Coronavirus-Pandemie Ticker: Länder auf Kurs zu Lockdown bis 20. Dezember

Die Anzeichen für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns verdichten sich. Bundeskanzlerin Merkel stellt die Bürger auf eine Verschärfung ein. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer spricht sich für einen Fahrplan bis März aus. Bundesgesundheitsminister Spahn schlägt Schnelltests an Schulen vor. Die Polizei zieht eine Bilanz der Samstag-Demos. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie hier im Ticker.

Unser Ticker am Sonntag, 22. November 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:50 Uhr | Länder auf Kurs zu Lockdown bis 20. Dezember

Der Ende Oktober von Bund und Ländern beschlossene Teil-Lockdown soll bis zum 20. Dezember verlängert und verschärft werden. Das geht aus einem Beschlussentwurf für die Beratungen der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hervor, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Demnach sollen alle jetzt geschlossenen Einrichtungen geschlossen bleiben. Ab dem 1. Dezember sollen an privaten Zusammenkünften maximal noch fünf Menschen aus zwei Haushalten teilnehmen können. Die Maskenpflicht soll weiter verschärft werden.

Vorgeschlagen wird außerdem, ab dem 20. Dezember die Maßnahmen immer um jeweils 14 Tage zu verlängern, wenn die Zahlen nicht deutlich sinken. Ausnahmen solle es für die Weihnachtsfeiertage geben. Zudem können Länder, deren Inzidenzwert unter 35 Neuansteckungen pro Woche und 100.000 liegt, Lockerungen beschließen.

21:02 Uhr | Corona-Massentest in Südtirol - fast 3200 Infizierte

Bei einem dreitägigen Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol sind 3.185 Infektionen entdeckt worden. Wie die Behörden mitteilten, nahmen bislang mehr als 343.000 der insgesamt 500.000 Einwohnerinnen und Einwohner teil. Testwillige haben noch drei weitere Tage Zeit, an der eigentlich nur bis Sonntagabend geplanten Aktion teilzunehmen.

Landeshauptmann Arno Kompatscher sprach von einem "außergewöhnlichen Ergebnis". Der Massentest sei kein Allheilmittel. Aber die Aktion könne helfen, den Lockdown zu verkürzen. Die Landesregierung wollte mit den Schnelltests Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, entdecken. Kritiker bemängelten, dass die Resultate von Antigen-Schnelltests nicht verlässlich genug seien.

19:14 Uhr | Corona-Demo in Dresden ohne Zwischenfälle

Mehr als 1.000 Menschen haben in Dresden gegen die Corona-Politik protestiert. Laut Polizei verlief der Protest ohne Probleme. Weil derzeit wegen der Corona-Regeln in Sachsen nur stationäre Kundgebungen erlaubt sind, fand die Veranstaltung auf dem Theaterplatz statt. Als eine halbe Stunde nach Beginn die maximal erlaubte Teilnehmerzahl von 1.000 Menschen erreicht war, wurde eine weitere Versammlung auf dem Neumarkt genehmigt. Diese hatte nach Angaben eines Polizeisprechers aber nur wenig Zulauf.

18:43 Uhr | Merkel stellt Bürger auf verschärfte Corona-Maßnahmen ein

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz haben die Bürger grundsätzlich auf eine Verschärfung des bestehenden Teil-Lockdowns im Dezember eingestellt. Merkel sagte, um wieder Zugriff auf die Pandemie und die Kontaktnachverfolgung zu bekommen, müsse man "sicherlich noch einiges tun".

Aber was genau das ist, dem kann ich und will ich heute nicht vorgreifen

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Merkel will sich am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Sie sagte, die Bürgerinnen und Bürger  hätten ein Recht, von Bund und Ländern eine geschlossene, gemeinsame Antwort zu bekommen: "Und daran arbeiten wir jetzt." Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz meinte, er habe den sicheren Eindruck, dass hart an einem guten Vorschlag gearbeitet werde. Er fügte hinzu: "Und es ahnt  ja auch jeder, dass es noch [eine] Verlängerung geben muss."

