Coronavirus-Ticker 15. März: MV und Niedersachsen sperren Inseln

Bayerns Ministerpräsident Söder kündigt für sein Land den Katastrophenfall an. In ganz Europa schränkt das Coronavirus das öffentliche Leben weiter ein. Grenzkontrollen werden ausgeweitet, die Zahl der Infizierten und der Todesfälle steigt enorm. Unterdessen gibt es Streit um eine Tübinger Impfstoff-Firma.

Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, spricht beim CSU-Parteitag in der Olympiahalle.
Kündigt für Bayern Katastrophenfall an: Markus Söder Bildrechte: dpa

Hier geht es zum Ticker am Montag:

22:50 Uhr | Ticker am Sonntag endet

Wir schließen hiermit für Sonntag den Ticker zum Coronavirus und informieren Sie wieder ab 7 Uhr zu den neuesten Entwicklungen. Wir danken für Ihr Interesse.

22:44 Uhr | Kultur leidet unter Absagen

22:21 Uhr | US-Notenbank senkt Leitzins drastisch

Die US-Notenbank Federal Reserve hat die Leitzinsen wegen des Coronavirus noch einmal drastisch gesenkt - auf eine Zielspanne von null bis 0,25 Prozent. Das ist ein ganzer Prozentpunkt weniger als zuvor. Üblich sind Zinsschritte im Viertelpunkt-Bereich. Anders als die Europäische Zentralbank hatte die Fed den infolge der Finanzkrise fast auf 0 gesenkten Leitzins schrittweise wieder auf bis zu 2,5 Prozent erhöht. Seit dem vergangenen Jahr drückte sie ihn wieder langsam nach unten. Zuletzt senkte sie am 3. März die Marke von 1,75 auf 1,25 Prozent.

22:07 Uhr | Auch MV und Niedersachsen sperren Inseln

Nach Schleswig-Holstein sperren auch Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern ihre Inseln in Nord- und Ostsee für Touristen ab. Die Staatskanzlei in Schwerin teilte mit, darauf hätten sich die Ministerpräsidenten geeinigt. Ausgenommen von der Zugangsbeschränkungen seien nur Inselbewohner und Berufspendler. Für Rügen, Usedom, Hiddensee und Poel sollen die Maßnahmen nach Angaben aus Schwerin schrittweise eingeführt werden - wegen der Größe der Inseln und der zahlreichen direkten Verbindungen aufs Festland.

22:02 Uhr | Auswirkungen auf die Wirtschaft

21:53 Uhr | Söder: Bayern wird Katastrophenfall ausrufen

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Ausrufung des Katastrophenfalls für sein Bundesland angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR-Fernsehen. Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Die "Nürnberger Nachrichten" meldeten, u.a. solle die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Zudem solle das Gesundheitsministerium sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich be einem weiteren Anstieg der Infektionen temporäre Krankenhäuser einrichten lassen.

21:08 Uhr | Hoher Anstieg auch in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Toten um ein Viertel auf 120 gestiegen. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg französischen Behörden zufolge binnen eines Tages von 4.499 auf rund 5.400.

20:45 Uhr | Überblick: Situation in Mitteldeutschland

20:43 Uhr | Europäische Länder schränken öffentliches Leben ein

20:26 Uhr | Kinderzuschlag auch bei Kurzarbeit

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat zusätzliche Hilfen für Kurzarbeiter mit Kindern und geringem Kurzarbeitergeld angekündigt. Der sogenannte Kinderzuschlag von 186 Euro pro Kind und Monat für geringverdienende berufstätige Eltern solle auch Kurzarbeitern zugänglich gemacht werden, wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllten.

19:33 Uhr | Beratungen über Impfstoff-Firma

Der Krisenstab der Bundesregierung wird sich auch mit der Tübinger Firma CureVac befassen, ebenfalls am Montag, wie Innenminister Horst Seehofer sagte. An CureVac sind auch die USA interessiert, da die Firma an einem Covid-19-Impfstoff arbeitet. Die Bundesregierung will es in Deutschland und Europa halten.

