Covid-19 Coronavirus-Ticker: Ausgangsbeschränkungen werden weitgehend befolgt

Nach den drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben Behörden in ganz Deutschland eine erste positive Bilanz gezogen. Das Bundeskabinett hat am Montag ein umfangreiches Hilfspaket zur Bewältigung der Corona-Krise beschlossen. Demnach sollen auch Familien, die Einkommenseinbußen erleiden, unterstützt werden. Die EU-Länder setzen Stabilitätspakt aus. Alle weiteren Entwicklungen im Ticker.

Ein Polizeiauto fährt auf dem Elberadweg vor der historischen Altstadtkulisse mit der der Hofkirche, dem Hausmannsturm, dem Residenzschloss und der Semperoper Patrouille.
Die Ausgangsbeschränkungen werden weitgehend befolgt. Bildrechte: dpa

23:32 Uhr | Ticker am Montag beendet

Unser Ticker am Montag endet hiermit. Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle Informationen über die Coronavirus-Lage finden sie ab Dienstagmorgen wieder auf der Seite von MDR AKTUELL.

23:32 Uhr | Leichtathletik-WM wegen Olympischer Sommerspiele verschieben

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2021 in der US-amerikanischen Stadt Eugene im Bundesstaat Oregon wird offenbar verschoben. Der internationale Leichtathletik-Dachverband, World Athletics, erklärte sich dazu bereit. Der Verband erklärte, damit könne dazu beigetragen werden, dass die eigentlich für 2020 geplanten Olympischen Sommerspiele in Tokio ein Jahr später stattfinden. Das Internationale Olympische Komitee will binnen vier Wochen darüber entscheiden, ob die Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden. Zuletzt hatte Japans Premierminister Shinzo Abe vor dem Parlament eine Verschiebung der Olympischen Spiele nicht ausgeschlossen.

23:04 Uhr | US-Präsident Trump: Dekret gegen Horten von wichtigen Produkten

US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret erlassen, dass das Horten von Produkten verbietet. Betroffen sind Waren, die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie notwendig sind. Eine Sprecherin erklärte, die Anordnung solle auch dazu beitragen, dass es bei solchen Waren nicht zu stark steigenden Preisen komme.

22:15 Uhr | Zahnärzte fordern Leitlinie im Umgang mit Corona

Thüringens Zahnärzte sind verunsichert. Einerseits gilt auch weiterhin eine grundsätzliche Behandlungspflicht. Andererseits ist die Ausstattung mit Schutzausrüstung mangelhaft. Erschwerend kommt hinzu: Viele Zahnärzte gehören zur Risikogruppe bei einer Covid-19-Infektion.

22:11 Uhr | Theaterwerkstätten produzieren Atemschutzmasken

Überall in Krankenhäusern werden Atemschutzmasken im Zuge der Corona-Ausbreitung knapp. Leipzig hat dafür einen Auftrag an die Leipziger Theaterwerkstätten der Oper Leipzig vergeben. Und stockt so die Vorräte auf.

21:45 Uhr | Großbritannien verhängt dreiwöchige Ausgangssperre

Wegen der Corona-Krise verhängt Großbritannien eine mindestens dreiwöchige Ausgangssperre. Nach Angaben von Premierminister Boris Johnson gilt die Maßnahme ab Montagabend. Alle Geschäfte mit nicht absolut notwendigen Waren, Bibliotheken und Gebetshäuser würden geschlossen. Große Familienfeiern wie Hochzeiten würden untersagt. Treffen von mehr als zwei Personen, die nicht zum selben Haushalt gehören, würden verboten. Den Briten sei der Ausgang nur noch erlaubt, um Lebensmittel einzukaufen, sich zur Arbeit zu begeben, zum Arzt zu gehen oder Sport zu treiben, sagte Johnson in einer Fernsehansprache.

21:18 Uhr | Übernahme weiterer Corona-Patienten aus Frankreich

Weitere Bundesländer haben schwer kranke Corona-Patienten aus Frankreich aufgenommen. Im Saarland teilte die Staatskanzlei mit, fünf Notfall-Patienten seien in das Uniklinikum in Homburg verlegt worden. Auch im pfälzischen Kandel sind nun zwei französische Patienten in Behandlung.

