Coronavirus-Pandemie Ticker: Thüringer Corona-Sonderverordnung liegt vor

Thüringen hat seine Sonderverordnung zur Corona-Lage veröffentlicht. Immer mehr Länder gehen in einen teilweisen Lockdown. Der kleine Grenzverkehr von Sachsen nach Polen und Tschechien bleibt weiter möglich. In Dresden demonstrierten Tausende gegen die Corona-Politik. Die Evangelische Kirche ruft zu Solidarität in der Pandemie auf. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen nähert sich der Marke von 20.000. In der Slowakei sind Massentests auf Corona angelaufen.

Unser Ticker am Sonnabend, 31. Oktober 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:37 Uhr | Thüringer Corona-Sonderverordnung liegt vor

Die neue Corona-Sonderverordnung für Thüringen liegt vor. Wie aus der am Abend auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums veröffentlichten Verordnung hervorgeht, gelten die Regeln von Montag an und halten sich grundsätzlich an die Vereinbarungen von Bund und Ländern.

Leerer Freisitz mit Tischen und Stühlen
Auch in Thüringen muss die Gastronomie schließen Bildrechte: MDR/Karina Hessland

Danach muss die gesamte Gastronomie mit Ausnahme von Mensen und Kantinen sowie ein Großteil der Kultur- und Freizeiteinrichtungen für voraussichtlich einen Monat schließen. In der Öffentlichkeit dürfen sich maximal zehn Menschen aus zwei Haushalten treffen.

Im Gegensatz zu ersten Plänen dürfen nicht nur Friseursalons, sondern auch Kosmetik- und Nagelstudios weiter öffnen. Auch Zoos und Tierparks in Thüringen können noch Besucher empfangen - allerdings nur in den Außenbereichen. Museen dürfen für entgeltfreie, bildungsbezogene Angebote öffnen.

Die Thüringer Corona-Verordnung steht unter Parlamentsvorbehalt. Der Landtag, der am Dienstag zu einer Sondersitzung zusammenkommt, kann noch Änderungen vornehmen.

21:56 Uhr | Auch weite Teile Portugals gehen in den Lockdown

Die Regierung in Lissabon hat für weite Teile Portugals einen Lockdown angekündigt. Dieser solle ab dem 4. November gelten, teilte Ministerpräsident Antonio Costa mit. Die Maßnahmen beträfen etwa 70 Prozent der Bevölkerung. Schulen und für das tägliche Leben notwendige Geschäfte sollen offen bleiben.

20:23 Uhr | Johnson schickt England in den Lockdown

Boris Johnson
Bildrechte: dpa

Der britische Premierminister Boris Johnson hat für England einen Teil-Lockdown angekündigt. Ab dem kommenden Donnerstag werden demnach  in England nur noch Schulen und Universitäten geöffnet bleiben. Kultureinrichtungen, Sportzentren, nicht-lebensnotwendige Geschäfte sowie Restaurants müssen bis zum 2. Dezember schließen. Der Regierungschef beschwor die Briten zudem, ihr Zuhause nur noch in dringenden Fällen zu verlassen – wie Arbeit, Sport, Einkäufe oder die Pflege Angehöriger.

Johnson erklärte, es gebe keine Alternative: "Das Virus breitet sich derzeit schneller aus, als es unsere wissenschaftlichen Berater in einem Worst-Case-Szenario angenommen haben." Am Sonnabend meldete Großbritannien knapp 22.000 Neuinfektionen.

Johnsons Ankündigung gilt für England. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln. Dort gelten bereits jetzt deutlich schärfere Corona-Beschränkungen als in England.

18:59 Uhr | "Ständige Vertretung" erteilt Merkel Hausverbot

Aus Verärgerung über die Gaststättenschließung hat die Berliner Politik-Kneipe "Ständige Vertretung" Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister Olaf Scholz und weiteren Spitzenpolitikern Hausverbot erteilt.

