Zum Nachlesen Der Ticker zum Sturmtief "Sabine"

Sturmtief "Sabine" hat nicht nur Mitteldeutschland ordentlich durchgerüttelt. Auch in den nächsten Tagen bleibt es stürmisch. Bereits in der Nacht zum Dienstag soll es wieder starke Böen geben. Alles was passiert ist, finden Sie hier im Ticker zum Nachlesen.

Ein umgestürtzter LKW-Hänger.
Auch am Vormittag hatte die Polizei noch viel zu tun - auch auf Landstraßen in Tschechien. Bildrechte: imago images/CTK Photo

20:30 Uhr | Ticker beendet

An dieser Stelle beenden wir unseren Live-Ticker zum Sturmtief "Sabine". Eine Zusammenfassung der Ereignisse und das Wetter der nächsten Tage können Sie hier nachlesen:

19:31 Uhr | Das war der Sturm "Sabine"

19:00 Uhr | Orkanartige Böen in der zweiten Nachthälfte

In der zweiten Nachthälfte zu Dienstag kann es in Mitteldeutschland auch im Flachland noch einmal orkanartige Böen geben. MDR-Meteorologin Michaela Koschack sagte, auch im Tagesverlauf am Dienstag werde es noch vereinzelte Böen von bis zu 100 km/h geben, diese würden aber zunehmend weniger.  

Sogar Schnee sei bis ins Flachland möglich. Hier könne es also auch glatt werden. Im Bergland schneit es sogar richtig. Im Thüringer Wald und im Erzgebirge seien bis zu 15 Zentimeter Neuschnee möglich. Lange halte das kalte Wetter aber nicht an, sagte Koschack. Bereits am Wochenende erwartet sie wieder bis zu 14°C – das Wetter bleibe aber wechselhaft.

17:11 Uhr | Schwerverletzter im Ilm-Kreis in Thüringen

Im Ilm-Kreis in Thüringen ist ein Mann vom Dach seines Hauses geweht worden. Eine Sprecherin des Landratamts sagte, er sei schwerverletzt ins Krankenhaus gekommen. Der Mann habe wegen des Sturms am Sonntagabend sein Dach sichern wollen.

17:03 Uhr | Sturmschäden in Mitteldeutschland

Nach "Sabine": Sturmschäden in Mitteldeutschland

Der Sturm "Sabine" ist über Mitteldeutschland gezogen und hat viele Schäden angerichtet: Bäume stürzten auf Straßen und Autos, Dächer wurden abgedeckt, Keller liefen voll.

Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
In Leipzig stürzte ein Baum auf diesen Audi. Bildrechte: Eric Pannier
Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
In Leipzig stürzte ein Baum auf diesen Audi. Bildrechte: Eric Pannier
Ein Feuerwehrmann steht auf einer Leiter und richtet Dachziegel nach Sturmschäden.
In Eisfeld in Thüringen fegte "Sabine" die Ziegel vom Dach und die Schieferplatten von der Fassade. Bildrechte: MDR/News5/Ittig
Dachpappe und Dämmmaterial liegen vor einem Gebäude im Garten
Im sächsischen Netzschkau beschädigte der Sturm das Dach einer Kita. Bildrechte: News5
Ein Flachdach liegt neben einem Gebäude auf einer Wiese.
In Marienberg in Sachsen landete das Flachdach dieser Turnhalle auf der Wiese vor der Halle. Bildrechte: Bernd März
Feuerwehrmänner lassen Wasser in einer überfluteten Straße ablaufen.
Die Thüringer Feuerwehr hatte auch mit überfluteten Straßen zu kämpfen. Bildrechte: MDR/Feuerwehr Heilbad Heiligenstadt
Dach stürzt auf geparkten Pkw
Im Dresdner Stadtteil Großzschachwitz wurde dieses Auto unter der Dachpappe eines Flachdachs begraben. Bildrechte: Roland Halkasch
Auto durch umgefallenen Baum beschädigt
Dieses Auto wurde in Dresden durch einen umgestürzten Baum demoliert. Bildrechte: Roland Halkasch
Sturmschäden in Taucha
Im sächsischen Taucha deckte der Sturm ein Dach ab. Bildrechte: TNN
Sturmschäden in Taucha
Dieses Auto in Taucha konnte nur noch abgeschleppt werden. Bildrechte: TNN
Ein Arbeiter beseitigt mit einem Gebläse Rinde und Äste von einer Straße.
Aufräumen nach "Sabine": In Sachsen-Anhalt hatten die Arbeiter besonders viel zu tun, um die Straßen wieder freizumachen. Bildrechte: dpa
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16:11 Uhr | Reisende am Leipziger Hauptbahnhof unzufrieden

Der Fernverkehr rollt am Montag langsam wieder an. Reisende am Leipziger Hauptbahnhof sind unzufrieden mit den Aufenthaltsmöglichkeiten und der Informationslage. Weniger Kritik gab es an den Kulanzregelungen.

16:03 Uhr | Viele Sachschäden in Mitteldeutschland

Am Tag nach "Sabine" begutachten die Menschen in Mitteldeutschland die Schäden. Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer, Autos mit Totalschaden – der Sturm hat erhebliche Schäden angerichtet.

Wir haben die wichtigsten Tipps, was Sie jetzt tun sollten, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben.

15:48 Uhr | Große Strandstücke auf Wangerooge abgerissen

Sturmtief "Sabine" hat den Strand auf der ostfriesischen Insel Wangerooge stark beschädigt. Die Abbruchkante sei teilweise bis zu zwei Meter hoch und erstrecke sich am Hauptstrand über etwa einen Kilometer, sagte am Montag der stellvertretende Ratsvorsitzende der Insel. Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr befürchtet: "Wenn das drei Tage so anhält, dann werden wir vielleicht nachher gar keinen Strand mehr haben."

