Coronavirus-Pandemie Ticker: Spanien-Urlaub frühestens ab Juli

Spanien will ab Juli wieder Touristen ins Land lassen. In Thüringen sind derzeit sechs Kreise und Städte ohne Neuinfektionen. Voraussichtlich in zwei Wochen will die Landesregierung die Corona-Beschränkungen aufheben - und erfährt dafür viel Zustimmung. Der Städte- und Gemeindebund zeigt sich indes besorgt mit Blick auf die Zukunft des ÖPNV. Alle Meldungen im Ticker.

Blick auf den Strand von Tarifa in Andalusien
Blick auf den Strand von Tarifa in Andalusien. Bildrechte: imago/Westend61

Unser Ticker am Sonnabend endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie wieder am Sonntag.

22:21 Uhr | China ringt mit wirtschaftlichen Folgen

In China ist der Nationale Volkskongress zusammengekommen. Die kommunistische Partei versucht Stärke zu demonstrieren, dabei steht das Reich der Mitte durch die Corona-Krise massiv unter Druck.

22:02 Uhr | Todeszahl in New York erstmals wieder unter 100

Im US-Bundesstaat New York ist die Zahl der Corona-Toten binnen eines Tages erstmals seit rund zwei Monaten wieder zweistellig. Laut Gouverneur Andrew Cuomo starben am Freitag 84 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus. Cuomo sprach von "echten Fortschritten". Auch die Zahl der Neuinfektionen ging weiter zurück.

Zum Höhepunkt der Krise im März und April waren täglich bis zu 800 Menschen in dem Bundesstaat gestorben.

21:35 Uhr | Tag des Grundgesetzes

20:59 Uhr | Leer: Restaurantbetreiber unter den Infizierten

Bei einem Coronavirus-Ausbruch im niedersächsischen Landkreis Leer ist auch der Betreiber des betroffenen Restaurants positiv getestet worden. Der Landrat des Kreises, Matthias Groote, sagte dem NDR, insgesamt hätten sich elf Menschen angesteckt. Man müsse davon ausgehen, dass bei der Feier einer geschlossenen Gesellschaft die Regeln nicht eingehalten worden seien. Die Feiernden hätten Hände geschüttelt und sich umarmt.

Am Morgen war noch von mindestens sieben Infizierten die Rede. Zudem wurde für mindestens 50 mögliche Kontaktpersonen vorsorglich häusliche Quarantäne angeordnet.

19:55 Uhr | Erste Corona-Tote im Gazastreifen

Die Behörden im dicht besiedelten Gazastreifen melden die erste Corona-Tote. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums handelt es sich um eine 77-jährige Palästinenserin. Sie sei am 19. Mai aus Ägypten eingereist und seitdem in einer Quarantäneeinrichtung am Grenzübergang gewesen.

19:27 Uhr | Zehntägige Staatstrauer in Spanien

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat eine Staatstrauer für die Corona-Toten angekündigt. Ab Dienstag sollen zehn Tage lang die Fahnen im gesamten Land auf Halbmast hängen. Sanchez zufolge ist das die längste Staatstrauer, die es jemals in der demokratischen Geschichte Spaniens gegeben hat.

18:16 Uhr | Kritik an Konditionen zu Lufthansa-Einstieg

Die Grünen haben die Bedingungen beim geplanten Einstieg des Bundes bei der Lufthansa kritisiert. Die Lufthansa werde an der Börse mit nur noch etwa vier Milliarden Euro bewertet, erklärten die schleswig-holsteinische Finanzministerin Monika Heinold und der EU-Abgeordnete Sven Giegold. Daher stelle sich die Frage, wieso eine Kapitalspritze von neun Milliarden Euro nur einen Anteil von 25 Prozent erbringe.

Heinold betonte, der Staat müsse bei einer Beteiligung an Unternehmen klare Rahmenbedingungen setzen. So müsse die Lufthansa in Bezug auf ökologische Maßstäbe sowie in Bezug auf Steuern Vorbild sein.

