Coronavirus-Ticker 1. Juni: Tschechien öffnet Grenze für Deutsche am 15. Juni

Tschechien lässt ab dem 15. Juni Deutsche wieder ohne Auflagen ins Land. Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat die EU-Auflagen für die vom Bund angebotene Hilfe akzeptiert. Bundespräsident Steinmeier nutzt den Internationalen Kindertag, um Kinder und Eltern in der Corona-Krise zu würdigen. Telefonische Krankschreibungen sind nicht mehr möglich. Weitere aktuelle Meldungen im Ticker.

Tschechische Polizisten stehen zur Einreisekontrolle auf einer Straße an der tschechischen Grenze.
Ab dem 15. Juni entfallen für Deutsche Auflagen an der Grenze Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Pfingstmontag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie ab dem Morgen in unserem Ticker vom Dienstag.

22:31 Uhr | Schulbetrieb in Worbis eingeschränkt

Corona-Neuinfektionen an Schulen in Worbis und Suhl sorgen dafür, das dort von Normalbetrieb noch keine Rede sein kann.

22:27 Uhr | Bislang 68 positive Tests nach Göttinger Feiern

Die Zahl der in Göttingen nach mehreren privaten Familienfeiern positiv auf das Virius Sars-CoV-2 getesteten Menschen ist auf 68 gestiegen. Die Ergebnisse weiterer Tests stünden noch aus, teilte die Stadt am Montagabend mit. Eine Person werde weiterhin stationärer behandelt. Die Behörden in Göttingen arbeiten weiter daran, alle Personen ausfindig zu machen, die mit den Infizierten Kontakt hatten. 203 seien bisher identifiziert worden, hieß es. Alle hätten eine Quarantäneverfügung erhalten und sind aufgefordert sich testen zu lassen.

20:28 Uhr | Kindertag in Corona-Zeiten

Heute war Kindertag - in Zeiten des Coronavirus ein ganz besonderer. Lobende Worte für die Kleinsten gab es von Bundespräsident Steinmeier für ihre Geduld, gleichzeitig fordern andere aber auch mehr Rechte für Kinder.

19:55 Uhr | Tschechien öffnet Grenze am 15. Juni

Tschechien öffnet ab dem 15. Juni seine Grenze auch für Touristen aus Deutschland. Das gab Gesundheitsminister Adam Vojtech nach einer Kabinettssitzung in Prag bebekannt. Zugleich entfallen auch die bisherigen Einschränkungen für grenzüberschreitende Berufspendler. Tschechien hatte Mitte März einen weitgehenden Einreisestopp verhängt. Nun führt das Land eine Ampel-System ein, dass die Länder nach Risikogruppen einteilt. Grünes Licht bekommen neben Deutschland und allen anderen Nachbarstaaten Tschechiens unter anderem auch die Schweiz und Kroatien. Ausländer aus rot und orange gekennzeichneten Ländern müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen. Dazu zählen unter anderem Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Schweden.

Um den Tourismus wieder anzukurbeln, beschloss Prag zudem ein Gutscheinmodell: Wer mindestens zwei Nächte in einem Hotel bleibt, erhält Punkte, die unter anderem in den städtischen Museen, dem zoologischen und dem botanischen Garten eingelöst werden können.

19:16 Uhr | Volle Strände an der Ostsee

Urlauber und Einheimische am Strand von Zinnowitz auf der Insel Usedom
Voller Strand von Zinnowitz auf der Insel Usedom Bildrechte: imago images/Leo

Das Pfingstwochenende hat zahlreiche Besucher an Ost- und Nordsee gelockt. Nach Scharbeutz und Haffkrug in der Lübecker Bucht wurden am Montagnachmittag keine weiteren Gäste mehr reingelassen. Bürgermeisterin Bettina Schäfer bat auf Facebook: "Bitte reisen Sie nicht mehr an. Wir werden die Orte sperren und nur noch den Verkehr ableiten." In Kampen auf Sylt warteten nach Angaben der Polizei mehr als hundert Menschen vor einer Toilette. Vor der Insel Usedom kam es zu Staus. An der Nordsee wurden hunderten Autos zurückgeschickt, weil hier anders als an der Ostsee Tagesausflügler über Pfingsten noch nicht zugelassen waren. Laut Polizei verlief  das Wochenende dennoch überwiegend ruhig und mit Blick auf die Corona-Auflagen ohne besondere Ereignisse.

