Corona-Pandemie Coronavirus-Ticker: Britischer Premier Johnson auf Intensivstation

Der britische Premier Johnson liegt auf der Intensivstation. In Jessen ist die Quarantäne nach 12 Tagen wieder aufgehoben worden. Italien und Spanien melden weniger Neu-Infektionen. Bundeskanzlerin Merkel schließt vorzeitige Lockerungen der Corona-Beschränkungen aus. Der Bund bessert bei Hilfen für Mittelstand nach. Das DRK befürchtet eine Verschlimmerung der Situation in Alten- und Pflegeheimen. Aktuelle Informationen zur Corona-Krise im Ticker.

19.09.2014, Groߟbritannien, London: Boris Johnson, Premierminister von Groߟbritannien, spricht bei einer Pressekonferenz in der 10 Downing Street bezüglich des neuartigen Coronavirus.
Auf die Intensivstation verlegt: Boris Johnson (Archivbild) Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Montag endet hiermit. Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle Informationen zur Pandemie finden Sie im Ticker am Dienstag auf der Seite von MDR AKTUELL.

23:45 Uhr | Bulgarien verbietet Ausländern die Einreise

Bulgarien hat im Kampf gegen das Coronavirus seine Grenzen weitestgehend für Ausländer geschlossen. Unabhängig ihrer Staatsangehörigkeit dürfen Ausländer, die etwa aus Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen, nicht in Bulgarien einreisen. Das Verbot gilt auch für Reisende aus weiteren EU- und Schengenstaaten "mit hohem Covid-19-Verbreitungsrisiko". Die Anordnung hat zahlreiche Ausnahmen, die neben Bulgaren auch transitreisende Bürger von EU-Staaten sowie Balkanstaaten betreffen, die in ihre Länder zurückkehren wollen. In Bulgarien mit einer Bevölkerung von fast sieben Millionen Menschen wurden bislang 549 Coronavirus-Fälle nachgewiesen, davon starben 22 Menschen. Die erweiterten Schutzmaßnahmen sind Teil eines bis zum 13. Mai verlängerten Ausnahmezustands. Damit soll das unterfinanzierte Gesundheitssystem nicht überlastet werden.

22:25 Uhr | Streit um Väter im Kreißsaal

Seit Freitag sind die Kreißsäle in Leipziger Kliniken für Begleitpersonen tabu. Werdende Väter können bei der Geburt also nicht dabei sein. Sozialministerin Petra Köpping sagte MDR AKTUELL, man werde darüber noch einmal sprechen. Die Entscheidung liege aber bei den Kommunen und Krankenhäusern.

22:20 Uhr | Europas "Präsidenten" rufen zu Kompromiss auf

Vor Beratungen der Euro-Finanzminister über weitere Hilfen gegen die Corona-Wirtschaftskrise haben die Präsidenten des Europäischen Rats, der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank und der Eurogruppe zum Kompromiss aufgerufen. Charles Michel, Ursula von der Leyen, Christine Lagarde und Mario Centeno erklärten: "Wir fordern alle Mitglieder der Eurogruppe dazu auf, alle möglichen Instrumente kreativ und konstruktiv zu prüfen." 

Die Eurogruppe kommt am Dienstag zusammen. Zur Debatte stehen Kredite aus dem Eurorettungsfonds ESM, ein Krisenfonds bei der Europäischen Investitionsbank und eine EU-Unterstützung für Kurzarbeiter. Umstritten sind weiter europäische Gemeinschaftsanleihen. Trotz Kritik aus mehreren Ländern bleibt Deutschland bei seiner Ablehnung von sogenannten Coronabonds.

21:55 Uhr | Leag sperrt Aussichtstürme an Tagebauen

Das Energieunternehmen Leag hat zur Eindämmung des Coronavirus zwei Aussichtstürme an Tagebauen bis auf weiteres gesperrt. Am vergangenen Wochenende hätten Ausflügler die Abstandsregeln in Merzdorf bei Cottbus nicht eingehalten, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Turm in Merzdorf bietet eine Aussicht über den Ostsee, der derzeit nordöstlich von Cottbus entsteht. Der zweite gesperrte Turm steht am Tagebau Nochten in der sächsischen Oberlausitz.

21:21 Uhr | Britischer Premierminister Johnson auf Intensivstation

Der britische Premierminister Boris Johnson ist auf die Intensivstation verlegt worden. Der Gesundheitszustand des 55-Jährigen habe sich im Verlauf des Nachmittags verschlechtert, teilte der Sprecher des Premierministers am Montagabend mit. Außenminister Dominic Raab sei gebeten worden, wo nötig die Amtsgeschäfte zu übernehmen.

Johnson war vor zehn Tagen positiv auf das neuartige Coronavirus gestestet worden. Am Sonntagabend war er wegen anhaltender Symptome ins Krankenhaus eingeliefert worden. Noch am Montagvormittag hieß es lediglich, Johnson werde sich Routinetests unterziehen.

20:42 Uhr | Quarantäne in Jessen aufgehoben

Luftaufnahme - Marktplatz von Jessen
Seit Montagabend wieder zugänglich: Jessen im Landkreis Wittenberg Bildrechte: imago images / Steffen Schellhorn

Nach eineinhalb Wochen ist die wegen eines Corona-Ausbruchs verhängte Quarantäne in zwei Ortsteilen von Jessen im Landkreis Wittenberg wieder aufgehoben worden. Um 20 Uhr räumten Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks die Straßenkontrollen an den Ein- und Ausfahrtsstraßen der Ortsteile Ortsteile Jessen und Schweinitz. Damit gelten dort nur noch die allgemeinen Beschränkungen des Landes Sachsen-Anhalt.

