Coronavirus-Pandemie Ticker: Krawalle nach Demo in Prag

In Prag haben Sportfans gegen verschärfte Corona-Auflagen demonstriert. Anschließend kam es zu Krawallen. Weltweit stieg die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf über 40 Millionen. Die Polizei verzeichnet mehr Einsätze wegen Streitigkeiten über Corona-Regeln. Damit ist die Stimmung offenbar zunehmend aggressiv. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie und einen Rückblick auf die vergangenen Tage finden Sie in unserem Coronavirus-Ticker.

Polizisten setzten Wasserwerfer gegen Demonstranten ein.
Die Prager Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten ein. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Sonntag, den 18. Oktober 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zur Pandemie und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:34 Uhr | NRW bietet niederländischen Corona-Patienten Behandlung an

Nordrhein-Westfalen bietet den Niederlanden 80 Intensivbetten zur Behandlung von Covid-19-Erkrankten an. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums hat es aus anderen EU-Ländern bislang noch keine Anfragen gegeben. In den Niederlanden steigen die Infektionszahlen aktuell stark an. Seit Beginn der Pandemie hat NRW bereits rund 50 Covid-19-Patienten aus dem Nachbarland behandelt sowie zehn aus Italien und acht aus Frankreich. Auch andere Bundesländer hatten bereits als Zeichen der Solidarität Covid-Patienten aus anderen EU-Staaten behandelt.

Zu Beginn der Pandemie gab es in den Niederlanden rund 1.150 Betten auf Intensivstationen, in NRW mit rund 6.000 fünfmal so viele.

22:13 Uhr | Demonstration ohne Masken in Corona-Hotspot Dortmund

In Dortmund haben rund 1.100 Menschen gegen die Corona-Auflagen demonstriert. Nach Polizeiangaben trugen viele Teilnehmer der Initiative "Querdenken" keinen Mund-Nasen-Schutz oder nahmen die Maske ab. Der Veranstalter habe sich auf ärztliche Atteste der Teilnehmer berufen. Bei Überprüfungen habe man jedoch mehrere Fälschungen festgestellt und Strafanzeigen aufgenommen.

Dortmund hat mit 67,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen die kritische Marke deutlich überschritten. Es gelten verschärfte Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht auch in Fußgängerzonen und auf vollen Plätzen.

21:24 Uhr | Mehr als 200.000 Nutzer bei digitaler Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse hat nach ihrer coronabedingten Online-Ausgabe eine positive Bilanz gezogen. Wie die Messe mitteilte, haben weltweit mehr als 200.000 Nutzer und Nutzerinnen an den rund 3.600 Veranstaltungen im Internet teilgenommen. In den sozialen Medien habe es binnen sieben Tagen 1,2 Millionen Interaktionen und Aufrufe gegeben. Die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, sagte, es sei gelungen, dem Buch in dieser Woche eine große digitale und mediale Bühne zu bieten.

Zum Abschluss der Buchmesse wurde der indische Wissenschaftler und Philosoph Amartya Sen mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

21:09 Uhr | Bundeswehr unterstützt Freitaler Pflegeheim

Nach mehreren Coronafällen in einem Pflegeheim in Freital werden dort Bundeswehrsoldaten eingesetzt. Wie das Landratsamt im sächsischen Pirna mitteilte, wurde der entsprechende Antrag kurzfristig genehmigt. Ab kommendem Dienstag würden zwölf Soldaten im Schichtbetrieb die Einrichtung unterstützen. In dem Pflegeheim waren gestern ein Bewohner und fünf Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt sind damit sechs Bewohner und sieben Mitarbeiter betroffen.

20:21 Uhr | Britischer Regierungsberater für Lockdown

Der britische Regierungsberater Jeremy Farrar hat sich für einen landesweiten Corona-Lockdown ausgesprochen. Farrar sagte dem Sender Sky News, dieser müsse umgehend verhängt werden. Regionale Maßnahmen genügten nicht, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Nötig sei eine dreiwöchige Periode verschärfter Auflagen. So könnten die Übertragungsspirale durchbrochen, die Gesundheitsdienste geschützt und Leben gerettet werden.

