Coronavirus-Ticker 27. Juni: 6,1 Milliarden für Impfstoffe und Behandlungen

Bei einer internationalen Geberkonferenz sind Milliarden für den Kampf gegen das Coronavirus gesammelt worden. Im Kreis Gütersloh scheint es abseits des Tönnies-Werkes nur wenige Coronafälle zu geben. Für Thüringen gelten weiterhin keine Einschränkungen für Urlauber aus sogenannten Corona-Hotspots. Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Ticker.

Ursula von der Leyen
Bei einer von Ursula von der Leyen mitorganisierten Geberkonferenz wurden Milliarden gesammelt. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Unser Ticker vom Samstag endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse! Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie in unserem Ticker am Sonntag.

22:32 Uhr | 300 Clubbesucher müssen in Quarantäne

In der Schweiz müssen 300 Menschen nach dem Besuch eines Clubs vorsorglich in eine zehntägige Quarantäne. Wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich mitteilte, waren zuvor mehrere Gäste des Betriebs in Zürich zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der Clubbetreiber konnte den Behörden demnach eine Liste mit den Kontaktdaten der Besucher des Clubs vom Abend des 21. Juni aushändigen. Dank dieser Liste habe das Contact-Tracing-Team die Gäste am Samstag über die notwendige Quarantäne informieren können.

22:20 Uhr | Benefizkonzert online

Das große Benefizkonzert zugunsten von Covid-19-Patienten weltweit (siehe Tickereintrag von 19 Uhr) ist jetzt online abrufbar.

21:25 Uhr | Kreis Gütersloh: Fallzahlen steigen doch "merklich"

Die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Kreis Gütersloh ohne direkten Bezug zur Tönnies-Belegschaft ist nach Angaben des Kreises doch "merklich" angestiegen. Vom 20. bis zum 26. Juni seien insgesamt 75 Fälle in der übrigen Bevölkerung bekannt geworden, hieß es am Abend. Grund dafür seien wohl vor allem die deutlich umfangreicheren Tests, viele der Infizierten zeigten aber keine Symptome.

Karl-Josef Laumann (CDU), nordrhein-westfälischer Gesundheitsminister und Gastgeber, sitzt bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder an einem Tisch.
NRW-Gesundheitsminister Laumann (Archivbild). Bildrechte: dpa

Wenige Stunden zuvor hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann nach dem Besuch eines Testzentrums in Gütersloh davon berichtet, dass bei rund 4.100 Tests in der Allgemeinbevölkerung nur neun Infektionen nachgewiesen worden seien. Dabei nannte er allerdings keinen Zeitraum für diese Daten.

Ein Sprecher des Kreises verwies auf Nachfrage auf die Dunkelziffer bei den Infektionen, die auch bei Corona vermutet wird. Ein gutes Zeichen sei, dass es keinen Anstieg der an Covid-19 Erkrankten gebe.

21:10 Uhr | Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht in Spanien anlegen

Die spanische Regierung verlängert das Einreiseverbot für Kreuzfahrttouristen. Wie aus einem entsprechenden Gesetzblatt hervorgeht, soll das Anlegen der Touristenschiffe erst nach der Coronakrise wieder erlaubt werden.

20:59 Uhr | Andrang an Stränden

Mehrere Küstenorte haben heute wegen Überfüllung Tagestouristen abgewiesen. An den Stränden von Nord- und Ostsee waren zahlreiche Menschen unterwegs. Auch die Sächsische Schweiz verzeichnete hohe Besucherzahlen. Heute hatten in sechs Bundesländern die Sommerferien begonnen.

19:48 Uhr | Kretschmanns Facebook-Seite vom Netz genommen

Nach Drohungen und Beleidigungen ist die Facebook-Seite des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) vorübergehend vom Netz genommen worden. Wie das Staatsministerium mitteilte, wurde die Seite nach der Veröffentlichung von Kretschmanns jüngstem Podcast am Freitagabend ununterbrochen angegriffen. Im Sekundentakt seien "zahlreiche Falschaussagen, Verschwörungserzählungen, Drohungen, Beleidigungen und andere strafrechtlich relevante Inhalte" gepostet worden. An einer sachlichen Diskussion sei keiner der Störer interessiert gewesen, vielmehr hätten sie auch andere Nutzerinnen und Nutzer massiv attackiert.

Insgesamt gingen laut der Erklärung in 20 Stunden weit über 4.000 Kommentare der Störer ein. Fragen von Bürgern zu den Corona-Maßnahmen der Landesregierung seien dadurch völlig untergegangen. Deshalb habe sich die Pressestelle am Samstag "schweren Herzens" entschieden, die Facebook-Seite vorübergehend vom Netz zu nehmen.

