Coronavirus-Ticker 25. April: Mehr als 200.000 Tote weltweit

Weltweit sind mehr als 200.000 Menschen infolge einer Infektion mit dem neuen Cornavirus gestorben. In Berlin haben Hunderte Menschen trotz Verbots gegen die Einschränkungen in der Krise demonstriert. Die Grünen schlagen vor, allen Bürgern Gutscheine für den Einkauf im lokalen Einzelhandel auszuhändigen. Mehr dazu lesen Sie im Corona-Ticker:

Särge mit den Leichen von Menschen, die am Coronavirus gestorben sind, liegen auf dem Boden eines Parkplatzes in der Leichenhaus von Collserola in Barcelona.
Särge mit den Leichen von Menschen, die infolge einer SARS-CoV-2-Infektion gestorben sind, liegen auf dem Parkplatz eines Leichenschauhauses in Barcelona. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Samstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Sonntag:

Unser Ticker am Samstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse!

22:10 Uhr | Zahlen aus Mitteldeutschland

Wie breitet sich das Coronavirus in Mitteldeutschland aus? Aktuelle Zahlen kompakt im Video:

21:39 Uhr| Sachsen-Anhalt: Quarantäne-Listen bei der Polizei

Das Innenministerium von Sachsen-Anhalt hat der Polizei offenbar Daten von Menschen übermittelt, die unter Quarantäne standen. Wie das Portal netzpolitik.org meldet, sind unter den Betroffenen auch Kontakpersonen von Corona-Patienten und Rückkehrer aus Risikogebieten. Die Daten seien in der Fahndungsdatenbank des Landeskriminalamtes gespeichert worden. Grundlage dafür war laut Netzpolitik ein Erlass des Innenministeriums von Ende März. Die Gesundheitsämter seien verpflichtet worden, sämtliche Quarantänefälle an die Polizei zu übermitteln. Dem Bericht zufolge handelt es sich um insgesamt 915 Datensätze. Anfang April habe das Innenministerium bestritten, Listen mit Coronavirus-Infizierten weiterzugeben. Die Innenpolitikerin der Linken, Henriette Quade, warf dem Innenministerium Vertuschung vor. Der Datenschutzbeauftragte des Landes, Harald von Bose, sprach von einer geschönten Darstellung.

20:21 Uhr | Weltweit über 200.00 Todesfälle

Im Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen sind weltweit über 200.000 Menschen gestorben. Die Zahl beruht auf den Daten der Johns-Hopkins-Universität in den USA.

Auf der Erde haben sich nach Zählung des Institutes mehr als 2,8 Millionen Menschen angesteckt. Mehr als 810.000 Menschen seien nach der Erkrankung wieder genesen.

20:19 Uhr | Mehr als 20.000 Tote in Großbritannien

Die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten ist in Großbritannien am Samstag auf mehr als 20.000 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Zwar hat das Land laut Experten den Höhepunkt der Pandemie-Welle inzwischen überschritten, doch die Zahl der täglich neu registrierten Todesfälle ist weiterhin hoch. Bis Freitagabend wurden erneut 813 verzeichnet.

20:17 Uhr | Weniger Neu-Infektionen in Italien

In Italien steigt die Zahl der bekannten Neuinfektionen langsamer. Das Katastrophenschutzamt gibt 2.357 neue Fälle bekannt nach 3.021 am Vortag - insgesamt damit 195.351. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 415 auf insgesamt 26.384.

20:14 Uhr | Zahl der Todesopfer in französischen Kliniken sinkt

In Frankreich sind innerhalb von 24 Stunden erneut 369 Menschen infolge einer Infektion. Von ihnen starben nach Angaben der Behörden vom Samstagabend 198 Menschen im Krankenhaus, das ist der niedrigste Wert seit einem Monat. Auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen des Landes sei den 17. Tag in Folge gesunken.

19:41 Uhr | USA: Frau bekommt Baby in Corona-Koma

In den USA hat eine Frau ein Baby bekommen, während sie wegen schwerer Corona-Symptome im Koma lag. Das bestätigte das Winthrop-Krankenhaus im Bundesstaat New York, wo die 41-Jährige behandelt worden war, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Es war die beste Medizin, die ich bekommen konnte", sagte die Mutter nun der "New York Post". Die Zeitung hatte zuerst über die ungewöhnliche Geburt berichtet. Inzwischen ist die 41-Jährige wieder zu Hause.

