Coronavirus-Ticker 4. Mai: Mecklenburg öffnet Ostsee-Hotels vor Pfingsten

Noch vor Pfingsten soll wieder Urlaub an dder Ostsee möglich sein. Eine EU-Geberkonferenz sammelt Milliarden für die Forschung. Gesundheitsminister Spahn nimmt vorerst Abstand von einem Immunitätsausweis. In Thüringen gibt es einen Zeitplan für die Gastronomie-Öffnung, bei Dynamo Dresden einen positiven Test. Der Virologe Kekulé warnt vor einem Verallgemeinern der Heinsberg-Studie.

Campingurlaub mit dem Wohnwagen am Strand von Prerow (Ostsee, Mecklenburg-Vorpommern)
Mecklenburg-Vorpommern will den Ostsee-Urlaub wieder ankurbeln. Bildrechte: imago/fossiphoto

Unser Ticker am Montag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Dienstag.

22:19 Uhr | Paketdienste interessiert an Kurzarbeitern

Aufgrund der Corona-Krise sind viele Beschäftigte derzeit in Kurzarbeit. Eine Branche, die boomt und kurzfristig an Mitarbeitern interessiert ist, sind die Paketdienste.

22:04 Uhr | Seehofer verlängert Grenzkontrollen bis 15. Mai

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Grenzkontrollen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, und Dänemark um weitere elf Tage bis zum 15. Mai verlängert. Auch für Flüge aus Spanien und Italien gilt die Verlängerung.  

Die Kontrollen waren Mitte März angeordnet worden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Menschen, die weder Deutsche noch dauerhaft hier ansässig sind, dürfen seither nur noch aus einem triftigen Reisegrund nach Deutschland kommen. Einreisen dürfen etwa EU-Bürger, die durch Deutschland in ihr Heimatland reisen oder Lastwagenfahrer.

21:58 Uhr | Mehr als 20 Demos gegen Corona-Bestimmungen

In mehr als 20 sächsischen Städten und Gemeinden hat es am Montag sogenannte Spaziergänge für den Erhalt der Grundrechte gegeben. Nach Polizeiangaben versammelten sich allein in Annaberg-Buchholz rund 400 Menschen auf dem Marktplatz. Beamte lösten die nicht angemeldete Kundgebung auf. Daraufhin zogen einige der Teilnehmer durch die Innenstadt.

In Olbernhau kamen laut Polizei etwa 300 Menschen zu einem Spaziergang, der ebenfalls als nicht genehmigte Versammlung gewertet wurde. In Chemnitz nahmen an zwei Spaziergängen rund um das Rathaus rund 250 Menschen teil.

Ähnliche Aktionen gab es unter anderem auch in Leipzig, Plauen, Markneukirchen, Klingenthal, Meißen und Großenhain. Genehmigte Veranstaltungen fanden in Freiberg, Neugersdorf, und Demitz-Thumitz statt.

21:38 Uhr | Mecklenburg-Vorpommern will Ostseeurlaub noch vor Pfingsten erlauben

Mecklenburg-Vorpommern will angesichts geringer Corona-Neuinfektionen noch  vor Pfingsten Auswärtigen wieder Urlaub an der Ostsee erlauben. Darauf haben sich in Schwerin Vertreter von Landesregierung und Gastgewerbe in der gemeinsamen Task Force Tourismus verständigt. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagte, ab dem 9. Mai sollen die Gaststätten unter strikten Hygieneauflagen öffnen dürfen, am 18. Mai Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen – zunächst für Einheimische. Zum 25. Mai soll dann das seit Mitte März geltende Einreiseverbot für Touristen aus anderen Bundesländern aufgehoben werden.

Damit wäre ein Pfingsturlaub Ende Mai an der Ostsee oder in der Mecklenburgischen Seenplatte wieder für alle Bundesbürger möglich. Der Fremdenverkehr gilt im industrieschwachen Bundesland als eine tragende wirtschaftliche Säule. Im Vorjahr waren im Land 34 Millionen touristische Übernachtungen registriert worden. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind in der Branche 131.000 Menschen beschäftigt.

20:44 Uhr | Zunehmende Uneinigkeit bei Corona-Vorgehen?

Bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen scheint es einen regelrechten Wettlauf der einzelnen Länder zu geben. Bröckelt die Einigkeit zwischen Bund und Ländern? Hauptstadtkorrespondent Tim Herden mit einer Einschätzung

20:02 Uhr | EU-Kommission lehnt Gutschein-Regel für abgesagte Reisen ab

Im Streit um Vergütungen für abgesagte Reisen lehnt die EU-Kommission eine generelle Gutschein-Regelung weiter ab. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios pochte EU-Verkehrskommissarin Adina Valean in einem Schreiben an mehrere Bundesminister darauf, dass die EU-Fluggastrechte auch während der Corona-Krise gelten. Kein Fluggast könne dazu gezwungen werden, einen Gutschein anstelle einer Rückerstattung anzunehmen.

