Covid-19 Coronavirus-Ticker: 800 Tote in Italien an einem Tag

Italien hat einen neuen Höchststand bei der Zahl der Toten pro Tag gemeldet. In den USA wurde derweil ein Schnelltest zum Nachweis von Coronavirus-Infektionen zugelassen. In Deutschland sind umfangreiche neue Eingriffsmöglichkeiten für Behörden geplant. Das und alles Weitere zur Pandemie lesen Sie hier.

Coronavirus Italien
In Italien sind an einem Tag fast 800 Coronavirus-Infizierte gestorben. Bildrechte: dpa

22:45 Uhr | Ticker am Samstag endet

Wir schließen hiermit für Samstag den Ticker zum Coronavirus und danken für Ihr Interesse. Über die neuesten Entwicklungen am Sonntag informieren wir Sie hier:

22:22 Uhr | Sánchez ruft Spanier zum Durchhalten auf

Eine Woche nach Inkrafttreten eines Notstandes und einer 15-tägigen Ausgangssperre in Spanien hat Ministerpräsident Pedro Sánchez das Verhalten der Bürger gelobt und die Menschen zum Durchhalten aufgerufen.

Pedro Sanchez , Ministerpräsident Spanien, auf Mallorca.
Spaniens Ministerpräsident Sánchez. (Archivbild) Bildrechte: imago images / CordonPress

In einer Rede an die Nation am Abend sagte er, die Befolgung der Anordnungen durch die Spanier und auch die Solidarität der Bürger seien bisher vorbildlich gewesen. Er warnte aber auch, dass die Zahl der Infektionen und der Todesfälle zunächst weiter ansteigen würden. Das Schlimmste werde noch kommen.
Bis Samstag meldete das spanische Gesundheitsministerium fast 25.000 Infizierte - das waren rund 5.000 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten kletterte auf mehr als 1.300 nach etwa 1000 am Freitag.

22:05 Uhr | Rumänien schließt Grenzen für Ausländer

Rumänien hat seine Grenzen für Ausländer weitgehend geschlossen. Wie Innenminister Marcel Vela am Samstagabend mitteilte, dürfen Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen können, dass dafür eine berufliche Notwendigkeit besteht. Die Durchreise bleibt auf kontrollierten Routen jedoch weiter gestattet.

Zudem wurde im Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt - ausgenommen sind Notfälle. Tagsüber dürfen die Menschen das Haus verlassen, aber dabei keine Gruppen von mehr als drei Personen bilden, die nicht im selben Haushalt wohnen. In den großen Einkaufszentren dürfen nur noch Geschäfte geöffnet haben, die Lebensmittel oder Hygieneartikel anbieten. In Rumänien liegt die Zahl der Infizierten aktuell offiziell bei 367.

21:20 Uhr | Orbán will per Dekret regieren

Ungarns Regierungschef Viktor Orbán fordert die Bevollmächtigung, im Rahmen eines Notstands von womöglich unbegrenzter Dauer per Dekret zu regieren. Er hat dem Parlament einen Gesetzesentwurf vorgelegt, welcher vorsieht, dass die Regierung den am 11. März wegen der Pandemie verhängten Notstand ohne die Zustimmung des Parlaments unbegrenzt verlängern kann.

Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn
Ungarns Ministerpräsident Orbán. Bildrechte: imago images / PuzzlePix

Die Regierung soll damit das Recht erhalten, "die Anwendung bestimmter Gesetze per Dekret auszusetzen", feste Vorgaben nicht einzuhalten und "andere außergewöhnliche Maßnahmen einzuführen, um die Stabilität des Lebens, der Gesundheit, der persönlichen und materiellen Sicherheit der Bürger wie der Wirtschaft zu garantieren", wie es in dem Entwurf heißt.

Orbáns Kritiker befürchten, dass das Gesetz das Machtgefüge in Ungarn zu Gunsten der Regierung und zu Ungunsten des Parlaments verändern würde. Für Beunruhigung sorgt auch die Klausel in dem Entwurf, die die Möglichkeit einer "erzwungenen parlamentarischen Pause" vorsieht. Für die Verabschiedung des Gesetzes ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit notwendig.

21:00 Uhr | Schnelltest in den USA

Die US-Behörden haben einen ersten Schnelltest zur Erkennung einer Coronavirus-Infektion zugelassen. Der Test des US-Unternehmens Cepheid liefert den Angaben zufolge binnen 45 Minuten ein Ergebnis. Bislang musste darauf zum Teil Tage gewartet werden. Cepheid erklärte, der Test solle vor allem in Notaufnahmen und Kliniken eingesetzt werden. Er könne über jedes der weltweit aufgebauten 23.000 GeneXpert-Systeme von Cepheid laufen.

20:14 Uhr | Zirkusse in Not

Wegen der Corona-Epidemie sind mehrere kleine Zirkusse "gestrandet". So sitzt zum Beispiel der Familienzirkus Robini im thüringischen Sondershausen fest, zirkus Alexander in Wurzen. Sie mussten bis auf Weiteres alle Vorstellungen absagen und haben daher keine Einnahmen. Ob und wie es für die Mitarbeiter und die Tiere weitergehen soll, ist unklar.