Hohe Wellen schlagen an den Strand von Wangerooge und nehmen den Sand mit.
Die Strandschäden auf der Insel Wangerooge. Bildrechte: dpa

15:29 Uhr | "April-Wetter" in den kommenden Tagen

Nachdem die Kaltfront des Sturmtiefs "Sabine" über Mitteldeutschland gezogen ist, ziehen weitere Schauerfelder hinterher. Auch in diesen kann es ordentlich stürmen. MDR-Wetterexpertin Michaela Koschack erklärt, was Sie die nächsten Tage erwartet.

Wetterexpertin 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Wetterexpertin 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

15:20 Uhr | Grünenpolitiker äußert Verständnis für Zugausfälle

Grünen-Bundestagsabgeordneter Stephan Kühn äußerte im Gespräch mit MDR AKTUELL Verständnis für die Einstellung des Bahnverkehrs. Er widersprach damit der Kritik von Wettermann Jörg Kachelmann an der Bahn. Kachelmann hatte bemängelt, dass es sich um einen normalen Wintersturm gehandelt habe und die Bahnen weiter hätten fahren können.

13:49 Uhr | Zwei Schwerverletzte in Brandenburg

Bei Kranarbeiten in Schönefeld im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald sind am Montag zwei Arbeiter schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte sich der Ausleger eines Krans gelöst und war auf die Männer gestürzt. Sie wurden mit Rettungshubschraubern abgeholt. Ob auch dieser Unfall auf den Orkan zurückgeht, konnte ein Polizeisprecher aber zunächst nicht sagen.

13:48 Uhr | Drei Todesopfer in Polen und England

In Polen hat "Sabine" zwei Menschenleben gefordert: Auf einem Parkplatz wurden eine Frau und ihre Tochter von herabfallenden Dachteilen erschlagen. Das teilte die Polizei in dem Ski-Ort Bukowina Tatrzanska in der Hohen Tatra im Süden des Landes mit. Auch aus Micheldever in Südengland wird ein Todesfall gemeldet: Ein Mann kam laut Polizei durch einen auf sein Auto stürzenden Baum ums Leben.

13:13 Uhr | Keine Beruhigung in den nächsten Tagen

"Sabine" lässt nicht locker: Nach einer kurzen Verschnaufpause am Montagnachmittag soll der Sturm nach Einschätzungen des Deutschen Wetterdienstes von Westen kommend wieder kräftig zunehmen. Erneut seien dann orkanartige Sturmböen möglich. Ungemütlich werde es darum auch am Dienstag und Mittwoch, mit Regen- und Graupel und im Bergland oberhalb von 300 bis 400 Metern auch mit Schnee. Auch an den Küsten bleibt es durchweg stürmisch.

Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
In der Delitzscher Straße in Leipzig am Montag Bildrechte: Eric Pannier

12:30 Uhr | Vereinzelt auch Stromausfälle hierzulande

In Thüringen sind gegen Mittag etwa 770 Haushalte ohne Strom gewesen. Wie die Thüringer Energienetze dem MDR bestätigten, sind vor allem die Regionen vom Hainich bis zum südlichen Eichsfeld und im Thüringer Wald betroffen. Auch aus Sachsen und Brandenburg werden Stromausfälle gemeldet. Am Montagvormittag waren noch jeweils 500 Kunden in Mittelsachsen, im Vogtland und im Umland von Cottbus betroffen. Eine Mitnetz-Sprecherin sagte, es sei für die Mitarbeiter teilweise sehr schwierig, die Leitungen und Anlagen zu erreichen. Am Morgen seien bis zu 6.500 Kunden ohne Strom gewesen.

12:13 Uhr | Sturmflut im Norden wird höher

Die für Montagnachmittag erwartete Sturmflut könnte in Hamburg etwas höher werden als vorhergesagt. Der Scheitel gegen 17.30 Uhr werde in St. Pauli 2,00 bis 2,50 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, hieß es vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Vermutlich werde der Fischmarkt überschwemmt. Auch am Dienstag werde eine Sturmflut erwartet, der Scheitelpunkt gegen 05.45 Uhr aber vermutlich nur 1,50 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen.

11:44 Uhr | Waldschäden nicht abzusehen

Die Auswirkungen von Sturmtief "Sabine" auf Wälder in Sachsen sind nach Angaben des Staatsbetriebs Sachsenforst noch nicht absehbar: Für die Mitarbeiter sei es derzeit schwierig und auch gefährlich die Wälder zu betreten. Waldwege seien gesperrt. Erst Mitte der Woche, wenn das Tief vollständig abgezogen ist, sei eine Bestandsaufnahme möglich.

11:25 Uhr | Warnungen vor dem Betreten von Wäldern

In ganz Deutschland warnen Behörden weiter vor dem Betreten von Wäldern – auch nach dem Sturm. Wie es hieß, könnten auch dann noch Äste herabfallen.

Dach von Berufsschule durch Sturm schwer beschädigt.
Der Morgen danach: In Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg wurde das Dach einer Berufsschule schwer beschädigt. Bildrechte: imago images/onw-images

10:22 Uhr | Neue Unwetterwarnungen

Vom Deutschen Wetterdienst gibt es neue Unwetterwarnungen – vor schweren Gewittern im Kreis Mittelsachsen für Berg- und Tiefland, im Erzgebirgskreis, für die Stadt Chemnitz sowie für den Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Sie gilt allerdings nur kurz, bis 12:00 Uhr. Nur im Thüringer Saale-Orla-Kreis gilt die Warnung bis 12:30 Uhr.

10:21 Uhr | Deutsche Bahn: Fernverkehr rollt wieder an

Mit Ausnahme von Bayern lässt die Deutsche Bahn ihren Fernverkehr nach und nach wieder anrollen. Er war am Abend zuvor vorsorglich und bundesweit eingestellt worden. Bahnfahrer müssen aber den Angaben zufolge weiter mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen.