Die britischen Gesundheitsbehörden meldeten heute fast 17.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Zudem seien 67 weitere Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben.

20:12 Uhr | Altmaier fordert Kraftakt gegen steigende Infektionszahlen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Bevölkerung angesichts steigender Corona-Zahlen zu einem Kraftakt aufgerufen. Altmaier sagte in der ARD, wenn die Zahlen nicht runtergingen, würde man viel größere Probleme bekommen. Im Frühjahr sei es bereits gelungen, hohe Infektionszahlen nach unten zu kriegen. Dafür müssten nun aber Partys und private Feiern hinten anstehen. Sie seien der Hauptgrund für die zuletzt gestiegenen Fälle.

Auch FDP-Chef Christian Lindner forderte, dass manche Aktivitäten momentan tabu sein sollten. Er kritisierte vor allem "Massenbesäufnisse in der Partyszene von Berlin" und wilde Club-Abende. Lindner wandte sich aber gegen eine Ausgangssperre. Das wäre völlig unverhältnismäßig.

19:23 Uhr | Regierung: Fast 1,5 Billionen Euro Corona-Kosten erwartet

Die Bundesregierung erwartet, dass die Bewältigung der Corona-Krise bis Ende nächsten Jahres fast 1,5 Billionen Euro kosten wird. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Linken. In der Summe seien unter anderem die Kosten für das Gesundheitssystem und die Hilfprogramme für die Wirtschaft enthalten. Mit eingerechnet seien auch höhere Ausgaben der Sozialkassen. Dazu kämen staatliche Garantien in Form von Bürgschaften und Krediten.

18:55 Uhr | Krawalle nach Demo in Prag

Nach einer Demonstration gegen Corona-Auflagen in der tschechischen Hauptstadt Prag ist es zu Krawallen gekommen. Zuvor hatten mehr als 2.000 Eishockey- und Fußballfans gegen Auflagen im Sport demonstriert. Der Polizei zufolge waren maximal 500 Teilnehmer erlaubt. Die Veranstalter beendeten die Demo nach einer Stunde. Anschließend kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Hooligans und der Polizei. Dabei wurden Feuerwerkskörper gezündet. Die Beamten beschlagnahmten Schlagstöcke und Schusswaffen. Etwa ein Dutzend Personen wurden festgenommen.

Wegen stark gestiegener Infektionszahlen mit dem Coronavirus hatte die Regierung in Prag Sportveranstaltungen für zwei Wochen verboten. Auch in anderen Bereichen gelten strikte Auflagen.

17:16 Uhr | Hälfte Bayerns in kritischem Bereich bei 7-Tage-Inzidenz

In Bayern liegen die Corona-Werte bei mehr als der Hälfte aller Städte und Landkreise in einem kritischen Bereich. Nach aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums meldeten insgesamt 52 Kommunen einen Wert von über 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. 24 von ihnen überschritten sogar die 50er-Marke.

Beim Überschreiten dieser Schwellen gelten seit gestern verschärfte Maßnahmen, darunter eine erweiterte Maskenpflicht und Sperrstunden.

17:04 Uhr | AKK sichert Gesundheitsämtern Unterstützung durch Bundeswehr zu

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat angesichts der verschärften Corona-Lage das Hilfsangebot der Bundeswehr etwa für Gesundheitsämter bekräftigt. Die Amtshilfeanträge an die Bundeswehr stiegen gerade spürbar, sagte sie.

Bereits im Frühjahr hatte die Bundeswehr ein Einsatzkongingent von 15.000 Soldatinnen und Soldaten für Hilfeleistungen gegen Corona aufgestellt. Bis zu 5.000 von ihnen können sofort abgerufen werden.