Am 25. März hatte der Landrat die Ortsteile weitgehend abgeriegelt, nachdem es binnen weniger Tage unter anderem in einem Pflegeheim zahlreiche Infektionen gegeben hatte. Inzwischen wurden laut Landkreis trotz zahlreicher Tests in einem eigens eingerichteten Abstrichzentrum keine neuen Infektionen mehr festgestellt.

20:34 Uhr | Dänemark öffnet Kitas und Schulen nach Ostern

Auch Dänemark hat für die Zeit nach Ostern eine erste Lockerung seiner in der Corona-Krise verfügten Maßnahmen angekündigt. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte, in einem ersten vorsichtigen Schritt sollten Kinderkrippen, Kindergärten sowie die unteren Jahrgangsstufen von Schulen am 15. April wieder geöffnet werden.

20:21 Uhr | Bund will Mundschutz-Produktion unterstützen

Ab sofort muss in Jena im öffentlichen Raum Mundschutz getragen werden. Allerdings fehlen die Masken derzeit in ganz Deutschland. Die Bundesregierung will darum Firmen unterstützen, die ihre Produktion umstellen.

20:15 Uhr | Corona - der Tag in Mitteldeutschland, um 21:45 Uhr im MDR Fernsehen

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in Mitteldeutschland informieren wir Sie auch ausführlich im MDR-Fernsehen um 21:45 Uhr sowie in unseren Podcasts.

19:49 Uhr | Mehr als 10.000 Tote in den USA

in den USA hat die Zahl der im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus Gestorbenen die Schwelle von 10.000 überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität stieg die Zahl der Toten am Montag auf mehr als 10.300. Demnach wurden bislang rund 347.000 Infektionen bestätigt.

19:33 Uhr | Update: Tschechien beschließt Lockerungen

Am Nachmittag waren es noch Erwägungen, nun hat die Regierung in Prag erste Beschränkungen im Kampf gegen das neuartige Coronavirus gelockert. So wird Individualsport wie etwa Tennis wieder erlaubt. Auch dürfen u.a. Baumärkte und Fahrradwerkstätten wieder öffnen. Zugleich werden die Hygieneregeln für den Einzelhandel verschärft. Am Eingang müssen Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe bereitgestellt werden. Ebenfalls gelockert werden soll der weitgehende Ein- und Ausreisestopp. Nach Ostern sollen tschechische Bürger für Geschäftsreisen, Arzt- und Verwandtenbesuche das Land verlassen dürfen. Nach der Rückkehr ist eine 14-tägige Quarantäne Pflicht.

Zuvor hatte bereits Österreich Lockerungen in den Corona-Bestimmungen beschlossen.

19:22 Uhr | Italien und Spanien melden sinkende Zahlen

Italien hat den dritten Tag in Folge weniger Patienten auf der Intensivstation vermeldet. Wie der Zivilschutz mitteilte, waren dort am Montag noch 3.898  Patienten, 79 weniger als am Vortag. Auch die Zahl der bestätigten Neuinfektionen ging zurück. Mit 3.599 neu gemeldeten Fällen erhöhte sich die Gesamtzahl binnen 24 Stunden um 2,8 Prozent auf 132.547. Allerdings stieg die Zahl der Toten wieder. Innerhalb eines Tages waren es 636, insgesamt liegt die Zahl der Opfer bei 16.523.

Auch in Spanien hat sich die positive Tendenz der vergangenen Tage fortgesetzt. Wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte, wurden in den vergangenen 24 Stunden noch knapp 4.300 Neuinfektionen registriert. Das ist der niedrigste Wert seit dem 22. März. Seit Beginn der Krise starben 13 055 Menschen, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren.

18:59 Uhr | Mutter von Star-Trainer Guardiola an Virusinfektion gestorben

Die Mutter des spanischen Fußballtrainers Pep Guardiola ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Wie Guardiolas Verein Manchester City mitteilte, starb sie im Alter von 82 Jahren in Manresa nahe Barcelona. Guardiola hatte als Trainer mit Barcelona zweimal die Champions League gewonnen und mit Barca, Bayern München und ManCity acht nationale Titel geholt. Ende März spendete der 49-Jährige in seiner spanischen Heimat eine Million Euro, um medizinisches Material im Kampf gegen die Pandemie zu beschaffen.

18:46 Uhr | Antworten auf Rechtsfragen in der Corona-Krise

In der Sendung MDR um 4 hat der Präsident des Oberlandesgerichts Dresden, Gilbert Häfner, wieder rechtliche Fragen zur Corona-Krise beantwortet.

18:42 Uhr | Blumengruß in Erfurt

Der ega-Park in Erfurt ist wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Wenn die Menschen nicht in den Park kommen, dann muss eben der Park zu den Menschen kommen.

18:34 Uhr | Thüringen zahlt Betrieben mit Kurzarbeit Lehrlingszuschuss

Thüringen greift Betrieben in Kurzarbeit, die zugleich Lehrlinge ausbilden, finanziell unter die Arme. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee teilte mit, die Unternehmen würden aus Landesmitteln einen Ausbildungszuschuss erhalten, um die Zeit bis zur Zahlung von Kurzarbeitergeld an die Lehrlinge zu überbrücken. Laut Ministerium müssen Betriebe in Kurzarbeit ihren Auszubildenden anders als ihren Beschäftigten noch sechs Wochen lang die volle Vergütung zahlen, bevor sie Kurzarbeitergeld erhalten. Das sei vor allem für kleine Betriebe  eine erhebliche Belastung. Viele Betriebe hätten deshalb überlegt, ihren Auszubildenden zu kündigen. Das wolle man verhindern, erklärte der Minister.