Logo der Hörfunkwelle MDR AKTUELL 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nur vorübergehend - so Bundeswirtschaftsminister Altmaier

MDR AKTUELL Sa 23.05.2020 09:05Uhr 00:56 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1411896.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

17:50 Uhr | Kundgebungen wegen Corona-Verordnungen

In vielen deutschen Städten hat es wieder Proteste gegen die Corona-Verordnungen sowie Gegendemonstrationen gegeben. Allein in Berlin zählte die Polizei mehr als 30 kleinere Versammlungen. Eine Kundgebung mit zahlreichen Anhängern der Reichsbürgerszene wurde vorzeitig beendet, weil sich statt der erlaubten 50 rund 100 Demonstranten versammelt hatten. Da viele Teilnehmer den Platz nicht verlassen wollten, nahm die Polizei Dutzende Personen in Gewahrsam.

In München und Kempten fielen angemeldete Kundgebungen wegen heftiger Gewitter aus. Auf dem Erfurter Domplatz demonstrierten laut Polizei etwa 40 Menschen gegen Corona-Einschränkungen, zur Gegendemonstration kamen etwa 50 Menschen. 

17:32 Uhr | Kroatien erstmals ohne Neuinfektionen

Zum ersten Mal seit dem 9. März hat Kroatien einen Tag ohne registrierte Neuansteckungen mit dem Coronavirus erlebt. Das teilte der Katastrophenschutz des beliebten Urlaubslandes an der Adria mit. Die erste Corona-Infektion war dort am 25. Februar bemerkt worden. Seitdem haben sich 2.243 Menschen nachweistlich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, 99 davon starben.

17:11 Uhr | Frankreich erlaubt wieder Gottesdienste

Frankreich erlaubt wieder Gottesdienste und religiöse Versammlungen. Das hat das Innenministerium zusammen mit Religionsvertretern entschieden. Für die Gotteshäuser gelten aber Auflagen. Gläubige müssen Mundschutz tragen, ihre Hände desinfizieren und Abstandsregeln einhalten.

16:53 Uhr | China beschränkt Flugverkehr bis Oktober

China wird internationale Flüge wegen der Corona-Pandemie noch mindestens bis Oktober stark beschränken. Das hat die chinesische Luftverkehrsbehörde entschieden. Derzeit dürfen Fluggesellschaften auf Strecken nach China nur einen Flug pro Woche anbieten. Zudem gibt es für Ausländer praktisch keine Möglichkeit, ein Visum zu bekommen.

16:35 Uhr | Spanien will ab Juli Grenzen für Touristen öffnen

Spanien will ab Juli wieder Touristen ins Land lassen. Das hat Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigt. Er sagte in einer Rede an die Nation, man wolle garantieren, dass die Urlauber keine Risiken eingingen und auch keine verursachten. Mit der Ankündigung erteilte Sánchez Forderungen nach einer schnelleren Wiederaufnahme des Tourismus eine Absage. Mehrere europäische Länder hatten bereits angekündigt, ihre Grenzen wieder für Touristen zu öffnen. Italien will ab 3. Juni wieder Gäste ins Land lassen und die Flughäfen öffnen. Österreich will seine Grenzen zu Deutschland am 15. Juni öffnen.

15:50 Uhr | Slowaken beenden Grenzblockade

Hunderte Slowaken haben eine Blockade am einzigen Autobahnübergang von Österreich in die Slowakei friedlich beendet. Sie hatten seit gestern Nachmittag dagegen protestiert, dass sie nach ihrer Rückkehr für 14 Tage in staatliche Quarantäne-Zentren sollen. Eigentlich hatte die Regierung ihnen versprochen, sie könnten stattdessen eine Corona-Tracking-App auf ihrem Handy installieren und sich zu Hause isolieren. Nun stellte sich aber heraus, dass die Tracking-App noch gar nicht heruntergeladen werden kann. Die meisten der Protestierer akzeptieren inzwischen einen von der Regierung angebotenen Kompromiss. Demnach müssen sie nur solange in den Zentren bleiben, bis die App verfügbar ist.

