Covid-19 Coronavirus-Ticker: Spanien schließt "nicht lebenswichtige Unternehmen"

Spanien verschärft die Ausgangsbeschränkungen im Land. Italien hat seine Einreisebestimmungen nochmals verschärft. Mit Hilfe von CTs sollen mögliche schwere Verläufe von Covid-19 besser und früher erkannt werden. In Deutschland haben sich bereits fast 50.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. In Spanien steigt die Zahl der Covid-19-Toten weiter rasant an. Die Bundeswehr fliegt schwer kranke Patienten von Italien nach Deutschland. Alle Infos zur Corona-Lage hier.

21.03.2020, Spanien, Madrid: Die Nationalpolizei patrouilliert die leere Puerta del Sol.
Die Ausgangsbeschränkungen in Spanien werden weiter verschärft. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Samstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse.

21:24 Uhr | Corona-Patienten aus Italien und Frankreich aufgenommen

In der Corona-Krise haben weitere Bundesländer Patienten aus Italien und Frankreich aufgenommen. Nach Angaben der Luftwaffe trafen am Nachmittag die ersten Erkrankten aus der italienischen Stadt Bergamo in Nordrhein-Westfalen ein. Vier Corona-Patienten aus Frankreich seien direkt ins Uni-Klinikum Essen gebracht worden.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet dankte alle Ärzten, Pflegern und Piloten für die europäische Solidarität. Berlins Regierender Bürgermeister Müller sprach von selbstverständlicher Hilfe in Krisenzeiten. Auch seine Stadt hat sechs Corona-Patienten aus Frankreich aufgenommen. In Hessen, Niedersachsen, Sachsen, Bayern und Brandenburg werden bereits Covid-19-Patienten aus Italien behandelt.

21:17 Uhr | Die Zahlen am Samstag

In Deutschland gibt es bis jetzt mehr als 48.500 Coronavirus-Fälle. 325 Menschen sind durch das Virus und seine Folgen gestorben. Aktuelle Zahlen für Mitteldeutschland und mehr erfahren Sie hier.

20:54 Uhr | Weltweit mehr als 30.000 Corona-Tote

Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Johns-Hopkins-Universität in den USA registrierte heute 30.248 Todesfälle. Fast 650.000 Menschen weltweit seien nachweislich mit dem Virus infiziert. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. In Europa sind Italien und Spanien besonders schwer von der Pandemie betroffen.

20:43 Uhr | Maas: 160.000 Deutsche zurückgeholt

Nach Angaben von Außenminister Heiko Maas sind wegen des Coronavirus bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden.

Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Rückkehrwilligen, zumeist Urlauber, auf etwa 200.000.

Zunächst hatten alle EU-Länder versucht, angesichts der im Zuge der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen ihre Bürger in Eigenregie zurück nach Hause zu holen. Mittlerweile gibt es eine Koordination.

Wegen des Coronavirus sind viele Reisen geplatzt und auch andere schon bezahlte Leistungen können nicht genutzt werden. Verbraucherschützer Ralf Reichertz erklärt, welche Rechte Sie haben.

20:12 Uhr | Corona-Verbote überwiegend eingehalten

Trotz des frühlingshaften Wetters haben sich die Menschen in Deutschland weitgehend an die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise gehalten. Das geht aus den Polizeiberichten der Bundesländer hervor. Bei Kontrollen musste die Polizei nur vereinzelt einschreiten. So etwa in Berlin. Dort wurde der Boxhagener Platz gesperrt, nachdem sich dort rund 150 Menschen aufgehalten hatten. Am Dresdner Elbufer wurden die Vorbereitungen für eine Grill-Party gestoppt. Wie ein Polizeisprecher sagte, stieß man bei den Betroffenen auf Verständnis.

19:37 Uhr | Spanien schließt "nicht lebenswichtige Unternehmen"

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat im Kampf gegen das Coronavirus eine weitere Verschärfung der bereits seit zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen angekündigt. Ab Montag sollen aller Arbeitnehmer, die keine unbedingt notwendigen Arbeiten verrichten, zwei Wochen lang zu Hause bleiben, erklärte der Regierungschef am Samstagabend in einer Fernsehansprache. Welche Sektoren genau gemeint sind, sagte er nicht. Das Gehalt werde den Betroffenen in dieser Zeit weiter gezahlt, die nicht geleisteten Arbeitsstunden könnten sie später schrittweise nachholen.

