mehr Corona-Fälle im Monat sorge als das herkömmliche Virus.

Der Berliner Mobilitätsforscher Kai Nagel von der TU Berlin habe mit verschiedenen Modellen dargelegt, welche Auswirkungen mögliche Öffnungsschritte hätten. Zugleich habe er aufgezeigt, dass der Ansteckungsfaktor zuhause oder in der Freizeit fast drei Mal so hoch sei, wie auf der Arbeit oder  in Schulen. Daher sei eine strikte Einschränkung von Aktivitäten außer Haus, eine Ausgangssperre am Abend sowie FFP2-Maskenpflicht am Arbeitsplatz für sinnvoll. Wenn man Schulen öffne, sollten die Klassen halbiert werden und alle Kinder FFP2-Masken tragen.

21:05 Uhr | Kretschmer: Keine großen Verschärfungen - aber mehr Kontrollen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer schließt eine erhebliche Verschärfung des Lockdowns im Freistaat aus. Kretschmer sagte im MDR FERNSEHEN, es werde keine Schließung der Betriebe und keine Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs geben. Ein Lockdown für die Wirtschaft würde diese ruinieren. Zugleich kündigte Kretschmer eine Verschärfung der Kontrollen von Corona-Regeln an: "Wir sind nicht mehr in der Situation, wo wir um etwas bitten."

Kretschmer erklärte: "Wir sind noch weit von dem entfernt, was wir erreichen müssen." Die Dramatik nehme aber nicht weiter zu. Man wolle lockern und Kitas und Schulen wieder öffnen. Dafür müsse aber die Kontaktverfolgung möglich sein. Mit Blick auf Öffnungen von Gaststätten und Hotels nannte Kretschmer den Zeitraum Ostern oder danach.

20:41 Uhr | EU will über Corona-Impfprivilegien beraten

Die Staats- und Regierungschefs der EU werden auf ihrem Videogipfel am Donnerstag über einen europäischen Corona-Impfpass und mögliche Privilegien für Geimpfte beraten. "Der Prozess des Impfens eröffnet die Debatte über Zertifikate", schrieb EU-Ratschef Charles Michel in seinem Einladungsschreiben an die Teilnehmer. Man werde diskutieren, ob unter welchen Umständen Corona-Impfausweise genutzt werden könnten.

Michel betonte, oberste Priorität habe aber die Beschleunigung der Impfungen. Die EU-Kommission werde den Stand der Impfstofflieferungen, der Steigerung der Produktionskapazität und bei der gerechten Verteilung darlegen. Außerdem sei angesichts Coronavirus-Mutationen Wachsamkeit geboten. Es gelte, Tests und Nachverfolgung aufrecht zu erhalten und gleichzeitig Grenzübertritte in der EU weiter zu ermöglichen.

20:20 Uhr | MDR-Wissen bietet mehr Lern-Videos an

Der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK hat seine Lernangebote im Netz erweitert. MDR Wissen produziert nun in Kooperation mit der Kinder-Uni Leipzig noch mehr Lern-Videos, die Lust auf Wissenschaft machen sollen.

19:35 Uhr | Drosten warnt vor Panik bei Virus-Mutation

Der Virologe Christian Drosten hat angesichts einer in Garmisch-Patenkirchen entdeckten Virus-Variante vor Panik gewarnt. Der Mediziner der Charité schrieb auf Twitter: "Nur zur Klarstellung: Wir haben keinerlei Hinweis auf eine besondere Mutation." Er erwarte da im Moment auch keine Überraschungen. Es gebe "keinen Grund zur Sorge".

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin
Christian Drosten Bildrechte: dpa

Bei einem Corona-Ausbruch im Klinikum Garmisch-Patenkirchen war eine neue Variante des Virus festgestellt worden. Diese wird derzeit in der Charité untersucht. Nach ersten Zwischenergebnissen handelt es sich weder um die britische, südafrikanische noch die brasilianische Variante. Auch der Vizechef der bayerischen Klinik, Clemens Stockklausner, mahnt zur Besonnenheit: "Wir haben im Moment eine kleine Punkt-Mutation, die weltweit aber auch in Deutschland schon mehrfach beschrieben wurde, entdeckt und es ist absolut nicht klar, ob daraus eine klinische Relevanz entsteht."