Die Ständige Vertretung, eine Kneipe im Berliner Ortsteil Mitte
Die "Ständige Vertretung" in Berlin Bildrechte: imago images/Manfred Segerer

Geschäftsführer Jörn Peter Brinkmann sagte, die Zwangsschließung der Gastronomie sei eine Katastrophe für die Branche. Die "StäV" habe aufwendig Vorsorge getroffen, um ihre Gäste zu schützen. Die Politik hingegen habe die Zeit seit April nicht genutzt, um das Land auf eine zweite Corona-Welle vorzubereiten. Zugleich zeigte er sich dialogbereit. Falls die Bundeskanzlerin in seine Kneipe komme, würde er zunächst das Gespräch mit ihr suchen.

Die "Stäv" neben dem Bahnhof Friedrichstraße war 1997 von zwei Bonner Gastwirten gegründet worden - zunächst vor allem für die Umzügler aus Ministerien nach Berlin. Laut Betreiber waren auch Merkel und Scholz schon Gäste.

18:21 Uhr | Stockholm schließt Museen

Die schwedische Hauptstadt Stockholm schließt wegen der zunehmenden Corona-Infektionen ab Sonntag vorübergehend alle städtischen Museen und Kunsthallen. Für Schwimmbäder und Sportanlagen gilt eine Empfehlung, sie nicht zu besuchen.  

Schweden hat in der Corona-Krise weniger auf Beschränkungen gesetzt und mehr auf Appelle an die Vernunft der Bürger. In der vergangenen Woche sind auch in Schweden die Infektionszahlen rasant gestiegen.

17:59 Uhr | Fast 300 Tote in Italien

In Italien ist die Zahl der nach einer Coronavirus-Infektion Gestorbenen weiter gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Rom teilte mit, binnen 24 Stunden starben 297 Menschen. Die Zahl der Neuinfektionen erreichte mit 31.758 einen neuen Höchstwert.

16:54 Uhr | Österreich geht am Dienstag in den Lockdown

In Österreich gilt ab Dienstag 0 Uhr ein erneuter Lockdown. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz an. Sämtliche Veranstaltungen werden demnach abgesagt. Hotels und Gastronomie müssen schließen. Treffen dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte. Zwischen 20 und 6 Uhr darf der Wohnbereich nur aus einem triftigen Grund verlassen werden. Unis und  Oberschulen gehen in den Home-Unterricht. Kindergärten und Pflichtschulen bleiben geöffnet. Gleiches gilt für Betriebe, Handel und  Dienstleistungen.

Kurz sagte: "Wenn wir jetzt nicht handeln, dann wird es zu einer Überlastung der intensivmedizinischen Kapazitäten kommen." In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich wurden zuletzt täglich mehr als 5.000 Neuinfektionen registriert.

Der Hauptausschuss des Parlaments muss der Verordnung noch zustimmen. Sie soll bis zum 30. November gelten; die Ausgangsbeschränkungen müssen alle zehn Tage parlamentarisch neu genehmigt werden

16:27 Uhr | Tausende demonstrieren in Dresden gegen Corona-Politik

In Dresden haben Tausende Menschen gegen die aktuelle Corona-Politik demonstriert.  Sie folgten einem Aufruf von mehreren Initiativen, unter anderem von "Querdenken 351 Dresden". Die Kundgebung auf dem Theaterplatz war für rund 1.000 Teilnehmer angekündigt, Schätzungen zufolge kamen etwa 2.000. Viele Teilnehmer trugen entgegen der Versammlungsauflagen keinen Mund-Nasen-Schutz.

16:17 Uhr | Update – Großbritannien vor landesweitem Lockdown

Großbritannien steht offenbar unmittelbar vor einem neuen Lockdown. Der britische Premierminister Boris Johnson kündigte für heute eine Pressekonferenz an. Zuvor hatten die "Times" und andere Medien berichtetet, die Regierung plane, alles zu schließen – bis auf lebensnotwendige Geschäfte, Kindergärten, Schulen und Universitäten.

15:56 Uhr | Konsumforscher: Umsatzsteuersenkung wenig wirkungsvoll

Die wegen der Corona-Krise gesenkte Mehrwertsteuer hat nach Einschätzung der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung bisher kaum Konjunkturimpulse gebracht. GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl sagte dem "Handelsblatt", das werde sich erst gegen Jahresende ändern. Kurz vor Auslaufen der Regelung werde es erfahrungsgemäß einen Kaufboom geben.

