Coronavirus-Pandemie Ticker: Spahn bekräftigt Impfzusagen

Gesundheitsminister Spahn setzt ab Februar auf den Astrazeneca-Impfstoff und erneuert seine Impfzusagen. Kliniken in Berlin und Lübeck melden Corona-Ausbrüche. Vodafone will Handy-Bewegungsdaten zur Kontaktverfolgung nutzen. Der DGB warnt vor "Lohndiebstahl" im Homeoffice. Die WHO hält Stoffmasken weiter für sinnvoll. Mehr Informationen hier im Ticker.

Unser Ticker am Samstag, 23. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:05 Uhr | WHO-Experten suchen in Wuhan nach Ursprung von Sars-CoV-2

Vor gut einem Jahr waren in der chinesischen Millionenstadt Wuhan die ersten Infektionen mit den neuartigen Coronavirus bekannt geworden – daraus wurde eine weltweite Pandemie. WHO-Experten wollen den Ursprung des Virus finden, doch die Behörden in China haben daran wenig Interesse. Hier die Chronik zur Corona-Krise 2020 und 2021.

21:00 Uhr | Ausgangssperre in Niederlanden in Kraft

In den Niederlanden ist erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft getreten. Seit heute dürfen Bürger zwischen 21 und 4:30 Uhr nur noch mit triftigem Grund außer Haus. Ansonsten droht eine Geldbuße von 95 Euro. Das gilt zunächst bis 9. Februar.  Die Regierung begründet das mit hohen Fallzahlen sowie der Ausbreitung neuer aggressiver Virusvarianten. Zuvor war bereits ein ähnlicher Lockdown wie in Deutschland bis 9. Februar verlängert worden.

20:43 Uhr | Uniklinik Jena untersucht Spätfolgen

Mediziner der Post-Covid-Ambulanz an der Uniklinik Jena kümmern sich um Patienten, die an Langzeitfolgen einer Corona-Infektion leiden. Da immer mehr Menschen über Spätfolgen klagen, mussten sie ihre Sprechzeiten inzwischen verdoppeln. Mit zunehmenden Fallzahlen hat sich auch das Alter der Patienten geändert.

20:20 Uhr | Israel impft Jugendliche

Israel hat mit der Corona-Impfung von Jugendlichen begonnen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, können bei Zustimmung der Eltern Oberschüler zwischen 16 und 18 Jahren eine erste Dosis bekommen. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung ist bereits einmal geimpft. 900.000 Menschen erhielten bereits die zweite Spritze. Israel hatte vor fünf Wochen sein Impfprogramm gestartet. Zunächst wurden Mitarbeiter des Gesundheitssystems sowie ältere und kranke Menschen versorgt. Inzwischen wurde die Altersgrenze mehrfach gesenkt.

20:10 Uhr | Frankreich meldet eine Million Impfungen

Frankreich hat die Eine-Million-Marke bei Anti-Corona-Impfungen früher erreicht als erwartet. Das teilte Premierminister Jean Castex auf Twitter mit. Ziel war ursprünglich, bis Ende Januar eine Million Menschen zu impfen. Die Impfkampagne in Frankreich war wie in Deutschland Ende Dezember angelaufen. Sie lief zunächst langsam an und es gab viel Kritik. Daraufhin wurde der Personenkreis der ersten Impfgruppe ausgeweitet. Als nächste Zielmarke wurde die Immunisierung von 15 Millionen Menschen bis Juni genannt.

18:51 Uhr | Demo in Erfurt gegen Corona-Regeln

In Erfurt haben rund 1.000 Menschen gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert. Nach Angaben der Polizei war das die maximale Teilnehmerzahl, die nach den geltenden Auflagen erlaubt ist. Weitere Gegner der Corona-Politik seien an den Zugängen zum Kundgebungsort abgewiesen worden. Die Polizei meldete einzelne Verstöße gegen die Maskenpflicht. Nach Angaben von Reportern waren unter den Demonstranten auch sogenannte Querdenker und Corona-Skeptiker aus anderen Bundesländern. Erfurts OB Andreas Bausewein hatte die Kundgebung im Vorfeld kritisiert, sah aber wegen aktuell moderater Infektionszahlen keine Handhabe für ein Verbot.