19:00 Uhr | Verkehrsminister gegen Herunterfahren des ÖPNV

Die Verkehrsminister der Länder haben sich vor den morgigen Beratungen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin gegen ein Herunterfahren von Öffentlichem Nahverkehr und Fernverkehr ausgesprochen. Mobilität sei auch in der Corona-Krise ein hohes Gut der Daseinsvorsorge, erklärte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Bremens Senatorin Maike Schaefer, nach einem Treffen am Montag.

Auf eine Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken konnten sich die Länderminister laut Schaefer nicht einigen. Zu viele Dinge seien ungeklärt. Außerdem habe man sich mit einem Rettungsschirm für den ÖPNV beschäftigt. Am Freitag wolle man bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Zuschüsse für 2021 einfordern.

18:43 Uhr | Virus-Mutation nun auch in Tschechien - Notstand verlängert

Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation ist nun auch nachweislich in Tschechien angekommen. Das teilten die Gesundheitsbehörden in Prag mit. Gesundheitsminister Jan Blatny sagte: "Es scheint, dass derzeit etwa zehn Prozent aller Proben, die wir untersuchen, diese Virusvariante enthalten."

Unterdessen beschloss die Regierung, den wegen der Corona-Pandemie verhängten Notstand erneut zu verlängern. Innenminister Jan Hamacek erklärte, dazu gebe es keine Alternative. Das Parlament muss noch zustimmen. Der neue Notstand soll bis zum 21. Februar dauern. Er ermöglicht, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen.

Derzeit dürfen sich maximal zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen. Die Zahl der Neuinfektionen ist zuletzt deutlich gesunken. Am Montag meldeten die Behörden 2.618 Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das sind gemessen an der Einwohnerzahl rund eineinhalb mal so viele wie in Deutschland.

18:20 Uhr | Pharmakologe: Ohne Verschärfung dauert Lockdown in Sachsen bis März

Würde Sachsen die jetzigen Corona-Beschränkungen beibehalten und nicht weiter verschärfen, dann würde der Schwellen-Inzidenzwert von 50 nach Berechnungen des Pharmazie-Professors Thorsten Lehr frühestens Anfang März erreicht werden. Lehr sagte dem MDR: "Leider ist Sachsen trauriger Spitzenreiter." Das Infektionsgeschehen mit den jetzigen Maßnahmen abzubremsen, werde in Sachsen mit am längsten dauern. Andere Bundesländer würden den Schwellenwert von 50 bereits Anfang Februar unterschreiten, Bremen beispielsweise. Lehr hat für seine Berechungen einen Covid-Simulator entwickelt.

17:48 Uhr | Update: Sachsens Impfstoff reicht bis Montag

In Sachsen kann voraussichtlich bis kommenden Montag gegen das Coronavirus geimpft werden. Gesundheitsministerin Petra Köpping teilte am Nachmittag mit, heute sei eine weitere Lieferung mit 34.000 Impfdosen im Freistaat angekommen. Wegen der Lieferdrosselung beim Hersteller Biontech/Pfizer werde es dennoch zu einem temporären Stopp bei den Erstimpfungen kommen. Alle Zweitimpfungen können hingegen planmäßig verabreicht werden.

Noch am Morgen hatte Köpping dem MDR gesagt, dass die Impfungen nur bis Donnerstag reichen würden.

17:18 Uhr | FFP2-Maskenproduktion auf Hochtouren

In Deutschland wird nach Angaben des Wirtschaftsministeriums  die Produktion von FFP2-Schutzmasken massiv ausgebaut. Eine Sprecherin sagte, allein durch staatliche Förderung werde eine Produktionskapazität von 6,6 Milliarden Schutzmasken jährlich angeschoben. Davon entfielen 5,1 Milliarden auf sogenannte OP-Masken, 1,5 Milliarden auf FFP2- und FFP3-Masken. Bereits jetzt stünden Kapazitäten für die Produktion von rund 750 Millionen FFP2/3-Masken bereit. Das Ministerium schätzt, dass zusammen mit der nicht geförderten Masken-Produktion "im Laufe des Jahres 2021 Produktionskapazitäten für zehn Milliarden Masken" vorhanden sein werden. Zusätzlich würden weiter Schutzmasken in hohen Stückzahlen aus China eingeführt.

Das Gesundheitsministerium hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass es keine Berichte über Versorgungsengpässe gebe. Bei den Bund-Länder-Gesprächen am Dienstag soll es auch um eine bundesweite FFP2-Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel gehen.