Deutschland will Verbraucher jedoch verpflichten, bei Reise-Absagen in der Corona-Krise vorerst einen Gutschein statt einer Erstattung zu akzeptieren. Anfang April hatten deshalb die Minister Andreas Scheuer (Verkehr), Christine Lambrecht (Verbraucher) und Peter Altmaier (Wirtschaft) an Valean geschrieben und gefordert, Zwangsgutscheine zu ermöglichen.

Die EU-Staaten sind in der Debatte gespalten. Rund ein Dutzend Länder hat sich ähnlich geäußert wie Deutschland. Die EU-Kommission will bald eine offizielle Empfehlungen vorlegen.

19:48 Uhr | Tschechien erlaubt ab 11. Mai wieder internationalen Reiseverkehr

Die tschechische Regierung hebt das Verbot von grenzüberschreitenden Bus- und Bahn-Reisen zum 11. Mai auf. Das gab Verkehrsminister Havlicek nach einer Kabinettssitzung bekannt. Die Regierung in Prag hatte am 14. März die internationalen Reiseverbindungen unterbrochen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Bis zum 24. April durften auch die eigenen Staatsbürger das Land nicht verlassen. Tschechien hat knapp 7.800 nachgewiesene Coronavirus-Fälle und etwa 250 Todesopfer.

18:16 Uhr | Update - Geberkonferenz sammelt 7,4 Milliarden für Corona-Forschung

Auf einer von der EU-Kommission organisierten Geberkonferenz sind 7,4 Milliarden Euro für die Erforschung des Coronavirus zusammengekommen. Damit hat Brüssel sein selbstgestecktes Ziel erreicht. Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen sagte: "Die Welt ist vereint gegen das Coronavirus und die Welt wird gewinnen."

Die EU gibt mit einer Milliarde Euro den größten Beitrag. Deutschland steuert  525 Millionen Euro bei, Frankreich 500 Millionen Euro und Großbritannien 442 Millionen Euro. Von Kanada kommen 780 Millionen Euro. Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung sagte 100 Millionen Euro zu, Italien 140 Millionen Euro.

Etwa die Hälfte des Geldes soll in die Entwicklung eines Impfstoffs fließen. Mit der anderen Hälfte sollen Behandlungsmöglichkeiten und Testkapazitäten weltweit ausgeweitet werden.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres begrüßte die Zusagen. Nach seiner Einschätzung seien jedoch 40 Milliarden Euro nötig. Er kündigte eine weitere Konferenz Ende Mai an, um die Anstrengungen am Laufen zu halten.

18:03 Uhr | Köpping verteidigt Hygiene-Regeln für Kita-Öffnung

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping hat die neuen Hygiene-Regeln für weitere Kita-Öffnungen als machbar verteidigt. Köpping sagte MDR AKTUELL, sie wisse, dass es gerade bei kleineren Kindern schwer werde. Es werde sich auch nicht vermeiden lassen, dass zwei Kinder auf einer Rutsche seien. Dennoch sollten sich Eltern, Kinder und Erzieher bemühen, die Abstandsregeln einzuhalten. Schutzmasken für Kinder oder Erzieher lehnt Köpping ab. Mit einer Schutzmaske vor einem Kind zu stehen, sei pädagogisch sehr schwierig.

17:52 Uhr | Budapest öffnet Rathaus für Obdachlose

Der Budapester Oberbürgermeister Gergely Karácsony öffnet sein Rathaus für Obdachlose, die sich wegen der Corona-Pandemie freiwillig in Quarantäne begeben wollen. Karácsony teilte am Montag auf seiner Facebook-Seite mit, er werde einen Flügel des Rathauses für die Obdachlosen vorbereiten. Diese würden dort auch versorgt.

Ursprünglich hätte die Quarantäne-Station in einem leerstehenden Schulgebäude auf der Csepel-Insel im Süden der Stadt eingerichtet werden sollen. Eine Unterschriften- und Plakat-Kampagne des dortigen Fidesz-Bezirksbürgermeisters brachte ihn von diesem Plan ab.  Der Politiker der Partei "Dialog" erklärte: "Die Führung der Hauptstadt schützt jene Budapester, die am verwundbarsten sind, nicht nur vor der Pandemie, sondern auch vor den schäbigen Hetzkampagnen der Fidesz-Politiker."

17:37 Uhr | Spahn legt Immunitätsausweis auf Eis

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verzichtet vorerst auf eine gesetzliche Einführung eines Immunitätsausweises nach überstandener Corona-Infektion. Spahn sagte: "Die Frage, ob im Falle von Corona zusätzlich ein Immunitätsausweis sinnvoll ist, sollten wir als Gesellschaft in Ruhe abwägen und debattieren."