19:25 Uhr | Fehlende Maske: Mann greift Kunden in Laden an

In Magdeburg hat ein Mann in einem Supermarkt einen anderen Kunden mit Pfefferspray angegriffen. Der Täter war vom Sicherheitsdienst und einem Kunden darauf hingewiesen worden, dass er einen Mundschutz tragen müsse. Daraufhin attackierte er den Kunden. Die Polizei stellte den Täter später und fand in seinem Rucksack auch ein Teppich- und ein Küchenmesser. Die Polizei zeigte den 41-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung an.

19:14 Uhr | EU: Moskau und Peking verbreiten Fake-News

Russische und chinesische Quellen veröffentlichen in der Corona-Krise nach Einschätzung der EU gezielt irreführende oder falsche Informationen. Trotz möglicher Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit verbreiteten "offizielle und staatlich unterstützte Quellen verschiedener Regierungen, inklusive Russland und - in geringerem Maße - China, weiter in großem Umfang Verschwörungstheorien und Desinformation", heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht des Auswärtigen Dienstes der EU. Auch Syrien und der Iran werden als Ursprung gesteuerter Desinformation genannt.

Die Fake-News werden dem Bericht zufolge stark in den sozialen Medien verteilt. Kreml-freundliche Quellen und russische Staatsmedien verfolgen demnach zwei Ziele: Zum einen solle die EU-Reaktion auf die Pandemie unterminiert, zum anderen solle Verwirrung über den Ursprung und die Auswirkungen des Coronavirus gestiftet werden. Chinesische Quellen versuchen demnach, Schuldvorwürfe wegen des Ausbruchs der Pandemie abzuwehren.

18:57 Uhr | Grüne fordern Corona-Elterngeld und höheren Hartz-IV-Satz

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, und Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, unterhalten sich zu Beginn der Bundesvorstandssitzung ihrer Partei.
Annalena Baerbock und Robert Habeck Bildrechte: dpa

Die Grünen machen neben der Ausgabe von Konsumgutscheinen noch weitere Vorschläge zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. "Vom jetzt aufgespannten Schutzschirm werden zu viele noch nicht erfasst", schreiben die Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung." Konkret verlangt die Partei:

  • Kurzarbeitergeld für Solo-Selbstständige in Höhe von 55 Prozent des jeweiligen Steuergewinns der letzten Jahre mit einem Maximalbetrag von 1.500 Euro
  • Corona-Elterngeld für Mütter und Väter, die wegen fehlender Kinderbetreuung nicht arbeiten können
  • für Hartz-IV-Empfänger einen krisenbedingten Sonderbedarf von 100 Euro für Erwachsene und 60 Euro für Kinder.
  • Senkung der EEG-Umlage um fünf Cent je Kilowattstunde

18:30 Uhr | Illegale Friseursalons ausgehoben

Gleich zwei illegale Friseurgeschäfte hat die Polizei im bayerischen Landkreis Miltenberg aufgedeckt. Laut Polizei saßen die Kunden in Kellern von Wohnhäusern. Die beiden Friseure seien professionell ausgestattet gewesen.

18:19 Uhr | 10 Millionen Personenkontrollen in Italien

Italien hat seit Beginn der Ausgangssperre am 11. März mehr als 10 Millionen Personenkontrollen durchgeführt. Wie das Innenministerium in Rom mitteilte, mussten allein am Freitag fast 290.000 Menschen den Grund ihres Unterwegsseins erklären. Knapp 6.800 von ihnen erhielten ein Bußgeld oder wurden wegen Falschangaben oder Verletzung von Quarantänevorschriften belangt.

18:00 Uhr | Demos in Berlin und Stuttgart

Trotz eines Verbots von Demonstrationen haben sich am Samstag in Berlin etwa 1.000 Menschen versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren - zeitweise dicht an dicht beieinander stehend. Sie trafen sich am Nachmittag auf dem Rosa-Luxemburg-Platz vor der Volksbühne. Viele von ihnen standen vor Absperrgittern, die die Polizei rund um den Platz aufgestellt hatte, weil derartige Kundgebungen derzeit nicht erlaubt sind und die Polizei verhindern wollte, dass der Platz zu voll wird.

Eine Teilnehmerin sitzt bei einer Kundgebung gegen die Corona-Einschränkungen trotz Demonstrationsverbot auf einer roten Decke auf der Rosa-Luxemburg-Straߟe, während eine Gruppe von Polizisten, die Mundschutz tragen, vor ihr stehen.
Eine Teilnehmerin der Demo in Berlin protestiert sitzend. Bildrechte: ddp

In Stuttgart folgten Hunderte dem Aufruf der Initiative "Querdenken" und demonstrierten gegen Einschränkungen der Grundrechte. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf bis zu 500.