17:45 Uhr | Kretschmer will Fahrplan bis März

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, sitzt während der Sitzung des Sächsischen Landtages im Plenarsaal auf seinem Platz auf der Regierungsbank.
Michael Kretschmer Bildrechte: dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer spricht sich einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge für eine Verschärfung des November-Lockdowns und zugleich für einen Fahrplan bis zum Frühjahr aus.

Kretschmer sagte demnach, man wolle nicht nur die nächsten 14 Tage in den Blick nehmen, sondern bis zum März denken. Es gehe darum zu sagen, wie die Hilfen für Unternehmen,  Gastronomen und Hotellerie aussehen und unter welchen Umständen man wieder von Lockerungen reden könne.

Vor einem Restaurant stehen Stühle ineinander gestappelt auf dem Freisitz. 3 min
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Länder erarbeiten Konzept

MDR AKTUELL So 22.11.2020 17:07Uhr 03:01 min

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17:00 Uhr | Debatte um Teil-Lockdown und Proteste am Wochenende

16:52 Uhr | Mehr Tote in Neu Delhi

In der indischen Hauptstadt Neu Delhi nimmt das größte Krematorium wegen der vielen Corona-Toten zusätzliche Anlagen in Betrieb. Ein Sprecher erklärte, zur Einäscherung der Leichen brauche man weitere Öfen und Scheiterhaufen. Derzeit würden täglich bis zu 22 Corona-Tote ins Krematorium gebracht. Zuvor sei es acht bis neun gewesen. Die Metropolregion um die Hauptstadt verzeichnete auch nach Behördenangaben vom Sonntag mit 111 Toten binnen 24 Stunden den landesweit höchsten Wert.

16:25 Uhr | Bundesregierung plant weitere Hilfen für Luftfahrtbranche

Die Bundesregierung plant weitere Hilfen für die Luftfahrtbranche. Das Verkehrsministerium bestätigte entsprechende Pläne. Zunächst hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet. Demnach will die Bundesregierung gemeinsam mit den Ländern und den Luftverkehrsverbänden eine Strategie entwickeln und mit anderen Staaten sogenannte sichere Korridore definieren. Dadurch sollen Langstreckenflüge wieder ermöglicht und die Einreisebeschränkungen aufgehoben werden. Auch sollen die Quarantäneregeln zugunsten von Testkonzepten ersetzt werden. Ein erstes Treffen ist dem Bericht zufolge für Anfang Dezember geplant.

16:15 Uhr | Coronavirus auch bei Nerzen in Frankreich

Auf einer Nerz-Farm in Zentralfrankreich sind mit dem Coronavirus infizierte Tiere entdeckt worden. Das Landwirtschaftsministerium teilte mit, 1.000 Nerze würden nun getötet. Zudem stünden noch die Ergebnisse aus zwei weiteren getesteten  Farmen aus.

Nerze stehen ihren Käfigen in einem Bauernhof in Gjoel in Nordjütland.
Nerzfarm in Dänemark (Archivbild) Bildrechte: dpa

Positive Corona-Fälle bei Nerzen hat es zuvor u.a. in Schweden, Griechenland und den Niederlanden gegeben. In Dänemark wurde die Tötung aller 17 Millionen Nerze im Land angeordnet, weil das Virus mutiert ist und Experten befürchten, dass ein Impfstoff bei einer Rückübertragung auf den Menschen weniger wirksam sein könnte. Auch Irland kündigte die Tötung des gesamten Nerzbestandes an. Es handelt sich den Angaben zufolge um 120.000 Tiere.