19:51 Uhr | Türkische Senioren dürfen nicht mehr aus dem Haus

Wegen der Coronavirus-Krise dürfen in der Türkei Menschen über 65 Jahre und chronisch Kranke ab Mitternacht nicht mehr das Haus verlassen. Das hat das Innenministerium auf Twitter bekanntgegeben. Bis Freitagabend wurden nach offiziellen Angaben 670 Coronavirus-Infizierte und neun Tote durch Covid-19 in dem Land gezählt.

19:44 Uhr | Druck auf Olympia-Organisatoren wächst

Mit immer mehr Forderungen von Sportverbänden nach einer Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio wächst der Druck auf die Organisatoren des Großereignisses. Am Samstag drang auch der mächtige US-Leichtathletikverband darauf, die Spiele zu verschieben. Auch in Europa griffen mehrere Verbände die Forderung auf. Das Norwegische Olympische Komitee (NOC) schrieb zum Beispiel in einem Brief: "Unsere klare Empfehlung lautet, dass die Olympischen Spiele in Tokio nicht stattfinden sollen, bevor die Covid-19-Situation weltweit unter Kontrolle ist."

19:18 Uhr | Einige Rettungsdienste in Thüringen ohne Schutzausstattung

Verkauf einer Schutzmaske gegen Coronavirus in einer Apotheke
Bei Schutzmasken gibt es laut DRK Lieferengpässe. Bildrechte: imago images / ULMER Pressebildagentur

In Thüringen gibt es offenbar Lieferengpässe bei der Schutzausstattung. Der Vorstandsvorsitzende des DRK-Landesverbands, Peter Schreiber, sagte, der Betrieb einzelner Rettungsdienste sei stark gefährdet. Hintergrund seien Meldungen über zu Ende gehende Bestände an Atemmasken und Schutzkleidung. Man müsse damit rechnen, dass schon am Dienstag der erste Rettungsdienst nicht mehr voll einsatzfähig sei. Bund, Land, Landkreise und kreisfreie Städte müssten sofort helfen und neue Ausrüstung organisieren.

19:16 Uhr | Vietnam macht Grenzen dicht

Vietnam hat seine Grenzen wegen des Coronavirus fast vollständig geschlossen. Laut Regierung dürfen neben Ausländern auch Vietnamesen, die im Ausland leben, nicht mehr ins Land. Ausländer, die als Experten ihres Fachs gelten, Geschäftsreisende oder benötigte Fachkräfte könnten ein Einreisevisum erhalten, wenn die Behörden ihren Aufenthalt in Vietnam für dringend erforderlich erachteten. Bis Samstag wurden in dem südostasiatischen Land 94 Coronavirus-Fälle gezählt.

19:05 Uhr | 253 bestätigte Infektionen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt liegt die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen aktuell bei 253. Das teilte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne am Samstagabend mit. Am Freitagnachmittag waren es noch 217 Fälle gewesen. Unter den neu Infizierten sei auch ein Mitarbeiter der Notfallambulanz des Städtischen Klinikums Dessau. Grimm-Benne zufolge haben sich nach wie vor die meisten Infizierten auf Reisen angesteckt. Die Ministerin appellierte daher an alle Menschen, die nun aus dem Urlaub zurückkommen oder zurückgeholt werden, sich in eine freiwillige 14-tägige Quarantäne zu begeben. Das gelte unabhängig vom Reiseziel und unabhängig davon, ob sie Symptome zeigten oder nicht.

18:18 Uhr | Fast 800 Tote in Italien an einem Tag

Italien hat an nur einem Tag 793 Tote gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit dem Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in dem Land. Wie der Zivilschutz am Samstag in Rom mitteilte, stieg die Zahl der Toten damit auf 4.825.

18:15 Uhr | Dialysezentrum im Ilm-Kreis braucht dringend Schutzmasken

Im Ilm-Kreis haben Ärzte des "Nierenzentrums" die Bevölkerung um Hilfe gebeten. Hintergrund ist fehlende Schutzausrüstung für Einrichtungen in Arnstadt und Ilmenau. Mehrere Ärzte appellierten, dass dringend Schutzmasken der Kategorien FFP2 und FFP3 gebraucht würden. Die Masken gehörten nicht zur Ausstattung einer Dialyse und seien aktuell nicht beschaffbar. Es müssten aber auch Dialysepatienten versorgt werden, die wegen des Coronavirus unter Quarantäne stünden. Schutzmasken könnten zu den Sprechzeiten im Dialysezentrum in Arnstadt abgegeben werden.

18:08 Uhr | Maßnahme gegen Medikamente-Hamstern

Deutschlands oberste Arzneimittelbehörde hat pharmazeutische Unternehmer und Großhändler angewiesen, Apotheken nicht über den normalen Bedarf hinaus mit Medikamenten zu beliefern. Damit soll verhindert werden, dass Apotheken oder Haushalte unnötige Vorräte an Medikamenten anlegen.