Zuvor waren schon Schwerkranke aus Frankreich in Kliniken in Baden-Württemberg gebracht worden. Auch Notfälle aus Italien sollen in Deutschland behandelt werden. So erklärte sich Sachsen zur Aufnahme von mehreren italienischen Corona-Patienten bereit. Frankreichs Präsident Macron bedankte sich für die grenzüberschreitende Unterstützung. Auf Twitter schrieb er: "Europäische Solidarität rettet Leben."

20:25 Uhr | Die Zahlen von Montag

366.919 Menschen haben sich inzwischen weltweit mit dem Coronavirus infiziert. In Sachsen sind es 865 Fälle, in Thüringen 316 und in Sachsen-Anhalt aktuell 291.

20:21 Uhr | Hochkonjuktur bei Supermärkten und Lieferdiensten

Viele Geschäfte mussten durch die aktuellen Regelungen schließen. Dagegen herrscht bei Supermärkten, Lieferdiensten und beim Onlinehandel Hochkonjunktur.

20:19 Uhr | Internationale Hilfen für Italien

Kuba und Russland sendeten dem schwer vom Coronavirus getroffenen Italien medizinische Ausrüstung und Personal. Tschechien lieferte Atemschutzmasken. Sachsen will sechs italienische Patienten behandeln.

20:14 Uhr | Ausgangsbeschränkungen werden weitgehend befolgt

Nach den drastischen Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben Behörden in ganz Deutschland eine erste positive Bilanz gezogen. Aus den Ländern hieß es, die meisten Menschen hätten mittlerweile den Ernst der Lage begriffen und hielten sich an die Auflagen. Polizei und Ordnungsämer berichteten von deutlich leereren Straßen. Supermärkte, Drogerien und Baumärkte kontrollieren vielerorts mit eigenen Sicherheitskräften die Einhaltung der Vorschriften und Abstandregeln. Seit heute sind bundesweit Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten - Ausnahmen gelten für Menschen, die im selben Haushalt leben.

20:06 Uhr | Erster Corona-Todesfall in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gibt es einen ersten Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion. Die Stadt Halle teilte mit, dass in der Stadt eine 80-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen an Covid-19 starb. Es sei die erste bekannte Tote im Zusammenhang mit Corona in Sachsen-Anhalt, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums.

19:40 Uhr | Europäische Fußball-Finals auf unbestimmte Zeit verschoben

Die Europäische Fußball-Union hat die Endspiele der Champions League und der Europa League auf unbestimmte Zeit verschoben. Wie die UEFA mitteile, können die Finals wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant Ende Mai in Istanbul und Danzig stattfinden. Über neue Termine sei noch nicht entschieden worden. Die europäischen Fußball-Wettbewerbe waren bereits in der Achtelfinalphase ausgesetzt worden.

19:04 Uhr | Tschechien schließt Grenzen für Berufspendler

Tschechien schließt seine Grenzen nun auch für tägliche Berufspendler, die in die Nachbarstaaten zur Arbeit fahren. Innenminister Jan Hamacek sagte, sie könnten entweder daheim bleiben oder sich für mehrere Wochen in Deutschland eine Unterkunft suchen. In letzterem Fall müssten sie sich nach ihrer Rückkehr nach Tschechien in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben.

Das Gleiche gelte für Berufspendler, die nach Österreich führen. Schätzungsweise sind mehr als 37.000 tschechische Grenzgänger in Deutschland und weitere 12.000 in Österreich beschäftigt, vor allem im Gesundheitswesen und in der Gastronomie. Arbeitgeber und Arbeitnehmer erhalten noch bis Donnerstag Zeit, eine Lösung zu finden.

18:49 Uhr | Einlasskontrollen in Supermärkten in Thüringen Pflicht

In Thüringen müssen alle noch geöffneten Läden ab sofort die Zugänge kontrollieren. Das geht aus einem neuen Erlass des Thüringer Gesundheitsministeriums hervor. Demnach muss am Eingang und in den Innenräumen sichergestellt werden, dass Kunden mindestens 1,50 Meter Abstand zueinander halten. Wer Symptome hat, die auf eine Coronavirus-Infektion hindeuten, darf nicht eingelassen werden.

Bundesweit haben inzwischen viele Märkte freiwillig Einlasskontrollen veranlasst. Die Rewe-Gruppe, zu der auch Penny gehört, erklärte, man sei derzeit in der Erarbeitung von Konzepten, um den Zugang zu den Märkten zu beschränken. Auch der Baumarkt Obi setzt mittlerweile auf Kontrollen, um nicht zu viele Kunden gleichzeitig in den Markt zu lassen.