Auch im sächsischen Zittau hatten sich am Samstag Menschen zu einer Demo versammelt.

17:45 Uhr | Saarland verteilt Masken

Wegen der ab Montag geltenden Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase in bestimmten Situationen stellt das Saarland seinen Bürgern Schutzmasken zur Verfügung. Jeder bekomme fünf Masken, sagte Ministerpräsident Tobias Hans der "Bild“. Diese würden "in einem großen Kraftakt in den nächsten Tagen über die Kommunen kostenlos an die Saarländerinnen und Saarländer ausgegeben", sagte der CDU-Politiker. In dem Bundesland wohnen etwa eine Million Menschen.

In kleineren Orten sollen die Masken dem Bericht zufolge direkt nach Hause gebracht werden, unter anderem von Ortsvorstehern und Feuerwehrleuten. Anderswo, etwa in Saarbrücken, werde es zentrale Verteilstellen geben. Auch "Drive-in"-Stellen für Autofahrer soll es geben.

17:30 Uhr | Mehr als 155.000 Infizierte in Deutschland

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 Infizierten ist auf über 155.000 gestiegen. Das geht aus der Datenbank des "Risklayer"-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor, die Angaben werden regelmäßig aktualisiert:

So verteilen sich die Fälle auf die Landkreise:

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

17:11 Uhr | Wahl für CDU-Vorsitz wohl erst im Dezember

Die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer sieht derzeit kaum Interesse daran, wer ihr Nachfolger werden soll. Dem SWR sagte sie, das sei eine Frage, die momentan weder die Bürger noch ihre Partei ernsthaft beschäftige.

Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen
Die Kandidaten für den CDU-Vorsitz: Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen Bildrechte: Collage: Getty Images/MDR

Eigentlich sollte der Sonderparteitag zur Wahl des neuen CDU-Vorsitzenden am Samstag stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie ist das Treffen jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. Kramp-Karrenbauer deutete allerdings an, dass der neue Termin erst im Dezember liegen könnte, wenn ohnehin ein regulärer Parteitag vorgesehen sei. Insofern stelle sich die Frage, "ob es dann Sinn macht" wenige Wochen vorher noch mal einen Sonderparteitag durchzuführen, sagte die CDU-Chefin.

Norbert Röttgen, einer der Kandidaten für den Parteivorsitz, sagte am Samstag, die Frage, wie die CDU künftig aussehen müsse, werde "bald wieder auftauchen - in veränderter, zugespitzter Form".

16:52 Uhr | Mafia-Boss in Italien aus Gefängnis entlassen

Die Entlassung eines Mafia-Bosses in den Hausarrest aufgrund der Corona-Pandemie sorgt in Italien für Empörung. Die Rechtsaußen-Partei Lega warf der Regierung in Rom Fahrlässigkeit vor. Sie gefährde die Sicherheit der Bürger, wenn sie Schwerkriminelle nach Hause verlege. Auch ein Opferverband meldete Bedenken an.

Ein Gericht hatte entschieden, dass der zu 20 Jahren Haft verurteilte Camorra-Boss Pasquale Zagaria in den Hausarrest entlassen wird. Wegen einer Krankheit könne seine gesundheitliche Versorgung in Zeiten der Corona-Krise in einer Strafanstalt nicht garantiert werden.

16:25 Uhr | 120.000 Todesfälle in Europa

Die Zahl der Todesfälle in Europa ist über die Marke von 120.000 Menschen gestiegen. Das ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben. Die meisten Toten gab es demnach in Italien mit fast 26.000, Spanien mit mehr als 22.900 und Frankreich mit über 22.200. Danach folgt Großbritannien mit mehr als 19.500 Toten. Europa bleibt damit weltweit der am schwersten betroffene Kontinent.

16:13 Uhr | Demo in Zittau

In Zittau haben am Vormittag 15 Menschen "Gegen Unverhältnismäßigkeit & Willkür" in der Corona-Pandemie demonstriert. Wie die Polizei mitteilte, blieben rund 100 Schaulustige und Passanten immer wieder auf dem Marktplatz stehen, um die Demonstration zu verfolgen. Nach rund 30 Minuten war der Protest den Angaben zufolge beendet.