In Bayern indes wurde zuletzt auch der Betrieb der Münchner S-Bahn weitgehend eingestellt. Lediglich auf der Strecke zwischen Pasing und dem Ostbahnhof in München wurde laut Bahn noch ein Pendlerverkehr aufrechterhalten. Die Züge in das weitere Umland seien jedoch in den nächstgelegenen Bahnhöfen stehengeblieben.

10:09 Uhr | Weiter Vorsicht auch in Thüringen

Für Thüringen mahnt der Deutsche Wetterdienst weiter zur Vorsicht. Prinzipiell sei im Bergland noch mit Orkanböen zu rechnen, sagte eine Sprecherin. Ab Mittag sei dann vereinzelt auch wieder mit schweren Sturmböen im Flachland zu rechnen: "Wer unbedingt raus muss, sollte abwarten, bis die Schauer und Gewitter vorbeigezogen sind."

Feuerwehrmänner bearbeiten einen umgestürzten Baum.
Zwischen Ohrdruf und Luisenthal ist ein Baum auf die Straße gestürzt, ein Autofahrer stieß dagegen. Er kam verletzt in ein Krankenhaus. Bildrechte: News5/Schuchardt

09:46 Uhr | Bayern: Zugverkehr eingestellt

In Bayern hat die Deutsche Bahn im Lauf des Vormittags nach eigenen Angaben den gesamten Verkehr eingestellt. Am Flughafen in München wurden mehr als 400 Flüge gestrichen. "Sabine" zieht nun in Nord-Süd-Richtung weiter. Für Baden-Württemberg und Bayern gelten praktisch flächendeckend Unwetterwarnungen.

09:05 Uhr | Mitteldeutschland: "Sabine" macht eine Pause

Die Wetterlage in Mitteldeutschland hat sich etwas beruhigt. Der Deutsche Wetterdienst erklärte, im Tiefland könne der Sturm aber ab dem Mittag wieder stärker werden. In der Nacht waren vor allem das nördliche Sachsen-Anhalt und im Süden der Harz betroffen.

Laut Deutscher Bahn sollen in Leipzig wieder S-Bahnen fahren. Um Dresden rollte laut Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) der Regional- und S-Bahn-Verkehr wieder an. Reisende sollten aber trotzdem weiter mit Verspätungen rechnen.

Aus Sachsen werden vereinzelt auch Stromausfälle und Netzstörungen gemeldet. Im Nachbarland Tschechien waren am Morgen rund 100.000 Haushalte ohne Strom.

09:00 Uhr | Unwetterwarnung für den Oberharz

Die DWD-Unwetterwarnung gilt jetzt bis zum Mittag im Harz noch für Lagen oberhalb 600 Meter. Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis 105 km/h seien hier weiterhin möglich.

08:55 Uhr | Weitere Straßen im Harz blockiert

Nach Straßen im Ost-Harz (weiter unten im Ticker) sind am Morgen auch einige im westlichen Oberharz blockiert gewesen. Die Polizei in Goslar meldete, dass Feuerwehren viele Bäume von den Fahrbahnen räumten. Betroffen gewesen seien etwa die Bundesstraßen 4 bei Torfhaus, die 498 an der Okertalsperre und die 242 nahe Dammhaus. Das Ausmaß der Schäden in den Wäldern im Oberharz war noch nicht absehbar.

07:50 Uhr | Regionalverkehr in Bayern gestoppt - Stromausfälle

Die Deutsche Bahn hat am Montagmorgen ihren Regionalverkehr in Bayern eingestellt. Nur die S-Bahn in München sei in Betrieb, teilte die Bahn mit. Je nach Lage werde am Vormittag der Bahnverkehr wieder aufgenommen. Auch Privatbahnen, die Gleise der Deutschen Bahn AG nutzten, seien betroffen. Schulunterricht fällt flächendeckend aus.

In mehreren Regionen ist zudem der Strom ausgefallen. Erste Ausfälle habe es in der Nacht in Unterfranken gegeben, teilte die Bayernwerk AG am Morgen in Regensburg mit. Danach hätten sich die Stromausfälle auf Oberfranken, die Oberpfalz und Oberbayern ausgeweitet. Mehr als 50.000 Haushalte seien ohne Strom. Ursache seien meist Bäume oder Äste, die Stromleitungen berührten oder beschädigten.

07:15 Uhr | Sturmflut-Gefahr an der Nordseeküste

Obwohl der eigentliche Stum im Norden schon durch ist und "Sabine" sich nach Süden und Osten bewegt, gilt im Gefolge ab dem Nachmittag für die deutsche Nordseeküste weiter eine Sturmflut-Warnung.

07:10 Uhr | "Sabine" in Bayern angekommen

Am Morgen hat der Sturm jetzt Bayern erreicht. Nach Polizeiangaben aus Oberfranken gab es "jede Menge umgefallene Bäume" – auch auf Straßen und Autos, aber keine größeren Schäden oder Verletzte.

06:32 Uhr | Flüge ab Dresden und Leipzig/Halle gestrichen

Am Flughafen Dresden sind alle Inlandsflüge bis 13:05 Uhr und die Morgenmaschine nach Zürich gestrichen. Am Flughafen Leipzig/Halle sind alle Inlandsverbindungen bis 12:45 Uhr anulliert. Urlaubsflüge sollen jedoch an beiden Flughäfen planmäßig stattfinden. Auch die Linienverbindung von Leipzig/Halle nach Wien soll pünktlich fliegen.

06:08 Uhr | Zoo in Halle geschlossen

06:06 Uhr | Testfahrten ab Hauptbahnhof Halle

Vom Hauptbahnhof in Halle fahren Züge der Deutschen Bahn ohne Fahrgäste ab, um Strecken auf mögliche Schäden zu testen. Ab 08:00 Uhr sollen dann auch Pendler einsteigen dürfen. Für gestrichene S-Bahnen nach Leipzig gibt es teilweise Schienen-Ersatzverkehr.