17:55 Uhr | Ausgangssperre in Bolivien

Boliviens Übergangsregierung hat eine landesweite Ausgangssperre beschlossen. Übergangspräsidentin Jeanine Áñez sagte, am Sonntag um Mitternacht trete eine "vollständige Quarantäne im ganzen Land" in Kraft. Das beinhalte, dass "wir 24 Stunden am Tag zu Hause sein müssen". Pro Haushalt dürfe nur ein Mensch das Haus verlassen, um in Versorgungszentren einzukaufen, die täglich bis zum Mittag geöffnet hätten. Bereits am Samstag sollten Boliviens Grenzen geschlossen werden.

Außerdem wurden die für den 3. Mai vorgesehenen Präsidenten- und Parlamentswahlen auf einen noch nicht festgelegten späteren Termin verschoben. Im Land dürfen weder privat genutzte noch öffentliche Verkehrsmittel fahren, wenn sie nicht für den Transport von Waren benötigt werden. In Bolivien wurden bislang 19 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert.

17:44 Uhr | TU Ilmenau im Notbetrieb

Die Technische Universität Ilmenau stellt ab Montag auf Notbetrieb um. Wie die Hochschule mitteilte, werden die Gebäude geschlossen, für Beschäftigte und Studenten ist Heimarbeit angeordnet. Der Vorlesungsbeginn des Sommersemesters war in Thüringen bereits bis zum 4. Mai verschoben worden. Auch die Universitäten Jena und Erfurt befinden sich bereits im Notbetrieb.

17:35 Uhr | Erleichterungen bei Hartz-IV-Zugang

Die Bundesregierung will die Voraussetzungen für Hartz-IV-Leistungen vorübergehend deutlich verringern und so vor allem kleinen Selbstständigen helfen. Das berichtet die Nachichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Gesetzentwurf. Demnach sollen beim Antrag auf Leistungen der Hartz-IV-Grundsicherung ab dem 1. April für sechs Monate die Vermögensprüfung und die Überprüfung der Wohnungsgröße entfallen. Auch sollen der Zugang zum Kinderzuschlag erleichtert und die Zuverdienstgrenzen für Rentner erhöht werden.

Das Arbeitsministerium soll zudem ermächtigt werden, per Verordnung Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz zu verfügen. Das soll laut Entwurf dazu beitragen, im Notfall die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, des Gesundheitswesens, der Daseinsvorsorge oder die Versorgung der Bevölkerung mit existenziellen Gütern sicherzustellen.

17:18 Uhr | Hilbert verteidigt Maßnahmen in Dresden - bald wohl sachsenweit

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat die verschärften Regelungen für die Landeshauptstadt verteidigt. Er sagte MDR SACHSEN, das schöne Wetter habe viele dazu verlockt, sich draußen zu treffen. Da habe man gehandelt. Hilbert kündigte an, dass die Dresdner Allgemeinverfügung sachsenweit gelten soll. Darauf hätten sich am Samstag Bürgermeister, Landräte und der Ministerpräsident bei einer Telefonkonferenz geeinigt. In Dresden dürfen die Bürger seit Mitternacht ihre Wohnung nur noch aus wichtigen Gründen verlassen. Zudem dürfen nicht mehr als fünf Menschen zugleich zusammen sein.

Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber kündigte für Sonntag weitere Einzelheiten an. Er sagte MDR SACHSEN, es werde weiterhin möglich sein, Einkäufe zu erledigen, zu joggen, auf Arbeit oder zum Arzt zu gehen.

17:01 Uhr | Dynamo-Profis verzichten auf Teile ihres Gehalts

Die Profi-Fußballer, der Trainerstab und die Geschäftsführung von Dynamo Dresden verzichten bis Ende Juni auf mehr als 300.000 Euro Gehalt. Wie der Verein mitteilte, sollen damit die Mitarbeiter finanziell unterstützt werden. Diese befinden sich seit dieser Woche in Kurzarbeit. Von dem Betrag würden zudem 50.000 Euro für soziale Zwecke gespendet.

16:57 Uhr | Deutsche Unikliniken nehmen Patienten aus dem Elsass auf

Die Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Mannheim und Ulm wollen französische Coronavirus-Patienten aus dem benachbarten Elsass aufnehmen, die dringend auf Beatmung angewiesen sind. Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium teilte mit, die Häuser hätten sich gemeinsam darauf verständigt.

16:53 Uhr | Ausnahmezustand in Georgien und Kirgistan

Im Kampf gegen das Coronavirus haben die Ex-Sowjetrepubliken Georgien im Südkaukasus und Kirgistan in Zentralasien den nationalen Ausnahmezustand verhängt. Georgien ordnete für einen Monat Vorschriften für eine Selbstisolierung sowie Einschränkungen im öffentlichen Verkehr an. Das Land hat aktuell offiziell 47 Sars-Cov-2-Infizierte.