Die Demonstration am Herkulesbrunnen in der Zittauer Neustadt - genehmigt mit 15 Personen für 30 Minuten (etwa bis zu 100 Schaulustige herum)
Bildrechte: xcitepress

16:09 Uhr | Polizei warnt mit Lautsprecherwagen in Weimar

In Thüringer Innenstädten haben an diesem Samstag erstmals seit Wochen wieder kleinere Geschäfte geöffnet. Fürs Einkaufen müssen die Menschen eine Behelfsmaske, Tuch, Schal oder einen anderen Mundschutz tragen. Die Thüringer Polizei weist zusätzlich mit Lautsprecherwagen auf die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln hin - so zum Beispiel in Weimar:

Polizeifahrzeug mit Lautsprechern und Hinweistafel zu Corona in Weimar
Bildrechte: MDR/Regina Lang

15:51 Uhr | Söder bringt Erhöhung der Kaufprämie für E-Autos ins Spiel

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an einer Pressekonferenz teil und hält dabei einen Mundschutz mit der bayerische Rautenflagge in den Händen.
Markus Söder Bildrechte: dpa

Zur Unterstützung der Autobranche schlägt Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder eine Aufstockung der Kaufprämie für Elektroautos vor. Nötig sei eine ökologisch gestaffelte Innovationsprämie, die bis Ende 2021 laufen müsste, sagte Söder "Focus Online". "Wenn wir auf die bisherigen Hilfen von bis zu 6.000 Euro für Elektroautos zum Beispiel nochmal etwas drauflegen, wäre das ein echter Kaufimpuls», erklärte er. "Damit könnte man eine 10.000-Euro-Prämie für hochwertige ökologische Autos finanzieren." Zudem könne man damit neben dem wirtschaftlichen auch ein klimapolitische Signal setzen.

15:20 Uhr | CDU-Wirtschaftsrat für Lockerungen in der Gastronomie

Der CDU-Wirtschaftsrat befürwortet unter bestimmten Voraussetzungen Lockerungen der Einschränkungen für Kneipen und Restaurants. "Wenn Abstandsregeln, Höchstgastzahlen im Außen- wie Innenbereich und gegebenenfalls auch reduzierte Geschäftszeiten vorgeschrieben werden, sollte einer behutsamen Lockerung der Beschränkungen im Gastronomiegewerbe nichts im Wege stehen", sagte Wirtschaftsrats-Generalsekretär Wolfgang Steiger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Unter Umständen kann auch über ein vorübergehendes Ausschankverbot für hochprozentigen Alkohol nachgedacht werden."

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte sich für weniger strenge Regeln für die Branche ausgesprochen:

15:15 Uhr | Grüne schlagen Konsumgutscheine vor

Um dem Einzelhandel wieder auf die Beine zu helfen, wollen die Grünen Konsumgutscheine im Wert von insgesamt 20 Milliarden Euro ausgeben. Jeder, der seinen Wohnsitz in Deutschland habe, solle einen Gutschein im Wert von 250 Euro bekommen, den er vor Ort in Gaststätten oder Läden oder beim Friseur ausgeben könne, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter der Nachrichtenagentur Reuters. Es müsse verhindert werden, dass kleine Geschäfte wegen der Krise aufgeben müssten und den Online-Riesen das Feld überließen.

14:52 Uhr | Hochhaus in NRW wird umzäunt

In einem Hochhaus in Nordrhein-Westfalen haben sich zwei Familien mit Corona-Infektionen nicht an die Quarantäne gehalten. Nun sollen alle 450 Bewohner des Hauses in Grevenbroich getestet werden. Ein Behördensprecher sagte, dazu werde der Wohnkomplex am Sonntag umzäunt. Für die Tests sei eine Zeit von acht Stunden veranschlagt.

14:45 Uhr | Woidke appelliert an Polen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat Polen um eine Lockerung der strengen Corona-Regeln für Grenzpendler gebeten. Der SPD-Politiker schrieb in einem Brief, die deutsche Seite habe Verständnis für polnische Grenzkontrollen. Beide Länder müssten aber auch im Blick haben, das die Grenze eine gemeinsame Wirtschaftsregion durchschneide. Insgesamt pendeln rund 125.000 Polen zum Arbeiten nach Deutschland.

