Coronavirus-Ticker 14. März: Spanien verhängt landesweite Ausgangssperre

Spanien verhängt eine landesweite Ausgangssperre. Die Lage in Frankreich und Italien ist weiterhin angespannt. In Großbritannien hat sich die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus innerhalb eines Tages fast verdoppelt. Binnen 24 Stunden stieg die Zahl von 11 auf 21. Die USA kündigten an, ihr Einreiseverbot auszuweiten. Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Liveticker.

Wenige Menschen und Touristen sind auf der Plaza Mayor zu sehen, während Kneipen und Cafés schließen.
Spanien greift zu drastischen Maßnahmen und verhängt eine landesweite Ausgangssperre. Bildrechte: dpa

Redaktionsschluss 22:45 Uhr

21:18 Uhr | Ausgangssperre in Spanien

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hat bestätigt, dass es eine landesweite Ausgangsperre als Teil eines 15-tägigen Notstands geben wird. Die Corona-Krise erfordere "außerordentliche Entscheidungen", rechtfertigt der Regierungschef die Maßnahme. Spanien verhängt eine landesweite Ausgangssperre. Die Spanier dürften während des sogenannten "Alarmzustands" nur in Ausnahmefällen aus dem Haus gehen. Erlaubt bleiben Fahrten zur Arbeit, zum Arzt sowie zum Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten. Bürger dürfen das Haus auch verlassen, um Kinder, Ältere und Hilfsbedürftige zu betreuen. Urlauber und andere Menschen dürfen zu ihrem Hauptwohnsitz zurückzukehren.

21:13 Uhr | Berlin mit drastischen Maßnahmen

Der Berliner Senat hat wegen der Ausbreitung des neuen Coronavirus deutlich verschärfte Regelungen verabschiedet. Der Senat teilte mit, Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen seien ab sofort verboten. Das betreffe öffentliche wie nicht öffentliche Versammlungen. Veranstaltungen mit weniger Teilnehmern müssten eine Anweisenheitsliste aufsetzen. Kneipen, Bars, Kinos und Clubs müssten ebenfalls sofort schließen. Gleiches gelte für Sportstätten. Für Krankenhäuser wurden Besuchsverbote erlassen. Ausnahmen gibt es nur, wenn die Patienten unter 16 Jahre alt oder schwerst krank sind. Bewohner in Pflegeheimen dürfen eine Stunde am Tag Besuch empfangen.

21:09 Uhr | Notbetreuung für Kinder in Halle

In der Stadt Halle wird von Montag an eine Notbetreuung für Kinder eingerichtet. Dafür stehe die jeweilige Schule, der jeweilige Hort oder die jeweilige Kita zur Verfügung, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand. Die Stadt empfehle jedoch ausdrücklich, die Kinder zuhause zu betreuen, um eine Ausbreitung des Virus einzudämmen.

20:27 Uhr | Probleme an der tschechischen Grenze

20:23 Uhr | Thüringen: Erstaufnahmeeinrichtung unter Quarantäne

20:16 Uhr | Frankreich schließt Geschäfte

Frankreich schließt alle nicht für das Leben notwendigen öffentlichen Einrichtungen, Restaurants, Läden und Bars. Apotheken, Lebensmittelgeschäfte und Banken sollen aber geöffnet bleiben, kündigte Frankreichs Premier Édouard Philippe am Samstagabend an. Die Regelung gilt ab Mitternacht.

20:11 Uhr | Thüringens Ministerpräsident Ramelow zur Corona-Krise

20:10 Uhr | Mehr als 150 Corona-Fälle in Mitteldeutschland

20:00 Uhr | Fast 1.000 neue Infektionen in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Todesfälle infolge des Coronavirus binnen 24 Stunden von 79 auf 91 gestiegen. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach binnen eines Tages auf von 3.661 auf 4.499.