19:22 Uhr | Passierschein-Lösung im Gespräch

Wie sich Berufspendler an den Grenzen ausweisen können, ist noch offen. Beraten wird ein Vorschlag aus Baden-Württemberg, nach dem Arbeitnehmer von Land und Arbeitgeber Passierscheine bekommen, die sie auch hinter der Windschutzscheibe anbringen können. Betroffene Bundesländer wollten sich noch absprechen, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer. Bundespolizei-Präsident Dieter Romann versicherte, die Bundespolizei werde in den ersten Tagen "sicher großzügiger sein".

19:16 Uhr | Höhere Fallzahlen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet am Abend einen Anstieg der im Labor bestätigten Infektionen bundesweit auf 4.838, nach 3.795 am Vortag. Die Zahl der Todesfälle wurde per Stand 15:00 Uhr mit zwölf angegeben.

19:15 Uhr | Bundesregierung plant Rückholungen

Der Krisenstab der Bundesregierung berät am Montag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über Rückholaktionen von Deutschen im benachbarten Ausland. Auch das kündigte Innenminister Horst Seehofer mit Blick auf eingeschränkte Flug- und Zugverbindungen an.

19:10 Uhr | Deutsche dürfen weiter einreisen

Bundesinnenminister Horst Seehofer stellt klar, dass deutsche Staatsbürger aus dem Ausland weiter einreisen können. Er ließ zunächst auch offen, wie lange die ab Montag 8:00 Uhr wieder eingeführten Grenzkontrollen bestehen bleiben sollen.

19:01 Uhr | Deutschland schließt Grenzen - nicht ganz

An den deutschen Grenzen zu Frankreich, der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Dänemark wird ab Montag 8.00 Uhr wieder kontrolliert. "Die Lage ist sehr ernst", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer zu Beginn seiner Pressekonferenz am Abend. Der Warenverkehr und der Verkehr von Berufspendlern bleibe möglich. Anderen Reisenden ohne wichtigen Grund sei der Grenzübertritt aber nicht mehr gestattet.

18:35 Uhr | In Italien steigt Zahl der Todesfälle drastisch

In Italien ist die Zahl der Todesfälle erneut drastisch gestiegen. Binnen 24 Stunden erhöhte sich die Zahl der Opfer um 368 auf 1.809. Das teilt die zuständige Behörde mit. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg demnach von 21.157 auf 24.747.

18:24 Uhr | Viertes Todesopfer in Bayern

In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Laut Gesundheitsministerium traf es einen über 80 Jahre alten Mann mit Vorerkrankungen aus Würzburg - im selben Pflegeheim wie auch der erste Todesfall in Bayern. Damit sind nun vier Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem Virus gestorben.

18:25 Uhr | Was Sie in Sachsen und Sachsen-Anhalt wissen müssen

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, treffen die Bundesländer Vorkehrungen, die Teile des öffentlichen Lebens einschränken.

17:36 Uhr | Deutschland schließt Grenze zu Dänemark

Deutschland wird seine Grenze nach Dänemark am Montag um 8.00 Uhr schließen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther erklärte, das habe ihm Bundesinnenminister Horst Seehofer bei einem Telefonat zugesagt. Zuvor war von 6 Uhr die Rede gewesen. Laut Günther werden Pendler die deutsch-dänische Grenze weiter passieren können. Auch der Güterverkehr werde - mit Kontrollen - sichergestellt.

16:52 Uhr | Lebensmittelhandel gibt Entwarnung

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels gibt trotz der sprunghaft gestiegenen Nachfrage Entwarnung. Sprecher Christian Böttcher sagte, es gebe kein Nachschubproblem, und die Supermärkte blieben auch wie bisher sechs Tage die Woche geöffnet. Andere Darstellungen etwa in sozialen Medien entsprächen "nicht der Wahrheit". Böttcher sagte: "Die Logistikketten arbeiten unter Volllast, aber sie funktionieren." Er räumte ein, dass die Regale zum Teil nicht so schnell aufgefüllt werden, wie die Ware verkauft werde. Die Lage sei auch von Geschäft zu Geschäft, von Region zu Region unterschiedlich. Es sei nicht so, dass Mehl und Nudeln in allen rund 30.000 Lebensmittelgeschäften in Deutschland zuletzt gefehlt hätten.

