Coronavirus-Pandemie Ticker: Bund fördert Heizpilze für die Gastronomie

Das Bundeswirtschaftsministerium will Gastronomen bei der Anschaffung von Heizpilzen unterstützen. Nach Einschätzung der Krankenhausgesellschaft könnten bald über 2.000 Covid-Patienten auf Intensivstationen kommen. In Großbritannien sollen Drohnen künftig Schutzausrüstung an Kliniken liefern. Aktuelle Entwicklungen im Coronavirus-Ticker.

Mitarbeiter eines Cafes regelt einen Heizpilz
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Unser Ticker am Samstag, den 17. Oktober 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zur Pandemie und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:25 Uhr | Gaß: Voraussichtlich bald über 2.000 Patienten auf Intensivstationen

Die Infektionszahlen steigen und der Flickenteppich der Corona-Maßnahmen wird unübersichtlicher. Sind wir bereit für eine zweite Welle? Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, ordnet ein, welche Entwicklung auf den Intensivstationen in den kommenden Wochen zu erwarten ist.

22:14 Uhr | Frankreich mit neuem Höchststand an Neuinfektionen

In Frankreich sind binnen 24 Stunden erstmals mehr als 32.000 neue Corona-Infektionen registriert worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden am Samstag 32.427 neue Fälle registriert. Die Zahl der Toten stieg binnen eines Tages um 90 auf 33.392 seit Beginn der Pandemie. In Frankreich leben rund 67 Millionen Menschen.

Seit Wochen steigen die Infektionszahlen auch in Frankreich wieder rasant. In Paris und acht weiteren größeren Städten gilt seit heute eine nächstliche Ausgangssperre von 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens. Zu dieser Zeit dürfen die Menschen nur mit einem triftigen Grund vor die Tür.

21:50 Uhr | Diskussionen über Corona-Eindämmung in Halle

Wegen schnell steigender Corona-Infektionszahlen hat Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand die Hallenserinnen und Hallenser aufgerufen, von Reisen in den Herbstferien abzusehen. Auf einer Pressekonferenz riet er auch, Kontakte auf die Familie zu reduzieren. Halle ist in Sachsen-Anhalt am stärksten von der Pandemie betroffen. Seit gestern wurden 17 neue Corona-Infektionen nachgewiesen.

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) erklärte unterdessen, zur Not könne man Halle abriegeln. Während die Koalitionspartnerin CDU schäumt, bleiben die Menschen in Halle gelassen.

20:25 Uhr | Bund fördert Heizpilze für die Gastronomie

Der Bund fördert Heizpilze für die Gastronomie in den Herbst- und Wintermonaten. Das teilte das Wirtschaftsministerium heute mit. Von dort hieß es, Außengastronomie könne in den Wintermonaten eine Möglichkeit sein, den Betrieb trotz steigender Corona-Infektionszahlen aufrechtzuerhalten. Deshalb werde mit der Überbrückungshilfe künftig auch die Anschaffung von Wärmestrahlern bezuschusst. Der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sagte dem "Handelsblatt", man wolle der stark gebeutelten Gastronomie in dieser schweren Zeit helfen.

Die Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken, ist nach den bisherigen Erfahrungen in Innenräumen deutlich größer als im Freien. Viele Gäste sitzen daher lieber draußen. Gasbetriebene Heizpilze und elektrische Heizstrahler verbrauchen jedoch zusätzliche Energie und sind in einigen Städten und Gemeinden verboten.

19:58 Uhr | Drohnen-Service für britische Kliniken

Britische Kliniken sollen künftig per Drohnen Corona-Tests und Schutzausrüstungen bekommen. Nach Angaben der Regierung in London hat die zuständige Behörde das Projekt genehmigt. Ziel sei es, im Vergleich zu üblichen Kurierdiensten Zeit und Personal zu sparen und das Infektionsrisiko zu verringern. Jede Drohne könne etwa zwei Kilogramm Material transportieren und fast 100 Kilometer weit fliegen.