Anzeigetafel am Hauptbahnhof Halle bei Sturmtief "Sabine"
Anzeigetafel im Hauptbahnhof in Halle am Morgen Bildrechte: MDR/Fabian Brenner

Drei Gesperrte Straßen in Sachsen-Anhalt am Morgen:

  • Bundesstraße 27 zwischen Blankenburg und Hüttenrode
  • Bundesstraße 244 zwischen Elbingerode und Wernigerode
  • Bundesstraße 176 zwischen Bad Bibra und Saubach

05:47 Uhr | "Sabine" wendet sich nach Süden

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes werden die stärksten Sturmböen jetzt für den Süden erwartet. In Baden-Württemberg und Bayern könne es "extremes Unwetter" geben. Auch in tiefen Lagen seien Orkanböen um 120 km/h möglich, auf den Bergen über 140 km/h. Es könnte Starkregen und kräftige Gewitter geben. Der DWD warnte auch vor möglichen Schäden an Gebäuden. "Sabine" sei ein Winterorkan, wie er etwa alle zwei Jahre vorkomme, aber nicht so stark wie "Kyrill" 2007. Einige Landkreise empfahlen Schülern, daheim zu bleiben.

05:21 Uhr | 124 km/h auf Fichtelberg

Laut MDR-Wetterstudio wurde auf dem Fichtelberg eine Windspitze von 124 Kilometern pro Stunde gemessen, im Tiefland bei Oschatz 104 Kilometer je Stunde gemessen. Steigerungen werden nicht mehr erwartet. Es bleibt aber landesweit stürmisch.

05:16 Uhr | Züge von Abellio fahren – aber verspätet

Bei Nahverkehrsanbieter Abellio in Sachsen-Anhalt wird gefahren. Bei den Verbindungen Magdeburg-Halberstadt, Magdeburg-Erfurt, Halle-Naumburg und Halle-Bernburg dürfte es aber Verspätungen geben. Auch Abellio rät aber weiter: Wer nicht unbedingt Zug fahren muss, sollte es heute auch lassen: Informationen von Abellio

05:08 Uhr | Auch Altmark in Sachsen-Anhalt stärker betroffen

Neben dem Harz hat der Sturm in Sachsen-Anhalt auch in der Altmark stärker gewirkt: Es gab bis zum Morgen laut Leistellen 75 Einsätze, vor allem wegen umgestürzter Bäume. Vereinzelt liefen auch Keller mit Regenwasser voll. In Lüderitz deckte der Sturm mehrere Dächer ab. Etwa 40 Einsätze gab es im Salzlandkreis: In Egeln etwa knickte ein Ampelmast um. In anderen Landkreisen hielten sich die Probleme in Grenzen.

04:45 Uhr | Böen weniger heftig

Einschätzung von MDR-Meteorologe Thomas Globig: Die erwarteten Sturmböen sind nicht ganz so heftig wie befürchtet. Satte Orkanböen mit Geschwindigkeiten über 118 km/h gab es nur vereinzelt, etwa auf dem Brocken oder dem Fichtelberg. Meist wurden Windgeschwindigkeiten von 80 und 115 km/h registriert.

Die kräftigsten Regengüsse haben inzwischen weite Teile Thüringens und Sachsen-Anhalts überquert und verlagern sich über Sachsen weiter in Richtung Südosten. Damit werden auch das Erzgebirge, der Dresdner Raum und die Oberlausitz in den frühen Morgenstunden von kräftigen Regengüssen überquert. Dabei sind auch nochmals schwere Sturmböen und im oberen Erzgebirge auch Orkanböen zu erwarten.

Im Lauf des Vormittags ziehen dann aber nach kurzer freundlicher Phase einige neue und zum Teil kräftige Regen- und Graupelschauer nach Mitteldeutschland, womit erneut lokal schwere Sturmböen möglich sind. Somit ist ein Ende des stürmischen Wetters noch nicht in Sicht: Auch bis zum Dienstag werden noch weitere Sturmböen erwartet.

04:43 Uhr | Feuerwehr im Harz hat zu tun

Die Feuerwehren in Sachsen-Anhalt haben viel zu tun – besonders im Landkreis Harz. Bis 04:00 Uhr gab es dort rund 140 Einsätze, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle am Morgen. Es gab umgestürzte Bäume, viele Straßen sind gesperrt. In Wernigerode wackelten die Giebel einiger Fachwerkhäuser. Mehr aus Sachsen-Anhalt im Morgenticker dort.

Ein Mann beseitigt mit einer Motorsäge einen Baum auf einer Strasse in Mönchengladbach.
Aufräumarbeiten am Morgen in Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen Bildrechte: dpa

04:38 Uhr | Mitteldeutsche Regiobahn fährt doch

Nach aktuellen Informationen fährt die Mitteldeutsche Regiobahn zwischen Dresden und Hof über Freiberg, Chemnitz und Zwickau sowie zwischen Chemnitz und Leipzig ab etwa 06:00 Uhr nun doch. Auf der Verbindung zwischen Chemnitz und Elsterwerda über Mittweida, Döbeln und Riesa soll der Betrieb ebenfalls ab 6 Uhr starten. Der Zug ab Chemnitz um 05:09 Uhr fiel aber aus.

Mehrere Straßen sind wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Die kurzzeitig gesperrte Autobahn 14 zwischen Klinga und Grimma ist aber inzwischen wieder frei. Weitere Informationen aus Sachsen.

04:33 Uhr | 170 km/h auf dem Brocken

Auf dem Brocken im Harz hat der Sturm zwischenzeitlich einen Höchstwert erreicht: Um 03:00 Uhr wurden 170 Kilometer pro Stunde Windgeschwindigkeit gemessen.

03:15 Uhr | Baukran fällt auf Frankfurter Dom

In Frankfurt/Main ist der Ausleger eines Baukrans abgeknickt und hat das Dach des Frankfurter Doms teilweise beschädigt. Der Schaden kann von der Polizei in der Nacht noch nicht bewertet werden. Für die Nacht ließ die Feuerwehr zunächst alles, wie es ist. Eine Fachfirma soll den Kran frühestens am Montag zurückbauen und den Ausleger entfernen.