16:43 Uhr | SPD-Länderchefs für Lockdown-Verlängerung

Die Ministerpräsidenten der von der SPD geführten Bundesländer sind für eine Verlängerung des Lockdowns um zwei Wochen bis Mitte Februar. Das teilte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach Vorgesprächen der sozialdemokratischen Regierungschefs mit. Dies müsse aber zugleich an Wirtschaftshilfen gekoppelt werden. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig erklärte, ob es weitere Verschärfungen geben müsse, hänge für sie von den Erkenntnissen der Wissenschaftler ab. Sie erwarte, dass diese noch am Abend mehr Informationen an die Politik geben.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sprach sich für eine Verlängerung bis Mitte Februar aus. Söder sagte dem "Münchner Merkur", bis dahin sei auch klar, wie sich die in Großbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus in Deutschland entwickle.

16:20 Uhr | Ramelow für regelmäßige Tests in Betrieben

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow fordert regelmäßige Corona-Tests für Mitarbeiter in Unternehmen. Ramelow sagte, man müsse dafür sorgen, dass jeder Betrieb in die Lage versetzt werde, seine Mitarbeiter testen lassen zu können. Der Linke-Politiker plädiert dafür, die Abgabebeschränkungen für Antigen-Schnelltests deutlich zu lockern. Es gebe genügend Tests, sagte Ramelow. Daran scheitere es derzeit nicht mehr. Bisher sei es aber für Firmen schwierig, an Tests zu kommen.

Ramelow schlägt zudem eine Testpflicht an Schulen vor. So sollten sich Schüler und Lehrer regelmäßig testen lassen: "Wünschenswert wäre zweimal die Woche. Aber praktisch dürfte es im Moment sein, wenn wir es einmal die Woche hinbekommen."

16:10 Uhr | Bund plant Aufstockung der Unternehmenshilfen

Die Bundesregierung will die Corona-Hilfen für Unternehmen aufstocken und Anträge dafür vereinfachen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagte, man wolle die maximale Fördersumme auf 1,5 Millionen Euro pro Unternehmen erhöhen. Zudem sollten auch größere Firmen einbezogen werden. Mit dem Programm könnten sich Unternehmen einen Großteil ihrer Fixkosten ersetzen lassen. Unternehmen und Verbände kritisieren seit Langem, die Antragsbedingungen für die Hilfen seien zu bürokratisch, und das Geld fließe zu langsam.

15:30 Uhr | Ausweitung der Kinderkrankengeld-Tage passiert Bundesrat

Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat in einer Sondersitzung der Verdoppelung der Kinderkrankengeld-Tage zugestimmt. Damit erhält jeder Elternteil 20 anstatt 10 Tage mit Anspruch auf Kinderkrankengeld, bei Alleinerziehenden gibt es 40 anstatt 20 Tage. Dem Beschluss zufolge können die Tage auch dann eingesetzt werden, wenn Eltern coronabedingt für die Kinderbetreuung zu Hause bleiben müssen.

Nach dem Bundesratsbeschluss muss das Gesetz noch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnet werden. Dann kann es rückwirkend zum 5. Januar in Kraft treten.

15:22 Uhr | Europäischer Ethikrat für mehr Tests

Der Europäische Ethikrat hat sich für regelmäßige und ständige Corona-Tests ausgesprochen. Vorsitzende Christiane Woopen sagte MDR AKTUELL, nur auf reduzierte Kontakte zu setzen, sei ein kurzfristiges Denken in Beschränkungen. Man müsse dazu kommen, dass man die Kontakte unter denen erlaube, die sich nicht anstecken könnten.

Dafür müsse man wissen, wer infiziert sei. Es gebe inzwischen verschiedene Testarten, die man in der Schule, auf der Arbeit oder auch morgens zu Hause durchführen könne.

14:55 Uhr | Grenzkontrollen im Gespräch

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie schließt die Bundesregierung auch nationale Grenzkontrollen nicht aus. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, für die Bund-Länder-Gespräche am Dienstag lägen derzeit alle denkbaren Optionen auf dem Tisch. Ob und inwieweit eine entsprechende Entscheidung getroffen werde, bleibe aber den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten vorbehalten. Zuvor hatte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder Grenzkontrollen ins Gespräch gebracht.