19:00 Uhr | Benefizkonzert mit Shakira, Coldplay und mehr um 20 Uhr

In einer Stunde beginnt ein Online-Benefizkonzert, das Spenden sammelt, um eine Covid-19-Behandlung für alle Patienten, überall auf der Welt, zu ermöglichen.

Die Sängerin Shakira bei einem Konzert in Paris
Shakira ist ein Headliner des Konzerts. Bildrechte: imago images / UPI Photo

Mit dabei sind unter anderem Shakira, Coldplay, Usher, Jennifer Hudson und Miley Cyrus.

Das Konzert ist Teil der internationalen Geberkonferz, die von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und der New Yorker Nichtregierungsorganisation Global Citizen organisiert wurde. Es wird 20 Uhr im deutschen Fernsehen auf ONE übertragen, außerdem im Livestream:

18:00 Uhr | Milliarden-Spenden bei Corona-Hilfskonferenz gesammelt

Bei einem internationalen Spendenmarathon für Impfstoffe und Behandlungen gegen die Lungenkrankheit Covid-19 sind neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Das hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mitgeteilt. Sie hatte die virtuelle Geberkonferenz mitorganisiert. Allein aus Deutschland sollen nach Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch einmal 383 Millionen Euro fließen. Sie begründete in ihrer Videobotschaft: "Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein."

Bereits am 4. Mai hatte Deutschland einen Beitrag von 525 Millionen Euro für die Impfstoffallianz CEPI, die Globale Impfallianz GAVI, die Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedene Produktentwicklungspartnerschaften zugesagt.

17:05 Uhr | Wenige Coronainfektionen abseits von Tönnies

Im Kreis Gütersloh scheint es abseits des Tönnies-Werkes nur wenige Coronafälle zu geben. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte am Samstag, bisher seien von rund 4.100 Tests in der Allgemeinbevölkerung neun positiv ausgefallen. Er wolle das aber nicht bewerten.

Tausende weitere Ergebnisse werden noch erwartet. In den Kreisen Gütersloh und Warendorf war nach dem Ausbruch des Coronavirus in dem Tönnies-Werk bis zum 30. Juni ein eingeschränkter Lockdown verkündet worden.

16:55 Uhr | Entscheidung zu Einreisen aus Drittstaaten erwartet

Die EU-Länder wollen am Abend über das Ende von Corona-Einreisestopps für Menschen aus Drittstaaten entscheiden. Am Freitag hatte es geheißen, man sei sich noch uneins, für welche Länder die Einreiseverbote aufgehoben und für welche sie verlängert würden. Es sei eine vorläufige Liste mit knapp 20 Ländern erstellt worden, für deren Bürger die Einreise ohne Quarantäne wieder erlaubt werden soll – allerdings nur bei unbedingt notwendigen Reisen. Dazu gehören unter anderem Südkorea und Neuseeland.

Bis heute Abend sollten die Regierungen der EU-Länder mitteilen, ob sie der Auswahl zustimmen. Die Liste könnte alle zwei Wochen aktualisiert werden, um auf das aktuelle Infektionsgeschehen zu reagieren.

16:26 Uhr | Viele Tierheime leergefegt

Die Corona-Krise erweist sich für viele Tierheime überraschend als Glücksfall. Wie "MDR exakt" berichtet, sind viele Heime in Mitteldeutschland wegen der hohen Nachfrage nach Haustieren zurzeit wie leergefegt.

So sagte der Leuter des Tierheims Leipzig, Michael Sperlich, man habe seit der Übernahme der Trägerschaft im Jahr 1992 noch nie so wenige Tiere im Heim gehabt. Wer jetzt zum Beispiel einen Hund suche, komme zu spät.

Der Leiter des Tierheims Weimar, Matthias Zauche, sagte, zum ersten Mal seit 40 Jahren habe er noch keine Jungkatzen im Heim. Er warnte aber: Wer sich ein Haustier anschaffe, sollte sich auch über den Zeitaufwand und die Kosten bewusst sein, die das mit sich bringe. Er hoffe, dass die Tiere nach Corona nicht wieder im Heim landeten.

Ursprünglich hatten die Heime befürchtet, dass viele Menschen ihre Tiere in der Corona-Krise abgeben würden.

16:01 Uhr | Demo statt großer CSD-Parade

Nachdem die für den 25. Juli geplante CSD-Parade coronabedingt abgesagt wurde, sind am Nachmittag Hunderte Menschen in Berlin auf die Straße gegangen, um für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transsexuellen zu demonstrieren. Das Motto lautete: "Pride Berlin: Save our Community, Save our Pride".