18:57 Uhr | Wirtschaft fordert Kurzarbeitergeld auch für Azubis

Industrie und Handwerk haben die Bundesregierung aufgefordert, die Regelungen zum Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise schnellstmöglich auf Lehrlinge auszuweiten. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sagte der "Welt am Sonntag", andernfalls sähen sich Betriebe gezwungen, ihren Azubis zu kündigen. Das müsse auf jeden Fall verhindert werden. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Achim Dercks, sagte, Kurzarbeitergeld für Azubis müsse vom ersten Tag an möglich sein. Von der Kurzarbeiterregelung wegen der Corona-Krise sind die rund 1,3 Millionen Auszubildende in Deutschland derzeit ausgenommen.

18:15 Uhr | Italien verschärft Einreisebestimmungen

Italien hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen verschärft. Jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, müsse ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben, teilte das Verkehrsministerium mit. Auch wie sie ihren Zielort in Italien erreichen, müssten Reisende angeben. Auch Personen, die keine Covid-19-Symptome zeigen, müssen sich demnach bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben. Flug- und Schifffahrtsgesellschaften müssten beim Einchecken die Körpertemperatur der Passagiere messen und dürften niemanden mit erhöhter Temperatur an Bord lassen.

In Italien sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Wie der Zivilschutz am Samstagabend in Rom mitteilte, starben insgesamt 10.023 Menschen. Italien ist in Europa das am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffene Land.

17:27 Uhr | Zwölf Tote in Wolfsburger Pflegeheim

Das Hanns-Lilje Altersheim in Wolfsburg
Das Hanns-Lilje Altersheim in Wolfsburg Bildrechte: dpa

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Wolfsburger Pflegeheim sind seit Montag mittlerweile zwölf Menschen an Covid-19 gestorben. Insgesamt sind nach Angaben des Wolfsburger Gesundheitsamts 72 der gut 165 Senioren, die in der Einrichtung leben, mit dem Virus infiziert. Sie sollen nun von den negativ getesteten Bewohnern isoliert werden.

17:12 Uhr | Tipps vom Psychologen

Nähe zu Menschen außerhalb des eigenen Haushaltes ist gerade untersagt. Besonders Alleinstehende trifft die Isolation in der Corona-Krise hart. Welche psychischen Warnsignale gibt es, wenn das Alleinsein zu viel wird? Und wir kann man - trotz Abstandsregeln - damit umgehen? Hören Sie mehr dazu im Beitrag von Katja Schmidt.

17:03 Uhr | Katze steckt sich mit Coronavirus an

In Belgien hat sich eine Katze bei einem Menschen mit dem Corona-Virus angesteckt. Das berichtet die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Es gebe aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage.

Die Katze in Belgien und zwei Hunde in Hongkong seien die einzigen bekannten Fälle, bei denen sich Haustiere bei infizierten Menschen angesteckt hätten. Die Hunde hätten keine Symptome gezeigt, die Katze aber habe vorübergehend Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt.

16:43 Uhr | Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China

In Spanien ist ein Airbus mit rund vier Millionen Schutzmasken aus China gelandet. Wie der Luftfahrtkonzern mitteilte, ist ein Teil der Lieferung für Deutschland, Frankreich und Großbritannien bestimmt. Der A330 sei erst vor zwei Tagen in Europa gestartet und nach dem Beladen im Nordosten Chinas umgehend zurückgekehrt.

Auch in Niedersachsen trafen 400.000 Atemschutzmasken aus China ein. Der Volkswagen-Konzern hatte sie bestellt. Mehr als die Hälfe soll nach Angaben von VW an medizinische Einrichtungen im Bund gehen.

15:27 Uhr | Rückholaktion für Kreuzfahrt-Passagiere vor Australien

Für die Passagiere des deutschen Kreuzfahrtschiffes "Artania" ist ein Ende des Ausharrens vor Australien in Sicht. Wie der Reiseveranstalter Phoenix mitteilte, sollen alle nicht-infizierten Touristen zu Wochenbeginn nach Hause gebracht werden. Für sie seien bereits Flugzeuge gechartert worden.

Positiv getestete Personen würden für zwei Wochen in ein australisches Krankenhaus aufgenommen. Dem Reiseunternehmen zufolge waren die Gesundheitsbehörden noch einmal an Bord, um weitere Proben zu nehmen. Bei mindestens 46 Menschen an Bord besteht der Verdacht auf das Coronavirus.