Gestern hatten entlang der deutsch-polnischen Grenze polnische Pendler gegen die Schließung protestiert. An der sächsisch-polnischen Grenze kam es dabei zu bewegenden Szenen, als unter anderem ein Kind auf seinen Vater traf, der momentan auf der anderen Seite der Grenze wohnt. Seit den Grenzschließungen ist die Familie voneinander getrennt:

Getrennt durch Grenzschließung

Berührende Szene: Eine Mutter in Polen hält ihren Sohn auf dem Arm. Sie steht in Zgorzelec in Polen. Ihr Mann arbeitet in Deutschland, steht in Görlitz an der Grenze, und sieht sein Kind seit Wochen erstmals wieder.

Die Mutter ist mit dem Sohn auf polnischer Seite, der Vater auf deutscher
Mutter und Sohn verweilen auf der polnischen Seite der Grenze. Bildrechte: MDR/ xcitepress
Die Mutter ist mit dem Sohn auf polnischer Seite, der Vater auf deutscher
Mutter und Sohn verweilen auf der polnischen Seite der Grenze. Bildrechte: MDR/ xcitepress
Die Mutter ist mit dem Sohn auf polnischer Seite, der Vater auf deutscher
Der Vater lebt momentan auf der deutschen Seite der Grenze. Bildrechte: MDR/ xcitepress
Ein Kind trifft auf seinen Vater auf der gegenueberliegenden Seite der Grenze im Rahmen der Demonstration gegen die geschlossene Grenze zwischen Zgorzelec und Görlitz.
Eine bewegende Szene. Bildrechte: MDR/ Matthias Wehnert
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13:51 Uhr | Sorge um isolierte Heimbewohner

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung hat eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen in Pflegeheimen gefordert. "Wir wissen, dass wir uns darauf einstellen müssen, über einen längeren Zeitraum mit dem Coronavirus umgehen zu müssen. Darauf müssen wir auch die Situation in den Pflegeeinrichtungen anpassen: pauschale, restriktive Besuchsverbote können dabei keine Lösung sein", sagte Andreas Westerfellhaus der Zeitung "Die Welt".

Bewohner von Pflegeeinrichtungen benötigten besonderen Schutz, aber sie dürften nicht völlig isoliert werden. "Dass einige Länder den Beschluss in dem Punkt nicht umgesetzt haben und den Einrichtungen keine Spielräume eröffnen, darf aus meiner Sicht so nicht bleiben. Ich fordere die betreffenden Länder deshalb dringend zu Nachbesserungen auf."

Oster-Geschichten des MDR JUMP Osterfeuer 3 min
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13:35 Uhr | Mehrheit der Betriebe hart getroffen

Die Corona-Krise belastet etliche Betriebe in Sachsen-Anhalt schwer. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Gewerkschaft IG Metall unter 300 Firmen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Demnach haben zwei Drittel bereits Kurzarbeit eingeführt. Viele Unternehmen rechnen mit länger andauernden Produktionsausfällen. Laut IG Metall lässt jeder vierte Betrieb Arbeitsverträge auslaufen. Fast 20 Prozent rechnen mit finanziellen Problemen.

Die Gewerkschaft befragte Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie, des Automobilbaus, des Handwerks, der Holz- und Kunststoff-Industrie sowie der Textilindustrie.

13:24 Uhr | Umfrage: Mehrheit gegen DFL-Pläne zur Quarantäne

Die Pläne für einen Neustart der Bundesliga stoßen zum Teil auf großen Widerstand in der Bevölkerung. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von infratest dimap für die ARD-Sportschau. Darin sprechen sich 90 Prozent dafür aus, dass bei einer Coronavirus-Infektion im Team die gesamte Mannschaft für 14 Tage in Quarantäne gehen muss. Nach den Plänen der Deutschen Fußball Liga soll nur der betroffene Spieler isoliert werden. Auch das DFL-Vorhaben, die Fußballprofis ständig zu kontrollieren, stößt mehrheitlich auf Ablehnung. So waren 61 Prozent der Befragten der Meinung, dass der Aufwand regelmäßiger Tests nicht gerechtfertigt sei. Die DFL will die unterbrochene Saison im Mai mit Geisterspielen fortsetzen.

12:52 Uhr | WHO warnt vor "Immunitätsausweisen" für Ex-Corona-Infizierte

Die Weltgesundheitsorganisation hat davor gewarnt, genesenen Corona-Patienten vorschnell eine Immunität zu bescheinigen. Laut WHO ist bislang nicht geklärt, ob sich Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung erneut mit dem Corona-Virus infizieren könnten. Es gebe keinen wissenschaftlichen Beleg, dass die Betroffenen durch die Bildung von Antikörpern dauerhaft geschützt seien.