18:39 Uhr | Sachsen-Anhalts Kitas ab morgen im Regelbetrieb

Am Dienstag öffnen in Sachsen-Anhalt die Kindertagesstätten wieder für einen Regelbetrieb – in eingeschränkter Form. Was das für Eltern und ihre Kinder bedeutet.

18:16 Uhr | Brüsseler Atomium wieder geöffnet

Das Atomium in Brüssel ist wieder offen. Das wegen der Corona-Pandemie geschlossene Wahrzeichen der belgischen Hauptstadt kann seit Montag unter strengen Auflagen wieder besichtigt werden. Tickets können nur online bestellt werden, beim Eintreten wird Fieber gemessen. Maximal 150 Personen dürfen gleichzeitig in dem Bauwerk sein.

Atomium in Brüssel
Das Atomium in Brüssel Bildrechte: imago images/Xinhua

Das Atomium wurde zur Weltausstellung 1958 errichtet und ist eine begehbare, 165 Milliarden Mal vergrößerte Nachbildung eines Eisenkristalls mit neun Atomen. Pro Jahr zählt es normalerweise mehrere hunderttausend Besucher.

17:35 Uhr | Weiterer Schulfahrplan für Sachsen-Anhalt

Nach den Pfingstferien sollen Sachsen-Anhalts Grundschüler wieder ganz in den Schulen unterrichtet werden. Für ältere Schüler ist ein Wechsel aus Präsenz- und Fernlehre geplant. Ein Überblick.

17:06 Uhr | Putin legt Abstimmung über Verfassungsreform auf den 1. Juli

Wladimir Putin, Präsident Russlands, während einer Rede im Kreml.
Könnte mit neuer Verfassung erneut als Präsident kandidieren: Wladimir Putin Bildrechte: dpa

In Russland findet die wegen der Corona-Pandemie verschobene Volksabstimmung über eine Verfassungsreform nun am 1. Juli statt. Das teilte Präsident Wladimir Putin mit. Er sagte, die Infektionszahlen in Russland hätten sich in den vergangenen zwei Wochen stabilisiert. Das und die Tatsache, dass bis zum Termin der Abstimmung "ein ganzer Monat" bleibe, rechtfertigten die Abhaltung der Abstimmung am 1. Juli. Ursprünglich sollte das Referendum am 22. April sein. Russland ist mit mehr als 410.000 registrierten Fällen das Land mit den drittmeisten Infektionen. Derzeit kommen täglich 8.000 bis 9.000 hinzu.

Die neue Verfassung würde es Putin ermöglichen, zwei weitere Male bei Präsidentschaftswahlen anzutreten und damit theoretisch bis 2036 im Amt zu bleiben.

16:35 Uhr | Sachsen meldet null Neuinfektionen

Erstmals seit knapp drei Monaten sind in Sachsen an einem Tag keine neuen Corona-Infektionen gemeldet worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, lag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen am Montag wie schon am Sonntag bei 5.304. Die Zahl der Todesopfer blieb ebenfalls unverändert - bei 210. Schätzungsweise 4.880 positiv auf das Virus Getestete sind inzwischen wieder genesen.