Die britischen Behörden meldeten heute mehr als 17.000 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus. 150 weitere Menschen seien an den Folgen von Covid-19 gestorben. Das seien so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie.

18:53 Uhr | Thüringer Gesundheitsämter zufrieden mit Kontakt-Nachverfolgung

Bei der Nachverfolgung von Corona-Kontakten zieht das Thüringer Gesundheitsministerium eine positive Bilanz. Seit dem Frühjahr hätten die Gesundheitsämter in mindestens 90 Prozent der Fälle Kontaktpersonen von Infizierten ermitteln können. Bei akuten Fällen hätten Mitarbeiter anderer Verwaltungsbereiche oder Medizinstudenten geholfen. In Kreisen wie dem Weimarer Land und Greiz seien auch Bundeswehrangehörige im Einsatz gewesen.

17:25 Uhr | Update: Steinmeier in Quarantäne, Corona-Test negativ

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes mit. Zuvor war ein Personenschützer positiv getestet worden. Bei dem Mann aus dem Kommando des Bundeskriminalamtes handelt es sich den Angaben zufolge um eine Kontaktperson ersten Grades. Der Bundespräsident bleibe selbstverständlich weiter in Quarantäne und werde in den kommenden Tagen erneut getestet.

17:18 Uhr | Dresdner Asylunterkunft unter Quarantäne gestellt

In Dresden ist eine Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber unter Quarantäne gestellt worden. Als Grund nannten die Behörden eine Corona-Infektion bei mindestens zwei Personen. Die Bewohner dürften die Einrichtung nicht verlassen und keinen Besuch empfangen. Außerdem habe man das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes angeordnet. Die Infizierten und deren Kontaktpersonen würden gesondert untergebracht.

Derzeit leben in der Einrichtung über 190 Menschen, darunter 14 Kinder. Sie und die Beschäftigten sollen in der kommenden Woche getestet werden.

16:50 Uhr | Mehr Ansteckungen bei Privatfeiern als in Clubs

In den Berliner Clubs ist seit den Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen im Juli ein Ausbruch mit acht Ansteckungen in einem Club bekannt geworden. Das geht aus den Antworten der Gesundheitsverwaltung vom 14. Oktober auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Zudem wurden demnach bei vier Ausbrüchen in Bars insgesamt 62 Personen angesteckt. Bei privat veranstalteten Partys wurden sechs Ausbrüche mit insgesamt 87 Infizierten registriert.

Die Grünen kritisierten angesichts der Daten, Clubs würden zu Unrecht für steigende Corona-Infektionszahlen verantwortlich gemacht. Zudem beklagten sie eine dünne Datenlage. Es gebe keine Informationen, ob es um Indoor-Veranstaltungen gehe oder um Open-Air-Partys.

Nachrichten

Symbolbild, Coronavirus mit 3D-Rendering nachgestellt 3 min
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16:13 Uhr | Freiberufler stark von Corona-Krise betroffen

In Deutschland ist jeder zweite Freiberufler von der Corona-Krise stark betroffen. Wie die "Rheinische Post" schreibt, geht das aus einer Studie des Bundesverbands hervor. So befürchte jeder vierte Freiberufler, dass er sich bis zum Jahresende von Mitarbeitern trennen müsse. Damit seien weitere 180.000 Stellen in der Branche in Gefahr. Verbandspräsident Wolfgang Ewer forderte Zuschüsse zum Lebensunterhalt für Solo-Selbstständige und kleine Freiberufler-Einheiten. 