Bevor sich die Demo in Marsch setzte, mahnten die Veranstalter, die Corona-Auflagen wie das Abstandsgebot von eineinhalb Metern und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu beachten.

Demonstranten gehen auf der 'Pride Berlin: Save our Community, Save our Pride' durch die Innenstadt.
Die Demo zog von Schöneberg zum Alexanderplatz. Bildrechte: dpa

15:48 Uhr | NRW-Fleischbetriebe müssen auf eigene Kosten testen

Die Fleischindustrie in Nordrhein-Westfalen muss Beschäftigte ab dem 1. Juli auf eigene Kosten mindestens zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen. Laut NRW-Ministerium für Arbeit und Gesundheit gilt das für Schlachthöfe, Zerlegebetriebe und vorrangig fleischverarbeitende Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten und unabhängig davon, ob es sich um eigene Beschäftigte oder Werkvertragsnehmer handelt.

15:28 Uhr | Keine Einschränkungen bei Urlaub in Thüringen

Thüringen verzichtet weiterhin auf ein Beherbergungsverbot von Gästen aus sogenannten Corona-Hotspots. Gesundheitsministeriumssprecher Frank Schenker sagte MDR THÜRINGEN am Samstag, für Thüringen ändere sich mit der Bund-Länder-Einigung nichts. Thüringen habe das als einziges Bundesland in einer ergänzenden Protokollerklärung für den Freistaat so festgelegt.

Damit gebe es weiterhin keine Einschränkungen für Urlauber, die nach Thüringen reisen. Sie benötigten auch keine negativen Corona-Test, so Schenker. Einzig Ausreisebeschränkungen von einzelnen Landkreisen, die als Hotspots eingestuft sind, würden greifen.

Am Freitag hatten sich der Bund und die Bundesländer auf Reisebeschränkungen für Menschen aus Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh geeinigt. Demnach dürften sie in Hotels und Pensionen nur untergebracht werden, wenn sie negative Corona-Tests vorlegen können. Die Tests dürfen bei Anreise nicht älter als 48 Stunden sein.

14:45 Uhr | Schule in Salzwedel öffnet wieder

Die Perver-Grundschule in Salzwedel kann am Dienstag wieder öffnen. Wie der Altmarkkreis Salzwedel am Samstag mitteilte, waren die insgesamt 220 Corona-Tests von Schülern, Lehrern und weiteren Mitarbeitern der Grundschule alle negativ. Die Schule war am Donnerstag geschlossen worden, nachdem ein Mitarbeiter des angeschlossenen Hortes positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Unter Quarantäne stehen nun nur noch die direkten Kontaktpersonen des positiv getesteten des Mannes.

14:13 Uhr | Polizei löst Abifeier gleich zweimal auf

In Bayern hat die Polizei gleich zweimal eine Abiturfeier mit rund 100 Jugendlichen beendet. Nach Polizeiangaben hatten die Jugendlichen in der Nacht zu Samstag im Münchner Stadtteil Berg am Laim eine Drei-Zimmer-Wohnung in einem Apartment-Hotel gemietet. Gegen Mitternacht rückten Beamte nach Anwohnerbeschwerden ein erstes Mal an. Die Jugendlichen feierten jedoch weiter. Nach erneuten Anrufen von Anwohnern rückte die Polizei mit Verstärkung an und löste die Party endgültig auf.

Die Feiernden müssen nun mit Anzeigen wegen Ruhestörung und wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmen rechnen. In Bayern dürfen derzeit maximal 50 Personen für Veranstaltungen in Innenräumen zusammenkommen, im Freien sind bis zu 100 Personen erlaubt.

13:31 Uhr | Dehoga Sachsen beklagt Zeitpunkt der Reisebeschränkungen

Nach Ansicht des sächsischen Hotel- und Gaststättenverbandes kommen die innerdeutschen Reisebeschränkungen zu einem schlechten Zeitpunkt. Dehoga-Sprecherin Antje Mikoleit erklärte, im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen begännen heute die Ferien. Außerdem seien die Buchungszahlen in Sachsen gestiegen. Die Sprecherin betonte, dass man natürlich die Verbreitung von Corona-Infektionen vermeiden wolle. Der Verband werde Hotels und Gaststätten unterstützen, die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen.