16.45 Uhr | Schleswig-Holstein riegelt Inseln ab

Schleswig-Holstein wird seine Inseln in Nord- und Ostsee ab Montag um 6 Uhr für Touristen abriegeln. Das teilte Ministerpräsident Daniel Günther nach einer Telefonkonferenz der Landesregierung mit. Zu den betroffenen Inseln gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und die Halbinsel Nordstrand.

16:23 Uhr | Update Regionalverkehr der Deutschen Bahn

Noch steht nicht fest, in welchem Umfang die angekündigte Einschränkung des Regionalverkehrs erfolgt. Die Deutsche Bahn erklärte, sie reduziere das Angebot nicht von sich aus, sondern sei von den Bestellern angesprochen worden. Das sind im Bahn-Regionalverkehr die Bundesländer oder Verkehrsverbünde. Diese würden am Ende auch über die veränderten Fahrpläne entscheiden.

Zudem erweitert die Bahn die Möglichkeiten für Kunden, ihre Reise zu verschieben oder zu stornieren. Sie erklärte, Erstattungen könnten auch noch nach dem gebuchten Reisetag eingereicht werden. Für alle bis zum 13. März erworbenen Tickets mit Reisedaten zwischen 13. März und 30. April könnten Fahrgäste ihre Fahrt verschieben und den Fahrschein bis zum 30. Juni flexibel für die gebuchte Strecke nutzen. Bei Sparpreisen und Supersparpreisen sei die Zugbindung aufgehoben. Möglich ist nach Angaben der Bahn auch eine Umwandlung in Reisegutscheine: Bis zum 13. März erworbene Tickets für Reisen bis 30. April können demnach kostenfrei in einen Reisegutschein umgewandelt werden.

16:10 Uhr | Lufthansa holt bis zu 4.000 Urlauber zurück

Mit 15 Sonderflügen will die Lufthansa bis Mittwoch rund 3.000 bis 4.000 Urlauber aus der Karibik und von den Kanaren zurück nach Deutschland bringen. Das teilte ein Lufthansa-Sprecher mit. Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen, weil sie ansonsten wegen der aktuellen Reisebeschränkungen nicht hätten zurückkehren können. Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados.

15:26 Uhr | Deutschland schließt Grenzen weitgehend

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montagmorgen 8 Uhr weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Regierungskreise. Zuvor hatte bereits die "Bild"-Zeitung Entsprechendes berichtet. In dem Zeitungsbericht heißt es zudem, Pendler dürften die Grenze weiterhin passieren. Auch der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten solle weiter gesichert bleiben. Die Grenzen zu Tschechien, Polen und Dänemark waren bereits von Seiten der Nachbarländer geschlossen worden.

15:16 Uhr | Zahl der Toten steigt weltweit auf über 6.000

Weltweit sind mittlerweile mehr als 6.000 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Mit 3.199 Toten ist China nach wie vor das Land mit den meisten tödlichen Erkrankungen, jedoch stiegen vor allem die Zahlen in Europa weiter an. Der Zählung zufolge starben in Europa 1.907 Menschen, darunter 1.441 in Italien sowie 288 in Spanien. Die spanischen Behörden meldeten 105 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle stieg weltweit auf 160.000.

14:40 Uhr | Erster Toter in Ungarn

Erstmals ist auch in Ungarn ein Mensch an dem Coronavirus gestorben. Das berichten staatliche Medien. Bisher sind in dem Land 30 Menschen infiziert.

14:06 Uhr | Weiterer Toter in Bayern nach Infektion

In Bayern ist in Zusammenhang mit dem Coronavirus ein weiterer Patient gestorben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in München mit. Ein Ministeriumssprecher erklärte, bei dem Todesfall handle es sich nach Angaben des Landratsamtes Neu-Ulm um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen. Der Mann sei in der Nacht zum Sonntag gestorben.