14:53 Uhr | Eisenach untersagt alle Osterfeuer

Wegen der Corona-Pandemie werden in diesem Jahr die Osterfeuer in Eisenach untersagt. Grund ist nach Angaben der Stadtverwaltung die Ansteckungsgefahr. Das Verbot gilt demnach auch für private Osterfeuer, bei denen traditionell Nachbarn, Bekannte und Freunde zusammenkommen.

Osterfeuer, auch private, seien Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit, die derzeit verboten seien. Zu erwarten ist, dass darum auch andere Kommunen diesen Osterbrauch in diesem Jahr untersagen.

14:50 Uhr | Quarantäne in Erstaufnahme Suhl aufgehoben

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl steht nicht mehr unter Quarantäne. Wie das Thüringer Justizministerium mitteilte, wurde die Ausgangssperre aufgehoben. Vor zwei Wochen war ein Mann positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danach durften alle gut 500 Bewohner das Gelände nicht mehr verlassen.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte, auch für weitere 26 Asylbewerber sei die Quarantäne beendet. Sie hatten sich den Anordnungen widersetzt und waren vorübergehend in der Jugendarrestanstalt Arnstadt untergebracht worden. Inzwischen wurden sie der Behörde zufolge auf alle 23 Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen verteilt.

14:45 Uhr | Fünfter Todesfall in Thüringen

Ein 88 Jahre alter Mann ist nach Angaben des Landratsamtes in Heiligenstadt im Eichsfeld nach einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Das meldete am Samstagmittag die Deutsche Presse-Agentur. Ob das Virus auch ursächlich für den Tod des Mannes war, er also an der Lungenkrankheit Covid-19 starb, ist noch nicht geklärt.

14:39 Uhr | Kliniken passen Diagnostik an Besonderheiten an

Ein CT ist in der Diganose von Covid-19 zuverlässiger als Rachenabstriche. Die Computertomographie kann helfen, milde und schwere Verläufe voneinander zu unterscheiden. Kommen Menschen mit zunächst nur schwachen Symptomen zum Arzt könnte es sein, dass sich die Lunge dennoch entzündet hat und es später zu einem schweren Verlauf kommt. Mit dem CT wollen Kliniken nun besser und schneller reagieren können. Hören Sie den ganzen Bericht von Kristin Kielon.

13:39 Uhr | Homeschooling vor Problemen

Grit Bobe berichtet vom Sinn und Unsinn aktueller Noten durch Tests.

13:39 Uhr | Unger warnt vor schnellen Lockerungen

Der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, warnt in der Corona-Krise vor einem vorschnellen Zeitplan zur Lockerung der Restriktionen: Wegen vieler Ungewissheiten sei es derzeit noch zu früh, um über einen konkreten Zeitpunkt zur Lockerung der Ausgangsbeschränkungen nachzudenken, sagte er der "Welt".

Um eine Diskussion, wie das Alltagsleben in den kommenden Monaten trotz der Pandemie normalisiert werden könne, komme man aber nicht herum. "Im Gegenteil: Wir müssen natürlich über das weitere Geschehen nachdenken, um damit auch 'vor die Lage' zu kommen", sagte Unger.

Ein Mundschutzmaske ist über das Gesicht einer Bronzefigur von geflügelten Wesen und Nymphen der Brunnenanlage "Stille Wasser" von R. Diez gezogen. Inmitten der Coronavirus-Krise ist der Mundschutz zum Schutz-Symbol geworden.
Eine Mundschutzmaske ist über das Gesicht einer Bronzefigur von geflügelten Wesen und Nymphen der Brunnenanlage "Stille Wasser" in Dresden gezogen. Bildrechte: dpa

13:27 Uhr | US-Uni: Mehr als 600.000 nachgewiesene Coronavirus-Infektionen

Mehr als 600.000 Menschen haben sich weltweit nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert, wie aus den Zahlen der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Demnach starben mehr als 28.600 Personen in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. Allein in den USA sind mehr als 104.830 Infektionen nachgewiesen worden, in Italien mehr als 86.490 und in China mehr als 81.990.

13:08 Uhr | Strafprozesse können länger unterbrochen werden

Eingangsbereich zum Landgericht Magdeburg
Eingangsbereich zum Landgericht Magdeburg – Strafprozesse können nun länger unterbrochen werden. Bildrechte: imago/Christian Schrödter

Strafgerichtliche Hauptprozesse können während der Corona-Krise ab sofort für längere Zeit unterbrochen werden. Darauf hat Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hingewiesen. Der Bundestag hat dafür eine entsprechende Regelung beschlossen. Demnach können Gerichte künftig Hauptverhandlungen für maximal drei Monate und zehn Tage unterbrechen. Bislang dürfen Hauptverhandlungen nur für drei Wochen ausgesetzt werden, wenn sie länger als zehn Verhandlungstage angedauert haben – für maximal einen Monat.