03:15 Uhr | Einschätzung von MDR-Meteorologe Globig

03:10 Uhr | Leichte Schäden im Westen

In der Nacht sind aus Nordrhein-Westfalen zunächst weniger Schäden bekannt geworden als befürchtet. Es gab einige Verletzte. Meist hatten es die Einsatzkräfte mit umgestürzten Bäumen zu tun. In einigen Ortschaften fiel der Strom aus.

00:29 Uhr | Großes Glück für Auto-Insassen

In Mülheim an der Ruhr hatten zwei Leute in einem Pkw großes Glück: Ein 25 Meter hoher Baum fiel am Sonntagabend auf den fahrenden Wagen. Das Auto wurde im hinteren Bereich getroffen, schleuderte und landete im Straßengraben. Die beiden Menschen konnten sich selbst aus dem komplett zerstörten Fahrzeug befreien. Nur leicht verletzt kamen sie in ein Krankenhaus.

Dieses von der Feuerwehr Mülheim zur Verfügung gestellte Foto zeigt ein von einem umgestürzten Baum zerstörtes Auto.
In diesem Auto hatten zwei Insassen großes Glück: Als der Wagen am Heck von einem umstürzenden Baum getroffen wurde, kamen beide leicht verletzt davon. Bildrechte: Feuerwehr Mülheim/dpa

00:12 Uhr | Notlandung für Passagiermaschine in Nürnberg

Ein Airbus der Turkish Airlines ist am Abend statt in Düsseldorf in Nürnberg gelandet. Die Maschine hatte nach mehreren Anläufen in Düsseldorf das Landemanöver abgebrochen und nach einigen Runden über dem Rhein-Ruhr-Gebiet in Nürnberg aufgesetzt. Zu der Zeit wurden in Düsseldorf 90 Stundenkilometer, also Windstärke 10 gemessen.

MDR-Meteorologe Thomas Globig informiert

MDR-Meteorologe Thomas Globig hält Sie die ganze Nacht über jeweils 15 Minuten nach der vollen Stunde auf dem Laufenden.

22:51 Uhr | Baum auf Oberleitung in Iserlohn

Kurz vor Einstellung des Regionalverkehrs am Sonntagabend fiel im nordrhein-westfälischen Iserlohn ein Baum auf eine Bahn-Oberleitung. Es sei ein Lichtbogen entstanden, sagte eine Feuerwehrsprecherin am Abend. Ein Regionalzug sei ebenfalls getroffen, die 15 Passagieren aber seien unverletzt geblieben. Äußerlich sei der Zug kaum beschädigt.

Ein Baum ist auf ein Auto gestürzt
Bochum in Nordrhein-Westfalen: Einer von Hunderten umgestürzten Bäumen Bildrechte: Feuerwehr Bochum /dpa

22:40 Uhr | Fernverkehr bis mindestens 10:00 Uhr eingestellt

Wegen "Sabine" wird der Fernverkehr der Deutschen Bahn bis mindestens 10:00 Uhr am Montagvormittag eingestellt bleiben. Im Internet schreibt die Bahn, erst nach Schadaufnahme im Rahmen von Erkundungsfahrten und erforderlichen Reparaturarbeiten würden ab voraussichtlich ab dem Morgen die Strecken für den Fernverkehr sukzessive wieder freigegeben. Die Bahn rechnet jedoch den ganzen Montag über mit Behinderungen.

22:13 Uhr | DWD aktualisiert amtliche Gefahrenmitteilung

Der Deutsche Wetterdienst hat seine amtliche Gefahrenmitteilung vor orkanartigen Böen und Orkanböen aktualisiert.

21:57 Uhr | Baum stürzt in Haus in Hamburg

In Hamburg-Blankenese ist ein Baum in ein Haus gestürzt. Nach Angaben der Feuerwehr stürzten das Dach und zwei Wände ein. Verletzt worden sei aber niemand. Wegen des Sturmtiefs "Sabine" hatte die Hamburger Feuerwehr bislang schon mehr als 200 Einsätze.

21:45 Uhr | Länderbahn stellt Betrieb ein

Die Länderbahn hat ihren Zugverkehr in Sachsen und Nordbayern wegen des Sturmtiefs "Sabine" eingestellt. Das Bahnunternehmen meldete, es seien bereits Schäden an der Infrastruktur entstanden. Deshalb werde der Zugverkehr im sächsischen Vogtland, in Ostsachsen und in Nordbayern gestoppt.

21:45 | MDR AKTUELL: Erste Schäden zu sehen

21:40 Uhr | Umgestürzte Bäume auf Autobahnen

Umgestürzte Bäume und abgerissene Äste sorgen für Behinderungen auf Autobahnen. Auf der Autobahn 9 in Richtung Berlin liegt zwischen Lederhose und Triptis in Thüringen ein Baum auf der rechten Fahrspur, auf der Autobahn 38 zwischen Kreuz Rippachtal und Lützen ist es großer Ast. Die Autobahn 7 von Hannover nach Kassel ist zwischen Hildesheim und dem Dreieck Salzgitter wegen umgestürzter Bäume bis Montafrüh gesperrt. In Nordrhein-Westfalen gilt das für die Autobahn 45 nach Frankfurt/Main zwischen dem Kreuz Hagen und Hagen-Süd.

21:35 Uhr | Zeitungen werden nicht zugestellt

Mehrere Zeitungen in Deutschland wollen wegen der Sturmgefahren für die Zusteller ihre Montagsausgabe nicht ausliefern. Sie bieten ihren Abonnenten stattdessen den kostenlosen Zugriff auf die E-Paper-Ausgabe an. Betroffenen sind die unter anderem die "Augsburger Allgemeine", die "Offenbach-Post" oder die "Neue Westfälische".

21:28 | City-Bahn Chemnitz stellt Linien ein

Die City-Bahn Chemnitz stellt den Verkehr auf mehreren Strecken ein. Betroffenen sind die Linien nach Hainichen, nach Burgstädt sowie nach Stollberg.