18:22 Uhr | Bundespräsident hält Oster-Ansprache wegen Corona-Pandemie

Bundespräsident Steinmeier wird am Ostersonnabend eine Fernsehansprache zur Corona-Krise halten. Wie das Bundespräsidialamt mitteilte, soll die Rede am Abend nach den Hauptnachrichtensendungen von ARD und ZDF ausgestrahlt werden. Auch andere Sender könnten sie zeigen. Normalerweise hält der Bundespräsident nur zu Weihnachten eine Ansprache im Fernsehen.

18:01 | Norwegen meldet: Pandemie unter Kontrolle

Norwegen hat nach Aussage seiner Regierung die Coronavirus-Pandemie unter Kontrolle bekommen. Gesundheitsminister Bent Höie sagte, die Übertragungsrate sei auf 0,7 gesunken. Der Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Vor Einführung von Schutzmaßnahmen hatte dieser Wert bei 2,5 gelegen. Die Regierung in Oslo hatte am 12. März Ausgangsbeschränkungen verhängt und die Schließung von Kitas, Schulen und Universitäten sowie ein Verbot aller Sport- und Kulturveranstaltungen angeordnet. Die Restriktionen sollen vorerst bestehen bleiben. "Wir wollen auch künftig die Kontrolle behalten", sagte Höie. Bislang haben sich in Norwegen 5.755 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. 59 Infizierte starben.

17:03 Uhr | Merkel schließt Lockerungen vor dem 19. April aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel schließt eine Lockerung der zahlreichen Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens vor dem 19. April aus. Die Kanzlerin verwies in einer Pressekonferenz darauf, dass alle Maßnahmen bis zu diesem Tag angesetzt seien: "Daran wird sich auch nichts ändern." Zugleich versicherte sie, sobald es die gesundheitliche Lage zulasse, werde das öffentliche Leben zum Zustand von vor der Krise zurückkehren. "Das ist überhaupt gar keine Frage."

17:02 Uhr | Merkel: EU vor der größten Bewährungsprobe

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die EU in der Corona-Krise "vor der größten Bewährungsprobe seit ihrer Gründung". Merkel erklärte, alle Mitgliedsländer seien gleichermaßen betroffen. Es sei zugleich im Interesse aller, "dass Europa stark aus dieser Bewährungsprobe hervorgeht". Wenn "die schwersten Teile dieser Krise im gesundheitlichen Bereich" überstanden seien, werde "ein Wiederbelebungsprogramm, ein Wiederaufbauprogramm" benötigt.

17:01 Uhr | Merkel bestätigt Quarantäne-Pflicht

Bundeskanzlerin Merkel hat bestätigt, dass alle Bürger, die ab Freitag nach Deutschland einreisen, für 14 Tage in häusliche Quarantäne müssen. Darauf habe sich das sogenannte Corona-Kabinett geeinigt.

16:40 Uhr | Bundesregierung legt Schnellkreditprogramm für Mittelstand auf

Die Bundesregierung hat ein zusätzliches Schnellkreditprogramm für den Mittelstand beschlossen. Wie Finanzminister Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Peter Altmaier mitteilten, übernimmt der Bund dabei die Garantie zu 100 Prozent. Unternehmen mit elf bis 50 Beschäftigten können Kredite bis zu 500.000 Euro erhalten, Unternehmen mit 51 bis 250 Mitarbeitern bis zu 800.000 Euro. Scholz betonte, die Unternehmen müssten aber vor der Krise gesund gewesen sein. Er rechne deshalb nicht mit übermäßig vielen Ausfällen. Für Kleinstunternehmner und größere Firmen hatte die Bundesregierung bereits Hilfen auf den Weg gebracht.

16:30 Uhr | Kekulés Corona-Kompass

Wissenschaftler gehen davon aus, dass längst nicht alle mit dem Coronavirus Infizierten erfasst sind. Warum eine hohe Dunkelziffer gut ist, erklärt der Virologe Alexander Kekulé.

15:54 Uhr | Pflegekräfte erhalten 1.500 Euro Corona-Sonderprämie

Wegen ihrer besonderen Belastung in der Corona-Krise erhalten Pflegekräfte eine Sonderprämie von bis zu 1.500 Euro. Die Gewerkschaft Verdi teilte am Montag mit, darauf habe man sich mit der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) am Wochenende geeinigt. Demnach sollen Vollzeitbeschäftigte mit dem Juli-Gehalt zusätzlich 1.500 Euro erhalten, Teilzeitbeschäftigte einen Anteil entsprechend ihrer Arbeitsstunden. Auch Alltagsbegleiter, Betreuungskräfte und Assistenzkräfte sollen profitieren. Auszubildende in der Pflege sollen eine Prämie von 900 Euro erhalten.

15:46 Uhr | EU-Datenschützer für europäische Corona-App

Die EU-Datenschutzbehörde EDPS plädiert für eine grenzüberschreitende App, um Kontakte von Corona-Infizierten mit anderen Bürgern nachzuverfolgen. Eine gemeinsame europäische App werde bessere Ergebnisse liefern als ein Sammelsurium einzelstaatlicher Lösungen, erklärte die Behörde. Die Koordination könne auf EU-Ebene stattfinden. Ideal wäre auch eine Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation WHO.