19:52 Uhr | Lage in Italien weiter dramatisch

Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Italien steigt weiter dramatisch an. Am Samstag meldete die Katastrophenschutzbehörde 21.157 Infizierte ( Freitag: 17.660 ). 1441 Menschen starben in Italien bisher an der Lungenkrankheit Covid-19, hieß es weiter. Im Vergleich zum Vortag sei die Zahl der Todesopfer um 175 gestiegen. Auf den Intensivstationen italienischer Krankenhäuser würden derzeit 1.518 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus behandelt. Die meisten Infektionen werden weiterhin in Norditalien registriert.

19:21 Uhr | Arbeiten im Homeoffice - so funktioniert es

Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Um eine Infektionsquelle auszuschließen, arbeiten immer mehr Menschen von Zuhause aus. Wie das funktionieren kann, zeigt ein Beispiel aus Leipzig.

18:44 Uhr | USA weiten Einreiseverbot aus

Die US-Regierung weitet ihr Einreiseverbot für europäische Staaten aus. Nach Worten von US-Präsident Donald Trump sind nun auch Reisende aus Großbritannien und Irland betroffen. Die beiden Länder waren von dem bereits geltenden Einreisestopp für 26 europäische Staaten bislang ausgenommen.

18:35 Uhr | Norwegen schließt alle Flughäfen

Norwegen schließt vorübergehend alle Flughäfen ab Montagmorgen. Ministerpräsidentin Erna Solberg teilte mit, allen norwegischen Staatsbürgern sei es erlaubt, ins Land zurückzukehren. Es gebe keinen Plan für eine Ausgangssperre. Die Regierung sei bereit, alles zu tun, um die Wirtschaft des Landes zu schützen.

18:06 Uhr | Schüler befürchten Nachteile wegen Schließungen

Deutsche Schüler befürchten wegen der anstehenden Schulschließungen große Nachteile. Der Sprecher der Bundesschülerkonferenz, Torben Krauß, sagte, der Schritt sei zwar richtig und erforderlich. Die Konferenz sehe aber erhebliche Nachteile für Schüler, insbesondere für Abiturienten. Sie könnten kaum Stoff nachholen. Es gebe nur wenige Möglichkeiten des digitalen Unterrichts. Krauß forderte schnell umgesetzte Konzepte für digitale Lehrangebote zur Überbrückung. Die Schüler hofften auf eine faire und tragbare Organisation der Abschlussprüfungen.

18:02 Uhr | Zahl der Infektionen in Großbritannien verdoppelt

In Großbritannien hat sich die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus innerhalb eines Tages fast verdoppelt. Binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Todesfälle von 11 auf 21. Alle neuen Fälle litten nach Angaben von Medizinern unter Vorerkrankungen und waren älter als 60 Jahre. Bisher sind in Großbritannien insgesamt 1.140 Infektionen registriert. Die Dunkelziffer ist allerdings hoch. Gesundheitsexperten gehen von bis zu 10.000 Menschen aus, die sich in Großbritannien schon angesteckt haben. Unterdessen haben die USA angekündigt, dass ab Montag auch niemand mehr aus Großbritannien und Irland einreisen darf.

17:47 Uhr | Thüringen will Corona-Notfallzentren einrichten

In Thüringen sollen nach dem Willen von Ministerpräsident Bodo Ramelow Notfallzentren zur Behandlung von Menschen mit schweren Covid-19-Krankheitsverläufen eingerichtet werden. Thüringen müsse nach derzeitiger Datenlage damit rechnen, dass in den nächsten 24 Monaten etwa 60.000 Patienten eine intensivmedizinische Betreuung nötig hätten. Im Moment stünden dafür 650 Betten zur Verfügung, sagte Ramelow. Man gehe davon aus, dass eine Kapazität von gut doppelt so vielen Betten nötig sein wird.

17:36 Uhr | Erster Corona-Todesfall in Dänemark

In Dänemark ist nach Behördenangaben erstmals ein Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung gestorben.