18:45 Uhr | Corona-Ausbruch in Lübecker Klinik

In den Lübecker Sana-Kliniken sind bis Samstag 79 Mitarbeiter positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Dazu kommen 41 Patienten auf zwei Covid-Stationen sowie zwei Intensivfälle. Nach Klinikangaben wurde gemäß den Krisen-Plänen der Krankenhausbetrieb reduziert, um die Notfallversorgung und die Versorgung stationärer Patienten sicherzustellen.

18:05 Uhr | Spahn setzt auf Astrazeneca und bekräftigt Impfzusagen

Deutschland erhält nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Februar mindestens drei Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca – trotz Lieferengpässen des Unternehmens. Das sei "leider weniger, als erwartet", sagte Spahn der "Bild am Sonntag". Dennoch seien drei Millionen Dosen in den nächsten Wochen eine "gute Nachricht". Es zeige sich nun, dass die Impfstoffherstellung deutlich komplexer sei als manche Überschrift vermuten lasse. Spahn erneuerte sein Versprechen, bis Ende März die über 80-Jährigen durchzuimpfen und im Sommer allen Bürgern ein Impfangebot machen zu können. Bedingung sei die Zulassung weiterer Impfstoffe. Von der EU wird nächste Woche grünes Licht für das Astrazeneca-Vakzin erwartet.

16:38 Uhr | Berliner Klinik nach B.1.1.7-Ausbruch unter Quarantäne

Das Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum nimmt nach mehreren Infektionen mit der gefährlichen britischen Coronavirus-Variante keine Patienten mehr auf. Nach Klinikangaben wurde die aggressive Virusvariante bei 14 Personen nachgewiesen. Dem Amtsarzt des Bezirks Reinickendorf zufolge sind Beschäftigte und Patienten des Krankenhauses in Quarantäne. Der Virus-Typ B.1.1.7 grassiert vor allem in Großbritannien, breitet sich aber europaweit aus. Die Variante ist leichter übertragbar und womöglich auch tödlicher als die bislang vorherrschende.

16:01 Uhr | Virus-Mutanten in Halle und Leipzig nachgewiesen

In Sachsen-Anhalt ist erstmals die südafrikanische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Wie der Oberbürgermeister von Halle, Berd Wiegand, mitteilte, haben sich zwei Verdachtsfälle bestätigt. Bei beiden gebe es eine direkte Kontaktkette zu Personen in Leipzig, bei denen die Mutation zuvor festgestellt worden sei. In Leipzig wurden acht weitere Infektionen bekannt. Nach Angaben der Virologie des Leipziger Uniklinikums handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Virusstamm, der vorige Woche schon in anderen Bundesländern aufgetreten war. Das Genom des Erregers müsse aber noch vollständig analysiert werden.

Die südafrikanische und die britische Virus-Variante stehen im Verdacht, ansteckender zu sein als der ursprüngliche Typ Sars-CoV-2. Bei der britischen gibt es auch Hinweise auf eine höhere Sterblichkeit.

15:22 Uhr | Pandemiebekämpfung mit Handy-Bewegungsdaten?

Vodafone Deutschland hat die bessere Nutzung von Handydaten zur Pandemiebekämpfung angeregt. Deutschlandchef Hannes Ametsreiter sagte dem "Spiegel", Handydaten könnten die Nachverfolgung von Infektionen erleichtern, doch sei das aktuell aus Datenschutzgründen nicht möglich. Er frage sich angesichts hoher Fallzahlen, "ob wir jetzt nicht mal über unseren Schatten springen sollten". Der Manager verwies auf Österreich, wo Mobilfunkanbieter der Regierung Bewegungsdaten zur Verfügung stellten.