18:00 Uhr | Was ist beim Kontaktverbot noch erlaubt?

Die Menschen in Deutschland sind am Wochenende deutlich sichtbar auf Abstand gegangen. Aus Sicht der Politik reicht das aber noch nicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Länder haben sich auf ein umfangreiches Kontaktverbot geeinigt – als verbindliche Basis für das ganze Land. Seit Montag gelten für Sachsen und Sachsen-Anhalt verschärfte Bedingungen. Thüringen hält an den bisherigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus fest. Was wo noch erlaubt ist, lesen Sie im Artikel.

17:53 Uhr | EU-Länder setzen Stabilitätspakt aus

Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise werden erstmals die europäischen Schulden- und Defizitregeln ausgesetzt. Die EU-Wirtschafts- und Finanzminister stimmten dem Vorschlag der EU-Kommission zu. Die Mitgliedsländer erhalten damit die Möglichkeit, Hilfspakete für Unternehmen und Beschäftigte zu verabschieden.

Der Stabilitätspakt legt eigentlich fest, dass das Haushaltsdefizit höchstens drei Prozent betragen darf. Die Schuldenobergrenze liegt bei 60 Prozent der Wirtschaftsleistung. In Krisensituation darf davon abgewichen werden.

17:32 Uhr | UN-Generalsekretär ruft zu weltweitem Waffenstillstand auf

Angesichts der Corona-Krise hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem "sofortigen weltweiten Waffenstillstand" aufgerufen. Zivilisten in Konfliktgebieten müssten vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie geschützt werden, sagte Guterres am Montag bei einer Rede im UNO-Hauptquartier in New York. "Die Heftigkeit des Virus" verdeutliche, wie "unsinnig" Kriege seien, sagte Guterres.

17:15 Uhr | Bundeswehr-Arzt: Zelt-Krankenhäuser nicht sinnvoll

Der Generalstabsarzt der Bundeswehr, Stephan Schmidt, hält provisorische Zelt-Krankenhäuser zur Behandlung von Corona-Patienten für wenig sinnvoll. Der Leiter des Kommandos in Weißenfels sagte MDR AKTUELL, solche Lazarette würden nicht viel bringen. Man brauche Möglichkeiten zur Beatmung und Intensivbehandlung. Da würde man in Lazaretten schnell an Grenzen stoßen. Deshalb sollten bestehende Strukturen in Krankenhäusern verstärkt werden. Auch die Umwandlung normaler Stationen für die Behandlung von Corona-Patienten sei sinnvoll.

Nach Angaben von Schmidt liegen der Bundeswehr zahlreiche Hilfsanträge aus dem ganzen Land vor, zum Beispiel zur Beschaffung von Schutzausrüstung oder Beatmungsgeräten. Der Sanitätsdienst prüfe, wo und wie er unterstützen könne.

17:03 Uhr | ADAC kritisiert Raserei auf leeren Straßen

Der ADAC mahnt, die Corona-bedingt leeren Staaten nicht für Raserei zu missbrauchen. Der ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand sagte der Funke Mediengruppe, das sei nicht hinnehmbar und in keiner Weise nachvollziehbar. "Ich kann nur an den Verstand der Menschen appellieren, keine unnötigen Gefahren zu provozieren", sagte Hillebrand. "Unsere Rettungsdienste sind ausgelastet!"

16:44 Uhr | Erster Corona-Test bei Bundeskanzlerin negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

16:38 Uhr | Kekulés Corona-Kompass am Montag

Der Hallesche Virologe Alexander Kekulé erklärt, warum die neuen Fallzahlen des Robert-Koch-Instituts nichts mit den verhängten Alltagsbeschränkungen zu tun haben und warum es zu früh für Optimismus ist.

15:50 Uhr | Familienministerium will Eltern und Frauen in der Krise helfen

Das Bundesfamilienministerium hat einen erleichterten Zugang zu sozialen Leistungen angekündigt. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sagte in Berlin, geplant sei, einen Kinderzuschlag für Verdienstausfälle einzuführen. Für dieses "Notfall-Kid-Set" reiche für den Antrag der Nachweis eines Monats. Regulär wird beim Kinderzuschlag der Durchschnitt der letzten sechs Monatseinkünfte berücksichtig. Der Notfall-Zuschlag soll am 1. April in Kraft treten und bis zum 30. September gelten. Ab dem 1. April können Online-Anträge gestellt werden.