12:09 Uhr | Fahrplan zur Kita-Öffnung nächste Woche

Die Familienministerien der Länder arbeiten an einem Fahrplan zur Öffnung von Kindertagesstätten. Hamburgs Familiensenatorin Melanie Leonhard kündigte an, den Ministerpräsidenten in der kommenden Woche "eine Beschlussvorlage" zu präsentieren. Die Politikerin ist bei den Planungen gemeinsam mit ihrem Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen federführend.

Leonhard sagte, wenn man nicht wolle, dass Eltern irgendwann aus Verzweiflung ihre Kinder wieder von den Großeltern betreuen ließen, müsse man dieses Thema jetzt intensiv abwägen. Leonard sagte:

Wir stehen vor der Situation, dass die Kleinsten in unserer Gesellschaft im Moment von den Isolierungen am härtesten betroffen und in ihrer persönlichen Entwicklung massiv eingeschränkt sind.

Mindestens bis zum 6. Mai müssen sich Kinder, Eltern und Kita-Mitarbeiter noch gedulden. Vor diesem Datum wird es Bundeskanzlerin Angela Merkel zufolge keine Änderungen geben. Damit bleiben auch die Spielplätze weiter gesperrt.

11:28 Uhr | Tafeln warnen vor Anstieg sozialer Not

Die Tafeln in Deutschland warnen vor einem dramatischen Anstieg der sozialen Not durch die Corona-Krise. Verbandspräsident Jochen Brühl sagte, durch Jobverlust und Kurzarbeit seien schon jetzt Tausende zusätzliche Menschen auf die Versorgung mit gespendeten Lebensmitteln angewiesen. Er rechne mit einer weiteren Zunahme. Laut einer Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) sind mittlerweile fast alle Tafeln in Großstädten wieder in Betrieb.

Durch die Wiedereröffnung habe sich die Lage in Sachsen-Anhalts Tafeln etwas entspannt, sagte der Landesvorsitzende der Tafeln, Andreas Steppuhn. Viele Einrichtungen hätten Not- und Lieferdienste für Senioren und Risikogruppen eingerichtet. In Dresden sind derzeit sieben der zehn Ausgabestellen der Tafel geöffnet. Trotzdem kämen tagsüber weniger Menschen als in regulären Zeiten, teilte die Organisation mit.

10:35 Uhr | Dehoga: Fast jeder dritte Betrieb stirbt

In Sachsen-Anhalt werden laut Hotel- und Gaststätenverband (Dehoga) bis zu 30 Prozent der Hotel- und Gastronomiebetriebe die Coronavirus-Pandemie nicht überstehen. Der Präsident des Landesverbandes, Michael Schmidt, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, jeder Tag mit Einschränkungen führe dazu, dass gerade kleinere und ländlichere Betriebe sterben. Sie hätten einfach keine Chance mehr.

Am Freitagvormittag hatten bundesweit Gastronomen und Hotelbesitzer mit "leeren Stühlen" auf ihre prekäre Situation in der aktuellen Krise aufmerksam gemacht. In Sachsen-Anhalt gab es Aktionen in mehreren Städten.

10:12 Uhr | Warten auf Kurzarbeitergeld

Mittelständische Firmen beklagen lange Wartezeiten auf das Kurzarbeitergeld. Der Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbundes, Ludwig Veltmann, sagte MDR AKTUELL, solche Rückmeldungen erhalte er von vielen Mitgliedsunternehmen. Demnach dauere es im Schnitt sechs bis acht Wochen, ehe das Kurzarbeitergeld ausgezahlt werde. Auch der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft sieht das Problem. Er warnte zudem vor einem Bearbeitungsstau.

Die Bundesarbeitsagentur wies solche Befürchtungen zurück. Sprecherin Aneta Schikora versicherte, die Anträge würden bewältigt. Derzeit arbeiteten daran etwa 8.500 Beschäftigte, rund elfmal so viele wie im Normalfall. Zudem müsse der Arbeitgeber immer in Vorleistung gehen. Die Agentur zahle erst, wenn das Unternehmen eine genaue Abrechnung abgibt, wieviel Kurzarbeit zum Beispiel in einem Monat tatsächlich geleistet wurde.