Eine Verlängerung sieht Bürkl skeptisch: "Solange die Verbraucher verunsichert sind und Angst haben, in Geschäfte zu gehen, wird auch eine Verlängerung der Mehrwertsteuer-Senkung weniger dem stationären Handel zugute kommen, als vielmehr den Online-Verkäufern."

Zuvor hatte bereits Bundesfinanzminister Olaf Scholz bekräftigt, dass die Steuersenkung zum Jahreswechsel auslaufen soll. Zum 1. Juli war der volle Mehrwertsteuersatz von 19 auf 16 Prozent und der ermäßigte von sieben auf fünf Prozent gesenkt worden – befristet bis zum 31. Dezember.

15:20 Uhr | Evangelische Kirche ruft zu Solidartät auf

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm hat zur Solidarität in Corona-Zeiten aufgerufen. Bedford-Srohm sagte am Reformationstag: "Lasst uns gerade jetzt, wo wir so sehr mit uns selbst beschäftigt sind, auch an die anderen denken."

EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm
Heinrich Bedford-Strohm Bildrechte: imago images/epd

Ausgerechnet von einem kleinen, "nur unter dem Mikroskop sichtbaren" Virus werde der christliche Glaube am Reformationstag 2020 herausgefordert. Es sei ein Virus, "das uns Angst macht, das uns brutal vor Augen stellt, wie wenig Kontrolle wir über unser Leben haben, das uns mit unserer Endlichkeit konfrontiert" und eine "ganze Welt im Würgegriff" halte.

Der Reformationstag am 31. Oktober erinnert an die Gründung der evangelischen Kirchen vor 500 Jahren. Am 31. Oktober 2017 hatte Martin Luther von Wittenberg aus 95 Thesen zu Missständen in der katholischen Kirche verbreitet.

14:50 Uhr | FSV Zwickau kann erneut nicht spielen

Das für den Samstagnachmittag angesetzte Drittliga-Spiel zwischen dem FSV Zwickau und dem SC Verl ist kurzfristig abgesagt worden. Grund sind zwei Corona-Fälle beim Aufsteiger SC Verl. Für Zwickau ist es bereits das zweite Spiel in Folge, das den Folgen der Pandemie zum Opfer fällt. Schon das für vergangenen Freitag angesetzte Heimspiel gegen Türkgücü München konnte nicht stattfinden. Wann die Partie gegen Verl nachgeholt wird, ist noch nicht bekannt.

14:38 Uhr | Wegen Corona: Thüringer FDP verschiebt Landesparteitag

Die FDP Thüringen hat ihren für Mitte November geplanten Parteitag auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund ist die Corona-Pandemie. Auf dem Landesparteitag sollte am 14. und 15. November in der Eisenberger Stadthalle ein neuer Vorstand gewählt werden.

13:40 Uhr | Touristen müssen bis Montag aus Bayern raus

Touristen müssen Hotels und Pensionen in Bayern wegen des Teil-Lockdowns spätestens am Montagvormittag verlassen. Das teilte das bayerische Gesundheitsministerium heute mit. Zuvor hatten bereits andere Bundesländer, darunter auch Sachsen und Schleswig, das gleiche Vorgehen angekündigt. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen dürfen Urlauber, die vor Freitag angereist sind, dagegen bleiben.

13:22 Uhr | Vor Teil-Lockdown schon Aussagen zu Verlängerung

Noch bevor der Teil-Lockdown überhaupt in Kraft getreten, gibt es bereits erste Äußerungen aus der Politik, dass die neuen Corona-Einschränkungen über November hinaus gelten könnten. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus sagte der Funke-Mediengruppe, die Auflagen zum Dezember wieder zu lockern, sei zwar der Plan. Doch garantieren könne das niemand. Viel werde davon abhängen, ob alle mitzögen. Auch der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans hatte zuvor eine Verlängerung der Maßnahmen nicht ausgeschlossen. Kanzleramtsminister Helge Braun sagte, das Coronavirus sei nichts, was man auf dem Reißbrett oder auf lange Zeit planen könne. Es sei vielmehr eine Naturkatastrophe. Deshalb sei es sehr schwer, längerfristige Vorhersagen zu machen.