17:27 Uhr | Chemnitz richtet Corona-Aufnahmezentrum ein

16:41 Uhr | Viele Kreuzfahrtschiffe bleiben in den Häfen

Royal Caribbean Cruises setzt zum Sonntag weltweit alle Kreuzfahrten bis zum 11. April aus. Das Unternehmen erklärte aber, laufende Fahrten würden noch wie geplant beendet.

16:20 Uhr | Russland plant Grenzschließungen

Russland schließt ab Mitternacht seine Grenzen zu Polen und Norwegen für Ausländer. Wer als Tourist, Student, zum Arbeiten oder aus privaten Gründen über diese Grenzen einreisen wolle, werde nicht mehr ins Land gelassen, teilt die Regierung in Moskau mit. Ausgenommen seien Bürger Weißrusslands und offizielle Delegationen.

16:14 Uhr | WHO startet Händewaschchallenge

Die Weltgesundheitsorganisation hat die #SaveHands-Challenge ausgerufen. Die WHO betont damit die Wichtigkeit des Händewaschens und zeigt, wie es richtig geht. Twitternutzer sind dazu aufgerufen, ihre Händewasch-Videos zu posten.

16:01 Uhr | Coronavirus erreicht fast alle Länder Lateinamerikas

Das neuartige Coronavirus hat sich inzwischen auf 17 der 20 Länder Lateinamerikas ausgebreitet. Zuletzt wurden am Freitag in Venezuela, Guatemala und Uruguay erste Fälle bekannt. Nur in den mittelamerikanischen Ländern Nicaragua und El Salvador sowie im Karibikstaat Haiti wurden bislang keine Infektionen bestätigt, wie aus Angaben der Behörden der jeweiligen Länder sowie der Weltgesundheitsorganisation hervorgeht.

15:10 Uhr | Export von Schutzausrüstung nur mit Genehmigung

Die Bundesregierung schwächt das Anfang März verhängte Verbot für die Ausfuhr medizinischer Schutzausrüstung ab. Die vom Krisenstab Anfang März beschlossene Allgemeinverfügung werde angepasst, teilt das Wirtschaftsministerium mit. Gegenstände wie Schutzbrillen, Atemschutzmasken, Schutzanzüge oder Handschuhe können demnach nun nach Erteilung einer Exportgenehmigung erfolgen. Ziel der Bundesregierung sei es, die Menschen in Deutschland zu schützen.

14:42 Uhr | Spaniens Regierung will Ausgangssperre verhängen

Nach Italien plant auch Spanien wegen der Coronavirus-Pandemie laut einem Entwurf für ein Dekret eine landesweite Ausgangssperre. Die Regierung weist die Bevölkerung an, zu Hause zu bleiben, heißt es in dem Dokument, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Ausnahmen seien nur Notfälle sowie der Einkauf von Lebensmitteln und Medikamenten beziehungsweise, wenn Menschen zur Arbeit müssen. Die Regierung erklärte, die Kabinettssitzung, in der über Maßnahmen entschieden werde, laufe noch.

13:48 | WhatsApp-Fake zu Ibuprofen

Das Universitätsklinikum Wien hat eine beim Messenger-Dienst WhatsApp kursierende Nachricht dementiert, wonach an der Medizinischen Universität Wien ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von Ibuprofen und der Anfälligkeit für das Coronavirus festgestellt worden sei. Der Sprecher des Universitätsklinikums, Johannes Angerer, teilte MDR SACHSEN-ANHALT mit, dass die in Text- und Sprachform verbreitete Information nicht stimmt.

13:37 Uhr | 1.636 bestätigte Corona-Fälle allein in NRW

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter deutlich gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte, wurden Stand 11:30 Uhr 1.636 bestätigte Erkrankungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Am Freitagnachmittag (16:00 Uhr) waren es noch 1.433 Fälle. Der Kreis Heinsberg bleibt mit 589 nachgewiesenen Infektionen mit großem Abstand am stärksten betroffen.

