Coronavirus-Ticker 9. März: Italien weitet Sperr-Maßnahmen aufs ganze Land aus

In Deutschland sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus zwei Menschen gestorben. Sie starben nach offiziellen Angaben in Nordrhein-Westfalen. An den Börsen gibt es deutliche Kurseinbrüche. Italien setzt im Kampf gegen die Krankheit unterdessen auf umfangreiche Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit.

3D-Modell Coronavirus
Coronavirus: In Deutschland gibt es die ersten bestätigten Todesfälle. Bildrechte: imago images/Hollandse Hoogte

22:35 Uhr | Ticker am Montag endet

Wir schließen hiermit für Montag den Ticker zum Coronavirus und informieren Sie wieder ab 7 Uhr zu den neuesten Entwicklungen rund um das Coronavirus. Wir danken für Ihr Interesse.

22:33 Uhr | Region Madrid schließt Schulen und Universitäten

Auch die Region Madrid schließt alle Schulen und Universitäten – zunächst für zwei Wochen. Die Maßnahme gelte ab Mittwoch, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. Dem Radiosender Cadena Ser zufolge sind davon allein rund 1,2 Millionen Schüler betroffen.

22:23 Uhr | Auch Sportveranstaltungen in Italien betroffen

Von dem landesweiten Versammlungsverbot sind auch Sportveranstaltungen betroffen. Die Regierung kündigte an, alle Sportwettbewerbe auszusetzen, darunter auch die höchste italienische Fußball-Liga Seria A. Regierungschef Conte sagte, es gebe "keinen Grund" dafür, warum Spiele und Sportveranstaltungen weiterhin stattfinden sollten. Derzeit finden die Fußballspiele noch in leeren Stadien statt.

21:53 Uhr | Italien weitet Sperr-Maßnahmen auf ganzes Land aus

Die italienische Regierung weitet Sperrungen und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit wegen der Coronavirus-Krise auf das ganze Land aus. Das sagte Premierminister Giuseppe Conte am Montagabend. Dazu wolle er umgehend ein Dekret unterschreiben. Die Regelungen sollen ab Dienstag gelten.

Mit dem Dekret sollen alle öffentlichen Versammlungen verboten werden. Die Menschen sollen zu Hause bleiben, sofern sie nicht zur Arbeit müssen oder dringende Angelegenheiten zu erledigen haben. Der öffentliche Verkehr werde in Betrieb bleiben.

Bisher hatte die Regierung lediglich die Bewegungsfreiheit in den am stärksten betroffenen Regionen im Norden des Landes eingeschränkt.

21:11 Uhr | Auch Baden-Württemberg will Großveranstaltungen absagen

Nach Bayern sollen auch in Baden-Württemberg Großveranstaltungen abgesagt werden. Das Gesundheitsministerium in Stuttgart schloss sich der Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an und empfiehlt den zuständigen örtlichen Behörden nun, Veranstaltungen ab einer Größe von mehr als tausend Teilnehmern vorsorglich abzusagen. Das gab am Abend Gesundheitsminister Manfred Lucha bekannt.

20:08 Uhr | Mitteldeutsche Wirtschaft begrüßt Investitionspaket

Die mitteldeutsche Wirtschaft hat die Beschlüsse des gestrigen Koalitionsausschusses als gutes Signal an die Unternehmen begrüßt. Der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft, Andreas Winkler, sagte gegenüber MDR Aktuell, die Vereinfachungen beim Einsatz des Kurzarbeitergeldes seien eine "richtige Vorsorgemaßnahme". Für den Fall, dass kurzfristig der Abruf des Kurzarbeitergeldes notwendig sei, sei es gut, dass das Bundeskabinett auch am kommenden Mittwoch die entsprechenden Entscheidungen treffe.

20:05 Uhr | Desinfektionsmittel selber herstellen

19:46 Uhr | Auch Bayern will Großveranstaltungen verbieten

Fanchoreographie des FC Bayern München vor dem Champions League Halbfinale in der heimischen Allianz Arena.
Beibt vermutlich bald ohne Fans: Die Allianz Arena in München. Bildrechte: IMAGO

Die Regierung in Bayern will wegen des Coronavirus Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen untersagen. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Die Details sollen am Dienstag in einer Kabinettssitzung beraten und beschlossen werden. Die Regelung solle zunächst bis Karfreitag gelten.