13:00 Uhr | Kekulé #12 SPEZIAL

Erneut sind einige Fragen zum Coronavirus an den Virologen Alexander Kekulé eingegangen: Infiziert man sich im Büro an Geräten oder Türgriffen? Sind Auslagen für Lebensmittel stark belastet? Helfen Handschuhe gegen den Virus? Antworten auf #fragkekule:

11:52 Uhr | Wieder viele Tote in Spanien

In Spanien ist die Zahl der Todesfälle binnen eines Tages um 832 auf insgesamt 5.690 gestiegen. Am Samstag wurden 72.248 Infektionen gemeldet nach 64.059 am Freitag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Es ist der höchste Anstieg in dem Land bisher. Spanien ist neben Italien in der EU besonders schwer vom Coronavirus betroffen.

Dennoch äußerten die Behörden vorsichtigen Optimismus, da die Zunahme prozentual gesehen seit Tagen abnimmt. Zudem sind mehr als 12.000 Menschen landesweit bereits wieder gesund.

11:31 Uhr | Conte warnt vor Bedrohung der EU

Giuseppe Conte
Giuseppe Conte warnt vor einer existenziellen Bedrohung der EU. Bildrechte: dpa

Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte hat vor dramatischen Auswirkungen der Corona-Krise für die Europäische Union gewarnt - und einen Wiederaufbauplan für Europa gefordert. Die "gesamte europäische Struktur" könne ihre "Existenzberechtigung verlieren", wenn die EU jetzt Fehlentscheidungen treffe, warnte Conte in einem am Samstag in der Zeitung "Il Sore 24 Ore" veröffentlichten Interview. Er rief die EU dazu auf, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, damit die kommenden Generationen nicht die "immensen Kosten einer zerstörten Wirtschaft" tragen müsse und forderte einen gesamteuropäischen Wirtschaftsplan.

11:21 Uhr | Polizei will am Wochenende verstärkt Kontaktsperre kontrollieren

Die Polizei in Mitteldeutschland will am Wochenende sicherstellen, dass auch bei guten Ausflugswetter die Kontaktsperren erhalten bleiben.

11:14 Uhr | Von der Leyen: Keine Corona-Bonds geplant

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission
EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen. Bildrechte: dpa

Die Europäische Kommission plant auch in der Corona-Krise keine eigenen Anleihen zur milliardenschweren Schuldenaufnahme. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen erklärte, das sei nicht der Plan und daran werde auch nicht gearbeitet. Sie wies damit einen Bericht des "Spiegel" zurück. Dieser hatte geschrieben, die EU-Kommission wolle Arbeitslosenversicherungen der Mitgliedstaaten mit Zuschüssen in Milliardenhöhe unterstützen und dazu eigene Anleihen an den Finanzmärkten platzieren.

Der Streit um sogenannte Corona-Bonds hatte zuletzt auch den Video-Gipfel der EU bestimmt. Italien und andere Länder dringen auf eine gemeinsame Schuldenaufnahme. Deutschland lehnt das ab.

11:11 Uhr | Merkel sagt "Danke"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in einem auf der Internetseite der Bundesregierung veröffentlichten Podcast bei den Bürgern bedankt. Sie meldete sich aus der häuslichen Quarantäne. Sie sagte: "Wenn ich heute sehe, wie fast alle ihr Verhalten völlig umgestellt haben, wie die große Mehrheit von Ihnen wirklich jeden unnötigen Kontakt vermeidet, eben weil er auch ein Ansteckungsrisiko enthalten kann, dann möchte ich einfach sagen: Danke, von ganzem Herzen danke." Sie sei sich bewusst, wie schwer die verhängten Regeln seien.

Niemand könne sagen, wie lange diese schwere Zeit anhalte. Daher bitte sie: "Seien Sie geduldig." Noch signalisiere die Zahl der täglichen Neuinfektionen nicht, die Regeln zu lockern.

10:45 Uhr | Zahl der Neuinfizierten steigt weiter

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat neue Zahlen zu den Corona-Fällen in Deutschland veröffentlicht. Demnach wurden inzwischen 48.582 Infektionen an das RKI gemeldet – 6.294 mehr als am Tag zuvor. Wegen des Übermittlungsverzugs von den Gesundheitsämtern verteilen sich die Zahlen aber auf mehrere Tage.