Bund und Länder hatten gestern Beschränkungen für Einwohner aus Städten und Landkreisen beschlossen, in denen es eine Woche vor der Anreise mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Sie dürfen nur beherbergt werden, wenn sie einen aktuellen, negativen Corona-Test vorlegen. Derzeit liegt nur der Kreis Gütersloh über dem Infektionsgrenzwert.

12:36 Uhr | Maas: Erneute Grenzschließungen möglich

Außenminister Heiko Maas rechnet damit, dass bei einem drastischen Anstieg der Corona-Infektionen wieder Grenzen in Europa geschlossen werden. Maas betonte aber, dass solche Schritte unter den EU-Mitgliedstaaten abgestimmt werden müssten. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatten viele EU-Mitgliedstaaten Grenzen im Alleingang geschlossen, auch Deutschland. Inzwischen sind fast alle Grenzen in der Europäischen Union und im Schengen-Raum wieder offen. Einzige Ausnahmen sind Finnland und der Nicht-EU-Staat Norwegen, die ihre Grenzen erst Mitte Juli wieder öffnen wollen.

12:09 Uhr | Merkel: Gefahr ist nicht gebannt

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der weiterhin bestehenden Gefahren durch das Coronavirus vor leichtsinnigem Verhalten gewarnt. Man vergesse leicht die vom Virus ausgehende Gefahr, da Deutschland bislang einigermaßen gut durch die Krise gekommen sei, sagte sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Die Gefahr sei aber nicht gebannt. Das zeigten die sich aktuell rasant ausbreitenden regionalen Ausbrüche.

Um die Verbreitung des Virus weiter einzudämmen, seien neben der Politik auch alle Bürgerinnen und Bürger gefragt. Sie sollten weiterhin die Sicherheitsmaßnahmen wie Mindestabstand, Mund-Nasen-Bedeckung und Händewaschen einhalten sowie die neue Corona-Warn-App nutzen.

11:47 Uhr | Millionen-Förderung gegen Clubsterben geplant

Kulturstaatsministerin Monika Grütters will deutsche Clubs mit Fördermitteln in Millionenhöhe vor der Schließung retten. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte sie, in der kommenden Woche werde der Bundestag das Konjunkturprogramm "Neustart Kultur" verabschieden. Darin seien alleine 150 Millionen Euro für die überwiegend privatwirtschaftlich organisierte Musikkultur enthalten. Die CDU-Politikerin betonte, Clubs seien nicht nur wirtschaftlich wichtig, sondern ein bedeutendes Charakteristikum der deutschen Kulturlandschaft.

11:17 Uhr | DRK Sachsen beklagt fehlende Einnahmen

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen ist wegen der Corona-Krise in einen finanziellen Engpass geraten. DRK-Sprecher Kai Kranich sagte, viele Einnahmen zur Finanzierung der Arbeit fehlten. So sei der Markt für Altkleider durch ein Überangebot zusammengebrochen. Einnahmen aus Fahrdiensten für Behinderte und Kinder fehlten. Kranich betonte, man wolle den Engpass durchstehen, ohne einem der fast 14.000 Beschäftigten kündigen zu müssen. Aktuell würden die Hilfs- und Beratungsangebote noch in vollem Umfang aufrecht erhalten. Es lasse sich aber nicht sagen, wie lange das noch flächendeckend möglich sei.

10:26 Uhr | Bundesweit 684 Neuinfektionen

Deutschlandweit ist die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen gestern um 684 gestiegen. Insgesamt meldeten dem Risklayer-Datenprojekt zufolge 83 Prozent der Kreise und Städte Zahlen.

Zuletzt gab es mehrere regionale Ausbrüche, insbesondere beim nordrhein-westfälischen Standort des Fleischproduzenten Tönnies. Inzwischen überschreitet aber nur noch der Kreis Gütersloh die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

10:06 Uhr | Pharmabranche optimistisch bei Suche nach Impfstoff

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller zeigt sich bei der Suche nach Corona-Impfstoffen optimistisch. Sprecher Rolf Hömke sagte MDR AKTUELL, es sei ganz erstaunlich, wie schnell viele Projekte auf den Weg gebracht worden seien. Das habe es noch nie gegeben. Derzeit liefen mehr als 150 Projekte. 16 seien bereits so weit gediehen, dass Impfstoffe erprobt werden könnten. Nach Hömkes Worten wird das jedoch etliche Monate dauern. In größeren Mengen würden wirksame Impfstoffe wohl erst im kommenden Jahr zur Verfügung stehen.

Um die Forschungen zu unterstützen, veranstaltet die EU heute ihre zweite Spendenkonferenz. Hinzu kommt ein abends ein live im Internet übertragenes Spendenkonzert mit Stars wie Coldplay, Miley Cyrus, Shakira oder Justin Bieber.