Von dem Verbot würde damit auch der FC Bayern München betroffen sein: Zwei Heimspiele des Deutschen Rekordmeisters würden in den Zeitraum fallen und ohne Fans ausgetragen werden.

19:35 Uhr | Weitere bestätigte Corona-Fälle im Saale-Orla-Kreis

Im Saale-Orla-Kreis gibt es zwei weitere bestätigte Corona-Infektionen. Betroffen sind ein 19 Jahre alter Mann und eine 43 Jahre alte Frau, wie das Landratsamt Schleiz am Montagabend mitteilte. Beide gehörten demnach zu der Skigruppe aus dem Orlatal, aus der bereits ein Corona-Fall bekannt geworden war. Der Fachdienst Gesundheit ermittelt nun weitere Kontaktpersonen.

19:29 Uhr | Wie Deutschland die Ausbreitung des Coronavirus bekämpft

18:56 Uhr | Italien schließt Skiorte

Italien schließt wegen der Coronavirus-Krise alle Skiorte des Landes ab Dienstagmorgen. Das geschehe auf Anweisung des Zivilschutzes, kündigte der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, an.

Trotz Einschränkungen der Bewegungsfreiheit ist das Land weiter massiv vom Coronavirus betroffen: Wie die Behörden meldeten, sind dort inzwischen 9.172 Infektionen bestätigt worden – am Sonntag waren es noch 7.375. Auch bei den Todesfällen gab es einen starken Anstieg. Inzwischen starben nach offiziellen Angaben bisher 463 Menschen in Italien an dem Virus, am Sonntag hatte die Zahl noch bei 366 gelegen.

18:50 Uhr | Coronavirus-Todesopfer aus NRW hatte Vorerkrankungen

Bei dem Coronavirus-Todesopfer aus dem Kreis Heinsberg handelt es sich nach Angaben von Landrat Stephan Pusch um einen 78-jährigen Mann. Er habe sich vergangenen Freitag in einem Krankenhaus in Geilenkirchen gemeldet und sei am Montag an Herzversagen gestorben. Er habe unter Vorerkrankungen wie Herzproblemen und Diabetes gelitten.

18:05 Uhr | WHO: Mehr als 70 Prozent der Patienten in China wieder gesund

In China sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 70 Prozent der Coronavirus-Patienten bereits wieder gesund. Von den mehr als 80.000 Erkrankten in China hätten mehr als 70 Prozent die Krankenhäuser wieder verlassen können, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Volksrepublik sei auf dem Weg, "die Epidemie unter Kontrolle zu bringen".

Weltweit sei die Gefahr einer Pandemie mittlerweile aber "sehr real". "Aber es wäre die erste Pandemie in der Geschichte, die kontrolliert werden kann", fügte er hinzu.

17:48 Uhr | Magdeburg verbietet Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern

In Magdeburg sind ab sofort Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern untersagt. Das hat das Gesundheits- und Veterinäramt verfügt. Die Anordnung bezieht sich sowohl auf Veranstaltungen in geschlossenen Hallen als auch unter freiem Himmel. Für Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Personen können dem Gesundheitsamt zufolge noch hygienische Auflagen folgen. Die Landeshauptstadt folgt mit der Anordnung der Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums.

Das Verbot würde unter anderem das Heimspiel des 1. FC Magdeburg am Samstag betreffen.

17:33 Uhr | Krankschreibungen telefonisch möglich

Patienten mit leichten Erkältungen können sich ab sofort telefonisch krank schreiben lassen. Das teilten die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband mit. Voraussetzung dafür ist eine telefonische Rücksprache mit dem Arzt. Eine solche Krankschreibung gilt demnach für maximal sieben Tage.

Die Regelung gelte für Patienten, die an leichten Erkrankungen der oberen Atemwege erkrankt sind und keine schwere Symptomatik vorweisen oder Kriterien des Robert-Koch-Instituts für einen Verdacht auf eine Infektion mit COVID-19 erfüllen. Die Regelung gilt zunächst für vier Wochen.