15:14 Uhr | Sechs Thüringer Kreise und Städte ohne Neuinfektionen

In mehreren Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städte ist die Corona-Neuinfektionsrate auf null gesunken. Nach Angaben der Staatskanzlei handelt es sich um Jena und Erfurt sowie die Kreise Nordhausen, Sömmerda, Weimarer Land und Unstrut-Hainich.

Landesweit lag die Quote bei 5,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Die von Bund und Ländern festgelegte kritische Marke von 50 Fällen je 100.000 Einwohner wurde nirgends mehr überschritten. Zweistellige Infektionsraten wurden aber weiterhin aus den Kreisen Sonneberg (39,1), Greiz (30,6), der Stadt Gera (20,2) und dem Eichsfeld (13,0) gemeldet.

14:44 Uhr | Landsberg: Taktung im ÖPNV erhöhen

Der Städte- und Gemeindebund warnt davor, den Öffentlichen Nahverkehr zum Verlierer der Corona-Krise werden zu lassen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte, das Privatauto habe zwar einen deutlich höheren Wohlfühlfaktor für viele. Wenn die Klima-Verkehrswende jedoch gelingen solle, müssten mehr Menschen Busse und Bahnen nutzen. Deswegen müsse die Taktung im ÖPNV erhöht werden, so dass weniger Personen mit dem nötigen Abstand in Bus und Bahn sicher fahren könnten.

13:56 Uhr | Einzelheiten zu Ansteckungen bei Gottesdienst

Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main hat Einzelheiten zu den Coronavirus-Ansteckungen bei einem Gottesdienst in einer Kirchengemeinde der Baptisten bekannt gegeben. Wie der Leiter des Gesundheitsamtes, René Gottschalk, mitteilte, haben sich mehr als 40 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. "Nach unserem Kenntnisstand ist nur eine Person in einem Krankenhaus", so Gottschalk. Die Stadt Hanau teilte mit, dass sich im Zusammenhang mit dem Gottesdienst "mindestens 16 Personen aus Hanau mit dem Coronavirus infiziert haben sollen. (siehe Tickereintrag von 12:03 Uhr)

13:42 Uhr | Positive Reaktionen in Thüringen auf Ramelow-Äußerung

Der Fraktionschef der CDU in Thüringen, Mario Voigt, hat eine mögliche Aufhebung der Corona-Beschränkungen im Freistaat begrüßt. Voigt sagte MDR THÜRINGEN, endlich komme dieser Schritt. Die Menschen wünschten sich Normalität. Viele Lösungen der letzten Wochen seien lebensfremd gewesen. Deshalb sei es gut, wenn das jetzt geändert werde. SPD-Fraktionschef Matthias Hey sprach von einem überlegenswerten Vorschlag. Allerdings dürften die Kommunen dabei nicht allein gelassen werden. Wichtig sei auch, einen Notfallplan zu haben, falls es zu einer zweiten Infektionswelle kommen sollte. Für den Regelbetrieb vor allem von Schulen und Kindergärten seien Massentests wichtig. Grünen Fraktionschefin Astrid Rothe-Beinlich erklärte, sie könne den Vorschlag gut nachvollziehen. Er sei eine folgerichtige Reaktion auf die Entwicklung der letzten Wochen. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte der Zeitung "Thüringer Allgemeine" gesagt, er strebe eine Aufhebung der Corona-Beschränkungen zum 6. Juni an. (siehe Tickereintrag von 06:47 Uhr)

12:49 Uhr | Vatikanische Museen öffnen wieder

Gemälde ''Erschaffung Adams'' in der Sixtinischen Kapelle, Rom.
Das Gemälde ''Erschaffung Adams'' in der Sixtinischen Kapelle kann bald wieder besichtigt werden. Bildrechte: imago/CHROMORANGE

Die weltberühmten Museen im Vatikan öffnen ab dem 1. Juni wieder für Besucher. Gäste müssen aber Atemschutzmasken tragen, Abstandsregeln einhalten und am Eingang ihre Körpertemperatur messen lassen. Tickets müssen im Voraus gebucht werden. Die üblichen vier Euro Aufschlag auf die 17 Euro für das Standardticket entfallen.

