Japan Mindestens 18 Tote bei Überflutungen und Erdrutschen

Sintflutartige Regenfälle haben im Südwesten Japans für Überflutungen und Erdrutsche gesorgt. Mindestens 18 Menschen kamen ums Leben. Viele Menschen werden aber noch vermisst, sodass die Behörden von weiteren Toten ausgehen.

Auswirkungen nach sintflutartigen Regenfällen im Südwesten Japans.
Helfer nach einem Erdrutsch in der Stadt Tsunagi. Bildrechte: imago images/Kyodo News

Sintflutartige Regenfälle haben im Südwesten Japans massive Überflutungen und Erdrutsche verursacht und mindestens 18 Menschen in den Tod gerissen. Die Regionalregierung der stark betroffenen Provinz Kumamoto befürchtet allerdings, dass mindestens 17 weitere Opfer die schweren Überflutungen und Erdrutsche ebenfalls nicht überlebt haben. Mindestens 14 Menschen galten zudem noch als vermisst.

Schwerer Regen hatte seit Samstag in weiten Gebieten der Provinzen Kumamoto sowie Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu schwere Überflutungen und Erdrutsche ausgelöst, die die Rettungs- und Bergungsarbeiten erschwerten.

Mehrere Dämme gebrochen

Unterdessen begannen am Sonntag erste Aufräumarbeiten. Die Einsatzkräfte hatten Schwierigkeiten, einige der besonders schwer betroffenen Gebiete entlang des Kuma Flusses in Kumamoto zu erreichen. Dessen Ufer waren an mehreren Stellen gebrochen, als die Region am frühen Morgen des Vortages von den Regenfällen heimgesucht worden war.

Ein Fluss ist über die Ufer getreten
Ein Fluss trat über die Ufer und flutete zahlreiche Häuser. Bildrechte: dpa

Einige Bewohner der Provinz Kumamoto, darunter auch in den Städten Yatsushiro und Hitoyoshi, waren von der Außenwelt abgeschnitten, nachdem die schlammigen Fluten und Erdrutsche einige Straßen unzugänglich gemacht und Häuser mit sich gerissen hatten. Tausende Haushalte waren am Sonntag zunächst noch ohne Strom.

Wohngebiete metertief versunken

Die örtlichen Behörden hatten am Vortag mehr als 200.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. Auf Luftaufnahmen des staatlichen Fernsehens waren ganze Wohngebiete metertief versunken in schlammigen Wassermassen zu sehen. Mit Helikoptern und Schlauchbooten kämpften sich die Einsatzkräfte zu den Opfern vor, manche hatten sich auf die Dächer ihrer Häuser gerettet. Sie wurden dabei von Tausenden von Soldaten unterstützt.

Altenheim bis zur zweiten Etage geflutet

Viele der Todesopfer waren in einem Altenpflegeheim in einem von den Überflutungen stark betroffenen Dorf in der Provinz Kumamoto gefunden worden. Das Pflegeheim war bis in die zweite Etage überschwemmt worden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Juli 2020 | 11:13 Uhr

0 Kommentare