Die Bundesfamilienministerin kündigte außerdem an, dass Eltern, die aufgrund der aktuellen Krisensituation ihre Elternzeit nicht wie geplant nehmen können, diese verschieben können sollen. Diese Möglichkeit richte sich etwa an Ärzte, Pfleger und weiteres medizinisches Personal.

Werdenden Eltern, die durch die Corona-Krise in Kurzarbeit sind, soll zudem kein Nachteil bei der Berechnung entstehen. das Bundesfamilienministerium empfahl den Ländern, die Einkommenseinbußen bei der Berechnung auszugleichen. Auch beim Unterhalt will der Staat helfen. Gemeinsam mit den Ländern werde geprüft, auch Hilfen beim Unterhaltsvorschuss für diejenigen, die durch Einkommensverluste den Unterhalt für ihre Kinder nicht zahlen können.

Mit Blick auf Hilfsangebote sage Giffey, dass sie zusätzlichen Bedarf an Frauenhäusern erwarte. Kriminologen hatten gewarnt, dass durch Quarantäne, Isolation oder bloßes Zuhause-Bleiben die Fälle häuslicher Gewalt steigen könnten.

Die Kapazitäten in den Frauenhäusern würden bisher aber nicht reichen, sagen Giffey weiter. Dafür würden pragmatische Lösungen gesucht, wie zusätzliche Apartements, um Frauen in Not zu helfen. Auch das Hilfetelefon des Familienministeriums für Frauen und Schwangere stehe weiter zur Verfügung. Dies ist unter der Nummer: 08000-116016 zu erreichen.

15:29 Uhr | Arztbesuche auf das dringend Notwendige beschränken

Die Kassenärzte in Sachsen-Anhalt appellieren an die Menschen, nur in dringenden Fällen in die Praxen zu kommen. Wie die Kassenärzliche Vereinigung mitteilte, sollten Kontroll-und Vorsorgeuntersuchungen sowie planbare Operationen wenn möglich verschoben werden. Demnach sollen sich Patienten mit chronischen Erkrankungen und besonders ältere nur in der Arztpraxis vorstellen, wenn sie gesundheiliche Probleme haben. Wiederholungsrezepte und Überweisungen könnten per Post übermittelt werden.

15:25 Uhr | Sachsen nimmt Patienten aus Italien auf

Der Freistaat Sachsen will sechs Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer am Montag an. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen.

MP Michael Kretschmer
Ministerpräsident Kretschmer Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können.

Michael Kretschmer, Sachsens Ministerpräsident

15:11 Uhr | Milliardenhilfen für Kliniken, Ärzte und Pfleger

Die deutschen Kliniken sollen mit Milliardenhilfen in der Corona-Krise unterstützt werden. Das sehen Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor, die das Kabinett auf den Weg gebracht hat. So soll es für jedes frei gehaltene Bett eine Tagespauschale von 560 Euro geben. Für jedes neue Intensivbett ist ein Bonus von 50.000 Euro geplant. Außerdem werden zusätzliche Kosten für Material und Personal übernommen.

Krankenhäuser sollen unter anderem planbare Operationen vorerst aussetzen. Das macht Kapazitäten frei, um für Corona-Patienten vorbereitet zu sein. Bundestag und Bundesrat sollen den Gesetzentwürfen noch in dieser Woche zustimmen.

15:02 Uhr | Leipziger Gewandhaus stellt Konzerte online

Saisoneröffnung 2018/19 mit MDR-Ensembles und Mahler-Programm im Leipziger Gewandhaus am 16.9.2018
Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Das Leipziger Gewandhaus-Orchester stellt wegen der Corona-Krise Konzertaufzeichnungen ins Internet. Gewandhausdirektor Schulz sagte, jeweils donnerstags und freitags werde ein Konzert auf der Webseite veröffentlicht. Man wolle dem Publikum auch während der Corona-Pandemie Kultur bieten. Bis zum 20. April sind sämtliche Veranstaltungen im Gewandhaus abgesagt. Der wirtschaftliche Schaden lässt sich laut Schulz noch nicht beziffern.

14:43 Uhr | Kretschmer rechtfertigt strengere Regeln in Sachsen wegen vieler Senioren

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die strengen Ausgangsbeschränkungen im Freistaat mit den vielen Senioren begründet. Kretschmer sagte im ARD-Mittagsmagazin, Sachsen gehöre zu den Bundesländern mit der ältesten Bevölkerung. Daher lege man etwa besonderen Wert darauf, dass Besuche in Altenpflegeheimen verboten seien. Dort drohe die meiste Gefahr. Es handle sich um klare Regeln, die von Polizei und Ordnungsbehörden kontrolliert würden.

