Tarifkonflikt Ufo ruft Flugbegleiter der Lufthansa zu Warnstreik auf

Die Flugbegleiter der Lufthansa fordern von Deutschlands größter Airline mehr Lohn. Bei dem Streit geht es allerings nicht nur um die 1,8 Prozent mehr Geld, die die Gewerkschaft fordert. Die Lufthansa zweifelt an, dass die Gewerkschaftsvertreter rechtmäßig eingesetzt worden sind.

Streikende Bedienstete des Lufthansa-Begleitpersonals stehen am Flughafen
Die Flugbegleiter der Lufthansa wollen streiken. Bildrechte: Michael Probst/AP/dapd

Die Gewerkschaft Ufo hat die Flugbegleiter der Lufthansa an den Drehkreuzen Frankfurt/Main und München zum Warnstreik aufgerufen. Sie sollen am kommenden Sonntag die Arbeit niederlegen. Der Warnstreik soll auf fünf Stunden zwischen 6:00 und 11:00 Uhr beschränkt sein.

Weitere Arbeitskämpfe bei anderen Flugbetrieben des Konzerns in Deutschland seien jederzeit möglich, erklärte der stellvertretende Ufo-Vorsitzende Daniel Flohr am Montag über eine Video-Botschaft im Internet. In der kommenden Woche wolle die Gewerkschaft mit ihren Tarifkommissionen über Urabstimmungen zu unbefristeten Streiks beraten. Die Lufthansa könne die Arbeitskampfmaßnahmen noch abwenden, wenn sie an den Verhandlungstisch zurückkehre.

Streit um Ufo-Vorstand

Lufthansa und die Gewerkschaft streiten darüber, ob der aktuelle Vorstand von Ufo zum Abschluss von Tarifverträgen berechtigt ist. Die Lufthansa argumentiert, der Vorstand sei nicht satzungsgemäß ins Amt gekommen und akzeptiert deshalb auch die Kündigung von Tarifverträgen nicht. Ufo fordert eine Lohnerhöhung von 1,8 Prozent.

Ein Sprecher der Lufthansa sagte, der Konzern halte die Streikaufrufe für "rechtswidrig" und prüfe "rechtliche Schritte". Ziel sei es, am Sonntag "unser volles Flugprogramm aufrechtzuerhalten".

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Oktober 2019 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2019, 14:03 Uhr

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