16:01 Uhr | Jeder fünfte Reiserückkehrer gibt falsche Daten an

Etwa jeder fünfte Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten gibt falsche Daten an. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eine interne Statistik der Bundespolizei. Demnach kontrollierten Bundespolizisten bei Stichproben auf den großen deutschen Flughäfen seit Anfang November 15.147 Reisende. Bei 2.985 Reisenden seien die eingetragenen Daten teilweise oder komplett falsch gewesen. Ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums in Potsdam sagte der Deutschen Presse-Agentur, es habe sich um Kontrollen vom 8. November bis zum 18. November gehandelt.

Wer aus einem ausländischen Corona-Risikogebiet kommt, muss sich vor der Einreise nach Deutschland registrieren. Die Informationen gehen an das zuständige Gesundheitsamt. So soll kontrolliert werden, ob jemand die Quarantänepflicht einhält. Für NRW hat das Oberverwaltungsgericht Münster in dieser Woche die Quarantänepflicht gekippt, weil die Ansteckungsgefahr in mehreren ausländischen Risikogebieten inzwischen geringer ist als in Deutschland.

15:40 Uhr | Leipziger Polizei zieht Demo-Bilanz - 23 Straftaten

Im Zusammenhang mit den Demonstrationen von Kritikern der Corona-Maßnahmen und Gegenprotesten am Sonnabend in Leipzig hat die Polizei 23 Straftaten registriert. Ermittelt werde u.a. wegen Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung, Beschädigung von fünf Dienstfahrzeugen, Raub und Beleidigungen. Zudem berichtete die Polizei von zwei weiteren Ermittlungen im Zusammenhang mit den Demonstrationen: So soll eine Personengruppe am frühen Samstagabend aus einem Wohnungsfenster heraus mit einer Schusswaffe bedroht worden sein. Eine Tatverdächtige sei gestellt worden. Außerdem sei aus einer Menschenmenge heraus mehrfach auf den Kopf einer am Boden liegenden Person getreten worden. Ein Polizeibeamter habe deshalb einen Warnschuss in die Luft abgegeben. Die Verdächtigen seien geflüchtet. Das Opfer kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

14:56 Uhr | Frankreich plant Lockerungen der Corona-Regeln

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine Lockerung der strikten Corona-Einschränkungen in Aussicht gestellt. Sein Sprecher Gabriel Attal sagte der Zeitung "Journal du Dimanche", geplant seien drei Stufen. Um den 1. Dezember herum würden Geschäfte und Speiselokale öffnen. Vor den Weihnachtsfeiertagen könnten weitere Lockerungen in Kraft treten. Die dritte und letzte Stufe solle im Januar erreicht sein. Attal sagte, Macron werde sich am Dienstag in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung wenden. Da werde er auch darauf eingehen, wie künftige Impfungen gegen das Coronavirus organisiert werden sollen.

In Frankreich gilt seit drei Wochen ein landesweiter Lockdown. Die meisten Geschäfte sowie Restaurants, Bars und Sportstätten sind geschlossen, die Bürger dürfen ihre Wohnungen nur aus triftigen Gründen verlassen.

14:30 Uhr | Kundgebung gegen Auflagen in Berlin

In Berlin wird heute erneut gegen Beschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie demonstriert. Zugleich kam es im Stadtteil Prenzlauer Berg zu Gegenkundgebungen. Rund 600 Polizisten waren im Einsatz. Der Protestzug gegen die Pandemie-Auflagen war am Mittag mit einigen hundert Leuten gestartet. Er soll am Alexanderplatz enden.

14:00 Uhr | Spahn schlägt Schnelltests an Schulen vor

Jens Spahn
Jens Spahn Bildrechte: dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat zur Eindämmung der Coronavirus-Ausbreitung in Schulen den Einsatz von Schnelltests vorgeschlagen. Beim Auftreten eines Infektionsfalls solle umgehend die betroffene Klasse in häusliche Isolation geschickt werden, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: "Nach negativen Schnelltests am fünften Tag könnten die Schülerinnen und Schüler wieder in die Schule zurückkehren." Ob das aus Sicht der Länder vor Ort umsetzbar sei, müsse am Mittwoch besprochen werden, bei Beratungen von Bund und Ländern im Kanzleramt. Es gehe jetzt um pragmatische Lösungen, um die Schließung ganzer Schulen zu verhindern.