Das RKI meldete zudem inzwischen 325 Menschen, die in Deutschland in Folge einer Erkrankung mit dem Coronavirus gestorben sind.

10:30 Uhr | Corona-Lage in Mitteldeutschland

Die Kolleginnen und Kollegen in den Landesfunkhäusern berichten wie gewohnt in eigenen Tickern und Newsblogs über die Entwicklungen:

10:15 Uhr | EU-Katastrophenschutzkommissar warnt vor Lockerungen

EU-Katastrophenschutzkommissar Janez Lenarcic hat vor einer Lockerung der Schutzmaßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus aus wirtschaftlichen Erwägungen gewarnt. Gesundheit und Menschenleben sollten "unsere wichtigste Priorität sein", sagte Lenarcic der "Süddeutschen Zeitung".

Lenarcic beklagte, dass in den ersten Wochen der Pandemie "ein greifbarer Mangel an Solidarität zwischen den Staaten" geherrscht habe. Das habe sich etwa an Exportbeschränkungen für Medizinprodukte gezeigt. Jetzt gebe es aber mehr Hilfe untereinander, sagte der Kommissar. "Inzwischen sollte jedem klar sein, dass man diese Herausforderung nicht national bewältigen kann. Wenn wir vereint handeln, werden wir aus dieser Krise gestärkt hervorgehen", sagte Lenarcic. "Wenn wir das nicht tun, werden wir den Kampf gegen das Virus nicht gewinnen."

09:14 Uhr | Flut von Corona-Anzeigen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt werden Polizei und die Ordnungsämter mit Hinweisen auf Verstöße gegen die Corona-Eindämmungsverordnung überschüttet. Das berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". Laut dem Blatt rief die Stadt Magdeburg auf, die Behörden nicht durch überflüssige Anrufe zu überlasten.

Landespolizeidirektor Karl-Albert Grewe forderte indes die Bevölkerung noch einmal auf, sich an geltende Vorschriften zu halten. Man werde das kontrollieren und gegebenenfalls auch sanktionieren.

08:19 Uhr | Scheuer kritisiert Handelsketten

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat die großen Handelsketten kritisiert, die wegen der Ladenschließungen in der Corona-Krise ihre Mietzahlungen einstellen wollen. In der "Bild"-Zeitung zeigte sich Scheuer vor allem vom Sportartikelhersteller Adidas enttäuscht. Das Unternehmen habe große Gewinne gemacht. Jetzt die Miete einzustellen sei nicht das Signal des Unterhakens, das man derzeit von jedem Bürger verlange.

Der Bundestag hatte in dieser Woche ein Gesetz verabschiedet, wonach Mieter wegen Zahlungsrückständen infolge der Pandemie drei Monate lang nicht gekündigt werden können. Die Regelung bezieht sich auf Wohn- und Gewerbemieten und gilt zunächst bis Ende Juni.

08:14 Uhr | Historikerin aus Halle zu Corona: Krise ohne Vergleich

Die Historikerin Silke Satjukow von der Universität Halle-Wittenberg spricht im Interview über historische Vergleiche, die Rolle des Staates in Corona-Zeiten und den Wert von Solidarität.

07:41 Uhr | Umfrage: Jeder Zweite hat nichts gegen Handy-Ortung

Jeder zweite Deutsche hat nichts gegen eine Handy-Ortung im Kampf gegen das Coronavirus. In einer Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse Agentur (dpa) sagten 50 Prozent, sie hielten die Ortung von Kontaktpersonen von Infizierten für sinnvoll. 38 Prozent fänden das unangemessen. 12 Prozent machten keine Angaben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte ursprünglich geplant, den Gesundheitsbehörden zu erlauben, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln. Nach heftiger Kritik aus der Opposition, aber auch der SPD, stellte Spahn diese Pläne zunächst zurück.

Bundesdatenschutzbeauftragter Ulrich Kelber warnte dagegen vor einem Zugriff auf Handy-Daten: Bei der Pandemie-Bekämpfung dürften "nicht Grundrechte über den Haufen geworfen werden", sagte Kelber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Deutschland sei die Infrastruktur zur Erfassung von Mobilfunkdaten ohnehin "viel zu ungenau, um einen Rückschluss auf den Aufenthaltsort von Infizierten oder ihren Kontaktpersonen zuzulassen", sagte Kelber. Der Datenschutzbeauftragte empfahl stattdessen "freiwillige Maßnahmen", um die Kontaktsperren so schnell wie möglich wieder aufheben zu können.