Damit sind in Bayern inzwischen nachweislich drei Menschen an Covid-19 gestorben. Bundesweit sind bisher zehn Menschen an der Krankheit gestorben.

13:40 Uhr | Infektion in Leipziger Kita

In einer Kindertagesstätte in Leipzig ist eine Infektion bestätigt. Das Gesundheitsamt nannte zunächst keine weiteren Details, die Eltern seien informiert worden. Die Einrichtung bleibe am Montag geschlossen.

13:05 Uhr | Deutsche Bahn reduziert Angebote und setzt Kontrollen aus

Baureihe ET 1442 (Talent 2 / Baureihe 442) als S5X nach Zwickau im Bahnhof Leipzig Messe.
S-Bahnen fahren künftig in größeren Abständen. Bildrechte: Deutsche Bahn AG/Kai-Michael Neuhold

Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Einer Sprecherin zufolge reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen in Folge der Coronavirus-Krise. Außerdem würden in den Regionalzügen vorerst die Fahrkarten nicht mehr kontrolliert. Die Maßnahmen dienten dem Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern.

12:50 Uhr | Verkehrsbeschränkungen in Frankreich

In Frankreich wird ab heute der Flug-, Bahn- und Busverkehr zwischen einzelnen Städten eingeschränkt. Umweltministerin Borne und Verkehrsminister Djebbari kündigten zugleich die Schließung mehrerer Flughafen-Terminals in Paris an. Der Frachtverkehr soll normal weiterlaufen.

12:35 Uhr | Auch Online-Handel leidet

Fast 90 Prozent der deutschen Internet-Händler sind laut einer Umfrage bereits direkt von den Auswirkungen der Virus-Pandemie betroffen. Gut die Hälfte rechnet mit einer temporären Schließung zumindest einzelner Bereiche, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel ermittelte.

12:25 Uhr | Lage im Iran spitzt sich zu

Im Iran ist die Zahl der Infektionen binnen eines Tages um zehn Prozent auf knapp 14.000 gestiegen. Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich nach Behörden-Angaben um 113 auf 724.

11:55 Uhr | US-Regierung will Impfstoff deutscher Firma

Das Bundesgesundheitsministerium hat Meldungen bestätigt, wonach die US-Regierung sich um die in Tübingen ansässige Firma CureVac bemüht, die an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeitet. Die "Welt am Sonntag" berichtet, dass US-Präsident Trump dem Unternehmen einen hohen Betrag für die Rechte an dem Impfstoff biete und auch beteiligte Forscher abwerben wolle. Die Bundesregierung versuche, die Firma mit finanziellen Anreizen in Deutschland zu halten. Die Firma selbst wies das Ansinnen eines Exklusivvertrags zurück.

Wissen

Animation - Frau mit Mundschutz 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

11:47 Uhr | Neuntes Todesopfer in Deutschland

In Bayern ist ein weiterer Mensch nach einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben. Wie die Arbeiterwohlfahrt Schwaben mitteilte, starb eine 86-jährige Frau aus einem Seniorenheim im Kemptener Klinikum. Es ist das zweite Covid-19-Todesopfer in Bayern. Bundesweit stieg die Zahl der Toten durch die Krankheit auf neun.

11:25 Uhr | Briten planen Quarantäne für alle Senioren

Großbritannien plant im Kampf gegen Covid-19 eine Selbstisolation aller Menschen über 70 Jahre für die Dauer von bis zu vier Monaten. Gesundheitsminister Hancock sagte dem Sender "Sky News", dieser Schritt sei Teil des Aktionsplans der Regierung. Im "Sunday Telegraph" rief Hancock die Bevölkerung zu einer nationalen Anstrengung ähnlich wie im Zweiten Weltkrieg auf.

10:45 Uhr | Österreich fährt auf "Notbetrieb"

Die Regierung in Österreich hat wegen der Sars-CoV-2-Epidemie landesweit Ausgangsbeschränkungen verhängt. Bundeskanzler Kurz sagte am Sonntag, es gebe nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen: um zum Arbeitsplatz zu kommen, um notwendige Einkäufe zu machen und um anderen zu helfen. Von einer Ausgangssperre wolle er aber nicht sprechen. Ab Montag schließen auch alle Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen. Bei Missachtung von Platzverboten, etwa für Spielplätze, drohen Geldstrafen von bis zu 3.600 Euro.