21:25 Uhr | Straßen von und nach Schierke blockiert

Die Straße von und nach Schierke ist durch umgestürzte Bäume blockiert. Niemand kommt durch, berichtet eine MDR-Reporterin. In Unterschierke ist der Strom ausgefallen. Außerdem wurde ein Auto von einem Baum getroffen, verletzt wurde niemand, so die Harzer Feuerwehr.

20:52 | Sturmzentrum erreicht 1 Uhr Mitteldeutschland

Gegen 1 Uhr zieht die zu Orkantief "Sabine" gehörende Kaltfront nach Mitteldeutschland rein. Von Nordwesten her wird sie den Westen Sachsen-Anhalts erreichen. Dann muss nach Angaben von MDR-Meteorologe Thomas Globig flächendeckend bis ins Flachland mit Orkanböen der Stärke 12 gerechnet werden. Im Lauf der 2. Nachthälfte zieht die Kaltfront über Thüringen und Sachsen hinweg ehe sie gegen 7 Uhr Richtung Südosten herauszieht. Danach beruhigt sich das Wetter am Montagvormittag aber nur kurzzeitig.

20:51 Uhr | Viele Schulen bleiben geschlossen

In Nordrhein-Westfalen und Bremen bleiben wegen Orkan "Sabine" am Montag viele Schulen geschlossen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind bislang keine Schulschließungen bekannt.

20:42 Uhr | Herabfallender Ast verletzt 16-Jährigen

In Paderborn ist ein 16-Jähriger durch einen herabstürzenden Ast verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde er schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

20:26 Uhr | Sturm nimmt an Stärke zu

In Nordrhein-Westfalen nimmt Orkantief "Sabine" an Stärke zu. Der Deutsche Wetterdienst erwartet, dass gegen 21 Uhr die dazugehörige Kaltfront am Niederrhein und im Münsterland eintrifft. Dabei erwartet er dann die stärksten Windgeschwindigkeiten. Bis ins Flachland seien Orkanböen der Stärke 12 möglich. Verbreitet werde es Gewitter geben. Punktuell könne es auch stark regnen mit mehr als 15 Litern Niederschlag pro Quadratmeter. Gegen 2 Uhr ziehe die Kaltfront dann wieder aus Nordrhein-Westfalen Richtung Osten raus.

20:10 Uhr | Viele Straßen gesperrt

In Thüringen und Sachsen-Anhalt sind zahlreiche Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt (Stand: Sonntagabend).

Thüringen


  • A71 beide Richtungen zwischen Ilmenau-West und Gräfenroda wegen starken Windes gesperrt
  • Wartburgkreis: Straße zwischen Gräfendorf-Nitzendorf und Bad Salzungen gesperrt
  • Ilm-Kreis: Am Umspannwerk zwischen Großbreitenbach und Altenfeld in beiden Richtungen umgestürzte Bäume
  • Landkreis Greiz: Straße zwischen Reudnitz und Teichwolframsdorf gesperrt

Sachsen-Anhalt


  • B185 zwischen Aschersleben und Ermsleben gesperrt
  • B244 zwischen Elbingerode und Wernigerode gesperrt
  • Landkreis Harz: Sperrungen zwischen Rübeland und Abzweig B81 und zwischen Thale und Friedrichsbrunn und zwischen Ballenstedt und Rieder und zwischen Hedersleben und Wedderstedt
  • Elbfähren Barby und Rogätz außer Betrieb

19:55 Uhr | Abellio kündigt Behinderungen an

Zugreisende in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen am Montag auch beim Bahnunternehmen Abellion mit Behinderungen rechnen. Ein Sprecher sagte, es werde zu massiven Verspätungen und Zugausfällen kommen. Bereits jetzt fahren die Abellio-Regionalzüge langsamer. Betroffen sind die Strecken, die etwa Magdeburg mit dem Salzlandkreis, dem Harz, Stendal und Wolfsburg verbinden sowie im Süden Sachsen-Anhalts zwischen dem Raum Leipzig-Halle, Naumburg, Erfurt, Eichsfeld, Eisenach und Kassel.

19:50 Uhr | Immer mehr Regionalbahnen stoppen Züge

Nach der Deutschen Bahn im Fernverkehr stellen auch auch immer mehr Regionalbahnen wegen Orkantief "Sabine" den Betrieb ein. In Niedersachsen hielt das Unternehmen Metronom seine Züge an. Es bedient die Strecken Uelzen-Celle-Hannover-Göttingen, Hamburg-Lüneburg-Uelzen und Hamburg-Rotenburg-Bremen.

19:45 Uhr | Hinweise zu Verhalten bei Sturm

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt aufgrund der aktuellen Wetterlage Hinweise zum Verhalten bei Sturm. Unter anderem sollen Wetterberichte und Unwetterwarnungen verfolgt und Aufenthalte im Freien vermieden werden. Fenster und Türen sowie Rollläden oder Fensterläden sollten geschlossen sein.

19:36 Uhr | Verkehrsverbund Oberelbe stellt Zugverkehr ein

Auch der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) hat den Zugverkehr wegen Orkantief "Sabine" eingestellt.

19:30 Uhr | 48 Feuerwehr-Einsätze im Harz

Im Harz ist die Feuerwehr wegen Orkantief "Sabine" bislang zu 48 Einsätzen ausgerückt. Wie die zuständige Feuerwehrleitstelle dem MDR mitteilte, musste sie vor allem umgestürzte Bäume beseitigen. In Rieder, einem Ortsteil von Ballenstedt, sei ein Dach zum Großteil abgedeckt und eine Solaranlage heruntergerissen worden. Niemand sei verletzt worden. Wie die Harzer Schmalspurbahnen mitteilten, sind die Brockenbahn, die Harzquer- und die Selketalbahn bis Dienstag nicht in Betrieb.

