Coronavirus-Ticker 13. April: Ausgangssperre in Frankreich wird verlängert

Frankreichs Präsident Macron verlängert die Ausgangsbeschränkungen bis zum 11. Mai. Im US-Bundesstaat New York hat sich die Zahl der Toten auf über 10.000 erhöht. Das und weitere Entwicklungen lesen Sie im Ticker.

Unser Ticker am Montag endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Am Montag startet ein neuer Corona-Ticker.

20:22 Uhr | Ausgangssperre in Frankreich wird verlängert

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die strengen Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen Covid-19 bis zum 11. Mai verlängert. Es gebe Hoffnung, aber der Kampf gegen den Virus-Ausbruch sei noch nicht gewonnen, sagte Macron in einer Fernsehansprache. Die strengen Regeln gelten bereits seit dem 17. März und wurden schon einmal verlängert.

Die Französinnen und Franzosen dürfen nur das Haus verlassen, wenn es unbedingt nötig ist. Spaziergänge, Gassigehen oder Sport sind nur eine Stunde pro Tag im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt.

19:38 Uhr | Ausgangssperren in der Türkei an jedem Wochenende

Die Menschen in der Türkei müssen sich nach Angaben von Präsident Recep Tayyip Erdogan vorerst jedes Wochenende auf eine strikte Ausgangssperre wegen der Coronavirus-Pandemie einstellen. Die Regierung habe entschieden, diese Maßnahmen so lange wie nötig beizubehalten, sagte Erdogan in einer Fernsehansprache. Am kommenden Wochenende solle die Ausgangssperre wieder von Freitag um Mitternacht bis Sonntag um Mitternacht gelten.

19:27 Uhr | Coronavirus laut WHO zehnmal tödlicher als die Schweinegrippe

Das neuartige Coronavirus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO zehnmal tödlicher als das als "Schweinegrippe" bekannte Virus H1N1, das 2009 eine Pandemie ausgelöst hatte. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, Inzwischen lägen immer mehr Daten aus verschiedenen Ländern vor, weshalb es ein klareres Bild über die Auswirkungen des Virus gebe. Dem WHO-Chef zufolge kann das Virus nur komplett gestoppt werden, wenn ein "sicherer und effizienter Impfstoff" entwickelt wird.

18:03 Uhr | Über 10.000 Tote in New York

Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen US-Bundesstaat New York sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Gouverneur Andrew Cuomo teilte mit, die Gesamtzahl der Todesopfer im nordöstlichen Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern liege nun bei 10.065. Zwischen Sonntag und Montag seien noch einmal 671 dazugekommen. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt in New York inzwischen bei 195.031.

17:53 Uhr | Viele Fälle in Pflegeheim bei Bad Oldesloe

In einem Pflegeheim in Rümpel bei Bad Oldesloe sind 53 der 70 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Kreis Stormarn mitteilte, liegen zudem von den 60 Mitarbeitern bislang 19 positive Testergebnisse vor. Mit weiteren positiven Testergebnissen sei sowohl bei den Bewohnern als auch bei den Mitarbeitern zu rechnen. Das Heim steht bereits seit Donnerstag, als es die ersten zwei positiven Testergebnisse gab, unter Quarantäne.

17:21 Uhr | Ford erwartet hohe Verluste

Der zweitgrößte US-Autobauer Ford rechnet wegen der Corona-Krise mit einem hohen Quartalsverlust. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte in den drei Monaten bis Ende März mit rund 600 Millionen Dollar im negativen Bereich liegen, hieß es. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres hatte der Konzern noch einen Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar gemacht.

16:33 Uhr | Polizei bringt in Ecuador Hunderte Tote weg

In Ecuador hat eine Sondereinheit der Polizei mehr als 1.400 Leichen aus der Hafenstadt Guayaquil abgeholt. Wegen der Überlastung von Gesundheitssystem und Beerdigungsunternehmen brachte die Einheit seit dem 31. März bereits mindestens 771 Leichen aus Wohnungen und Häusern weg. 631 Tote wurden aus Krankenhäusern geholt. In der Stadt waren Tote zuletzt tagelang in Wohnungen liegengeblieben. Die Leichenhallen der Krankenhäuser waren überfüllt. Selbst auf der Straße wurden Leichen abgelegt.

16:21 Uhr | Erstes Besatzungsmitglied der "USS Theodore Roosevelt" gestorben

Die Coronavirus-Fälle auf dem US-Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" sorgten international für Schlagzeilen - jetzt ist ein erstes Besatzungsmitglied an den Folgen von Covid-19 gestorben. Kapitän Brett Crozier hatte Ende März angesichts dutzender Coronavirus-Infektionen auf der "Theodore Roosevelt" in einem Brandbrief an seine Vorgesetzten Alarm geschlagen und war daraufhin entlassen worden. Er hatte eine weitgehende Evakuierung des Kriegsschiffes gefordert. Inzwischen sind bei mehr als 580 der rund 4.800 Besatzungsmitglieder Tests positiv ausgefallen.

