Howse Peak in den kanadischen Rocky Mountains
Die Leichen der drei Bergsteiger wurden in der Nähe des 3.290 Meter hohen Howse Peak gefunden. Bildrechte: imago images/imagebroker

Rocky Mountains Leichen verunglückter Bergsteiger in Kanada gefunden

In Kanada sind die Leichen von drei in den Rocky Mountains verunglückten Bergsteigern gefunden worden. Die beiden Österreicher und ein US-Amerikaner wurden vor knapp einer Woche bei einem Lawinenabgang getötet.

Howse Peak in den kanadischen Rocky Mountains
Die Leichen der drei Bergsteiger wurden in der Nähe des 3.290 Meter hohen Howse Peak gefunden. Bildrechte: imago images/imagebroker

In den kanadischen Rocky Mountains sind die Leichen von drei seit einer knappen Woche vermissten Bergsteigern gefunden worden. Wie die Nationalparkverwaltung des Banff-Nationalparks mitteilte, wurden die Leichen der beiden Österreicher Hansjörg Auer und David Lama sowie des US-Amerikaners Jess Roskelley am Sonntag in der Nähe des 3.290 Meter hohen Howse Peak gefunden.

Offenbar Opfer von Lawinenunglück

Hansjörg Auer and David Lama auf dem Annapurna III in Nepal am April 2016.
Die Österreicher Hansjörg Auer (links) und David Lama (rechts) auf dem Annapurna III in Nepal im April 2016. Bildrechte: David Lama/Red Bull Content Pool

Die drei Bergsteiger, die allesamt als Ausnahme-Kletterer galten, wurden offenbar Opfer eines Lawinenunglücks. Die Route, auf der sie sich befanden, gilt als sehr schwierig. Nachdem die drei Männer seit dem 16. April als vermisst gegolten hatten, suchten Rettungskräfte das Gebiet um den Howse Peak nach ihnen ab. Der Rettungseinsatz musste aber zwischenzeitlich wegen schlechten Wetters und der Gefahr weiterer Lawinenabgänge unterbrochen werden. Nach dem Fund von Kletterausrüstung gingen die Behörden dann allerdings vom Tod der Alpinisten aus.

Drei Ausnahme-Alpinisten

Der 35-jährige Auer und der 28-jährige Lama stammten aus Tirol. Auer sorgte unter anderem durch zahlreiche spektakuläre Solo-Begehungen schwieriger Kletterrouten international für Aufsehen. Lama, Sohn einer Österreicherin aus Innsbruck und eines Nepalesen, galt als Ausnahmetalent in der weltweiten Kletterszene. Im Oktober 2018 gelang ihm unter anderem nach zwei erfolglosen Versuchen die Solo-Erstbesteigung des 6.895 Meter hohen Lunag Ri in Nepal über den Westpfeiler.

Der 36-jährige Jess Roskelley war der Sohn des bekannten US-Bergsteigers John Roskelley. Beide hatten 2003 gemeinsam den Mount Everest bestiegen. Damals war Jess Roskelley 20 Jahre alt und damit zu diesem Zeitpunkt der jüngste US-Amerikaner, der den höchsten Berg der Welt bezwang.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. April 2019 | 06:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. April 2019, 12:29 Uhr