In der EU überwacht bislang Polen mit einer App Bürger, die aus dem Ausland zurückkehren. Irland setzt auf Freiwilligkeit. Österreich zieht eine App in Erwägung.

15:28 Uhr | Tschechien erwägt Lockerung der Pandemie-Beschränkungen

Nach Österreich erwägt auch Tschechien eine Lockerung der Vorschriften im Kampf gegen die Pandemie. Gesundheitsminister Adam Vojtech sagte, wenn das Wachstum der Neu-Infektionen in den kommenden Tagen weiter abflache, könnten ab Donnerstag einige Geschäfte wieder öffnen und einige Aktivitäten im Freien wieder zugelassen werden. Denkbar sei das bei Baumärkten und Schreibwarenläden sowie bei Sportarten wie Tennis.

Dagegen hält es der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset eine Lockerung für zu früh: "Man darf nicht vergessen, dass selbst wenn wir auf dem Gipfel sind, das nicht bedeutet, dass es vorbei ist." In der Schweiz hat sich der Zuwachs an Neuinfektionen abgeschwächt.

14:50 Uhr | Verbot von Gottesdiensten bleibt vorerst rechtens

Das Verwaltungsgericht Leipzig hat einen Eilantrag gegen das Verbot von Zusammenkünften in Kirchen, Moscheen, Synaogogen sowie Häusern anderer Glaubensgemeinschaften abgelehnt. Das Gericht erklärte, die Regelung sei "notwendig, angemessen und verhältnismäßig" Gegen den Beschluss ist eine Beschwerde am Sächsischen Oberverwaltungsgericht möglich.

14:07 Uhr | Quarantäne in Jessen wird beendet

Die Quarantäne in zwei Ortsteilen der Stadt Jessen (Elster) wird beendet. Wie Bürgermeister Michael Jahn (SPD) MDR SACHSEN-ANHALT sagte, wird die Quarantäne der Ortsteile Jessen und Schweinitz am Montagabend um 20 Uhr beendet. 



Mehr dazu im Artikel unserer Kollegen aus dem Landesfunkhaus in Sachsen-Anhalt:

14:00 Uhr | USA wehren sich im Streit um Schutzmasken

Die USA haben Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten für die Berliner Polizei bestimmte Schutzmasken in die USA umgeleitet. "Die Regierung der Vereinigten Staaten hat nichts unternommen, um für Deutschland bestimmte 3M-Lieferungen umzuleiten, noch wussten wir irgendetwas von solchen Sendungen", sagte ein Sprecher der US-Botschaft in Berlin. "Die USA arbeiten mit ihren Partnern und Verbündeten solidarisch daran, humanitäre Hilfe für bedürftige Länder bereitzustellen und alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, die Verbreitung des Coronavirus zu bekämpfen."

13:50 Uhr | Kaum noch Fahrgäste bei der Bahn

Die Fahrgastzahlen der Bahn sind aufgrund der Coronakrise drastisch eingebrochen. Konzernchef Richard Lutz sagte, das aktuelle Reiseaufkommen im Fernverkehr liege bei 10 bis 15 Prozent des gewohnten Umfangs. Im Regionalverkehr seien es 15 Prozent. Damit liege die Nachfrage deutlich unter dem Angebot. Auch zu Ostern sei "überhaupt kein erhöhtes Volumen" zu erwarten, sagte Lutz.

Lutz zufolge sind derzeit rund drei Viertel der Züge im Einsatz. Eine weitere Reduzierung sei nicht geplant. Gewerkschaften hatten zuletzt immer wieder gefordert, das Zugangebot weiter runterzufahren, um Beschäftigte vor Ansteckung zu schützen.

13:33 Uhr | US-Virologe warnt vor "schlimmer Woche"

Die USA steuern auf den vorläufigen Höhepunkt Coronavirus-Pandemie zu. Der führende US-Virologe Anthony Fauci sagten am Montag, die US-Bürger müssten sich auf eine "schlimme Woche" einstellen. Die USA hätten die Ausbreitung des Virus noch nicht unter Kontrolle und müssten mit einer weiteren "Eskalation" der Lage rechnen, so der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) im Sender CBS.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits am Wochenende gewarnt, den US-Bürgern stünden in der Corona-Krise noch "sehr schreckliche Zeiten" bevor. Diese Woche werde wahrscheinlich die härteste werden. Bisher sind in den USA knapp 10.000 Menschen nach einer Coronavirus-Infektion gestorben, weit mehr als 300.000 Infektionen wurden bisher nachgewiesen.

13:15 Uhr | Leipziger Bachfest abgesagt

Das Leipziger Bachfest 2020 wird wegen der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden. Dies habe Oberbürgermeister Burkhard Jung angeordnet, teilte das Bach-Archiv Leipzig mit. Gründe seien weltweite Reiseverbote, beschränkter Flugverkehr und die potenzielle Gefährdung von Gästen, Künstlern und Mitarbeitern. Bachfest-Intendant Michael Maul hatte die drohende Absage des von 11. bis 21. Juni geplanten Festivals bereits Ende vergangener Woche angedeutet.

13:06 Uhr | BMW unterbricht Produktion bis Mai

BMW unterbricht seine Autoproduktion in Europa und den USA wegen der Corona-Krise fast zwei Wochen länger als bisher geplant. Die Fertigung in den Fahrzeugwerken außerhalb Chinas ruhe nun vorerst bis zum 30. April, sagte ein Konzernsprecher.

