Feuerwehrleute vor dem Helios Klinikum im niedersächsischen Helmstedt. Das Krankenhaus musste teilweise geräumt werden.
Rund 150 Feuerwehrleute waren nach dem Wassereinbruch im Krankenhaus von Helmstedt im Einsatz. Bildrechte: Tom Wunderlich/dpa-Zentralbild/dpa

Tief "Axel" Starkregen sorgt für Überschwemmung von Straßen und Gleisen

Tief "Axel" hat in vielen Regionen Deutschlands heftige Regenfälle mit sich gebracht. Straßen, Bahngleise und Keller wurden überschwemmt. Betroffen war auch ein Krankenhaus im niedersächsischen Helmstedt. Dort wurden nach einem Wassereinbruch mehrere Patienten verlegt.

Feuerwehrleute vor dem Helios Klinikum im niedersächsischen Helmstedt. Das Krankenhaus musste teilweise geräumt werden.
Rund 150 Feuerwehrleute waren nach dem Wassereinbruch im Krankenhaus von Helmstedt im Einsatz. Bildrechte: Tom Wunderlich/dpa-Zentralbild/dpa

Tief "Axel" hat in weiten Teilen Deutschlands für heftige Gewitter und Starkregen gesorgt. Im niedersächsischen Helmstedt gab am Montagabend in einem Krankenhaus die Decke in einem Kreißsaal teilweise nach. Der Kreißsaal und mehrere andere Räume der Station wurden daraufhin geräumt. Nach Angaben der Klinik wurden die Patientinnen innerhalb des Krankenhauses verlegt. Auch auf einer anderen Station der Klinik mussten Patienten vorsichtshalber verlegt werden.

Grund war der Klinik zufolge die Durchnässung der Leichtbaudecken. Aufgrund des Starkregens hätten die Regenfall-Leitungen dem Wasserdruck nicht standgehalten, die Leichtbaudeckenplatten seien durch die Feuchtigkeit aufgeweicht und teilweise heruntergebröckelt. In einer Erklärung der Klinik heißt es, der Klinikbetrieb sei zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt gewesen. Auch habe keine Gefahr für Leib und Leben bestanden.

Wassereinbruch am Theater Naumburg

In Naumburg in Sachsen-Anhalt gab es einen Wassereinbruch im Theater der Stadt. Auch Schlamm soll in das Gebäude gelangt sein. Die Feuerwehr war im Einsatz. Wie hoch der Schaden ist, ist noch nicht klar.

Überflutungen in Thüringen

An der hessisch-thüringischen Landesgrenze wurde die A4 bei Gerstungen wegen Überflutung in der Nacht zum Dienstag vorübergehend gesperrt. Wegen der teils heftigen Regenfälle ist an drei Pegeln in Thüringen der Meldebeginn überschritten worden, unter anderem an der Gera in Erfurt.

Im thüringischen Ilm-Kreis liefen mehrere Keller voll. Landrätin Petra Enders sagte MDR AKTUELL, es müsse weiter mit Starkregen gerechnet werden. Deshalb könne man noch keine Entwarnung geben. Die Feuerwehren seien vorbereitet, Sandsäcke lägen bereit. Enders dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz. Es sei Wahnsinn, was sie leisteten.

Man kann sich wirklich nur bedanken.

Petra Enders, Landrätin des Ilm-Kreises

Überflutete Straßen in Hessen

Auch in Hessen und Bayern sorgten starke Regenfälle für Überschwemmungen. So wurden in Kassel mehrere Straßen im Stadtgebiet überflutet. Viele Keller liefen voll. Die Feuerwehr in Kassel gab am Dienstagvormittag eine Gefahreninformation heraus. Die Bevölkerung, vor allem aber Autofahrer wurden gebeten, den Osten von Kassel möglichst weiträumig zu umfahren. Bewohner wurden aufgerufen, Tiefgaragen zu meiden und überflutete Keller nicht zu betreten.

Aus dem hessischen Fulda wurden ebenfalls mehrere überflutete und gesperrte Straßen gemeldet.

Überspülte Bahngleise in Bayern

In weiten Teilen Bayerns sind die Feuerwehren ebenfalls im Dauereinsatz. Bei Murnau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurden Straßen gesperrt. Bei Wangen im Allgäu liefen Keller voll. Bei Dinkelscherben im Landkreis Augsburg wurden nach Angaben der Bahn Gleise überflutet. Zudem drohe ein Hangrutsch. Als Vorsichtsmaßnahme wurde der Fernverkehr umgeleitet. Andere Züge fielen aus.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Mai 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2019, 10:25 Uhr

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