12:18 Uhr | Saale-Orla-Kreis verschärft Kontaktregeln

Mit verschärften Kontaktregeln reagiert der Saale-Orla-Kreis in Thüringen auf einen Coronavirus-Ausbruch. Zuvor hatte es Infektionen in einer Behinderten-Wohnstätte in Schleiz gegeben, bislang sind 15 Bewohnern und acht Mitarbeiter infiziert. Die Bewohner zeigten nur leichte Symptome, sagte der Wohnbereichsleiter der Diakonie. Der Amtsarzt des Landkreises kritisierte jedoch, dass dreimal Ärzte in die Einrichtung gerufen worden seien, aber niemand auf Covid-19 getestet worden sei. Erst nach dem positiven Test einer Mitarbeiterin sei das Gesundheitsamt informiert worden. Mehr zur aktuellen Lage in Thüringen gibt es auch im Ticker der MDR-Kollegen dort.

11:00 Uhr | Andrang bei Massentest in der Slowakei

In der Slowakei haben landesweite Massentests auf das Coronaviurs begonnen. Vor den Teststellen bildeten sich seit dem frühen Morgen teils lange Schlangen. In der Hauptstadt Bratislava müssen die Menschen nach Angaben der Stadtverwaltung bis zu drei Stunden warten. Die Regierung sieht darin eine Alternative zum Lockdown. Wer ein negatives Ergebnis hat, muss sich nicht an Ausgangsbeschränkungen halten. Die slowakische Regierung befürchtet schwere wirtschaftliche Folgen für das Land, sollte ein erneuter Lockdown notwendig werden.

Bratislava: Mitarbeiter im RTVS-Gebäude stehen in Schlange für einen Corona-Test
Bereits am frühen Samstagmorgen bildeten sich an den Teststationen Schlangen, wie hier in Bratislava. Bildrechte: dpa

10:37 Uhr | Kleiner Grenzverkehr in Sachsen bleibt

Der kleine Grenzverkehr nach Tschechien und Polen bleibt für die Sachsen auch mit den verschärften Regeln möglich, wenn auch etwas eingeschränkt. Wie das Sozialministerium in Dresden mitteilte, muss nicht für zehn Tage in häusliche Quarantäne, wer etwa zum Einkaufen oder Tanken ins Nachbarland fährt und sich nicht länger als 24 Stunden dort aufhält. Bisher waren es 48 Stunden. Ausnahmen gibt es zudem für Verwandtschaftsbesuche und Berufspendler, für das Studieren im Nachbarland und für Menschen, die dort eine Ausbildung machen.

10:00 Uhr | Fast 20.000 neue Infektionen am Freitag

Bundesweit sind am Freitag 19.367 neue Sars-CoV-2-Infektionen gemeldet worden – ein neuer Höchstwert. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Der Sieben-Tage-Durchschnitt lag damit bei 14.342 täglich neu bekannt gewordenen Fällen. Aus Sachsen wurden demnach 1.051 neue gemeldet, aus Sachsen-Anhalt 279 und 238 aus Thüringen.

09:09 Uhr | Modellrechnung: Zahl der Toten könnte steigen

Nach Modellrechnungen könnten bald deutlich mehr Menschen im Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen sterben als bisher. Das teilte eine Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen mit. Demnach könnte die Zahl der Todesfälle in Deutschland schon Anfang November auf 500 bis 800 pro Woche anwachsen. Die bisher niedrigeren Zahlen seien darauf zurückzuführen, dass sich bis Ende September eher Menschen unter 60 Jahren angesteckt hätten. Das ändere sich aber jetzt und führe nach etwa zwei Wochen auch zu einem Anstieg der Todesfälle.

08:49 Uhr | Mehr Covid-19-Intensivpatienten

Bundesweit sind nach Daten des DIVI-Intensivregisters am Freitag bereits 1.839 Covid-19-Erkrankte in intensivmedizinischer Behandlung gewesen, 143 mehr als am Vortag. Anfang Oktober waren es 362, danach bereits 690 Mitte des Monats. Von den ersten Symptomen bis zu einer möglichen Aufnahme auf einer Intensivstation können nach Angaben von Fachleuten einige Wochen vergehen.