16:42 Uhr | Karliczek will Azubi-Übernahmeprämien länger zahlen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will die Corona-Übernahmeprämien für Azubis aus insolventen Betrieben verlängern. Wie die CDU-Politikerin dem "Handelsblatt" sagte, soll die Prämie von 3.000 Euro bis Ende 2021 gezahlt werden und damit ein halbes Jahr länger als bisher geplant. Das Geld soll dafür sorgen, dass mehr Auszubildende ihre Lehre fortsetzen können, wenn ihr eigentlicher Betrieb wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig wird. Karliczek verwies auf das derzeit ausgesetzte Insolvenzrecht. Erst nach Auslaufen der Sonderregelung werde sich zeigen, wie viele Lehrlinge einen neuen Ausbilder brauchten, um ihren Abschluss machen zu können.

15:11 Uhr | Mehr als 40 Millionen Corona-Fälle weltweit

Weltweit haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 40 Millionen Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Das geht aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität hervor. Mehr als 1,1 Millionen Menschen starben demnach an den Folgen von Covid-19. Fast 30 Millionen gelten als wieder genesen.

Die meisten Corona-Fälle gibt es nach wie vor in den USA: Dort haben sich bisher mehr als 8,3 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, gefolgt von Indien mit knapp 7,5 Millionen Fällen und Brasilien mit rund 5,2 Millionen Infizierten.

14:01 Uhr | Polens Regierungschef beendet Quarantäne

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hat seine Corona-Quarantäne beendet. Der Regierungschef teilte bei Facebook mit, mit seiner Gesundheit sei zum Glück alles in Ordnung. Morawiecki hatte sich am Dienstag in Quarantäne begeben, nachdem er Kontakt zu einem mit Covid-19-infizierten Beamten gehabt hatte. Dem EU-Gipfel in Brüssel blieb Morawiecki deshalb fern. Ein erster Coronavirus-Test Morawieckis am Dienstag war negativ ausgefallen. Angaben zu weiteren Testergebnissen gibt es bislang nicht.

13:15 Uhr | Landkreis Sömmerda wird Hotspot

Der Landkreis Sömmerda in Thüringen gilt jetzt als Risikogebiet. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage auf 54,7. Der Landkreis hatte bereits am Mittwoch seine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft, nachdem eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 überschritten worden war. Neben dem Landkreis Sömmerda hat auch das Eichsfeld den Schwellenwert von 50 passiert. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach RKI-Angaben bei 58.

12:43 Uhr | Polizei beklagt zunehmend aggressive Stimmung

Die Polizeigewerkschaften beklagen eine zunehmend aggressive Stimmung bei der Kontrolle der Corona-Regeln. Der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, sagte, die Auseinandersetzungen etwa zwischen Maskenverweigerern und Menschen, die diese auf ihr Fehlverhalten hinwiesen, würden immer aggressiver geführt. Es fange an mit Beleidigungen. Dann werde gepöbelt, gespuckt, angehustet. Radek zufolge lässt sich der Trend aber nicht mit Zahlen belegen.

Auch der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, wies darauf hin, dass es für solche Übergriffe keine Statistiken gebe. Es gebe aber immer mehr Berichte von Polizisten, dass die Akzeptanz der Corona-Regeln insgesamt abgenommen habe und zunehmend offen und aggressiv gegen Einsatzkräfte vorgegangen werde, die die Einhaltung der Vorschriften kontrollieren und durchsetzen sollten. Vor allem die Maskenpflicht und das Abstandsgebot sorgten immer wieder für Streit.

12:00 Uhr | Rom beschließt Milliardenhilfen

Die italienische Regierung hat einen Haushaltsentwurf mit Milliardenhilfen für Wirtschaft, Schulen und Arbeitsmarkt beschlossen. Demnach sollen 40 Milliarden Euro in Anti-Corona-Maßnahmen und die Stärkung der angeschlagenen Wirtschaft fließen. Rund vier Milliarden Euro sind für das Gesundheitssystem vorgesehen, um etwa die Zeitverträge für 30.000 Ärzte und Krankenschwestern zu verlängern. Etwa sechs Milliarden Euro sollen in Schulen und Universitäten fließen, vier Milliarden sind für Hilfen in Krisensektoren der Wirtschaft eingeplant.