Mann hält Handy und wählt
In einer Umfrage gab die Hälfte der Menschen an, im Kampf gegen das Coronavirus nichts gegen eine Handy-Ortung zu haben. Bildrechte: Colourbox.de

07:35 Uhr | Slowakei schließt Grenzen für fast alle Lkw

Die Slowakei hat ihre Grenzen für Lastwagen geschlossen. Die Polizei erklärte, es solle verhindert werden, dass sich weiter Lkw-Kolonnen von der ungarischen Grenze durchs ganze Land zögen. Da Ungarn schon länger seine Grenzen geschlossen hält, haben sich auf slowakischer Seite lange Rückstaus gebildet. Ausgenommen von der Sperre sind nach Polizeiangaben Lieferungen an slowakische Adressen sowie Transporte mit lebenden Tieren oder verderblichen Waren.

07:15 Uhr | Coronavirus beeinflusst Arbeit von Hebammen

Geburtsvorbereitungskurse per Skype und begrenzte Hausbesuche mit Vorsicht – die Ausbreitung des Coronavirus hat auch Auswirkung auf die Arbeit von Hebammen.

07:06 Uhr | Bundeswehr fliegt Patienten aus Italien aus

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der spezielle Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen. Die Patienten sollten zur Behandlung in zivile Krankenhäuser gebracht werden.

"In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. "Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation der Luftwaffe jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten."

06:59 Uhr | WHO beklagt globalen Mangel an Schutzkleidung

Die Weltgesundheitsorganisation sieht den globalen Mangel an Schutzkleidung als ein Hauptproblem beim Kampf gegen die Corona-Pandemie. WHO-Chef Tedros Ghebreyesus sprach in Genf von einer enormen Bedrohung für das medizinische Personal. Das Problem könne nur mit internationaler Solidarität und Zusammenarbeit gelöst werden.

In Deutschland kündigte die Bundesregierung an, die Vorgaben für medizinische Schutzausrüstung zu lockern. Gesundheits- und Arbeitsministerium erklärten in Berlin, man habe den Ländern empfohlen, vorübergehend auch Material ohne die europäische Sicherheitskennzeichnung "CE" zu beschaffen.

05:35 Uhr | Über 100.000 Corona-Fälle in den USA

Ein medizinischer Mitarbeiter schaut auf eine Schlange von Menschen, die vor dem Elmhurst Krankenhaus Zentrum darauf warten, auf das neuartige Coronavirus getestet zu werden.
Menschen warten vor einem New Yorker Krankenhaus, um auf das Coronavirus getestet zu werden. Bildrechte: dpa

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in den USA ist am Freitag so stark gestiegen wie noch nie zuvor binnen eines Tages. Die Behörden meldeten rund 18.000 neue Erkrankungen. Damit wuchs die Zahl der bekannten Ansteckungen auf mehr als 103.000. Die mit Abstand meisten Fälle wurden in New York registriert, wo fast die Hälfte aller Infektionen auftrat. Kein anderes Land hat mehr Fälle. Ärzte und Pfleger schlugen Alarm, dass Beatmungsgeräte knapp werden könnten. Die Vereinigten Staaten sind das Land mit den weltweit meisten Infektionsfällen. Rund 1.600 Menschen sind in den USA an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

05:15 Uhr | Müller fordert Schuldenerlass für Entwicklungsländer

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die führenden Industriestaaten angesichts der Corona-Pandemie zu einem Schuldenerlass für Entwicklungsländer aufgerufen. "Alle großen Geber, insbesondere der G20, sollten den Aufruf der Weltbank und des IWF unterstützen und auf die Schuldenrückzahlung der ärmsten Länder verzichten", sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Der CSU-Politiker lobte den jüngsten Beschluss der G20-Staaten, zusammen umgerechnet gut 4,5 Billionen Euro in die Weltwirtschaft zu investieren. "Zu einem solchen internationalen Stabilisierungspaket sollte auch ein Schuldenerlass für die ärmsten Länder gehören, damit sie handlungsfähig bleiben", betonte Müller. Der Minister warnte vor besonders gravierenden Auswirkungen der Pandemie in Entwicklungsländern.