In einem am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf hatte Spahn ursprünglich einen Immunitätsausweis vorgesehen und erklärt, ein solches Dokument wäre insbesondere im Gesundheitswesen wertvoll, weil Ärzte und Pflegekräfte dann ohne Einschränkungen Corona-Patienten versorgen könnten. Am Wochenende hatte Spahn dann den Ethikrat um eine Stellungnahme gebeten. Spahn fügte hinzu, dass bereits jetzt alle, die beim Arzt einen Antikörpertest machten, das Recht hätten, sich das Ergebnis aushändigen zu lassen

Der Minister sprach sich zudem gegen eine Impfpflicht mit einem künftigen Anti-Corona-Serum aus. Sein Eindruck sei, dass sich die allermeisten sofort freiwillig impfen lassen würden, sobald es eine Impfung gibt: "Wo Freiwilligkeit zum Ziel führt, braucht es keine gesetzliche Pflicht."

16:28 Uhr | Kekulé: Heinsberg-Studie nicht verallgemeinern

Die Ergebnisse der Heinsberg-Studie sind nach Ansicht des Virologen Alexander Kekulé nicht auf ganz Deutschland übertragbar. "Das kann man nicht hochrechnen", sagte Kekulé im Podcast von MDR AKTUELL. In dem Ort Gangelt habe es einen explosionsartigen Coronavirus-Ausbruch gegeben. Der Anteil von Infizierten sei viel höher gewesen als im Bundesdurchschnitt. Deshalb könne man aus der Situation in Gangelt nicht ableiten, was in Deutschland los sei.

Als überraschendes Ergebnis der Studie wertete Kekulé hingegen, dass das Virus offenbar nur begrenzt innerhalb von Familien weitergegeben wird. Nur ungefähr 15 Prozent seien von Familienangehörigen infiziert worden. "Da haben wir gedacht, das müsste viel höher liegen", sagte Kekulé.

Ein Forscherteam der Uni Bonn hatte in Gangelt rund 900 Einwohner befragt und auf Corona gestetet. Aus den Ergebnissen wurde abgeleitet, dass in Deutschland bereits bis zu 1,8 Millionen Menschen infiziert wurden.

Nachrichten

Kekulés Corona-Kompass 42 min
Bildrechte: MDR/dpa

16:52 Uhr | Profi von Dynamo Dresden positiv getestet

Ein Profi-Fußballer von Dynamo Dresden ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Zweitligist am Montag mit. Der Spieler sei am Sonnabend getestet worden und befinde sich seit Sonntagmorgen in häuslicher Quarantäne.

Sport-Geschäftsführer Ralf Minge sagte: "Wir haben uns seit Wiederaufnahme des Kleingruppen-Trainings mit enormem Aufwand an das vorgegebene Hygiene-Konzept gehalten. Aber es kann trotzdem niemanden wirklichen überraschen, dass es auch im Profi-Fußball Menschen gibt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben."

Am Montag wurde bei Dynamo planmäßig ein zweiter Reihentest durchgeführt. Die Ergebnisse sollen am Dienstag vorliegen. Insgesamt waren laut DFL bei den 36 Klubs der 1. und 2. Liga im ersten Test zehn Infektionen festgestellt worden.

16:29 Uhr | Tiefensee will in Thüringen Gaststättenöffnung am 22. Mai

In Thüringen sollen nach den Vorstellungen von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee die gastronomischen Einrichtungen am 22. Mai wieder öffnen. Tiefensee erklärte, das gelte für Kneipen, Restaurants und Cafés sowie für Hotels, Pensionen und Ferienhäuser - jeweils mit Einschränkungen bei Gästezahlen und Öffnungszeiten. Bereits am 13. Mai sollen laut Tiefensee Campingplätze für Wohnwagen und Reisemobile öffnen dürfen. Der SPD-Politiker sagte, diesen Zeitplan wolle er am 12. Mai dem Kabinett in Erfurt zur Entscheidung vorlegen.

16:02 Uhr | Deutschland gibt halbe Milliarde für Impfstoff und Medizin

Deutschland unterstützt die Erforschung des neuartigen Coronavirus mit mehr als einer halben Milliarde Euro. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte bei einer internationalen Geberkonferenz 525 Millionen Euro zu. Die EU-Kommission gibt eine Milliarde Euro, Frankreich eine weitere halbe. Erklärtes Ziel sind demnach Zusagen in Höhe von 7,5 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte davon soll in die Entwicklung eines Impfstoffs fließen. Mit der anderen Hälfte sollen Behandlungsmöglichkeiten und Testkapazitäten weltweit ausgeweitet werden.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres begrüßte die Zusagen. Nach seiner Einschätzung seien jedoch 40 Milliarden Euro nötig. Er kündigte eine weitere Konferenz Ende Mai an, um die Anstrengungen am Laufen zu halten.

Mehrere Staaten beteiligen sich nicht an der Konferenz, darunter Russland, Brasilien, Indien und die USA. Erst am Wochenende hatte US-Präsident Trump verkündet, sein Land werde bis Ende des Jahres einen eigenen Impfstoff entwickeln.