13:15 Uhr | Thüringen verbietet Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern

Thüringen hat Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern untersagt. Wie das Gesundheitsministerium in Erfurt mitteilte, wurde ein entsprechender Erlass der Landesregierung an die Landkreise und kreisfreien Städte fertiggestellt. "Verstöße müssen zur sofortigen Auflösung der Veranstaltung beziehungsweise Menschenansammlung führen." Der Erlass gilt zunächst bis zum 10. April.

12:44 Uhr | Kulturstiftung Sachsen-Anhalt schließt alle Museen

Alle neun Museen der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt werden ab sofort bis zum 13. April geschlossen. Die Stiftung erklärte, dadurch solle die Gesundheit der Besucherinnen und Besucher geschützt werden. Zudem seien alle öffentlichen Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt. Zu den Museen der Kulturstiftung gehören unter anderem das Kunstmuseum Moritzburg Halle, die Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg und der Domschatz Halberstadt.

12:30 Uhr | Die Lage in Mitteldeutschland

In Thüringen sind alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern, verboten, in Sachsen-Anhalt stellen die ersten Tafeln ihre Arbeit ein. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen hat wegen der Corona-Krise alle ihre Gemeinden dazu aufgerufen, morgen auf alle Gottesdienste zu verzichten. Weitere Informationen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen:

12:15 Uhr | Österreich: Hilfspaket über vier Milliarden Euro

Österreich will zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vier Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Das teilte Kanzler Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz mit. Das Paket sehe Zwischenfinanzierungen und Kreditgarantien für Unternehmen vor. Finanzminister Gernot Blümel ergänzte, die Regierung halte nicht länger am Ziel eines ausgeglichenen Haushalts fest.

12:00 Uhr | Grenzen zu Dänemark dicht

Dänemark hat, wie angekündigt, seine Grenzen geschlossen. Allen Ausländern und Touristen, die keinen "stichhaltigen Grund" für ihre Reise nach Dänemark haben, wird ab sofort die Einreise verweigert. Schleswig-Holsteins Polizei hatte im Vorfeld vor erheblichen Staus und Verkehrsbehinderungen an der Grenze zu seinem nördlichen Nachbarn gewarnt.

11:57 Uhr | Auch Mecklenburg-Vorpommern schließt Schulen

Wegen der Coronavirus-Epidemie bleiben von Montag an auch in Mecklenburg-Vorpommern Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts mit. Die Landesregierung in Schwerin folgt damit den Entscheidungen anderer Bundesländer.

11:47 Uhr | Corona-Fall in Erstaufnahmeeinrichtung Suhl

Wegen eines bestätigten Coronavirus-Falles in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Suhl steht die gesamte Einrichtung mit derzeit 500 Menschen unter Quarantäne. Wie die Stadtverwaltung am Samstag MDR THÜRINGEN mitteilte, wurde ein Bewohner am Freitagabend positiv auf das Coronavirus getestet. Damit gibt es in Thüringen mittlerweile 33 bestätigte Corona-Fälle.

11:23 Uhr | Türkei stoppt Einreisen aus Deutschland und acht weiteren Ländern

Die Türkei hat Reisenden aus neun europäischen Ländern wegen des Coronavirus die Einreise verboten. Laut türkischem Innenministerium sind Menschen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Belgien, Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden betroffen. Auch Menschen aus Drittländern, die sich in den vergangenen 14 Tagen in diesen neun Ländern aufgehalten haben, dürfen nicht mehr einreisen. Auch türkische Staatsbürger dürfen "vorübergehend" nicht in die genannten Länder reisen.

11:06 Uhr | Seehofer für einheitliche Grenzkontrollen

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich angesichts der Ausbreitung des Coronavirus für ein abgestimmtes Vorgehen bei Grenzkontrollen in Europa ausgesprochen. Die Staaten Europas könnten bei der Eindämmung des Infektionsrisikos nur erfolgreich sein, wenn sie miteinander agierten, sagte der CSU-Politiker. "Es hilft in unserem gemeinsamen Schengenraum niemandem, wenn die Menschen nach Paris fliegen, weil in München stärker kontrolliert wird." Er sei sich mit Frankreichs Innenminister Christophe Castaner einig, dass man dringend eine europäische Koordinierung der Kontrollen brauche.