17:16 Uhr | Verbände: Nur schwer Erkrankte sollten stationär behandelt werden

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) und der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) fordern angesichts der Coronavirus-Krise, dass nur Patienten mit klinisch schwerer Verlaufsform in stationäre Behandlung aufgenommen werden sollten. "Das stationäre Versorgungssystem darf nicht mit dem Quarantänemanagement symptomloser oder symptomarmer Covid-19-Patienten überfordert und auch nicht durch Abklärungsaufgaben im Aufnahmebereich fehlbelastet werden", heißt es in einer Stellungnahme der beiden Verbände.

DGKH und BVÖGD zeigten sich besorgt, dass die aktuellen personellen und strukturellen Ressourcen bereits in der Frühphase der Epidemie in Deutschland erkennbar an ihre Grenzen gestoßen seien. "Die stereotype Wiederholung, dass wir in Deutschland bestens vorbereitet sind und dass wir eines der besten Gesundheitswesen der Welt hätten, wird durch die aktuellen Entwicklungen außerhalb der Krankenhäuser in Frage gestellt", schreiben DGKH und BVÖGD.

16:36 Uhr | Zwei Todesfälle in Deutschland

In Deutschland gibt es die ersten beiden bestätigten Todesfälle wegen des Coronavirus. Ein Mensch starb im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Dort will der Landrat am Abend Details mitteilen.

In Essen starb eine 89-jährige Frau an den Folgen einer Lungenentzündung, wie die Stadt Essen mitteilte. Bei ihr war das Virus am vergangenen Dienstag festgestellt worden.

Nordrhein-Westfalen ist bisher am stärksten von der Krankheit betroffen: Am Montagmorgen (Stand: 10 Uhr) meldeten die Behörden in dem Bundesland 515 bestätigte Coronavirus-Infektionen.

16:15 Uhr | Krawalle in italienischen Gefängnissen

15:56 Uhr | Drosten: Frühjahr dürfte Coronavirus kaum verlangsamen

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin
Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin. Bildrechte: dpa

Der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, Christian Drosten, glaubt nicht, dass das beginnende Frühjahr und der Sommer mit wärmeren Temperaturen die Ausbreitung des Coronavirus sehr stark verlangsamen. Es sei wohl damit zu rechnen, "dass wir direkt in eine Epdemiewelle hieinlaufen", sagte er. Der saisonale Effekt auf diese Viren dürfte voraussichtlich nicht so groß sein wie auf einige andere Erkältungsviren. Drosten verwies auf entsprechende verfeinerte Modellrechnungen einer Studie aus den USA.

Weiter sagte Drosten, Deutschland habe das Virusgeschehen sehr früh erkannt und sich damit einen extremen Vorsprung in der Erkennung der Epidemie gesichert. "Das hat dazu geführt, dass wir jetzt sehr hohe Fallzahlen in den Statistiken haben, ohne relevant große Zahlen von Todesfällen berichten zu müssen." Hintergrund sei, dass viele Labore in der Fläche hierzulande sehr früh aktiv geworden seien und dies kein nationales Institut Tests allein für sich reklamiere. Drosten machte mit Blick auf zu erwartende Todesfälle aber auch deutlich: "Auch bei uns wird sich das ändern, wir sind da keine Ausnahme."

15:45 Uhr | Testphase für Medikament gegen Coronavirus

Im Kampf gegen das Coronavirus werden große Hoffnungen in die Entwicklung eines Impfstoffes gesetzt. Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (Bundesinstitut für Impfstoffe), Klaus Cichutek, sagte nun, weltweit hätten 35 Forschungs-Plattformen mittlerweile ihre Arbeit auf die Entwicklung eines Medikamentes gegen das Coronavirus umgestellt.

Noch im März werde in den USA die erste klinische Testphase für ein entsprechendes Medikament starten. Ein Mittel könnte in einigen Monaten zur Verfügung stehen. Bis es einen Impfstoff gebe, dauere es aber bis 2021.