Zu den Museen auf dem Gelände des Vatikanstaats zählt unter anderem die Sixtinische Kapelle. Der Petersdom im Vatikan ist schon seit 18. Mai wieder offen.

12:03 Uhr | Ansteckungen bei Gottesdienst in Hessen

Bei einem Gottesdienst in Frankfurt am Main haben sich zahlreiche Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie die "Frankfurter Rundschau" unter Berufung auf das Gesundheitsamt berichtet, sollen sich die Mitglieder einer Baptisten-Gemeinde vor zwei Wochen angesteckt haben. Wie viele Menschen betroffen sind, wurde nicht bekannt. Der Main-Kinzig-Kreis teilte mit, allein 16 aktuelle Infektionen in seiner Region seien einer Veranstaltung in Frankfurt zuzuordnen. Dem Frankfurter Gesundheitsamt zufolge sind bei dem Gottesdienst die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten worden. In Hessen sind seit dem 1. Mai wieder Gottesdienste unter Wahrung von Abstands und Hygiene-Regeln erlaubt.

11:37 Uhr | Merkel: Einschränkungen waren notwendig

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Einschränkungen wegen der Corona-Krise erneut als notwendig bezeichnet. In ihrer wöchentlichen Videobotschaft sagte Merkel, "dieses Virus ist eine Zumutung für unsere Demokratie. Deshalb machen wir es uns natürlich mit den Beschränkungen von Grundrechten nicht einfach, und deshalb sollen sie so kurz wie möglich sein. Aber sie waren notwendig". Merkel verwies auf Artikel 1 des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dazu gehöre auch, eine Überforderung des deutschen Gesundheitssystems in Corona-Zeiten zu verhindern. "Das ist uns glücklicherweise auch gelungen", sagte die Kanzlerin.

Logo der Hörfunkwelle MDR AKTUELL 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Corona-Einschränkungen treffen einige Grundgesetze

MDR AKTUELL Sa 23.05.2020 13:17Uhr 03:09 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1412022.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

11:03 Uhr | Russland meldet wieder mehr Infektionen als Brasilien

Die russischen Behörden haben mehr als 9.400 neue Fälle von Coronavirus-Infektionen gemeldet. Damit sind in Russland inzwischen 335.882 Ansteckungen bestätigt. Damit ist Russland wieder das Land mit den zweitmeisten Infektionen hinter den USA und vor Brasilien. (siehe Tickereintrag von 07:49 Uhr)

10:43 Uhr | Vier EU-Länder für einmaligen Notfallfonds

Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlande haben sich für einen einmaligen Notfallfonds zur Stärkung der EU-Wirtschaft ausgesprochen. Wie es aus dem österreichischen Kanzleramt hieß, ist es den Staaten besonders wichtig, die Nothilfe auf zwei Jahre zu befristen. Die vier Länder machten zugleich deutlich, dass sie einer Vergemeinschaftung von Schulden und einer Erhöhung des EU-Budgets nicht zustimmen werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten jüngst ein Konzept für einen Wiederaufbauplan nach der Coronavirus-Pandemie im Umfang von 500 Milliarden Euro unterbreitet. Das Geld soll demnach von der EU-Kommission als Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und über den EU-Haushalt als Zuwendungen verteilt werden. Krisenstaaten wie Italien oder Spanien, aber auch betroffene Branchen könnten Zuschüsse bekommen. Dafür müssten sich aber alle 27 EU-Länder einig werden.

10:01 Uhr | FC Magdeburg beantragt Spielverlegung

Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat beim Deutschen Fußball-Bund die Verlegung seiner ersten Punktspiele beantragt. Als Grund nannte der Klub eine nicht durchgeführte Corona-Testreihe am Freitag. Der für den Spielbetrieb zuständige Leiter Matthias Kahl sagte, das vom DFB gestellte Labor habe dem Verein mitgeteilt, dass alle Testkapazitäten erschöpft seien und frühestens am Montag eine Testreihe stattfinden könne. Dadurch gerate der FCM in Zeitprobleme.