Bisher hatte BMW auf ein Ende der Produktionsstopps am 19. April gehofft. Zur Begründung für die Verlängerung verwies der Sprecher auf den Einbruch der Verkaufszahlen infolge der Schließung zahlreicher Autohändler in mehreren Ländern.

13:00 Uhr | Antisemitische Hetze wegen Coronavirus

Hessens Antisemitismusbeauftragter Uwe Becker hat antisemitische Hassbotschaften und Verschwörungstheorien in der Corona-Krise beklagt. Becker sagte, in den sozialen Netzwerken würden Juden und der Staat Israel für die Ausbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht. Die Zahl solcher Botschaften sei groß und nehme weiter zu.

Zudem würden Juden wirtschaftliche Absichten bei der Verbreitung des Virus unterstellt. Becker forderte Internet-Nutzer dazu auf, Corona-Hetze zu melden. Nur gemeinsam könne die Ausbreitung des Antisemitismus eingedämmt und zurückgedrängt werden.

12:15 Uhr | Zwei Wochen Quarantäne für Rückkehrer

Deutsche, EU-Bürger oder langjährig in Deutschland wohnhafte Personen, die nach mehrtägigem Auslandsaufenthalt in die Bundesrepublik zurückkehren, sollen künftig zwei Wochen in Quarantäne. Das empfiehlt das sogenannte Corona-Krisenkabinett nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den Bundesländern.

Reisende dürfen wegen der Corona-Pandemie nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Grundsätzlich sind demnach Einreisen aus Drittstaaten nur noch in ausgewählten Fällen zulässig, die Reisenden werden an den deutschen Schengen-Außengrenzen kontrolliert. Über EU-Bürger oder langjährig in Deutschland lebende Personen hinaus gebe es Ausnahmen für medizinisches Personal, Pendler, Diplomaten und weitere Personengruppen.

12:06 Uhr | Weniger Tote und Neu-Infektionen in Spanien

Spanien meldet am Montag mehr als 13.000 Tote infolge einer Infektion mit dem Coronavirus. Allerdings hat sich der Anstieg bei den Todesopfern und den Neuinfektionen zuletzt deutlich abgeschwächt.

Binnen 24 Stunden sei die Zahl der Todesopfer um 637 auf 13.055 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Bei den Infektionen sei die Zahl von 130.759 am Sonntag um 4.273 auf nun 135.032 geklettert. Am Donnerstag waren noch 950 Tote und 8.100 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden.

11:59 Uhr | Kliniken müssen künftig Intensivbetten melden

Angesichts der Corona-Krise müssen Kliniken freie Intensivbetten künftig verpflichtend und täglich an ein zentrales Register melden. Das sieht ein Verordnungsentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor. "Wir brauchen einen genauen Überblick über belegte und freie Intensivbetten in Deutschland", sagte der CDU-Politiker. Die allermeisten Kliniken meldeten bereits freiwillig ihre aktuelle Kapazität, aber leider immer noch nicht alle. "Wenn alle transparent zusammenarbeiten, gelingt eine bessere Versorgung", sagte Spahn.

11:45 Uhr | Regierung plant weitere Mittelstandsförderung

Die Bundesregierung will bei einem zusätzlichen Corona-Hilfsprogramm für Mittelstandsunternehmen Kredite von bis zu 800.000 Euro pro Firma mit einer 100-prozentigen Staatshaftung absichern. Die Unternehmen dürfen zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und müssen "geordnete wirtschaftliche Verhältnisse" aufweisen, wie aus Eckpunkten des Programms hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Die Laufzeit der Kredite soll bei zehn Jahren liegen. Antragsberechtigt sein sollen Firmen mit mehr als zehn Mitarbeitern. Laut den Eckpunkten liegt die Kredithöhe bei drei Monatsumsätzen des Jahres 2019 - maximal jedoch pro Unternehmen mit 11 bis 49 Mitarbeitern bei 500.000 Euro, bei Unternehmen ab 50 Mitarbeitern bei 800.000 Euro.

11:33 Uhr | Österreich will Beschränkungen lockern

Österreich will ab dem Osterwochenende schrittweise die Ausgangsbeschränkungen lockern, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz mitteilte. Ab dem 14. April sollen Geschäfte mit einer Fläche bis zu 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen dürfen. Ab dem 1. Mai sollen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Frisöre den Betrieb wieder aufnehmen.

Ob dies tatsächlich so komme, werde aber erst Ende April entschieden. Schulen sollen bis Mitte Mai geschlossen bleiben, Veranstaltungen sind demnach bis mindestens Ende Juni gestrichen.

11:14 Uhr | Corona-Krise erschwert humanitäre Hilfe

Die Bedingungen für die humanitäre Nothilfe werden aus Sicht der Hilfsorganisation Oxfam wegen der Coronavirus-Pandemie immer schwieriger. In Flüchtlingslagern und Krisengebieten weltweit müssten sich teilweise bis zu 250 Menschen einen einzigen Wasserhahn teilen, erklärte die Organisation am Montag. Sie forderte massive internationale Anstrengungen, um arme Länder bei der Bekämpfung der Pandemie zu unterstützen.