Die kirgisische Regierung teilte mit, in der Hauptstadt Bischkek und in den Regionen würden Kontrollpunkte eingerichtet. Mit Ausnahme von Bussen werde der öffentliche Verkehr am Sonntag eingestellt. Einkaufszentren müssten schließen, Cafés und Restaurants dürften nur noch Lieferdienste anbieten. In Kirgistan gibt es offiziell zwölf Infektionen.

16:42 Uhr | Zentralisierung in Thüringen

In Thüringen sollen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie künftig direkt von der Landesregierung erlassen und so vereinheitlicht werden. Regierungssprecher Günter Kolodziej sagte am Samstag, das Kabinett werde kurzfristig die entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen dafür schaffen. Richtschnur für die Landesregierung sei der Gesundheitsschutz der Bevölkerung. "Alles was diesem dient und niemanden gefährdet, bleibt erlaubt. Untersagt wird, was die Verbreitung des Virus fördert."

15:55 Uhr | Bund will auf Handy-Standortdaten zugreifen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will im Eilverfahren schärfere Regel beim Infektionsschutz auf den Weg bringen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, soll der Bund demnach künftig mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land erhalten. So sollen zum Beispiel diejenigen, die noch nach Deutschland einreisen dürfen oder aus Risikogebieten eingereist sind, gesetzlich verpflichtet werden, über ihre Reiseroute und ihren Gesundheitszustand Auskunft zu geben oder bestimmte "Maßnahmen zu dulden".

Gesundheitrsminister Spahn bei einer Pressekonferenz
Bundesgesundheitsminister Spahn. Bildrechte: BR

Den zuständigen Gesundheitsbehörden soll die Befugnis eingeräumt werden, Kontaktpersonen von Erkrankten anhand von Handy-Standortdaten zu ermitteln, dadurch ihre Bewegung zu verfolgen, um sie im Verdachtsfall kontaktieren zu können. Zugleich sollen die zuständigen Behörden Verkehrsdaten zur Bestimmung des Aufenthaltsorts nutzen dürfen – etwa um den Betroffenen über sein persönliches Risiko zu informieren. Die Mobilfunkanbieter sollen den Gesundheitsbehörden die Standortdaten zur Verfügung stellen müssen.

Das Bundesgesundheitsministerium soll zudem Maßnahmen zur Sicherstellung der Grundversorgung mit Arzneimitteln erlassen dürfen, etwa wenn bestimmte Medikamente bevorratet werden müssen. Medizinische Fachleute sollen für die Gesundheitsversorgung abgestellt werden können, wenn es in Krankenhäusern zu Personalengpässen kommt.

Spahn sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Bund und Länder arbeiteten bei der Bewältigung der Epidemie Hand in Hand. Nun sollten Kompetenzen gebündelt werden. Außerdem wolle man so künftig bei ähnlichen Lagen "binnen Stunden für Ärzte, Pflegekräfte, Apotheker und alle anderen, die weit über das normale Maß anpacken, Bürokratie wegnehmen, Regeln anpassen, Vergütungen erhöhen". Das Gesetz soll gemeinsam mit weiteren Hilfs- und Schutzgesetzen der Regierung in einem großen Paket kommende Woche beschlossen werden.

15:24 Uhr | Scholz bestätigt Nachtragshaushalt von 150 Milliarden Euro

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat einen Nachtragshaushalt wegen der Coronakrise im Volumen von rund 150 Milliarden Euro bestätigt. Das sei Teil eines größeren Pakets, das zügig beschlossen werden solle, sagte der SPD-Politker am Samstag in Potsdam.

14:55 Uhr | Mehr als 16.000 Infizierte in Deutschland

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Samstag sind in Deutschland inzwischen mehr als 16.660 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Demnach stieg die Zahl der Fälle innerhalb eines Tages um gut 2.700. Die Zahl der Todesfälle liegt demnach bei 47.

Die Johns-Hopkins-Universität in den USA geht für Deutschland mittlerweile sogar von mehr als 20.700 Infizierten aus.

14:41 Uhr | Hilfe für kleine Unternehmen und Selbständige vom Bund

Kleine Unternehmen und Selbstständige sollen wegen der Corona-Krise Soforthilfen vom Bund in Höhe von bis zu 15.000 Euro erhalten. Das geht aus einem Gesetzesentwurf des Finanz- und Wirtschaftsministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Am Montag soll der Entwurf vom Bundeskabinett und dann in derselben Woche von Bundesrat und Bundestag beschlossen werden.

14:34 Uhr | Neue Corona-Hotline für Leipzig

In Leipzig gilt ab sofort eine neue Nummer für die zentrale Corona-Hotline: 123-0. Das teilte das Hauptamt der Stadt mit. Die bisherige Hotline werde abgeschaltet.