15:58 Uhr | Grünen-Spitze entzieht Palmer Unterstützung

Die Grünen-Spitze hat dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer das Vertrauen entzogen. Grünen-Chefin Annalena Baerbock sagte nach einer Video-Konferenz des Vorstands, die Partei werde den Grünen-Politiker bei einer erneuten Kandidatur in Tübingen und bei weiteren politischen Tätigkeiten nicht mehr unterstützen. Weitere interne Sanktionen würden geprüft. Anlass sind Äußerungen Palmers zum Umgang mit hochbetagten Corona-Kranken. Palmer hatte gesagt, man rette in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.

15:36 Uhr | Zehn positive Tests bei Fußball-Clubs

In den 36 Klubs der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sind bei den ersten Corona-Reihentests zehn Infektionen festgestellt worden. Das gab die Deutsche Fußball Liga am Montag bekannt. Demnach wurden insgesamt 1.724 Tests vorgenommen. Welche Clubs betroffen sind, wurde nicht mitgeteilt. Bislang hatte nur der 1. FC Köln über positive Ergebnisse berichtet. Beim Klub waren zwei Spieler und ein Betreuer betroffen.

Noch in dieser Woche wird eine Entscheidung der Politik über eine Fortsetzung des Ligabetriebs erwartet.

15:17 Uhr | ECDC: Großbritannien und vier EU-Länder noch nicht über den Berg

Eine Supermarkt-Mitarbeiter mit Mundschutz misst die Temperatur bei einer Kundin.
Corona-Alltag in Großbritannien. Ein Supermarkt-Mitarbeiter misst die Temperatur bei einer Kundin. Bildrechte: dpa

Nach Einschätzung der zuständigen EU-Behörde steht Großbritannien und vier EU-Mitgliedsstaaten in der Coronavirus-Pandemie das Schlimmste noch bevor. Die Chefin des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle (ECDC), Andrea Ammon, sagte, in Großbritannien, Polen, Rumänien und Schweden steige die Zahl der Neuinfektionen mit unveränderter Geschwindigkeit. In Bulgarien nehme die Pandemie sogar an Fahrt auf. Für alle anderen EU-Staaten sehe es so aus, "als ob am Samstag der Höhepunkt der ersten Welle" überschritten sei. Das ECDC ist für alle 27 EU-Mitgliedsstaaten plus Großbritannien, Norwegen, Liechtenstein und Island zuständig.

15:00 Uhr | Halle prüft Massentests für Horte und Kitas

Die Stadt Halle plant, flächendeckende Corona-Tests auf weitere Gesellschaftsbereiche auszuweiten. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte, nach Pflegeheimen werde das für Kitas und Horte sowie Erzieherinnen und Erzieher geprüft. Das werde helfen, ein mögliches Infektionsgeschehen rechtzeitig zu erkennen. Amtsärztin Christine Gröger fügte jedoch hinzu, wann es eine konkrete Entscheidung dazu gebe, sei noch nicht abzusehen.

Wie Gröger weiter berichtete, hat das Bedürfnis, sich testen zulassen, in Halles Bevölkerung offenbar deutlich nachgelassen. Am Sonntag seien lediglich sieben Abstriche genommen worden. An früheren Tagen seien es mehrere hundert gewesen.

14:32 Uhr | Europaweit werden Beschränkungen gelockert

In mehreren Ländern Europas sind heute Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. Hier ein Überblick.

14:08 Uhr | Italienischer Patient in Leipzig entlassen

Ein 57 Jahre alter Covid-19-Patient aus Italien ist heute aus dem Universitätsklinikum Leipzig entlassen worden. Er solle nun in einer Rehaklinik in Bennewitz weiter behandelt werden, teilte ein Sprecher der Uni-Klinik mit. Der Mann war am 25. März nach Leipzig gebracht worden. Anfang April war ein anderer italienischer Corona-Patient in der Leipziger Uniklinik gestorben. Zwei weitere, ein 31 und ein 70 Jahre alter Italiener, starben Ende April am Herzzentrum in Leipzig. Sachsen hatte insgesamt acht Patienten aus Italien aufgenommen.

14:05 Uhr | Magdeburger Museen öffnen

Das Kulturhistorische Museum und das Museum für Naturkunde Magdeburg werden am Dienstag wieder öffnen. Wie die Museen mitteilten, sind zunächst nur einzelne Besucher zugelassen, keine Gruppen. Es geben Hygiene- und Abstandsregeln für Besucher.

14:02 Uhr | Warnung vor rechter Unterwanderung

Nach mehreren Demonstrationen in Thüringen gegen die Einschränkung von Grundrechten zugunsten des Infektionsschutzes haben Rechtsextremismus-Experten vor einer Vereinnahmung der Coronavirus-Pandemie durch die rechte Szene gewarnt. Rechte und antidemokratische Akteure versuchten dies, hieß es von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Thüringen (Mobit) und dem Jenaer Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ).