Dem Klub zufolge braucht man ein zweiwöchiges Mannschaftstraining. Der Spielbetrieb für den 1. FCM sollte deshalb frühestens am 11. Juni beginnen. Die Fortsetzung der Liga am 30./31. Mai sei nicht haltbar.

09:17 Uhr | Kekulé beantwortet Fragen rund um Camping und Hotels

Virologe und Epidemiologe Alexander Kekulé beantwortet auch heute wieder Fragen rund um das Coronavirus. Im Mittelpunkt stehen diesmal Urlaube auf Campingplätzen, in Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen. Zum Beispiel: Welche Gefahr geht von Duschen, Toiletten, Betten, Sesselliften etc. aus? Kann ich wieder Kreuzfahrten machen? Außerdem widmet er sich den Fragen, ob Seniorentanz wenigstens draußen möglich ist und ob Angst das Immunsystem schwächt.

08:38 Uhr | Tui will Mallorca noch im Juni wieder anfliegen

Flugzeug mit der Aufschrift TUI
Der Reisekonzern Tui will schon bald wieder Urlauber nach Mallorca fliegen. Bildrechte: imago/Belga

Der Reisekonzern Tui will bereits im Juni wieder Reisen nach Mallorca anbieten. Vorstandschef Fritz Joussen sagte der "Rheinischen Post", der Flugverkehr nach Mallorca solle Mitte/Ende Juni wieder aufgenommen werden. Österreich, Griechenland, Zypern, Kroatien und Bulgarien seien ebenfalls sehr gut vorbereitet. Die Hotel-Saison solle dort spätestens am 1. Juli starten. Mit der Türkei befinde man sich in Gesprächen. Joussen betonte, es werde eine Dynamik der Öffnungen geben, weil es keinen Grund für einen dauerhaften Lockdown des Tourismus gebe.

Laut Joussen ist bei Auslandsreisen diesen Sommer nicht mit hohen Preisen zu rechnen. Grundsätzlich hätten alle Länder in diesem Jahr viel freie Kapazität. Das sorge für günstige Angebote. Außenminister Heiko Maas hatte sich vor einigen Tagen zuversichtlich gezeigt, dass die weltweite Reisewarnung nach dem 14. Juni zumindest für die EU aufgehoben werden kann.

07:49 Uhr | Brasilien hat die zweitmeisten Corona-Infizierten weltweit

Brasilien hat erneut einen starken Anstieg bei den Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Freitag 20.803 Infizierte mehr als am Donnerstag. Damit stieg die Zahl der Infizierten auf 330.890. Brasilien liegt damit bei der Zahl der Infizierten inzwischen auf Platz zwei hinter den USA mit aktuell 1,6 Millionen nachgewiesenen Fällen und vor Russland mit mehr als 326.000 Fällen.

Logo der Hörfunkwelle MDR AKTUELL 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mehr als 1000 Menschen sterben täglich an Covid-19

MDR AKTUELL Sa 23.05.2020 13:47Uhr 03:36 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1412046.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

07:17 Uhr | Krankenkassen wollen nicht für Corona-Reihentests zahlen

Die gesetzlichen Krankenkassen wollen nicht verpflichtet werden, die Kosten für Corona-Reihentests zu übernehmen. Die Sprecherin des GKV-Spitzenverbands, Ann Marini, sagte MDR AKTUELL, Früherkennung sei Aufgabe des Staates. Dieser müsse deshalb auch für die Kosten aufkommen. Es sei zu befürchten, dass die Corona-Pandemie vom Staat genutzt werde, um immer mehr Kosten auf die Beitragszahler abzuschieben. Gesundheitsminister Jens Spahn will in Kürze eine Verordnung zur Ausweitung von Corona-Tests vorlegen. Danach sollen künftig auch Menschen ohne Symptome getestet werden.