"Viele Regierungen konzentrieren sich darauf, die Ausbreitung von Corona in ihrer eigenen Bevölkerung einzudämmen. Doch sie dürfen die Millionen besonders schutzbedürftiger Menschen in Flüchtlingscamps, Krisenregionen und armen Ländern nicht vergessen", erklärte die Leiterin der Corona-Hilfsmaßnahmen bei Oxfam, Marta Valdes Garcia.

10:45 Uhr | 1.000 Milliarden Euro Corona-Hilfen

Für Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Krise stellt der deutsche Staat mehr als 1.000 Milliarden Euro zur Verfügung. Die bisher beschlossenen Maßnahmen summieren sich über alle staatlichen Ebenen hinweg auf 1,137 Billionen Euro, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Zuerst hatte die "Süddeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Der Großteil der Summe entfällt laut Finanzministerium auf Garantien in Höhe von insgesamt fast 820 Milliarden Euro. Hinzu kommen Zahlungen wie etwa Kurzarbeitergeld, Soforthilfen für Kleinunternehmer und zusätzliche Ausgaben für das Gesundheitswesen.

10:20 Uhr | ADAC erwartet keine Oster-Staus

Zum ersten Mal seit vielen Jahren hat der ADAC für das Osterwochenende keine Warnung vor langen Staus ausgegeben. "Freie Autobahnen an Ostern" überschrieb der Automobilklub seine am Montag veröffentlichte Einschätzung zur Verkehrslage am kommenden langen Wochenende.

Gleichzeitig verband ADAC-Präsident August Markl dies mit der dringenden Bitte, wegen der Corona-Krise auch wirklich zu Hause zu bleiben. "In einigen Bundesländern sind Fahrten ohne einen dringenden Anlass untersagt, aber auch in jenen Teilen des Landes, in denen Fahrten theoretisch denkbar sind, möchten wir die Bevölkerung bitten, Fahrten nach Möglichkeit zu unterlassen, die verzichtbar sind", erklärte Markl. Dazu zählten leider auch Verwandtenbesuche.

10:12 Uhr | Boris Johnson arbeitet aus Krankenhaus

Der britische Regierungschef Boris Johnson kann nach Angaben eines Kabinettskollegen trotz des Klinikaufenthalts wegen seiner Coronavirus-Erkrankung seine Regierungsarbeit fortsetzen. Johnson werde auch im Krankenhaus laufend über die aktuelle Entwicklung informiert und leite weiterhin die Regierungsgeschäfte, sagte Wohnungsbauminister Robert Jenrick in der BBC.

09:55 Uhr | Apple stellt Gesichtsschutz her, BMW prüft

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie produziert der US-Computerhersteller Apple jetzt gemeinsam mit Zulieferern Gesichtsschutz für medizinisches Personal. Dies teilte Apple-Chef Tim Cook auf Twitter mit. Die erste Lieferung sei vorige Woche an ein Krankenhaus in den USA gegangen, und das Feedback der Ärzte sei sehr positiv gewesen. Künftig sollen davon eine Million pro Woche hergestellt und bald auch über die USA hinaus verteilt werden.

Auch der deutsche Autobauer BMW prüft eigenen Angaben zufolge, ob die Produktion medizinischer Schutzmasken möglich sei. Darüber hinaus werde gemeinsam mit Lieferanten weltweit "an der kurzfristigen Beschaffung von notwendigen Atemschutzmasken und weiterer medizinischer Ausrüstung" gearbeitet; schon jetzt werde entsprechendes Material "an soziale und öffentliche Einrichtungen" gespendet.

09:40 Uhr | Verwirrung um Zahl der Intensivbetten

Das Zentralregister für Intensivbetten hat am Sonntag Angaben widersprochen, wonach es mittlerweile fast 40.000 Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern gebe. "Wir können diese Zahl in keinster Weise bestätigen", sagte eine Sprecherin der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, die das Zentralregister betreibt, dem "Handelsblatt".

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, hatte vor Kurzem die Schätzung geäußert, dass inzwischen rund 40.000 Intensivbetten zur Verfügung stehen - von denen etwa 15.000 bis 20.000 frei seien. Nach den täglichen Meldungen der Krankenhäuser an das Zentralregister gab es aber am Freitagnachmittag nur 13.346 mit allen Arten von Intensivpatienten belegte Betten. 10.074 weitere waren frei. Das wären zusammen nicht einmal die 28.000, die laut amtlicher Statistik schon vor der Corona-Krise zur Verfügung standen. 2.680 der Betten dienten der Behandlung von Corona-Patienten. Von diesen mussten 83 Prozent beatmet werden.

09:28 Uhr | Streit um Schutzmasken: Geisel wiederholt Kritik an USA

Berlins Innensenator Andreas Geisel hat im Streit um in Thailand verschwundene Schutzmasken die USA erneut kritisiert. "Fakt ist, wir haben eine entsprechende Lieferung bestellt, ( ... ), wir haben diese Lieferung auch bezahlt", sagte der SPD-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Die 200.000 Schutzmasken seien auf dem Weg nach Berlin gewesen. "Unabhängig davon, ob sie ( ... ) konfisziert worden sind, ob sie storniert wurden und dann in die USA umgeleitet worden sind, oder ob jemand mit dem Geldkoffer gekommen ist und es in die USA umgeleitet hat: Unsere Schutzmasken sind in den USA gelandet. Und das ist nicht in Ordnung." Verträge müssten eingehalten werden, forderte Geisel.

Eine für die Berliner Polizei bestimmte Lieferung von Schutzmasken war auf dem Flughafen der thailändischen Hauptstadt Bangkok verschwunden.