10:20 Uhr | Mindestens 44 Infektionen in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Sachsen-Anhalt ist nach Angaben des Sozialministeriums auf 44 gestiegen. Damit sind seit Freitagnachmittag rund zehn Fälle und seit Freitagabend zwei Fälle hinzu gekommen. Das Robert-Koch-Institut hatte am Freitagabend 42 bestätigte Fälle auf seiner Internetseite ausgewiesen.

10:18 Uhr | Polizei warnt vor Staus an polnischer Grenze

Vor der geplanten Schließung der polnischen Grenzen für Ausländer ab Sonntag 00:00 Uhr hat die Polizei vor Staus auf deutscher Seite gewarnt. Die Brandenburger Polizei twitterte: "Planen Sie genug Zeit, Wasser und Geduld ein." Eine Polizeisprecherin sagte, auf der Autobahn sei der Stau bisher nicht dramatisch, es werde aber vor einer Zunahme gewarnt. Bereits jetzt kommt es an der deutsch-polnischen Grenze wegen Gesundheitskontrollen auf das Coronavirus zu Wartezeiten.

09:52 Uhr | Bundeswehr sucht Reservisten für Krankenhäuser

Die Bundeswehr sucht Reservisten aus dem Sanitätsdienst. Sie sollen das Personal in den fünf Bundeswehr-Krankenhäusern Koblenz, Hamburg, Berlin, Ulm und Westerstede verstärken. Das geht aus einem in dem Magazin "Die Reserve" veröffentlichen Ausruf hervor.

09:34 Uhr | Google plant Webseite zu Corona-Wahrscheinlichkeit

Google arbeitet an der Entwicklung einer Website, mit deren Hilfe US-Bürger anhand ihrer Symptome selbst abschätzen können sollen, ob ein Test auf das neuartige Coronavirus notwendig ist. Der Internet-Gigant sprach von einem "frühen Stadium der Entwicklung". Laut Google soll die Website zunächst in der Region um San Francisco getestet und später ausgeweitet werden. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, Google habe bereits bedeutende Fortschritte erzielt.

09:19 Uhr | Airline KLM streicht 2.000 Jobs

Die niederländische Fluggesellschaft KLM streicht wegen der Auswirkungen der Corona-Krise auf den internationalen Luftverkehr bis zu 2.000 Jobs. Wie die Airline mitteilte, müssen zahlreiche Flüge abgesagt werden, Kurzarbeit sei unumgänglich. Als Grund nannte KLM unter anderem das von den USA verhängte Einreiseverbot für Europäer.

09:06 Uhr | Wimbledon und Glastonbury droht Absage

Die britische Regierung will kommende Woche Notfallregelungen beschließen, mit denen Massenveranstaltungen verboten werden können. Dabei gehe es auch um Kompensationen für Organisationen, verlautet aus Regierungskreisen. Medienberichten zufolge könnten das Glastonbury-Musikfestival, das Tennisturnier in Wimbledon und das Grand-National-Pferderennen von Absagen betroffen sein.

08:28 Uhr | Apple schließt alle Stores außerhalb Chinas

Das Apple-Logo
Apple hat weltweit seine Stores geschlossen. Bildrechte: dpa

Der Technologiekonzern Apple schließt alle seine Läden außerhalb Chinas für zwei Wochen. Firmenchef Tim Cook erklärte, man wolle damit dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Der iPhone-Konzern hat außerhalb Chinas rund 460 hauseigene Geschäfte. Die Stores in Italien hatte Apple bereits dichtgemacht. Die gut 40 Apple Stores in China sind inzwischen alle wieder geöffnet.

08:21 Uhr | Vietnam stoppt Einreise von Europäern

Vietnam lässt ab Sonntag keine Bürger aus europäischen Ländern des Schengenraums und aus Großbritannien mehr einreisen. Wie das Außenministerium mitteilt, wird außerdem die Visumvergabe für alle Ausländer vorübergehend gestoppt.