13:58 Uhr | Philologenverband fordert FFP2-Masken für Lehrer

Der Thüringer Philologenverband hat die Landesregierung dazu aufgefordert, Lehrern FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen. Vorsitzende Heike Schimke erklärte, für die Absicherung des Präsenzunterrichts sei mehr erforderlich als regelmäßiges Lüften und freiwillige Tests für Lehrer und Schüler. Der Verband forderte eine Maskenpflicht für alle Schüler. Zudem sollten Infektionszahlen an Schulen öffentlich gemacht werden, um das Risiko für Ansteckungen regional besser abschätzen zu können.

In Thüringen und Sachsen-Anhalt sind die Abschlussklassen seit einer Woche wieder in den Schulen. In Sachsen begann heute der Präsenzunterricht für die 11. und 12. Klassen.

13:32 Uhr | Russland kündigt weiteren Impfstoff an

Russland will bis Ende März mehr als 20 Millionen Menschen impfen. Das teilte Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa mit. Sie kündigte zudem für Mitte Februar die Zulassung eines weiteren Impfstoffs an. In Russland sind bereits zwei Corona-Impfstoffe aus eigener Produktion zugelassen, einer davon ist Sputnik V. Er wurde bereits im August vorgestellt, ohne die letzte klinische Testphase mit Zehntausenden Probanden abzuwarten.

13:27 Uhr | Bayern verschiebt alle Abschlussprüfungen

Bayern verschiebt sämtliche Abschlussprüfungen. Das teilte das Kultusministerium in München mit. Nach den Abiturprüfungen würden nun auch die Prüfungen an Mittel-, Real- und Wirtschaftsschulen um zwei Wochen verschoben. An den Fachoberschulen und Berufsoberschulen seien es sogar drei Wochen. Zudem werde in der Oberstufe und in der Grundschule die Zahl der Klausuren und Probearbeiten nochmals reduziert. Kultusminister Michael Piazolo begründete es mit wochenlangen Schulschließungen.

13:08 Uhr | Deutlich weniger Grippe-Fälle in Thüringen

In Thüringen sind nach Angaben der Techniker Krankenkasse 2020 deutlich weniger Fälle von Infektionskrankheiten registriert worden. Die Zahl der gemeldeten Grippeerkrankungen sei von 15.700 im Jahr 2019 auf 9.400 zurückgegangen. Die Zahl der Norovirus-Infektion ging von 6.000 auf 1.700 zurück. Die Rotavirus-Fälle nahmen von 3.100 auf etwa 500 ab.

Nur bei der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung FSME gab es in Thüringen einen Sprung nach oben: Von acht Fällen 2019 auf 17 im vergangenen Jahr.

12:54 Uhr | WHO: Bisher erst 25 Corona-Impfungen in armen Ländern

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Benachteiligung der armen Länder bei den Corona-Impfungen kritisiert. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, in armen Ländern seien bisher gerade einmal 25 Impfdosen verabreicht worden. Dagegen seien in mindestens 49 wohlhabenden Staaten inzwischen über 39 Millionen Dosen gespritzt worden. Reiche Staaten schlössen zudem immer mehr bilaterale Verträge mit Impfstoff-Herstellern.

Tedros sprach von einem katastrophalen moralischen Versagen. Diese "Ich-Zuerst-Haltung" gefährde nicht nur die Bevölkerung in den armen Ländern, sondern werde zu einer Verlängerung der Pandemie führen. Tedros appellierte an die reichen Länder, ihre Zusagen einzuhalten und Impf-Dosen auch an ärmere Länder zu verteilen.

12:34 Uhr | Intensivmediziner für weitere Anti-Corona-Maßnahmen

Die Intensivmediziner in Deutschland haben sich für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Der Präsident ihres Dachverbandes DGIIN, Christian Karagiannidis, sagte MDR AKTUELL, der jetzige Lockdown sei nur halb so effektiv wie der im vergangenen Frühjahr. Es wäre sinnvoll, die Zahlen noch weiter zu drücken, auch wenn der Trend schon in die richtige Richtung gehe. Karagiannidis verwies auf die neuen Virusmutationen aus England, Brasilien und Südafrika. Wenn sie Deutschland erreichten, brauche man wieder Kapazitäten auf den Intensivstationen.