Widerspruch kam von den Grünen. Die Fraktionssprecherin für Netzpolitik, Tabea Rößner, sagte: "Statt über das Schleifen des Datenschutzes zu sinnieren, müssen wir zunächst dafür sorgen, dass die bereits geltenden Maßnahmen besser eingehalten und kontrolliert werden." Sie schlug vor, die Corona-Warn-App weiterzuentwickeln. Prinzipielle Zustimmung signalisierte die FDP – sofern die Bewegungsdaten anonym blieben.

14:41 Uhr | Ausnahme für tschechische Pendler in Kraft

Nach Einstufung Tschechiens als Corona-Hochrisikogebiet hat Sachsen für Grenzpendler Ausnahmen von der verschärften Testpflicht verfügt. Laut einer am Samstag in Kraft getretenen Allgemeinverfügung müssen sich Menschen, die zur Arbeit nach Sachsen einreisen, wöchentlich zweimal auf das Coronavirus testen lassen. Der Test ist auch erst nach der Einreise möglich, muss aber vor Arbeitsbeginn erfolgen. Bedingung für die Sonderregelung ist ein gültiger Arbeitsvertrag in Sachsen. Begründet wurde der Schritt damit, dass etwa 10.000 Menschen aus Tschechien in Sachsen arbeiten. Das RKI und die Bundesregierung hatten gestern die USA, Tschechien und 18 weitere Staaten zur Hochrisikoregionen erklärt. Einreisen aus diesen Ländern sind nur bei Vorlage eines aktuellen Negativtests erlaubt, nach der Einreise gilt eine Quarantänepflicht.

13:31 Uhr | Warteliste für Termine bei Thüringer Impfportal geplant

Das Thüringer Gesundheitsministerium plant eine Warteliste für Menschen, die sich für eine Corona-Impfung anmelden wollen. Grund ist, dass das Thüringer Impfportal bis mindestens 8. Februar nicht funktionieren wird. Dort sind seit längerem keine Impftermine verfügbar. Als Grund wird ein Lieferengpass des Herstellers Biontech/Pfizer angegeben. Gesundheitsministerin Heike Werner sagte, man arbeite daran, dass sich die Menschen demnächst in eine Warteliste eintragen können. Sobald wieder neue Impftermine vergeben werden könnten, sollten die Menschen auf der Warteliste dann informiert werden. Werner sagte, sie gehe davon aus, dass ab April insgesamt mehr Impfstoff zur Verfügung stehe.

12:40 Uhr | Auch Thüringer Kitas bleiben offenbar länger zu

Neben den Schulen bleiben in Thüringen offenbar auch die Kindertagesstätten länger geschlossen als bislang geplant. Ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte dem MDR, das gegenwärtige Infektionsgeschehen sei zu hoch, um die Kitas Mitte Februar wieder zu öffnen. Auch würden es neue Mutationen des Corona-Virus nicht erlauben, schon jetzt einen festen Termin für die Öffnung festzulegen. Für Schulen hatte Bildungsminister Helmut Holter gestern Abend angekündigt, dass sie voraussichtlich nicht vor Ostern öffnen.

Die Opposition kritisierte diesen Vorstoß scharf. CDU-Bildungsexperte Christian Tischner sagte dem MDR, er könne so eine Entmutigung von Eltern und Betroffenen nicht verstehen. Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Denny Jankowski, sagte, es sei befremdlich, aus den Medien statt im Bildungsausschuss von diesen Plänen zu erfahren. Dem widersprach der Bildungsexperte der Linken, Torsten Wolf. Holter habe im Bildungsausschuss sehr wohl darüber informiert. Der Lehrerverband lobte, mit Holters Ansage gebe es erstmals eine langfristige Perspektive, um vernünftig zu arbeiten.