19:25 Uhr | U-Bahn fährt in Hamburg in Baum

In Hamburg ist eine U-Bahn in einem auf den Gleis gestürzten Baum gefahren. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde keiner der etwa 65 Fahrgäste verletzt. Bis zum Abend musste die Feuerwehr der Hansestadt wegen Orkantief "Sabine" rund 130 mal ausrücken.

19:03 | Erfurter Bahn stellt Betrieb ein

Wegen des aufziehenden Sturmtiefs "Sabine" stoppt die Erfurter Bahn ihren Zugverkehr in Thüringen. Das Unternehmen erklärte, ab 20 Uhr werde der Bahnverkehr schrittweise eingestellt. Ein Notverkehr durch Busse könne nicht gewährleistet werden. Die Erfurter Bahn betreibt mehrere Regionalstrecken in Thüringen.

18:30 Uhr | Bäume blockieren A7 - Vorsicht auf der A71

Die A7 ist wegen umgestürzter Bäume zwischen Hildesheim und Dreieck Salzgitter gesperrt. Für die Autobahn 71 rät die Polizei auf der besonders windanfälligen Talbrücke Zahme Gera zwischen Ilmenau und Gräfenroda zur Vorsicht. Hier herrsche Windwarnstufe 1. Es wird empfohlen, diesen Abschnitt der A71 bei Sturm nicht mehr Wohmobilen und Lastwagen zu befahren.

18:11 Uhr | Stromausfälle in Schleswig-Holstein

Orkantief "Sabine" hat in Schleswig-Holstein für erste Stromausfälle gesorgt. Bei Tangstedt im Kreis Stormarn blies der Sturm einen Ast in eine Maststation. Mehrere Haushalte hatten rund eine Stunde keinen Strom. Auch ein Umspannwerk wurde beschädigt.

18:10 Uhr | Bahn stellt Übernachtungszüge bereit

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Die Deutsche Bahn rechnet wegen des Orkantiefs "Sabine" mit Verspätungen und Ausfällen. Reisende sollen sich vor Reiseantritt informieren. Bildrechte: MDR/Mike Heerdegen-Simonsen

Deutsche Bahn will in größeren Bahnhöfen sogenannte Übernachtungszüge für Reisende bereitstellen, deren Züge wegen Orkantief "Sabine" nicht weiterfahren. Außerdem sollen gestrandete Reisende im Rahmen ihrer Fahrgastrechte Hotelgutscheine und Taxigutscheine erhalten.

17:42 Uhr | Mitteldeutsche Regiobahn stellt Zugverkehr ein

Aufgrund der aktuellen Wetterwarnung stellt die Mitteldeutsche Regiobahn ab 21 Uhr den Bahnverkehr auf allen Linien ein. Die Länderbahn reduzierte die Geschwindigkeit der Züge in Sachsen und Bayern. Wie die Länderbahn mitteilte, wird das zu deutlichen Verspätungen des Zugverkehrs führen. In den Abendstunden ist mit einer Einstellung des Zugverkehrs zu rechnen.

17:28 Uhr | Windböe lässt Baugerüst in Berlin umstürzen

In Berlin hat eine starke Windböe ein Baugerüst umgerissen. Es stürzte auf die Straße und beschädigte nach Angaben der Feuerwehr ein gegenüberliegendes Gebäude. Verletzte gab es nicht.

17:22 Uhr | Bahn will Fernverkehr wegen Sturm bundesweit einstellen

Freiwillige Feuerwehrmänner beseitigen einen umgeknickten Baum auf der Bahnstrecke Neumünster-Heide.
Feuerwehrmänner beseiten einen umgeknickten Baum auf der Bahnstrecke Neumünster-Heide. Bildrechte: dpa

Die Deutsche Bahn will den Fernverkehr wegen des Orkans "Sabine" nach und nach bundesweit einstellen. Auf ihrer Internetseite teilte sie mit, man habe sich entschieden, beginnend in Nordrhein-Westfalen nach und nach alle Züge des Fernverkehrs bundesweit an größeren Bahnhöfen enden zu lassen.

In Nordrhein-Westfalen stellte die Bahn zudem den Regionalverkehr ein. Zuvor waren bereits mehrere Strecken gesperrt worden, weil umgestürzte Bäume die Gleise blockiert hatten.

Auch für Autofahrer sorgte "Sabine" für Komplikationen: Mehrere Bundes- und Landstraßen waren schon am Nachmittag nicht mehr problemlos befahrbar, weil Bäume im Weg lagen.

17:07 Uhr | Züge in Thüringen fahren langsamer

Im Bahnverkehr in Thüringen kommt es zu Behinderungen. Das Unternehmen Abellio riet Reisenden, möglichst auf Zugfahrten im Regionalverkehr zu verzichten. Die Erfurter Bahn lässt Züge sicherheitshalber langsamer fahren. Es kommt zu Verspätungen.

17:07 Uhr | Besucher sollen Parks in Weimar meiden

Die Klassik Stiftung Weimar hat vor dem Besuch ihrer historischen Park- und Gartenanlagen gewarnt. Es bestehe die Gefahr, dass Äste von teils mehr als 200 Jahre alten Bäume abbrechen oder Bäume umstürzen. Die Warnung gilt vorerst bis Montagmittag.

17:03 Uhr | Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen eingestellt

Wegen des Orkantiefs "Sabine" hat die Deutsche Bahn den Fernverkehr im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen eingestellt.

16:55 Uhr | Orkanböen mit Tempo 160 auf dem Brocken

Orkantief "Sabine" sorgt auf dem Brocken für extreme Orkanböen. Der Deutsche Wetterdienst hat am Abend Spitzengeschwindigkeiten von 156 Kilometer pro Stunde gemessen. Laut Prognosen könnte es der Orkan auf dem Brocken-Plateau im Laufe der Nacht auch noch auf Tempo 180 bringen. Die Harzer Schmalspurbahnen hatten schon am Sonntagmittag vorsorglich ihre Fahrten zum Brocken eingestellt.