In Sachsen ist es seit der Nacht zu Montag untersagt, die eigene Wohnung ohne triftigen Grund zu verlassen. Wege zur Arbeit und zum Einkaufen bleiben erlaubt. Sport und Bewegung an der frischen Luft ist nur allein oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt.

14:00 Uhr | Bundesregierung greift Familien unter die Arme

Die Bundesregierung will Familien mit Einkommenseinbußen wegen der Corona-Krise helfen. Eine entsprechende Gesetzesänderung hat das Kabinett am Montag auf den Weg gebracht. Danach sollen Familien mit geringem Einkommen leichter einen Kinderzuschlag beantragen können. Bereits jetzt haben zwei Millionen Kinder einen Anspruch auf die Unterstützung von bis zu 185 Euro pro Kind und Monat. Genaueres will Bundesfamilienministerin Franziska Giffey bei einer Pressekonferenz am Nachmittag verkünden.

13:30 Uhr | Fiat will Atemschutzmasken produzieren

Der Autobauer Fiat Chrysler will in großen Mengen Atemschutzmasken herstellen. Konzernchef Mike Manley habe angekündigt, eines der Werke des italienisch-amerikanischen Konzerns in Asien auf die Produktion von Gesichtsmasken für Beschäftigte im Gesundheitswesen umzustellen, zitierte ein Gewerkschaftsvertreter aus einem Schreiben des Vorstands an die Belegschaft. Demnach sollen rund eine Million Masken pro Monat produziert werden. Fiat Chrysler hat - wie andere Autobauer auch - die meisten seiner Werke vorübergehend stillgelegt.

12:55 Uhr | Positive Erlebnisse in der Krise

Wir haben unsere Leser dazu aufgerufen, positive Erfahrungen und Erlebnisse in der Krise mit uns zu teilen. Unter anderem haben uns diese Zuschriften erreicht:

Ihre positiven Erlebnisse und Momente

Während der Corona-Krise haben uns Nutzer und Nutzerinnen ihre positiven Erlebnisse geschickt. Im Bild steht ein Zitat von drei Erziehern und Erzieherinnen, die eine Website gestaltet haben, auf der Eltern Bastelideen für ihre Kinder finden. Das Bild zeigt eine Erzieherin mit zwei Mädchen, die zusammen basteln.
Bildrechte: MDR/Imago
Während der Corona-Krise haben uns Nutzer und Nutzerinnen ihre positiven Erlebnisse geschickt. Im Bild steht ein Zitat von drei Erziehern und Erzieherinnen, die eine Website gestaltet haben, auf der Eltern Bastelideen für ihre Kinder finden. Das Bild zeigt eine Erzieherin mit zwei Mädchen, die zusammen basteln.
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Gedanken von Uta Bindel
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Gedanken von Kathi
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Gedanken von Fay
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Positive Erlebnisse #miteinanderstark
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Zitat: "Ich habe mich die vergangenen Wochen gefragt, wann ich den Frühjahrsputz machen soll. Nun habe ich die Gelegenheit dafür. Ich bin zwar noch nicht durch, aber man sieht schon einen Effekt. Das wird jetzt die nächsten paar Tage füllen. (…)" - im Hintergrund ist ein Arm, der in einem gelben Gummihandschuh zu sehen, der einen blauen Putzlappen hoch hält, zu sehen.
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Zitat: "Die Zeit zu Hause genieße ich. Endlich kann man alles mal in Ruhe angehen. Kein Stress, sondern Harmonie und das tut auch der Seele gut. Ich denke viel an die erkrankten  Menschen und die Not. Ich sehe aber auch die Solidarität, die zwischen den Menschen herrscht. Liebevolle Blicke, tröstende Worte, eine Frau, die für unsere Nachbarin schon durch drei Läden gelaufen ist, um Toilettenpapier zu bekommen – und jetzt in den vierten Laden geht (…)." - im Hintergrund ist eine weißhaarige alte Frau zu sehen, die von hinten gezeigt wird. Sie trägt einen hellen beigen Mantel und wird von einem Mann in einem bunten Hemd gestützt.
Bildrechte: MDR/dpa
Zitat: "Normalerweise besuche ich sonntags einen Gottesdienst in einer Kirche. An den beiden letzten Sonntagen habe ich mit der Fernsehgemeinde gefeiert. Die Gottesdienste aus Oldenburg am 15.3. (ZDF) und der aus München am 22.3. (BR Fernsehen) haben mich tief berührt. (…)", im Hintergrund ist ein Tablet in einer Kirche zu sehen, auf dem ein Videostream läuft.
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Eine Biene an einer Blüte. Text auf dem Bild.
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Ein Baby in einem Tragetuch. Text auf dem Bild.
Bildrechte: Imago/MDR
Ein Mann am Laptop. Text auf dem Bild.
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Rotweingläser. Text auf dem Bild
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Fußballspielende Kinder. Text auf dem Bild
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11:55 Uhr | Spanien meldet weiter steigende Infektionszahlen