Außerdem will die Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte eine spezielle Arbeitslosenkasse weiter aufstocken. Große Summen sind für Familien, eine Steuerreform und die Unterstützung des armen Südens eingeplant. Die Ausgaben sollen Medienberichten zufolge teils über Schulden und teils mit Hilfe der Europäischen Union finanziert werden.

11:49 Uhr | Slowenien stellt Kontaktnachverfolgung ein

Wegen der rasch steigenden Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus hat das slowenische Gesundheitsamt die Nachverfolgung der Kontakte von positiv getesteten Menschen eingestellt. Das Amt teilte mit, man sei nicht mehr in der Lage, die große Zahl der Fälle zu bewältigen. Positiv Getestete würden weiterhin vom Gesundheitsamt über ihre Infektion informiert. Zugleich erhielten sie die Anweisung, in Quarantäne zu gehen und ihre relevanten Kontakte selbstständig zu informieren. In Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt.

11:26 Uhr | Weniger Landkreise melden Zahlen als am Freitag

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben am Samstag 4.851 neue Coronavirusinfektionen gemeldet. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts der Uni Karlsruhe hervor. Danach haben am Samstag 60 Prozent der Landkreise ihre Daten übermittelt, am Freitag waren es noch 98 Prozent gewesen.

Risklayer zufolge gab es für Freitag noch Nachmeldungen, so dass die Zahl der Neuinfektionen an dem Tag bei mehr als 8.000 lag. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie.

11:07 Uhr | Erstes Aida-Schiff nach langer Pause gestartet

Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat nach sieben Monaten Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie das Reisegeschäft wieder aufgenommen.

Die AIDAblu der Reederei Aida Cruises kommt im Ostseebad Warnemünde an.
Die Aidablu im Juli bei ihrer Ankunft in Warnemünde ohne Passagiere an Bord. Bildrechte: dpa

Wie Aida-Sprecher Hansjörg Kunze sagte, legte am späten Samstagabend ein Schiff im italienischen Civitavecchia zu einer siebentägigen Kreuzfahrt entlang der Westküste bis Sizilien und zurück ab. Landgänge seien unter anderem in Neapel, Palermo und Rom geplant. Aufgrund der Corona-Schutzvorkehrungen sei das Schiff mit 1.000 Passagieren belegt. Normalerweise finden auf dem Schiff mehr als doppelt so viele Gäste Platz. Im März hatte Aida Cruises wie andere Kreuzfahrt-Gesellschaften sämtliche Reisen eingestellt.

10:34 Uhr | Malta verschärft Maskenpflicht

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Malta die Maskenpflicht. Der Mund-Nasen-Schutz ist nun auch im Freien Pflicht. Außerdem gilt für alle Bars ab Montag eine Sperrstunde um 23 Uhr. Bisher waren Schutzmasken in Malta nur in öffentlichen Gebäuden, Läden und Bussen vorgeschrieben gewesen.

Am Samstag hatten die Behörden in dem Land mit rund einer halben Million Einwohnern 204 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet, so viele wie nie zuvor. Ärzte und Krankenschwestern warnten einem Zeitungsbericht zufolge vor einem Zusammenbruch des medizinischen Systems, wenn der Anstieg nicht gebremst werde.

09:27 Uhr | Studie: Coronavirus überlebt länger auf Haut als Grippevirus

Das neuartige Coronavirus kann einer japanischen Studie zufolge deutlich länger auf der menschlichen Haut überleben als das Grippevirus. Wie japanische Forscher in der Fachzeitschrift "Clinical Infectious Diseases" schreiben, bleibt das Coronavirus SARS-CoV-2 bis zu neun Stunden auf der Haut aktiv. Das Grippe auslösende Influenza-A-Virus überlebe dagegen nur knapp zwei Stunden. Den Forschern zufolge kann das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen reduziert werden. Sowohl das Coronavirus als auch das Grippevirus könnten zudem binnen 15 Sekunden mit Ethanol, wie es in Handdesinfektionsmitteln enthalten sei, abgetötet werden.