Logo der Hörfunkwelle MDR AKTUELL 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Krankenkasse fürchten milliardenschwere Mehrausgaben

MDR AKTUELL Sa 23.05.2020 07:05Uhr 02:51 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1411828.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

06:47 Uhr | Ramelow erwägt Ende der Mundschutzpflicht

Thüringen will die allgemeinen Beschränkungen wegen der Corona-Krise womöglich in zwei Wochen aufheben. Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte der Zeitung "Thüringer Allgemeine", er wolle dem Kabinett am Dienstag vorschlagen, "den allgemeinen Lockdown" zum 6. Juni zu beenden. Statt starrer Regeln solle es dann nur noch Empfehlungen geben. So könnte man etwa auf die Vorschriften zum Tragen eines Mundschutzes und zum Einhalten des Mindestabstands verzichten. Schulen und Kindergärten könnten dann langsam wieder in den Normalbetrieb gehen.

Ramelow betonte aber zugleich, dort, wo sich das Infektionsgeschehen erneut negativ entwickle, müssten die Corona-Regeln dann aber wesentlich deutlicher und schneller wieder ergriffen werden. Die Regeln könnten dann aber örtlich ganz unterschiedlich sein. Der Grenzwert dafür solle bei 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen liegen. Das wäre strenger als die bundesweite Norm von 50 Neuinfektionen.

04:45 Uhr | Vorsorgliche Quarantäne für 50 Menschen nach Corona-Fall in Restaurant

Nur wenige Tage nach der Wiedereröffnung vieler Restaurants in Deutschland scheinen sich in Niedersachsen mindestens sieben Menschen in einem Lokal mit dem Coronavirus infiziert zu haben. "Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal", teilte der Landkreis Leer mit. Falls sich das bestätigt, wäre dies der erste bekannt gewordene Fall von in Restaurants verbreiteten Corona-Infektionen seit Wiedereröffnung der Gaststätten.

Laut Landkreis Leer führten die neuen Fälle dazu, dass bereits für mindestens 50 Menschen "vorsorglich häusliche Quarantäne" angeordnet wurde. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. Niedersachsen zählte zu den ersten Bundesländern, in denen Restaurants wieder geöffnet werden durften. Das war seit dem 11. Mai der Fall.

04:30 Uhr | China meldet erstmals keine Neuinfektionen

China hat offiziellen Angaben zufolge erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie keine neuen Infektionen mit dem Virus verzeichnet. Am Freitag habe es keine Neuinfektionen gegeben, teilte die Nationale Gesundheitskommission (NHC) am Sonnabend mit. Am Donnerstag waren es demnach noch vier gewesen.

02:30 Uhr | FDP fordert Homeoffice-Pauschale

Angesichts der coronabedingten Verlagerung von Büroarbeit nach Hause fordert die FDP eine Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer in Höhe von 100 Euro pro Monat. "Wir brauchen auch stärkere finanzielle Entlastungen für Berufstätige, die im Homeoffice arbeiten", sagte der FDP-Finanzexperte Markus Herbrand der "Rheinischen Post". Eine Pauschale von 100 Euro pro Monat sei "der richtige Ansatz, den Bürgerinnen und Bürgern unter die Arme zu greifen", sagte Herbrand. Es sei ein "schwacher Trost", wenn ein Arbeitszimmer manchmal steuerlich abgesetzt werden könne. "Ob arbeiten in der Küche oder im Arbeitszimmer - hier müssen wir moderner werden", forderte Herbrand. Die Arbeitsplätze seien mittlerweile so vielfältig geworden, das müsse sich auch im Steuersystem widerspiegeln.

01:00 Uhr | Kretschmer zweifelt Nutzen von Corona-App an

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zweifelt am Nutzen der geplanten Corona-Warn-App. "So wie die Corona-App jetzt auf den Weg gebracht worden ist, bringt sie keine ausreichende Sicherheit", sagte er der Funke Mediengruppe. Wichtig seien für die Leute heute 1,50 Meter Abstand und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes.

Die Corona-Warn-App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen. Sie soll erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind und Nutzer warnen, wenn sich herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben. In Deutschland wird die App von der Deutschen Telekom und dem Software-Konzern SAP entwickelt.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Mai 2020 | 06:00 Uhr