10:18 Uhr | Jena schließt Gastronomie und Sportstätten

Als erste Großstadt in Thüringen macht Jena ab Dienstag Kneipen, Cafés und Restaurants dicht. Nach Angaben der Stadtverwaltung müssen auch Sport- und Fitnesseinrichtungen den Betrieb einstellen, organisierte Veranstaltungen wurden untersagt. Ausnahmen gelten für die Gästeversorgung in Hotels, sowie im Einzelhandel und für Lieferservice-Anbieter.

09:29 Uhr | Vatikan feiert Ostern ohne Besucher

Die Ostergottesdienste von Papst Franziskus in Rom finden wegen der Covid-19-Pandemie in diesem Jahr ohne Besucher statt. Wie der Vatikan mitteilte, gilt das auch für alle liturgischen Feiern der Karwoche. Zum wichtigsten christlichen Feiertag kommen normalerweise Zehntausende Menschen aus aller Welt. In Jerusalem werden die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom geschlossen, wie die islamischen religiösen Obrigkeiten mitteilen.

08:34 Uhr | Erkranktem Bundesliga-Profi geht es besser

Luca Kilian, der als erster Profi aus der Fußball-Bundesliga an Covid-19 erkrankt war, geht es nach zwei Tagen mit Fieber und Schüttelfrost wieder besser. Das bestätigte der SC Paderborn der "Süddeutschen Zeitung".

08:05 Uhr | Bundespolizei sieht Sicherheitsrisiken

Die Bundespolizei warnt vor Gefahren für die öffentliche Sicherheit durch die Coronavirus-Pandemie. Präsident Romann sagte der "Welt am Sonntag", die Beamten der Bundespolizei und Polizei stünden in vorderster Reihe, etwa bei den Personenkontrollen an Grenzen, Bahnhöfen und Flughäfen. Er mahnte: "Diese Krise ist nicht nur eine des Gesundheitswesens, sondern auch eine der Sicherheit und Ordnung." Die Funktionsfähigkeit der Polizei von Bund und Ländern müsse unbedingt gewahrt werden. Infektionen bei den Sicherheitskräften könnten schnell erhebliche Konsequenzen haben, da viele Beamte mit anderen Polizisten und Bürgern Kontakt hätten.

08:11 Uhr | Prozess gegen Netanjahu wird verschoben

Wegen der Coronavirus-Krise wird der Korruptionsprozess gegen Israels Ministerpräsidenten Netanjahu um zwei Monate auf Mitte Mai verschoben. Eigentlich sollte der Prozess am kommenden Dienstag starten.

08:00 Uhr | Kommunalwahl in Bayern läuft

Die Kommunalwahlen in Bayern findet trotz der Coronavirus-Krise statt. Die Wähler wurden angehalten, eigene Stifte mitzubringen. Gewählt werden Bürgermeister und Oberbürgermeister, Stadträte, Gemeinderäte, Landräte und Kreistage. Vielerorts werden die Ergebnisse aber erst nach den Stichwahlen in zwei Wochen feststehen. Im Vorfeld hatte es so viele Briefwahl-Anfragen gegeben wie nie zuvor. Die Behörden haben wegen krankheitsbedingter Ausfälle bei den Wahlhelfern Lehrer zum Auszählen rekrutiert.

07:41 Uhr | China verschärft Einreisekontrollen

Auch in Peking wird die Kontrolle einreisender Flugpassagiere ausgeweitet, um ein Einschleppen des Coronavirus zu verhindern. Das berichtete die Zeitung "Beijing News". Vergangene Woche waren schon die Flughafen-Kontrollen in Shanghai verschärft worden. Die Neuinfektionen in China sind in den vergangen Tagen stark zurückgegangen, einige neue Fälle gab es durch Einreisende aus dem Ausland.