13:57 Uhr | Pest-Ausstellung wird verlängert

Die Pest-Ausstellung im Museum für Archäologie in Herne in Nordrhein-Westfalen geht in die Verlängerung. Ursprünglich hatte die Sonderschau am 10. Mai enden sollen. Wie die Veranstalter nun mitteilten, sind die wegen der Coronavirus-Pandemie die rund 300 Exponate zur Geschichte des "Schwarzen Todes" bis zum 15. November zu sehen. Die Sonderausstellung "PEST!" beleuchtet die Geschichte der Krankheit von der Steinzeit über die verheerenden Folgen im Mittelalter bis hin zum jüngsten Ausbruch 2017 in Madagaskar. Das kleinste Exponate ist ein unter dem Mikroskop zu sehendes Exemplar des Pest-Bakteriums Yersinia Pestis.

13:19 Uhr | Russland: Wieder mehr als 10.000 Neu-Infektionen

Russland entwickelt sich zum neuen Krisenherd der Coronavirus-Pandemie. Die Zahl der offiziell gemeldeten Infektionen steigt weiter stark an. Heute meldeten die Gesundheitsbehörden 10.581 neue, womit insgesamt 145.268 Menschen in Russland infiziert wurden. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 1356. Schon am Sonntag wurden mehr als 10.000 Neuinfektionen gemeldet. Der stetigen Zunahme und der Zweifel an den offiziellen Zahlen zum Trotz hat der Kreml schrittweise Lockerung der Beschränkungen ab 12. Mai in Aussicht gestellt.

13:10 Uhr | Bundesregierung sieht Lockerungen gelassen

Die Bundesregierung reagiert gelassen auf Sonderregelungen der Länder beim Infektionsschutz. Wichtig sei die gemeinsame Strategie, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert heute. Lokal und regional könne es natürlich andere Akzente geben. Bei den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch werde es um unter anderem um den Umgang mit den Schulen, mit Kindertagesstätten und Sport gehen.

12:35 Uhr | Niedersachsen will Gastronomie öffnen

Niedersachsen will die Gastronomie ab kommenden Montag mit Einschränkungen wieder öffnen. Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte am Montag, Restaurants, Kneipen und Biergärten dürften dann maximal der Hälfte ihrer üblichen Plätze anbieten. Zudem solle eine Reservierungspflicht gelten.

Die Beschränkung privater Kontakte will die Landesregierung aber erst Ende Mai neu bewerten. Bis 24. Mai soll die Zwei-Personen-Regel demnach mindestens bleiben. Auch das geht aus einem neuen Fünf-Stufen-Plan hervor. Beschließen will ihn die Landesregierung nach den nächsten Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch.

12:04 Uhr | Roche liefert neuen Antikörpertest

Noch im Mai will der Pharma-Konzern Roche einen neuen Test auf Antikörper gegen das Coronavirus in Deutschland ausliefern. Das haben Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Roche heute vereinbart. Wie Spahn sagte, sollen drei Millionen Tests im Mai kommen und in den Monaten danach je fünf Millionen. Der Test hat nach Angaben von Roche eine Sensitivität von 100 Prozent und eine Spezifität von 99,8 Prozent. Der erste Wert gibt den Prozentsatz der Testpersonen an, bei denen eine Infektion erkannt wird, der zweite, wie viele als gesund erkannt werden.

11:43 Uhr | Arbeitslosigkeit in Österreich steigt rapide

In Österreich ist die Arbeitslosigkeit im April um 58,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf die Zahl von 571.477 gestiegen. Wie die zuständige Behörde mitteilte, ist die Arbeitslosenquote von 12,8 Prozent die höchste seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

11:14 Uhr | Thüringer Aufbaubank warnt vor falsch Mails

Die Thüringer Aufbaubank hat vor betrügerischen E-Mails mit Bezug auf die Corona-Soforthilfen gewarnt. Demnach werden die Mails an Privatpersonen und Unternehmen verschickt, die konkrete Angaben zum Betrieb, zum Inhaber und zur Höhe der Soforthilfe machen sollen, um diese dem Finanzamt vorzulegen. Die Aufbaubank erklärte, die Mails kämen nicht von ihr. Unbekannte versuchten, an Daten zu gelangen. Wer eine solche Mail bekomme, solle sie sofort löschen.

11:08 Uhr | Dunkelziffer laut Studie zehnmal höher

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Deutschland liegt einer Studie zufolge bei schätzungsweise mindestens 1,8 Millionen und damit um das Zehnfache höher als offiziell bekannt. Zu diesem Ergebnis kommt die im besonders stark betroffenen Gangelt angestellte sogenannte Heinsberg-Studie – benannt nach dem Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen.