Die Zahl der an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit gestorbenen Menschen in Spanien steigt weiter. Das Gesundheitsministerium in Madrid spricht am Montag von 2.182 Toten, zuletzt waren es 1.720. Auch die Zahl der Neuinfektionen steigt rasant: 33.089 Menschen haben sich dem Ministerium zufolge mittlerweile mit dem Virus infiziert, das sind 4.517 mehr als zuvor.

11:48 Uhr | 15 europäische Länder kontrollieren Grenzen

Im Zuge der Corona-Krise kontrollieren mittlerweile 15 europäische Staaten wieder die Grenzen. Am Wochenende seien Belgien und Luxemburg dazugekommen, sagte ein Sprecher der EU-Kommission. Alle Länder gehörten zum eigentlich kontrollfreien Schengen-Raum. Die Maßnahmen hatten in der vergangenen Woche teils zu Megastaus geführt. An der deutschen Grenze zu Polen staute der Verkehr sich zeitweise 60 Kilometer.

11:40 Uhr | Kabinett beschließt umfangreiche Wirtschaftshilfen

Die Bundesregierung hat ein riesiges Paket an Wirtschaftshilfen beschlossen, um die Folgen der Corona-Krise einzugrenzen. Das Kabinett gab dafür am Montag grünes Licht. Vorgesehen ist ein Nachtragshaushalt im Volumen von 156 Milliarden Euro. Damit sollen unter anderem Hilfen für Kleinstbetriebe geleistet werden. Hinzu kommen Garantien und Liquiditätshilfen sowie Gelder für mögliche Staatsbeteiligungen in der Krise. Der Bundestag soll dem Paket am Mittwoch zustimmen, der Bundesrat dann am Freitag.

10:50 Uhr | Leichtes Abflachen der Kurve

Das Robert Koch-Institut hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass sich der Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen in Deutschland leicht abschwächt. "Wir sehen den Trend, dass die exponentielle Wachstumskurve sich etwas abflacht", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin und berief sich auf tägliche Analysen. Für eine definitive Bewertung sei es jedoch zu früh, wahrscheinlich sei dies erst am Mittwoch möglich.

Wieler begrüßt die seit Montag geltenden Regelungen der Bundesregierung. Nur durch Kontaktreduzierung sowie die gezielte Isolation von Infizierten und Kontaktpersonen könne das Virus weiter eingedämmt werden.

10:00 Uhr | RKI meldet mehr als 22.600 Infizierte in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen am Montag mit 22.672 angegeben – ein Plus von 4.062 seit dem Vortag. Die in den USA ansässige Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete 24.873 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 86 Todesfälle, die JHU 94 Tote.

Das RKI wies am Montag jedoch darauf hin, dass am Wochenende nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt worden seien. Ab Dienstag sollen aber auch diese in der Statistik verfügbar sein.

Weltweit meldeten mittlerweile 182 Länder Corona-Infektionen, sagte der RKI-Chef. Insgesamt seien weltweit 283.812 Fälle gemeldet worden – 30.771 mehr als am Vortag. Die gute Nachricht: Mehr als 98.000 der Erkrankten seien bisher genesen. Von den bestätigten Covid-19-Fällen in Deutschland seien mindestens 2.809 Menschen genesen.

9:40 Uhr | Die Lage in Mitteldeutschland

Unsere Kollegen aus den Landesfunkhäusern fassen auch heute wieder das Wichtigste aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammen:

9:20 Uhr | Merkel nimmt per Telefon an Kabinettssitzung teil

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird aus der häuslichen Quarantäne heraus per Telefonschalte an der Sitzung des Bundeskabinetts teilnehmen. Die Kanzlerin hatte sich am Sonntagabend selbst in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem Arzt hatte, der mittlerweile selbst infiziert ist. Bei der Kabinettssitzung ab 11.00 Uhr sollen Notpakete für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken sowie ein Kündigungsschutz für Mieter, die wegen der Corona-Krise finanzielle Probleme bekommen, beschlossen werden.