15:51 Uhr | Kosovo stellt Hauptstadt unter Quarantäne

Die Behörden des Kosovo haben die Hauptstadt Pristina unter Quarantäne gestellt. Berichten zufolge stehen an den Ortseingängen Polizisten. Autofahrer ohne Sondergenehmigung würden nicht durchgelassen. Gestern waren 79 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit erhöhte sich die Zahl der nachgewiesenen Fälle auf 362.

15:33 Uhr | Supermärkte in Bulgarien müssen heimische Produkte anbieten

Bulgarien hat zum Schutz heimischer Agrar-Erzeuger die Handelsketten verpflichtet, regionale Produkte anzubieten. Dabei handelt es sich um Milch und Milcherzeugnisse, Fisch, Fleisch, Eier, Honig sowie Obst und Gemüse. Damit sollen die kleinen regionalen Erzeuger unterstützt werden und ihr Gewerbe erhalten bleiben.

14:50 Uhr | Drei weitere Thüringer gestorben

Wie die Thüringer Staatskanzlei mitteilte, sind in der Stadt Eisenach, in Meiningen und im Landkreis Greiz drei weitere mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Die Zahl der Toten stieg damit nach MDR THÜRINGEN-Informationen auf insgesamt 30. Rund 1.500 Thüringer wurden bisher positiv auf das Virus getestet. Laut Landesregierung sind geschätzt 890 Infizierte wieder genesen.

13:50 Uhr | Halle hebt Katastrophenfall auf

Die Stadt Halle hat den Katastrophenfall im Zusammenhang mit der Corona-Krise aufgehoben. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sprach am Ostermontag von einem Schritt in die Normalität. Aus Sicht der Stadt bestehe keine Notlage mehr. Man könne nun schrittweise wieder in den Normalbetrieb eintreten. Halle hatte vor drei Wochen den Katastrophenfall ausgerufen und anschließend Polizei und Bundeswehr um Hilfe gebeten. Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls war es der Stadt möglich, wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu erlassen und alle verfügbaren Kräfte und Mittel zentral zu steuern. In Halle sind bisher neun Menschen an Covid-19 gestorben.

13:20 Uhr | Tschechien fordert von Grenz-Pendlern Hygienenachweis

Tschechien hat die Regeln für Berufspendler verschärft, die in Deutschland arbeiten. Wer im Gesundheits- und Rettungswesen oder anderen systemrelevanten Branchen tätig ist, darf weiter über die Grenze. Ab Morgen müssen aber strenge Hygienevorschriften eingehalten werden. Dazu gehören das Tragen eines Mundschutzes am deutschen Arbeitsplatz und nur wenige soziale Kontakte. Als Nachweis für den Gesundheitszustand müssen eine Bescheinung des Arbeitgebers und ein Schriftstück der deutschen Botschaft in Prag vorgelegt werden. Pendler anderer Branchen dürfen die Grenze nur in längeren Abständen überschreiten und müssen anschließend in Quarantäne.

13:07 Uhr | Metallbranche rechnet mit mehr Kurzarbeit

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie erwartet wegen der Corona-Krise, dass bis Ende April rund 2,2 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit sein werden. Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Oliver Zander, sagte, derzeit seien bereits etwa 1,2 Millionen der insgesamt vier Millionen Beschäftigten in der Branche in Kurzarbeit. Dabei sei die Arbeitszeit im Durchschnitt um zwei Drittel verringert worden. Das zeige die Dramatik der Situation.

12:16 Uhr | Leopoldina: Schulen so bald wie möglich wieder öffnen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt, unter bestimmten Voraussetzungen sobald wie möglich die Schulen schrittweise wieder zu öffnen und zwar zuerst die Abschlussklassen der Grundschulen und die Sekundarstufe I. Der Kita-Betrieb soll dagegen nur "sehr eingeschränkt" wiederaufgenommen werden. Zur Begründung hieß es, dass kleinere Kinder sich nicht an die Distanzregeln und Schutzmaßnahmen halten können, gleichzeitig aber die Infektion weitergeben können.

Außerdem schlagen die Wissenschaftler eine Maskenpflicht für öffentlichen Personenverkehr vor. In der am Montag veröffentlichten Stellungnahme der Wissenschaftler heißt es unter anderem zu den Voraussetzungen, die Infektionen müssten auf niedrigem Niveau stabilisiert und die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden. Das Gutachten der Experten ist eine der Grundlagen für Beratungen der Bundesregierung mit den Ländern am Mittwoch, wo es um eine Lockerung der Kontakteinschränkungen gehen soll.