08:00 Uhr | Touristen müssen abreisen

Touristen müssen spätestens bis kommenden Donnerstag aus Mecklenburg-Vorpommern abreisen. Das hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) angekündigt. Eine ähnliche Regelung gilt auch im Nachbarland Schleswig-Holstein und in Brandenburg. Ab Montag soll es in Deutschland bis Ende November einen Teil-Lockdown geben, bei dem auch ein bundesweites Beherbungsverbot gelten soll.

07:45 Uhr | Städte staffeln Schulanfang

Nach Eltern-Protesten gegen überfüllte Schulbusse werden in Städten in Schleswig-Holstein die Schulanfangszeiten gestaffelt.

ein Verkehrsschild
Schulbus-Haltestelle: Zeiten ändern sich Bildrechte: imago stock&people

Eltern hatten immer wieder geklagt, dass Busse zu voll seien und ihre Kinder auf dem Weg in die Schule nicht ausreichend vor dem Coronavirus geschützt.

Vertreter der Landeselternbeiräte, von Schulen und Gymnasien im Land plädierten schon länger dafür, den Unterrichtsbeginn zu entzerren und mehr Busse einzusetzen. In Flensburg hatten sich 15 Schulen bereits im September auf gestaffelte Schulanfänge verständigt. Jetzt plant unter anderem auch Lübeck einen Runden Tisch nach diesem Vorbild.

07:30 Uhr | "Times": Neuer Lockdown in Großbritannien

Die britische Regierung plant offenbar ebenfalls einen neuen Teil-Lockdown. Die "Times" berichtet, Premierminister Boris Johnson werde am Montag neue Maßnahmen ankündigen. Mit Ausnahme von Lebensmittel-Geschäften und Bildungseinrichtungen solle alles geschlossen werden, für etwa vier Wochen. Die Zeitung schreibt allerdings auch, dass es derzeit noch keine endgültige Entscheidung darüber gebe. Wissenschaftliche Berater hatten Johnson schon vor Wochen einen neuen Lockdown empfohlen.

07:00 Uhr | Bund plant landesweite Patienten-Verteilung

Die Bundesregierung will Covid-19-Intensivpatienten bei Bedarf auf das ganze Land verteilen. Das schreiben Zeitungen der Funke-Mediengruppe und berufen sich auf ein Konzept des Innenministeriums für den Fall, dass die Zahl der Patienten weiter stark steigt. Demnach soll ein sogenanntes Kleeblattprinzip angewendet werden, wenn die Lage eine Verlegung über Nachbarländer oder angrenzende Regionen hinaus erforderlich mache. Deutschland werde dafür in fünf Großregionen aufgeteilt. Sie sollen sich gegenseitig dabei unterstützen, Erkrankte per Rettungswagen oder Hubschrauber zu übernehmen.

06:45 Uhr | Steigende Corona-Zahlen in vielen EU-Ländern

In Italien hat die Anzahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages erstmals die Marke von 30.000 übersprungen. Wie die Behörden in Rom mitteilten, wurden mehr als 31.000 neue Fälle registriert. Zudem seien seit Donnerstag fast 200 Covid-19-Patienten gestorben.

In Frankreich stieg die Tageszahl der Neuinfektionen auf über 49.000, hinzu kamen 256 Todesfälle. Dramatisch ist die Lage auch in Belgien, wo die Infektionsrate neun Mal so hoch ist wie in Deutschland. Viele Kliniken sind überlastet. Fast alle Geschäfte müssen schließen, Beschränkungen für Kontakte wurden verschärft und die Schulferien verlängert.

06:26 Uhr | Mehr als 100.000 neue Fälle in den USA

In den USA hat die Zahl der täglich neuen bekannten Infektionen erstmals über der Marke von 100.000 gelegen. Nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters fielen zuletzt 100.233 Coronavirus-Tests innerhalb von 24 Stunden positiv aus. Die Gesamtzahl der erfassten Infektionen liegt seit Beginn der Pandemie in den USA inzwischen über neun Millionen, bei mehr als 330 Millionen Einwohnern.

06:00 Uhr | Der Ticker am 31. Oktober 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Oktober 2020 | 06:00 Uhr