15:36 Uhr | Tausende Menschen in Brandenburg in Quarantäne

In Brandenburg befinden sich mehrere Tausend Menschen aus dem Umfeld einer Gesamtschule im Ort Neustadt/Dosse (Kreis Ostprignitz-Ruppin) in häuslicher Quarantäne. Es handele sich nach aktuellen Schätzungen um bis zu 2.250 Menschen. Das teilte der Landkreis Ostprignitz-Ruppin am Abend mit. Von der Isolation betroffen sind die Schüler der Gesamtschule, Lehrer, Verwaltungsmitarbeiter und die Angehörigen. Der Landkreis distanzierte sich damit zugleich von zuvor genannten deutlich höheren Zahlen. Der Amtsdirektor der Kleinstadt hatte von 4.000 bis 5.000 Menschen in häuslicher Quarantäne gesprochen.

Die Quarantäne wurde angeordnet, weil Lehrer der Gesamtschule Kontakt mit einer mit dem Coronavirus infizierten Berlinerin hatten. Der Landkreis wollte die Zahl von bis zu 5.000 Menschen zunächst nicht bestätigen.

15:10 Uhr | RKI-Präsident: Auch Todesfälle in Deutschland

Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus wird sich nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, nicht dauerhaft zwischen Deutschland und Italien unterscheiden. "Wir werden natürlich in Deutschland auch in der älteren Bevölkerung Todesfälle haben", sagte Wieler.

In Italien seien oft bereits schwer erkrankte ältere Menschen auf den Erreger getestet worden. In Deutschland dagegen seien auch viele jüngere Menschen etwa als Kontaktpersonen Erkrankter zu einem frühen Zeitpunkt getestet worden, bei denen eine Ansteckung sonst vielleicht gar nicht aufgefallen wäre. Über die kommenden Wochen und Monate würden sich die Zahlen der Todesfälle zwischen den Ländern angleichen.

14:49 Uhr | Handel an der Wall Street ausgesetzt

An der New Yorker Wall Street sind die Kurse am Montag nach Handelsbeginn eingebrochen: Der Index S&P 500 der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen stürzte um sieben Prozent ab. Der Leitindex Dow Jones fiel um fast sechs Prozent, der Technologie-Index Nasdaq büßte über sieben Prozent ein. Der Handel am weltweit wichtigsten Börsenplatz wurde daraufhin für 15 Minuten unterbrochen.

Auch die Börse in Brasilien, eine der wichtigsten in Südamerika, brach um zehn Prozent ein. Am Montagmorgen war nach Handelsbeginn bereits der Dax abgerutscht. Gegen 15 Uhr lag er rund sieben Prozent im Minus. Neben der Angst vor den Folgen des Coronavirus gilt auch der Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien beim Ölhandel als Auslöser.

14:00 Uhr | Aufstände in italienischen Gefängnissen

Im Zuge der Coronavirus-Bekämpfung sind in mehreren italienischen Gefängnissen Aufstände ausgebrochen und Insassen getötet worden. Auslöser der Unruhen war offenbar ein am Sonntag erlassenes Notfalldekret, mit dem die italienische Regierung als Teil ihrer Maßnahmen zur Eindämmung des Virus den direkten Kontakt zwischen Häftlingen und deren Angehörigen einschränkt.

12:50 Uhr | Uniklinik Dresden richtet Coronavirus-Ambulanz ein

Das Dresdner Universitätsklinikum hat eine Infektionsambulanz eingerichtet. Die Ambulanz befinde sich in einem separaten Gebäude und verfüge über mehrere Warte- und Isolationsbereiche sowie zwei Untersuchungsräume, sagte der Medizinische Vorstand Michael Albrecht am Montag. Dort soll eine auf Infektiologie spezialisierte Ärztin Patienten untersuchen, die sich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert haben könnten.

12:42 Uhr | "Marsch der Lebenden" in Auschwitz verschoben

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist der "Marsch der Lebenden" auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Mit der internationalen Veranstaltung mit Delegationen aus aller Welt wird im früheren NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau jedes Jahr an die Opfer des Holocaust erinnert.

12:23 Uhr | In Ägypten gestorbener Deutscher war Feuerwehrmann

Bei dem in Ägypten gestorbenen ersten deutschen Coronatoten handelt es um einen Mitarbeiter der Hamburger Feuerwehr. Das bestätigte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde der Hansestadt. Demnach arbeitete der 60-Jährige dort bei der Feuerwehr, wohnte allerdings in Schleswig-Holstein. Der Mann war am Sonntag in Hurghada am Roten Meer in einem Krankenhaus gestorben.