Heinsberg: Blick auf das Ortschild.
Der Kreis Heinsberg gilt als "Hot-Spot" der Pandemie in Deutschland. Eine Studie dort kommt zu überraschenden und nicht ganz unumstrittenen Ergebnissen. Bildrechte: dpa

Wie die Universität Bonn mitteilte, basiert die Hochrechnung auf Daten des Robert-Koch-Instituts, welches selbst davon ausgeht, dass die Dunkelziffer höher ist als die der durch Tests bekannten Fälle.

Wie Studienleiter Hendrik Streeck sagte, zeigt die Studie auch, dass etwa jede fünfte Infektion ohne Krankheitssymptome verlaufe. So sei es bei 22 Prozent der Infizierten in Gangelt gewesen. Das bestätige die Wichtigkeit der Hygiene- und Abstandsregeln, sagte Ko-Autor und Hygiene-Experte Martin Exner: "Jeder vermeintlich Gesunde, der uns begegnet, kann unwissentlich das Virus tragen."

10:41 Uhr | Polen erleichtert Grenzübertritte

Polen erleichtert Grenzübertritte für Berufspendler, Schüler und Studenten. Die bereits in Kraft getretene Ausnahme von der Pflicht zu einer zweiwöchigen häuslichen Quarantäne nach der Einreise nach Polen gelte jedoch nicht für Freizeit- und Einkaufspendler, teilte die Stadtverwaltung von Frankfurt/Oder mit. Entsprechende Nachweise wie Arbeitsbescheinigungen, Gewerbeanmeldungen, Schul- und Studienbescheinigungen müssten an der Grenze vorgelegt werden. Für medizinisches Personal und Pflegekräfte werde die Quarantäne aber vorerst beibehalten.

10:10 Uhr | Haseloff: "In Sachsen-Anhalt wird wieder frisiert"

Mit Mund-Nase-Schutz und Einweg-Handschuhen hat sich Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff am Montag per Twitter aus einem Friseursalon gemeldet - als einer der ersten Kunden nach der wochenlangen Schließzeit. "In Sachsen-Anhalt wird wieder frisiert", schrieb er zu einem Foto von sich selbst im Spiegel.

09:55 Uhr | London: 442 Millionen Euro für Medikamente

Großbritannien stellt für die Entwicklung von medizinischen Mitteln gegen das Coronavirus 388 Millionen Pfund (etwa 442 Millionen Euro) bereit. Das sagte Premier Boris Johnson vor der am Nachmittag geplanten Geberkonferenz. Dabei sollen mindestens 7,5 Milliarden Euro als Anschubfinanzierung zusammenkommen - für Impfstoffe, Arzneien und Tests. Die Online-Konferenz, an der auch Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron teilnehmen, wird von der EU-Kommission ausgerichtet.

09:27 Uhr | Sieben Milliarden Euro für Air France

Die EU hat die Unterstützung des französischen Staats für die Fluggesellschaft Air France mit sieben Milliarden Euro genehmigt. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager verwies dabei auf die Bedeutung des in der Corona-Krise schwer angeschlagenen Unternehmens für die französische Wirtschaft, auf seine Rolle bei der Rückführung gestrandeter Bürger und beim Transport von medizinischen Hilfsgütern. In Deutschland wird unterdessen weiter über einen Einstieg des Staates bei der Lufthansa verhandelt.

09:07 Uhr | "Wirtschaftsweise" gegen Auto-Kaufprämien

Vor dem "Autogipfel" der Bundesregierung morgen hat sich die "Wirtschaftsweise" Monika Schnitzer gegen von den Auto-Herstellern geforderte Kaufprämien für Neuwagen ausgesprochen. "Das ist purer Lobbyismus", sagte die Ökonomie-Professorin der "Rheinischen Post". Trotzdem sprach sie sich nicht grundsätzlich gegen Hilfen für die Branche aus. Eine Kombination von Kaufprämien für Elektro-Autos mit Investitionen in Ladeinfrastruktur könne sinnvoll sein.

08:53 Uhr | Paul-Ehrlich-Institut optimistischer als Spahn

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, ist optimistischer bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Er hoffe, dass die von der Weltgesundheitsorganisation WHO gesetzte Zeitvorgabe von 15 bis 18 Monaten unterschritten werden könne, sagte Cichutek im ZDF-"Morgenmagazin". Spahn hatte am Tag zuvor gesagt, er freue sich, wenn innerhalb von Monaten ein Impfstoff entwickelt werde. Es könne aber auch Jahre dauern.

08:30 Uhr | Haseloff erklärt sich

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) spricht während einer Pressekonferenz in der Staatskanzlei in Magdeburg.
Haseloff: In anderen Regionen sind die Infektionszahlen viel höher. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat am Morgen auch im Deutschlandfunk die Lockerung der Kontakt-Beschränkungen in seinem Bundesland verteidigt.