12:05 Uhr | Polizei löst Gottesdienst mit 170 Menschen auf

Die Polizei in Berlin hat am Sonntagabend einen Gottesdienst wegen massiver Verstöße gegen die Corona-Regeln aufgelöst. Die Beamten hatten in einem Saal der Kirchengemeinde im Stadtteil Gesundbrunnen 170 Erwachsene und Kinder angetroffen. Laut Polizei trugen die Gläubigen weder Masken noch hielten sie Abstände ein. Ein Hygienekonzept und Anwesenheitslisten fehlten ebenfalls. Die Polizei stellte mehr als 100 Anzeigen.

11:54 Uhr | Maredo entlässt fast alle Mitarbeiter

Die insolvente Steakhaus-Kette Maredo hat fast alle Beschäftigten entlassen. In einem Brief der Chefetage an die Belegschaft wird das mit der kaum noch vorhandenen Liquidität begründet. Lediglich in der Verwaltung arbeite eine Rumpftruppe weiter.

Maredo hatte bereits im März Insolvenzantrag gestellt. Von 35 Restaurants wurden 20 geschlossen. Etwa die Hälfte der rund 950 Mitarbeiter musste gehen. Ein weiterer Rückschlag war der Lockdown im November.

Restaurant der Steakhaus-Kette Maredo
Seit März 2020 insolvent - Maredo. Bildrechte: dpa

11:50 Uhr | Impfung auch für Reinigungspersonal in Kliniken

In den Krankenhäusern sollten die Corona-Impfungen auch dem Reinigungs-Personal auf den Corona-Stationen angeboten werden. Das stellte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann klar. Der CDU-Politiker sagte, die Impfungen sollten unabhängig vom Angestellten-Verhältnis erfolgen. Die betroffenen Mitarbeiter müssten ebenso geimpft werden wie Ärzte und Pfleger.

11:39 Uhr | Lage in Thüringer Kliniken spitzt sich zu

In Thüringen sind derzeit rund 30 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Die Staatskanzlei erklärte, um die Situation zu entspannen, müsse der Anteil deutlich unter 20 Prozent gesenkt werden. Von den landesweit 619 Intensivbetten seien derzeit 115 frei.

Thüringen hat weiterhin die bundesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz. Der Wert liegt aktuell laut Robert Koch-Institut bei 274 Fällen je 100.000 Einwohner.

11:12 Uhr | Studenten fordern längere Regelstudienzeit

In Thüringen drängen Studenten auf eine längere Regelstudienzeit. Die Konferenz Thüringer Studierendenschaften erklärte zur Begründung, viele verpflichtende Studienmodule fielen aus. Das betreffe etwa chemische und physikalische Laborpraktika, medizinische Übungen und geografische Exkursionen. Alle anderen Bundesländer hätten eine Verlängerung der Regelstudienzeit bereits beschlossen oder in Aussicht gestellt. In Thüringen setze das Wissenschaftsministerium dagegen auf individuelle Regelungen der Hochschulen.

10:42 Uhr | Spahn ordnet Suche nach Virus-Mutationen an

In Deutschland soll gezielt nach hochansteckenden Mutationen des Coronavirus gesucht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellte dazu eine Verordnung vor. Damit sollen Labore verpflichtet werden, mindestens fünf Prozent der positiven Corona-Proben auf Gen-Mutationen zu untersuchen. Für den Mehraufwand erhalten die Labore 220 Euro pro Probe. Dadurch soll es einen besseren Überblick über die Virusvarianten geben, die in Deutschland im Umlauf sind. Bisher wurde in Deutschland kaum nach Virusmutationen gesucht.

10:28 Uhr | RKI meldet unvollständige Infektionszahlen

Die vom Robert-Koch-Institut am Morgen gemeldeten Infektionszahlen sind offenbar unvollständig. Eine RKI-Sprecherin sagte, aus mehreren Bundesländern seien auffallend niedrige Zahlen übermittelt worden. Das werde überprüft. Aus Rheinland-Pfalz seien nur zwei Fälle gemeldet worden. Betroffen seien auch Bayern und Schleswig-Holstein. Das RKI hatte am Morgen auf seiner Seite 7.141 neue Fälle gelistet - gut 5.000 weniger als am Montag vor einer Woche.

10:09 Uhr | Großbritannien impft schon zweite Gruppe

In Großbritannien wird schon die zweite Gruppe zum Impfen eingeladen. Wie Premier Boris Johnson mitteilte, sollen über 70-Jährige und besonders Gefährdete einen Impftermin erhalten. Es handelt sich insgesamt um mehr als fünf Millionen Menschen. Johnson sprach von einem "Meilenstein" im Kampf gegen die Pandemie. Zur ersten Impfgruppe in Großbritannien gehören Menschen über 80. Von ihnen haben nach Regierungsangaben mehr als die Hälfte die erste Impfdosis erhalten.