12:17 Uhr | Steigende Zahlen im Iran

Im Iran sind nach offiziellen Angaben inzwischen 7.161 Infektionen erfasst worden. 237 Menschen seien an dem Coronavirus gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit.

12:08 Uhr | Bundeswehr macht Kaserne dicht

Die Bundeswehr hat wegen eines Coronavirus-Falls die Kölner Lüttich-Kaserne geschlossen, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eine Sprecherin berichtet. Ein Soldat habe sich infiziert, 100 weitere Personen sollten in häusliche Quarantäne geschickt werden.

12:00 Uhr | Leipziger Champions-League-Spiel mit Zuschauern

Das Champions-League-Spiel zwischen RB Leipzig und Tottenham Hotspur am Dienstag soll wie geplant mit Zuschauern stattfinden. Stadtsprecher Matthias Hasberg erklärte, das habe das Gesundheitsamt Leipzig in einem Gespräch mit RB-Verantwortlichen entschieden. Großbritannien, wo die Gäste herkämen, sei kein Corona-Risikogebiet. Das Spiel sei zudem eine Freiluft-Veranstaltung.

11:47 Uhr | Dortmunder Champions-League-Spiel in Paris ohne Zuschauer

Das Achtelfinalrückspiel in der Champions League zwischen Frankreichs Fußballmeister Paris St. Germain und Borussia Dortmund am Mittwoch findet wegen der Coronavirus-Epidemie ohne Publikum im Prinzenparkstadion statt. Diese Entscheidung gab die Polizei-Präfektur von Paris am Montag bekannt.

10:44 Uhr | Verstärkte Debatte über Großveranstaltungen

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wird die Debatte über die Absage von Großveranstaltungen in Deutschland stärker. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer befürwortete am Montag die Forderung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach drang auf ein noch radikaleres Durchgreifen.

10:30 Uhr | Saale-Orla-Kreis verbietet Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern

Nach dem ersten Nachweis einer Corona-Infektion im Saale-Orla-Kreis hat das Landratsamt alle Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern verboten. Das Sars-CoV-2-Virus war Anfang vergangener Woche bei einem 57-Jährigen aus dem Orlatal festgestellt worden, der zuvor Urlaub in Italien gemacht hatte.

10:15 Uhr | US-Universitäten unterrichten online

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus findet der Unterricht an mehreren US-Universitäten ab dem heutigen Montag nur online statt. Das betrifft unter anderem die University of Washington, die Stanford University und die Seattle University an der Westküste der Vereinigten Staaten.

9:44 Uhr | Österreich führt "punktuelle Gesundheitschecks" an Grenze zu Italien ein

In Österreich wurden nach Angaben des Sozialministeriums bis Montagvormittag 112 Infektionen erfasst. Die meisten Erkrankten gibt es in Niederösterreich mit 36 positiv Getesteten, in Wien sind es bisher 33. Das Land will ab dieser Woche außerdem "punktuelle Gesundheitschecks" an der Grenze zu Italien einführen.

9:40 Uhr | Mehr als 1.100 Menschen in Deutschland infiziert

Die Zahl der Infizierten in Deutschland ist am Montagvormittag auf 1.112 angestiegen. Die meisten Erkrankungen wurden weiterhin in Nordrhein-Westfalen mit nun 484 Fällen registriert. Dort stieg die Zahl der Infektionen am stärksten an, gefolgt von Bayern, wo es inzwischen 256 Krankheitsfälle gibt.

9:15 Uhr | Dax fällt um 7,8 Prozent

Der Dax fällt zum Handelsbeginn am Montag um bis zu 7,8 Prozent auf 10.637,02 Punkte und steuerte auf den größten Tagesverlust seit mehr als 18 Jahren zu. Grund dafür sind Panikverkäufe an der Börse im Zuge der Coronavirus-Krise und des Ölpreiskrieges zwischen Saudi-Arabien und Russland.