09:43 Uhr | Kekulé: Übervorsichtige Angstschleife vermeiden

Brauchen Neugeborene einen speziellen Corona-Schutz? Sollte der viel diskutierte R-Wert für jedes Bundesland einzeln berechnet werden? Könnten uns Bienen gegen das Virus helfen? In der neuen Podcast-Folge wirbt der Virologe Alexander Kekulé unter anderem auch dafür, das Infektionsgeschehen in der eigenen Umgebung zu beobachten, sich aber nicht zu sehr von Angst leiten zu lassen.

09:14 Uhr | Alternativer CSD in Berlin

Trotz der Corona-Pandemie soll heute in Berlin ein alternativer Christopher Street Day gefeiert werden. Zu der Demonstration gegen die Diskriminierung von Minderheiten sind 1.000 Teilnehmende angemeldet. Die Organisatorinnen und Organisatoren haben dazu aufgerufen, Atemschutzmasken zu tragen.

08:23 Uhr | Kritischer Corona-Wert nur im Kreis Gütersloh überschritten

In Deutschland liegt aktuell nur noch der Kreis Gütersloh über dem kritischen Wert für Corona-Neuinfektionen. Nach Daten des Robert Koch-Instituts gab es dort 164 neue Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, am Dienstag waren es sogar 270. Der Grenzwert sind 50 Neuinfektionen. Zwischenzeitlich hatte auch der benachbarte Kreis Warendorf die kritische Marke überschritten. Mit knapp 20 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt er aber wieder deutlich darunter.

Grund für die hohen Zahlen waren die vielen Infektionen bei Beschäftigten eines Tönnies-Fleischwerks.

07:58 Uhr | Haseloff: Man muss punktgenau reagieren

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat die Einigung auf innerdeutsche Reisebeschränkungen gelobt. Der CDU-Politiker sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es gebe nun keinen Flickenteppich mehr, sondern in allen 16 Ländern die gleiche Verfahrensweise. Ein weiterer Corona-Hotspot und ein Shutdown seien zu vermeiden. Man müsse punktgenau reagieren, damit Wirtschaft und Gesellschaft normal weiter arbeiten könnten.

07:25 Uhr | Bußgelder bei Verstößen gegen Maskenpflicht

In Berlin drohen ab heute Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht. Der Senat hatte sie diese Woche beschlossen, weil immer mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen. Bei Verstößen können nun 50 bis 500 Euro fällig werden. Die Polizei kündigte Kontrollen an, das Bußgeld selbst verhängen die Ordnungsämter der Bezirke. Die Maskenpflicht gilt auch für Geschäfte.

06:45 Uhr | Müller will Corona-Krisengewinner stärker besteuern

Die Krisengewinner der Corona-Pandemie sollen nach dem Willen von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller durch höhere Steuern an den Kosten der Krise beteiligt werden. Der CSU-Politiker sagte dem Bayerischen Rundfunk, es gebe Krisengewinner unglaublichen Ausmaßes. Als Beispiel nannte er den Online-Händler Amazon. Dessen Chef Jeff Bezos sei allein seit Januar dieses Jahres um 35 Milliarden Euro reicher geworden. Problematisch sei, dass Amazon fast keinen Euro Steuern zahle.

06:28 Uhr | Laschet lobt innerdeutsche Reise-Regelung

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat die Einigung auf innerdeutsche Reisebeschränkungen gelobt. Laschet sagte, nun gebe es gemeinsame Regelungen aller Länder mit dem Bund. Sie verknüpften Risiko-Vorsorge und Reisefreiheit miteinander. Die Stigmatisierung von Reisenden aus Gütersloh in den letzten Tagen dürfe sich nicht wiederholen.

04:20 Uhr | Ärztepräsidentin gegen Immunitätsausweis

Niedersachsens Ärztekammerpräsidentin Martina Wenker hat sich gegen die Einführung eines Corona-Immunitätsausweises ausgesprochen. Notwendig sei zunächst der wissenschaftliche Nachweis, dass die Bildung von Antikörpern tatsächlich zu einer lebenslangen Immunität führe, sagte die Lungenfachärztin. Dazu gebe es noch keine valide Langzeituntersuchung. "Ein Antikörpernachweis ist nicht viel wert. Er sagt mir nicht, ob ich die Krankheit nicht noch einmal bekommen kann und auch nicht, ob ich nicht noch andere Menschen anstecken kann", erklärte Wenker.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Juni 2020 | 06:00 Uhr