09:47 Uhr | Leipzig noch ohne Haushaltssperre

Leipzig will in der Coronavirus-Krise vorerst ohne Haushaltssperre auskommen. Finanzbürgermeister Torsten Bonew verwies bei MDR AKTUELL auf die Sorge um den Fortbestand der Wirtschaft. Die Stadt wolle die psychologische Schraube nicht noch weiter drehen, indem sie auch noch das große Sparschwert auspacke. Bonew zufolge herrscht bei den Fachämtern eine große Ausgabendisziplin. Solange die anhalte, gebe es keinen Grund für eine Haushaltssperre. Man prüfe die Lage aber täglich.

Wegen der Corona-Krise brechen den Kommunen Steuern und Einnahmen weg. Deshalb haben einige mitteldeutsche Städte bereits Haushaltssperren verhängt, darunter Dresden, Halle, Jena, Weimar und Zwickau.

09:01 Uhr | Messewirtschaft rechnet mit Verlust von 76.000 Jobs

Der Dachverband der Messewirtschaft (AUMA) geht davon aus, dass abgesagte Messen der deutschen Gesamtwirtschaft schwer zusetzen. Geschäftsführer Jörn Holtmeier sagte MDR AKTUELL, man rechne mit einem Verlust von 9,25 Milliarden Euro bis zum Herbst. Zudem erwarte er, dass 76.000 Jobs in der Branche wegfallen. Dem Staat gingen knapp 1,5 Milliarden Euro Steuereinnahmen verloren.

Der Verband fordert deshalb, Messen so bald wie möglich wieder zu erlauben. Sie könnten eine wichtige Rolle spielen, um die Wirtschaft zügig wieder in Gang zu bringen. Etliche Branchen sind bei Messeveranstaltungen involviert: vom Messebauer über das Catering bis hin zu Gaststätten, Hotels und dem Einzelhandel.

Zum Beispiel beziffert der Verband den Gesamtschaden wegen der Absage der Leipziger Buchmesse bisher auf fast 53 Millionen Euro.

08:54 Uhr | Forscher: Corona-Krise und Klima-Krise Ausdruck desselben Versagens

Die Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Johan Rockström und Ottmar Edenhofer, sehen die Corona-Krise und die Klima-Krise als "Teil desselben Systemversagens". Beide Krisen hätten mit der zunehmenden Einmischung des Menschen in das Erdsystem zu tun. "Wir überschreiten sichere planetare Grenzen, die für die planetare Gesundheit maßgeblich sind", mahnen die Wissenschaftler.

Den Forschern zufolge ist die Pandemie aber auch eine Chance zum Umsteuern. Konkret heiße das zum Beispiel, schneller aus der Nutzung fossiler Energieträger auszusteigen. Es müsse mehr Investitionen in saubere Infrastruktur und Technologien geben sowie in den Schutz der Natur. Das werde die Gesellschaften gesünder machen und das Risiko des Ausbruchs von Pandemien verringern.

07:14 Uhr | Bundesregierung weiter für Gutscheinlösung

Die Bundesregierung hält an einer Gutscheinlösung für stornierte Reisen in der Corona-Krise fest. Ein Sprecher des Verbraucherministeriums sagte dem Handelsblatt, die erste Einschätzung der EU-Kommission nehme man zur Kenntnis. Justiz- und Verbraucherkommissar Didier Reynders hatte die Gutscheinlösung mit Verweis auf EU-Recht abgelehnt. Er stellte in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe klar, Verbraucher müssten die Wahl haben, ob sie einen Gutschein akzeptierten oder eine Erstattung bevorzugten. Der Deutsche Reiseverband forderte die Bundesregierung auf, umgehend eine nationale Regelung zu beschließen. Das sei möglich, auch ohne gegen EU-Recht zu verstoßen.

Die Bundesregierung will eine verpflichtende Gutscheinlösung, um Reiseanbieter und Fluggesellschaften finanziell zu entlasten.

06:42 Uhr | Thüringer Landrätin kritsiert Krisenmanagement

Die Präsidentin des Thüringischen Landkreistages, Martina Schweinsburg, warnt vor Problemen beim Schulstart und macht dafür das Krisenmanagement der Landesregierung verantwortlich. Die Greizer Landrätin sagte, am Montag sollen im Freistaat die Abiturienten in die Schulen zurückkehren. Die Kommunen als Schulträger hätten gern ihre Erfahrungen und ihren Sachverstand mit eingebracht, um die Wiederaufnahme des Unterrichts vorzubereiten. Stattdessen seien die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände nur kurz vor einer Pressekonferenz des Bildungsministeriums informiert worden. Das Ergebnis sei ein Bündel an Auflagen für den Schulstart, die zumindest im ländlichen Raum wenig praktikabel seien. Sie vermute deshalb einen "holprigen Start".