12:10 Uhr | Scholz will mehr Geld für Corona-Heldinnen und -Helden

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat eine bessere Bezahlung für systemrelevante Berufe gefordert. Der SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl sagte auf einem digitalen Parteitag der SPD Sachsen-Anhalt,  in der Krise hätten alle den Corona-Heldinnen und Corona-Helden applaudiert: "Aber wir dürfen nicht nur klatschen, wenn alle in Not sind. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft sich ändert und dass diese systemrelevanten Berufe auch in Zukunft besser bezahlt werden."

11:45 Uhr | Britische Experten unsicher bei Tödlichkeit von Virusmutation

Britische Experten haben verwundert auf die Aussagen von Premierminister Boris Johnson über eine höhere Tödlichkeit der in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Variante reagiert. Die medizinische Direktorin der Gesundheitsbehörde, Yvonne Doyle, sagte, es sei nicht vollständig klar, dass die Mutation tödlicher sei. Es sei zu früh, das zu sagen. Es gebe zwar Hinweise. Allerdings handele es sich nur um eine kleine Anzahl von Fällen. Die Mutation des Coronavirus war Ende vergangenen Jahres in London und Südengland aufgetaucht und hatte sich schnell verbreitet. Die Variante gilt als deutlich ansteckender als die bislang vorherrschende.

Wie das Coronavirus mutiert 1 min
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11:20 Uhr | Gewerkschaft warnt vor "Lohndiebstahl"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat vor "Lohndiebstahl" im Homeoffice gewarnt. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass Arbeitszeiten im Homeoffice in der Regel nicht erfasst würden. Dabei leisteten Beschäftigte in Deutschland heute schon eine Milliarde unbezahlter Überstunden. Hoffman forderte deshalb klare Regeln für das Arbeiten von zu Hause aus sowie ein Recht auf Homeoffice. Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, Beschäftigten bis Mitte März das Arbeiten von zuhause aus zu ermöglichen. Arbeitsminister Hubertus Heil hat in der "Rheinischen Post" unterdessen eine mögliche Verlängerung über den 15. März hinaus nicht ausgeschlossen.

11:05 Uhr | Forderungen nach Lockdown-Ende

Die Forderungen, den Lockdown in seiner bisherigen Form Mitte Februar zu beenden, werden lauter. Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein sagte der "Augsburger Allgemeinen", es sei wegen der massiven Auswirkungen nicht verantwortbar, so lange einen flächendeckenden Lockdown zu verordnen, bis die Inzidenz-Zahl unter 50 oder unter 35 sinke. Spätestens ab Mitte Februar müsse man einen anderen Weg gehen als den bisherigen – vorausgesetzt, es passiere nicht etwas Unvorhergesehenes, wie eine massive Ausbreitung von mutierten Viren, so der CSU-Politiker. Auch Ärztepräsident Klaus Reinhardt forderte Perspektiven für die Bevölkerung. Dazu gehöre auch eine klare Kommunikation zu den Impfkapazitäten. Bund und Länder hatten sich auf weitgehende Einschränkungen bis 14. Februar geeinigt.

08:22 Uhr | US-Präsident Biden rechnet mit 600.000 Corona-Toten

US-Präsident Joe Biden rechnet damit, dass die Zahl der Corona-Toten in den USA auf mehr als 600.000 steigen wird. Biden sagte, das Virus verbreite sich weiterhin sehr stark. Derzeit liege die Zahl der Todesopfer bei mehr als 400.000. Die Pandemie führe dazu, dass Familien hungern müssten und ihr Dach über dem Kopf verlören. Biden unterzeichnete am Freitag mehrere Anordnungen, mit denen staatliche Hilfen für bedürftige Familien in der Corona-Krise ausgebaut werden. Das US-Handelsministerium hatte Mitte Dezember gemeldet, dass jeder siebte Erwachsene oft nicht genug zu essen habe.