14:10 Uhr | Hermes führt kontaktlose Paketannahme ein

Der Paketdienst Hermes hat ein neues Annahme-Verfahren für Pakete entwickelt, bei dem Bote und Empfänger auf Abstand bleiben. Wie Hermes mitteilte, muss der Kunde das Paket nun nicht mehr auf einem Scanner quittieren, sondern auf dem Paket selbst. Der Zusteller fotografiere die Unterschrift mit dem Code auf dem Paket. So sei die Übergabe rechtssicher dokumentiert. Hermes zufolge sind damit alle besser vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt. Außerdem könnten Kunden auch weiterhin die Zustellung an anderen Ablageorten wählen – wie auf der Terrasse oder vor der Wohnungstür. Bei der Deutschen Post und dem Paketzusteller DPD musste zuletzt gar nicht mehr unterschrieben werden.

14:05 Uhr | Leipzig fordert einheitliches Vorgehen der Kommunen

Leipzig dringt auf sachsenweit einheitliche Regeln, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Stadtsprecher Matthias Hasberg sagte, es mache keinen Sinn, dass Kommunen unterschiedliche Vorschriften erließen. Uneinheitliche Lösungen seien den Menschen nicht nur schwer zu erklären. Sie machten auch medizinisch keinen Sinn. Die Stadt Dresden hatte zuvor eine Allgemeinverfügung erlassen, die über die Vorschriften des Landes Sachsen zur weitgehenden Beschränkung des öffentlichen Lebens hinausgeht.

13:48 Uhr | Kuba schließt seine Grenzen

Wegen der Coronavirus-Pandemie dürfen ab Dienstag keine Ausländer mehr nach Kuba einreisen. Das kündigte Präsident Miguel Diaz-Canel an. Die Maßnahme gilt zunächst für einen Monat. Kubaner im Ausland dürfen aber nach Hause kommen, die Touristen, die auf der Insel sind, dürfen noch ausreisen. Die meisten Hotels und Restaurants auf Kuba sollen geschlossen werden. Derzeit befinden sich rund 60.000 Touristen auf Kuba. Die Wirtschaft der Insel hängt stark vom Tourismus ab.

13:37 Uhr | Supermärkte verstärken Sicherheitsmaßnahmen für Kassiererinnen

Um Kassierer und Kassiererinnen vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus zu schützen, verstärken viele Supermärkte und Discounter ihre Sicherheitsmaßnahmen. Diese reichen von Scheiben zwischen Kassierer und Kunden bis zu "Tunneln" aus Plastik.

Sicherheit Supermarkt
Bildrechte: dpa

12:55 Uhr | Links zu den Aufbaubanken im Überblick

Informationen zu sämtlichen Wirtschaftshilfen finden sich auf den Internetseiten der Investitionsbank Sachsen-Anhalt und der Aufbaubanken von Sachsen und Thüringen. Die Links dorthin finden Sie hier:

12:35 Uhr | Sachsen-Anhalt unterstützt Künstler

Sachsen-Anhalt will Künstler und Selbstständige im Kulturbereich finanziell unterstützen. Nach Angaben von Kulturminister Rainer Robra können Musiker, Schauspieler, bildende Künstler und Schriftsteller Soforthilfe von 400 Euro pro Person und Monat beantragen. Robra betonte, der Kulturbereich liege momentan nahezu komplett brach. Für die Betroffenen bedeute das in der Regel einen kompletten Einnahmeverlust. Ihnen solle unbürokratisch geholfen werden.

12:20 Uhr | Mobile Teststation in Gera

Schild mit der Aufschrift ''CORONA DRIVE IN'', darunter ein Richtungspfeil.
In immer mehr Kommunen gibt es "Drive Ins" für Coronatests. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Gera gibt es jetzt einen "Drive In" für Coronavirus-Tests. Er befindet sich auf einem Parkplatz. Dort wurden mehrere Zelte aufgebaut. Laut Stadtverwaltung können Menschen mit dem Auto in ein Zelt fahren und sich dort von medizinischem Fachpersonal testen lassen, allerdings nur nach Terminvergabe durch das Gesundheitsamt oder den behandelnden Hausarzt. Der "Corona-Drive-In" wird vorerst nur zwei Stunden am Tag öffnen.

12:10 Uhr | Tiefensee kündigt unbürokratische Hilfe an

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, hat Thüringen schnelle Hilfen für angeschlagene Unternehmen angekündigt. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sagte MDR AKTUELL, die Verfahren dafür seien sehr schlank. Antragsteller müssten lediglich zwei bis drei Blätter ausfüllen. Unternehmen würden im Wesentlichen eidesstattliche oder rechtsverbindliche Erklärungen abgeben. Die Landesregierung müsse die Maßnahme allerdings noch endgültig beschließen. Im Gespräch sind Soforthilfen von bis zu 30.000 Euro pro Unternehmen.