09:49 Uhr | Israelische Studie zeigt erste Impferfolge

In Israel sinkt die Zahl der Neuinfektionen einen Monat nach dem Impfstart offenbar deutlich. Die größte Krankenkasse des Landes führt das auf das Impfen zurück. Die Kasse hatte eine Gruppe von 200.000 Geimpften über 60 Jahre mit einer gleich großen Gruppe Ungeimpfter verglichen. Danach war die Zahl positiver Coronatests bei Geimpften zwei Wochen nach der ersten Impfung um ein Drittel niedriger als bei Nicht-Geimpften.

In Israel haben bereits mehr als zwei Millionen Menschen die erste Impfung erhalten. Bei den Menschen ab 60 wurden bereits 75 Prozent geimpft.

Benjamin Netanjahu (r), Ministerpräsident von Israel, wird im Schiba-Krankenhaus gegen Corona geimpft
Als erster im Land hat sich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu impfen lassen. Bildrechte: dpa

09:46 Uhr | Jung kritisiert Schulöffnung in Sachsen

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Burkhard Jung, hat die Schulöffnung für Abschlussklassen in Sachsen kritisiert. Der Leipziger Oberbürgermeister sagte der "Leipziger Volkszeitung", er halte die teilweisen Schulöffnungen für verfrüht. Er wolle sich nicht an täglich 1.000 Tote in Zusammenhang mit Corona gewöhnen. Es müsse einen harten Lockdown geben in Schulen, Kitas, öffentlichem Nahverkehr und auch in der Wirtschaft - wo irgendwie möglich. Zudem müsse systematisch geimpft werden.

09:33 Uhr | Sachsen geht der Impfstoff aus

Gesundheitsministerin Petra Köpping rechnet mit einem baldigen Impfstopp in Sachsen. Grund ist ein Lieferengpass bei den Herstellern Biontech und Pfizer. Die SPD-Politikerin sagte dem MDR, von den 110.000 Dosen aus der ersten Lieferung seien bereits 50.000 Dosen verabreicht worden. Es blieben also noch 5.000 übrig. Die anderen 55.000 seien für die zweite Impfung der bereits Geimpften vorgesehen.

Köpping zufolge werden in dieser Woche noch einmal 34.000 Dosen erwartet. Wann und in welchem Umfang neuer Impfstoff geliefert werde, sei offen. Sie rechne damit, dass es in Sachsen am Donnerstag oder Freitag keinen Impfstoff mehr geben werde. Bereits jetzt könnten keine weitere Impftermine vergeben werden.

Bislang haben sich in Sachsen 50.000 Menschen um einen Impftermin in einem Impfzentrum bemüht, 9.000 Termine wurden vergeben. Die meisten Impfungen wurden von mobilen Impfteams in Pflegeheimen durchgeführt.

09:04 Uhr | Japan hält an Olympia fest

Japans Regierungschef Yoshihide Suga will ungeachtet der andauernden Corona-Pandemie im Sommer die Olympischen Spiele ausrichten. Suga sagte im Parlament in Tokio, man werde die Pandemie "so bald wie möglich" unter Kontrolle bringen und die Olympia-Vorbereitungen fortsetzen. Die Spiele würden als Beweis dienen, "dass die Menschheit das Coronavirus besiegt hat". Die große Mehrheit in Japan ist dafür, dass die Spiele abgesagt oder erneut verschoben werden. Sie hätten eigentlich schon 2020 stattfinden sollen.

Olympische Ringe in Tokio
Finden die Spiele in Tokio überhaupt noch statt? Bildrechte: imago images/AFLOSPORT

08:50 Uhr | Großbritannien verlangt vor Einreise negativen Test

Für Reisen nach Großbritannien ist seit heute ein negativer Test vor der Einreise nötig. Der Test darf nicht länger als 72 Stunden zurückliegen. Trotzdem müssen sich Einreisende nach ihrer Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben - egal aus welchem Land sie kommen. Die Isolation kann frühestens nach fünf Tagen nach einem weiteren negativen Corona-Test beendet werden.