Laut Wetterdienst sorgt das Sturmtief in Sachsen-Anhalt auch im Flachland für Orkanböen, vor allem in der Nacht zu Montag. Die amtliche Unwetterwarnung gilt im ganzen Bundesland bis Montagmorgen.

16:22 Uhr | IC-Zug fährt auf umgestürzten Baum

Im Emsland ist ein Intercity-Zug in einen umgestürzten Baum gefahren. Er steckt auf offener Strecke zwischen dem Grenzbahnhof Bad Bentheim und Rheine fest. Nach Angaben der Deutschen Bahn sitzen in dem IC von Amsterdam nach Berlin etwa 300 Reisende.

16:13 Uhr | Lufthansa rechnet bis Dienstag mit Behinderungen

Die Deutsche Lufthansa rechnet wegen des Orkantiefs "Sabine" bis Dienstagvormittag mit zahlreichen Ausfällen. Die Fluggesellschaft teilte mit, sie habe in München am Montag alle Kontinentalflüge bis 13.00 Uhr und alle Interkontinentalflüge bis 14.00 Uhr ausgesetzt. Mit der Streichung von Kontinentalverbindungen von und nach Frankfurt sei ebenfalls zu rechnen.

15:38 Uhr | Flugausfälle auch in Bayern

Am Flughafen München waren am Sonntag bereits 110 Flüge ausgefallen. Nach Angaben eines Sprechers wurden vor allem Flüge Richtung Norden gestrichen.

15:14 Uhr | Eurowings stellt Flugbetrieb ein

Die Fluggesellschaft Eurowings hat fast alle Flüge für die Dauer des Sturmtiefs "Sabine" abgesagt. Ihren Angaben zufolge wurden die Verbindungen von den Flughäfen Hamburg, Berlin, Hannover, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Stuttgart gestrichen.

15:06 Uhr | Umgestürzte Bäume im Harz

Touristen kämpfen gegen die Windböen auf dem Brocken.
Touristen kämpfen gegen die Windböen auf dem Brocken. Bildrechte: dpa

Umgerissene Bäume blockieren eine Bundesstraße im Harz. Nach Angaben der Polizei wurde die B498 sei zwischen Goslar/Oker und Clausthal/Altenau in beide Richtungen gesperrt. Die Feuerwehren und Straßenmeistereien seien im Einsatz. Im weiteren Verlauf wurde die B498 auch zwischen Altenau und Romkerhalle gesperrt. Auch aus den Orten Osterode und Herzberg wurden Sturmschäden und Behinderungen gemeldet.

15:00 Uhr | DWD veröffentlicht amtliche Gefahrenmitteilung

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Gefahrenmitteilung herausgegeben. Er warnt im gesamten Bundesgebiet bis Montagfrüh vor zeitweise orkanartigen Böen und Orkanböen. Auch im Laufe des Montags muss weiter mit schweren Böen gerechnet werden. Es bestehe Lebensgefahr durch Sturmschäden wie umstürzende Bäume und herabstürzende Gegenstände!

Unwetterkarte Deutscher Wetterdienst
Die Grafik des Deutschen Wetterdienstes zeigt die Wetterwarnungen für Deutschland, Stand: Sonntagmittag, 12:10 Uhr. Rot steht für Warnstufe 3 (Unwetterwarnung), Dunkelrot für Warnstufe 4 (Warnung vor extremem Unwetter). Die Live-Karte des DWD finden Sie unter dem folgenden Link. Bildrechte: DWD

14:39 Uhr | Umgestürzter Baum blockiert Zug in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gibt es Behinderungen im Bahnverkehr. Zwischen Magdeburg und Desslau-Roßlau stürzte ein Baum auf die Gleise. Ein Intercity nach Leipzig steckte zunächst fest. Er konnte mit 50 Minuten Verspätung weiterfahren. Auch die Strecke Magdeburg-Potsdam ist nach Angaben der Bahn gesperrt.

14:29 Uhr | Bahn schränkt Regionalverkehr in Niedersachsen ein

Nach dem Fernverkehr schränkt die Deutsche Bahn in Niedersachsen auch den Regionalverkehr ein. Regionalexpress-Züge zwischen Bremen und Norddeich wurden eingestellt. Eingestellt wurden im Weserbergland die Linie zwischen Bodenfelde und Northeim sowie die S-Bahnlinien von Hannover ins westfälische Minden sowie nach Nienburg.

14:20 Uhr | Flughafen Frankfurt streicht Flüge

Am Flughafen in Frankfurt wurden am Sonntag bereits rund 100 Starts und Landungen annulliert. Ein Sprecher des Betreibers Fraport sagte, die Zahl der Flugausfälle könnte im Lauf des Tages weiter steigen.

14:19 Uhr | Behinderungen und erste Schäden an der Nordsee

Zwei Personen gehen an der Strandpromenade auf der Nordseeinsel Norderney spazieren.
Touristen gehen auf der Nordseeinsel Norderney spazieren. Bildrechte: dpa

Das Sturmtief sorgte an der Nordseeküste für erste Behinderungen und Schäden. Die Deutsche Bahn strich zahlreiche Fernzüge vom Ruhrgebiet und Hannover an die Küste. In Leer rückten die Rettungskräfte aus, nachdem losgerissene Dachelemente in die Fußgängerzone zu wehen drohten. Bereits am Morgen wurden Fährverbindungen zu den Nordseeinseln gestrichen.

14:08 Uhr | Flugausfälle in Berlin

Wegen "Sabine" wurd am Flughafen Berlin/Tegel einige Flüge gestrichen. Nach Angaben des Flughafens sind Verbindungen am Sonntagnachmittag und am Abend nach London, Brüssel, Düsseldorf und Köln/Bonn betroffen. Fluggäste werden gebeten, sich bei den Fluggesellschaften und auf der Website der Berliner Flughäfen zu informieren.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. Februar 2020 | 14:00 Uhr