12:02 Uhr | Erster Thüringer Corona-Patient ist wieder gesund

Der offiziell erste Thüringer Coronavirus-Patient aus dem Saale-Orla-Kreis ist von seiner Erkrankung genesen. Das Landratsamt in Schleiz teilte mit, der 57-Jährige aus dem Orlatal sei in dieser Woche gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bei dem Mann war Anfang März eine Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus nachgewiesen worden. Es war der erste Nachweis des Virus in Thüringen. Der Mann hatte sich im Skiurlaub in den italienischen Dolomiten angesteckt.

11:42 Uhr | Getränkehandel bittet um Leergut-Rückgabe

Der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels hat an die Verbraucher appelliert, Leergut zurückzubringen. Ein Sprecher sagte, das Mehrwegsystem sei ein Kreislaufsystem. Es sei darauf angewiesen, dass Leergut wieder zurückgebracht werde. Angespannt sei die Lage vor allem beim Mineralwasser, wenngleich das System nicht vor dem Kollaps stehe.

11:07 Uhr | Virologe Kekulé beantwortet Fragen zum Coronavirus

Hilft jetzt noch eine Grippeschutzimpfung? Darf man noch zur Krankengymnastik gehen? Und wie gefährlich sind Wochenmärkte? Diese und andere Fragen rund um den Umgang mit dem Coronavirus beantwortet der Virologe und Seuchen-Experte Prof. Alexander Kekulé im Podcast:

10:33 Uhr | Türkei stellt Flugverkehr nach Deutschland ein

Nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin hat die Türkei in der Nacht den direkten Flugverkehr nach Deutschland wegen der Corona-Krise nahezu vollständig eingestellt. Wie das Ministerium in seinen Reisehinweisen im Internet mitteilte, ist eine Ausreise aus der Türkei über Drittstaaten aber am Samstag noch möglich. Diese Möglichkeit sollte auch genutzt werden. Dem Auswärtigen Amt zufolge waren bis Freitagmittag 20.000 von 30.000 Deutschen aus der Türkei zurückgekehrt.

10:15 Uhr | Rennsteiglauf fällt aus

Der Rennsteiglauf fällt in diesem Jahr wegen der Corovavirus-Ausbreitung aus. Die Organisatoren des GutsMuths-Rennsteiglaufs haben die für den 16. Mai 2020 geplante 48. Auflage abgesagt. Vereinspräsident Jürgen Lange sagte, es sei nicht abzusehen, wann eine Entspannung der Situation eintreten werde. Man könne die Absicherung mit medizinischem Personal nicht garantieren, da die Helfer in Gesundheitseinrichtungen und Krankenhäusern unabkömmlich seien. Zudem sei die Infektionsgefahr für alle Beteiligten mutmaßlich auch noch im Mai hoch. Der 48. Rennsteiglauf ist nun für den 8. Mai 2021 geplant.

09:54 Uhr | Filmfest Dresden wird verschoben

Das eigentlich im April geplante Filmfest Dresden findet wegen der Coronavirus-Epidemie erst im September statt. Festivalleiterin Sylke Gottlebe sagte, die Entscheidung sei aus Verantwortungsgefühl gegenüber Gästen und Mitarbeitern unumgänglich. Ob das Programm am neuen Termin vom 8. bis 13. September eingeschränkt wird, wird Gottlebe zufolge noch geprüft.

09:30 Uhr | Bund plant Neuverschuldung in Milliardenhöhe

Euro-Geldscheine mit unterschiedlichen Werten.
Der Bund will massiv Geld ausgeben, umd die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Bildrechte: dpa

Die Bundesregierung will offenbar in diesem Jahr 150 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen, um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Das berichten die Nachrichtenagentur dpa und der Deutschlandfunk unter Berufung auf Regierungskreise. Danach soll es für 2020 einen Nachtragshaushalt geben. Zudem soll die Notfallregelung bei der im Grundgesetz verankerten Schuldenbremse in Anspruch genommen werden. So soll ermöglicht werden, dass sich der Bund in der Corona-Krise deutlich höher verschuldet als bisher erlaubt.

09:05 | Die Entwicklung in Mitteldeutschland

Wie sich die Situation in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entwickelt, können Sie für jedes Bundesland nachlesen:

08:55 Uhr | Patientenschützer: Notfallplan muss angepasst werden

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Bund und Länder aufgerufen, endlich überzeugende Maßnahmen zum Schutz von Pflegebedürftigen einzuleiten. Stiftungsvorstand Eugen Brysch sagte, der Notfallplan zum Schutz von Pflegebedürftigen und Beschäftigten stamme aus dem Jahr 2013 und sei damals erstellt worden, um eine Grippewelle abzuwehren. Er sei immer noch nicht an die aktuelle Situation angepasst worden.

Brych zufolge gibt es 800.000 Pflegebedürftige in rund 13.7000 Pflegeheimen in Deutschland. Diese Menschen lebten auf engstem Raum. Sie seien eine Hochrisikogruppe. Anlass für Brychs Appell ist der Tod von neun Menschen in einem Pflegeheim in Würzburg. Sie waren nach einer Coronavirus-Infektion gestorben.