07:16 Uhr | Pandemie erreicht Usbekistan

Usbekistan meldet den ersten Infektionsfall. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurde ein Bürger des zentralasiatischen Landes positiv auf das Virus getestet, der aus Frankreich kam. Die staatliche Airline kündigte an, Flugverbindungen in zahlreiche Staaten bis Ende April zu reduzieren oder auszusetzen.

07:05 Uhr | Berlin weitet Maßnahmen gegen Pandemie aus

06:45 Uhr | Bundeswehr hilft gegen die Pandemie

Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat Hilfe der Bundeswehr bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie angekündigt. Sie sagte der "Welt am Sonntag", es werde so geplant, dass alle kritischen Bereiche abgedeckt werden könnten. Reservisten seien aufgerufen worden, um die Bundeswehrkrankenhäuser zu verstärken. Schon jetzt leiste die Bundeswehr Amtshilfe für das Bundesgesundheitsministerium. Man beschaffe Atemschutzmasken, Schutzanzüge und Medikamente. Außerdem helfe man mit medizinischem Personal aus.

06:20 Uhr | CDU-Innenpolitiker fordert Kontrollen statt Grenzschließungen

An den deutschen Grenzen sollte nach Ansicht des CDU-Innenpolitikers Schuster vorübergehend jeder Reisende kontrolliert werden. Jedoch sprach sich der Obmann im Bundestagsinnenausschuss gegen Grenzschließungen aus, weil das binnen weniger Tage die Wirtschaft lahmlegen würde und auch die medizinische Versorgung gefährde.

06:15 Uhr | Verlegung der Fußball-EM wahrscheinlich

Die Europäische Fußball-Union prüft eine Verlegung der EM. Wie die britische Zeitung "Daily Telegraph" berichtet, wird am Dienstag bei einer Krisensitzung über eine Verschiebung auf den Winter gesprochen. So könnten die Club-Wettbewerbe im Sommer noch zu Ende gespielt werden. Die meisten nationalen Ligen haben den Betrieb wegen der Pandemie eingestellt.

06:10 Uhr | Baltikum schottet sich ab

Auch Estland und Litauen schließen ihre Grenzen für Ausländer. In Estland dürfen ab Dienstag nur noch Esten und Ausländer mit einer Aufenthaltsgenehmigung oder Angehörigen in Estland einreisen, müssen dann jedoch für zwei Wochen in Quarantäne. Das gesellschaftliche Leben wurde weitgehend bis 1. Mai lahmgelegt. Auch in Litauen wurden Kindergärten, Schulen und Unis geschlossen, ab Montag sind dann auch die meisten Geschäfte zu, Restaurants und Kneipen. In Lettland werden ab Montag alle internationalen Flug-, Zug-, Bus- und Färhverbindungen ausgesetzt.

06:05 Uhr | Trump nicht infiziert

US-Präsident Trump ist nach Angaben seines Arztes nicht mit dem neuen Coronavirus infiziert. Ein Test sei negativ ausgefallen. Der US-Präsident hatte am vergangenen Wochenende den brasilianischen Präsidenten Bolsonaro zu Gast. Ein enger Mitarbeiter Bolsonaros war später positiv getestet wurden.

06:03 Uhr | Australien isoliert Einreisende

Australien hat für alle Einreisenden aus dem Ausland eine zweiwöchige Selbstisolierung angeordnet. Für alle Kreuzfahrtschiffe, die von ausländischen Häfen kommen, gilt ein Anlegeverbot von 30 Tagen.

06:00 Uhr | Spanien stellt Land unter Quarantäne

Im Kampf gegen die Pandemie stellt die spanische Regierung das Land fast komplett unter Quarantäne. Nach Regierungsangaben vom Abend dürfen die Spanier ab Montag ihre Wohnung nur noch verlassen, um zur Arbeit zu fahren oder um Lebensmittel und Medikamente einzukaufen. Spanien ist mit über 6.300 Infektionen eines der am stärksten betroffenen Länder Europas. In Frankreich dürfen Restaurants, Clubs und die meisten Geschäfte nicht mehr öffnen.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. März 2020 | 00:30 Uhr