9:15 Uhr | Italien fährt Produktion weiter herunter

Weitere Teile der Wirtschaft in Italien müssen seit Montag ihre Arbeit aussetzen. Die Regierung hatte am Wochenende beschlossen, dass die nicht-lebenswichtige Produktion heruntergefahren werden soll. Zugleich gingen die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus leicht zurück: Der Zivilschutz hatte am Sonntagabend zwar immer noch rund 650 neue Tote binnen 24 Stunden gemeldet, doch lag die Zahl unter den am Samstagabend verkündeten fast 800 Toten. Insgesamt wurden in Italien seit Februar bis zum Sonntag mehr als 59.000 Infizierte erfasst.

9:00 Uhr | Maas will bessere Zusammenarbeit innerhalb Europas

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus strebt Bundesaußenminister Heiko Maas eine bessere Koordinierung innerhalb Europas an. Es gebe zwar unterschiedliche Situationen in den Ländern wie etwa Italien, Spanien und Frankreich, sagte der SPD-Politiker im "Morgenmagazin." Doch müsse etwa bei der Ausstattung mit Medikamenten oder Rückholaktionen von Touristen die Zusammenarbeit besser organisiert werden. Auch wenn zunächst jedes Land auf sich selbst blicke, hofft Maas auf Nachbarschaftshilfe. So habe die Bundesregierung am Sonntag eine Maschine mit sieben Tonnen Hilfsgütern und 300 Beatmungsgeräten nach Italien geschickt.

8:55 Uhr | Ifo-Präsident rechnet mit Produktionsausfällen in Milliardenhöhe

Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. "Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Je nach Szenario schrumpfe die deutsche Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspreche Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro. Es seien Strategien erforderlich, die es erlauben, eine Wiederaufnahme der Produktion mit einer weiteren Eindämmung der Epidemie zu verbinden, sagte Fuest.

8:45 Uhr | Notpakete der Bundesregierung als deutliches Signal

Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle, Reint Gropp, hält die Notpakete der Bundesregierung in der Corona-Krise für ein deutliches Signal. Wichtig sei aber, dass es schnell gehe. Das Geld müsse bei denen ankommen, die es im Moment bräuchten. Kleine Unternehmen in Deutschland fielen derzeit durch alle Ritzen und litten sehr unter der Krise. Die bereitgestellten Beträge müssten ausreichend groß sein, um die nächsten Monate zu überstehen. Die Bundesregierung will heute Maßnahmen auf den Weg bringen, um die Corona-Folgen für Selbständige, Unternehmen, Arbeitnehmer, Mieter und Familien abzufedern.

8:40 Uhr | UNO will globalen Corona-Fonds auflegen

Die Vereinten Nationen wollen nach Angaben des norwegischen Außenministeriums einen globalen Corona-Fonds auflegen. Damit solle weltweit die Behandlung von Coronavirus-Patienten unterstützt werden. Ziel sei es auch, Entwicklungsländer mit schwachen Gesundheitssystemen bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen, teilte das Ministerium in Oslo mit. Auch die langfristigen Folgen sollen abgemildert werden. Die Gründung des Fonds könne noch im Laufe dieser Woche offiziell bekanntgegeben werden.

8:05 Uhr | Abonnements und Beitragszahlungen in Zeiten von Corona

Theater, Tanzschulen oder auch Sportstudios haben geschlossen. Die monatlichen Kosten für ursprünglich gebuchte Vorstellungen und Kurse gehen trotzdem vom Konto ab. Können Kunden, etwa eines Fitnessstudios, die Leistung wegen einer Schließung nicht mehr in Anspruch nehmen, müssen sie für diesen Zeitraum rein rechtlich gesehen auch keine Beitragsgebühren bezahlen. Viele Sportstudios satteln nun auf Online-Kurse um, um keine Mitglieder zu verlieren.

8:00 Uhr | Airbus nimmt Produktion wieder auf

Der Flugzeugbauer Airbus fährt in seinen Werken in Frankreich und Spanien die Produktion wieder hoch. Der Konzern erklärte, in den vergangenen Tagen seien die Anlagen desinfiziert worden. Die Produktion werde nur in Bereichen anlaufen, die den Hygienestandards entsprächen.