15:53 Uhr | Überlegungen zu vorgezogenem Weihnachtsgeld

In Deutschland gibt es Überlegungen, die Weihnachtsgeld-Zahlung vorzuziehen. Der rheinland-pfälzische CDU-Fraktionschef Christian Baldauf sagte der "Bild"-Zeitung, die Firmen sollten das Geld schon mit dem Oktobergehalt überweisen. Dann könnten viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe in den nächsten Wochen erledigen. Der Einzelhandel müsste sich dann vor einem möglichen Corona-Lockdown nicht mehr so stark fürchten. Ähnlich äußerten sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post und FDP-Fraktionsvize Michael Theurer.

Der Handelsverband reagierte zurückhaltend. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte, eine vorgezogene Auszahlung des Weihnachtsgeldes würde nur wenig helfen. Kunden kämen wegen der Pandemie sowieso nicht in die Innenstädte. Außerdem sei die Sparquote sehr hoch. Die Menschen hielten ihr Geld wegen unsicherer Zukunftsaussichten zusammen.    

15:25 Uhr | Baden-Württemberg ruft höchste Alarmstufe aus

Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat die höchste Corona-Warnstufe ausgerufen. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach einer Krisensitzung des Kabinetts in Stuttgart mit. Ab Montag würden weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelten. Dazu zählten eine verschärfte Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und neue Kontaktbeschränkungen. Kretschmann appellierte an die Bürger, unnötige Reisen und Begegnungen zu vermeiden. Das sei das Gebot der Stunde, damit nicht alles aus dem Ruder laufe.

In Baden-Württemberg haben sich im Schnitt in den vergangenen sieben Tagen mehr als 42 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus angesteckt.

14:39 Uhr | Thüringen plant Sperrstunde für Gastronomie

Thüringen will eine Sperrstunde in der Gastronomie einführen. Das hat Gesundheitsministerin Heike Werner in einem Video angekündigt. Sie sagte, wenn die Infektionszahlen weiter stiegen, plane die Landesregierung ein paar wenige Dinge zusätzlich. Dazu gehöre eine Sperrstunde ab 23 Uhr.

Auch in Sachsen will die Regierung diese in der kommenden Woche mit der neuen Schutzverordnung beschließen.

13:37 Uhr | Auswärtiges Amt: Maas negativ getestet

Nach dem positiven Corona-Test beim österreichischen Außenminister Alexander Schallenberg hat das Auswärtige Amt in Berlin Entwarnung im Fall von Außenminister Heiko Maas gegeben. Ein Sprecher von Maas sagte, beim EU-Außenministertreffen am Montag in Luxemburg habe es "keinen nahen Kontakt" zwischen den beiden Ministern gegeben.

Weiter hieß es, "bei Dienstreisen des Auswärtigen Amts wird ein strenges Hygiene- und Sicherheitskonzept angewandt. In diesem Rahmen wurden Außenminister Maas und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihn in Luxemburg begleitet haben, routinemäßig und mit negativem Ergebnis getestet. Zuletzt sei das am gestrigen Freitag der Fall gewesen.

13:27 Uhr | Mecklenburg-Vorpommern lockert Regelung

Mecklenburg-Vorpommern gibt seinen harten Kurs bei Gästen aus Corona-Risikogebieten auf. Die Landesregierung einigte sich mit der Tourismusbranche darauf, dass für Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern von Mittwoch an ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Die bislang geforderte mehrtägige Quarantäne und ein folgender zweiter Test entfallen somit.

12:36 Uhr | Kein Abschlusskonzert bei Thüringer Bachwochen

Wegen der Coronavirus-Infektion eines Musikers haben die Thüringer Bachwochen ihr für Sonntag geplantes Abschlusskonzert abgesagt. Eigentlich sollten zwei tschechischen Barockensembles gemeinsam in der Arnstädter Bachkirche auftreten. Den Veranstaltern zufolge wurde aber bei einem Ensemblemitglied das Virus nachgewiesen. Die Musiker hätten schon mehrere Tage gemeinsam geprobt. Festivalleiter Christoph Drescher sagte, man bedauere die Absage wirklich sehr. Es gehe aber darum, die Gesundheit von Publikum und Beteiligten zu schützen. Karten für das Konzert können zurückgegeben werden. Die Corona-Pandemie hatte bereits dazu geführt, dass die Bachwochen insgesamt vom Frühjahr in den Herbst verlegt und das Programm gekürzt wurde.