12:08 Uhr | Touristen müssen Entschuldigung schreiben

Wegen eines Spaziergangs in Indien haben zehn ausländische Touristen 500 Mal schreiben müssen: "Ich habe mich nicht an die Ausgangssperre-Regeln gehalten und das tut mir sehr leid." Die Touristen aus Australien, Mexiko, den USA und Israel waren am Wochenende an den Ufern des Ganges in der nordindischen Stadt Rishikesh unterwegs. Die Polizei erklärte, man habe sich für diese Strafe entschieden, weil sich in letzter Zeit mehrere Ausländer nicht an die Regeln gehalten hätten. In Indien darf man zurzeit nur raus, um Lebensmittel oder Medikamente zu kaufen sowie bei Notfällen.

11:36 Uhr | Elektronischer Passierschein für Moskauer

In der russischen Hauptstadt Moskau braucht man künftig einen elektronischen Passierschein, wenn man mit dem Auto oder einem öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs ist. Die Behörden schalteten am Montag eine Internetseite frei, auf die die Passierscheine beantragt werden können. Das System soll dann ab Mittwoch einsatzbereit sein. Mit dem elektronischen Passierschein sollen die Bewegungen der Moskauer kontrolliert werden. In Moskau dürfen Wohnungen und Häuser seit Ende März nur verlassen werden, um in den nächstgelegenen Lebensmittelladen oder die nächste Apotheke zu gehen, den Müll rauszubringen oder um mit dem Hund Gassi zu gehen.

10:25 Uhr | Mehr als 3.000 Tote in Deutschland

In Deutschland gibt es inzwischen mehr als 3.000 Todesfälle mit Bezug zum Coronavirus. Das geht aus der Datenbank des "Risklayer"-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor, die Angaben werden regelmäßig aktualisiert. Danach wurden für Sachsen bis Montagvormittag 74 Todesfälle registriert, für Thüringen 27 und für Sachsen-Anhalt 24.

Zuvor hatte das Robert Koch-Institut mitgeteilt, dass inzwischen mehr als die Hälfte der Infizierten in Deutschland genesen sind.

10:10 Uhr | Infektionszahlen in Russland deutlich gestiegen

In Russland sind 2.558 Neuinfektionen bestätigt worden - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Nach Angaben des Corona-Krisenzentrums stieg damit die Zahl der nachweislich Infizierten binnen 24 Stunden auf 18.328. 18 weitere Patienten seien gestorben. Damit gibt es bislang in Russland den offiziellen Angaben zufolge insgesamt 148 Tote, bei denen das Virus festgestellt wurde.

10:04 Uhr | Freie Schulen in Thüringen: Eltern müssen weiter zahlen

Die Freien Schulen in Thüringen fühlen sich benachteiligt. Wie der Vorsitzende der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland, Marco Eberl, MDR THÜRINGEN sagte, müssen Eltern trotz Schulschließungen und gestrichenen Klassenfahrten weiter für alles zahlen. Eberl bezeichnete das als unsinnig. Zugleich kritisierte er die Kommunikation seitens des Bildungsministeriums. Alle wichtigen Informationen erhalte er nur aus den Medien, etwa wie es nach den Osterferien weitergehe. Das Ministerium hat den Freien Schulen jetzt Gespräche angeboten.

09:45 Uhr | Schausteller sehen Existenz gefährdet

Die Schausteller in Sachsen bangen um ihre Existenz. Die Saison sollte eigentlich zu Ostern beginnen. Doch wegen der Corona-Krise sind Feste und Veranstaltungen derzeit verboten. Wie der Vorsitzende des Mittelsächsischen Schaustellerverbandes, Klaus Illgen, sagte, haben die Schausteller in Sachsen seit dem 23. Dezember keine Einnahmen. Für das laufende Jahr seien bereits vier große Veranstaltungen abgesagt worden, darunter der "Tag der Sachsen" in Aue-Bad Schlema.

09:30 Uhr | Grüne für Kommission für faire Löhne

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat sich dafür ausgesprochen, eine Kommission für faire Löhne in systemrelevanten Berufen einzusetzen. Göring-Eckardt sagte, die Corona-Krise zeige, dass Beschäftigte in diesen Berufen von der Pflegekraft über die Erzieherin bis zur Verkäuferin "viel zu schlecht bezahlt" würden. Allen sei inzwischen klar, "was für einen verdammt wichtigen Job diese Leute machen". Der Grünen-Politikerin zufolge sollen der Kommission Vertreter von Unternehmen und Gewerkschaften sowie Experten angehören. Mit der Mindestlohnkommission habe die Politik schon einmal einen Weg gefunden, um Kriterien für Löhne jenseits von Tarifverträgen festzulegen.