06:05 Uhr | US-Demokraten und Trump einigen sich auf Maßnahmen

In den USA haben sich die oppositionellen Demokraten mit der Regierung von Präsident Donald Trump auf ein Hilfspaket im Kampf gegen das Coronavirus geeinigt. Wie die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi mitteilte, sieht das Paket kostenlose Virentests vor - auch für Menschen ohne Krankenversicherung. Außerdem würden Menschen, die wegen einer Erkrankung nicht arbeiten könnten, 14 Tage weiterbezahlt. Grund ist die Sorge, dass Geringverdiener auf Arbeit kommen und Kollegen anstecken könnten.

05:20 Uhr | Söder will Bundeswehr einbinden

Markus Söder
Söder: "Sollten überlegen, Bundeswehr stärker einzubinden." Bildrechte: dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine stärkere Einbindung der Bundeswehr in den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Der CSU-Chef sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Bundeswehr solle "mit Pflegepersonal, Ärzten, Laboreinrichtungen und Kapazitäten in ihren Krankenhäusern mithelfen". Das sei "angesichts dieser Krise unabdingbar". Ein Sprecher der Bundeswehr sagte der "Rheinischen Post", man helfe bereits Kreisen und Kommunen im Rahmen von Amtshilfe.

04:59 Uhr | Einreiseverbot in die USA in Kraft getreten

Das von den USA verhängte Einreiseverbot für Bürger aus weiten Teilen Kontinentaleuropas ist in Kraft getreten. Die Maßnahme gilt für Menschen, die sich innerhalb eines Zeitraumes von 14 Tagen vor ihrer Einreise in die USA im Schengen-Raum, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, aufgehalten haben. Vom Einreiseverbot ausgenommen sind US-Bürger, Personen mit ständigem legalen Aufenthalt in den USA, nahe Verwandte von US-Bürgern sowie Diplomaten oder Mitarbeiter internationaler Organisationen.

03:03 Uhr | SPD fordert Lösungen wegen Schulschließungen

Die SPD-Vizevorsitzende Anke Rehlinger hat wegen der bevorstehenden Schul- und Kita-Schließungen Lösungen für berufstätige Eltern gefordert. Rehlinger sagte der "Rheinischen Post", im Moment könnten Eltern ihr Kind zu Hause zehn Tage betreuen, wenn es krank sei. Das müsse der Gesetzgeber auf staatlich angeordnete Schulschließungen erweitern. Außerdem müsse der zeitliche Rahmen verlängert werden. Weil die Lohnfortzahlungen zulasten der Krankenkassen gingen, müssten die Mittel aus dem Bundeshaushalt kommen.

00:52 Uhr | RKI stuft Madrid und Tirol zu Risiko-Gebieten ein

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus nun auch die spanische Hauptstadt Madrid und das österreichische Bundesland Tirol zu Risikogebieten erklärt. Das RKI ergänzte seine Liste der internationalen Risikogebiete, auf der bereits Italien, der Iran, die Provinz Hubei in China, die Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea und die Region Grand Est in Frankreich standen, um Madrid und Tirol.

00:00 Uhr | Deutsche dürfen nicht mehr in Tschechien einreisen

Grenzkontrollen Tschechien
Grenzkontrollen in Tschechien: Für Deutsche gilt ein Einreiseverbot. Bildrechte: xcitePRESS

Deutsche dürfen nicht mehr in Tschechien einreisen. Wegen der Coronavirus-Pandemie hat das Land um Mitternacht feste Grenzkontrollen zu Deutschland und Österreich eingeführt. Deutsche, Österreicher sowie Bürger weiterer Risikostaaten werden ab sofort abgewiesen. Ausnahmen gelten nur für Deutsche mit Wohnsitz in Tschechien und Berufspendler. Die tschechische Staatsbahn stellte den internationalen Reiseverkehr komplett ein. Am Montag will Tschechien den Einreisestopp auf alle Ausländer ausweiten.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. März 2020 | 07:00 Uhr