15:54 Uhr | Lufthansa aktzeptiert EU-Auflagen

Das Rettungspaket des Bundes für die Lufthansa hat eine weitere Hürde genommen. Nach dem Vorstand akzeptierte auch der Aufsichtsrat der Lufthansa die von der EU-Kommission gestellten Auflagen. Das teilte die Fluggesellschaft am Montag nach einer Sitzung des Gremiums mit. Die Aktionäre sollen auf einer Hauptversammlung am 25. Juni zustimmen. Die EU-Auflagen verpflichten die Lufthansa, an ihren Drehkreuzen in Frankfurt und München jeweils einem Wettbewerber bis zu 24 Start- und Landerechte für jeweils bis zu vier Flugzeuge zu übertragen. Im Gegenzug darf der Bund die Fluggesellschaft mit neun Milliarden Euro unterstützen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigte zudem Gespräche mit den Gewerkschaften über Kapazitätsanpassungen an.

15:44 Uhr | Tschechien stellt Masken im Museum aus

Zehn Wochen lang waren Mund-Nasen-Masken in Tschechien Vorschrift - auch im Freien - und bestimmten das Straßenbild. Daran will nun das Nationalmuseum erinnern.

15:36 Uhr | Sonneberg bleibt Corona-Hotspot in Thüringen

Im Kreis Sonneberg sind weitere drei Menschen im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorben. Das meldete das Landratsamt am  Montag. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer auf 17. Zugleich bleibt der Kreis ein Brennpunkt der Pandemie. Über das Pfingstwochenende wurden bislang neun Neuansteckungen bekannt. Die Rate der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegt seit Tagen deutlich über der kritischen Marke von 50. Derzeit ist Sonneberg bundesweit der einzige Kreis, der die Marke überschreitet.

14:52 Uhr | Rumäniens Regierungschef zahlt 600 Euro Strafe

Ludovic Orban
Ohne Maske: Rumäniens Premier Orban (Archivbild) Bildrechte: imago images/Xinhua

Rumäniens Ministerpräsident Ludovic Orban und vier seiner Minister haben Bußgelder bezahlt, weil sie bei einer Geburtstagsfeier des Premiers in dessen Büro keine Corona-Masken getragen hatten. Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax berichtete, bezahlte Orban umgerechnet 500 Euro wegen des fehlenden Mund- und Nasenschutzes. Weitere 100 Euro zahlte er, weil er auch gegen das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden verstieß. Seine Kabinettsmitglieder mussten auch zahlen, zum Teil waren die Strafen geringer.

14:26 Uhr | Iran meldet höchsten Neuanstieg seit zwei Monaten

Der Iran hat mit 2.979 Neuinfektionen den höchsten Anstieg an Coronavirus-Fällen seit zwei Monaten verzeichnet. Gesundheitsminister Saïd Namaki sagte: "Die Leute scheinen zu denken, dass das Coronavirus verschwunden ist, aber wir sind weit davon entfernt." Das Land könne jederzeit einen weiteren gefährlichen Höchststand. erleben, warnte er. Die Zahl der Neuinfektionen steigt im Iran nach einem Abflauen im April seit Anfang Mai fast kontinuierlich wieder an. Offiziellen Zahlen zufolge haben sich bislang 154.445 Menschen mit dem Virus infiziert. 7.878 Infizierte sind gestorben.

13:54 Uhr | Nur 200 gemeldete Neuinfektionen am Pfingstsonntag

Am gestrigen Pfingstsonntag haben die Kreise und Städte nur 200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet. Das geht aus der Datenbank des am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Projekts "Risklayer" hervor. Allerdings haben nur 38 Prozent der Landkreise überhaupt aktuelle Fallzahlen gemeldet. Mit Abflauen des Infektionsgeschehens verzichten viele Kreise an Wochenenden und Feiertagen auf die Veröffentlichung beziehungsweise Meldung der Infektionszahlen. Außerdem wird dann weniger auf das Virus getestet.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts zuletzt bei 1,04 (berücksichtigt wurde dabei der Datenstand vom 31. Mai, 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa eine weitere Person ansteckt. Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 0,90. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, muss der Wert langfristig unter 1,0 gehalten werden.