9:04 Uhr | Weltärztebund-Chef: Deutschland ist gut aufgestellt

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus sieht der Chef des Weltärztebundes Deutschland gut aufgestellt. "Unser Gesundheitswesen, unsere Prävention, unsere Erkennung dieser Maßnahmen funktioniert. Das deutsche Gesundheitswesen ist hervorragend ausgerichtet", sagte Frank Ulrich Montgomery am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

8:45 Uhr | Papst feiert Messe ohne Teilnehmer

Wegen der Corona-Krise in Italien hat Papst Franziskus am Montagmorgen die Frühmesse im vatikanischen Gästehaus Santa Marta erstmals ohne weitere Teilnehmer gefeiert. Stattdessen wurde der Gottesdienst per Livestream übertragen. Am Sonntagabend hatte Italiens Bischofskonferenz bestätigt, dass das Versammlungsverbot der Regierung auch für alle Gottesdienste und Beerdigungen gelte.

8:37 Uhr | Nicht genug Lebensmittel für Tafeln

Die Hamsterkäufe der vergangenen Tage haben Auswirkungen auf die Versorgung mit Lebensmitteln bei den Tafeln in Deutschland. Der Verbandsvorsitzende Jochen Brühl sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Mehrere Tafeln haben zum Teil deutlich weniger Lebensmittel erhalten." Bühl führte das zurück auf die Vorratskäufe, die derzeit viele Menschen angesichts der Corona-Epidemie tätigen. Entsprechend weniger Ware bleibe am Ende, die Supermärkte den Tafeln spenden können.

8:13 Uhr | Ölpreis stürzt ab

Der Ölpreis ist am Montag um etwa 30 Prozent abgestürzt – auf knapp über 30 Dollar am Montagmorgen mitteleuropäischer Zeit. Schon bisher stand er wegen der Sorgen vor einem Rückgang der Weltwirtschaft im Zuge der Ausbreitung des neuen Coronavirus unter Druck. Hinzu kommt nun ein beginnender Preiskrieg zwischen den Förderländern Saudi-Arabien und Russland. Hintergrund sind die am Freitag gescheiterten Gespräche zwischen der Opec und Russland über Förderkürzungen.

6:30 Uhr | Tschechien und Polen kündigen verstärkte Grenzkontrollen an

Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Virus führt Tschechien Grenzkontrollen ein. Wie die Polizei mitteilte, werden Einreisende seit Montag stichprobenartig kontrolliert. Die Feuerwehr werde nach dem Zufallsprinzip Fieber messen. Auch die polnischen Behörden kündigten ab dem Nachmittag ähnliche Kontrollen am Grenzübergang Jedrzychowice an der A4 nördlich von Görlitz an.

6:25 Uhr | Deutschland schließt Botschaft in Nordkorea wegen Coronavirus

Deutschland und Frankreich schließen nach britischen Angaben vorübergehend ihre Vertretungen in Nordkorea. Es sei schade, dass man sich von den Kollegen der deutschen Botschaft und des französischen Büros verabschieden müsse, schreibt der britische Botschafter in Nordkorea, Colin Crooks, auf Twitter. Die britische Botschaft bleibe geöffnet. "Die britische Botschaft bleibt offen." Deutschland hat eine Botschaft, Frankreich nur ein Büro, da es keine formalen diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea unterhält

5:03 Uhr | Zahl der Neuinfektionen in China gesunken

Die Zahl der offiziell registrierten Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus in China ist auf den niedrigsten Stand seit Januar gesunken. Wie der Gesundheitsausschuss in Peking am Montag mitteilte, wurden seit dem Vortag in ganz Festlandchina nur 40 weitere Ansteckungsfälle nachgewiesen. Weitere 22 Menschen starben an der Infektion, auch dies sei eine im Vergleich zu früheren Wochen niedrige Zahl. Die meisten der seit Sonntag neu registrierten Ansteckungs- und Todesfälle traten in der weitestgehend von der Außenwelt abgeschotteten Provinz Hubei auf.

4:45 Uhr | Koalition einigt sich auf Erleichterungen für Kurzarbeit

Zur Eindämmung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie haben sich die Spitzen der großen Koalition auf Neuerungen beim Kurzarbeitergeld geeinigt. Die Auszahlung soll erleichtert und länger ermöglicht werden. So sollen etwa die Sozialversicherungsbeiträge vollständig von der Bundesagentur für Arbeit erstattet werden, wie der Koalitionsausschuss in der Nacht beschloss.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. März 2020 | 07:30 Uhr