08:40 Uhr | Sächsisches Hilfsprogramm startet Montag

In Sachsen sollen Selbstständige und Freiberufler ab Montag finanzielle Hilfe erhalten. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, startet dann das Programm "Sachsen hilft sofort". Dem Ministerium zufolge kann bei der Sächsischen Aufbaubank ein zinsloses Darlehen mit einer tilgungsfreien Zeit von drei und einer Laufzeit von zehn Jahren beantragt werden.

Laut Mitteilung können Hilfsdarlehen von bis 50.000 Euro, in Ausnahmefällen sogar bis 100.000 Euro beantragt werden. Antragsberechtigt seien sächsische Solo-Selbständige und Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter einer Million Euro. Insgesamt stehen 120 Millionen Euro zur Verfügung.

08:15 Uhr | Deutsche zahlen jetzt mehr kontaktlos

Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone
Kontaktloses Bezahlen wird zunehmend in Anspruch genommen. Bildrechte: dpa

An der Supermarkt-Kasse, an der Tankstelle oder bei sonstigen Einkäufen nutzen die Deutschen aktuell verstärkt die Möglichkeit, kontaktlos zu bezahlen. Eine Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft sagte der Nachrichtenagentur dpa, in den vergangenen Tagen sei mehr als die Hälfte aller Girocard-Zahlungen kontaktlos durchgeführt worden. Im Dezember habe der Anteil noch bei 35 Prozent gelegen. Beim kontaktlosen Bezahlen müssen Käufer ihre Plastikkarten nicht in ein Lesegerät stecken und an dem Terminal auch keine PIN eingeben, sondern brauchen die Karte nur an das Terminal zu halten.

08:02 Uhr | Milliardenhilfen für Krankenhäuser geplant

Die Bundesregierung plant wegen der Coronavirus-Krise Hilfen in Höhe von drei Milliarden Euro für Krankenhäuser. Das berichten die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland". Der entsprechende Gesetzentwurf solle noch am Samstag vorgelegt werden. Ziel sei es, Klinikpleiten als Folge der Corona-Krise zu verhindern. Krankenhäuser müssen derzeit auf planbare Behandlungen und Operationen verzichten. Die entgangenen Erlöse könnten sie in finanzielle Schwierigkeiten bringen.

07:14 Uhr | Bundesregierung will Mieter schützen

Die Bundesregierung prüft, wie Mieter in der Corona-Krise geschützt werden können, wenn sie Einkommmensausfälle haben und deshalb die Miete nicht mehr bezahlen können. Ein Sprecher des Bundesjustizministeriums sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, wer heute zwei Monate hintereinander seine Miete nicht zahle, dem könne fristlos gekündigt werden. Das wolle man ändern. Man arbeite daran, dass niemand seine Wohnung oder seinen Gewerberaum verliere. SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner betonte, Zahlungen könnten etwa gestundet werden. Den Vermietern würden dadurch keine Verluste entstehen.

06:52 Uhr | Australische Polizei räumt Bondi Beach

 In Sydney ist der berühmte Bondi Beach geschlossen worden, nachdem sich dort trotz der Corona-Krise Tausende von Strandgängern getummelt hatten
Der Bondi Beach in Sydney. Bildrechte: dpa

Nahe der australische Millionenstadt Sydney ist der bekannte Bondi Beach von den Behörden gesperrt worden, nachdem sich dort wegen des schönen Wetters in den vergangenen Tagen immer wieder größere Menschenmengen versammelt hatten. Ein Sprecher der Polizei von New South Wales sagte: "Das machen wir nicht, weil wir die Spaßpolizei sind." Es gehe um Menschenleben. In Australien sind Versammlungen von mehr als 500 Personen wegen der Ansteckungsgefahr verboten.

06:45 Uhr | Ausgangsbeschränkungen in Jena und Dresden

In Jena und Dresden gelten seit Mitternacht verschärfte Ausgangsbeschränkungen. In Jena dürfen ab sofort öffentliche Orte nicht mehr betreten werden. Wie die Stadtverwaltung am späten Freitagabend mitteilte, betrifft das alle Straßen, Wege, Plätze, Grünflächen und den Stadtwald. So solle verhindert werden, dass sich Menschen träfen. Es gebe aber Ausnahmen. Jeder könne einkaufen, zum Arzt oder mit der Familie an die frische Luft gehen.

In Dresden ist es seit Mitternacht untersagt, sich im öffentlichen Raum mit mehr als fünf Personen zu treffen. Sport und Bewegung im Freien bleibt nach Angaben der Stadt erlaubt, allerdings möglichst allein.