08:25 Uhr | Erdogan lehnt Rücktritt des Innenministers ab

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lehnt einen Rücktritt von Innenminister Süleyman Soylu ab. Soylu hatte Sonntagabend wegen einer sehr kurzfristig angekündigten Ausgangssperre angesichts der Corona-Krise und dem anschließenden Chaos seinen Rücktritt eingereicht. Aus Erdogans Büro hieß es aber, der Präsident habe das Rücktrittsgesuchs nicht akzeptiert, Soylu werde sein Amt weiter ausführen.

Soylu hatte am Freitagabend mit nur zwei Stunden Vorlauf angekündigt, dass die Bewohner von 31 Städten, darunter der Hauptstadt Ankara und der Millionenmetropole Istanbul, ihre Wohnungen für einen Zeitraum von 48 Stunden nicht verlassen dürften. Dies hatte großen Unmut und Panikkäufe der Bevölkerung ausgelöst.

07:47 Uhr | Willingmann: Schutzprodukte in Deutschland herstellen

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann fordert angesichts der Corona-Krise, wieder mehr Schutzprodukte in Deutschland herstellen zu lassen. Willingmann sagte MDR SACHSEN-ANHALT, während der Coronavirus-Pandemie merke man die Schwächen der Globalisierung. In einer Krise sei man sehr abhängig. Es müsse aber allen klar sein, dass eine Produktion in Deutschland mehr koste.

Die Rahmenbedingungen für die Zeit nach der Krise schätzt Willingmann in Sachsen-Anhalt deutlich besser ein als im Rest Deutschlands. Das liege daran, dass Sachsen-Anhalts Wirtschaft so kleinteilig sei. Deswegen sei man auch gut durch die Finanzkrise gekommen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte bereits vor einer Woche gefordert, medizinische Schutzmasken wieder in Deutschland zu produzieren.

07:20 Uhr | Spanien fährt Wirtschaft langsam wieder hoch

In Spanien dürfen heute viele Betriebe wieder ihre Arbeit aufnehmen. In den vergangenen zwei Wochen waren alle Unternehmen geschlossen gewesen, die als nicht notwendig galten. Dazu zählten auch Baufirmen, die nun wieder starten können.

Ministerpräsident Pedro Sanchez sagte, Spanien befinde sich weiter im Alarmzustand. Die generelle Ausgangssperre bleibe in Kraft. Man beende nur den "Winterschlaf unserer Wirtschaft". In vielen Regionen wie in Katalonien wird die Lockerung kritisch gesehen. Oliver Neuroth berichtet im Audio:

06:55 Uhr | Abgeordnete für Verschiebung der Diätenerhöhung

Um die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus zu minimieren, bleiben jeweils zwei Plätze zwischen den Bundestagsabgeordneten frei.
Im Bundestag gibt es Überlegungen, auf eine Diätenerhöhung zu verzichten. Bildrechte: dpa

Mehrere Bundestagsabgeordnete haben sich dafür ausgesprochen, die geplante Diätenerhöhung auszusetzen. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich sagte, er erwarte, dass sich der Bundestag angesichts der Corona-Krise schon in den nächsten Tagen auf einen Verzicht verständigen werde. Die SPD-Fraktion wolle auf die Erhöhung verzichten. Eigentlich sollte die Steigerung zum 1. Juli kommen.

Auch Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus signalisierte Zustimmung. Politiker könnten nicht weitermachen wie bisher, während viele Menschen in Kurzarbeit gingen oder keinen Job mehr hätten. "Mehr Geld für Politiker, also höhere Diäten am 1. Juli - das wäre kein gutes Zeichen", so Brinkhaus. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch sprach von einer Selbstverständlichkeit in dieser Zeit.

06:45 Uhr | Ministerpräsidenten fordern Masterplan für Ausstieg

Mehrere Ministerpräsidenten haben sich für eine Lockerung der Corona-Auflagen ausgesprochen. Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, es brauche einen nachvollziehbaren Masterplan. Dabei gehe es nicht um Rückkehr zur Normalität, sondern darum, wie eine neue Normalität aussehen werde. An oberster Stelle stehe, die Bürger vor Ansteckung zu schützen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte, wichtig seien überschaubare, gut kontrollierbare Einzelmaßnahmen und die Einhaltung von Hygiene-Standards. Dann könnten Teile der Wirtschaft wieder die Arbeit aufnehmen. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte einen Fahrplan mit vielen vorsichtigen kleinen Schritten gefordert. Kanzlerin Merkel will sich am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten beraten.

06:37 Uhr | Mehr als Hälfte der Corona-Infizierten ist genesen

In Deutschland ist die Zahl der Infektionsfälle bis Sonntag um Mitternacht um 2.537 auf 123.016 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Institut am Montagmorgen auf seiner Internetseite mit. Binnen 24 Stunden seien 126 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. 64.300 Menschen sind demnach genesen. Einen Tag zuvor lag diese Zahl bei 60.200.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. April 2020 | 06:30 Uhr