Airbus produziert hauptsächlich im französischen Toulouse und im spanischen Sevilla. Die beiden Länder sind mit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen.

7:35 Uhr | Verhandlungen über Billionen-Konjunkturpaket in den USA

Die Verhandlungen über ein Konjunkturpaket in Höhe von mehr als einer Billion Dollar (rund 900 Milliarden Euro) zur Rettung der angeschlagenen US-Wirtschaft sind ins Stocken geraten. Die Demokraten im US-Senat blockierten das federführend von Republikanern erstellte Paket am Sonntagabend bei einer prozeduralen Abstimmung. Obwohl beide Seiten seit Freitag über die Details des Pakets verhandelten, gab es immer noch größere Differenzen. Die Republikaner und Finanzminister Steven Mnuchin hatten eigentlich für Montag mit der Verabschiedung des Konjunkturpakets gerechnet

7:30 Uhr | Europa testet Mittel gegen Covid-19

In Europa beginnen klinische Tests zur Behandlung von Covid-19. Die staatliche französische Forschungseinrichtung Inserm teilte mit, bei den Versuchen an rund 3.200 Personen würden vier Mittel eingesetzt, darunter das bei Ebola verwendete Remdesivir. Die mit dem Coronavirus infizierten Testpatienten kommen unter anderem aus Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Spanien. Neben Europa testet auch die Weltgesundheitsorganisation Mittel, die gegen die Lungenkrankheit helfen könnten.

7:15 Uhr | IOC: Keine Absage der Olympischen Spiele

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio schließen eine Absage des Sportereignisses wegen der Corona-Pandemie noch immer aus. Eine Verschiebung sei jedoch eines von mehreren Szenarien, die in Betracht gezogen würden, sagt der Präsident des Organisationskomitees der Spiele in Tokio, Yoshiro Mori. Auch der japanische Premierminister Shinzo Abe hat erstmals eine Verschiebung der Spiele wegen der Corona-Krise in Betracht gezogen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse.

Kanada will keine Sportler zu den Olympischen Sommerspielen sowie den Paralympischen Spielen in Tokio entsenden, wenn diese wie bislang geplant im Sommer stattfinden. "Nichts ist wichtiger als die Gesundheit und Sicherheit unser Athleten und der Weltgemeinschaft", begründeten das kanadische Olympische Komitee Sonntag den Beschluss.

7:10 Uhr | Jenaer Oberbürgermeister unter Quarantäne

Der Corona-Krisenstab in Jena ist unter Quarantäne gestellt worden. Stadtsprecher Kristian Philler sagte MDR THÜRINGEN, betroffen seien rund 15 Personen von mehreren Institutionen. Auch Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) steht vorläufig unter Quarantäne. Ein Dezernent sei positiv auf Corona getestet wurde, bisher aber symptomfrei. Inzwischen seien auch die anderen Stabsmitglieder getestet worden. Die Ergebnisse werden am Dienstag erwartet. Bis dahin arbeite der Stab im Homeoffice.

6:45 Uhr | Städtetag begrüßt Kontaktverbot

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung, der Präsident des Deutschen Städtetages, hat das Kontaktverbot im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie als "richtig und verhältnismäßig" begrüßt. Jung sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, es gehe darum, Menschenleben zu retten und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Das müsse so konsequent wie möglich geschehen. Bundeskanzlerin Merkel hatte gestern betont, die beschlossenen Maßnahmen seien Regeln und keine Empfehlungen. Verstöße würden hart bestraft. Seit Mitternacht sind Gruppen über zwei Personen verboten. Sport allein oder zu zweit sowie Spazierengehen mit der Familie sind weiter möglich. Auch Wege zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Arzt fallen nicht unter das Kontaktverbot.

6:30 Uhr | Fünfter Tag ohne Neuinfektion in China

In Festland-China ist den Behörden zufolge den fünften Tag in Folge keine Neuinfektion gemeldet worden. Die Zahl der aus dem Ausland eingeschleppten Fälle stieg jedoch weiter an, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Von 39 Neuinfektionen gingen alle darauf zurück. Dabei handelt es sich vor allem um chinesische Heimkehrer. Die Zahl der Infektionen in China steigt damit auf 81.093, die Zahl der Todesfälle legt um neun auf 3.270 zu.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. März 2020 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. März 2020, 07:30 Uhr