05:00 Uhr | Einsamkeit und Angst – mehr Hilferufe bei Telefonseelsorge

Eine Frau steht vor einem Fenster und telefoniert.
Durch die Coronakrise suchen mehr Menschen Rat bei der Telefonseelsorge. Bildrechte: MDR/imago/Pressedienst Nord

Die Telefonseelsorge in Sachsen-Anhalt verzeichnet wegen des Coronavirus deutlich mehr Anrufe. Dies seien Menschen jeden Alters, sagte eine Sprecherin. Sehr viele Menschen fühlten sich einsam, noch viel stärker als sonst. Bis zu 50 Gespräche täglich führe allein die Telefonseelsorge in Halle zur Zeit. Das sei angesichts der Sorge um das Coronavirus ein Drittel mehr als im Januar und Februar. Einsamkeit, Unsicherheit und Angst seien die beherrschenden Themen, mehr als sonst. Menschen können die ausgebildeten Helfer täglich und rund um die Uhr anonym erreichen. Drehten sich bundesweit Anfang März rund 5 Prozent aller Anrufe um Corona, seien es zwischenzeitlich mehr als 60 Prozent.

03:40 Uhr | USA: Coronavirus-Schnelltest zugelassen

In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit dem Coronavirus nachweisen soll. Nach Angaben des Herstellers Abbott werden die Test-Kits von einem mobilen Labor ausgewertet, das etwa so groß ist wie ein Toaster. Es könne damit auch außerhalb von Krankenhäusern eingesetzt werden. Innerhalb von fünf Minuten stehe fest, ob eine Probe mit Sars-CoV-2 infiziert sei, ein gesichertes negatives Ergebnis dauere 13 Minuten, hieß es.

Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA erklärte, der Test sei im Rahmen eines Dringlichkeitsverfahrens bis auf Widerruf zugelassen worden. Abbott kündigte an, innerhalb eines Monats rund fünf Millionen Tests produzieren zu wollen. Auch andere Schnelltests stehen vor der Markteinführung.

03:20 Uhr | Macron fordert mehr europäische Solidarität

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in der Debatte über "Corona-Bonds" mehr europäische Solidarität angemahnt und indirekt die Bundesregierung kritisiert. " Wir werden diese Krise nicht ohne eine starke europäische Solidarität in Bezug auf Gesundheits- und Haushaltsfragen überwinden", sagte Macron in einem Interview mit drei italienischen Zeitungen.

Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, spricht am zweiten Tag der 56. Münchner Sicherheitskonferenz
Bildrechte: dpa

Neun EU-Länder, unter ihnen Frankreich und Italien, fordern ein "gemeinsames Schuldeninstrument" zur Bekämpfung der Corona-Krise. Die EU müsse gemeinsam handeln, um die Kosten dieser schweren Krise zu schulten, so Macron. Dies könne über ein "gemeinsames Schuldeninstrument" oder eine Aufstockung des EU-Haushalts zur Unterstützung der am schwersten betroffenen Länder geschehen. Trotz der "Zurückhaltung" Deutschlands und anderer Länder "müssen wir diesen Kampf fortführen", sagte Macron.

03:10 Uhr | Trump verstößt gegen eigene Corona-Regeln

Donald Trump sitzt am Schreibtisch. Mehrere Politiker stehen dicht gedrängt hinter ihm.
Bildrechte: dpa

Die Richtlinien von US-Präsident Donald Trump zur Bekämpfung des Coronavirus sehen vor, dass Ansammlungen von mehr als zehn Menschen vermieden werden sollen. Am Freitag hielt sich Trump nicht an seine eigenen Vorgaben. Insgesamt 15 Kabinettsmitglieder, Berater, Kongressmitglieder und Senatoren umringten den Präsidenten dicht gedrängt im Oval Office, als Trump im Weißen Haus ein Gesetz unterzeichnet, mit dem rund zwei Billionen US-Dollar in die kriselnde US-Wirtschaft gepumpt werden sollen. Den von der US-Gesundheitsbehörde CDC vorgeschlagenen Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personen hielt bei der Zeremonie keiner der Anwesenden ein.

02:30 Uhr | Polizeigewerkschaft fordert Schnellverfahren bei Corona-Verstößen

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft in Sachsen-Anhalt hat ein Schnellverfahren bei Verstößen gegen die Regeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefordert. "Wer sich nicht an Regeln hält und auch noch Widerstand leistet, sollte schon am Folgetag verurteilt werden", sagte Olaf Sendel der "Mitteldeutschen Zeitung". Das schrecke Nachahmer ab.