"In Bayern sind die Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner fünf mal höher als bei uns", sagte Haseloff im DLF-Interview. So gebe es etwa im Altmarkkreis, der so groß wie das Saarland sei, momentan lediglich drei Infizierte. Da lasse sich nicht vermitteln, dass Menschen, "die sich dort am Gartenzaun treffen, nicht miteinander reden dürfen".

08:27 Uhr | Ärzte: Kinder nicht vergessen

Bei Lockerungen von Infektionsschutz-Auflagen muss nach Ansicht von Kinderärzten mehr auf die Bedürfnisse von Kindern geachtet werden. "Ich verstehe zum Beispiel nicht, warum Friseure wieder öffnen dürfen, Frühförderstellen aber nicht", sagte der Sprecher des Thüringer Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Dirk Rühling, der "Thüringer Allgemeinen". Kinder mit Behinderungen etwa seien dringend auf Hilfen angewiesen. Berufstätige seien gezwungen, ihre Kinder sich selbst zu überlassen, zugezogene Familien könnten wegen Sprachbarrieren oft nicht bei Schularbeiten helfen. Rühling forderte deshalb, Betreuungsangebote wieder auszuweiten, um langfristigen Schaden von Kindern und Jugendlichen abzuwenden.

08:21 Uhr | Die Entwicklungen in Mitteldeutschland

Die Kollegen in den MDR-Landesfunkhäusern tickern auch heute wieder, was in ihren Ländern in der Coronavirus-Krise passiert. Es geht natürlich vor allem um die neuen Lockerungen:

08:03 Uhr | Forscher lenken Blick auf Afrika

Forschern aus Europa und Afrika fordern die internationale Gemeinschaft auf, beim Kampf gegen Covid-19 die am stärksten gefährdeten Menschen nicht zu vergesen. Man müsse sich "auf Afrika fokussieren", heißt es in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung" vom Montag. Ländern ohne medizinische Grundversorgung und mit beschränkten staatlichen Mitteln drohe ohne Hilfe eine Katastrophe. Die Menschen in den ärmsten Ländern seien "nicht nur dem Virus selbst ausgesetzt", sondern auch den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie.

07:30 Uhr | Nordrhein-Westfalen will Kita-Öffnung

Die nordrhein-westfälische Landesregierung erwägt einen Alleingang bei der Öffnung von Kindertagesstätten, sollten Bund und Länder am Mittwoch keinen einheitlichen Kurs beschließen. "Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten", sagte der Vize-Ministerpräsident und Familienminister Joachim Stamp (FDP). Es sei ein Problem, dass die Situation von Familien und ihren Kindern zu kurz gekommen sei. Die Familienminister hätten klare Wege aufgezeigt. Auch gebe es bereits ein Konzept zur schrittweisen Öffnung in Phasen.

07:08 Uhr | Mitteldeutsche Verkehrsverbünde bedroht

Die Verkehrsverbünde in Mitteldeutschland sind massiv von der Corona-Krise bedroht. Der MDV teilte auf Anfrage von MDR AKTUELL mit, dass Busse, Straßenbahnen und Züge derzeit nur zu 25 bis 30 Prozent ausgelastet seien. Der Verkehrsverbund Oberelbe sprach von Einbrüchen bei den Fahrgastzahlen von bis zu 80 Prozent. Im März seien 2,7 Millionen Euro an Einnahmen ausgeblieben. Im April seien es 7,5 Millionen gewesen. Beim Verkehrsverbund Vogtland hieß es, die Fahrgastzahlen seien zeitweise fast auf null gesunken. Ähnliche Angaben machte auch die Verkehrsgemeinschaft Mittelthüringen.

07:00 Uhr | Weniger tägliche Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der täglich neu gemeldeten Coronavirus-Infektionen ist weiter gesunken - seit den Höchstständen Anfang April auf jetzt um die 700 Fälle am Tag.

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

06:52 Uhr | Mehr 100.000 Infizierte in Brasilien

In Brasilien sind mehr als 100.000 Menschen infiziert. Wie das Gesundheitsministerium meldete, lag die Zahl bei 101.147 Menschen. Mindestens 7.025 sind demnach im Zusammenhang mit dem Coronavirus schon gestorben. Die Dunkelziffern dürften aber wegen fehlender Tests und nicht ausgewerteter Laborergebnisse höher liegen. Brasilien ist mit mehr als 200 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land in Lateinamerika. Krankenhäuser und Friedhöfe in einigen Städten und Bundesstaaten sind inzwischen an ihre Grenzen geraten, das System kollabiert. Präsident Jair Bolsonaro hält trotzdem nichts von Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

06:53 Uhr | Sachsens Gastronomen wollen klaren Zeitplan

Der sächsische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat einen klaren Zeitplan für die Öffnung der Gastronomie im Land gefordert. Dehoga-Chef Axel Klein sagte MDR AKTUELL, es gebe bereits Hygienekonzepte in Gaststätten und Hotels. Diese auf Corona anzupassen sei nicht die Schwierigkeit. Zwar könnten nicht alle Betriebe in wenigen Tagen wieder öffnen, aber viele. Wichtig sei aber die Hygienekonzepte noch einmal einem Praxistest zu unterziehen. Das gehe aber erst, wenn klar sei, wann es wirklich losgehe. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hatte zuletzt vorgeschlagen, dass ab 15. Mai zunächst Freisitze wieder öffnen könnten.