13:08 Uhr | Kaum Corona-Bußgelder auf Spielplätzen

Bußgelder nach Verstößen gegen die Coronavirus-Schutzverordnung bleiben in Sachsen die Ausnahme, obwohl es zu Verstößen kommt. Das hat eine MDR-Umfrage unter zehn Städten im Land ergeben.

12:30 Uhr | Heftige Reaktionen auf "Jana aus Kassel"

Beim "Querdenken" am Samstag in Hannover hat eine Rednerin mit einem Bezug auf Sophie Scholl heftige Reaktionen vor Ort und später im Netz ausgelöst. Ein Video davon bei Youtube, Twitter und in anderen Netzwerken wurde vielfach empört kommentiert. Die junge Frau hatte unter anderem gesagt: "Ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten hier aktiv im Widerstand bin, Reden halte, auf Demos gehe, Flyer verteile und auch seit gestern Versammlungen anmelde". Sophie Scholl und ihr Bruder wurden 1943 in München hingerichtet, weil sie Flugblätter gegen den Nationalsozialismus verbreitet hatten.

12:25 Uhr | Teil-Lockdown bis Dezember?

Nach der schnellen Zunahme im Oktober und November hat sich die Zahl der täglichen Neuansteckungen in Deutschland auf hohem Niveau eingependelt. Ein Rückgang durch den Teil-Lockdown ist auch im Wochenvergleich bisher nicht klar zu erkennen. Im November gilt bundesweit ein Teil-Lockdown vor allem für Freizeiteinrichtungen und Gastronomie, und es mehren sich Stimmen für eine Verlängerung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erläutert auf einer Pressekonferenz im Bundeskanzleramt gemeinsam mit Markus Söder (CSU, r) 1 min
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Weitere Politiker für Verlängerung/

MDR AKTUELL So 22.11.2020 11:05Uhr 00:58 min

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12:09 Uhr | Schausteller fürchten Weihnachtsmarkt-Sterben

Der Deutsche Schaustellerbund warnt vor einem Sterben der Weihnachtsmärkte. Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg sagte, bundesweit hielten 5.000 Familienbetriebe das Schaustellergeschäft am Laufen. Wenn sie die Pandemie nicht überlebten, werde es Volksfeste und Weihnachtsmärkte wie bisheri nicht mehr geben. Die diesjährigen Absagen kämen einem Berufsverbot gleich. Die Überbrückungshilfen des Staates seien lückenhaft. Die Weihnachtsmärkte wären Hakelberg zufolge die letzte Chance für die Schausteller gewesen, in diesem Jahr mit den eigenen Händen ihr Geld zu verdienen.

11:59 Uhr | Keine Silvesterparty am Brandenburger Tor

Die Silvesterparty am Brandenburger Tor in Berlin fällt aus. Das sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop der "Berliner Morgenpost". Es werde keine Riesenpartys und Familientreffen geben können. Sonst drohe die nächste Infektionswelle im Februar. Zu der Party am Brandenburger Tor kamen in den vergangenen Jahren regelmäßig Hunderttausende.

10:00 Uhr | Mehr als 16.500 positive Testergebnisse gestern

Die Zahl der bestätigten neuen Coronavirus-Infektionen hat gestern bei 16.582 gelegen. Nach Daten des Risklayer-Projekts in Karlsruhe sind es am Freitag noch 6.868 mehr gewesen. Aus Sachsen meldeten Behörden 960 neue Fälle, aus Thüringen 437 und 161 aus Sachsen-Anhalt.