09:02 Uhr | Israel lockert Maßnahmen nach einem Monat

In Israel sind nach einem Monat Lockdown erste Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche wieder für Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben. Auch Naturparks und Strände können wieder besucht werden. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen. Durch den Lockdown war die Zahl der Infektionen deutlich zurückgegangen. Zuletzt verzeichnete das Gesundheitsministerium 395 neue Fälle.

Eine israelische Kindergärtnerin erledigt Reinigungsarbeiten als Vorbereitung auf die Wiedereröffnung des Kindergartens. 1 min
Bildrechte: dpa

Aber langsamer als den ersten

MDR AKTUELL So 18.10.2020 09:39Uhr 01:14 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1560590.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

08:25 Uhr | Städtebund für Aussetzung des Heizpilz-Verbotes

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich in der Corona-Krise für eine Aufhebung des Heizpilz-Verbotes ausgesprochen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte dem Handelsblatt, es sei bekannt, dass die Ansteckungsgefahr im Freien geringer sei als in geschlossen Räumen. Deswegen sollten Kommunen, die bisher aus Umweltschutzgründen ein Heizpilz-Verbot verordnet hätten, dieses zumindest vorübergehend aussetzen.

Das Wirtschaftsministerium hatte gestern angekündigt, die Anschaffung der Wärmestrahler finanziell zu unterstützen. Das soll dabei helfen, den Betrieb in den Gaststätten trotz steigender Infektionszahlen aufrechtzuerhalten.

07:18 Uhr | Hotel in Schleswig-Holstein geschlossen

Im schleswig-holsteinischen Urlaubsort Timmendorfer Strand ist ein Hotel wegen mehrerer Coronavirus-Infektionen geschlossen worden. Wie der NDR berichtet, war das Virus bei drei Mitarbeitern nachgewiesen worden. Da sie in unterschiedlichen Bereichen des Hotels arbeiteten, habe nicht ausgeschlossen werden können, dass sich das Virus bei den Beschäftigten ausbreite. Mehr als 100 Mitarbeiter wurden in Quarantäne geschickt und werden nun getestet, die rund 200 Gäste mussten abreisen.

06:36 Uhr | Kretschmer fordert Hilfe von Bundeswehr und Polizei

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer fordert im Kampf gegen die Corona-Pandemie eine stärkere Unterstützung durch Bundeswehr und Polizei. Kretschmer sagte der "Bild am Sonntag", man müsse damit rechnen, dass sich die Zahl der Neuinfektionen im Drei- oder Vier-Tages-Rhythmus verdopple. Das bringe die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Kontakten an ihre Grenzen. Deshalb müsse die Bundeswehr stärker eingebunden und müssten Mitarbeiter aus den Landesministerien abgeordnet werden. Außerdem müsse die Polizei den Ordnungsämtern bei der Kontrolle der Corona-Vorschriften helfen.

Bereits gestern hatte Kanzleramtsminister Helge Braun erklärt, der Bund wolle Tausende Helfer etwa von der Bundeswehr mobilisieren, um die Kommunen bei der Nachverfolgung von Infektionsketten zu unterstützen.

06:32 Uhr | Viele Kleinstunternehmer zahlen Corona-Soforthilfe zurück

Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer haben Corona-Soforthilfen in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro wieder zurückgezahlt. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Eine Nachfrage bei den Bundesländern habe ergeben, dass bis Ende September 560 Millionen Euro an den Staat zurückgeflossen seien. Dabei habe es sich um ungerechtfertigt gezahlte Hilfen gehandelt. In der Frühphase der Pandemie wurden durch das Soforthilfeprogramm des Bundes knapp 14 Milliarden Euro an Kleinstunternehmer und Solo-Selbstständige ausgezahlt. Hinzu kamen entsprechende Programme der Länder.

06:00 Uhr | Der Ticker vom Sonntag

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Oktober 2020 | 06:00 Uhr