11:57 Uhr | Merkel appelliert an Bundesbürger

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger aufgerufen, eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. In ihrem wöchentlichen Podcast sagte sie: "Wir müssen jetzt alles tun, damit das Virus sich nicht unkontrolliert ausbreitet". Merkel betonte, die Kontaktpersonen jedes infizierten Menschen müssten benachrichtigt werden, um die Ansteckungsketten zu unterbrechen. Die Gesundheitsämter leisteten dabei Großartiges. Wo die Zahl der Infizierten aber zu hoch werde, kämen die Gesundheitsämter nicht mehr hinterher.

11:15 Uhr | Deutsche Schwimm-Meisterschaften abgesagt

Die deutschen Schwimm-Meisterschaften sind wegen der Corona-Pandemie für dieses Jahr endgültig abgesagt worden. In einer Mitteilung des Deutschen Schwimmverbandes heißt es, man sehe sich "angesichts der aktuellen Entwicklungen mit deutschlandweit rasant steigenden Infektionszahlen" dazu veranlasst. Ursprünglich sollten die Wettkämpfe bereits im Frühjahr stattfinden, waren dann wegen der Corona-Pandemie aber auf die Zeit vom 29. Oktober bis zum 1. November verschoben worden. Für den Nachholzeitraum war eine abgespeckte Version angedacht gewesen. Der Verband erklärte nun aber, "trotz des vom DSV erarbeiteten und gut durchdachten Hygienekonzeptes ist es nicht möglich, die Wettkämpfe in Berlin mit vertretbarem gesundheitlichen Risiko für alle Sportlerinnen und Sportler durchzuführen".

10:39 Uhr | Knapp 8.000 neue Fälle gemeldet

In Deutschland gibt es den dritten Tag in Folge einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen. Nach den Daten des Risklayer-Projekts der Uni Karlsruhe wurden bis Samstagmorgen 7.938 neue Fälle registriert. Demnach haben 98 Prozent der Landkreise ihre Daten gemeldet. In Sachsen wurden den Daten zufolge 372 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet, in Sachsen-Anhalt 89 und in Thüringen 82.

Das Robert Koch-Institut spricht von 7.830 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden. Der Unterschied bei den Daten kommt zustande, weil beim RKI die Daten der Gesundheitsämter zeitverzögert ankommen.

09:23 Uhr | Thüringer Lehrer dürfen in Corona-Risikogebiete reisen

Lehrerinnen und Lehrer aus Thüringen dürfen in den Herbstferien auch in Corona-Risikogebiete reisen. Nach Angaben des Bildungsministeriums gilt das trotz der Gefahr, dass sie nach dem Urlaub im Ausland in Quarantäne müssen. Das Land habe für diese Fälle Möglichkeiten geschaffen, von zu Hause aus zu arbeiten. Arbeits- oder disziplinarrechtliche Konsequenzen drohten nicht. Das Ministerium wies zugleich darauf hin, dass es in Thüringen für Rückkehrer aus innerdeutschen Corona-Hotspots bislang keine Quarantäneregeln gibt. Bildungsminister Helmut Holter sagte, man setze auf die Verantwortung jedes Einzelnen. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben die Herbstferien an diesem Wochenende begonnen.

09:02 Uhr | Update zu Tschechien: Mehr als 11.000 Neuinfektionen

In Tschechien sind innerhalb eines Tages 11.105 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. Das sind so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 160.112. Tschechien war zuletzt das Land in Europa, in dem die Fallzahlen in Relation zur Bevölkerungsgröße am stärksten stiegen.

