Rettungskräfte suchen nach dem Schiffsunglück in Budapest am Ufer der Donau nach Opfern.
Die Rettungsarbeiten werden durch heftigen Regen erschwert. Bildrechte: dpa

Budapest Tote bei Schiffsunglück auf der Donau

Bei einem Schiffsunglück auf der Donau in Budapest sind mindestens sieben Touristen aus Südkorea ums Leben gekommen. Viele Menschen werden noch vermisst. Für sie besteht kaum noch Hoffnung. Die Rettungsarbeiten gestalten sich schwierig. Südkoreanische Experten wollen helfen.

Rettungskräfte suchen nach dem Schiffsunglück in Budapest am Ufer der Donau nach Opfern.
Die Rettungsarbeiten werden durch heftigen Regen erschwert. Bildrechte: dpa

Auf der Donau in Budapest sind ein Ausflugsschiff und ein Schiff für Flusskreuzfahrten zusammengestoßen, das Ausflugsschiff ist gesunken. Nach Angaben des ungarischen Rettungsdienstes kamen bei dem Unglück mindestens sieben Menschen ums Leben. Sieben weitere konnten gerettet werden.

Kaum noch Chancen auf Rettung

21 Menschen werden noch vermisst. Bei ihnen handelt es sich um 19 Touristen aus Südkorea und die beiden ungarischen Besatzungsmitglieder. Nach ihnen wird auch mit Tauchern gesucht. Die Suche wird allerdings durch den hohen Wasserstand der Donau, die starke Strömung und schlechte Sicht erschwert. Die Aussichten, sie lebend zu finden, wurden als gering eingeschätzt.

Südkorea schickt Rettungskräfte

Das südkoreanische Außenministerium hat bereits bestätigt, dass die geborgenen Toten aus Südkorea stammen. Zugleich kündigte das Ministerium an, dass eine schnelle Einsatzgruppe mit 18 Beamten und Rettungskräften nach Ungarn geschickt werden soll, um die dortigen Behörden zu unterstützen.

Südkoreas Präsident Moon Jae In hatte zuvor angeordnet, einen Krisenstab einzusetzen und zusammen mit den ungarischen Behörden "alle verfügbaren Ressourcen" für die Rettung der Vermissten bereitzustellen.

35 Menschen an Bord

Nach bisherigen Erkenntnissen war das Ausflugsschiff "Hableany" (Nixe) am späten Mittwochabend auf Höhe des Budapester Parlaments mit dem Flusskreuzfahrtschiff "Viking Sigyn" zusammengestoßen und gekentert.

Das Unglück ereignete sich auf einem bei Touristen beliebten Abschnitt der Donau, der einen Blick auf Budapest und das in der Nacht beleuchtete Parlament bietet. An Bord der "Hableany" befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 33 Passagiere und zwei ungarische Besatzungsmitglieder.

Kapitän festgenommen

Der Grund für die Kollision ist noch unklar. Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes "Viking Sigyn" wurde festgenommen. Nach Angaben der Polizei wurde nach seiner Vernehmung ein Haftbefehl gegen den 64-jährigen Ukrainer beantragt. Was dem Mann vorgeworfen wird und was er ausgesagt hat, wurde aber nicht mitgeteilt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. Mai 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2019, 22:32 Uhr