Auch bei anderen Schritten wie der Öffnung von Geschäften, der Mundschutzpflicht und den Lockerungen für Versammlungen und Gottesdiensten vermisst Schweinsburg eine Einbindung der Kommunen.

06:05 Uhr | Techniker Krankenkasse bietet Corona-Fernbehandlung an

Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet ihren Versicherten mit Corona-Infektion oder Corona-Verdacht ab Dienstag eine Fernbehandlung an. Alle TK-Versicherten mit entsprechenden Symptomen können sich der TK zufolge an sieben Tagen die Woche telefonisch beraten und bei Bedarf in einer Onlinesprechstunde behandeln lassen. Auf diese Weise könnten auch Medikamente verschrieben und Krankschreibungen ausgestellt werden. Bei der Onlinesprechstunde behandeln die Ärzte die Patienten über die TK-Doc-App per Videotelefonie. Bei Arzneimittelverordnungen können die Versicherten zwischen einem klassischen Papierrezept und einem elektronischen Rezept wählen. Hierzu erhalten sie einen QR-Code aufs Smartphone, der direkt an Apotheken weitergeleitet werden kann.

04:00 Uhr | Hebammenverband kritisiert Kreißsaalverbote für Väter

Der Deutsche Hebammenverband hat Kreißsaalverbote für werdende Väter vehement kritisiert. "Die Familie ist eine Einheit, deren Trennung während und nach der Geburt weitreichende Folgen für die Familienbindung und Familiengesundheit hat", sagte Verbandspräsidentin Ulrike Geppert-Orthofer. Die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes, Christiane Groß, pflichtet ihr bei: "Ist die Begleitperson nicht augenscheinlich mit Corona infiziert, überwiegt der Nutzen der Begleitung das minimale Risiko einer Infektion von ärztlichem und Pflegepersonal." Voraussetzung sei natürlich, dass die Klinik ausreichend mit Schutzausrüstung versorgt sei.

01:15 Uhr | Großbritannien setzt auf Plasmatherapie

Großbritannien will herauszufinden, ob das Blutplasma von geheilten Covid-19-Patienten einen erfolgversprechenden Therapieansatz bildet. Bis zu 5000 schwerkranke Patienten mit Covid-19 könnten laut Gesundheitsministerium bald wöchentlich mit Plasma als Teil eines neuen Ansatzes zur Behandlung des Virus behandelt werden. "Ich habe die Hoffnung, dass diese Behandlung ein wichtiger Meilenstein in unserem Kampf gegen diese Krankheit sein wird", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock.

01:05 Uhr | Spahn: Künftiger Corona-Impfstoff stufenweise verfügbar

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit einer begrenzten Verfügbarkeit von Impfdosen gegen das Corona-Virus. Ein Impfstoff werde "zunächst nicht milliardenfach produziert", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Daher werde es bei der Vergabe zu einer Priorisierung bestimmter Berufs- und Bevölkerungsgruppen kommen müssen. Die Impfkommission beim Robert-Koch-Institut habe jetzt den Auftrag, Empfehlungen zu machen, wer zuerst geimpft werden solle. Dazu würden sicher die Risikogruppen und das medizinische Personal gehören. Spahn erwartet, dass es so schnell keinen marktreifen Impfstoff geben werde. Die Bundesregierung müsse sich aber jetzt schon für eine verlässliche Massenherstellung einsetzen.

00:50 Uhr | Pendler protestieren an deutsch-polnischer Grenze

Hunderte polnische Pendler haben am Freitagabend auf beiden Seiten der deutsch-polnischen Grenze gegen die verhängten Corona-Maßnahmen demonstriert, die sie daran hindern, täglich ihren Arbeitsplatz in Deutschland zu erreichen. Mit Schildern wie "Lasst uns ohne Quarantäne zur Arbeit rein" forderten etwa 200 Demonstranten am Grenzübergang Rosowek-Rosow eine Lockerung der Regeln. Als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie hatten die Regierungen beider Länder angeordnet, dass alle Menschen, die nach Deutschland und Polen einreisen, für 14 Tage in Quarantäne müssen. In Deutschland gelten für Grenzgänger allerdings Ausnahmen, in Polen jedoch nicht. Ähnliche Proteste fanden in Gubin und Guben sowie in Zgorzelec und Görlitz statt.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL Radio | 25. April 2020 | 00:00 Uhr