08:16 Uhr | Hirschhausen: Mehr Aufklärung über Coronaimpfung nötig

Der Wissenschaftsjournalist und Kabarettist Eckart von Hirschhausen hält mehr Aufklärung über die Corona-Impfungen für nötig. Der frühere Kinderarzt sagte MDR AKTUELL, Deutschland habe ein echtes Problem. Es gebe nicht nur zu wenig Impfstoff, sondern auch zu wenig Vertrauen in die verfügbaren Impfstoffe. Deshalb habe er sich selbst als Proband zur Verfügung gestellt und nehme an der klinischen Erprobung des CureVac-Serums teil. Hirschhausen sagte, er wolle nicht einfach zeigen, dass er sich impfen lasse. Vielmehr gehe es um einen Blick hinter die Kulissen, wie ein Impfstoff getestet und zugelassen werde.

07:52 Uhr | Thüringer Schausteller trotzen Corona

Die Thüringer Schausteller sind bisher ohne Pleiten durch die Krise gekommen. Das hat der Thüringer Schaustellerverein MDR AKTUELL bestätigt. Vorsitzender René Otto sagte, einige Betriebe seien über 100 Jahre alt. Das gebe man natürlich nicht so leicht auf. Manche Kollegen gingen jetzt einem anderen Job nach - etwa als Erntehelfer oder Kraftfahrer. Andere nutzten die Zeit, Reparaturen an ihren Geschäften nachzuholen. Große Hoffnung setzen die Schausteller auf das Frühjahr. Eines der ersten großen Volksfeste in Thüringen ist der Eisenacher Sommergewinn im März. Ob das stattfindet, wird nach Informationen von MDR AKTUELL im Februar entschieden.

07:44 Uhr | Kommunalverbände gegen Telefonierverbot im ÖPNV

Die Kommunalverbände haben sich gegen ein Telefonierverbot im öffentlichen Nahverkehr ausgesprochen. Dieses hatte der Verband der Verkehrsunternehmen vorgeschlagen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg sagte dem RND, die Durchsetzung eines solchen Verbots sei weder umsetzbar noch kontrollierbar. Auch der Deutsche Städtetag kritisierte es als lebensfremd. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen hatte seinen Vorschlag damit begründet, dass manche Fahrgäste zum Telefonieren ihren Mund-Nasen-Schutz abziehen.

07:04 Uhr | EU-Kommission unzufrieden mit Lieferengpässen bei Astrazeneca

Die EU-Kommission hat sich unzufrieden über die angekündigten Lieferengpässe des Corona-Impfstoff-Herstellers Astrazeneca geäußert. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte, man bestehe auf einem genauen Lieferplan, auf dessen Grundlage die Mitgliedsstaaten ihre Impfprogramme planen könnten. Astrazeneca hatte angekündigt, im Falle einer EU-Zulassung zunächst weniger Impfdosen zu liefern als geplant. Grund seien Probleme in einer Produktionsstätte. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte in den ARD-Tagesthemen, er rechne mit der EU-weiten Zulassung des Impfstoffes in der kommenden Woche.

06:40 Uhr | WHO: Stoffmasken weiterhin ausreichend

Die Weltgesundheitsorganisation hält Stoffmasken weiterhin für ausreichend. WHO-Expertin Maria Van Kerkhove sagte, nichtmedizinische Stoffmasken könnten trotz der sich ausbreitenden Virusmutationen von der allgemeinen Bevölkerung getragen werden. Allerdings sollten die Masken aus drei Schichten bestehen, um einen wirksamen Schutz zu bieten.

06:20 Uhr | EU-Sozialkommissar besorgt über Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit

Die Corona-Pandemie hat die Chancen junger Europäer auf dem Arbeitsmarkt deutlich verschlechtert. Nach Angaben von EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit ist der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit dreimal so stark wie der Anstieg der allgemeinen Arbeitslosigkeit. Schmit sagte den Funke-Zeitungen, um eine neue, verlorene Generation zu vermeiden, müsse der Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit in allen Mitgliedstaaten und auf allen EU-Ebenen oberste Priorität haben. Er warnte vor einem Sparkurs in der Sozialpolitik und forderte stattdessen eine höhere Besteuerung von Gewinnern der Krise.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonnabend, 23. Januar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Januar 2021 | 06:00 Uhr