09:14 Uhr | Regionale Corona-News

  • Sachsen: TU Chemnitz startet Notfall-Hotline

Die TU Chemnitz hat eine Psychologische Notfall- und Beratungs-Hotline für Menschen mit Gesprächs- oder Hilfebedarf in der Corona-Krise gestartet. Das Angebot wurde von der Professur Klinische Psychologie der TU Chemnitz und der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz eingerichtet. Über 0371-243 599 42 und 0371-243 599 43 werden Betroffene von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr von Psychotherapeuten beraten. Mehr regionale Informationen im Ticker von MDR SACHSEN.

  • Sachsen-Anhalt: Weniger Straftaten

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der erfassten Straftaten in den ersten Wochen der Coronavirus-Pandemie zurückgegangen. Das zeigen Statistiken der Polizei, die das Innenministerium MDR SACHSEN-ANHALT zur Verfügung gestellt hat. Mehr regionale Corona-Infos im Ticker des MDR-Landesfunkhauses.

  • Thüringen: Maskenpflicht in Jena tritt in Kraft

In Jena ist jetzt das Tragen eines Mundschutzes in geschlossenen Räumen in der Öffentlichkeit Pflicht. Die Stadt will damit die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen, mit dem sich in Jena bisher mehr als 140 Personen infiziert haben. Die Pflicht gilt für Busse, Bahnen und Taxis, Geschäfte sowie für öffentliche Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Im Kreis Nordhausen soll eine ähnliche Regelung nach Ostern gelten. Weitere regionale Informationen im Ticker von MDR THÜRINGEN.

09:05 Uhr | Hartz IV ohne Vermögensprüfung

Die Jobcenter sollen Hartz-IV-Anträge wegen der Corona-Krise auch ohne Vermögensprüfung und ohne persönliches Erscheinen der Antragsteller bewilligen können. Das berichtete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine neue interne Weisung der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Demnach sollen auch formlose Anträge etwa per Mail angenommen und grundsätzlich rückwirkend vom jeweiligen Monatsbeginn für die Dauer von sechs Monaten gewährt werden. Das persönliche Erscheinen im Jobcenter sei für Anträge nicht mehr zwingend nötig, berichtete die Zeitung weiter. Das gelte etwa bei Quarantäne oder wenn ein Antragsteller wegen einer Reise im Ausland festsitzt und nicht ausreisen kann.

Vermögen werde bei Anträgen vom 1. März bis 30. Juni nicht mehr geprüft, es sei denn, es gebe Hinweise auf "erhebliches Vermögen" des Antragstellers.

08:47 Uhr | Schlechte Schüler sollen freiwillig wiederholen

Der Deutsche Lehrerverband rät Schülern mit schlechten Leistungen, wegen der Corona-Krise lieber freiwillig die Klasse zu wiederholen, anstatt "mit massiven Wissenslücken" ins nächste Schuljahr zu starten.

Diese Empfehlung gelte aber nur für Schüler, bei denen "bereits vor Corona solche Leistungsdefizite feststellbar waren, dass ein Erreichen des Klassenziels unwahrscheinlich gewesen wäre", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Bild"-Zeitung. "Das freiwillige Wiederholen hat in vielen Bundesländern auch den Vorteil, dass es nicht als Pflichtwiederholung gewertet wird, was ein nochmaliges Wiederholen einer Jahrgangsstufe ausschließen kann", erklärte Meidinger.

08:30 Uhr | Bürger melden vermehrt Quarantäne-Verstöße

In der Corona-Krise melden Bürger verstärkt Verstöße gegen das Kontakt- und Ausgangsverbot bei der Polizei. Der Sprecher der Landespolizeidirektion Thüringen, Patrick Martin, sagte MDR AKTUELL, die Hinweise hätten deutlich zugenommen. Die meisten Anrufer würden dabei ihre Namen nennen. Nur ein Bruchteil bleibe anonym, deshalb wolle er nicht von Denunziation sprechen. Die täglich rund 50 Kontrollen des Kontaktverbots in Thüringen beruhten auch auf eigenen Beobachtungen der Polizei. Auch die Polizeibehörden in Dresden und Chemnitz erklärten, dass sie vermehrt Hinweise zu Menschen-Ansammlungen oder Quarantäne-Verstößen bekämen.

08:12 Uhr | Mehr als 100.000 Infizierte in Deutschland

Die Datenbank des "Risklayer"-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie meldet am Montagmorgen erstmals mehr als 100.000 Corona-Infizierte in Deutschland. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zählen die Forscher 5.236 laborbestätigte Infektionen. Die Angaben werden regelmäßig aktualisiert:

Hier die Zahlen zu Infektionen und Todesfällen aller Landkreise in Deutschland:

Risklayer oder die Datenbank der Johns-Hopkins-Universität erfassen zeitnah die offiziellen Daten staatlicher Behörden. Diese Zahlen sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten nur einmal am Tag aktualisiert. Warum sich die Zahlen unterscheiden, lesen Sie hier:

07:40 Uhr | Tiger mit Coronavirus infiziert

In einem New Yorker Zoo hat sich erstmals ein Tiger mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die vier Jahre alte malaysische Tigerkatze Nadia sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Bronx Zoo mit. "Es ist unseres Wissen das erste Mal, dass ein wildes Tier sich durch einen Menschen mit Covid-19 angesteckt hat", sagte der leitende Tierarzt des Zoos, Paul Calle, dem Magazin "National Geographic". Wahrscheinlich habe ein Pfleger das Virus in sich getragen, aber keine Symptome gezeigt.