05:00 Uhr | Bundesbank rechnet mit Rückgang der Wirtschaftskraft

Jens Weidmann
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Bildrechte: dpa

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann geht angesichts der Coronavirus-Krise von einer Schrumpfung der Wirtschaftskraft aus. Eine Rezession in Deutschland sei jetzt wohl unvermeidlich, sagte Weidmann der "Welt". Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus seien aber nötig, um die Ausbreitung zu stoppen. Weidmann befürwortet die bisherigen Schritte der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Epidemie. "Die Bundesregierung hat schnell und richtig gehandelt. Zentral erscheint mir, das Vertrauen der Bürger in das staatliche Handeln zu bewahren." Dazu müsse der Staat auch die ökonomischen Folgen für die Menschen und die Unternehmen eindämmen und nach der Epidemie entschlossen bei der Wiederbelebung der Wirtschaft helfen. Insgesamt stehe Deutschland dank solider Staatsfinanzen gut da, um die Krise zu stemmen.

03:14 Uhr | China erneut ohne offizielle Corona-Neu-Infektionen – IWF sieht Normalisierung der Wirtschaft

Den dritten Tag in Folge ist innerhalb Chinas keine neue Infektion mit dem Coronavirus erfasst worden. Gleichzeitig seien jedoch 41 weitere Infektionsfälle verzeichnet worden, in denen sich die Betroffenen im Ausland angesteckt hätten, teilten die Behörden mit. Demnach gab es sieben neue Todesfälle.

Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge zeigt Chinas Wirtschaft nach dem Schock der Corona-Krise trotz weiter bestehender Risiken Anzeichen einer Normalisierung. Die meisten größeren Unternehmen hätten ihren Betrieb wieder aufgenommen, und viele Mitarbeiter seien an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. Allerdings könnten die Infektionen wieder zunehmen, wenn der inländische und internationale Reiseverkehr wieder aufgenommen werde.

03:10 Uhr | Schritte gegen Virusausbreitung in Süd- und Mittelamerika

Als eines der letzten Länder in der Region hat Kuba angekündigt, zur Eindämmung des Coronavirus ab Dienstag für einen Monat seine Grenzen für Besucher aus dem Ausland zu schließen. Bislang wurden in dem Inselstaat 21 Menschen positiv auf das Virus getestet.

In Argentinien sind Freitag, dem ersten Tag einer weitgehenden Ausgangssperre, fast 250 Menschen wegen Verstößen gegen die Anordnung festgenommen worden. Die amtliche Nachrichtenagentur Télam berichtete, unter den Festgenommenen seien eine mit dem Coronavirus infizierte Ärztin, ein alkoholisierter Polizist und ein Jogger. In Argentinien gibt es derzeit 158 bestätigte Coronavirus-Fälle. Drei Menschen sind bislang gestorben. Paraguay mit bisher 18 Infektionen meldete den ersten Todesfall. Hier gilt bis zum 12. April eine Quarantäne-Verordnung.

02:13 Uhr | Coronavirus-Krise lässt Smartphone-Markt einbrechen

Die Verkaufszahlen für Smartphones sind wegen der Coronavirus-Krise weltweit eingebrochen. Im Februar seien 38 Prozent weniger Smartphones verkauft worden als im Vorjahresmonat, teilten Marktbeobachter der Firma Strategy Analytics mit. Im Februar 2020 sei der stärkste Rückgang in der Geschichte des weltweiten Smartphone-Handels verzeichnet worden. Gründe seien Verzögerungen bei der Produktion sowie eine geringere Nachfrage.

00:37 Uhr | Mitarbeiter von US-Vizepräsident Pence positiv auf Coronavirus getestet

Ein Mitarbeiter des Büros von US-Vizepräsident Mike Pence ist nach Angaben des Weißen Hauses mit dem Coronavirus infiziert. Weder Pence noch US-Präsident Donald Trump seien in engem Kontakt mit der Person gewesen, erklärte eine Sprecherin des Vizepräsidenten. Unter wachsendem Druck hatte sich Trump am Freitag vergangener Woche auf das Coronavirus testen lassen – der Test fiel negativ aus. Über einen Test von Pence ist bislang nichts bekannt. Er ist für die Koordination der Regierungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zuständig.

00:05 Uhr | Erster Todesfall nach Coronavirus-Infektion in Brandenburg

Erstmals ist in Brandenburg ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch gestorben. Wie der Landkreis Oberhavel mitteilte, starb ein 81-Jähriger am späten Freitagabend in einer Klinik in Hennigsdorf. Der Mann sei zuvor mit schwersten Vorerkrankungen in das Krankenhaus eingeliefert worden. Ob er an der durch das Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 oder einer anderen Krankheit starb, sei daher unklar. Auch Thüringen, Sachsen und Berlin hatten am Freitag den jeweils ersten Toten mit einer Coronavirus-Infektion in ihren Ländern gemeldet.

00:00 Uhr | Bayern und Saarland: Ausgangsbeschränkungen in Kraft

In Bayern und im Saarland sind umfangreiche Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Die Menschen dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Dazu gehören unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe und Arztbesuche. Möglich sind auch Sport und Bewegung an der frischen Luft – allerdings nur allein oder mit anderen in der Wohnung lebenden Menschen. Im Saarland darf noch eine weitere Person mit dabei sein.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. März 2020 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. März 2020, 22:46 Uhr