Rheinland-Pfalz Autofahrer tötet fünf Menschen in Fußgängerzone von Trier

Im rheinland-pfälzischen Trier hat am Dienstag ein Autofahrer in der Fußgängerzone mehrere Menschen angefahren und fünf von ihnen getötet. Die Polizei sprach zunächst von zwei Toten, meldete im Verlauf des Tages dann noch weitere Opfer. Mehrere weitere Menschen seien zudem verletzt worden. Der Fahrer sei festgenommen, das Auto beschlagnahmt worden.

Die Polizei sichert den Tatort nahe der Fuߟgängerzone, in der ein Auto mehrere Menschen erfasst und nach ersten Erkenntnissen zwei von ihnen tödlich verletzt hat.
Der Tatort in der Trierer Innenstadt. Bildrechte: dpa

Ein Autofahrer ist in eine Fußgängerzone im Zentrum von Trier gefahren und hat dabei fünf Menschen getötet. Der Fahrer sei festgenommen worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Es handele sich um einen 51-Jährigen aus dem Kreis Trier-Saarburg. Der Wagen sei sichergestellt worden.

Der SWR berichtete unter Berufung auf den Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe, dass mindestens zehn weitere Menschen verletzt worden seien. Die Polizei sprach auch von einer Reihe Schwerverletzter. Unter den Todesopfern ist auch ein neun Wochen altes Baby.

Es bot sich ein Bild des Grauens. Es war einfach nur schrecklich.

Wolfram Leibe, SPD Oberbürgermeister Trier

Bürgermeister Leibe zeigte sich erschüttert: Er habe einen Kinderschuh auf der Straße liegen sehen. "Das Mädchen dazu ist tot", sagte er unter Tränen.

Die Hintergründe zu dem Vorfall sind unklar, insbesondere das Motiv des Mannes. Die Polizei teilte mit, dass sich der 51-Jährige bei seiner Verhaftung gewehrt habe. Er sei in der Vergangenheit noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind nahe der Fuߟgängerzone im Einsatz, in der ein Auto mehrere Menschen erfasst und nach ersten Erkenntnissen zwei von ihnen tödlich verletzt hat.
Die Tat ereignete sich in einer Fußgängerzone im Zentrum Triers. Bildrechte: dpa

Der Fahrer des Wagens saß nach derzeitigem Ermittlungsstand allein im Fahrzeug. Nach bisherigen Erkenntnissen sei der Tatverdächtige um 13:45 Uhr aus Richtung Basilika kommend über den Hauptmarkt in Richtung Porta Nigra gefahren. Dort habe das Fahrzeug mehrere Passanten erfasst, teilte die Polizei mit.

Ministerpräsidentin Dreyer entsetzt

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer äußerte sich entsetzt über den tödlichen Vorfall. Innenminister Roger Lewentz machte sich von Mainz auf den Weg zum Tatort.

Auch die Bundesregierung reagierte. "Was in Trier geschehen ist, ist erschütternd", erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag via Twitter. "Die Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer, bei den zahlreichen Verletzten und bei allen, die in diesem Moment im Einsatz sind, um die Betroffenen zu versorgen."

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Dezember 2020 | 15:30 Uhr