Der Zoo ist wegen der Corona-Krise seit rund drei Wochen für Besucher geschlossen. Nadia habe einen trockenen Husten entwickelt und sei deshalb vorsichtshalber getestet worden. Auch ihre Schwester Azul sowie zwei Sibirische Tiger und drei Löwen zeigten Symptome, seien aber nicht getestet worden. Die Tiere hätten etwas weniger Appetit, ansonsten gehe es ihnen aber gut, hieß es.

07:29 Uhr | Hotels wollen mit Betten helfen

Zahlreiche Betreiber von Hotels in Deutschland sind dazu bereit, ihre Häuser als Krankenstationen für Coronavirus-Patienten bereitzustellen. Die zuständigen staatlichen Stellen in den Bundesländern stünden wegen der möglichen Umwandlung von Hotels in Hospitäler bereits in Kontakt mit den Landesverbänden des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbands, Ingrid Hartges, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wegen der Ausgangs- und Reisebeschränkungen stehen deutschlandweit derzeit viele Hotels leer.

07:17 Uhr | Britischer Premier Johnson mit Covid-19 im Krankenhaus

Der britische Regierungschef Boris Johnson ist wegen seiner Coronavirus-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Es handle sich um eine "Vorsichtsmaßnahme", teilte das Büro des Premierministers mit. Johnson leide weiterhin an Symptomen der Infektion:

07:02 Uhr | Experten warnen: Corona-Krise macht dick

Mangelnde Bewegung und Frustessen können in der Corona-Krise zu Übergewicht führen, warnen Experten. Die seelische Belastung durch die Pandemie und die ungewisse Zukunft verleite Menschen dazu, sich zu überessen, warnt die britische Gesellschaft für Ernährung. "Gut zu essen und gesund zu bleiben ist angesichts der Belastungen durch den Corona-Ausbruch eine Herausforderung", erklärt die Gesellschaft. "Essen kann tröstlich sein, und wenn man so viel Zeit zu Hause verbringt und auch noch gerne kocht, dann passiert es schnell, dass man zu viel isst."

"Das wird uns allen so gehen, selbst wenn wir versuchen, Sport zu machen", ist auch der französische Gesundheitscoach Julian Mercier überzeugt. Mehr als ein Viertel der Menschheit ist derzeit gezwungen, zu Hause zu bleiben. Viele machen sich Sorgen über die Gefahr einer Infektion und um ihre Arbeit. Die Versuchung, sich mit Essen zu trösten, ist groß. "Ich bin der erste, der lieber zu Schokolade als zum Apfel greift", gesteht Mercier. "Und das wird uns dann zum Verhängnis." Wegen der fehlenden Bewegung verbrenne ein Erwachsener derzeit im Durchschnitt bis zu 400 Kilokalorien weniger am Tag, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Jennifer Aubert. Deshalb sollten die Portionen auf dem Teller kleiner ausfallen und jeder sich so viel wie möglich bewegen - und zwar nicht nur zwischen Sofa und Kühlschrank.

06:40 Uhr | Scholz kündigt Hilfe bei Schutzausrüstung an

Vizekanzler Olaf Scholz hat angekündigt, dass die Engpässe bei Schutzausrüstungen rasch gelindert werden sollen. Scholz sagte am Sonntagabend in der ARD, die Bundesregierung werde dazu am Montag Beschlüsse fassen. Man werde einerseits versuchen, in Deutschland Produktionskapazitäten für Schutzmasken aufzubauen. Es würden derzeit unheimlich viele Masken benötigt. Er habe aber auch den Eindruck, dass es gelingen werde, große Mengen aus dem Ausland zu bekommen.

06:20 Uhr | Lage in Alten- und Pflegeheimen verschlechtert sich

Die Lage in deutschen Alten- und Pflegeheimen verschlechtert sich durch die Corona-Krise nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) massiv. Die Situation sei "sehr, sehr angespannt", sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wenn wir nicht aufpassen, werden die Krankenhäuser in den nächsten Wochen viele Patienten aus Pflegeheimen zur Behandlung gegen das Coronavirus aufnehmen müssen", warnte sie.

Die Versorgung mit Schutzmaterial bis hin zu Desinfektionsmitteln in den Pflegeheimen und bei den ambulanten Pflegediensten sei "völlig unzureichend", sagte Hasselfeldt. Es müsse bei der Versorgung "schnellstmöglich" Abhilfe geschaffen werden. Auch bei den Sanitätern sei das Schutzmaterial knapp.

06:00 Uhr | EU-Kommissare dringen auf Corona-Bonds

Der EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton und Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni fordern die Einführung von Corona-Bonds. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieben die Politiker, es sei Zeit, Solidarität zu zeigen. Die Kommissare betonten, dieser Fonds solle ausschließlich für den wirtschaftlichen Aufbau nach der Krise genutzt werden.

In der EU gibt es derzeit Streit über diese Idee. Italien, Frankreich, Spanien und weitere Länder wollen gemeinsame Anleihen der EU-Staaten, sogenannte EU-Bonds, herausgeben. Sie würden damit weniger Zinsen zahlen, wenn sie wegen der Krisenbekämpfung neue Schulden aufnehmen. Deutschland und die Niederlande sind gegen die Pläne. Sie setzen stattdessen auf den Eurokrisenfonds ESM.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 03. April 2020 | 19:30 Uhr