Ein Mann exhaliert den Dampf einer E-Zigarette
Die E-Zigarette gilt bislang als weniger ungesunde Alternative zum herkömmlichen Rauchen. Bildrechte: IMAGO

Gesundheit Erster Toter nach E-Zigarette in USA

In den USA häufen sich unerklärliche Lungenerkrankungen. Gemeinsam ist den Betroffenen, dass sie zuvor E-Zigaretten geraucht hatten. Im Bundesstaat Illinois gab es nun den ersten Todesfall.

Ein Mann exhaliert den Dampf einer E-Zigarette
Die E-Zigarette gilt bislang als weniger ungesunde Alternative zum herkömmlichen Rauchen. Bildrechte: IMAGO

In den USA ist erstmals ein Raucher von E-Zigaretten an einer Lungenerkrankung gestorben. Das Gesundheitsministerium des US-Bundesstaates teilte mit, ein Erwachsener, der zuvor eine solche Zigarette benutzt habe, sei mit "einer schweren, ungeklärten Atemwegserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert worden". Eine Ministeriumsvertreterin sagte, man prüfe nun weitere im Zusammenhang mit E-Zigaretten gemeldete Krankheitsfälle.

Fast 200 Krankheitsfälle in den USA

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC sind US-weit seit Ende Juni 193 Fälle von Lungenerkrankungen mit einer möglichen Verbindung zu E-Zigaretten gemeldet worden. Die genauen Gründe der Erkrankungen seien noch offen, allerdings hätten alle Patienten zuvor Nikotin oder Cannabis über E-Zigaretten konsumiert. Als Beschwerden gaben sie Atemnot und Brustschmerzen an, in einigen Fällen auch Magen-Darm-Erkrankungen mit Erbrechen und Durchfall. Ein bestimmtes Produkt, das mit allen Erkrankungen in Verbindung stehe, sei aber noch nicht ausgemacht worden.

E-Zigaretten schadstoffärmer - aber nicht ungefährlich

Der Rauch von E-Zigaretten enthält zwar in der Regel deutlich weniger Schadstoffe als der normaler Zigaretten. Die batteriebetriebenen Geräte, bei denen mit Nikotin versehene Flüssigkeiten verdampft werden, bergen laut der Weltgesundheitsorganisation WHO  dennoch Gesundheitsrisiken. E-Zigaretten enthalten demnach neben Nikotin auch metallhaltige Schwebestoffe.

CDC-Experte Brian King erklärte, auch krebserregende Chemikalien seien in einigen Produkten gefunden worden. Auch gegenüber einigen Geschmacksstoffen gebe es Bedenken. Diese Inhaltsstoffe stünden nach bisherigen Erkenntnissen zwar nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Erkrankungsfällen, könnten die Symptome aber verstärken.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Dezember 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. August 2019, 15:27 Uhr