Der tschechische Präsident Milos Zeman rief die Bürger in einer Fernsehansprache am Freitagabend zu mehr Disziplin beim Maskentragen auf. Er sagte: "Uns steht nur eine Waffe zur Verfügung, solange es keine Impfung gibt: Diese Waffe ist ein kleines Stück Stoff."

08:29 Uhr | Österreichs Außenminister positiv getestet

Der österreichische Außenminister Alexander Schallenberg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sprecherin seines Ministeriums bestätigte, dass Schallenberg positiv getestet worden sei. Der Minister sei symptomfrei. Er habe am Mittwoch an der Kabinettssitzung teilgenommen. Alle Regierungsmitglieder hätten dabei Masken getragen, würden nun aber als Vorsichtsmaßnahme ebenfalls getestet. Die Sprecherin betonte, es sei möglich, dass Schallenberg bereits am Montag infiziert gewesen sei. An dem Tag hatte er ebenso wie Bundesaußenminister Heiko Maas am EU-Außenministertreffen in Luxemburg teilgenommen.

07:48 Uhr | Warschau wird zur roten Zone

In Polen gelten ab heute mehr als 150 Regionen im ganzen Land als rote Zone, was mit schärferen Auflagen verbunden ist. Mit dazu zählen die Hauptstadt Warschau und mehrere andere Großstädte. In den roten Zonen sind Hochzeitsfeiern verboten, Schwimmbäder und Fitnessclubs werden geschlossen. Restaurants dürfen für Gäste nur von 6 bis 21 Uhr geöffnet haben, nach dieser Zeit können sie ihre Speisen nur zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen gehen wieder zu Fernunterricht über.

07:35 Uhr | Militär baut Notfallkrankenhaus in Prag

In Tschechien sind die Infektionszahlen zuletzt jeden Tag gestiegen. Ab heute soll das tschechische Militär auf dem Messegelände von Prag ein Notfallkrankenhaus mit 500 Betten für Corona-Patienten aufbauen. Es soll genutzt werden, falls es zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommt. Deutschland hatte sich am Freitag bereiterklärt, Covid-19-Patienten aus Tschechien aufzunehmen. Wie die aktuelle Situation in Tschechien ist, fasst Korrespondent Danko Handrick im Audio zusammen.

06:50 Uhr | Bund will Tausende Helfer mobilisieren

Angesichts der stark steigenden Zahlen an Corona-Infektionen versucht die Bundesregierung zusätzliche Helfer zu mobilisieren, um die Kommunen bei der Nachverfolgung von Infektionsketten zu unterstützen. Kanzleramtsminister Helge Braun sagte der "Rheinischen Post", der Bedarf sei enorm. Es werde eine fünfstellige Zahl von Helfern benötigt. Derzeit würden Personalreserven in der Bundesregierung und nachgeordneten Behörden geprüft. Hinzu käme ein Kontingent von bis zu 15.000 Bundeswehr-Soldaten. Außerdem hoffe er auf eine größere Zahl von Studierenden. Die Regierung sei bereits mit der Hochschulrektorenkonferenz im Gespräch, damit die Freiwilligen keine Nachteile im Studium hätten.

06:41 Uhr | Schärfere Regeln in Frankreich und London

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen sind in vielen europäischen Ländern neue Einschränkungen in Kraft getreten. So gilt in Frankreich erneut der Gesundheitsnotstand. Private Feiern an öffentlichen Orten sind nicht mehr erlaubt. Mehrere Großstädte haben nächtliche Ausgangssperren verhängt. In der britischen Hauptstadt London dürfen sich Angehörige verschiedener Haushalte auch nicht mehr in geschlossenen Räumen treffen. Für die Deutschen wurden die amtlichen Reisewarnungen ausgeweitet. Neu auf der Liste sind unter anderem die gesamten Niederlande, das ganze französische Festland, Malta und die Slowakei.

06:00 Uhr | Der Ticker vom Sonnabend

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 17. Oktober 2020 | 06:00 Uhr