08:42 Uhr | Gastgewerbe verliert 38 Prozent Umsatz

Hoteliers und Wirte haben 2020 nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes real 38 Prozent Umsatz verloren. In die Schätzung sind vorläufige Monatswerte bis November eingeflossen. Die Auswirkungen des verschärften Lockdowns im Dezember wurden zunächst geschätzt.

Schon im November waren Gastronomie und Gastgewerbe weitgehend eingeschränkt. Die Umsätze gingen nach Behördenangaben im Vergleich zum Vorjahresmonat um 66,4 Prozent zurück. Die Hotels verbuchten sogar einen Rückgang von 81,9 Prozent.

08:30 Uhr | Spahn - Zahlen immer noch zu hoch

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht "erste Erfolge" des harten Lockdowns. Der CDU-Politiker sagte am Morgen in der ARD: "Die Zahlen scheinen zu sinken, das ist gut." Man sei aber noch lange nicht dort, wo man hin wolle und hin müsse. Spahn verwies auf die Gefahr durch die sich ausbreitenden Virus-Mutationen, die als infektiöser gelten. Deshalb sollte man die Zahlen "so weit wie möglich" runterbringen.

Spahn bestätigte, dass vor dem nächsten Bund-Länder-Gipfel auch Ausgangssperren im Gespräch sind. Sie seien Teil der Debatte. Dies sei ein Synonym dafür, dass im privaten Bereich die Kontakte so weit wie möglich reduziert werden sollten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt eine Pressekonferenz vor dem Start des Impfprogramms gegen die Coronavirus-Erkrankung (COVID-19).
Warnt vor zu hohen Corona-Zahlen - Jens Spahn. Bildrechte: dpa

08:13 Uhr | Haseloff: Corona-Regeln nachschärfen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff rechnet damit, dass Bund und Länder morgen schärfere Corona-Regeln beschließen. Haseloff sagte am Morgen im Deutschlandfunk, man müsse alle Maßnahmen noch mal auf ihre Wirkung prüfen. Wo man sich eine Wirkung verspreche, da müsse man nachschärfen. Auf die Frage nach nächtlichen Ausgangsbeschränkungen reagierte der CDU-Politiker zurückhaltend. Bund und Länder hätten schon vieles beschlossen, was nicht konsequent umgesetzt werde.

07:53 Uhr | Corona wirft Frankfurter Flughafen auf Niveau von 1984 zurück

Lufthansa-Maschinen stehen in Reihe auf dem Rollfeld
Es wird nur noch wenig geflogen - nicht nur in Deutschland. Bildrechte: imago images/Carmele/tmc-fotografie.de

Der Flughafen Frankfurt hat im vergangenen Jahr nur knapp 18,8 Millionen Fluggäste abgefertigt. Wie der Betreiber mitteilte, ist das im Vergleich zum Rekordjahr 2019 ein Einbruch um 73,4 Prozent. Das entspreche dem Niveau aus dem Jahr 1984. Deutlich besser lief es für den größten Flughafen Deutschlands im Cargo-Geschäft. Der Rückgang betrug "lediglich" 8,5 Prozent. Für das neue Jahr rechnet der Flughafen-Betreiber mit einer Erholung - vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Aber selbst im günstigsten Fall könnte das Fluggastaufkommen nur 45 Prozent von 2019 erreichen.

07:46 Uhr | EU ruft zu Kampf gegen Virusmutation auf

Die EU-Kommission hat die Mitgliedsländer wegen der Coronavirus-Mutationen zu einem verstärkten Kampf gegen die Pandemie aufgerufen. Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte der Zeitung "Die Welt", die Länder müssten mehr testen und die Kapazitäten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen erhöhen. Außerdem müsse es mehr Untersuchungen geben, um die verschiedenen Virus-Mutationen zu identifizieren. Die Länder müssten dabei auch Informationen austauschen. Die EU könne mit Expertise, Infrastruktur und Geld unterstützen.