13:27 Uhr | Schüler und Lehrer in Worbis werden getestet

In Thüringen werden heute 66 Schüler und Lehrer der Regelschule Worbis auf eine Coronavirus-Infektion getestet. Grund ist der positive Test einer Lehrerin. Der Vize-Landrat des Eichsfeldkreises, Gerald Schneider, sagte MDR THÜRINGEN, getestet würden zwei Schulklassen sowie alle Lehrerinnen und Lehrer, die Kontakt zu der infizierten Kollegin gehabt hätten. Mit den Testergebnissen werde spätestens am Mittwoch gerechnet. Schüler, die von der betroffenen Lehrerin in der vergangenen Woche mehr als eine Stunde unterrichtet worden sind, stehen vorerst unter Quarantäne. Für die anderen Kinder soll am Dienstag der Unterricht in Worbis uneingeschränkt laufen.

13:07 Uhr | Dehoga Sachsen-Anhalt zieht durchwachsene Bilanz

Der Hotel- und Gaststättenverband in Sachsen-Anhalt hat rund anderthalb Wochen nach der Wiedereröffnung vieler Gastronomieeinrichtungen eine erste Bilanz gezogen. Dehoga-Präsident Michael Schmidt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Umsatzerwartung habe sich nicht erfüllt. Die Betriebe hätten mit weniger Plätzen Umsatzeinbußen von rund 50 Prozent. Bei der Außengastronomie würden 25 bis 30 Prozent der Umsätze fehlen. Schmidt zufolge ist es kein Problem für Hotels und Restaurants, die Hygiene-Konzepte umzusetzen. Allerdings sei bei der Bedienung mehr Personalaufwand notwendig. Besonders in Hotels, wo das Frühstück wegen der Corona-Auflagen nicht mehr als Buffet angeboten werden darf, steigen laut Dehoga die Kosten.

12:43 Uhr | Kolosseum in Rom wieder geöffnet

Das Kolosseum in Rom
Das Kolosseum in Rom kann nach drei Monaten wieder besucht werden. Bildrechte: dpa

Das Kolosseum in der italienischen Hauptstadt Rom kann nach rund drei Monaten Corona-Sperre wieder besichtigt werden. Die Direktorin des Archäologischen Parks am Kolosseum, Alfonsina Russo, sagte, das sei ein symbolischer Moment für Rom und für Italien. Das Amphitheater ist eine von Italiens beliebtesten Touristen-Attraktionen. Die Neuöffnung des antiken Baus und der umliegenden Ruinen-Areale am Forum Romanum und dem Palatin-Hügel zeige, dass Italien sich erhole, so Russo. Die Corona-Krise bedeute für das Kolosseum einen Wandel. Früher kamen am Tag rund 20.000 Besucher, jetzt wurde der Zugang beschränkt. Die Besucherzahl solle bei maximal 1.600 pro Tag liegen.

12:12 Uhr | Steinmeier dankt Familien für ihr Durchhalten

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Internationalen Kindertag den Kindern und Eltern für ihr Durchhaltevermögen in der Corona-Krise gedankt. Steinmeier sagte dem Kinderkanal Kika, die Kinder hätten auf vieles verzichten müssen. Schulen und Kitas seien geschlossen gewesen und die Kinder hätten Freunde und Verwandte nicht treffen dürfen. Er finde es klasse, dass sich die Kinder trotzdem so gut an die Regeln gehalten hätten. Steinmeier betonte, sein Dank gehe auch an die Eltern. Viele von ihnen hätten neben der normalen Arbeit noch Schulaufgaben betreut und sich um Haus und Essen gekümmert.

11:30 Uhr | Zweiter Sonderflug nach China findet statt

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer in China hält an dem geplanten zweiten Sonderflug in die Volksrepublik fest. Geschäftsführer Jens Hildebrandt sagte nach Konsultationen mit chinesischen Behörden, der Flug am Mittwoch nach Shanghai stehe nicht in Frage. Nach dem ersten Sonderflug in die chinesische Stadt Tianjin war bei einem der Passagiere eine Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Ein zweiter Test hat das inzwischen bestätigt. Der 34 Jahre alte Ingenieur aus Baden-Württemberg war mit rund 180 in China tätigen Managern, Technikern und anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft und Angehörigen sowie vier China-Korrespondenten nach Tianjin geflogen. Der Mann befindet sich unter medizinischer Beobachtung in einer Quarantäneeinrichtung. Die anderen Deutschen mussten sich nach der Ankunft ohnehin großteils in einem Hotel in Quarantäne begeben.