02:05 Uhr | Kanzleramts-Chef: Keine Erleichterungen bis 20. April

Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramtes
Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramtes, sieht bis zum 20. April keine Lockerungen der bisher ergriffenen Maßnahmen. Bildrechte: dpa

Die in Deutschland geltenden Einschränkungen bleiben laut Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mindestens bis zum 20. April bestehen. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagte Braun dem "Tagesspiegel". "Bis dahin blieben alle Maßnahmen bestehen. "Läden, Restaurants, Schulen und die Universitäten sind geschlossen", so Braun. Unmittelbar nach Ostern werde feststehen, wie es nach dem 20. April weitergehe. Entscheidend sei hierbei die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. "Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte der Kanzleramtschef.

US-Präsident Donald Trump will bereits Anfang kommender Woche mit seinen Fachleuten Gespräche zur möglichen Lockerung der restriktiven Richtlinien im Kampf gegen das Coronavirus führen.

01:35 Uhr | Ende der Isolation von Wuhan

In der chinesischen Millionenmetropole Wuhan, die als als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist die Ausgangssperre beendet worden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Demnach ist die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei nun wieder erlaubt, während das Ausreiseverbot noch bis zum 8. April gilt. Der U-Bahnverkehr rollte am Samstag wieder an und die ersten Einkaufszentren werden in der kommenden Woche öffnen.

Die Behörden hatten das knapp 60 Millionen Einwohner zählende Hubei zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. In den vergangenen Wochen waren die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen innerhalb der Provinz deutlich zurückgegangen. Die Abriegelung der Provinz war bereits am Dienstag weitgehend aufgehoben worden.

01:00 Uhr | Ärztepräsident sieht Hoffnungsschimmer

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sieht im Kampf gegen das Coronavirus Hoffnungsschimmer. "Es ist mit Glück möglich, dass der Sturm nicht ganz so heftig wird. Wir haben deutlich früher reagiert als Italien", sagte Reinhardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Man könne auch erste Effekte der bisher getroffenen Maßnahmen erkennen. Entscheidend werde sein, wie viele Patienten intensiv behandelt und beatmet werden müssten, so Reinhardt. "Wir haben in Deutschland bislang deutlich weniger schwer erkrankte Covid-19-Patienten als in anderen Ländern. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass das Durchschnittsalter der Infizierten bei uns niedriger ist. Zugleich warnte der Mediziner eindringlich davor, schon jetzt erste Maßnahmen zu lockern.

00:05 Uhr | Athen fordert EU-Hilfe zur Verhinderung von Corona-Ausbruch in Flüchtlingslagern

Angesichts der Gefahr eines Coronavirus-Ausbruchs in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland drängt die Regierung in Athen auf Unterstützung durch die Europäische Union. Infektionen in den Lagern "könnten dramatische Folgen haben", warnte Vize-Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos nach Angaben seines Büros in einer Telefonkonferenz mit Amtskollegen aus anderen EU-Staaten. "Es ist unbedingt nötig, so schnell wie möglich zu handeln, um dies zu verhindern."

Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den Inseln Lesbos, Samos, Chios, Leros und Kos gelten seit langem als untragbar. Rund 42.000 Menschen sind dort in Unterkünften untergebracht, die eigentlich nur für 6000 Bewohner ausgelegt sind.

00:05 Uhr | Eiffelturm dankt Corona-Helfern

Das Wort "Merci", das französische Wort für "Danke", wird an den Eiffelturm projiziert.
Das auf den Eiffelturm projizierte "Merci" richtet sich an Helfer wie Rettungskräfte, Pflegepersonal, Kassiererinnen und Lieferanten. Bildrechte: dpa

Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist der Eiffelturm in Paris am Freitagabend erstmals mit besonderem Licht und dem Schriftzug "Merci" (Danke) erstrahlt. Künftig soll das Wort immer um 20 Uhr an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden. Von 20.30 bis 23.00 Uhr wird der Turm die Pariserinnen und Pariser daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte "Restez chez vous" und "Stay at Home" (Bleibt zu Hause) zu lesen sein. Zuletzt hatte der Eiffelturm aus Dank für das Krankenhauspersonal abends schon länger geglitzert als gewöhnlich.

00:00 Uhr | Trump bewilligt Einberufung von Mililtärreservisten

US-Präsident Donald Trump hat Verteidigungsminister Mark Esper zur Einberufung von Reservisten ermächtigt. Das geht aus einer Verordnung Trumps hervor, die das Weiße Haus veröffentlichte. In einem Schreiben an die Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern im Kongress hieß es, damit sollten bereits aktive Kräfte in der Reaktion auf die Corona-Krise unterstützt werden. Trump sagte bei einer Pressekonferenz, mit der Verordnung könnte beispielsweise medizinisches Personal aus der Reserve mobilisiert werden.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. März 2020 | 00:00 Uhr