09:30 Uhr | Massentest in Südtirol geht zu Ende

In der norditalienischen Provinz Bozen-Südtirol läuft heute ein Coronavirus-Massentest den dritten und letzten Tag. Bis zu 350.000 Menschen sollten freiwillig an der Schnelltest-Aktion teilnehmen. Bis gestern seien es mehr als 250.000 gewesen, teilten die Behörden mit. Sie erwarteten noch bis heute Abend großen Andrang an den Teststationen. Wie es weiter hieß, gab es bis 20:00 Uhr gestern 2.553 positive Ergebnisse für etwa ein Prozent der Teilnehmer.

Eine Altenpflegerin führt im Seniorenheim einen Antigen-Corona-Schnelltest durch. 1 min
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von Jörg Seisselberg, MDR AKTUELL

MDR AKTUELL So 22.11.2020 09:39Uhr 00:57 min

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Die Landesregierung will mit der Aktion ahnungslose Virusträger entdecken und so die Pandemie bremsen. Kritiker bemängeln, dass Antigen-Schnelltests nicht verlässlich genug seien. Landeshauptmann Arno Kompatscher räumte ein, dass das "kein Allheilmittel und auch nicht die Lösung des Problems" sei. Es könne aber helfen. Massentets plant auch Österreich und die Slowakei bereits eine dritte Runde.

08:40 Uhr | WHO mahnt Aufbau von Corona-Infrastruktur an

Ein Covid-19-Experte der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat europäische Regierungen vor einer dritten Pandemie-Welle gewarnt: "Sie haben es versäumt, notwendige Infrastruktur in den Sommermonaten aufzubauen, nachdem sie die erste Welle unter Kontrolle gebracht hatten", sagte David Nabarro in einem Interview für Zeitungen in der Schweiz. Jetzt sei die zweite Welle da. Werde jetzt nicht die notwendige Infrastruktur aufgebaut, folge Anfang nächsten Jahres die dritte.

08:10 Uhr | Pandemie verstärkt psychische Krisen

Menschen mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen leiden verstärkt unter der Pandemie. Eine neue Studie bestätigte einen Zusammenhang, erklärt ihn aber in erster Linie mit Einschränkungen in der Behandlung. Dass die Pandemie und Kontaktbeschränkungen zu einer Zunahme psychischer Erkrankungen führen, vermuteten Experten schon länger. Schon die erste Welle im Frühjahr lieferte Hinweise.

07:30 Uhr | FDA erteilt weitere Notzulassung

Die US-Arzneimittelaufsicht FDA erteilt eine Notfallzulassung für die Antikörper-Therapie von Regeneron Pharmaceuticals. Die Casirivimab und Imdevimab genannten Mittel sollten bei milden bis mittelschweren Covid-19-Erkrankungen eingesetzt werden, bei denen das Risiko eines schweren Verlaufs bestehe. Vor einigen Tagen hatte Eli Lilly eine Notfallzulassung für ein ähnliches Präparat erhalten.

07:20 Uhr | Millionen für Lehrer-Laptops können bald fließen

Die 500 Millionen Euro des Bundes für Dienstlaptops für Lehrerinnen und Lehrer können nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) bald fließen. Mit den Bundesländern sei die nötige Verwaltungsvereinbarung getroffen worden. Sie muss nun in den Ländern unterschrieben werden. Die Laptops sollen Distanzunterricht in der Coronavirus-Pandemie erleichtern. Vereinbart worden war das im August bei einem "Schulgipfel" von Bund und Ländern.

07:00 Uhr | Söder für Verlängerung des Teil-Lockdowns

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will den Teil-Lockdown verlängern. Wie der CSU-Chef der "Bild am Sonntag" sagte, müssten die Einschränkungen über das Monatsende hinaus gelten, um ein schönes Weihnachten verbringen zu können. Sie sollten noch zwei oder drei Wochen länger in Kraft bleiben. Söder schloss nun auch eine Verschärfung nicht aus. Die Zahl der Neuinfektionen sinke noch nicht. Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geht davon aus, dass der Teil-Lockdown vorerst weiter gilt. Darum sei es auch notwendig, die finanzielle Unterstützung der betroffenen Branchen zu verlängern.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. November 2020 | 06:00 Uhr