11:01 Uhr | Armenischer Regierungschef mit Coronavirus infiziert

Nikol Paschinjan, Ministerpräsident von Armenien
Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan bei einem Besuch im Februar im Bundeskanzleramt. Bildrechte: dpa

In der Südkaukasusrepublik Armenien hat sich Regierungschef Nikol Paschinjan mit dem Coronavirus infiziert. Der Politiker teilte in der Hauptstadt Eriwan mit, er habe sich in häusliche Quarantäne begeben. Er selbst habe keine Symptome. Auch bei Familienmitgliedern sei eine Infektion bestätigt worden. Die Infektion sei entdeckt worden, als er vor einem geplanten Besuch beim Militär einen Test auf Corona gemacht habe. Seine Amtsgeschäfte wolle er von zu Hause fortsetzen.

Paschinjan betonte, er habe sich womöglich angesteckt, als ihm ein Kellner bei einem Arbeitstreffen ohne Handschuhe ein Glas Wasser gebracht habe. Bei dem Mann sei eine Corona-Infektion inzwischen ebenfalls bestätigt. In der früheren Sowjetrepublik gilt noch bis 13. Juni der Ausnahmezustand, der aber fast nur Bildungseinrichtungen betrifft. Für die Wirtschaft in dem verarmten Land gibt es keine Einschränkungen.

09:51 Uhr | Freibäder in Thüringen öffnen

In Thüringen dürfen ab heute die Freibäder öffnen. Damit beginnt die Badesaison in diesem Jahr coronabedingt rund einen Monat später als sonst. Es gelten strenge Hygiene-Auflagen. So muss auf Liegewiesen Abstand gehalten werden. Unter anderem öffnen heute die Freibäder in Bad Blankenburg, Erfurt, Bad Sulza und Meiningen.

09:40 Uhr | Jeder Zweite würde sich impfen lassen

Jeder zweite Deutsche will sich gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn ein Impfstoff verfügbar ist. Das ergab eine repräsentative Online-Umfrage der Meinungsforscher von YouGov. Jeder Vierte würde es vielleicht tun. Jeder Fünfte lehne eine Impfung ab. Männer seien eher zu einer Impfung bereit als Frauen. Bei der Befragung sprachen sich zugleich 44 Prozent für eine Impfpflicht aus. 40 Prozent lehnten eine Impfpflicht ab. Befragt wurden mehr als 2.000 Menschen.

08:45 Uhr | USA liefern Malariamittel Hydroxychloroquin nach Brasilien

Die USA haben zwei Millionen Dosen des Malariamittels Hydroxychloroquin nach Brasilien geliefert. Wie das Weiße Haus in Washington mitteilte, soll das Mittel Brasiliens Pflegepersonal, Ärzten und Gesundheitsexperten "prophylaktisch gegen das Coronavirus helfen". Zudem solle das Medikament "als Therapeutikum für Brasilianer, die sich infizieren", verwendet werden. Hydroxychloroquin wird seit Jahrzehnten zur Behandlung von Malaria sowie von Autoimmunerkrankungen eingesetzt. Die Wirksamkeit von Hydroxychloroquin bei der Behandlung von Covid-19-Patienten ist allerdings umstritten. Einer Studie zufolge kann eine Behandlung von Covid-19-Erkrankten mit Hydroxychloroquin möglicherweise die Sterblichkeitsrate erhöhen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte daraufhin klinische Tests mit dem Mittel ausgesetzt.