07:11 Uhr | Testpflicht für Grenzpendler in Sachsen

In Sachsen tritt heute eine Corona-Testpflicht für Grenzpendler in Kraft. Betroffen sind rund 10.000 Polen und gut 9.000 Tschechen, die im Freistaat arbeiten. Die Testpflicht gilt aber auch für diejenigen, die aus Sachsen zum Arbeiten in eines der Nachbarländer fahren. Nach den Vorgaben der sächsischen Landesregierung müssen sie sich nun wöchentlich testen lassen. Unternehmen und Gewerkschaften kritisieren die Regeln als unklar und wenig praktikabel. Ein Vertreter der IHK Chemnitz sagte MDR AKTUELL, man bekomme täglich bis zu 80 Anfragen zu dem Thema. Der sächsische DGB-Chef Markus Schlimbach warnte, dass Tschechien aufgrund hoher Infektionszahlen bald zum Hochrisiko-Gebiet erklärt werden könnte. Dann müssten sich Pendler womöglich alle 48 Stunden testen lassen und könnten kaum noch zur Arbeit kommen.

06:54 Uhr | Scholz gegen Privilegien für Geimpfte

Vize-Kanzler Olaf Scholz hat den Vorstoß seines Parteikollegen Heiko Maas für mehr Freiheiten für Geimpfte zurückgewiesen. Der SPD-Politiker sagte der "Bild"-Zeitung, er persönlich sei da sehr zurückhaltend. Er glaube, dass das jetzt nicht anstehe. Wie Wirtschaftsminister Peter Altmaier sprach sich auch Finanzminister Scholz für einen längeren und härteren Lockdown aus. Er gehe davon aus, dass die Corona-Maßnahmen um 14 Tage verlängert würden.

06:43 Uhr | Chinas Wirtschaft wächst

Die Trägerrakete Chang Zheng 5 (Langer Marsch 5) mit dem Marsrover Tianwen-1 startet vom Wenchang Space Launch Center ins All.
Als einzige große Volkswirtschaft ist China 2019 nicht geschrumpft. Bildrechte: dpa

In China ist die Wirtschaft trotz der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent gewachsen. Das teilte das Statistikamt in Peking mit. Allein im Dezember seien die Exporte im Vorjahresvergleich um mehr als 18 Prozent gestiegen. China ist damit Prognosen zufolge die einzige große Volkswirtschaft, die 2020 nicht geschrumpft ist. In Deutschland ist die Wirtschaftsleistung im abgelaufenen Jahr laut Statistischem Bundesamt um 5,0 Prozent eingebrochen.

06:27 Uhr | Altmaier: Diskutieren über FFP2-Maskenpflicht und Ausgangssperre

Bei den Bund-Länder-Gesprächen morgen wird es nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier unter anderem um eine FFP2-Maskenpflicht im Bahnverkehr gehen. Auch Ausgangssperren und deutlichere Kontaktbeschränkungen würden diskutiert. Denkbar sei auch eine Homeoffice-Pflicht. Der CDU-Politiker betonte, was sich Deutschland wirtschaftlich am wenigstens leisten könne, sei eine Verschärfung der Pandemie. Er warnte vor einer Ausbreitung von mutierten Formen des Coronavirus.

06:23 Uhr | Keine Verschiebung des Wahltermins in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt ist es rechtlich nicht zulässig, die für Juni geplante Landtagswahl zu verschieben. Das hat der parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Rüdiger Erben, klargestellt. Erben sagte MDR AKTUELL, gemäß der Landesverfassung sei der Wahltermin am 6. Juni der spätestmögliche. CDU-Fraktionschef Siegfried Borgwardt geht davon aus, dass bis dann das Infektionsgeschehen deutlich zurückgegangen sein wird. Zugleich verwies er auf eine Änderung des Landeswahlgesetzes. Sie ermöglicht gegebenfalls eine reine Briefwahl. Thüringen hatte vor wenigen Tagen den Termin für die vorgezogene Landtagswahl von April auf September verschoben.

06:20 Uhr | Sachsen startet wieder mit Präsenzunterricht

In Sachsen startet in dieser Woche für die Abschlussklassen wieder der Präsenzunterricht. Heute sollen die Schüler zunächst klassenweise einen Corona-Test machen. Dazu müssen sie sich in eine der landesweit 100 Schulen begeben, an denen die Tests durchgeführt werden. Das sorgt für Kritik. Die Vizevorsitzende des Landeselternrats, Nadine Eichhorn, sagte MDR AKTUELL, viele Eltern hätten Sorge, dass dadurch Infektionen in die Familien getragen würden. Das Kultusministerium in Dresden räumte ein, dass das Verfahren nicht optimal sei. Man habe aber nur eine begrenzte Zahl von Teams, die die Tests durchführen könnten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 18. Januar 2021

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Januar 2021 | 06:00 Uhr