06:28 | Dresden erinnert an Regeln auf Spielplätzen

Die Stadt Dresden appelliert an Eltern und Kinder, sich trotz der Spielplatzöffnung heute an Regeln zu halten. Wie Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) MDR AKTUELL sagte, sollten Klettergerüste nacheinander benutzt werden. Eltern und andere Betreuungspersonen sollten nach Möglichkeit einen Mund-Nase-Schutz tragen, Kinder sich nach dem Spielen ordentlich die Hände und dann das Gesicht waschen. Laut Jähnigen wird die Stadt an den Spielplätzen auch provisorische Schilder mit Hinweisen zu Umgang und Hygiene aufstellen. Flächendeckende Kontrollen zur Einhaltung der Regeln werde es aber nicht geben.

06:00 Uhr | Lockerungen in vielen Bundesländern

In den Bundesländern sind seit heute die Auflagen zum Infektionsschutz weiter gelockert. In Sachsen-Anhalt dürfen bundesweit erstmals bis zu fünf Personen zusammen draußen sein, auch wenn sie nicht zum selben Haushalt gehören. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte am Sonntagabend im ZDF, das sei kein Vorpreschen, sondern aufgrund geringerer Infektionszahlen so beschlossen worden.

In den meisten Ländern, so auch in Sachsen und Thüringen, dürfen unterdessen Museen, Bibliotheken und Zoos wieder öffnen, teils auch Spiel- und Sportplätze. Weitere Kinder und Jugendliche können zur Schule. Sämtliche Lockerungen sind mit Hygiene- und Abstandsregeln verbunden, auch etwa Friseurbesuche.

Barrierefreiheit

Mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner: München hat daher in der Innenstadt und auf stark besuchten Plätzen eine Maskenpflicht erlassen
Mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner: München hat daher in der Innenstadt und auf stark besuchten Plätzen eine Maskenpflicht erlassen Bildrechte: imago images / Ralph Peters

05:01 Uhr | Konferenz sammelt Geld für Impfstoff-Entwicklung

Eine weltweite Allianz will heute mindestens 7,5 Milliarden Euro Anschubfinanzierung für Impfstoffe, Arzneien und Tests einsammeln. Ziel ist, die Gegenmittel schnell auf den Markt zu bringen und weltweit möglichst preiswert zugänglich zu machen. Bei einer von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen organisierten Online-Konferenz soll auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen. Sie hat bereits einen "deutlichen finanziellen Beitrag" Deutschlands zugesagt. Laut dpa geht es um einen dreistelligen Millionenbetrag.

04:30 Uhr | Länder wollen Kontaktsperren lockern

In der nächsten Bund/Länder-Beratung wollen die Bundesländer laut einem "Bild"-Bericht eine Lockerung des Kontaktverbots durchsetzen. In einer vorbereitenden Telefonkonferenz der Staatskanzlei-Chefs habe es geheißen, dass Zusammenkünfte von bis zu fünf Personen wieder erlaubt sein könnten, so wie bereits ab jetzt in Sachsen-Anhalt. Bisher gilt eine Begrenzung auf zwei Personen, die nicht zum selben Haushalt gehören.

03:15 Uhr | Mehr als 3,5 Millionen Infizierte weltweit

Die Zahl der Infektionsfälle weltweit liegt nach verschiedenen Zählungen jetzt bei etwas mehr als 3,5 Millionen. An Covid-19 gestorben sind demnach fast 250.000 Menschen. Die meisten Fälle gab es bisher in Nordamerika und europäischen Ländern. In Afrika, Lateinamerika und Russland steigen die Zahlen jedoch schnell.

01:37 Uhr | Trump rechnet bald mit Impfstoff

US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass bis Ende des Jahres ein wirksamer Impfstoff gegen das neuartige Coronavirs SARS-CoV-2 vorliegt. Wie er jetzt ankündigte, sollen Schulen und Universitäten in den USA im September wieder öffnen.

0:42 Uhr | Frankreich hebt zweiwöchige Quarantäne auf

Reisende, die aus einem EU-Land, dem Schengenraum oder Großbritannien nach Frankreich einreisen, werden von einer geplanten obligatorischen zweiwöchigen Quarantäne befreit. Das teilte das französische Konsulat in Großbritannien mit. Einzelheiten werden demnach in einem Dekret enthalten sein, das die geplante Verlängerung des Ausnahmezustands bis 24. Juli begleitet.

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. Mai 2020 | 06:00 Uhr