08:21 Uhr | Einzelne Mühlen öffnen heute

Mühlentag in der Krabatmühle Schwarzkollm
Die Krabatmühle in Schwarzkollm Bildrechte: MDR/Bettina Wobst

Pfingstmontag ist traditionell Mühlentag. Dann öffnen vielerorts in Deutschland alte und neue Mühlen für Besucher. In diesem Jahr wurde der Mühlentag offiziell wegen der Corona-Krise abgesagt. In der Oberlausitz haben heute trotzdem einige Mühlen geöffnet, wenn auch mit Einschränkungen. So lädt unter anderem die Krabatmühle in Schwarzkollm zur Besichtigung ein, auch der Schwarze Müller wird vor Ort sein. Das Heimatmuseum in Sagar bei Bad Muskau, zu dem eine Mühle mit Sägewerk gehört, öffnet ebenfalls. Besucher können sich über die Geschichte der Mühle informieren.

07:15 Uhr | Sachsen: Kostenlose Tests für Lehrer

In Sachsen können sich Lehrkräfte ab sofort kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Ein konkreter Verdacht muss dafür nicht vorliegen, auch die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ist nicht nötig. Die Teilnahme am Test muss bei der Schulleitung beantragt werden und ist einmal wöchentlich möglich. Bezahlt werden die Tests vom Land. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Sachsen forderte unterdessen auch Tests für Erzieher. GEW-Landesvorsitzende Uschi Kruse sagte, es dürfe keine Frage des Geldes sein, ob Erzieher Zugang zu Covid-19-Tests erhielten.

07:06 Uhr | Weitreichende Lockerungen in der Türkei

In der Türkei treten weitreichende Lockerungen in Kraft. So dürfen Restaurants, Cafés und Parks wieder öffnen. Das gilt ebenfalls für Fitness-Studios, Schwimmbäder, Museen, Büchereien und Strände. Auch Intercity-Züge dürfen den Betrieb wieder aufnehmen. Die türkische Regierung hat seit Wochen schrittweise die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert und erklärt, die Epidemie sei unter Kontrolle. In der Türkei wurden bislang mehr als 160.000 Coronavirus-Fälle registriert.

06:38 Uhr | Moskauer dürfen wieder auf die Straße

In der russischen Hauptstadt Moskau dürfen die Einwohner erstmals seit neun Wochen wieder ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die Behörden der Millionenstadt hoben die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie teilweise auf. Drei Mal pro Woche dürfen die Menschen spazieren gehen und draußen Sport treiben. Einkaufszentren und die meisten Parks werden nach Angaben der Stadt am Montag geöffnet. Kinderspielplätze und Sportanlagen bleiben zunächst geschlossen. Zuletzt hatten sich weniger Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

06:31 Uhr | Krankenhausgesellschaft erwartet Mehrbelastung

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen geht davon aus, dass es nach dem Abflauen der Corona-Pandemie in einigen Kliniken zu Mehrbelastung durch nachgeholte Operationen kommt. Sprecher Friedrich München sagte MDR AKTUELL, regional werde das sehr unterschiedlich sein. Es gebe Kliniken, die trotz Corona-Patienten zu 70 bis 80 Prozent weitergearbeitet hätten. Andere seien vollständig runtergefahren worden. Von verschiedenen Herzzentren wisse man, dass dort 30 Prozent weniger Fälle bearbeitet worden seien. Deshalb gehe er davon aus, dass es auch wieder vermehrt Operationen gebe, die nachgeholt würden. Das könne zu einer Belastung der Mitarbeiter führen.

06:12 Uhr | Keine telefonischen Krankschreibungen mehr

Wer sich wegen einer Erkältung krankschreiben lassen will, muss jetzt wieder zum Arzt. Die Sonderregelung für telefonische Krankschreibungen wegen der Corona-Krise ist zum 31. Mai ausgelaufen. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hatte das bereits Mitte Mai beschlossen. Damals hieß es, das Ende der Sonderregelung stehe im Einklang mit der aktuellen Einschätzung der Gefährdungslage. Außerdem hätten mittlerweile viele Praxen spezielle Hygienekonzepte, so dass Patienten sich nicht erhöhten Infektionsrisiken aussetzen müssten.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Mai 2020 | 14:00 Uhr